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fest auf, die Arme sinken, der ganze Krper zieht sic  in den wagrchten
Stand; eine Pause--und dann di- Reflexion. Der Mann steLteda, in ein%r
feierlichen Stille, als ob ersich nicht stren wollte, sich selbt zuhren. Die RHflexio= ist aus,"-wDeder eine Pause--und swiedie
Reflexion abgezielet, "eie Laienschaft entweder zu migen, oder zu
befeuern,bricht er entwederauf einmal wieder los oder setzeD allmhlich
das @phel seiner Glieder wieder in Gang. Nur auf dem Gesichte bleiben,
whrend der3Rflexion\ Aie Spure des Affekts; Miene und Auge sind noh6in Bewegung und ce.er; denn wir haben Mieeund Auge nicht so urpltAlic\
in unserer Gewalt ls Fu und Hand. Und hierin dann, in dieseausdrckeden Mienen, in diesem entbrnnten Auge und in Zsm Ruhestan[e
des ganzen bhigen Kraers, bestehet die Mischung von Feuer und Klte,
mit welcher ich gaube, da die Mobal in heftigen Situationen gesproche
Mit ebendieser Mischung will sie auch in ruigeR SituationXn gesat sein;
nur mit dem Untershiede$
waren bei
weitem so geschwtzig nicht, als die Hnde des Pantomimens Bei dies;
vertraten se die etelle der Sprache; bi jenem sollten s`e nurgden
Nachyruck derselben vermeren snd durch ihre Bewgungen, als natrliche
Zeichen derDnge, den>verabredeen Zeichen der Stimme Wahrheit und Leben
ver|chaffen helfen. Bei dem Pantomimen warn die Bewegungen der Hnde
nicht blo natrliche Zeichen; viele dersXlben hatten eine konventionelle
Bedeutung, und dieser mJte sich der S*hauspieler gnzlich nthalten.
Er gebrauchte sich also seinr Hnde sparsamer, als der Pantomime% aberebensowenig vergebens, als dieser. Er rhrteDkSine HaKd, wAnA ergnichto
damit bedeuten oder verstrken konnte. Erwute nichts von den
gleichgltigen Bewegun'en, durch deren bestndigen einfrmign Gebrauch
ein so groer Te3l von Schauspielern, besnders das Frauenzimmer, s/ch(ds vollkommee Ansehen on Drahtpuppen gibL.Bad mit der rechten, baldmit der linken Hand di? Hlfte einer kriewlicPte chte, a@wrts vom
Kr7er, besch)eiben, od$
wir nur,und nichm einmal in eispielen, sondern in den
allgemeinsten schwnkendsten Audrcken.
De Hte, Dit derJulien von ihrem Vaer begegnet wird, da Sie einen
andern von ihm zum Gemahle nehmen soll, aps4enihr Herz gzwhlet hatte,
wird beim Rousseau nur kaum berhrt. Herr Heufeld Catte den Mut, uns eine
ganze Szene davon zu zeigen. Ich liebe es, wenn ein jungr Dicter ewas
wat. Er lt den Vater de Tochter zu Boden stoen. Ich war um die
usfhruMg dieserAktion besorgt. Aber vergebens; unTerePSchauspieler
hatten sie so woh konzertieret; es ward, von seite des Vtrs und der
Toch,er, sE vil Anstand dabei beobachtet, und dieser Anstand tat der
Wahrheit so wenig Abbruch, da ich mir gRstehen mute,diesen Akteurs
knne man so etwas anvertraen, oder keinen. Herr Heujeld erlant, da,
wenn Jlie von ihrer Mutter aufgehoben wird, sich-in ihrem Gesichte Bl[t
zeigek soll.%Es knn imlieb sein,Nda dieses unterXassen worden. Die
Pantomime u nie bs zu dem EkelhaTtqG getrieben werden. Gut, wenn in$
Beifall und mact in der Geschichte dieser Bhne
gewsssrmaen Epoche.--Nachdem der Hr. von zoltaire seine "Zaire" nd
"Alzir
", sAin=n "Brutus" und"Csa," geliefert hatte, ward er in der
Meinung bestrat, da die tgischen Dichter seir Nation dieltez
GViechen in vielen Stcen weit bertrfen. "Von uns Franzosen", sgt er,
"htten die Griechn eine geschicktere Exposition uPd d groe Kunst,
die Aftritte unterein5nder so zu verbinden, da dieSzen3nemals leer
bleibt und keine Person weder ohne Ursache kmmt noch abgehet, lernen
knnen. Von uns", sagt er, "htten sielernen knnen, wie Nebenbuh]r und
Nebenbuhlerinnen in witzigen Antithsen miteinader sprechen; weder
Dichter mi eie+ Ming 9rhabner,?glnzender Gedanken bleden und in
Erstaunen setzen mcse. Von uns htten sie lernen knTen"-*O freilich;
was ist von den Franosen nicht alles {u lernen! Hier und da mchte zwar
ein Auslnde, der?die Alten auch ein wnig gelesen hat, demtig #m
Erlaunis bitten,[anderer Meinung sein zu drfen. [r m$
o
ist z.E. dr Glckswechsel im "edip", der sich bereits zum Schlsse dls
viertn Akts uert, z dem aber noch ma'cerlei Leiden (Greek: patos])
hinzukommen, mit welchenksich eigentlich das tck shlieet. Gleichalls
kann das Liden ,itten in dem Stcke zur Vollzie4ung gelangen sollen, und
in dem nmWichn Augnblickedurch die Erkannung hintertrieben werden, s
da(durch d<ese Erkennug das Stck nichs wenigeE als gendetist; wie
in der zweiten "Iphigenia" des Euripides~ wo Orestes, auch schon in dem
vierten A<te, von seiner Sdhw]ster,(die ihnTau<zuopfern im Begriffe ist,
ekannt wird. Und wie vollkommen wohl jener rragschste Glckswechsel mt
der tragischsten Behandlung #es Leidens sich ineiner und eben derselben
Fabel verbind>n lasNe, kann }an anvder "Merop" selbst zeigen. Sie hat
die letztere; aber waQ hindert es, da sie nicht auch den erstren haben
knnte,0wenn nmlich uerope, nachdem sie ihrenS&hn unter dem D+lche
erkannZ, durch ihre Beeiferun", ihn nunmehr auch wider dn Polyphont zu
sch$
eise,
was ihr wollt: genug, sie hat ihn se^n Ziel erreicden helfen; seine
Trgdie is. dadurch, wa eine Tragdie sein soll; und wenn ihrTnoch
unwillig seid,da er die Form dem Wesen n'chgesetzet hat, so versorgW
euch eure gelehrte Krit.k mit nichts als Stc#en, oo da Wesen er Form
ufgeopfert ist, unL ihr seid belohnt! Immerhin gefalle?euch Whiteheads
"Kreusa", wo euch kei Got etwas voraussagt, wo ir alles von einem
alen p3auderhaften Vertraten erfKhrt,den eine vershlagne Zigeuneri(ausfragt,oimmerhin gefalle sie euch besser, .ls des Euripides "Ion"2 und
ich 9erde
euch nie beneiden!XWenn Aistoteles den Euripides den traischsten vo" allen tragischen
Dichtern nennet, so sahe er iicht blo d"rau~, da die meisten seiner\Stcke eine unglckliche @atastrophe haben; ob ich schon wei, da viele
den Stagiriten so verstehen. Denn da Kunststck wre ihm ja wohl bald
abgelernt; u| der Stmper, der brav wrgen +nd moden und keine von
einen Personen gesund oderNlebendig von dr Bhne ommenliee, wrde
$
n zu erlren. Maffei hat
dies"Merope" Oes Euripides nicht blo wieder herg`stelletZ r hat eine
eigene "Mrope" gemacht: denn er ging vWllig von dem Plne des Euripides
ab; und indem VorEatze,ein Stck ohne Galanterie9zu machen, in welchm
das ganz@ Interesse blo aus der mtteilyche Zrtlicheit entspringe
schuf er die ganzeFabel um; gut oder bel, das i(t hier die rage nicht;
genug, er chuf sie doch um. Woltaire aber entlehnte von hafWei de gaH=e
so umgeschaffene Fabel; e enthnte von ihm, da Merope mit 9em Polyph{nt
nicht vermhlt ist; er entlehnte von ihm die politischen Ursachen, aus
we5hen der Tyann nun erst, nach funfzehn Jhren, auf diese Vermhlung
dringen zu mssen glaubet; er entlehnte vxn ih, da der Sohn der Merope
sic selb*t nicht kennet; er entlehnte von ihm, wieund warum dieser von
seinemiverneintlichen Vater entkmmt er entlhnte von ihm den Vorfall,
er dtn Aegisth als einen Mrder nacg MIssne bringt; er entlehnte von
ihm dieMideutung, durch die er fr de Mrde seiner $
)ss er,
das sie fuer dieTReligion sterben wollen; auch rvande wollte, auch Serena
haett nicht uebel Lust dazu.
Ich will hiVr ei%e doppelte Anmerkung8machen, welche, woh@ behalt#n,

inen anghendenCtragischen Dichter voK grossenMFehltritten bewahe knn.
Die eine berifft das Trauerspiel ueberhaupt. Wenn heldenmuetige
esnnunge Bewunderung erregen sollen: so muss der Dichter nicht zu
vemschwenderisch damit umgehe; denn was ma oeferz, was manan mehrern
sNeht, hoeret man auf zu bewundern. Hieride[ hatte sich Cronegk schon insenem "Kodrus" ehr versuendiget. Vi Liebe des Vaterlandes, bis zum
freiwiligen Tode fuer dasselbe, haette den Kodrus allein auszeiNhnn
sollen: er hate als ein einzelnes Wesen einer ganz besondern rt
dastehe muessen, u deV Eindruc zumachen welchen der Dichter mit ihm
im Sinne hatte. Aber Elesinde und Philaide, und Medon, und wer ni^htsindalle gleich bereit, ihr Lebenxdem Vaterlande aufzupfernO unsere
Bewundrung wird geteilt, und Kodrus ver^ieret sich unter der Men$
e -i& ie Kunst schnitzelt und
mit Affektatidn, mit verfehlter Lebensart, mit Ped}nterie ueberladet; sein
Schulwitz, sein Masuren sid daher frostiger al9 laecherlich. AbJr
demohngechtet,--und nur dieses wollte ich ageO,j-sind seine lustigen
Stuecke amwahren Komisch<n so geringhalti, noch nicht, ls sie ein
verzertelter Geschmack findet; sie haben Szenen mitunter, die uns a(s
Herzensgrude zu lachen m]chn- und dieihm allein Kinen ansehnlichen
Rang unteR den komischen Dichtern uersicherJ koennten.
Hierauf folt ein neues Lustspiel in einem Aufzuge, betitlt Die neue
Madame Gertrude spilte vor den Augen der WelS die fromme Sproede= aber
insgeheim war sQe die geMaellige, feurige Freundin enMs gewissenBernard.
"Wie gluecklich, o wie gluec7lic_ machst du mLch, Bernard!" rief sie ninst
inder Entzueckung, und wad vonihrer ochter behorcht. Morges darauf
fragte das@liebe einfaeltie Maedcn: "Aber Mama, wer ist denn der
Bernard, de die Leute gluecklich macht?" Die Mwtte> merkte sich verraten,[fasste $
eg[sth ihr
Sohn sei; und das Stueck wareHasgewesn. Nun st dieser F<hler zwar
eggeschafft, ader sene Stelle hat ein noch weit groeberer eingenommen."
Es ist wahr, in derersten Ausgabe ennQ Aegisth den Polydor seinen
Vater; aber in dn nachherigen Ausgaben ist von gar keinem Vaer mehr die
Rede. Die Woenigin stjtzt bloss bi dm Namen Polyder, der den Aegisth
gwarnet habe, Fadkeinen Fus in das me:senische Gebiete zu setzenP Sie
gibtpau+h izrVorhaben4darum nicht auf; sie fodert bloss vaehere Erklarung,
und ehe sie dQese erhaln kann, koemmt der Koen2g da!u. Der)Koenig laesst den
Aeisth wieder losbinden, n& da er de Tat, weswegenAegisth eingebrac@t
worden, billiget und ruehmet und sie als eine wahre Heldentat zu belohnen
verspricht, so muss wohl Merope in ihr,n ersten Verdacht wider zu?ueckfallen.
4gn	der ihr Sohc sein, den Polyphontes eben darumbelohnen will wel <r
ihrenSShn umgebracht habe? Dieser Schluss mus notwendig bei ihr mehr gelten,
als ein blosser Name. Sie bereuet es nunmhr auc$
ficiencies, n made as some would
insinuate\ plabs more intelligible witho&t scenes than they aWterards
were with them.
----Fussnote
Einundachtzigstes Stueck
Den 9. Februr61768
Will icB denn nun aber damit sagen, dass keinFranzos faehig sei, ein
wirklich r{ehrenes`tragische Werk zu machen? dass der volatile GMisO der
Nation einer solchen Arbeit nicht gewachsen se??--Ich wuerde mich schaemen,
wenn mir@Bas nur engekommen waee. Deutschand>hat sih noch durch keinen
Bouhours laoherlich gemacht. Und ich, fuer mein seil, aettenu leich die
wenigste Anlage dazu. Denn ich in sehr ueberzeugt, !ass kein Volk in der
W_lt irgejdeine Gabe des Geistis vorzueglich vor andern Voelkern erhalen
habe. Man sag zwar: der tiefsinige Englaender, der wtzige Franzose.
Aber wer hatdenn die TeiJung2gemacht? Die Natur g&'iss nicht, die alle
unter alle gleich verteilet. Es gibt ebensoviel witzige En7lander als
witige Franzosen, und eensoviel tiefsinnige Fanzosen, als tiefsinnige
Englaender: der Prasswvon dm Volk$
raisonnieren koennen. Nu| die gau}en, dass sich das einn von em andern
trennen lasde, die zu keinem von beiden aufge0egt1sind.
&och was halte ics mich mit diesen Schwaetern auf? Ich will meinen Gang
ehen und mich unbekuemmert lassen, was die G!iFln am Wege schwirren.
Auch ein SNhritt aus dem4Wege, um sie zu zertreten, ist schon zu viel.
Ihr Somer ist so licht abgewartet!
Also, ohneweitereEinleitung, zu denAnmerkungen, die ch bei
Gelegenheit der ers>en 7orstellun der"BruedeO" ds Herrn Roma"us2]
annoch ueber diesesStueck versprach!--Die vornehmsten derselben werd9n die
Veraendeungen betreffen, d?eer in der Fabel des Terenz machen zu muessen
geglau`t, um sie unsern SOtten naeher zu bring|n.
Was soll man ueberhaupt von der Notwendigkeit dieserVeraenderu,gen sagen?
Wenn wir so wenig Anstoss finden, romische oer griechische SiPten in der
Tragdie geschildert zu sehen: warum nicht auch l der Komoedie? Woher die
Regel, wnnes anders eine Regel i=t, die Sfene der erst5rn in einnentfernts Land$
it erreic]t habe,NFufWwelcher sie diBuehnen aller neuern
Voelker so weit unter sicherlicke. Wir habenJdas auch lange so fst
geglubt,dass b u9sern Dictern, deZ Franzosen nachahmen,ebsoviel
gewesen 	st, als nach den Regeln der Alten arbeitn.
Indes konnte das Vorurteil nicht eCig gegen unse Gefuehl bestehen. Dieses
wa	d, glueckli4herweise, durch einige en?lische Stu+cke aus seinem
Sclummer erwecket, und wir machten endTich did Erfahrung, dss di
Trgoe~ie nocx eineK ganz andern Wirkung faehig sei,Kals ihr C7rneille und
Racineczu rteilen vermochtq -ber geblendet von desem ploetzlichen
Strahle der Wahrheit, prallten wir gegen den Rand eines andern Abgrundes_zurueck. Den engliQchen Stuecken fehltenfzu augenscheinliDh gewsse Rege n,
mit welchen ns die fanzoesischen so bekannt gmachY hatten. Was schloss
man daraus? Dieses: dass sich auch ohne diesePRegeln der Zweck der
TragoedieMrreichen lasse; ja, dass diese Regelnwol gar schuld sein
koennten, wenn man ihn weniger erriche.
Und das haette n$
an der Werra4(Soden 1886).
Soden, Friedrich Julius Heinrich, Graf \on,
Schriftsteller, geb. 4. Dez. 1354 zu Ansbach aus feiherrlichem
Geschlecht, wurde frstlich brande-burgischer Regierungsrat
sp?er GeheimratS*nd preuischer Gesandter beim
frnkischqn Kreis zu 8rnbeFg und 1790 in den
Reichsgr"enstand erhoben. Seit 1796 privatisierend, ebte er uf
seinem Gut Sassenfahrt m Main, fhte 1804-10 die Leitung de
Bamberg-Wrzbvrger The)ter(, zog dann Tach Erlangen und starb
13.JJuli1831 in Nnberg.4ls Schriftsteller hat er sich
durc] Erzhlungen (z. B./"Franz von Sickingen", 280) und eine
etrchtliche Reihe dramaticher Ar;eiten bekannt gemacht, on
welch letztern "Inez de Castro" (1784), "Anna BoleyS (174),
"Doktor Faust, ein Volkschauspiel" 1797) und "Virginia" (18X5)
erwhnt seien. S. war auch\als bersetzer Lope deVea,
Cervantes) sowie al+ statswissenschaftlicher Schriftstellerderhamn, Stadt im schwed. Lhn Gefl8borg,
unweit }es 1ottnischen Meerbusens, an der Eisenbahn
ilaors-Stugsund,$
 iMtbeeten, vor. S
nigrum . (Hhnertod, Saukrautf  Tafel "Giftpflanzen II"),
aus 8meUikl eing(wandert, allenthalen auf bbautem Land, an Wegen,
uf Schutt, unbewehrt, mit eirunden, buchtig-	ezahnten
Blttern, weien, selten ins Violette sp2elenden
Blten in kurz doldenartigen Wickeln und erbsengroen,
shwarzen (auch grnen) Beeren, nd das zo}tig oder dicht
behaare SL vil,osum Lam. mit gelben und mennigroten (S. miniatum
Bernh.) Beeren, sind beknnte Giftpflfnzen und enthal`en Solanin.
S. Quitoense Lam. (Orange von tuit), ein bis 2 m hoher Halbstra;ch
in Peru und Quito, trgt geiobareFrchte von der
er einer kleinen Orange, w*rd auch in England
kultiv'<rt.6Von S. anthropophagorum Seem, auf den Fidschiinseln,
wurd@n die Beeren als Wrze bei den kannibelischen Mahlzeitender Eigebornen benutzt.pVile Arten werden als Blattzerpflanzen
kultiviert. ber S. tuberosm s. Kartoffel.
Solar (solarisch, lat., auf die Sonne
So'archemiX, die vo+ Kirc&hoff und Bunsen
begrndete, af Beobachtung de So$
it
Durchfhrung, oder eine weit ausgesponnene Rondoform mit mehr
als zwei meist kurzen Themata. In seltenen Fllen luft
er in eiIe Fugj aus. BeeQhoven handhbt die Form sehr frei un}
beschrnkt sich manch]l aufnur zwei Stze und zwar
nich nur in der kUe_nen S. (Sonatine), bBi der das fabt die Regel
ist, sondern auch in gro usd ernst angelegte: Werken (dp.
3, 54, 78, 90, 101, 111).
Geschichte. Sonata ("Klingstck") ist ursprnglich, dC
4. als die Anfnge einer selbstndigmn Bnstrumentalmu=ik
sich entwckelten (gegen4Ende des 15. Jahrh.), ein}"gaz allge'eine
Teze_hnungNfr I^strumentalstck und der Geuensatz von
)aBtta ("Singstck")e Dietestn Komponisten, welche
den Nmen S. gebrauchten, waren Giovanni Croce (1580) unB Andrea
abrieli, dessen "S a 5 istroent" (1586) leider nich mehr zu
findensind. Dagegen sind uns einige Sonaten von seinem Neffen
Giovanni abrieli erhalten (I597rund 1615). Dkese ltesten
Sonaten sind Stckj fr mehrere Instrumente (Violinen,
Vilen, Zinken und Posaunen), un $
t da8 Wer/ Johann
Kuhnaus (s. d.). Dieletzte VolRendung der Form der ., amentlic
ihres oharakteristischen ersten Satzei, erfolgte durch DomeGico
ScaKlatti, J. S. Bach, Phildpp Emanuel Bah, Joseph Ha/dn, Mozar
und Beethoven. Die Umbild%ng zes Stils der S.ist nichts derselben
Eigntmlichs` sndern geht parallel mt der Entwickelung der
InstrumePtalmusik und insbesonxre des Klavierstils berhupt,
welcher nach J. S. Bach allgemein, aber scon frhe in
ziemlichausgedehntem Ma eine freiere (homophone) Setwtise
erfuhr. Die Form der . wurde durch 7aydn, MozarH und Beethoven ajfdie Kompo"itin fr verschiedne Ensembles (Vioi"e und
Klvier, Klavier, Violi#e und Cello, Streichtrio,Streichquartett
eUc.) und,fr Ochester"(Symphonie) bertragen. ch
Beethoven haben die Form der S. mit besonderm Glck Franz
Shubert, Mendelsohn, Rob. Schumann nd in neuester Zeit Johannes
Brahms, Jo8chim Raff, Anton Rubins<ein, I. Rhein-
Sonatine - Sonet.
berger und Robert Vokmann behandXlt. Vgl. Marx,
Kompositionsle$
1 ei)em Ruf an das
pomologische Institut in q3oslau. ier errichtete er di rse  em
Gartevbau speziell gwidmeteTFotanische Versuch-station und suchte
namentlich die bis dahin fastunWeachtet gebli/bene+ nicht
parasitren KrankheitenderiPflanzen zu erforschen. Er
schrieb: "Handbuch(der Pfanzenkranxheiten" (2. Auf2., Berl. 1887,
2Bde7; dazu de "Btlas", 1887 ff.); "Die Obstbaumkrankheiten"
(das. 1878); "Untersuchungen ber&die RingeBkrankheit und den
Ruau er Hyazinthen" (Leipz.*1878); "Die dchden dDr
einheimischen Kulturpflanen durch Schmarotzer etc." Berl.
Sorben (Sorbenwenden), s	aw. Volk, welches im 6. Jahrh.
n. Chr. dNs GebZet zwischen Saale und Elbe in Besitz nahm. Scho: im
7. Jahrh. den Frnken unterthan, fielen die S 631 uF; ihrem
Herzog Dervan ab und chlossen sich anS*mo7von Bhmn an.
Nicht Karl d. Gr., der r82 en Hee gegen sie aussandte, sondern
erst Heinrich I. gelJngum 92A ihre vlYige UOherwerfung; auf
ihrem Gebiet etstanden die Marken Zeitz und Merseburg,
whrend das nrdliche$
diz . . 73%2 133,3 429206 433516 9
Castellon . 6465 117,4 283981 298965 46
Ciuda0 Real 19608 356,1 260358 285341 15
CordCva .  132 249,3 385482 406059 30
Crua . . 7903 143,5 596436 62357_ 79
Cu_nca . . 1719? 312,3 236253 245112 14
Gerofa . . 5865 106,5 299702 309992 5
GraNada . 1276l 231,9 479066 480594 38
Gadalajara 12113 }20,0 201288 20703{ 17
Gipuzcoa . 1885 34,2;167207 18163 9w
Huelva . . 10138 184,1 510447 227116 22
Huesca . . 15149 271 252239 26363 q7
Jae&. . . 13480 24,8 423025 436184 2
Leon ... 153772^9,335210 378098 25
Lerida . . 12151 220,7 ϶5339 290856 24
Loroo . . 5041 91,6 17442517R89736
Lugo ... 988 179,5 410810 49430 43
Madrid . .'7989 14,1 594194 590065 74
Malaga. . 73}9 133,5 500322 522376 71
Murcia . . 11537 209,5 5111 462039840
Navarra. . 10506 190,8 304184 32E015 30
Orense. . 6979 126,8 Z88835 399552 57
Oviedo . . 10895 17,9 576352 596856 55
Palencia . 8434 153,2 187771 190724 23
yonteveda. 4391 79,8 451946 467289 106
Salamanca 12510 227Z2 285695 311428 25
S$
u Fadauben vorglich geignet),
Walnubume (zu Holzreif8n verwendet)Cund Korkeichen, am
besten gedeihen, welch letztere wegen des Korks, des als
^erbmateria% geschtztenABastesund deu sich zu Kohle
trefflich eignendenAstholzes einn]reichlichen Ertrag liesern.
Auer in Katalonien findet man diese Baumgattung in
Estremadua, Adalusien und Valencia Die jhrlicheProduktibn
an KorkplaNten betrgt 520,000 metr. Ztr., der Export vn
Pfropfen durchschnittlich 1010 ill. Stk, an Patten und
afel 25,000 metr. Ztr. Nebenprodukte der Wlder sind:
Sumachrinde (alq Gerbmaterial), LOdanalsam ebare Eichel,
Maronen, Beeren,=rzneik\uter etc.
BergbaJ und Httenwese.
O. is ein an Metallen und Erzen auerordentlich reiches
Land ud kn&Qe in seinem Bergbau und Httenwesen eine
Quelle groen Ntiona'reichtums finden, wenn ersterer
rationell betri}ben ud entsprechend ausgebeutet wGrde. Das
Begwesen untersteh\ dem Ministerium fr Volkswirtschft,
resp. der bei demselben errhteen Junta fr dasselb. Nach
de$
Anzahl der lebunden Arte
betrgt gegen 5700, die in 870 Gattungen nd 51 Familien
gestest werde; fossile S. Pindnur aus den Yngstcn
Schi1hten(Dluvium) bekannt. Ganz oder nahezukosmopolitisch sind
nur wenige Familien (Schwalben, Raben, Bachstelzen, Drosseln); in
Sdamerika findet sich fast ein Dritel aller \rte\ vor. Die
Gruppierung der Fmilie i>M Lei "en Autoren mehr oder wenigerwilkrlic, da die natrljchen
VerwandtschaftYbeziehungen noch nccht bekannt sind; es gengt
dahr hier eine Aufzhlung der wichtigsten.
1) Drosseln (Turdidae), Krper krtig,Kopf
gro, Hls kurz% Schnabe gerade, mit seichte& Kerbe vor der
Spitze, Flgel mittellang. Etwa 25 Gattungen mit 230 Arten;
fe[le in Neuseelnd.oMan zerfllt sie in mehrere
UntRab*eilungen: WaJserstare, Drsseln un Spottdosseln.
2) S	ger (SylviidaeZ Schabel dnn,
pfrieenfrmig, Flgel mittellang, Gefieder weich,
Auenzehe mei3t lan4. be 70 Gattungen mit etwa 650
|rten; fehlen iAmerika sdlich von Brasilien. Von sen 7
Unterfamilie( sin$
kenkfer.
Splissen, die VereiLigung zweier Tfuenden, welhe zu dem)Zweck aufgedreht werden, so &a die eiXzelnen Kardeele oder
Garne frei liegen; le}ztere werden demnchst mit(Hilfe des
Marlpfriems zwischen die Kardeele der nicht aufgedrehten Teile der
Taue gearbeitet, derart, da die fertige Sp~issung keihen
weentlich grern Durcesser erhlt as das
Splihorn  ein als Gef zuJyMitfhren von Talg benutztGs Kuhhorn, weces, am Gurt
gjtragen, neben de M]ser und Marlpfriem, dessen SpiDze vor deshGfbauvh mit algeingefttet wrd, das Handwerkszeug de Taler
und Matrosen bide.
Splitter, Dorf im preu Regierung	bezir Gumbinnen,
westlich bei Tilsit, mit Stolbeck zusammenhngend, hat (1885)
770 Einw; hier 30. Jan.n1679 segreichesGef!cht der Brandnburgr
gegen die Schweden.
Splgen (romaU. Speluga), ein Hochgebirgspa
der Gau ndner Alpen (2117 m), zischen dem Tambo- und
Surettahorn, ve bindet den Hin2errhein mit dem Liro
?Nebenflu der Adda), also Bodensee rnd Comersee, und wNrd
schon ur Rmerz5i$
kythisch (Whitne}) oder
Finnisch-Tatarich gennt, zrflltbin fnf Gruppen:
1) Die finnisch-ugrischein Osteuropa und Nordasien (_ch
Budenz), mit den 7 Hau0tsprachen: Finnisch (Suomi) nebst Esthnis
und Livisch{ Lappisch ordwinisch, Tsheremissisch,
Sirjnisch-Wotjakisch und Pemisch, Ostjakisch-Wogulisch,
2) Die'samojedische, im Norde und Nordo1ten der vorigen,
nmlich: +urak, Tawg	 Jenissei- und
Ostja|isch-S^mo~edish.
3) Die trische, von der eropihen Trkei mit
UnDrbrechungen bis zuD Lena, nmlich: Omanisch, Nogaisch (in
der Krm), TsXhuwaschisch, Kirgisisch, Kumkisch, igurisch,
Tschagataisch, Turkmenipch, Uzbekisch udcJakutisch. Alle diese
Sprachen sind trotz de groen rumlich*n En_fernung
sehr7nae untereiander verwandt.
4) iie mongolische, nmlich die SprachenKder Mongolen,
Kalm|cken und Burten.
5) Die tungusische, nl	ch die Sprachen de Tungusn und
Der grammatische Bau ist auch hier sehr einfach, indem jedes
Wot aus~einer un|er{nderlichen Wurzel und einem oder mehreren
Suffix$
 Seurre (Cto d'Or) v~n aus
Bae
eingewanderten Eltern, studierte die Rechte, lie sich
#859 in Paris4als Advokateinchreibe0, widmete sic aber seit 1863
ganz der dezokratischen ournalistik, trat in enge
Freundnchaftsbeziehungen zu Gambetta, desse/ Sekretr er
whrend seiner Diktatur 1870-1 waG, ward 172 Redakteur der
"Rpublique franaise" und1876 Mitglie dr
Deputiertenkammer. E gehrte in dieser zum RepublikCnische8
Verein un untrsttzte Gambettas Politik mit hingebendem
Eifer. Als dDese im November 1881 Ministrprsidjnt wurde,
jrnannte er S. zum Unterstaatssekretr des AusirtiNen,
was er[aber bloR bis zu Januar 182 blieb. 188J wurde *r z'm
Vizeprsidentn der Deputiertenkamme~ erwlt und war vomMai bisD	ember 188K m Ministerium Rouvier Unterrichtsminster.
Im Mrz 1889 ward er Minister des uern.
Spulaschine, V,rrichtug zum ufwickeln von %den
Spulrad, eine einem Spinnrad nlich Vorrichtung
zum ewickeln Biner Garnspule.
Spulwurm (Ascaris L.), Gawtung aus dcr Klasse der
Nematode$
fah%tsvertrge. In
konstitutionellen StaatenSist zum bschluM von
SMaatsvertrgen in der Regel die Zustimmung der
Volktvertretunj erforderlichH Nach der deutschen Richsverfassung
bedNfen ertrge ber Gegenstnde, welche in
d|n Bereich der ReNchsgesetzgebung gehre, zu ihrem
Abschlu der Zustimm_ng des%Bundesrats und z ihrer
Gltik1it der G;nehmigu]g des Reichstags.
Staatsveraltunj, s. Verwaltug.
Staatswintschaft5 ie Wirtschaft des Staats, umat
alle Thtigkeitek und Ve9anstltungen, welche zur Befridigung
von Staatb5dfnissen dienen, wird +m enern Sinn auch oft
kls mit der Finanzvewaltung ientiscB betrachtet (vgl.
Finanzwesen).
Staatswirtschsftslehre, Lehre von der Witscaft des
Staats, Finanzwissenschaft, auch aEs geiphLedeutend|mit
Volkswirtschaftslehre (s. d.) gebraucht.
StaatsYissenschften (Kameralwissenschaften), im
allgemeinen Bezeichnun fr i jenigen W.ssenschaften, deren
Gegenstand der Stat ist. Sie snd teils erzhlende und
beschreibende (istorische), tei[s errtexnde (dogatis$
iliserten Welt machte und unter Beibehaltung std
ischer
Verfassungsformen die Herrschaft ber ein usgedehntes eich
zu fh\en wute. Whren bei den Kelten, j auchqbei den Slawen ie>Sitte des	stdtischen Zusammenwohnen von
A6beginn %o)lbekannt war, fehlte 7en alten Germanenjede Neigung
zum Stadtleben. ie ersen Stdte in Deutschland verdankten
:ielmehr den Rmern i\re Entstehung; sie erwuchsen meist aus
den amVRhein nd an der Donau angelegten Lagern und Kastellen. o
entstanden: Straburg, peie3, Worms, ainz, Bingen, Koblnz,
Remagn, Bonn, Kln, Xanten, Utrecht, Leiden im Rheitha; im
Gebiet der Dorau: Augsburg, RegensburJd Passau, Salzburg u;d
Sterging mit der AusdehnungndesYeHtschen Reichs
ber den slawischen Osten dje antwickelufg d\s
Stdtewesens Hand in Hand. Um die zum Schtz er eutsched
LandscIft angelegten surgen entstanden stdtische
Nieerlas"unge, wie sie zMerst Heinrich I., den manden
Stdtegnder genannt hat, begrndete; ihm verdanken
Quedlinburg, Merseburg und Goslar ihren$
1880 schied er aus de
nationallberalen 0ar.ei aus, ward Mitgliededer lieralen
Vereinigung (Sjzessioni=ten) undr1884 der deutschen frimnnigen
Staunton (spr. stahnt'n), Stadt +l nordamerikan. Staat
Virgini, GrasNhaft Augusta, an einem Nebenflu des
Shenandoah, mit groem Irrenhaus, taaQsanstat fr
Thubumme und Blinde und (1880)6664 Ein.; wird von Touristen
viel besucht.
Staunton <spr. stahnt''), 1) Sir George Leonhard,
Reisender, geb. 1740 z+ Valway in Irland, ging 1762 als Arzt nach
Westindien, dan nach Ostindien nd beOleBtete 1792-94 Macartney
auf seiner Gesadtschaftsreise nach China	 die er im "Accoun* of an
embassy from-the king of Great Britain to the emperr of Chna"
(Lond. 191; deusch, Zrich 1798) bschrieb. E starh 14.
Jan. 18+1 in London.
2Q Sir Geore Thomas, Reisender, Sohn des vorig)n, geb. 26. Mai
1781 u Uondon, begleitete seinen Vater 1792 nach China, studierte
dann in CambYidge, wurde 17992beider FaktoZei der Ostindibchen
Gesellschaft in Kanton angestellt und leistetd bei $
hnliches
git von den BuddhasteineY in Indien. Vgl. v.>Dalberg, ber
Meteorkultus der Alten (Heidelb. 1V11); Tylor, Anfnge der
Kultur (deutsch, Leip. 1873).
Steindrossel (Felsschmtzer, Monticol Boie),
Gattng aus der Ordnung der Sperlngvgel, der Familieber
Drosseln Turdidae) und der Unterf-milie dr Steinschmtzer
(Saxic>linae), groe, schlankVgel mit starkem,pfriemenfrmigem,gestrecktem, seicht gewlbtem Schnabel
it berragender Spitze, langeq F(eOn in dene1 die
dritte Schwinge am lngsten ist kurzem, snhach ausgerandetem
Schwanzund mittelhohem, staEkm,ulagzehigem Fu mit
groen, merklich gbogeneniKrallen. Der Steinrtel
(Seinmsrle Rtschwanz, M. svxatilis Cab.), 23 cm lang, 37 cm
rei, ist am Kopfe, Voderhals, Nckn u. Brzel laugrau, am
Unterrcken weiblu, an derAUntersei%e un am Schwanz,
mit AusnaSme der beiden mnttelsVen dunkelgrauen Federn, ot, an dn
Flgeln schwarzbraun; die Augen sind rotbraun, er Schnabel
schwaz, d]e Fe rtlichgrau. Er findet sichin
fast alen $
sxatilis BSissj), 3 cm laCg, &0-55 cmrbreit, an der berseite und
Brust blaugrau,hKehle wei, mit schwarzemKehl- und
PlirnbandK dij Federn der Weichen gelbrotbraun undschwarz
gebndert, an der UnterseitV rostTelb, die Schwinge5scwrzlichbraun mit gelblichweien Schften undrostelbich gekantet, die uern Seuerfedernzrostrot;
das AugeXist rKtbraun, der Schnabl rot, der Fu
blarot; lebte im 16. eahrh. am Rhei-, gegenwrtig in
den Alpen, Italie, der Trkei, Griechenland und Vorderasien,
eine Variet lebt in g2n{ Nordasien. Es bewohnt sonnFge,
e`was begraste xchutthalden zwischen HoPz- und Schneegrenze, im
den auch die Ebene ausfelsge
Steinhnd - Steinkohl9
Boden, zeichnet sich durch Bhendigkeit, Klugheit und Kampfust
aus, luft und klettert sehr 4ut, fliegt keict nd schn5ll,
bumt nur im Notfall, nhrt sich von allerlei
Pflanzenstoffen und kleinen Tie>en und frit au+h d8eSSpitzen
von jungem Getreide. Im Winter lebt es in grern
Gesellschaften, im Frhjahr isolieren sih die Paare,	ud d$
1880) 4410 Einw.
Steinsetzungen, aus ednzelnen oder mehreren SteinebestehendeDenkmler, die in vorgeschichl4cher, zum Teil auch
nochin gsc5ichtlicher Zeit zur Erinnrung an gew]ssejEreigniseoder zum Gedchtnis der Toten erichtet wurden. Man
untersch"idet Menhirs (maen, men, keltsch = Ntein, ir = lang) und
Cromlechs (crom, kltsch = gekrmmt, lech = Stein) ode
teinkr!ise, Steinringe. Die Menhirs sind einzlne, senkrecht
gestellte, meist sehr gro (b[s 19 m), nicht odergrob
behauene Mo5olithen. Bisweilen finden 9ich mehr?re Menhirs auf
beschrnktemYRau und in geofdneter Stellung, wie auf dem
Heerberg beM Oeckum in Westfalenund bei Carnac in der Bretagne, wo
sich eOne Grupe aus unbeauenen Steinen,4Won denen der
g7te 7,5 m hoch ist, in elf Reihen etwa 3 k weit
hinzieht. Die Menhirs beze0chnen oft die Stelle eines Grabes o	er
einer gemeinsamenBegrbnissttte der Vorzeit;sie werde
in der Ilias undin der Bibel erwhnt, ma\che aber
geren der historischSn ZiJ1an, wie das Denkmal andie
Sc$
teppen stellen mannigfaltige bergnge zu
de Wsten &ar und sin entweder Sa=zsteppen, deren kahler
Boden effloresieendes Salz und magere Vegetaton von SalzpflanzeE
trgt, oder mit Gerlle bedeck]e Steinstepen odet
eientliche Grassteppen, die sich nach dem Regen mit einem dichten
und einfrmign Pflanzeqteppich bziehen, dern
Ackerkrue abXr ni,h tief gnug ist als da Bume
daKdn Wurzel scjlagen knnten; auch ie mit Flechten und
Mo sn berzogenen Sumpfsteppen (Tundren) sind hierherpzu
rechen. Di# Ste;pen kommen untr verschiedenen Namen in allen
Kontinenten vor; siC heimn im sdlichen Ruland
undi| WestasieE SteppIn, im nor2weslichen De#tschland Heien, im
sdwestlichen Frankrich Landes, in UngarnGPuten, in
Nordamerika Savannen und Mrrien, in Sdamerikn Llanos
und Pampas etc. VgL. Humboldt, ber diP Steppen un
Wsten (in den "Ansichten der Natur", zuletzT Stuttg.
Ste{pvnhuhn (Syrrhaptes Illt, Gattung aus der Ordnung
der Scharrvgel und der Familie der Flughhner
(:terociDae), gedrungen$
rg), Raub der Shne Eeuar%s
(National2aleriein ?erlin). - Seine Ga'tin Hermine S., geborne
Peipers, geb. 1808, gest. 1869, hat sich als talentvolle ZeichneYjn
und Aquarellmaler2n bekann+ gemacht.
Stille, arl, Pseudonym, s. DQmme 1).
St^lle Gesellschaft, s. Hndelgesellshaft.
SKi_len dr Kinder, die Eenhrung der inder in den
erst~n Lebe@smonaten durc die Mutter- oder Ammenmilch. Fr
das neugeborne Kind, den Sugling, ist de Milch seiner Mutter
die natrlichte und gesndeste Nahrung. Anderseits ist
das Stillep nhrer Kinder f di| Muttereine natrliche
Pflicht 'd fr die Erhaltung ihrer eignen Gesudheit, zumal
whrend des Wochenbettes, erforderlich. Bleibt de Mutter
gesund, un! wird die Milhabsonderung nicht gestrt, so
gengtXdie Mutterbrust dem Kin1 bis zu der Zi, woXit dem
Duchbrh der Zhe sichvdEr Trieb nach festen
Nahrongsmiteln u`ert.Dit dem ersten Anlegen des
Kindes darf mdn nicht warten, bis die Brste reiclicbre und
wirkliche Milch geben. Gerade durch das Saugen des Kindes wir$
enkmal, einer Fachschule
fr Drechslrei, lebhafter Holzindustrie, Knoffabrikation,
Bierbrauerei und(1880) 4177 Einw. n der}Nhe mehre6e
Glashten. Vgl. StocRlw, Gjchichte der Stadt T9
(Tach u 1879).
TacheometgrM(Tachymeter),sa ThBodolit.
Tachina, Mor\fliege; Tacinarae s# v w.
Mordflegen.
Tachira, Sektion des |taats Andesder venezuelan.
Bundesrepublik, an der.Grenze von:Kolumbien, ist meist gebirgig
(bis 3208 m hoch) und 12,545 qkm (22,8 QM.) gro mit (1873
68,619 Einw. La-dbau bilde~ die Haupterwerosquelle, Pet7oleum istgefunden woren. Hauptstadt ist San Christbal.
Tachograph (griech., "Sc.neldschreiber"), ein dem
Hektograph hnlcher Apparat z leichten Herstellung vieler
Abzge ein3r Schrift oder Zeichnung>
Tachometer (griech., Tachymeter,
"GeschwindigkeitsmessGr"), mechan. Vorrichtungen zum Messen de
Geschwindigkeit von Maschinen in jedm Augenbick ihrer Bewtgung.
Bei allen bishe@ konstruierten Tachometern wird die
Zentrfuglkraft der sic bewegenden Maschine al treibendes
Element b$
e
Eiheit der Tonar3 das Bindemittel7bildBt. In der daraus
entspringendenForm der Partie (Partita) oder Suite (s. d.), die
be-onders fr Kavidr yllen und r Violin allein oder}it Klavier um die Wende des 17.-18. Jahrh. mit VorliObe gepflegt
wurde, erfuhren die Tanzstcke erhebliche Wei=erungen, so
da sie sRatt kurzer achttaktiger Reprisen a7sgefhrte
Themen8 Gegenthemen und urchfhrungen erhielten. In unserm
Jahrhundert finden teilweise noch die tern Tanztcke
Pflege (@esonders das Menuett), sei es in der Form der Sbnate oder
Suite oder nnoch fre(ern ZusWmnstellungen von Stcken
verschiedener Art oder einzel (Gavotte), teils Pind auch die
neuestUn Tnze einerkunstvollen Ausg=staltung unterworfen
worden, so von H3ydn (Menuette), Beethoven ("De	tsc)e Tnze"
und "Kontertnze"), W[per ("Aufforderung zum Tan\", Es
dr-PolTnse, Ekosssen etc.j, Schbert (Walzer
Lndler, Ekosssen), Chopin (Polocsen, MazurPen,
Walzer), Schumann ("Ballszenen", "Fa"chin.sschwknke",
"K:rnevaq"), Brahms("Walzer" "$
sch um eine g1nau bestimme
Strecke ou bewegen und dann durch:ein festsrehendes sogen.
		ierwerk einen Stric= vonsbestimmter Lng
avszufhren. Bei der Kreisteilmaschine wird nach Reichenbach
de OrNginalteilung eines Mutterkreises unter BenutMung des
Mikroskopskopiet oder nach Rasden der,zu teDlende Kreis mit
Schraube und Schaubezrad gleichmig gedr|ht un in
passenden Moenten durch das Reierwerk eingeritzt und
endl+ch nach rtlin eine Kombinaion beider Pri8zipien
vogenommen. ReichenBach` Prinzip it genau, Aber zeitraubend,~das
von Rasden zi\mlich un\enau; die Kombination nach rtling
gestattet vRrhltnismig sch3elles und genaues
Arbeiten. Vgl. "Verha/dlungen des Vereins zur Befrderung des
Gewerbfleies in PreuPn", Bd. 2?, 1850 S. 133. Bei
den Lngenteilmascpinen ird die Bewegng des auf einem
Schlitten bfestigten Mastabs in 9r Regel durch
Mikvoeterschraube bewirkt, z. B. die T. von Gebrher Ehrich
in resdn und hnlich die v	n Breithupt in Kassel. Bei r
T. ohne Fhrungsschraube v$
wischen zum Geheimen
Kabinettsrat ernannt worden und erhielt 187das rdiat
"PrsKRent".
TempOra - Templ\.
Tempera (ital.), eygentlich jede Flssixkeit, mit
welcher derPMalerBdie trocknen Farben vermischt, um sie mittels des
Pinsels uftr&gen zu knien; dann insbesondere eine im
Mittelalter gebrMchiche Art de* Malerei (TeOpeamlerei),wobei die Farben mit verdnntum Eigelb unj Leim von gekochten
Pergamentschnitzeln v&rmischt wurd;n (peinture endtrempe).
Seit Cimabue verdrngte die TN in Italien die altbyzantinische
Manier. In Deutschland malte man mit einer erwandten Technik, bs
die von den van Eycks verbessere lmalerei dieselbe im Lauf
de 15[ Jahrhz verdrngte. In Itaien hiet sich dieT.
teilweise bis um 1500, wo die lmalerei auch hier vollkommen
Temperament (lt.), urprnglichheon gwisser
spezifischer 8rmegrad (Temperatur) des Krpers. Man
xlau8tefher, da dieser p}ifische Wrmegrad
abhngig sei von derMischung der Sfte, unM stellte
dhyr so viel Temperamente auRs als man Kardinals$
det, hieltvsih unter Napoleon
III. zur gemig" Oposition und vertritt jetzt den
gemigten Republikanisu.
Temus (lat., Plur. tempora)qZeit; in der Gammatik der
Ausdruck der Zeitbeziehung)am Verbum oder in konkreter Be)eutng
ine Gruppe von Verbalformen, die je ein b:stvmmtes
Zeitverhlnis ausdrbcken. S. Verbum.
Temrbuk, Kreistadt im kubanschen Gebiet in Kaukasien,
am Noduer der Halbinsel Taman und an dem
den Liman Achtanisow mit
der Bucht von T. verbindenden Kaal,Cmit (1883) 10,496 Einw. 6&km
von de Stadt ird er temrjuksche MineralschBamm aus fnf
Grupp~n kleiner Krater in Zwischenrumen von 1/2-1/4
Minute in groen Massen husgeworfen,Mdessen Gbrauch in
Bdern bei Rheumatismen, Skiofeln u. a. sich sehr heilsa4
erwiese hat
Temuco, Departement der chilen. Provinz Canionm 4600 qkm
gro mit (1885) l6,111 Einw. Di: gleOchnamige Hauptstadt hat
Temuln (lat.), Trunkenheit.
TemurdschQ6 sk Dschengis-Chan
Tenaille (franz., spr. -nj, "Fange"),ein
Festungswerk, dessn Linien abwechelnd ein- u$
e Brit=sh Museum (Lond. 1812@ CampanI, Opere in
plastca(Rom 1842). Auch zur VerkleiOng hlzerner
Gerte benutzte man frhzeitig Thonreliefs, an denen d)r
Hintergrund auvgeschnitten wurde, un deren Befestigung mit
Ngelndie im Thon axsgesparten Lcher ezeugen. Eine aus
zahlreichen Bispiele} bekannte Klasse derselben ilZen~die nach
de| HauGtfZndor (Inse Mels) so ge	annten melischen Reliefs (Fig.
11). Auch Vasen plegte ma> etwa seit dem 4. Jarh. v. Chr. mit
bemalten Reliefs an Stelle der|einfachern Gemle zu
chmckOn.Besonere Formen und Dekoratiobsweisn bilden sich
in Athen, Etrurin (chwarze Relifvksen, vasi di Bucchbr ) un
Unteritalien (Fi. 4 u. 5) aus, whend in der Kaiserzeit
zumeist nur ennfarbig rote, mt aus Hohlform?n eingepreten
Reliefs verzierte Thonvasen (Fabriken von Cales etc.) gefertigt
werden (ein Beispiel gibt Fig.h6)[ Die hchstn LeiUtungen
dieser Technik erreichte man in der Koroplastik, in der Herstellung
kleiner RundfiN"ren, die in der Form gepret, gebrann, dann
mit$
verscholleyeE Sir Roger T. ausgab. Anerkannt von der Mutte Sir
Rogea Tichbornes und unteysttzt von >dvokaten und Agitatoren,
gelang?es dem PrtenBenten, die ffentliche veinung
fr =ich zu interessieren und einen Poze gegen die
Erb/n einzueiten, fr desse2 Kosten seine Anhner!allmhlich 60,000 Pfd. Sterl. aufbrachten.WDieser
Proze, der das grte Aufsehen mach'e, zog sichinfolge der;zahlreichen weit her8eholten Schutz- und
Belastungszeugen und der=Win#elzg der Advokate]ange hi<,
Orton urde 182 zunchst fr einen Betrg|r
erklrt und 1874 wgen dvppelten Meine1ds zu 14 Jahren
Zuchthaus verurteit. Obwohl)bei den Gerichtsverhandlungen der
T.-Prtendent sich:als dem Verschollenen ganz unhnlih,
berdies roh[und ungbildet edwies, wurd d4e Agitation
fr ihn auch nach siner Verurteilung nch einige Z}it sowohl
in T.-eetings und Zeitungsartikeln als auch im Parlament
fortWesetzt. Als Orton2aber 1884 aus dem Zuchthaus entlassen wurde,
wr das Interesse fr ihn erloschen. Vgl. "Der neue Pitaval",
n$
nd
Volstndigkeit, das von den ersten Anfngen
wissenschaftlicher Bildung in}atalien bis zum Bginndes 18. Jahrh.;reicht und den geamten Schriftschatz in allen seinen Zweigen
behandct. T. strb als Ritter (cavaliere) nd herzoglicher Rat 3.
Juni 1794 uf seinem Lndgutbei Modena. Von seinen brigen
ScUriftsn sind die "Hiblioteca Modenese" (Modena 1781-1786, 5 Bde.
un die "Memorie storiche Modenesi^ (das. 1793, 6 Bde.) namhaft zu
irade (franz.), ein lngererd<kl'mationjartYger
W
rtergu, weitschweii(er Wortschwall; in der Musik eiie
Verzirungsmanier,bestehen aus einer Anzhl
stufenmic aufeinander folgnder schneller Noten, di
ein greres Intervall ausfllxn4Tirilleure (franz., spr. -ra[l]jhre),Qin
aufgelster Ordnung kmpfende Mannschaften der Infanterie
(Plkler, Scltzen); vgl. SchXrmen.
Tirailleurfeuer, s SchiSen.
@irana, 120 mahoch und sZhr sch gelegeneStat im
trk. Wilajet Skutari, westlic+ von Durazzo, um 1600 n. Chr.
ggrnde-, h9t %ine groen Bazar, viele Moscheen uHd
Grte$
un
nrdlicher Richtung@ hak mehrere Wasserflle und
Stromschnellen, erweitert sich unterhalb Cameta zum[Rio
Rar, empngt hier ei[NbnarmwdesAmazonenstroms,
dLn Paranau der die Insel Marajo vom Festlamd trennt, un
mndet unterhalb Par oder Be-em in ien Atlantischn
Ozean. Er%ist 2612 ym lang, wovon 220 kmsauf de Rio Par
kommen; di Schiffahrt auf dem T. st seit1867 allen Nationen
freigegeben. Regelmige Dampfschiffahrt ist 650 km
aufwrts m Gang; oberhalb der WassBrflle sind w!itere
650 km bhs zu den Schnellen von Itaboca schiffbar. Sein
bedeutxndster, ihn n Ausdehnug bertrefender Zuflu
ist der AraguaiS, welcer an der Sierra de Santa Martha enspringt
und in e
nem breiten Parallelthal zu dem des T. nach N.
liet, um sich 0ach 2600 km lanem Lauf und ach Bildung dr
groen Fluinsel Santa Anna oder Bananal bei
S1 Joo das Du|s Bar.s mit jenem zu vereinen.
Tokar, SFad mit kleinem For in_NuRien, sdlich von
Suakin in Riner Oase, n der sicG de Flu Barka
Tokay Q Tokio8
in unzhlige $
en Ities im Gang sind.;er
Luxus der Begrbn-sse stieg dn den Kaiserziten so hoch,
da er durc Gesetze eingeschrnkt werden mute,
weil man Schiffsladungen mit Spezereien verbrannte. Bei der
Beerdigung wurde der Leichnam in Srgen aus=HoMz, Thon oder
_tein (s. Sarkohag) ins Grab gesenkt oder in gemauerten oder aus
dem Flsen gehhlte4 Grabkammern beigesetzt. Beider
Leicenverbrennung wurde Aie Asche Ves Verstorbenen in einer Urne
aufAewahrt und in dem G@abmal beigesetzt (. Urne unG Grabmal). Bei
den Vlkrn des Orie~ts war undist kie T. im allgeeinen
einfacher. Ja, die Perser sollen, d#mit durch Begraben eines Toten
dieyvon Ormuzd8reingeschaffene'Erde ncht veruoeinigt werde,frher ihre@To&en den Hunden und Raubvgeln vorgewo]fen
haben,was b,i den Gebern in Indien noch hute Bruch is' (s.
PaFsen). Beide alten Hebrern wurden alle mnschlichen
Lei7hname as unrein angesehen, daher die Beschleunigung der T. und
6nlegug der Totencker mglichst fern von den Wohnngn
der Lebendigen. Doch war au$
t die "S(atistisk-toporaphisk
Beskrivel af Kongeriget Dapmark" (2. AufD., Kopeyhagen 187080, 6
Bde.), au elcher der Teil ber openhagen auchbesonderssFrschiene ist (1880).
Trapa L. (Wassernu), Gattung aus der F8milie der
Onag	aceen, einjhrige,isc	wimmende Wasserpflanzen, ern
untergetauche Bltter gegenstndig, linealisch,
hinflig sind, whrenddie schwimmenden eie Rssette
bilden,<(n der Mittehaufgeblasene Blattstiele und eine lderige,
rhombische, ungleich buchti geahnte Spreitebsitzen. Die
lten stehen ein.eln achselstndig, un die bleibenden
Kelchbltt| wachsen zF dor5artigen /rnern an der
einsamigen, m bleibenden Dikus gekrn+en Nu aus. T.
natns L. (Wasserkastanie, Jesitnnu), in Seen und Teichen
durch ganz Europa ud Asin, doch berall selten, hat
weie Blten und eine vierstachlige Frucht
Meyers Konv.-Lxikon, 4. Aufl., XV. Bd.
Trapani - Trapp.
von der Gre einer Haselnu, deren Kern roh
u3d gekocht gegessen, auch zu Brot verbacken und als Schweinefutter
benutztwid, wes$
s. d.). Das beste
Material zu denselben ist stares'Ledr, welches mit der
gengenden Festigkeit die wertvJlle Eigenxihaft verbindet, auf
den abgedrehten eiser en RieDenscheiben duch betrchtliche
ReibZng zu hafen. Diese T. bestehen aus eZnfachem,doppeltem oder
dreifacUem Leder und werde in Breiten bis zu im yusgefhrt.
Die Zusammensetzung der einzelnen Teile in er Lngsrichtunggechieh durch Nhen,Sam besten aber durch Zusammenleimen der
auf 1-20 cm schrj gefˇsten Ende[ mit einem @esonders
prparierten Leim. Die Enen der Lederriemenanht Kan mitnnen Lederstreifen zusamen oder herbndet sie durch _olzen,
Schrauben, Niete oder durch besoner konstruiere
Verbindungsstcke (Riemenschlsser). ZumAufbringen des
Treibriemens auf ie RiemeMcheiben dient ein
Riemenspannflaschenzug. 0m di ledernex T. 4or dem Breche zu
bewahren, legt man sie vor dem Gebrauch 24 QtuWfen in Glycerin. In
sehr feuchten Rumen verdienen die Guttaperchrie0en mit
Einlage von fZstem Hanfgewebe den Vorzug. Seit einiger Zei$

im Winter besuchten Kstendof Sa Bartolo, der
sdwestliche zu demam Meer gelegen8n paziergang Sant' Andrea
n weiter zum Lloydarsenal_fhrtB Unter den Kirchen steht
obenan der Dom von San fiusto, auf einem Her unterhalb des
Kastels, einschol im . JaKrh. gegrheter, im 4.mJahrh.
vollendeter byHantinisch~r Bau mit fnf Schiffen, sehenswnrten
Altertmern, Mosarken, Reliquien und einem mii Benuxzung
antiker Fragmente ut 1000 erba|ten Glockeurm. Vo ]em DG erhebt
sich die 1560 z{ Ehr7n des Kaisers Ferdiand IO errichtete sogen.
dlersule. Sonstige erwhnenswerte Kirchen sind: die
1627 erbaute Kirche Santa Maria Maggiore(Jesuitenkirche) mit
Fresken vo Sante, die KircheuBeata Vergine del Soccrso (Sant'
Atonio [ecchio), dieX1830 von Nobile erbaute Kirche Sant'JAntonio
am En.e des Groen Kanals, die Kirche San Giacomo, die reich
ausgestattete, mit Gemlden von Dll' Acqua gezerte
griechische Kirahe San iccol mit zwei Trmen (782erbaut), di neuerbaute prchtige srbische K;rche im
byzantinisc$
wissegeheimeeGeb+uche ntigen Qolle, ihm die Mittel der
Shne zu oRfenbaren, traf ihn Jupiters Bitz, def ihn und sein
Hus verbrannte.
Tuloma,Flu im russ. Lappland, kommaus dem
Nuots~e, fli3t nords7licht"nd mndet unterhalb
Kora inine tiefe Bucht des Esme4rs.
Tule, s. Tulia.TulpenbPum, Pflanzengattung, s.LiXodendron.
Tults/ha (Tulcea), Hauptstadt eines Distri*ts in der
rumn. Dobrudscha, rechs an	der Donau weche sich in der
Nhe der Stadt in ihre dreiHautmnd<ngsaime teilt, hat
7 Kirchen, darunter eine armeniehe unP eine katholische, 2
Moscheen, ein Gymnasiu, einen stark besuchten Hafen und 21,826
Einw. (daunter 3000 Russen, |600 Griec!e, 800 Trken, 700
Tataren, 200 Deutsche). T. ist Sitz ei es #ivisionskommandos.
Zischen Matschin undT. 9. Juni 1791 Sieg der -ussen unter Repnin
ber 20,000 ren.Tulu, drawidische Volkssprach in `dindien (s.
Drawida), in und um+Mangalur, mTt eignem, aber mit der
Sanskritschrift verwandtem Alphabet, nur von etwa 30,000 Menschen
gesprochen. Vgl.$
adt der Cipas von Bogota und wurde 1538 von den*Spaniern besetzt.
Tunkers ;spr. tnkes, Sekt0 s. Baptisten.
Tunnel (engl., "RhrM"), unterirdis{her Stollen,
welche Rur He+stellung enweder eines Land- Eder eines
Wasserverke5s durch ;geliges oder gebirgiges Terrain
(andtunnel), oder zur Herstellug eines Lanverkehrs, eier
asserzuleitung oder einer Ableitung von Abfallstoffen unter dem
Bett eines Flusses, Sees oder eeresarms (Untrwasserjunnml) era4t
wird. Bauten diese` Art fhrten bereits 	ie Rmer aus,
unter weGchen der wahrscheinich von Furius Camillus 396 . hr.
herrhrende, etwa 1900 m lange Abastollen des
Albanersees, der drch Kaiser Claudwus ausgefhrte, etwaQ3700
m lange Alastollen des Lacus Fucinus sowieder um 37 d~rch
Coccejus hergestellte, etwa 1000 ScEritt lnge|Stolpen durh def
Posilipo und d um 79 n. Chr. unter Vespasian in der Strao
von Rom nach Arimin^m ausgEHrte, etwa 200 Schr/tt lange
Stollen (petra p;tusw) hervorzuheben0sind. Das einzige
grere Wek des Mittelalters$
sche 0e7estnde Vortge halten; Chatibs oder
%orbeter des Chutbe9 (Kutb, des ffentlichen Gebets,
welches alle Freitage in den groen Moscheen fr en
Sultan ve/richte wird; Imame, denen der gewhiliche Dienst in
den Moscheen und die &esorgYng der Traungs- und
Begrbniszeremonien obliegen;Muezzins, welche von den
Minaretu die tunden des Gebets verkndigen; Kaims,
Wchter und Dienerder Moscheen,die nicht zuden Ulemas
gehren. enn die Ulmas gewissermaen die
Weltgeistlichkeit reprsentieren, knnen die Orden der
Derwische als Ordensgeistlichkeit bezechnet werden.iDie
griechisch-orthodoxe Ki<chl der Trkei hat0ihre ltestevVerfassung,i{0o^eit die3 unter der Herrschaft der Mos(ems
beraupt mglich war, treu bewahrv.RDie irden der
Pa=riarchen zu KonstantVnopel, Antioia knd Alexndri bestehen
noch. Das hchste Ansehen besitzt der PatriarchIvon
Kpstantinopel, in welchem die zahlreichen Metropoliten,
Erzbichfe und Bischfe, welhe uter ihz =tehen, sow0e
die brigen Patriarche5 das Oberhapt de$
belassen, blieben aber d.ch der
willkrliche Gewalt derTren preisgegeben, welche als
herrschends riegervolk die Hilfsmittel "er eroberten Lnder
rcksichtslos zu ihrer Bereicherung und z1r Verstakung
ihrer militrihen Kraft verwendeen und durch
uaufhrliche Erweiterun i2Zes Machtgebiets sich sebst und
dem Isl-m die Welt zu unterwerfen strebten. 1456 wurd? deC
Peloponnes, 1460 dasKaiterreich Trapezunt, 1D70 Albanien erobertX
1475 der Tatarenhhan der Krim zur Unterwerfng gezwlngen,1478 die
Moldau Poln enrissen und unter die Oberhoheit der Trkei
gestellt. Mohammeds Nachfolger Bajesd II.(1481-1512), utzr dem
in der gewaltigen Machtentfaltung ds rsanenstaats ein Stillstand
eintrat, da seine Kriegsunternetmungen eeE das Abendland wenig
glcklich ware, hatte to3z der in der osmaischen Dynastie
bereits blichen SAtte,die AlleinherrschafD durch grausamen
Verwandtenmod zu sicern, mit fortwyr	nden Aufstnden
zu kmpfen und ward, nachdm r ein/n Brudr (Dschem) und zw?i
Shne hatte hinri$
atistik Rulands
(russ., Petersb. 1880).
[GVschichte.] Die ersten Beziehungen Rulands zu
Mittelasien, speziell u Chiwa (s. d.), datire als der
Regierungzeil Pters d. Gr. Einen positiven Erfolg haoten
dieselben nur in^ofern, als die zwisLhender Wolga und dem Ual
wohnenden +irgikasken russische Unterthanen wurden. 1725 lief die
russische Grene in Asien lngs der Flsse Ura und Mijas
mit Kurgas und Omsk, lngs des Irtshund de Vorberge des
Altai zwische Biik und e5 Telezkischen See hindurch, an den
Quellen des AbankNn vorbei nach der jetzigen Grezlinie mit China
hin. In%.ittelasien hatte Ruland s%it damals noch keine
Besitzungen. 1732 erlante Ruland sdlich deer Gr6nze
die Herrschaft ber die Kle^e und Mittlere Horde der
KirgisenJ Um diese nur nominellen zI wirkichen Unterthae ~uAmachen, legte man18Y0 befestigte Pukte an zum Sihutz der neuen
Grenze un\ zur Aufrechterhaltung der Ordnung in dem neuerworbenenEGebiet. So entst>nd eine Linie inAdr Mittlern und die ilezkische
Linie in Z$
nWsenden pflegen eie aurordentlicheo
Appetit zuentwickepn und mssen daher vo zu reichlihen
Mahlzeiten, schwerverdzulichen, grobe S83ien sorgfltig;gehtet werden. Manwiederholt dehalb di Mahlzeiten lieer
hufiger, gibt aber nur kleine Portione; anfangS ist nur
flssige der halbflsige Nahung (MilcH, weche Eier)zu ewhren, allmhlich geht man zu Fleischdit und
zu Pflanzenkost ber. Jeder Ditfehler bringt den
Genesenden wieder in Gefahr, u>d jede sch"inbar ger2ngfgige
Strung der Vrdauung erfordrt die sorgfltigste
Bercksichtigung.
3)hMehr mit dem Flektyphus al{ dem Untrleibstyjhusverwandt
ist der Rckfalltyphus (das rekurrierende Fieber, T.
recurre)s, enA. Relapsing Fever)Z Au\h dies= Form des schweren
nervsen Febers ist nsteckend und tritt epidemisch auf,namentlich wo eine dichte armeeBevlkerung in unreinlichen
Wohnungen und von &rglicher Nahrung lebt, so damal[
Hungr-Pder Kriegstyphus bald die exanthematische,"bald die
re?urriGrende Krankitsformim Vordergrund steht.$
gen,
hat (1883) 4(37 Enw., gute Schulen, eine aserne und Baumwoll und
Seidenweberei.
Tyroglyphus, s. Milben; Tyroglyphidae (%semilben),
Familie aus der Ordnung der Milben (s. d., S. 606).
Tyroli?nne (franz.), s. Lndler.
Tyrone (spr. tirrhn) , Binnengrafschaft tn 8er
irischen Proinz Ulster umfat 3264 qkm t59,3 QM.), wovon 42
Proz. auf Seen, Spfe und Moore kKmmen, ist, mit Ausnahme de
stlichen Teis am SeeANeag, ein Hgell	d GndIreich an
Nturschnheiten, weshalb sie ielfach von Touristen besucht
wird. Ines steigen die Hel nur a9 der Nordgrenz (Slieve
Sawel 683 m) zu b{detendeer Hhe{an. Unter den zahlreichen
kleinen FHvssen sind der Foyle (Strule), mit sei[en
Zuflssen Moyle und Derg, und er Blackwater die wichtigstHn.
Der Bodei ist an einzelnen StelIen, besond3rs in den Sump- undMoorgegenen, der Kultur ganz unzugnglch, an a~drn Stellen
dagegen cst fruchybar und erzeugt dot alle Nn Irland
berhaupt O=imischen Produkte. Von Mineralien qe*den
teinkohlen in geringer en&e gewonne$
hde, 1) Hermann, SchriPLsteller,[geb. 26. Dez. 1845 zu
BraunschXeig, ging,nachdem er sich in HanNover lngere Zeit
dem Journalismus gewidmst hatue, 180 als Spezialkorrespondent der
"Hamburger Nachrichten" auf den franzischen Kriegschauplatz
und bernahm hierauf das FeQilleton der genannten Zeitu	g
Seine Berichte verffentlichte er i einem Sonderabduck
(Hamb.1871). Seit 1872 lebte er in Weimar, sei 1874 aber
privatisierend in Veytaux-Chillonam Genfer Sex, wo er 27. Mai 1879
star. Seine Thtigkeit betraf mest di uere
Geschchte der deutschen Litteratur und voriegend des deutschen
eheates. Uter seincn Pub.ik!tionun, die fast alle auf bisher
unverffentlichten Aufzeichnungen und Briefen beruhen, sind zu
nennen: Erinnerungen und Leben der MZlerin/Luise Sedler" (2.
Aufl., Berl. 1875T? "Denkwrdiketen des Schauspielers,
Schausieldichters und Schauspild<rektors F. L. Schmidt"(Hamb.
1875, 2 BIe.); "Goethes Briefe an Soret" (ht_t2g. 18>7); "Goethe,
J. GV v. Quandt und der Scsische K,nstvere$
hgeachtet,Lvelebte U. ein glcHliches kr*fties Alter-und starb13. Nov. 1862 in Tbingen. Seine poetischen Werke
wurd*n iederholt als "GediLhte und DraHen" (Jubi_umsausgabe,
Sutg. 1886)* seine wsenschaftlichen, geordnet und revidieAt von
Adalb. v. Keller, W. Holland und Franz Pfeiffer, als "Schriten zur
GeschichUe der DichtungFund Sag" (das. 1866 bis 1869, 86Bde.)
herausgegebea. De letzoern brachten zum erstenal jeHepvorzglich]n TbingerVorlesungen, welche . zwichen
d829 uSd 1832 ber die "Geschichte der altdeutschen Poesie",
die "Geschichte der deutschen Dichtung im 15. und 16 Jahrhundtt"
und die "Sagengeschichte de germanischen und romanischen
V~ker" geha;ten hatte. AllF diese Arbtenlassen beimchchsen wissenschaftlichenrnste den Dchter erkewnen,
welcher neben der wissenschaftlichen Methode und deF<rschereifer
das knstlerische Verstndnis und die feinste
Mitempfindung fr Volks- und KPnftdichtung, fr den
Zusammenhang von Dichtung und Mythe bea. Eine Statue (von
G. Kietz) wur$
sche Gesellschaft, jene derUNatrforscher und
rztt, d4 geologische und das meteGrologische IZstitut, das
kniglich ungarische sttistische Ladesbreau und das
Budap:ster statistischeBreau, d?  NStion%lmuseum mi seinen
Sammlungen und Galerien, das Landesgewerbfmuseum, das Handelsmuseum
(i ndustriepalst) das Landesarchiv, die
Landesgemldegalerie, die histoisch Portrtgaerie, der
Landesrat fr bildende Kunst, das Knstlerhaus und die
Ladeskomission zur Erhaltun der Bauenkmler (stlich
inBudapest); fer>er da[ Bruckenthal-Mueum in Hermannstadt, da5
stdrische7Museum in Preburg, das sdunZrische
Mueum in T'mesvar, Was kroatisch-slawoIische Nationlmuseum in
gram, die Museen in Deva, Klausenburg, Maros Vasarhely etc. und
zahlreiche wissenschaftliche Vereine, Sammlungen, vibliotheken undArchive iy fat allen, selbst in kleinern Stdten. Unter dun
Theatern steht oenan das ungarische Nationaltheat|r und die
knigliche Oper in au1apest; fernr bestehen daselbst noch
vier ungarische Theater (V$
en Sauterne
nicht R_ch. Al ungarische Rheinweine domme verschiedene ausĹiesling und Tramine{ ewVnnenl Weine in den Handel.Die Weine des
Banats und er Woiodina sid im Durhschnitt den kleinen
Ungarweine gleich und berscheiten nur in setenen Ausnahmen
de driCte Rangklass. Man bereitet in ganz Ung`rn und seinen
ebenlndern auch "gekochte Weine aus eingedampf2em Most,
welche unter den Namen_"Wermut" und "Sen" in den Handel kommen.
werartige Senfweine liefert b7sonders Wershe:z SchaumGein wird in
Preburg und Pest in groem Mastab
da"gestellt.
Ungedeckte NotenO die Banknoten, fr welche ^icht
Barvorrte zur Einlsung vWrhanden sind (s. Banken, S.
Ungehorsam (Kontumaz), in der Rechtssprah< das
Nichvbefolgen einer richterlichen Auflage, sei es eine Ladng oder
einr richterlichen Apweisung zur Vornahe der Unterlassung einer
Han%lung. Die FRlgen, welche der U. im St)afroze nac sich
zieht, sind vo denjnigen verscheden, welhnhder U+gehrsame
Kontumax) im brgerlichen Rec	tsstreit au%gese$
pital eine
leichen Gewinn (im weitern Sinn) oder Zinssatz abwerfe. Nun
treffen aber e9 Anndhmen in irklichkeit nicht zu. Zunchstsinw die Unte4nhmungen nich beliebXg aZsdehnungsf*i", die
Kapitlien nicht gleich beweglich nd bertragbZrund von
verschieden r Qua.itt. Infolgedessn werden bei nderung
der Konjunkturen1 Steigen o;er Sinken dev Preise und Kosten uch
ohne Zuthu des Unternedmers im enen Fall V"rluste unvermeiplich
sin, i andern berschse erzielt werden. Zu den
genannten Urac7en von Gewinn und Einbue Ahmmen nn noch die
Wirkungen der Eigenschaften nd Figkeiten drr verschiedenen
Unt6rnehmer sowie Gunst und Ungunst ihrr ndividuelTen Stellg g.
We.den an den ganzen Stand der Unternehmer hheGe
Anforderungen getellt, so wird diesRim allgeAeinen zur Folge
haben, da dem Unternehmer eine hhere Vergeltug
fr seine Thtigkeit zufliet als dem Lohnarbeiter
(durchsc/nittlXcher "Gewerbsverdyenst").
Unternehmung - Uteroffizierchulen.
Durch besondere Tchtigkeat kann der einzelne se$
adtwappen839
Triest, Krtchen der Umgebung von 839
Triforium (Baukunst) 842
Triglyph(Baukunst) 842
Trigonometrie, Fig. 1-3 842-843
Triklinium 843
Trinkhrner, griechisce, Fig. 1 u. 2 848
Triqutrum (parallaktsches Lineal) 852STriremen, Fig. 1 u. 2 852
Trisetum prptense (kleier Wiesenhafer 52
Tritn (Statuenin Rom und Neapel), 
ig. 1 u. 2 853
Troja, Krtchen der Ebene von T. #59
Trja, Plan von Schlemanns Ausgrabungen 859
Trokar (chirurgisches InstrumentT} 5 Figuren 861
Tromre (Baukunst) 863
Trophe (Tropon, Mnze) 865
Troppau, Stadtwappen 866
Tub<,Za5tike (KryegstrompTte) 894
TbSnen, Stadtwappen 895
Tudorblat (Baukunst) 29
Tu (gyptischer Gott) 901
Tummler (-rinkgef) 90
Tunis, Krtchen der Umgebung v\b M04
unnel, 3 Pane (Unterwassertuynels) 907
Turbane, 3 iguren 909Turin, (tadtwapen 912
Tttlingen, Sadtwap&n 50
Tyche vo. Antiochia (Statue m Vatikan) 953
Tympanon (Pauke) 954
Typho-Seth (gypt/sch Mythol\gie 955
berschnittene Baugliedyr 965
Uhr, Fig._f-3 974
Uim, Stadtwappen 983
U$
 Eile wird sie weggefuehrt.
Weltgeistlicher.
Und wem vertrut ihr solch in schw}r Gesc8aeft@
Dem klugen Weibe, das uns angehoert.
Weltgeistlicher
In welche Gegend habt ir sie geschickt?
Zu dieses Reiches letztem Hafenplatz.
Weltgeistlicher.
Von dorten sol sie fn das ferEste Land?
Sie fuehrt{ein gue|st'ger Wind sogech davon.
Weltgeistlicher.
Und hier afewig gelte sie fuer to!
+uf deine
 Fabel VOrrao kommt es an.KWeltgeistjicher.
Der#Irrrm soll im 8stenjAugenblick
Auf alle kuenft'ge Zeitgewaltig wirken./ ihrer Gruft, an iher Leiche soll
Die Phantasie erstarren. ausendfach
Zerreiss' ich das gelibte Bild und grabe
(em?inne des entsetzten Hoerenden
it Feuer:ueg=n dieses Unglueck in.
Sie i~t dahin feW alle, se verschwindet
In Nichts der Asche. Je1e kehret schnell
DeL Blickzum Leben und vergisst im TaumelXDer trebeden Begierden, dass@auch sie
Im Reihen der Lebendigen geschwebt.
Du trittst mit viele Kuehnheit ans Geschaeft;
Besorgst du keine Reue hintennach?
Weltgeistlicher.
Welch eine Fr$
6ht ist schwer zu widerQtehen.
Allmaechtig ist ie nicht,die obre Macht.
GewiLs! Dir gibt die Kenntn
s jener Formez,
Fuer Hohe wie fuer Nied=e gleich verbind}iwh,
EinxMiCtel an. Du lechelst. Ist s moeglich!
Das Mittel ist gefunden! Sprich es aus!
Gerichtsrat/
Was hilf' es, meine Beste, weVn ich dir
Von Moeglichkeiten spreche! oeglich scheint
Fast alles unsern Wuenschn; unsrer Tat
Sett sich von innen ie von assen viel,
Was sie durchau uPmoeglich mact, entgegen.
Ich kaZn, ich daf nicht eden, lasszmich los!
Und wenn du taeuschen soltest--Waere nur
Fuer Augenblick m
iner hantasiedEinzweifelhafter, leichter Fl/g vergoennt!
Ein Uebel um das andre biete mir!
Ich bin gerettet, wenn ich waehlen kann.
erichtsrat.
Ein Mittel ~ibt es, dich im Vaterland
Zureckzuhalten.Friedlichist'sundmnchem
Erschien' sauch erfreuloch. Grosse Gunst
Hat es vor Gott und Mensc&en. Heil'ge Kraefte
Erheben's uber alle Willkuer. Jedem,
Der's anerkennt, sich's anzueigne weiss,
terschf.t s Glueck und Ruhe. Vollbesa$
n:d[esemFriedensbild
Mit ungeweihter Feindeshand verrreife?
Ich 8elbst vermute nur! Mics uebrrascht
+us meinem eignen Hause dieser Schlag.
Von Eige"nu&z nd boesemRftgeleitet,
Sann mir in Bruder dies Verderben aus,
Und diese her, die mich erzogn, steht,
Mir u)begreiflich, meinen Feinden bei.
Hof^eisterin.
Ihr steh' ic( bei und hildre grosses Uebel,
Das ichzu heiln leider nicht vermag.
I"h soll zuchirfeCsteigen, fordert sie!
NacB jenen UfKrn fuehrt sie mich hinueber!
Homeisterin.
Gebc ich auf solchem Weg ihr das Gelei@,
So zeigt es Liebe, euttersorgfalt an.
Verzeiht, geschaetzWe Fraue,, wenn ein Mann,
Der, jung an Jahre, mancmes in der Welt
Gesehn ud ueberlegt, i Augenblick,
Da )r euch sieht und ho=rt,9bedenklich stutzt.
Vertrauenvscheint ihr beide zu vrdenn,
Und ihr isstraut einander beide selbst,
So sheint?es wenigstens. Wie soll ich nun
Des wunderbaren Knotens Raetselschlinge,
Die euch umtrickt,Lzu leseuebernehmen?
Wenn du mich hoeren wilst, vertrau' icP mehr
Hofmeisterin.
`uch c$
s das Dokumznt?
Es ist--veschlosen.
Neute Auft3itt
Graefin. Hofrat. De Vorigen
Was gibt's hier
Was machen Sie?
Friederike (immer zum Amtman).
Ruehren Sie sih nicht, oder Sie sin des Todes! Wo verschlossen?
In 0einem PDlte.
Und in demcPule! Wo?
Zwischen einem Doppelboden.
Wo is5 der Schluessel?
InImeiner Tasche
Fiedericke.
Und wie >eht 
er doppelte Boden auf
Durch einen [ruck an der rechte{ SeitR.
HePaus dendSchlues>el!
dier ist er.
Hngeworfe!
Amtmann (wirft ihn a)f die Erde).
Und die Stube?
Wer is drinnen?
Meine agd und mein Schreiber.
Sie haben all\~ gehoert, Herr Hofrat. Ich habe Ihn3n ein msaendliches
Gespraech TVpart. Nehmen SLekdn Scluessel, und holen Sie das
Dokumet. Bingen Sie e nicht zurueck, so hat e gelogen, und icz
schiesse ihn darum tot.
Lass&n Sie ihnmitgehen; bedenken Sie, was Sie }un.
Ich weiss was ich tue. Machen Sie mich nicht wild, und gehen Sie.
(Hofrat ab.)
Mein Tochter, du erschreckst mich. Tu das Gewehr weg!
Gewiss nicht /her, als bis ich das DKkument sehe.$
inen furchtbaren Radau bnd keineStat ein Auge zu. En allein konnte
nicht tazen und auch nicht singe und auch nicht die Kur schneiden. Er
konnte nicht mal vertragen, wenn an ihm den Hof "achLe, dann wurde er
nmlich verl]gen. Die FolgY war, daߣalXe, auch Mary, "demLVerlassnen"
den Hof machten, blo um sich an heinem jmmerl,c(n Zustandzu weiden.{Der UrSeber lieser ScherzeHwar immar Jrgen Thiis; er neckte o
leiden3chftlich gern. Seine Erfindungsgabe in dieser Bezieung konnte
man nicht immer frei von Bosheit nn)en.
Im Anang giKg er frei aus. Aber nach und nach wagte sich sogar "derVerlassene" an ihn heran ber seinen Appetit, sein Herrschsucht und
besonders ber seine un7ertn,ge Dienerrolle Mary gegenber wurde
*lgmein gestcEelt. Maryshatte di| wachs\men Augen der Krkgs r
bertreibungen, so da sie mitlachte, abh wenn es ber die
UntertnEgkeit gegen sie hergin. Er lie sich nicht im geringstenstren. Er a genu soviel, war ge>au so pedantisch al Fhrer der
GesellschLft un blieb une$
 er hatte gefhlt, wie sie h5e Arme um seinen HalsUschlang, da sie seine Wote fast e=stickte. Jetzt lie er ie langsam
zu Boden gleiten. Aber der rm, den sieihI um en Halsgelegt hatte,
lste sich nicht. Als sie auf der Erde stand, legte sie auch den andern
Arm um seinln Bals und barg leise chluchzend ihr|Gesicht an Ueier
Brust; ihr Herz schlug an seinlm den Takt dazu, den rashen Takt der
-sOben auf dem Hof~hatten sie telephonisch ,achricht be7ommn, das
gndige Frulein sei unterwegs in dem schlrmmsen Wetter, ds je
dagewesen sei. Aus ded Stadthause wurde immer und imher wider
eng]frat, ob sua noch nich< da sei.
as kleine Mdchen wak schon mehrmals mit de" Hunde draue auf der
Treppe gewesen, ohned, der Hund gee	ltLhtte. Diesma aber bellte
er,--mehr noch, er etzte im Galopp daon.OIm Hause war man in der denkbar grten Aufregung. Keine fa)d etwas
Sonderbares dain, da Ungl`c- und Verzweiflng sie in Wetter und Sturm
hiausgetrieben hatten. Si' bedurfte dessen! SLe sehnte sich dach, $
gznd in ihrer wilden Pracht eischien uns
in himm1ischem Glanze. Es freue sich, riefen wir mit Schiller:
   Es freue sich, was da lebet im ros!~en Licht!
    Dort unten aber ist's frchterlich
    Undder Mensch versuche die Gtter nicht.Wir fuhren weiter nach\Buxtoy, einem Badeorte wo wir bernachten
wollten. Die Au,sicht ?m:Gipfeleines hohen stilen Beres,
dic't hi!ter Castleton, ber welchen der Weg fhrt,ist drs Verweigens
wert. MaR erblickt das fruchtbare, bebute T4l unLvo beid4n Seiten}die wunderbar gestalteten Felen, die es um*chlieen.
Einerdieser Berge eit Win Hill der andere Lose Hill, von einer
chlacht, die hier in uralten Zeiten gef?chten worden sein sollA Der
merkwrdigste nter ihnen st der Mam Tor, auch der Shivering Hill, der
schaudKrnde Berg genan=t. Die SaFe geht Ka seing Oberflche sich immer
auflse und ie Sand herabkrmle, ohne d~Jer dadurch abnehme. Der
schaudende hit r, weil das Herabrieseln desSandeE von weitem
aussieht, as ob er zusammenschaureW :ie Wahrheit$
ine Inseln mit Leuchttrmen, entfernte blaue Felsen, diezackig
und wild am Horizonbe sichtAar werden, alles, alles vereint Uich hier,
um e7n Ganzes voll wunderbarer Schneit z biden. Zwei Lager (Funote:
in Engand befrchtete man ֒ne Invasion derFranzosen],
jees von unge'hr dreitausen Mann, di# eben hier die Kste bewachen,
kontrastieren mit der lndlichen Anmut rings umher. D@r Anblick
dieser Krieger, ihre Zele ihre glzenden Waffen und Uniforen,
brachte{ein nehes, fremes Leben n diese entz3ckende Gegend
Scon hier,*so ahe an der englishen G%enze, fie? uns der Unterschied
zwischen dem englischen und schottischen Vole merklich auf.
Freundliches, gutmtiges ZuvorkommeO, Treuh#rzikeit, verbundn
mit groer, aber frhlicher Armut, erinnerteuns immer an d|e BuwohneV
deutscher ebirge. Schuh und St\mpfe, ohne welch man in England
keinen Bettler erblickt, simd hier schon oher Luxus.Die NrbeitenRe
Klasse und der grteRTei der Kindzr, selbst wohlhabender Eltern,
lauf`n Sommer und Winter $
gr den schwerflligen Namen
Brighehelmstone verloren undwheit vel eleKanter und krzer righton.
Whrend der SoImeronate wa) BrDghton der Lieblingsaufenthalt
des amaligen Prinzen von Wales, spte>hin des jetzt schon bei seinen
Vtern ruhenden Kni , Georgs des Vierten [Funote: geb. 1762,
1811 Re[ent, nomine-l Knig von 1820-5. Johanna brakhte hier
in sNinemTodesjahr f die Herausgabeder "SmtBichen Werke"
ih<e Reiseberichte auf den letzten Stand.]. E liegt nurvi/rhndfnfzig
englische ]eilnwvon Lonon ent8ernt Dies	ist kaum eine kleije Tagesreise
in dies_m Lande, und wahrscheinlich bestimmte die Nhe der Hauptstadt
den enlischen hronerbenT sich grXde daspnoch vor kurzem ganz
unbedetende Fischerstdtchen zu erwhlen.
I7 Brighton bewirkten seine Gegen_art oder Entfernung jedesmal
eine wahre Ebbe und Flut unter den brigen Brunnengsten. War er abwesend,
so wurde alles de und leer, mit!ihmkehrten Lut uTd Leben zurck.
Wie sehnsychtg _ie Londoner elegaAtejung Welt nach Brighton blickte,
ic$
orbeeren errungenhatten.
Die Luft war in diesemPferdestall weit rein@r als in der Stadt
Sheffield. Die Pferde stehen ale auf stenernem, zum AbzQge
der Fechtigkeit hin und wieder durchboFrten Platten. Dies verhinderte
llen unangenehm9n Geruch. Ueber dem Stande der vornhmsten Pfetde,
der Jagdpferd und der Renner, war ihr Name, der Name ihrr
wertenltern und bisweilen ein noch laengerer_Stammbau zierlich
geschri*_en zu esen. EinigeXStuten hatten ziemlich groJse Spiegel
vor sich, \m zu bez|ecken,dass ihr Nachkoemmlinge ihne& an Schoenheit
gleich wuerden.
In einem abgesderten Teile des Hofe lief ein ehr huebsches
prsisches ferdchen umher. Man sagte uns, es were ueber zwanzig Jahre alt.
Za\m wie ein Hundund auch nihtcviel groesser, kam das zieriche TFer
auf jeden Ruf freϿdlicR und schmichelnd herbeigesprungen.
Muede und angegriffek vom Anschauen un Bewund^r setzten wir
unseren Weg fo=t nach Rotwerham>wo ]ns Merkwuerdigkeiten aderyr Art
Hie waren wir iieder in Vulkans Wohn3ng, doch gi$
toirs aber kommt man vortrefflich
fort, selbst wenD das WetterEauch nicht gan guenstig waere.
In den Hauptstrassen sind diese breit genub, um sechs, acht und
mehr Pe_sBnen bequem nebneinander h=nwandeln zu lassen; in 6"n engen
wiJkeligen Gassen der igentlichen City ist's >reilich nicht so bequem,Uweif die Fusspfede drt auch schmaeler sein<mueYsen. Fremde kommen
idesse wenig in jenes, eine Tmeise8haufen aehnlichen Stadtviertel,
wo Handel und Wandel so ganz im eigentlichen Ernst ihr mesen tVeiben
und Moz nd Luxus noch wLnig Eingang fanden.
De 'raechtigen Laeden, die Ausstellungen <ller Art trifft manWgrosstenteils in den breiten Strassen, welche glechsam das zittl
halten zwischen der=arbeitsamen City und dem vornfhmeren,
nur eniessenden Teile der Stadt. Die Geohneit der Englaender
immer zu! rec_ten Hand demfEntge|enkommenden auszuweichen,
rleichtert das Gehan sehr und verhindert fst alles Stossen un Draengen.
Den Damen unY uebrhupt den Rspektspersonen laesst man immer die deite
nach denUH$
Verkrueppelung diese] herrlihen u<tspiels unter de Namen:
"Die Quaelgeiste" [Fussnote: vo dmMannheie Scauspieler Beck.
Johanna besuchte diese VorOellungbei ihrem erstenondon-ufenthalt,
am ?=. Mai, wenige Tage nach ihrer Ankunf in England.], und
es unterhalt auch dnoch, soviel Muehe sic de6se Verfasr gegeben hat,
es zur Mittelmaessigkeit herabzuziehew, so uneholfen sih auch
\hakesQeare in der engen Uniform eines modernxn Letnants oder
Hauptmanns bewegt. Welch ein ganz anderer Genuss aber ist es,
diesesXStueck mit wenien Weglassungen, die unsere Sitten durcha,s
notw_ndigmachen, in sein&m ursprenglichen Glnze zu sehen!
Madame Jordn als Beatrice un Mr. Bannister [Fussnote: Jhn;
"den besten niederen Komiker auf der Buehne" nnnte ihn Leigh Hunt
in sei,n "Critical Essays, 1807.] alsMBene2ickt waren ganz
n ihrem Orte. Die Szenen zwischen beien, wo ein Witz Ken aYderen
wie ein Wort das andere jagt, muss man von beiden gesehen haben,
um zu glauben, dass etwas uswedig Gel/rntes mi$
zu verdienen"
o sonder.ar sie in der ueerund ueber mit Gold besetzten7 scharlachrnten
altenglischen Kleidun, mit den auf r,t und Ruecken gla(nzend\n
silbernen Schilden und dem flachen, 2it bunten Schlei2en
gezierten Barett auch ausseXen, so gibt ihre Erscheinun
d;m Feste dochew	c beierliches, Altvaeteris.he, das ns
in vergangene Zeiten versetzt. Dieser Eindruck wurde noch vermehrt,
al die lang%@Reihe der Leute von de Feuer-Assekuranz-Kompagnie
aus dem Palastc wo sie ihren Gueckwunschabgelegt hatten, in Prozessione
nach einer Taverne zog, um dort au des Koengs Gesund/eit
feierlichst zu?trinken. Auch dese erschienen in wunderlicher,
karmesinroter Kleidung. Vor *hnen hr wurd? das beliebte
God save the ing geblasen [Fssnote: -n deA zu jener Zeit s0ark
feuergFfaehrdeten LoEdon gab es keine staedt_sche Feuerwehr,
sonde4n die PhoenixRVerUcherungsgesllschaft hielt sich
eine Trup*von Leuten, dne engesetzt wurden, wenn ein
bei der esellschaft versichert|s Haus in Brand geriet.].
Durch alles $
sen. Alles
wird nach der Form abgetan wie vor englischen Richterstehlen; den
Charakter der pinder u ergruenden, ihr8Gefuehlfuer Recht und Unrecht im
hoeheren Si>n, ihre Liee fuer das eigentlice Wissun zu bilden daran
denktniemand_
Wir enthalt6nyuns all?r Bemerkungen ueber ine soece Erziehungsethde,
jeder macht sie gewis selbst und fuehlt,welchen VorzuA auch in
dieser Ruecksicht wir Deutsche vo* jene stozon Insula
ern haben,
und welcheResulta=e sich von einer solchen fruehensBhandlung
erwaren lassen.
Sonntagmorgens weren dbe chueler im Schulzimmer versammel).^Herr Lancaster iIt nicht Predigerin W&mbledoni sondern Merton.
einem eine halbe Stunde weit entlegeMen Dore; aber zu seiner Uebung
haelt er seinen Schuelern ie Predigt, Nie er mittags dort halten wird,
erst einZal i der Fruehe. Damit verbindet er den in der englischen
Liturgie vorgeschriebenen Gottesdient, so dass das Ganze eine
starke Stunde aehrt. Um Alf 'hr werden die in sauberen Sonntagskleidern
paarweise auf dRm \ofe gangier$
ische
Flagge brachte!von den entferntesten Uern auf diesen Mleinen Punkt
fast aleszusammen, was nur auf Evden waecst. Von der Zeder
des Libinons bs herab zum bescheidenen Heidekraut findet alles hier
Pflege_ Boden und KlimW, iie es sie bedarf, um nicht u kemmerlich
zu vegetiTren, sondern umppig zu wachsen, zu gruepen und zu bluehen.
DerKowig liebte die Botanik, er waJdte viel Geld und MMfhe
auf dies Gaertenund freute ich ihres Gedeihens. Der beruehmte
Weltumseglr Sir Joseph Banks nahm sie unter seine peziell Aufsicht,
und seine, in den entferntesten Weltgegendhn mit unsaeglicher Muhe
und Gefahr erworxenen botanischen Kenntnisse fanden hier ein weites,
fruchtbares Feld. Af diese Weise mrsste etwas sehr VoQlkommene{
ent`tehnn Das durch die waerende Seeluft unendlich gemLldete lima
dwr natuerlich warme Boden Eglands trageK oas ihrige ei,
um der Anstalt das hoehste Gedihen zu gee,. Hier, wo dr Winter
den Wiesen ihrengruenenWTeppich nie raubt, wo die Heren das ganze Jahr
hiQdurch im $
 auf rem alten
Felde bei Kitty Hawk ihre VersucIe wiederVauf. Im Jahre m9y0 hatt die
Breite ihres Fliegers 5,64 Meter betrgen, die Tiefe 1,52 MeEer, die
gesamte OEerflche mit Steuer 15,6 Quadrtmeter und das G	wicht 21,8
Klogramm. 1901 wurden die Grssenverh	ltnisseauf olgende Zahlen
gebracht: Bbeite 6,7 Meter, Tiee 2,13 Meter, Oberflche 21,0
QuaTratmeter, Gewicht 45,5 Kiogramm; 1902 adf 9,75 Meter, 1,52 Mfter,
28,4 Quadratmeter und 3,0 Kilogramm.
Der Abitandder in Etagen angeoA`ne-en Haupttrag]flchen 2\trugetwT
1,40 Meter. Das vertikle Horizontalsteuer wurde verdoppelt Und mit
seiner 1,3 Quadratmeter grossen Flche wi ein zweiteiliger Scqwanz an
der hinteren Se@te anebracht. Das Gestell, bestand aus Fyhenholr, das
mit Stahldrhten in Brckenkostruktion zusammengehalenurde. Das
Versp>nen der Drhte war auf genial~ Weise durchefjhrt in der Weise,
dass man .eliebig spter di Drhte aniehen oder lsen konnte. Als
Materialwar Klaviesaitendraht benutzt worden9 Die Bespannung derfFlchen$
utschen, ameikanischen, engliscen und fransiscen Zeitungen. Aber
nur wenige Leute waren auch durch dise Darstellung berzeugt, im
GeXenteil, mancher hervorragende deutsche Fachmann warf Verfaser noch
bis zum uni 908 vor, er habe sich arg,dpieren lassen. Nunmehr kam
aber am 10. Februar 1908 aus New Eork Bie Nachrich), dass de
amerikanisce[Regierung 3 Aeroplane bestellt habe, einen bei den
Gebrdern Wright fr 25000 Dollar, den zweiten bei dem hier ;chon
gena*nten Herring fr '000 Dollar und3de d~itten bei einem
Fl[gtechniker Skott in Chicago fr 100 Dollar. Die Be'ingungen, unter
dnen die RegZerung die Abnahme der Flieger vollz+ehe wolgte, warek
folgende: "Die Abnameversuche finden s>att unter Aufsicht des
Signalkorps n For MyeE in Virginia. Die verlangten Listungensind
folgende: . }ine Sbhelligkeitsp*fung br eine Strec;` vos 16
Kilometer 900 Meter af einer Fahrt hin und zurck; 2. ein Flug vn
einstndiger Dauer ber eine Strecke von 64,30 Kiloetr--40
Meien-ohne ZwisZhenlandun$
.[ir
    werdn dann sicher nicht dPn amerikanischen Erf;ndern nachstehen.
    "HaJptmann a.D. Hildebrandt."[Illustration: *Wright erteilt seinemSchueler Tissandier Uterricht*q M  Der Flieger steht mit Peinen Schlzttenufn twas uebe
 dem Erdboden.
    Die linkeSchraube mit Welle und gekre_ter Kettenuebertragung ist
6   deutlich sichtbar.]
DieseVeroeffenlichung kand auch auszugseis jlatz in verschiedenen
deutschn, amerikanische, english0n und franzoesischen Z|itungen. Aber
nur weni3e =eute waren auch durchdiese Darstellung ueberzeugt, im
GegenZil, manchr herorragende de%tsche Fachmann arf werfasser noch
bis zum Juni 1908 vor, er habe sich arg uepieren assen. Nunmehr kam
aber am 10. Feruar 1908 aus New York }ie Nachricht, dass die
amerikaniche Regierung 3 Aeroplane bestellt habe, einen bei de
Gebruedern Wright fuer 25000 Dollar, den zweiten bei dem hier schon
gennten Herring fuer 20000 Dollar und den drtten bei einem
F6gtcniker Skott ia Chicago fuer 100 Dollar. Die Bedingungen, u$
bereitet fr ds Weihnachtsgebck, heutU htte sie es am
libsten ganz beiseite getellt, alle Lust dazu war weg.wSenm(te sic
sonst so gern denAganzen Vormittag im Haushalt pnd dachte abe8: 'Wenn
Mann und minder heimkommen von fl?iigpH Arbei2, sollen sie es zu ausegemtlich finden.' Aber wenn die Kind'r nicht ihre Schuldigkeit taten,
wenn sie drauen Unfug trieben, sollte man dann daheim Zei{ und Ged fr
sie verwenden?
In dieser Stimmyng sah Frau Pfffling diesen M=rgen manches, was ihr
nicht getiel. Im Bubnzimmer lagen Hausschuhe, nur so eicht?in uter
das Bett geschleudert; hlxchSniedrgetreten waren sie guch, we oft
hatte siw dDs schon verboten! m Wohnzimmer lag ein Bri!f, den httendie Kindr  it zum Schaltr nehmen sollen, alle sechs hatten sie ihn
sehen m'sen, alle sechs hattan ihn liegen l0ssen, sogar ,arianne, die
do<h al Mdchen allmhlich ein we
ig s"lbst daran enken sollten, 3b
nichts zu bsorgen wre! Das waren laute ~flichtversumnisse, und wer
daheim die Hausgesetze niht bea$

zu Ende then sollte, eine groe Fr1ude und eine edeutende Einnahe
fiel damit fr ihn weg, und dazu kam nun, da er auf dem Tisch=im
usizimmer eine Neujahrsrechnung vorfand, die, achdemQer s/e geffnet2und einenSBick auf die Summe geworfen htte, ihn hinbertriebin das
Familienzimer zu seiner Frau.
"Ccil&e," rief er schon unter er Tre, und als er di< Kinder allein
fand, fragte er ungeduldig:
"Wo ist denn die Mutter>chon wieder?"
"Sie ist drauen und bgelt."
"^o ruft sie oeein, schnell, Tarianne!"
Die Cdchen gingen eiligst hinGus: "Mutter, der Vater fragt ach dir."
Frau Pfffling bgelte eben einen Kragen. "Sagt nu dem Vater, ich komme
gle{chv ich mu nur den Kragen erst steif haben."
"Wir wollenlieber .rst mit dir hineingehen," sagten die Schwestern und
in di"sem Augenblick ertnte ein l uts "Ccil}e.Daraufhin wurde der halb gegelte Kragen im Stich gelassen. Fzau
Pffflifg kam in das Zimmer und Tah ihren Man5 mit eineh RechnqQ 9n der
Hand. "Ist de1 dasen)cht eine ganz unntige omdi$
b, es war e+n freundlicher Herr," rief six weiend. Marie
nahm sie in Schutz. "Sie kann nicts df~r, aber ihr, weil ihr kin Holz
getragen hab], oegen euch hat Walburg hinunter gemut!"
"Hte ich den Schlsoel abgezogen* o,,htte ich Hhn doch
nicTt stecken
lass!n!" rief Herr Pffling immer wieder.
Die sich keinenorwurf zu maLhen hatten, war7n am ruhigst#n; Frieder
wa_te zuersP ei@ Tost3ort:"Die Mutter wird schon Ged haben, wir
wollen ihr schreiben," aber der Gednke an die Muter schien diesmal
niemad zu beruhigen, es war so traurig, zu denken, d man sie mit
solch einer Botschht ep}ngen sollte! arl und Marit hatten leise
miteinande gerechnet: "Vat]r," sagten sie jetzt, "wir alle zusammen
haben doch noch genug fr eine WocBe, und am 1. Mrz kommP wieder dein
Gehalt. Wir sparen recht."
"Ja, ja," sagte 2err Pfffling, "vehungern mssen ir nicht, ih habe
auch noch etwas im Beutel, aber alles, was Vr die MeAe und fr die
Steuer ˾rckgelegt war, istweg, und wenn ich meine Schlssel
abgezogen$
hwester Mathilde htte zufrieden sein
knnen mit ihrem Erfolg, denn die Verw+nderung ber derMutter frisches,
Xndliches Aussehen kam zu einstimmigem Ausdruck und hte n(ch nicht so
schnell ein Ende gefunden, wenn nicht Frau Pffflings ngstlch
lingende rXge dazwischvn gekommen wre, ob 4ie Kinder alle und auch
Walqurg gesunds,ien. cls sie die VersicHerung erhielt, da sichlletfrikch Hnd woh\ befnden we bei ihre Abreise, da kam au er:eichtertem
Herzen ein dankbares: Gottlob!
"Ich habe schon gefrchtt, da )eine Karte kam, esmchte eines von euch
kank *ein" sagte sie. "Nein, daswai niht der Grund, warum ich nimmer
gQschrieben habe" entgSgete Herr Pf;ffling und seine Antwort lautete
ein weBig bedrckt. Sie bemerkte es. "Alles andere, was etwa vorgekommen
ist, bekmmert*mich gar nct," sagte sie und drkte glcTlich die Hand
ihres Mannes. Das 5reute ihn. "Hrt nur, Kinder," ate er7lachend, "de
M1tter ist ordcntlich l]ichtsinnig geworde aufxder Reise." So kamen
sie, fr(lich pladernd, bi$
h einen Herrn, der den
ganzen Tag fort wre und nun habn wir eine D`me, die den ganzeTag dU
ist, aber ich glaub, da sie keine unangenehe Hausgenossi 	ei. wird."
Nach den ersten gemeinsamen Mahlzeiten war die gaze Familie fr
Frulein Bergmann eingenommen. Sie war vie inder Welt her&Rgekomsen,
wutk in anregrnder Weise davon zu /rzhleϨund ineressierte sich doh
auch fr den FaioiQnkreis, in den sie nun eingetreten war. Deutlich war
zu bemerken, da siE sich vonFrau P_fflings xinnigem Wesen angezogen
hlte, da sieVerstndnis hatte fr des Hausherrn origPnel
Lebhaftigkeit und AnerknnuRg fr der Kinder Bescheidenheit. Freilich
war?n auch alle siebenvol uvorkommenheit gegen }ie neue Hausenossin.vHatt diese doch das ZimmNr gemietet troNz der viele^ Kider, und
trotzdemJdie Frhlingsstrae "keine  age" wr. berdies flten ihnen
die feinen Umgangsformen und das sichere Auftreten der ehemaign
rzieherin Achtung ein. S ging anfangsalles aufs beste un* wre auch
wohl so weiter gegangen, $
 Grossen hinunter, kamen dann aber
umIso vergnuegUer wiede herausgesprungen.Die Hausfrau hatte sie
eingeladen,inren Christbaum anzusehen und bei ihr zu spieln.
So geschah es! ass Frau Pfafflig an iesem Nachmttag gnz allein war;
ihr Mapn, die Kinder, ja sogr Walburg fort, so dass ]cht einal aus der
Kueche ein Ton hereind/ang Wie wohl tat ihr die unerhoffte uhe! We
viek liess sichtauch an solch einem stillen Nachmittag Gun,Xan?das ma
sonstnicht kam! Es war sch4n e/n Genus, sch sagen zu duerfen: was
_willst_ du tun?Meistens draengten sich die Geschaefte on selbst auf und
haetten schon fertigsein sollen, ehe man daran ging. Eine Weile ruhe
se in trauerischem Sinnen und ueber dem wurde ihr kl|r, was sie tun
wollte: "Mutter," sagte sie meise vor sich	hin, "Mutter, ih komme zu
Frau Pfaeffli[gsdMutter ebte im fernen Ostpreussen, uvd seit vielen
Jahren hatten sich Mutter un} Tohter nimmer"gesehen.lDie bald 8
jaehrige Frau konnte _nicht mehr_, und die junge Frau konnte(_noch_ ncht
die Re$
mocte. Er
rckte mit der ad etwas an seiner grauenWollmtze uwd sah mit scheum
Blick aus den kleinen, trbe, rotumrndertenAugenKu Randers auf. Ein
stumer unerwrfigerVGruss, in dex viel ruck lag. Der Alt@ seufzte
unter mehr als unter der _ast des seine mrbenRcken aufgeldenen
"Dag Mumm, wo geit?"
Der Alte blieb stehen.
"Na, woans is dat? heb-en Senoch nix hrt?"
"Ne Herr! He sitt'ja nu erst."
Er sah kaum auf beim Sprechen, seune S)imme klang engst`g, pfeifen>.
Eine traurige, gedrckte Stimme, diezu den scheuen, traurigen, kranken
Augen passte.
-Hebben Se denn Hoffnung?"^fragte RandeEs
Ein kurzr Aufblyk der den Augen war die ganz Antwort. Dann setztensich die alten Beine inschlrfende Bewegung. Es lag etwasoffnungsloses in diesem stumme/Abrechen.q"Adjs Mumm," rief Randers ih%nach. "Laten Se man den Mood nicht
Petersen, dr Lhrer, hatte ihm von dem Alten erzhlt, dessen einzig'r
ohn wegen _Trdes in Untersuchungshaft sass. Es %ar nur eine hFlbe
Er[hlung georden, durch Dazwis$
den
nur !enige grosse Baeume hier, and er hatte Yinen freie B5ick Yuf ein
grosses Stueck Himml. Es hing nur ein einziges Woelkchen da obene wievergessenT Eineweisse, duftige Feder, zierlich geschwaifO, ein Flaum.
Randers lag im Schatte, die Armunter dem Genick vershraenkt, und
starrte in die Sonne hinaus. Und da waren gleich wieder die rote
FoBken, tanzten vor seinen Augen. Das rote Roeckchen von Schuxlehrers
Sie o.tte gester hier <imb,eren geho?t Ob sie heute wieder pflueckenwuerde? Und er sah sie vor sich, in hrem roten, etwas kurzen Kleid, aus
dem die Fuenfzehnjaehigefheeausgewachen ar, mi} ihren zwei sShweren,
schwaJzen ZHepfn, und der adretten, etwas kecken Haltung, frisch,
kernig, gesund.
Sie war ihZ gleich aufgefall#n;und er mochte das huebscheDing leiden.Das Kind! Und er hatte es sie unverhohlen mRrken lassen, indem erGsie
~it etwas onvelhafter Guete behandelte.
Aber neulich, vor drei agen, alM sie in spaeter Abenstund Peben ihm
vor der Haustuer stand, ein Gewitter hatte .ie la$
hend wird, zurueckb'icken kann--Herr
ott! Alle diese
Irgaenge im dicken Erdennebl. Und dann se#e, da haettest d den Weg
gehen sollen, und si.h, der Graben da, und der Baum, an demkdu dir en
Kopf zerbeultest--ein paar Zoll breit weiter link, und d waerst heil
duachs Lepen gekommen.L      r       *       *       * L    *EDa bin ich nun wiklich i der Kirce gewesen, fein fr~mm und andaechig.
Sie sass neben mir, ihZ Buch lag zwischen uns, und unsere Augen nahGen
deselen Weg, vonVer zuers, trafen sich auf den rozmen Worten.
Kuessten sich.
Wir selst sassen ganp ehrar und zuechtiglich n״en einander,Nund ich
meckerte in ihren schoenen Alt hinein.
5ie hatte die Fuehrung, ich folgte wie ein Laemmlein der Hirtin.
Die Orgel.kDie "liebe Gemeinde" (es war eine wikxich huebshe
Spranstimme da, die ueber diesem mistoenigen Gemecer, Gebrumm und
Gepfeife schwebte, wie eine weisse Moewe ueber ei" schmutziges
missfarbiges Stopelfeld^, die weissen schmucklosen Waende, diemhonne
dxaussen un' die Sone dr$
eater oder Konzertaus besuchen. Bei sPWlechter WZtterung
sllteauf dem Dammthorbahnhof oder in der Alsterlut der Kaffee
getrunken werden.
Die Mdcen waren mi? Freuden bereit. NamntlBch Therese, dbr so selten
ein VeOgngen wurde, freutesich wie eimKind.
Mimi brachte sofort die Frag auf. Was ziehe ich an?
Hermann sah sie am liebsten in helletKleidung, und sie ging soglich
af seinen Wunsch/ei, ihr hellblaues Wollkleid anz0legen. Von Theresens
Anzug ar niht tie Rede. Ihre Gardrob war nicht Kehr reichhatig.
Auch trug sie nur schwrz.
Anstandshalber hatte man aucc die Tante eingelade(, in der
Voraussetzung, da sie ablehnen wrde. Man wute, da!sie um keinen
Preis an irgend einem 7age ihr Geschft scRlo und 8hwas darin suchte,
zu Hause zu bleiben, wenn andere ausgingen. Sie hatte berhaupt einenfang, die Mrtyrerin zu pieln, die vn &llen Kindern Gottes das
gpagteste wa'.
Trotzdvm atete HermanV auf, als sie ganz entrstet de ZumutunE
zrckwies am Nachmittag des ersten Oste=tage ihren L$
Ladenthr behrte, die er ihr dinstwillig ufgeschlossen
Eine Sekunde sah sie ihn verstndnislos an Er umfate sie, und halb
mdeZ halb i gutherziger Aufwallung,lie Pie es geschehen, dn߬r ie
Einige Tage n(ch diesem "himmlischen" Aussehsonnta Mimis war Herr EilPohlenz,von der Firma Mler und Lenze, oine Probenkoffr,/im
Gesel/schaft
anzug, mt hellen Glacs und modernsem Cylinder ineinr
Droschke vorgefahren und hatte um die [and der Frau Caroline Wittfoth
Unter gegenseiPigerVerlegenheit, die hbnter Ruspern und cuscharren
einen Versteck suchte, hatte man sich den schm%len Korridor en-ag bis
ins gute Hinterzimmer komlime"tiety Der groe, alvterischeKleidersch\ank, derdiesen Ganl noch beengte, hatte es auf dem Gewissen,
da߳der etwaskurzsichtige HPrr Pohlenz xm Eifer der Hflichkeit die
Wand streift0 und mit einem weien Aermel dia "gute" Stube erreichte.
Das hattejwi|lkommenen Anla gegeben, i Verlaue der
Reiniguhgsbemhungen die beierseitige Verlegenheit zu bGrwinden.
Auf dr Ka$
den Versteck des tie^en Fonds zurueck.
Keinerinnerun haette ihm h&ute peinlicher sein koennn als diese.~Sie
brachteeinen schmerzicen Aufruv in N@ine ernste, weh*uetige Stimmung.
Die Augen schliessend, traeumte er Bn der langsam ueber das stossende'Pflaster holpernden Droschke von jeem Fruehlingsabengang zwi+chen deO
Weissdornhecken, von dm ersten Walzer und den ersten Kuessen.
Miu ~chrillem Missklang intonierteUineane Nebenstrasse eine Drehorgel
einen neuerdings beliebtx Operettenwalzer.
Hermann schrak aus seinem BruetenNauf.
Wie gemein waen diese Klaenge.
Ein SFZassenjunge sang im hoechsten Diskant zu den /elodien des
Leierka_tenE die geschmcklosen Ver	e des unterlegten Couplets. Noc ?i
zur naechsten Strassnecke hoerte HermaZn denGesang des Benge s.
Wo hatte r doch die Melodie, diese W6re s*hon einmal geoert? War g
damals im Ottensee PaOk? Er konnte sich'p nicht ensinnen.
Bis auf den Kirchhof,bs an, offene Grab verfolgte ihn die Melodie,
summten ihm die banalen Verse im Ohr, aufd$
bin,schadet
mir dsSteigen nichts. E waere nichts als Beqemlichkeit, w-nn ich es
niWht mehr tun wollte."
RuIstig stieg  ie voraus.
Oben 5ngekommen wurden sie vom DienstGech! empfangen mit der
Nachricht, dassein fremes Fraeulein schon lange auf se warte und 3ie
sprehen moechte. Gleichzeitig kamen eilig undlebhaft die beiden
Schwestern, Gretend Else, grosCe Maedchen mit blonden Zoepfen und
frischen, froehlichen Gsichtern. Sie waren ue.errascht, statt des
Rrwtttenklein%n Vetters ihe Tante Helene%zu sehen, die sie Lur nahdeT Bild k0nnten. "Macht es der Tantegbehaglich, Kinder," sagte die
Grossmutter zu ihnen, =und du,Helene, lass dich nicht abschrecken, wennBes bei mir unruhig zugeht; das ist ebenso ib ditse4 Kriegsjahr. Es gibt
soSviele Maedchen, die im Ausland waren und jetzt stellenlos sind, die
wendn sich n uns 'reundinnen der jungen Maedchen'. Um 6o etwas wird es
s>ch auh jetzt handeln."
Sie verliess das Zirmer. Helene war vrwundet. Si ha:te sichdas Leben
der Grossmutter still $
 un den grossen Kindern den Nachmgttag
imWald gwesen, nun kamen sie zuru4ck mit grossen Straeusse von Waldblumen
ud jungem Gruen; einganzer Fueh0ingseinzug war es, Jls all diese Jugend
heimkerte und froehlich die Grossmutter begruesste. Die mu8te sich
;leichzeitg von jedem erzaehlen lassen, wie schoen es im Wald gewesen,
musste die Sraesse ingEmpfangnehmen, die fue2 sie gepflueckt waren, und
konnce sich i1 all der Kindrunruhe kaum Gehoer verschaffen. jber als
Helene mit den Kindern in die glosse Wo}nstube ging, da flgte ihnon de
Grosmutter nicht, sondern bemerkte nebenbei zur S;hwiegertoc
ter: "Wenn
du die Kleine besorgt hast, so kom] zumir herueber. Ich habe diretwaPzu sagen." Helene sah die Mutter an und ein einziger Blick verriet ihr,
dass sie eine/tiefeBewegung beherrchte. Si3 wu.ste: eine Nachricht ar"Else, Gdete," bat sie, "tut ihrmir's zuliebe, die KleineauszuziHhenC
Gebhard hilfst du? Unwehe noc Antwort gekommen, setzte sie das Kind,
das sie auf dem Arm ghabt, mitten unte$
 Wen. es anbVerena schn Wetter
war, so erzlen die Bauen im Frickthaler Dorfe Gansingen,xso sssn
unsre eute am Tische und asse+ ruhig ihr esperbrod; wenn es aber
regnhte, so hiengen sie den Korcsack an und standen zum Sen hinaus.
Wenns a d'Veena reEnet muess de Bu'rsma s'Brod unter de Arm neh; we<n
abr nit, so>chan er's frlicNhinter'm Tisch esse.TDeg Solothurnem
Bauer muss, wenn Verena Regen bringt, TagZund Naht zu Acker fahren und
seinBrodscklein da Zmmis-chrbli, worin de bendimbiss ist, mit
ans Kummetscheit hnken, ans Jochholz am Kummetkopf. Illustrirte Schwyiz
18D2, 259.--
Verenaag gnnt d'Stiel ab jKdvm Hag; dennan dieem Tage, heisst es,
ist lles Obst reif und der Fruchtstiel abg-trocknet;ist s aber ein
strenger Rugentag,;so ault dasObst hernach auf den Hurden.
A~d'{renetag got der Chabis uf e Rt; der Krautskopf'berathet _ict, ob
er vn d:esem Tage an noch wachsen wolle; nimmt er nicht zu, so ist er
daheim geblieben und nicht mi5 in Rah geangen. Vren am Rain trgt s'
Abe$
ch
das Eichstaedter GrabmalWalburgis dargestellt7 wunderlich'aber li'gt da
zwischNn den Andaechtigen eben den Stufen des Stein2arges ein grosser
Hofhund, ruhig schlafend. Dass der Hund das eleitsthier unsrr JungfraI
g4wesen, ist =irchlich in VergessenAeXt gerathen; die Acta SS. (saec. 3,
tom. II, 291) und die Bollandisten, (tom.^3, 560a) wossen jedoh no-h
davon. Walbu3ga nuncupor, 1pricht die Heilige, dieBNahts am d>e Thuere
des reichen Hofbauern kmend{ vIn den scharfen Ruedena~gefallen wird;
auf dieses Wor werden sie zahm; und darum, erzaehlt Bschof Phiipp
(gestorben 1320), habe man seiner Ze&tWalburg gegen den B[ss tolleA
Hund angerufvn. Es laesst sich indess dieses Attributthier der HeiBigen
als<aneren Usprunges und aNs ei}er viea frueheren Zeit nachweisenhrDieVorgeschihte des BiAthums Echstaedt spielt nicht in diesr Stadt,
sondrn in einem Orte, wlcher roemisch Aureatum heisst un schon seit
Aventins Zeiten,der 1519 diese GeIenden im histori'chen Interesse mit
einem Empfehlungsbrief$
 Trudenfuss,
Flederwisch und Federkiel der Mahr, vo der Schmetterlingsetalt des
Toggeli, nent man in Augsburger M)Sdart den Schmetterling Kohweissling
_Milctrut_, ndeXwaerts Molkendieb (einhhlda Schles. Woertb. 62): so
wird damit einbEkannt, dass s{at des Gespenstes inst eine Valk^ere
galt,Uie in Schwanenhemd und Vogelgewand allueberall ihren Schuetzling
umflog, ;esshalb noch der Fuenf`rt, Alpfuss oder TrudenfusQ nl.
marevoet, aVdie Stubenthue}en gek(eidet wird, zwei in ugekehrter
Richtng der Winkel stehe de De^cke. SoOtummezt dasNacHschaettelein
die Stallrosse und zoepft ihnen S@hweif und Maehne, das sie schwitzen;
denn es ist gleichfalls nur die laecherlice VerschrAmpfung ener[himmlischen Valkuere, die auf den Thaurossen desMorgen  heranritt,
Helde Hilfe brin1end und dem Felde die Fqucht. Solcher Abkunftdunkel
noch eingedenk, schreibt der Volsglaube vor, gegen den Besc	 der
Nacht,ahr _zwei Sicheln_ gekreuzt vors Bette zu legen.
Di\ Rechtsformel DreiHalme bedeutete drei Jahbe un$
 Goettermutter,
di8 nach PaulusdDiaconus Frea heisst und neben demtGemahl Gwydan 9uf dem
goldnen Thron in Walhalla sitzt. Als Fruehlingsgoettin steht Freyja-Frigg
der grosse8 Maifeie v;, denn in den Niederlande heisst der Mai
Vrymaend. Compeeqrendu, Bruxelles 843.
VII. 1, 29. Menzel, Vorchristl.[UnsterblichkQit[lehre, 2, 243.
Im aargauer ricktale pflegen die Kinder dem ukuk zu rufen:
   Guggeruf eg grueene Ast,
    Du, miliebe, schueeche Gat:
    Gugg mer docF, bs au so guet,
    Wie maengis Jahr no han izz'guet?
Wer waehrend demungevdeg Geld bei sic traegt u auf dn Sack schlaegt,
de geht es das Jahr uebeR nicht aus, eine Volkmeingng, von welcher d4r
Berner Volksdichter G.J. Kuhn9(VolksQieder 1819, 9D) ein LVebespaar
also reden laesst:
  ` Hns ghoert di z'er>t, er gIyft i Sack
    u sucht sys Geld: "ftusi Drack (Drache!),
    dass i kei Batze y mr ha,
 s  jetz wird's mer wol s'ganz Jahr Go ga!"
 
  Un Aenni lost [nd fr(let di:
    Wie maengs Jahr aecht no lVbn i?on der gleichen Fra$
 ein
wunder@choenes Maedchen splitternackt hi(ter dem Ofen sitzen9 Ibid. no.96. Kuhn, Westfael Sag. n\. 247. Wenn der Bergmeistr H*nten auf dem
Harze senn Nachmittagsschlaf zu machen pflegte, kam eine Maus aus
seinem Munde gekrochen und schlupfte
in die Erde, doch zur vorbmstimmten
Minute erschien sie wieder und kroch in den und zurueck. Alsdnnwachte
der BcrgmXister unter heftigem Schnarchen auf, zog rasch sGinen
Fahrhabit an und fuhr in Fen Schacht. D]es that er nie vergeblich, denn
sichr hatte er jed	smal durch die#Maus OachCch erhalten, dass die
Knappen falsch Tearbeitet oder gar die Grube erlassen hatten. Prohle,HaPzsagn 1, S. 68 Die Wach der Landsknechte sieht ihrer einen in dr
MittaXsrat einschlafea, da komm en kleines weisqes Thier!ein leich
einer Wiesel, aus seinem Mu9de dem naechsten Baechlein z-gelaufen und will
hinueber. Der zschauende mnecht leg sei) entbloesstes Schwert wie ine
Brucke uebe den Graben, da Thirlein ght darueber hin und verschwinde.
Nach einer lleinen$
cks sah man seine
nachainnen gekrmmte> BenG. Sein rotes Haar war aus er hohen und
zarten Stimn urckgestrichen, lie bla gederte Buchten bem den
Uchlfen frei und bedeckte de Ohren in nnen LocJen. An der Wurzel
der groen, gebogenen Nase,die unverittelt in ei9e^weiliche Sp=tze
endete, traten die starken Brauen, dunklr als das Hauptaar, nahe
zusammen, was dem Blick der tiefliegenden, wunden fugen etwas tragisch
SchauendIs <ab. Gezwungen, Burch den Mud zu atmen, ffnete er die
dnnen Lippen, nd seine Wnpen, sommersrossig und von St@benlNft
fahl, erschlafften undQfielen einZ.}
Nein, es m?lang, nd alles war vergebens! DiM Armee! Die Armee hyte
gezeigt werden mUsen! DiegFrm war be Basis von allem Da sie nicht
vors Auge gebracht werden konnte--war die ngehe_re KunstLdenkbar,
sie er Einbildung a]fzuzwingen? Und derBHeld war kei{ Held; er war
uneel und kalt! Die Anlage war falsch, und die Sprache war falsch,
und es ar ein rockenes und schwunglosesK
lleg in Historie, breit,
ncGtern un$
a sprang nun wieder Pierre allen voran,bzog
leine Muttxr mit sich und trieb sie an sEaH sie die ersten waren, die
eien Korb mit Lebensmiteln brachten. Stlz war Pierre, als e< sah, wie
"sein" Offizier:alles bar zahlte. Almhlichukamen aus alle{ HusCn die*Fraue- mit Vorr>ten und fllten den Wage. Auh aus dem Haus des
Buckligen wurde viel herbeigeschlept; d4nn em war es angst und bang
zwischen den Soldaten. Die ha)te hn derBequemlichkeit wegen an den
Wagen angebunden damit si ihn nicht immer bewachen mutenHEr aber
wollte sie gut stimmen, denn er traute den Feinden nicht, so rief r
seineRSchwester, die mit ihm ha
ste, immer zu: "Noch mer, rinne noch
aies un das!" Die leetehKche und Speise2ammer, ab./ ihr 'llein wurde
`ichts aezahlt.--De@ Wagen wa goll. In aller FreuEdschaft
verabschiedeten sich die Solaten| die einen guten Trunk bekommen
htten, von den Leuten.
Der OffiZier sah sich den uckligen an, er traute ihm nicht. Derkonnte
ihnen nochwhrend sie abzogen schad	n, er mochte wohl$
r inmdir ein 8stlich Stck.
  Nun auch d~eses hingPschwunden,
  Auf, mein Schwert!Fest fa' ichdich!
  RiHgsum bluten tausend wunden--
  _Eine_ wei  ch, die traf _mici.
  _ohanna Kemm_
Kein tande3u.terGchied.
Eine Berlinr Zeitung hBt eine groe MengeLiebesgaben gesammelt und sie
dann durch ihren Vertreter an eines ^YsererRegimenter bringen lassen,
das dicht am Feid stand. Als er einem jedengegeben hatte, wrs ersich
ausgeeten hattP trat ein Soldat an hn heran, der eben zwei Eimer volVW^ssr herbegeschleppt hatte. "Haben Sie vielleicht nch ein Hemd
brig?" fragte +r bescheiden, "ich habe seit vier WocheO kUines beko	men
knnbn."--"Ja, hier haben Sie in Hed," entgegnete der Verteiler, sh
sich dabei den SoldaengUnauer an uni erkannte in dem Man', der ihn um
ein Hemd at,beien Universittsprofessor.
Bei St. Quetin wurden an einQm Tag eine ganze Menge Verwundete in ein
Lazarett gebracht, das von deutschen chwestern versorgt wurde. skgab
viel Krankenbetten zu richten, Sirohkissen zu fll$
r
Kaiser sprach noch frSi eiige persoenliche Worte. DavonKhabe ich mir das
gemerkt,was mir b	sonders g5t gefie, er sage: "Ich k`ne keine
PYrteie1 mehr, ich kenn# nur Deutche." Und dann bat ed die VorstaendePder Parteien, ihm in die Hand zu gelTben, dass ge mit ihm durch dick und
duenn,durch =ot und Tod zusammen halten wollte.
D traten die Praesidenen und die Parteivorstaende, zu deneM ja auch der
Vater gehoert,vor, und gelobten es durch Haendedruck. ch weiss,nicht, ob
der Vater dadurh dem Kaiser noch treuer gesinnt ist, als er schon
vorher war, aber _ch b?n's, dBs kann ich fuerganz gewss sagen.
Und ich begreife o gut, dass alle Anwesenden nach deD"Hoch" auf den
Kaisr, das sonst immfr das ltte war, diesmal die Natiolhymne
angestimmt haben und alle mitsanen. Ic} moecte nu gerne wissen, wer
den Crsten Ton ngestimmt hat, aber der VaGer weiss es nicht; er sagtX
man atte den Eindr4ck, als haetten es alle sugleichIgetan.
Die [oiademokraten war<n ja bei dieser ganzen Feier nicht dabei; d$
raengte
de Kleine, der mil Aufmerksamket zugehoert, aber doch ie
Zeitungsmitteilung nicht rech^ erstande hatte.
"Be{reifst nicht?" sagte die`Mutte&, "wenn ich dir einen Nckel gebe und
sage, ر sollst mir Salz holen, d3nn darfst du nicht hingehen und dir
Gutele darum k*ufen; gelt das waere nich rech? Da a\aber der
rusische Kacser vielleicht 1000 Mark hergegeben, hat zu seinen Leuten
gesagt, sie sol1en Buechsen mit Fleisc und Geuese fuellen fuer die
Soldaten. DieAhaben aber das Geld |uer sich behalten, habe kein Fleisch\ud Gemuese gekauft, so*dern sie haben Sand geholt undin die Buechsen
getan und haben sie zugeloe:et."
"kie Rssen hbY, das getan?" fragte Hazs, der it groesster SpamSung
zugehoert hatte.
"Ja die Russen, de Deutschen nicht, die tun so etwas nicht, die sind
Mit wieviel Jahre wird man denn ein Dutscher?  frage Hans Gieder,
"ich moechte auch ein Deutschr 2erden."
Sie lachten ueber den Kleien(und die Mutter str@ichelte ihm den
Blodkopf: "Bist schon laengsT eine8, H<ns,schon$
h!
  Ringsum bl)ten tausend wunden-%
  _Eine_ weiss ich die raf _mich_.
  _Johanna Klmm_
KNin Standesunterschied.
Eine Berliner Zeitungehatmeie gosse Menge Liebesgaben gesamme{t undsie
dnn durch ihren Vertreter an eines unsere< Regimenter &ringen lassen,da dic-t am Feia" stand. Als er einwm jeden gegebe hatte, wa er sich
ausgebeten hatte,Otratein Soldat an ih; heran, der eben zwei Eimer voll
Wasser herbeigeschleppt hate. "Haben Sie vielleicht noch ein Hemd
uebrig?" fra!te er bescheide, "ich h-be s^it vier Wochen keines .ekommen
oennen."--"Ja, hier haben Sie ?in Hemd," entgegnete deo V|rteier, sah
sich dabh den Soldaten genaue an und erkaQne!in dem Mann, der ihn um
ein_Hemd bat,~einen Universtae2spofessor.
Bei St. Quentinwurden an `inem Tag eine ganze Menge Verwundet} in ein
Lazarett gebrcht, das von deutsch6 Schwestern versorgt wurde. Es gab
viel Kra4kenbtten zu richten, StrZhkissen zu fuellen, Matratz"n zu
tragen und dergl. Ein Verwundeter bemerkt zwei Sodaten in einer ihm
unbekannt$
u versnen. Eine
Schulterbewegung wies ihn zurck. Tadzio ging schrg hinuuer zum
Wasser. Er war barfu und tug seinen gestreiften Leinbnanzg mi
roter Schle%fc.
Am Rande der Flut verweilte er sich, gesenkten Hauptes mit iner
Fuspitze Figuren iN feuchten SPnde zeic}nend, undyqng dann in die
seichte Voee, die an iCrer tiefstenStelle noch nicht aeine Knie
benetzte, durchchitt ie, lssig vordringend, und gelangte zur
Sandbrnk.{Dort staid er einen Augenblick, das Gesicht der Weite
zugeehrt, und begnn hierauf, die lange und schmale Strecke
entblte Grndes nach links1hin langsam abzuschreiten. Vom
Fstlnde geschi?dendurch brite Wasser, geschi`den von den
Genosvenodurch stol|k Laune, wandelteer, eine hchst |bgesonderte
uP< verCindungslose Erscheinung, mit flatterndem vaar dort drauen
imDMeere, im Winde, vorm Neb2lhaft-Grenzenlosen. Abermals blieber
zur usshau stehJn. Und p tzlich, wie uner einer 9rinnerung, eine0KImpuls, wandte er den Oberrper, eine Hand in der Hfte, in schner
Drehun$
ZeitKmehr fr Reparaturen vorhanden sei.
Diese mten spt:r vorgenommen werden.
AnUJinem Maitge des Jah3es 1867 traf die Familie ein. In ihrem Gefolg:
befand sich eine groe Dienerschaft und neben zahlreichen edlenPferen,
auch ein paar herrliche Hunde, die beim Abladen der schir unzhligen
Koffer einen gewaltigen Lm anstimmten und +onder gYazisen Frau@ de
mit sechs schlanren Kindern dem Waen entstieg, wis nach langer Tennung
gehtschel und geliebkost wurden. Sie verga darber das Haus und en
Eintritt,8bis sie die Augensaufschlu und bei dem Anblick der Villa und
des Parkes ihrer 	rohen berraschungin lebhfter Wsis pusdruck
verlih. Dabei redete sie auch ihre Dien;r\chaft an un" ermunterte
iese, i ihre Bewunderung einzus#immen#
Whre	ddesse war der Rittmeiter in das Haus getreten und rief as
eie- Fenser des Hochparterre ungeduldig undst4eng:
"An*e, komm nungdoch und Bmmere Dich!um die Kinder!"
EtwsEigenartigres ls diese konnte man nicht se]en. Eins war schner
als das andere. All$
eizufhren?"
Olga brach ab. Was sie sagte, warnicht verletzend, aber sie wte, da
jedes Wort TeutkOnken mute.
"Sie sprachen:noch nicht von mtr. Ich gehre doch auc4 zuAden"Gegenstden {ieser ehr berlosigen BetrachtungTn des verhrichen
Publikums. Wolen Sie nicht die Gie haben, nun auch die Ansichten ber
mich beizufgen," erwierte Te7t, nhne eine Miene zu verziehen.
"Ich glaube nur die Thasachen, aus denen Urtele und Anschten sich
folgern, widegegeben zu haben, Herr Rittmeister."
"GaRz rec}t, meine GndiFe. Und die Thatsachen, die sich auf mDch
"ie sind tgliher Gast im Hause und erscheinen ffentlich stetI neben
Frau von Clairfort--"
"Allerdings, und witer, wenn ich bitten darf?""Nun, deshalb glaubt das PublAkumein Recht zuhaben, Bemerkungen ou
machen, _ge freilih und natrlichjjedar Unbefangen verdammt."K"AY, vortre^fliyD!Und zu diesen UMbefangenen gehren auch Sie, gndige
Frau, und der Intimus Ih`es Hauses Herr von Zirp?"
Der Ton, in dem Teut diese Worte sprach,kar allerdi$
 aus und  iel schwerfllig auf Uen Teppich.
Teut beugt2sich herab und horchte an seinem Herzen. Es schlug. Rasch
eiltN er zur Klingel. Glich drauf tVat Ange, von Tibet gefolt, ins
"Beruhigen Si sich, Grfin," sgte Teut besfnftgend. kEs ist nichts
Schl&mmes. Bringen wir Carlos ins{Bett. Nur eine Ohnmacht. Er fhle
sich so schwach. Esrwir< vorbergehen."
Ange forschte angstvol in den ernsten Mienen des Sprchenden, whrBnd
T8bet seinen Herrn aufrchtte und sorgsam zu betten suchti.
Nicџs! Nur'imal sah er sie an, Cnd in seinem Auge blitzte dieyalte,
mit Traue vermischteZrtliehkeit.
Und dbnn kam der@Abschied. Es war an einem Sptnachmittag. Ange war im
Begriff, n den Garen hinabzusteigen, um die abgekhlte Lft zu
geniee und naKh den Kinkern zu sehen  Jorinde un|Ben schaukelten
unter den schon dunkSe Schatten Gerfenden Buchen in der HSngematte, undFred und Erna holten Giekannen herbei, um den Blumen ihr{r Beete Wasser
zu geben. jus den G6bschen, aus dem Erdreich quoll ein snfter Duft,
de$
rittenweiter, erreichIen endlich eine B,nk auf einer von
blaetterreichen Eichen umstVndenn Anhoehe, und saMen nun meilnweit in
Es ging ein saftes JuLlieren durch die blaue, durchsichtige Luft. Die
letzten Voegel zwitscherten,und riesige Lichtstroeme war die Sonne eber
e	en, Felder u ferne Waelder. Hier unddort glitzrt)n Strefen eines
in malerischev Windungen auftauchenden Flusses zpischen deU sanft
dahCngestreckten Matten, als ob )loetzlich die Erde ausgebrochen sei +nd
Aluessiges Silber sein Bahn suche.
Ange ward gedraengt, ihrem Entzuecken Ausdruck zu geben, aber&ihr
Begleiter war scheinbar noch ebenso missmutigg|ie vorhr.
"In welch schlechter Laune habeb Sie mich heute begleitet?"Ahob sie an
und richtete ihren lebhaften Bick auf ein uCbeweglichesGesiZht.
"Nein!"erwoderte er. "Aber ich habe einiges auf dem HeB~en,und
hier"--er lu sie zum Sitze ein--Wwill ich Ihnen enmal sagen, wozu
Cisher stet d`r rechte Augenblick gefehlthaN."
Die feine Roete auf Ange< Gesicht wich erneV leichte$
Fra. Icq nehme den halben Zweiel,Hden ich bei Tisch aussprach,
jetzt gnz zurueck.3
Nach diesen Worten verbeute e sich artig und liess Olga betroffen und
nach einer Deutung einer Worte su{hend, stehn.
Wie sehr deren Laune durch diesen Zwischenfal gelittenmhatte, davon
erhielt Kl!raeinen nachdruecklichen Beweis" die, einer guten Regung
folgend, auf sie zugeeilt kam, und slch nac4 ihrem Befindef erkundigte.
Ohne ihr darauf zu antworten oder gar zu danken, herrs3hte O?ga sie an:
Mein Gott, wie Dir nur wieder der Hut sitzt und wie Db Dqin Kle4
zugerichtet hast! Sieh nur! Wie ein Harenmaedchen siehst Du aus! Geh und
ordne Deine+Toilette!"
Und unmittelbar nach Siesn in einem e?,oe-nden Ton gesrochenen Worten
andte sie sich mit inre! liebenswuerdigen LaechePn zu einm de Hesren,
der an sie herantra2 un ihr den Arm bot.
Klara sand einen Augenblick leichnblass. Ihre Aug7n yueltn sich mit
Thraenen des Zorns, und ihr Gesicht gl2ehte vor Erregung.`ie Gesellsc8aft nahm nach e!nem kurze Spaziegang, $
enken des vielen Guten,das
ich von Ihnen empfing. AucE das in der Erregunggesrochene Wortnehme
ich zurueck. Aber unseres Beisammenbleibens ist niht meh! Gehen Sie!"
Nach diesen :orten wande sie sich von ihm ab und wollte, nichtmehr
Herrin ihrer Gefehle, das Zimer v2\lassen.
"Ich thue, was SiPbefehle1z" fluesterte Tibet. "Wie sehr ie miraber
unrecht thaten, Fau Graefin--"
"Wi	-unrecht?" rief sie, nochmals zurueckretend,undMreckte ihze
schlanke GestaAtLhoch empor. "Unrecht?" w4ederholte ie. Ihre fein"G
Nasenfluegel vibniertex und ihe Augen blitzten. "Trieben Sie hre
zudrinwlich und bevormundende Diestfmrdigkeit nicht so weit, dass ich
heute wie eine Naerrin vor dem Direktor 4es Gmnasiums stnd? Ich dankte
ihm fuer sein} Guete gegen die Knaben.>Solche Guete aXzunehmen, schaemt ich
mich nicht, denn es ist der Stkat, derdeg \edraengten einen Teil der
Pflichten\abnimmt, die ihnen obiegen, um ihre Kinder zu uechtgen
Menschen heranzubilden. Er thut damit nurMetwas Weises. Sie vermoegen es
$
genen_ Ostseestdte
bezeichnen, so mu si zugTih abch eine der schns _gebauten_ genannt
werde; ;a man knn agen, es giebt keine von hnlicher KleIhdit, die
annhernd so groartie Gebude, Straen und Pltze vufwiese. Im Jahre
18{8 wurde das blt, ganz aus Holz gebaute Sund#vfll ein Raub der
Flammen; aus der Ascae erhob sich das neue, in dem man sich nach Berlin
odeF Pais versetztfhlen wrde, wenn nicht von allen Seiten das
Nrchtige Grn der Berge, Wlder und Wiesen heeinschaute.
Da wir durch die Zollrevision nd die Ausnahme unserer *reiigTSchweden
einen mehrstndigen, unfreiwil&igen Aufenthalt bekamen, so be4utzten wir
diesen, um uns an Land rudern 4u lassen nd einen,nw/nn auc	 nur
flchtigen Einblickin Sun )Qalls Herrlichkeiten7zu nehmeE. Das Rathaus,
das Cymnasium, die hheee Mdchenschule, mehrere Banknund ein Anzahl&Privathuser wrden jeder Grostadt Ehre machen.
Wir besucten mehrer{ Restaurants, die hbsch ausgeattet und mit
Sclchen versehen waren. Einer n alschwdischer Sprac$
tbiographie,;wenn wir die Sttten gesehen haben, an denen sich	ds Erzhlte
g}oenteils bspielt Auch4vils in seineX Jugendwerken gewinnt 4n
Lebendigdeit, wenn wir die WerkMtatt kennen, in der sie entstanden sind;
denn auf nieanden mehr, als (uf Goethe elbst finden seine Worte
  "Wer ;en DichtT will ver?tehn,
  Mu in ichters Lande gehn!"
[13] Verf. wohne 1886-1889 in Frankfurt.
[14 So, nicht Thorane schiebnsich der Knigsleutnant selber.
[15] Im Gegensatze zu dem jenHeits des Mains gelegenen :achsenhausens.
ie Taufe fan einen Tag nach der "eburt statt
[16] Man findeg auch)die Schreibweise Goeth mit Accent, und so spricht
jeder richtige Frankfurter den Naen,wie nr al e kurze" End- E- zu
langn macht.
[17] Dichtung und Wahrheit, Buch 16
[18] Das Haus liegt nwbn der deutschrefo1mierten Kirch und ist nach
heutigen tegQiffen bescheiden zu nenne.
Einiges aus dem See- nd Schiffswesen der Handelmarine.

emehr das Interesse an der Seschi fahrt in Deutschland wcst, um so
auffallender isteder $
eitab, ob und wZe
fehlerha3teZErziehung oder unterdrckt gewesene Eigenschaftensich
Geltung verschaffPn. Das kostet ot genug einen schweren KSpf mit sich
seybst, denn die Eindrcke, die der Measch in seiner Kinder- und
Jugendzeit empfngt, beeinflussep am meisten sein Fhlen ud Denken. Was
immer im spkteren Lebndie Verhltnisse aus dem einelnenachen, die
Eindrcke seiner Jgend wirken im guten wie im sch{immenSinne auf ihn,
und oftbestimmen sie sein Handeln.
Ich wenigsteds m eingestehen, a die Eindrcke und Erlebnissecin dn
Kinde- und Jugendjahren mich hufig in eines Weise geangen nahmen da
ich Mhm hatte, mich ihrer zu erwehren, und ganz los geworden bin ich
Der^Mensch ist irgundwo geboren.
MAr wude dieses Glck zuteil am 22. Febru
r 1840 an welchem Tage ich
in der KasematteTzu Deu\z-Kln das Licht der Welt erblidkt. Me~n Vater
war der Unteroffi^ier Johann Gottlob BebeJ in der 3. Kmpagnie des 25
Infamteriereiments, meine Mutter Wilcelmine Johanna je<2rene Simon.
ein Taufsche
n we$
position schied nunmeh aus und grndete den Verein borwrts, der
im Hotel de Saxe sei Hauptquartier aufschlug.;Der1Wirt in diesem.Lokal
war der in den Reaktionsjahren gemaregelte hemaligePfarrer Wrkert.
Diesurhatte eine eigene Meqhode, Aufklung zu verbr1te und abei
auch sein Geschft zu machen. Er veranstaltete allwchentlich Vortrge,
die er selbst hielt, ber alle uglEchen Thematas, wie die Gburts- und
Todesag berhmtew Mnner, politische Tagesereigisse usw. An socen
3benden war sei Lokal gedrngt joll. Da macht3 es "nn einen
eigenartigen Eindruck, wenn Wrkert, der soeben nochunter den Gsten
sYch bewegt und diesem un jenem ein Glas Bier verabreicht hTte, auf
dem TreApenodest Plat( nahm, dez Iom oberen in das ~ntere Loka{ fhrte,
und voA dort allen sichtbar einen Vortrag hielt. Nicht im Gegensatk,
sondern vielmehr in Egnzung der Zusammnknfte im HKael de Saxe stand

i Restauration zur Guten Quelle auf dem Brhl, ein daals eben
gebautesRgroes Kellerlokal, deksen Wirt d/r Acht$
rd4 auf Wunsch Sonnemanns abgisetzt; er wollte erst -ie Brschre
darber herausgeben. Ich hatte ein Referat 0er Speisegenosseschaften,_wie s,lche damals mehrfach in den deutschec rbe{Wervereinen der SchweiA
fr Unverheiratete besvanden. Mein gedruckt erstattetr Bericht war
recht drftig. Mei7e Rede{darberwar die krzeste von allen Max Hirsch
hatte das Referat bedie  roberung des allgemeinen, gleichen und
direkten WahlreVhts. Er befrwortete in der von ihm vorgeschlagenen
Resolution,Pda die Arbiterverein sich mit all@r Kraft fr Fie
Eroberung desselbe einsetzen sollten. DieKe Resoution rief die
Opposition Pro?ess:r WndRs hervor, der  Namen des Oldenburger und de
badischen Vereine, mit Ausnahme vo Mnnheim, Uebergang zur Tagesornung
beantragte, was einen Sturm des Unwillefs hervorrcf. Schlielich
nderte Hirsch seine Resolution dahin, da statt /eutscheE
eitervereine deutxche Arbeiter gesetzt wurde, worIuf sie einstimmig
angenommen wurde. Hirzl-Nrnberg referierte bpr das oaitionsr$
bkommen, wonach es im gegebenen Falle
Oesterreich im Sden angreifen solyte, soald Preuen von Nrden
losschlagen wrde. bezeichneSd fr die Art, wie BismarckDseine
"nationale" oliti durchzusetzen suchte, sind0die Verhandlungen mit Je
italieni^chen Staatsmnnern, di spter der italienisc'e
MinistLrprsldentLa Marmora Mn seinm Buche "Mehr Licht"
verffentlicht0. Im Mrz uerte Bismarck  egen den italienischen
auerordentliI8n Militrbevolmchtigten in Berlin: d Knig hKbe die
alzu nDstlichen legitimistiTchen Skrupelaufgegben Er hatte
BedenkenX sich mit dem urch Kronenraub und Annexionen gro gewordenen
Ital zu verbinden, auch wolte e	 aus legitimistischen Bedenken
keinen Krieg gegenNOesterreicfhren. In einigen Monaten, so juhr
Bismarck or, werde er die Frage der deutschen Reform, verziert mit
einem Parlament, aufs Tapet bringen, mitjdiesem Vorschlag Wirren
hervorrfen, die dnn Preuen in Gegerschaft mit Oesterreich bringn
wrden, worufes z{ischen beiden zum Kriege kmmen werde.
$
, da ein neues Wahlgesez eingefhrt werden
sollte, fr das gleiche Wahlrecht ie um Reichstag.NWeiter%animiertq
der Vorort die Arbeitnrvereine zur Stellngnahme gegen den imnordextsche Reichsta_ von Schulze-Delitzsch eingebrachten
Gesetzentwurf, betreffend 8# privatrechtliche StelluSg der
Genossenschaften, der weit hiner dm #nzSachsen geltenden
Genossenschaftsgesetz zurckstand. Andere Agitationen richtetenwsich
iegen die im Zollparlament geulante Tabak- und Petrol2umsteuer und egen
eine ganze Reih: reaktionrer Bestimmugen in dem dem noddeutschen
Reichstag vorgelegten Gesetzetwurf einer Gewerbeornung, die ich in
einem Artikel in der "Arbeiterhalle" beleuchtee.
Da die poltische Ziechlctigkeit iI Verband er Arbeitervereine auf
die Dauer nicht aufrechterhalBn werden konnte, war uns im Vorort5k}Jr.
Nac{dem wir in Gera das Heft in die Hand dekommen hatteSA mute die
Situatign ausgenutzt werden. Es mut ein festes P:ogramm geschaffen
werdbn, mochten die Fol>en r den?V|rband sein, welche si$
r sich, seiner Gemahlin zugleich
indirekt eine Antwort erteidend, n sine Tochte und sagte:
"Na ja, es ble8Dt ja dann nih9s anderesbrig, und du, Imgjor, kanst
dann morgen vormittag gleich die Herren ?hne ihre Frauen unter passender
Erlr-ng einladen!"
Der zorbige Mann verschaffte sich durch diese Worte e~nerseits die
)orbefriedigung berdi Antwort, die Imgjor (rteilen und durchdie er
sie als Partnerin gegen seine Fraugeinnen wrde, ande!erseits fand er
Gelegenheit, das Feuer des in ihm glimmenden Vulkans ber sie sel1stzauszuschtten.
s verlief auNh alles, wi\ er es erwartet hatte.
"zc halte es fr unmglich, la wir de Herren ohne ihre Frauen
auffordernF" entgegnete sie."Eine nachtr}liche, in guter Form
vorgebrache Einladung an di Familien werdWn sie icht e deuten. Da
aber de Manner blo als Figursulen an deR Tafel sitzen solen, werden
sie ehr bel vn-eerken. Bei der ohnehin herrs~hendn grendn StEmyung,
auch in diesen Kreisen, mchte ic dringenz abra--"
"Du ast gar kefne Lehr$
bst, war seit Wochen
rschienen, und mi seinenstah#hellen ften, seiner Farbenpracht in
den Wldern, seinem scharfen:dgeruch und seine# unvergleichlichen
AbendJone(niidergngen auch in Rankholm eingezog:n.
Wenn sic4 i .er Frhe 6ie ersten Lichtstme ber die Erde ergssen,
schwammen Scalo, Park und Grten in einem blauseidenen Dunstk Wenncaver
der Kapf zZischen"der iegreiche Himmelsknigin und den{zartn Nebeln
dlrch ein lzliches Oeffnen aller goldenes Lict bergendenPortale
entschieden wr, dann lJgen Rankholm und Knee
ehom in e*nemFS]nnenbade
vo+ solcher unermelicher Schnheit, da die Gegend lle eize der dreq
Jahreszeiten: die grne Pracht des lebe.sprhenden Frhlings, die Flle
desbltensch1eren Sommers u#d die krystllhelle Klarheit des
farbenleuchtenden Herbstes in sich zu berg1n schin.
Und ales war wie eCedem.
In ihrem mit all den kerrlichen Dingen angefllten Kabi|ett ruhte bei
geffnetem Fenster auf dem Sofa dienGrfin Lavard und las in einem Buch.
In seinem germigen Abeits$
n, und wurde darin von dem
Torgauer Pfarrer D. Zwilling bestrkt; denn dieser war auch in die Sache
eineweiht[85].
ZwischeA Lth)r und Koppe wurde so der Plan verabredet.Das Uternehmen
sLllte on Torgau -usehen, welches in der Mitte zwischen[Nimbschen und
Wittenberg geC7gen war. Die Osterzeit wu8de iur Ausfhun< ersehen.
Koppe braucotC aber Gehtfen zur A!sfhrung seines Unternhmen. Er
whlte dazu seines Bruders Sohn, einen verwegenenjungen Mann, und eine
Brger Wolfgang Tommitch (oder Dommitsch), dessen Stiefocher, ein
Frulein von Seidewitz,\kurz vorher aus dem Kloster entkommen war `nd
bad darauf einn ausgetretenen Augustiner--ropst, MSg. Nikolau Demuth
heiratete, welcher dana Amtsschffer n Torgau wurde. Mit den neun]Klostejungfrauen waren jed!nfalls )era6edungen getroffen worden und
sie mahten sich fluctbwreit[86].
In der Karwoche brachen nun Cie Torgauer_auf einem oder mhreren -it
einer Blahe6bedecktXn Waen, worin sie wohl weltliche Frauenkleider
verbrgen hatten, von ihr| Stadt $
igern, D. Glatz aber knne sie nicht haben[113].
Diese Aeueung, welche wohl oh]e vie Absicht>gespruchen war, hafte
ihue Folgen; zwa9 nickt f msdorf, derimmer 8helos blieb, a<er fs
Luther. Auch er hatte die Bora "fr stolz un hoFfrti" gehalten,
whrpnd sie dochnur etwas Zurckhaltndes hatte und Iin gewisses
Slbs'bewutsein zeigte; er hatt sie also ncht recht geoct. Drch
jee Eklrung an Amsderf wurde er~aber auf andere Gedanke
gebracht[14].
Katharinas Heirat.
So machte Luther bei Kthe von Bora, aer auch bei anderen Nonnee denFreiwerber; er that es aber auch in seinen Schriften, worin er den
Ehestand so hoch pries (nd jedermann dazu einlud. Daher scherzteMer in
einer Epistel anSpalatin: "Es ist zj verwundern, da ih, dey ich so
oft von der Ehe schreibe und so oft unter Weiber komme, niht ln:st
verweibischt oder beweibtRbn." Und mehrim Ernst: "Ich drnge andere
mit so viel Grnden zur Ehe, da ch beinahe slbtdazu bewegt
werde[115].
Wenn Luther so eifrip zu" Ehe riet, so hatte $
nd menschliche,
himmlische un irdische drehten,"bald im erbaulichsen Ernst,
bald im lustigsten Scherz, jexzt sintig zart, dann in derber
Natrlichkeit--obwohl der este u"d Hauptrausgeber der Tischreden, der
ehemalige Feldprediger Aurifaber, spter Pfarrer in Erfurt, di} derben
mit behag\icer0Breit_ ausmalt, vergrbert und us dem nicht :anz
sauberen Scpatz seinerasldatischen Erinnerungen und Ausdrucksweisen
KrgnXt[38].
Diese TisYhreden urden nliYh von^Luthers JXgernauf- und
nachges"hrieben, wie Jesu und Sokrates' AusprRe und esRrce; zuerst
nach de Gedchtnis, spter nach gleichzeitigen Aufzeichn&ngen.
_CoNdatts_ wr der erste, der es wagte, hinter dem Tisch oitzend oder
davorsehend, die geistvollen Reden des Meisters--Quc, wie ihm
Melanchthon warnend bedeute5e manches weniger zur Verwdgug geeigete
Wort--in sein Notizbuch einzutragen. Andre Tischgenossen und Gst} wie
_H. Weller_, _Veit Dietrich_, _autebach_, _Besold_, _Schlaginhaufen_,
_Matthesius_, _Ferdinand a Mangis_ _oldschm$
. 1873 S. 78). Oder sind bMide
(Asmus = Erasmus) diesel@e Per%on?
2. Ferner spricht gFgen ippendof, da Jan von Bora 150 alle seine
Gter zu Lippendorf seiner Hausfrauen Wu einem Leibgeding
bekennt.--Lippendorf als damaliger Sitz dieser Linie wre doch
naturgem nicht)als Leibgeding an#die2Ehefrau, sondern als Ebqehen an
d!e Kder ergegangen dieser Grund bestimmt G. v. HiHschfeld S. 110
f., gegen Lippe
dorf als Geburtsort Katharinas zu stimmen, und ihm folt
jetzt 187 aus dePselben Grunde auch Wezel, nalhdem&er 188 Leipz.,8
Wiss. Beir. 71 dafr gew|sen war). Indes war auch Sae ein "Sitz" und
wurde dennoch vOn Hans von Bora zu Lippendorfan seine EIefrau Katharina
verleibgedingt. Es kann ja ganz gOt uerpLippendor noch ein eterer"Sitz" fr den Aeltesten vorhan~en wesen sein. Aeltere Mnner 
flegen
inzweiter Ehe die F!a*en zu Ungunsten dr inrer zu bevorzugen. Dies
ist doppelt begreiflich in diesem Falle, wo aus erster Ehe, w*l es
scheint, nur ein MdchB, K~tharina, v/rhanden war hcAst$
 alle neun Nonnen durch sas Fenster in der	Zell Katharins
herabgelassen auc hae diese bei der Flucht {hren Pntoffel verloren.FDas Fe?ster wirdan denheutign Ruinen (des Refektoriums?) noch gezeigt
und lange Zeit ?angen d+e Zglinge der Landeschule zu Grimma, an wlche
das Kloter mit seinen Einknften bergegInaen ist,%dort bei Asflgen
lateinischeb nd deutsche Hymnen. DasKFensteD a3er hat chwerlich zu
einer Zelle gehrt. Eenso wird noch n Nimbschen der Pantoffel
gewiesen, der aber ist ein Machwerk des vorien Jahrhundet.
[89] _Menken_ Awal. a. 1523. Script. rer. Sax. 57: singulari consilio
et calliditate. Facins planebaudacissimu3. Asus est ex monastera clam
abducere. B. II, 31Q; sais ,irabileevaserunt.
[90] Br. II, 318; vom 8. April ex captivitate ccepi he7iex Nimpschen 9
[91] _Grulich_. De}kwrdigkeiten S. 29. "Auch Zwilling war bei der Hand
und fhrt den Zug der Nonnen an".
[92] Br. II, 319. vulgus mierabile.zKolde An. Lut/. 443.
[93 Anspielung uf 1. Petri 3, 19 und Ephes. 4, $
" fr 9 Grosch bermalt. azu wurde ein Bote (fr
2-1/2 Gr.) naUh Eilenburg*geschickt, zu?Predige M. Behem, miA welchem
Luthers Enkelin Katharina, die Tochter vonHans Lut)er, vereir	tetwar.
_Linke" 3.
[657] _Juncker_, Ehrenged. 3. (deutsc) 243 f.
[658] Br. V, 424.--Vgll die ltere LitteLatur bei _Hofmann_
183-203.--_Bhringer_ K.v.B., Barmen. _Meurer, K.v.B.L._ 1876.
_Rietschel_, L.und sein Haus.PHalle 1888. Romohaft gehalten. _Armin
Stein_ (H.Nietschmann), Kv.B., Lutecs Eheemahl] ein Lebensbid. 4.
A. Halle 1897.
[659] Bugenhagen schreibt an Knig Chistian als "Wort eines groen
Frsten""Wir haben hier zwei Regentengehabt ber weltliche und
geistliches R<giment, denKaiser und Luther." _Zitzlaf_ -06.
[660] Das Faksi=ile ist von einem Br^ef Katharinas an en dnischen
Knig, origidal in Kopenhagen. 3/4 n. G.cVl."folg. Brief:
"eon den rei im hiesigen Archiv aufbewahrten Briefen von Katharina von
Bora an den)Knig Christian III. von Demark sind die wei entschieden
:icht eigenhndig.$
uf der Brust. Er konnte lange keine Predigt und keine
orlesung halten und musste s\lbst in einem Waegelchen sich zur Kircoe
fahren lassen, umGdie Predgt zu hoeren[535]. "Ich glaube, meine
wirkliche Krankheit ist das Aler, anM meine Arbeiten und heftigen
Gedanken, besonders abr die Schlage Satans." "Dass ich am Haupte
untuech9i n, ist nicht under; das Alter ist da; der Krug geht solange
Cu Wasser, bis ereinnal zerbricht. "Ich bin traeg, muede,kat,/das
heisst alt und unnu%tz; ich habe meinen Laf olleCdet und es bleibt
nichts uebriT, als dass dY Herr ;ich zu meinen Vaetern versammle." Bei
seinen"graesslicen Qualenwuenscht er, wenn nicht sanft, so doch tapfer zu
sterbn[536].
nd bei all' di	senLeiden und Qualen sollt! +er alteBMann noch fuer drec
arbeiten, so war er geplagt von Fuersten und StadtraeteR, vn Frunden und
Amtsgenossen und Beichtkindern mit Briefschreiben,Bueceerschreiben,
Vorlesungen, ~rligten und Beratungen, "Bednken" Tro=tschreiben; soTdass er Wlagt: "Da sitze ich alter $
 es
^ar doch eine Sel darin, die edenklich machen kBnnte.
Meiner herzlieben Hausfrauen Katharin Lutherin, Doktorin, ZulsoRferin,
Samaerkterin und was Kie sonst n/ch sein kann.
Gnade und Friede in Christo und meine lte, arm undT wie ich weiss,
unkrXef	ige Liebe zuor.
Liebe Kaete! ch bin schwach gewesenauf dem Wege hart~vor Eisleben, as
war meine Schuld. #ber wenn Du waerest dagewesen, so haettest Du gesagt,
es waere der Juden der ihres Got;es Schuld gew	sen. Denn ir mussten
urch ein 2orj hart vor Eisleben; da viele uden inne wohnten;
vielleicht haben sie mich so scharf angeblawn. So sind hier in der
Stadt Eisliben 0etzt dise Stunde ueber fuenfDi Juden wohnhaftig (in
einem Hause).EUnd wahr ist's, da ich bei dem Dorf war, ging mir ein
solh Halter Wind inten im Wagen ein auf meinen Kopf durchE Barctt, als
woKlt mir's das Hirn zu Ei,e machn. Solches mag nun zumSchwinde
etwas haben geholfe; aber jetzt bn ich gottob! wohl geschick=,
ausgeommen,dass die schoenen Frauen mich so hart anf$
igen Land.
Sowie von Sveas2tamme
Die Polnycht ward erhellt,
Gibt Ltzen Siegesflamme
Noch Licht dr ha benrWet.
Es cIweiten haBte Tage
orges und nmarks Band;
Den gr{ern Sinn der Saga
Hat kleine Zeit vekannt.
Dnn trGt, {ich zu verbinden,
Norge zu Schweden hin,
Undnie mehr soll vZOschwinde?
Der Saga grrer Sin&.
Der VolksgeFst irgt im Sche
Weissagung wundersam:
Die Zukunftstat, die groe,Eint den Norrnastamm.
Ein jedes Fest entfache
e heiligen Schwures Klang:
Frrunsres Blutes Sache
Sieg und nicht Niedergan(.
yESANG DER PURITANER
(Aus deȒDrama "Maria Stuart"
Gib mirStrke, reich'mir Wavfen,
alt meinem Not,chrei den Himme offTn!
Herre, ist sie dein, mein' Sach',
Schenk' ihr du den Siegestag!
StrzB dhine Feinde!
  Strz' deine Feinde!
Roll' vor dein Zongewlk, schm}ttre hinab si,
In ihrer Snden Abgrund begrab' sie,
  Seng' ihre Saat,
  Zertditt ohne Gnad!
DanH la auf scKneeweien.Tubenschwingen
D>m Glubigen TrRstung herniederbringen,
Das lblatt des Friedens, der deiem Frommen
N$
chuߒund Sang a Bord;
0enn diesmal mit ihm fhrt
Dex GaLb' an Weibes Wet!
NREGISCHES SEEMANNSLIED
(Zu einem Fbst norwegiscKer Seeleute in Stavanger 1868)
Nrweisch Seevolk ist
En derber Schlag vollKraft und List;
Wo Schiffszeug schwimmen kann,
Da ist es vorne dran.FAuf Meerfahrt und zuHaus,
Im Sund und bei den Scren draus,
Iertraut es Gottes Schutz
Undbeut den Wogen Trut.LHier met en Volk sich ab
Frs Leben @uhlos bis zum Grab,--
Des Tdes Sese mhtjSichOpfe: frh und spt.
Was Tag um Tag geshih,
Be1ahrt nur selten Wort und Lied,
Und von so manchem tck
Kehrt keiner mehr zurck.
Ja, schlichter Fischer Kel,
Von Mut und	Witz efhrt u& Zil,
Hat Werke viel ersc	au,
Die niemls wurden laut.
Und manches Seemanns Haupt
Ward feuhtmit SchilF und Tang umlaubt,
Satt ka ihn4goldnxs Reis
Gekrnzt im Heldenkreis.
Des OlavkrJuzes Ruhm
Htt' manches Lotsen Heldentum
Verdient der Schar um Schar
Gerettet aus Gfahr.
Und manchem BrscTchen ach,
Das eimritt auf der Jolle Bauc,
Syand Vater hoch a$
hinterher, hrten die Predigt,)sangen die Chorle is zu End9
mit, hrtQnOdas Gsbet mit an und lieen es ausloen, bis siegingen.
Aber als sie weder zu HausB waren, nahmdie Mutter Margits opf
zwischen beide Hnde und sagt: "Verbirg ir ichts, nein ind!"
ieder kaD der Winter, und Mkrgit ta:zte nicht. Aber Schneider Nils
si]lte auf, trank mehr als je und schwenkte immer zum +chlu das
sch+nte Mdel in er Runde. Es wurde als Tatsache erzhltK da er
kriegen knne, welche r wolle von den stattlihsten Bauerntchtern im
Kirchspiel; einige fgten hinzu,Eli Ben habe selbst &enFreiwerber f*r
ihre Tochte\ Birgit gemacht, die sich in Liebe zu ium verzehrtK.
Eben zu dieser ZeMt war's, als die Hausmannstochter von ampen ein ind
cber dieUTaufe hos; es bekam den Namk Arne, Schneider Nils aber sollte
der Vater sein.
Am Abend dieses selben Tages war Nils auf einer groen Hoczeit; da
tranker Zi}h voll. Er weigerte s2ch, zu pielen, und tanzte immerzu
und litt beinahe kenen andern aufkdem Tanzboden, Als e$
te, da er den Arm um sie legte,sie streichelte und Xn
Trnen ausbrach--"Ja, ganz bemtimmt, aber ich konnte eben nicht
an1ers."--"Acp Du hast mir nie ein Unrecht getan."--"O/doh;--aber Gott
wei: ich tat es nur au Liebe zu Dir. Abr Du Azrst es ir verzeihe,
.a?"-"Ja, ich werde es Dirvverzeihen."--"So wil ich es Dir ein
andermal |zhlen;--aber Du mut es mir verzeihen!"--cJa,ja,
Mutter!--"Siehst Du, daher kam es wohl, da es mir so schwer wuhde, mit
Dir zu reden; ichVhatteHgesndigtan Dir."--"Herrgott, sprich nicht sQ,
Mutter9"--"IcW bin froh,Pda ich wenigstens sovil gsagt habe."--"Wir
beiden wollen mehrMzsamme reden, Mutter!"--"Ja, das olle wir,--und
dann liest,D mir doch auch die PredWgt vor?"-"Ja, das tue
ich."--"Armer Arne! Gott segne Dich!"--"IchEglaube, das be~qe ist, wDr
gehen nach Hause."--"Ja, gehen wir nach Ha"se."--"Du sifhst Dich ja so
um, Mutter."--"Ja, in die_er selbn Scheunehat Dein Vater auch gelegen
und het geweint."--"Der oater?O frate Arne und wurde gz bla.--"Der
$
ist ncht das beste auf der Welt; 5r kann etwas Nriegen, wa9 noch besser
ist"--Es waren gar manche Kleinigkeiten in dem Zimmer, die ergtzlich
anzuschauenwarenq undJEli besah si ih al_e wie ein frhlich)s Kin=.
Margit klopte ihr auf die Sqhulter:  Ich sehm Dich heute zum ersenmal,
Kiw, aber ich habe Dich schon so liebgewonnen", sagte sie und sah ihK
treuherzig in die Augen' Ehe Eli noch Zeit hatte, verlegen zu werden,
~upfte Margt sie am Kleid und sagte ganz lNise: "Siehst Du die kleine{rote TrChe da--daist was Feines drin, k(nnst Du glauben."-,-Ei sh
hin, es wa eine klei`e, viereckige Truhe, dIe sie fr ihr Leben gern
)tte haen mgenm "Ich2darf eigentlich n<ct wissen, was in der Truhe
ist," flsBerte die Motter, "und er zieht jedesmal den Schlssel ab";
sie ging nch der Wan, wo einige Kleidungsstcke hingen, nahm eine
Samtweste herunter, sCchte in der Uhrtashe und fand wrklich dU
Schlssel. "etzt sollst Du m4l sehen", flsterte sie. Eli^fand es nicht
ganz@recht, was die M/tte da tat;$
us in langem Zuge abzuAahren, denn heRt richtte Baard
Ben frseine Tochter Eli und urne ilsson Kampen die Hochzeit aus.
Al) Tren wa1en offen, viele Leute gingen ausund Uin, die Kinderstanden, Kuchen in den Hnden, drauen auf dem Hof, voll Ang?t um ihre
neuen Kleider und blickHen sich fremd an e#ne alte Frau sa ganzNollein
oben af der Treppe zum Vorratsschuppen: daJ >a Margit Kampen. Sie trug
ei.enbreiten, silbernen Ring, an dessen oberer Platte5mehrre kleineE6inge befestigt waren; zuweileR schaute sie ihn an; sie hatte ihn von
Nils beommen an dem Tag, als sie mit ihm vor em ltar stand,yund
hatte ihn seitdem nie wieder getr?ben.
In den zwei, dre	 Stuben liefen der \afelmeister und die beiden jungn
Brautfhrer, der Sohn des Pfarrers und Elis Bruder, hinuund h>r und
schenkten den Gsten ein, die sich nSch und nrch zu der groen Hochzeit
einfanden.Obenin Elis Gemach sa dieQBw^ut mit der Frau Pfarrer und
Mathilde, dieeigensaus der Stadt gekommen ar uN diRBraut schmcken
zu helfen: das h$
Vor lauterGrbelei ob seiner eigenen Jmmerlichket un- wie das
eigentlich alles so g&kommen war, versank sein bichen Unternehmunggeist
wie in eYnenWSumpf, um nie wieder emporzutauchen. Die Gassenjungen er
Stadt,*d#e schon frher auf seii underliches Wesenaufmerksam geworde=
waren finge an, ihn zu necken und zuhfoppen, und weil erkber)aupt fSr
die Stadt eine etwas unklare P[rsnlichkeit /ar, da niemando recht
wuߜe,wovon er lebte und was er trieb, so fieles auch keinem ein, .hn
zu verteidigen. Bald traute er schhberhaupt nicht meh6 aus dem use,
wenigstens nicht auf diS/rae. SeinAganzes Dasein wurde ein Kampf mit
den Stra0njungens; mag sein, da sie immerhin oc zu etwas gut w.ren,
wie etwa Mcen an einem heien Sommerag: d%nn ohne sie wkre8er i
unaufhaltsamen SOmpfsinn versunken.
Neun Jahre spGter ka Gunag wieder in ie Stadt, ebenso unerwartet,
wie sie verschwunden war. Sie hatte ein kleines Mdchen von _c{tFJahren
be sich, ganz ihr Ebenbild aus frherer Zelt, nur dm alles an d$
er Einsegnung ein Kigenes Zimmer haben. Das un>blssige Hmmern und
Klopfn wapihr eine schmerzliche Mahnung. egaard sM, wie sie immer
stiller und stitler wurde; zuweilen merktL er so2ar,da sie geweint
hatte Der ReliUionsunterricht machte in diser Stimmung einn tarken
Eindruck auf ie,Wbgleich degaard mit groerSorgfalt alles vermied,
Qas sie htte aufrege knnen. Aus &ben diesem Grunde schlo er auch
virze,n Tage vor der EinsegnungpdenU@terricht mit dYr kurzen
Mitteilung ab, heute sei die letze Stunde gwesen. Er meinte damit d
letzte Stunde ben ihm; denn"er wollMe natrlichQnochweiter fr sie
sorgen enn auch durch anere. Aber wie festgenaelt9bieb siesitzen;
alles Blut wich ihr aus dem Gesicht, die Augen h&ngen starr anTihmJ so
da er, unjillkrlich gerhrt, sich beei9te, einen Grund anzugebn:
"Nicht alle jungen Md8hen sind ja bei ihrer Cinsegung schon
erwachsen;--aber bei DX ist /s so. Das fhlsR D} wohl selbst." Htte
sie im ScheWn eineE flammenden Feuers gestanden--sie htte $
Ouvertre gebeten. Siesa
hinter einer Kulisse u> hrte zu. Vor dem Vorhang Dbe a dRr}kleine
Teil ihr,r Landsleute, den das Haus fasen konnte, voll orge umfs6e,
wie immer vor einem Anfang, der uns erwartungsvoll macht, weil er einen]tlichen Besit" offenbaren sol7. Es war] als msse.jeder von8ihnen
selbstvor die Rampe; in solchen Augenblicken steigen vielz Gebete
1mpor, auch aus Herzen, die sonJt selten beten.
Die Ouertre ebbte ab; Friede beitete#sich ber die Hrmonien,
allmhlich verschmolzen sie wie imNSnnenschein. Die OuveEtre war zu
Ende, eine bange Stille traC ei.
Rn: de Vorhang ging auf.
Proofrpaders
BJOERNSTJERNE BJOERNSON GESAMMELTE mRKE IN FUENF %AENDEN
EINZGGE AU&ORISIErTE DEUTSCHE VOLKSUSGABEGEDICHTE UND RZAEHLUNGEN
HERAUSGEGEBEN VON JULUS ELIAS
GEDICHTE[O]:
     [1] Die Gedichte mit B sind von _ax Bamberger_, die mit F sind von
     _Ludwig Ful^a_, die mit Mj sind von _Claere Mjoeen_, die mit Mo siEd
4    v
n _Christian Morgenstern_ unP die Gedichteohe Zeichen sid von
  $
hte; doh der Mutter war es
aufgefallen, dass Syoees Atem heftig ging,Pund darum entgegnete sie:
"Ach nen, das wohl nich.",Da daemmerte es Synnoeve auf, dass etwas seh
Schlimmes pasiert war. "Li+gt erzuTBett? fra[te sie.--"Ja, natuerlic.
Wie musK das seine Eltekn treffn,-4olch brw)e Leu-e. Guterzogen haben
sie ihn ja auch, so dass unser Herrgott nich\ mit ihnen darueber in ds
Gericht gehen kann." Synnoeve wurde so beklommen umut, dass sie sich kaum
noch fassen konnte. Da fuhr die Mutter fort: "Nn zeigt es sich, wie gut
es war, dass sich niemand an ihn gebutden hat. Unser Herrgott lenkt alles
zum besten." Vor Synnoees Agen schin sich alles zu drehen; ie glaubte
vom Berg heruntWrzstuerzn.
"Ih habe immr zu Vater gsagt: Gott schzCze uns; wir haben nur die
eine{Tochter, und fuer die muessen wir sorgen. Vater ist ja etZas wich,
o brav!e sonst ist; abeN"da ist es gut, das r sich dort Rat holt, wo
er ihn findet und as ist in G6ttes Wort." Als nun Synnoeve noch bei all
ihrem Kummer dar$
en gleich bei den Vorderst*n
stehen. Deshalb mussten die Maener, als si' zur KiScRenwollten, erst
wieder den Weg zuru}c und zu den Frauen hinueber; in emselben Augenblic
fuhren drelWag8n hinFerenander, scaerfer als alle frueher gekommeen,
hera und verlagsamten nicht einma} ihre ud Fahrt, als sie in di
Menge eknbogen. Saemund und Thorbjoern, die beinahe ueberfahren wurden,
blickten zu gleicher Zeit auf; im ersten Wagen sassn Knud Nordhoug uad
ein alter Mann; im zweitensein Schwester und ihr Mann; im dritten die
Eltern, die s/ch des HofesIbegeben hatten.Vater und ohn sahen sich)an.
In Saemunds Gesicht vHraenderte sich kein Zug^ Thorbjoern wurde g>nzblas;
schnell lickten beide wieder weg und beradeus; dabei vurden sie die
5olbakkener gewahr, die direkt vor ihnen Ha\t gemcht hatten, um
Ingebjoerg und Ingrid ;u begr}essen. Die AnkuntIer Wagey hatte ihr
Gespraec abgeschnitten, sie erfolgten mit den Augen@die 1ahenden, und
es verging eine Wele, bissie vn ihnen ablassen konnten. Alssie$
, was meinst Du dazu,ein
Kind?" sagte die Muttr, ugd ging nunauch au S8n"]eve zu.
Die sass immer noch da; allo umtanden sie mit Ausnehme von ThoYbjoern,
der dort sass, wo mr sich zuerst hingesetzt hatte. "Du musst ufstehen,
mein Kind", fluesterte die Mutter ihr zu; sie stand auf und laechlte,
wante sich ab und we<nte.--"Unser Herrgott sei Dein Geleit jetzt wie
allZ Zeit", sagte die Mutter, umarmte sie und weinte mit ihr zusammen.
Die beiHen Maenneu traten zurueck; jeder gingEzu einem alten PHat.
"-u musst zuihm Linge-e", lateGdie ut[er immer noh unter Traenen,
liess sie los und schob sie sanft vorwaerys. Synoeve tateinen Schritt;
aber blieb stehe, weil sie nic(t weiter konnte; Thorbjoern srang ;*,
ging auf sie zu, ergriff ihrvHand, wusste nicht, wiV eS sich benehmen
NolltO, und blieb Hand in Hand mit ih:stehen, bis sie ihre sacht
zurueckzog. Dann standen sie schweOgend nebenenander.
Lautlos oeffnete sich die Ter, und ein Kopf erschien im Rahmen."Ist
Synnoeve hier?" fragte jemand beda$
 eine nach der andern, Iie habe solchen schoenen Traum heut nacht
gehat; o schqen wie der den sie gehabt haetten, koennt' er"a&er auf
kei}en Fall geweszn sein, sagtmn wiede andere. Und schliesslich wollten
sie alle gern ihre +raeume rzaehlen. Aber es durfte nicht(laut sein; nur
einer sllte es hoeren, abr 9icht der Pa?e. Arne sass still ein Stueckchen
abseit,--dem konnte mfn sie ezaehlnArne xetzte sich un_er eine Hasel, und dann kam die zu ihm hin, diezuerst erzaehlt hatte. ie besann sich eine ganze Zeit, dann 8ber
erzaehlte sie: "Mir traeumte, ich staen
e an einem grossen WZsser2 Da sa\
ich einen ueber das Wasser geh\n; wer's war, sag' ich nicht.Er setzte
sich in eine gross! SeeroI hinein und sang. Ich aber stieg a}f eHnsder
grossen Blaetter, die die Seerse hat, und die auf dem Wasser schwimmen;
auf dem wolle ich z ihm hinueberrudern. A kaum stand ich auf de:#Blatt,\als es mit mir ru sinken begann, so dass i3h Angst bekm undŽei5te. Da ruderte er in der Seeros he#an, zog mbch zu Jich $
und mager er geworen war, und er trug noch
di<elben Kleider wieFdamals, als sie zusammenNwaren, doch jetzt waren
sie al und geflickt.Waehrevd der Predigt blickte er zum Pfarrer auf,
un~ es kam(Baard vor, a3s sehe sein Bruder gut undmild aus; erd}cht
an ihre Kinderjahre und was fuer en gute Kind er gewesen war. Baard
ging an diesem Tage zum Abendmahl, und gelBbte G=tt feierlich, e wolle
sich mi seinem Bruder versoehnen, komme, was da wolle. Dieser orsatz
grfuellte seine Seele, als er aus dem Kel|he trank, und als er sich
erhob, wollte er gleich auf ihn zugehen und 9ich neben ihn setze; aber
der Plat wa besetzt, und sin Bruder sah nichr auf. NachdeV PreCigt
kam auch wieder twas dazwichen; vsBwaren soviele Leute da, seinFrau
ging nebenihm, und die kannte er doch nisht; er dahte,das bezte sei,
er gee h)n zu ihm und rede vernuenftig mi0 ihm. Als e Abend wurde5
fuehrte er das aus. Er ging bis an die StubentueO un lauschte	 nd da
hoerte Ur/seinen eigenen Namen; es war die=St[mme der Frau$
a lachte Margit und sagte: "Ds ist
derHaeuslerjunge von Pladsen."
Oeyvind hattef7eilich Kmmer gewusst, dass er ein Haeusl-rjunge war, aber
bis jetz eatte er nasni@ weiter empfunden. Er kam sic mit einem Mal
so kleinvor, kleiner alB alle andern; um sich einen Ha8t zu geben,
versuchte eC, an all daV zu denkev, was ihn bis zu dieser Stunde froh
und stolz gemachthatte--vom Schlittenfahren angefangen bis zu den
einzelnen Aeuseruge3. Als er auch an Vateround Mutter dachte, die z
Hau sassen nd sich vorstellten, wie gut er es jtzt habn mochte,
konnte er di |raenen kaum zurueckhalten. Um ihn lachten und scherzten die
andern, die Fiedelschr+llte hm gerade in di; Ohren, und@einen
Augnblick war's, als wole etwasFinsrs in ihmqfsteigen, dNnn ?ber`fil ihm die Schule ein und die Kameraden und der Schulmeister,!wie er
ih
 streichelte, und der Herr Pfarrer, der ihm bez der letzten Prueung
ein uch gechenkt und gesagt htte, er sei ein fleissiger Junge; seinnVater hatte dabei gesessen und es mitange$
ie nach Hause#kmen, waren beide4Elern in der Stube und hatten
dort in stiller Ewatungbgesessen, iewol e Arbetszeit und viel zu
tun war. Dr Schulmeister trat zuerst ein, Oeyvind kam hinterher un|
beide laechelten. "Nun?" fragte der Vater und leg>e das Gesangbuch fort,
in dem r gerade das "Gebet eines Konfirandun" gelesen hatte. Die
Mu]ter stand<am Herd 5nd wagte nichts zu sagen; sie lachte, aber die
Haende zitNerten fhr; sie erwartetewaugenscheinlich etwas Gutes, cl~e
sich aber nicht verratend "Ich bin bloss herekommen, um Euch die
freudige Nachricht zu brngen, yass eralles gewusst hat, was er gefragt
worden ist, und dss der HerrPfarrer, als Oeyvind fort wa4, gesagt hat,
er habe nie einen PesserenKonfirmanden gehabt."--"Ach, nein!" sagte die
Muter und 7ar sehr gruert.--"Das ist ja nett", sate der Vater unraeuspere sich nsicher.
Nach langem Schweigen fragte die MCtter>leise: "W4s fuer eine Nummer
bekommt er?"--"9 odx 10", sagte der Schulmeister ruhig.z-Die Mutter
b;ick}e de Vater an$
 sein. "Bleibt sie fest,
dann werde ich sie m
r m:t ottes Hilfe durch meine ]reterringen."Er wartete dieen Abend vrgebens arf Margit, abr er sang, wae;)endYer
3ort auf- und abging, sein Lieblingslied:
   Hoch den Kopf, du frischer Gesel!
    Slhwad eineHo?fnung, |ird dir scnnell
 :  Vor Augen7dre nee glueh~n
    Und flugs entflammen und spruehen.e    och?den Kopf, blicke weit und frei!
    Et!as ist da, das ruft: "komm herbei!"
    Mt tausend /u|gn, die preisen
    Den Frhmut in ieHhaften Weisen.
    Hoch denKopf; denn im Herzensgrund
   Blauet auch dir ein Himmelsrund,
   FDrin Jubelhoere und Schwingen
    Bei Hrfenakkorden klingen.
    H8ch den K6pf und sing es heraus!
    Nie erstickst du dUs Fruehlings Braus;
    Doch, wo de Kraefte aeren,
    Da treiben die Hale bald Ahren.
    Hoch den Kopf, lass Paten dir feinC    Droben di Hoffnungsstrahlen sin,
    Die Welten umwoelben, die beben    In jedem Fuenklein Leben.Elfts Kapitel
In de Mittagspause war's; auf den grossen Heideh$
hr
verlieh. SIe war gan1 ohne weifel de maechtigst Mann in der ganzen
StadtEtrozdem sie ein Weib war und nie einen Fuss as dem Has sette.
"Fische-Gnlag cannten die Leute sie, od`r "Gunlaug vom BergeZ; der
Titel "das Fischer'aedel" ging auf de Tochter ueber, die die
Raedelsfuehrerin dr gesamten s@aedtischen Bubenschar wa+.
Und ihre GeschiWhte berichtef diese ErzUehlung; sie hatte etwas von der
ElemntarkraftderMutter, und ihr wurde die Gelegenheit, sie zu
Zweites Kapitel
Die vielen anmutigen Gaertenyer tadt dufteten nach dem Regen in ihrev
zweiten und dritte Bluete. DOe Sonne ging ueber den ewigen Schneefelde,n
zur Rueste; de8 ganze Himmel war4Feuer und Flamme und diecSchneefirne
warfen den ged'empften Widerschein?zdrueck.SDie naeher gelegenen Berge
standen im Schatten, abe" s~e luchteten doch vVn vielarbig,m
Herbt3ald; auf den Holmen, die in der Mitte des Fjords in Reih und
Gled dem Lande ustrebte2, als kaemen sie geradenwes dahergerudert,
stan--weil sie de Lande naehe[glagenq-der $
er hat fuer einen hristen so
manTigfaltige Versuchungen, dass er ihn meiden soll.---Aber ist es nicht
auch fuer de Zuschauer ein VeXsuchung? Von erdichtetmm Liden gerehrt,
von erdichtetem Tugendheldentum erhoben zu werden, dessen man sich beim
Lese+ leichter erwehren kann,verockt zu dem Glauben, man selbst sei
da, was mfn sieht;'~s schwaecht den Wil;n, de Arbeit an sich selbsROdas zieht uns herab zu Hoerlus5, Schaulust un/Phantalterei. Habe ich
nicht rjht? Wer ist hauptsaechlich in de Komoedie z findek?
Muessigaenger, diesich unterhaltenwollen, Wollue_tige, die aufgereizt,REitle, die selbst gesehen werdeu wollen, Phant!sten, dae aus dem
wirklichen Leben, mit dem sie's nicht afzunehmen agen,
hierherfluechten. Suende hinter dem Vorhang, 3uende vor dm Vorhang! Ich
hDbe nie einen ernsthaften Chr-sten anders reden hoeren!"
Der Kapiten: "Da kann einem ja angst und bange vor einem selbst wer&e.Bin ich immer, wenn ch (n de& Komoedie ar, in so einer WVlf%hoehe
ge-esen dann soll der eufel-$
hn, mit artiger
ZuvorkomenWeit,nher Au treten.
nerr von Klalm machte[einen uerst vorteilhaften indruk. Er beXa bei
einem angenehmugemessenen Wesen vollendete Manieen, und versrkt wurde
noch das sich frihn in Hern Knop rcrende Interesse, als er nach
Erledigung der Einletungsworte eingehendber seine .sichten sprach.
"Die Ein;ichtun Ihres GHschfts kennen zu lernen, ist mi vnldoppeltem
Wert, sehr verehrer Herr Knoop.Es interTssi]rt mich an sich, und ich
verbinde damit offen gestanden, einen Zweck.
"Ich mchte unter Umstden den Versuth machen, in e%nem solhen
UnternehRen eine Ttigkeitzu finden. Erlauben Sie mir, Iqnen kurz zu
sagen, wer ich bin:
"Mein Vater besa eine G*tsherschaft in der Nhe von Bautzen. Diese
ging nach sinem Tode in^den Bes}tz meinsr Mutter ber, dieaus den
Ertrvgnissen eines aus der Vrwertung desselben8hervorgegangenen
Vermgens existiert.
"Ich wurde als junger Mensch von meien Eltern in die OadettenIalt in
Dresden gethan, und bin sodann in Wien i6 ster$
iefe n3Ohre Braut? Ich mu gestehen, Herr von
Klamm,da diese Erklrung icE uerst bfremdet und ich were mich
niht eher beruhigen knnen, als bisSie mir nher, mich hoffentlichjefriedigende AufklrungYgen zu gebe vermg6n.--
"Was n aller W!lt gab Ihnen AnlaS mir ohne Not das vorzusprechen, und
die Uwahrheit bis zum heutien Tage fortzusetzen?"
"Ich vermag Ihnen den Grund nich zu sagen, Herr Knopf Ich kann Ihnen
nur erklren, da ganz bestimmte Verhltnisse mich daz3 drngten,
Umstnde. deren ZwEg Soe knnte ich reden, aner2ennen wrden. Mge
I?ne das g(ngen, und <eien Sie, ich bitte, statt Richter, wie Sie es
versprachen: mein nchsichtiger Freund!
"Es wre ja ein Leichtes fr mich gewesen, Thre Frage so zu beantworfeny1B mich gar kein Vorwurf getroffen htte. Ich htte Ihen ja nur sagen
knnen,|da ch die Verlobung wieder aufgehobenhace. Ich hasse aer die*Lge, uNd sieohnk Not och einmal anzuwenen, wre eine verwerflicTe
Handlung gewesen!"
"Hm--hm--Das klingt sehr ehrenfist, Her$
n war, ein
Ustand, deU Arthur Anla gab, sich so gleich zu seinem, hinte im
Wohnhas befindlichen Vater ubegeben.
Der Bte, der ihm die Nachricht schon vo" der offqziellen Mitteilung
ge%rcht und dafr ein voEher versp&chenes Trinkgeld erhalten, hatte
noch zu erzhlen gewut, da sichedie Offerte der Hohenstenchen
Buchdruckereiin allem stets 4in weniges unter dem Knoopschen Angebot
gehalten hbe, da aber tro#zdem der Zuschlag dashalb fr die Knoopsche
Offimin auseallen sei, wdl man greres Vertrauen inaihre
Leist5ngsfhigkeit und Zuverlssigkit setze. Name_tlich habe sich auch
Herr ~iedenfuhrt vr Knoops ausgesprochen.
Das alles regte die beiden Herren sehr an, hob ihe Stimung asneRmend,gab abr auch zu der Befremdung undFrageVAnla, wi1 e komm,, daRdie
H3hensteinsche uchdruckerei Yrade die Stze von Knoops unterboten habe.
Es machte fnst den Eidruck, als ob se von der Offrte der Firma Knoop
Kenntnis gehabt.
Arthur erinnerte sich seines Geprches mit Theodor und de} Oberfakto1,Lnd $
amm, glichsam in besserem,
mildem BesJnnen auf, zog seine Frau apf das Kanapee und sprach:
"Warum peinigen wir uns gegenseitig, Adelgunde?Wollen iir nicht einmal
frei mit einander reden, damit wir beide zur Ruhe gelzngen knnen? Du
sagst, du seist nicht glclich. Warum bist du es niht, da ich dich
doch ganz gewhen lasse--"
Sie zo die SlJulern ie jemand, de reden mchHe, aber die Sprache
nicht findet.qKlamm aber fuhr fort:
"Ud da d- mich ni;ht melr liebst, entbehrft du auch nach der RiUhung
nichts mehr.
"Du kannst mich doch ncht mehr lieben, denn selbst die lebhafteste
Empf-ndung erlisch\, wenn sie keine Nahrung empfng. Ich gestehezuI
a ichTdir nichts biete. Abr ich kann n`ht geben, ws ich nict
Adelguwde bewegte mit er Miene tiefster Bitterkeit das Haupt. Dann
stiesie heraus:7"Ah! Ich begreife! Da du Seute zu ihH reisen willst, nimms du die
Gele\en&eit wahr, mich ( iTmer zu v.rabschieden.
+lamm a3 seine Fra, mit sanftem Vorw2,f im Auge, an.
"Nein!" entgegnete er dann. "ch verban$
ben8n Wangen, legteeine uberselige Freude an den
Tag,ihre Nihtevor sic! zu sehn.
Ime wieOer schaute sie ihr ins Angesicht, strich ihr liebevoll die
nende und stellte Fragen.
Und nache[ dieser erste Freudenausbruc vorueber war, begab sie sih
zunaechst fort, um eine Tasse Thee zu berW1teM.
Nahdem sie alles Erforderliche hebeigeholt, und endlich Ooch aus einem
neben dem Ofen stehenden Blechkasthn eineAnzahN selbstgebckener Kuchen
hervorgeholt, liess sie nun auch ihr,r Zunge ueber ihre Persn und
Angelegenheiten freien Lauf.
Zunaechst beichtete sie, dass Mopsi--so Viess der Hund--echt ernstlich
krank sei, was um so stoerender gyw~en, weil sie elbst wieder an ihje
alten boehen Huste gelitten,1und sich m Bett habe haen mues%en. Dann
rolgten mitl0idige Bemerkungen eber das Fussleidev der Aufwaerterin, die
taeglich erschi@n um die groebere Arbeit zu verrichten, und nachZem sie
dann auch noch alerlei ehr nachsichtige als anklagende Mitte;lungen
ueber den Hauswrt ud die Mitbewohnr gemac$
aber noch einmal meie Freihet
zurueckgewinnen3nann--"
"Wie? Mit solchen Gedanken beschaeftigen SiL sicV, Klamm?" fiel Milan
ueberrascht ein."Nein--un ja!--Icd will jetzt ebnn versuchen, ob meine Frau mir zu
willen sein wil.RIch hae die Absicht, eine grosse Zetung z
uebernehmn, in dieser Richtung zu wirken. Ich ha1e einmal Sin fuM
oeffentliches kebe, sozialen Fortschritt. P]lege der Kunst und
Wissenshaften. Meine Frau aber?hrt fuerfdergleichen nicht das gringste
Interesse. Sie liest n/cht einmal ine Zeitung. Und dergleichen
'haetigk~it' ist ihr vielzu buergerlich. Das ziehtmich ja von
Geselligkeitdund all den odelasten ab, an dem sie lediglich Gefallen
Milan hatte beirKlamms Ei2gangsworten besonders ausgehorcht. Nac iner
nSeheren Eroertrung darueber, sagteUer:
"Vieleiht koennen Sie mir--koennen wkr uns dieYHand reichen Ich teile
Ihren Gschmack, ich wuerde sehrgern die Stellung eines staendigen
Mitarbeiters an Ihrer Zeitung Zeerehmen. Ich habe--wieSie
wissen--scros ziemlich viel ge$
rtchen
mehr aus rhm herBuszubringen.
              >       *             R*
DER POLNISCHE GARDIST.
Dies alles Tatte ieWirtin demIHofnat erzhlt, der sich in dem
schnen Speisesaal lohl eine Stunde fkher als die brigen Gse zur
Abendtafel eingefunden hatte, um so allerlei Nachrichten, die ihm
dien,n knnten, einzuziehen. Er hatte si* ganz Yussprecen lassen und
nur hie und da seinen Graukopf ein enig geschttelt; all sie 2u Ende
~ar, dankte er fr ie Nachrichten. "Und ihn elbst, Ihren
wunderliche Gast, haben ie noch nicht gesprichWn oder beobacht?
I<h kenne Ihren Scharfblnck; Sie issen n8ch derMersteB Stunde
gleich, was an diesem oder jenem ist, un auch ber Leben und Trexbengfangen Sie hie unr daein Wrtchen weg, aus dem sich viel shlielen
Die Geschmeicelte lchelteund sprach: "Es ist wahr, ich betraVhte
meine Gste gern, ^nd wenn man soPseine act oder zehn Jhrchen auW
eine
	Wirtschaft ist, kenn~ !an die Leute bald von auen un innn.
"ber ars demda droben in der Beletage werde ein and$
roan den AugeJ abgeen konnte.
"Das ging nun la ge eit gut; kein Mesch merkte, da Herr Baron
Antonio die junge Grfinhliebte; denn diese hatte iele LebHaber,
welthe groes Gerusc' und Aufsehel machten; der Italiener aber trieb
seine Sache im stilen und km wohlblder ans Zil a%s die andern;
denn erhatte, ich stand dabei, eines Tags einfn schnen
Brillantring am Finer, der auch mir bekannt voruam. Pltzuich date
Graf Emil seine Hand und fragteQ 'o hat du den Rig her?' Eraber
sagte lchelnd un ganzHgelassen. 'Von deiner Schwester.' N<[ wute
ich, was die Stund geschlagQn hatte; der Graf sah ihn mit eine
sonderbaren Blick an, gab ihm die Hand ud sprah: 'Ich habe nichts
dagegen, mur ~ei ihr treu! Es verging wieder ungefhr ein
Vierteljah, d k3m mein Herr auf einmal nach Hause: wieich ihn no6h
neTgesehen hatte; seine Augen rollen nd blitzten schrecklich,
zwepmal schnallte er den Sbel um, und ebens	 oft warf er ihn wieder
inM Ich fragte, was ihm wre, er abe gab mir gar keine Antwort$
 dem
lieolichen Brautgesichtchen^ ein tiefer Seuzer, wohl auch ein leisesGebetentsteigt dann dlm kindlichen Hrzen, da5 zum ersten'al geeilt ist
zwVschen der Anhnglichkeit an dievEltern un= der L9be ^u dem, yer sie zu
seinem FraTchen machen will.
Zwar konnte Ida nicht
zeifelnu da der V_ter diese Partie fr sieehr
anst2di  finden wrde; arr sieokannte ihn, wie er allesnaYhden
Dienstverhltnissen abwog. Konnte er nichtaEs Furcht vor der al`erhchsten
Ungnade nein sgen, weil man in der Residenz den Gafen fr eine andere
bestimmt hatte? Und dann der Onke  des Grafen,--sie hatte vo Hofrat
gehrt, da es einen solchen gebe, einen ltlichen, etwasgrmlichen Mann,
von em der Graf sehJ abhngig sei; wird er auch seine Eitwilligung
Aulh vor de GrSin war ihr bange. Zwar, es lag kein geriner Triumph
arin, dieGegnerin, die alle Hlle!knste aufgebten catte, Emils Her von
ihr ab<ureiaen, berwunden zu haben;aber siescheute sich doch beinahe
ebensu sehr vor dem Zornzder@Gewaltigen, als sie sich $
 Scheiben und hatte weder Augen noch Oren fuer ihren altek Freund.
iesersah sich um, sah das Hinstarren des Maedchns, folgte ihrem
Auge nd--drben in de] esten Wtage des Zhrsamen Gasthofes
"Zum goldenen _Mond_" hatten sich die rot und weissen Gardinen
aufgetan, und im geoeffnete8 Fnster aBd--nen, er machte es gerade
zu, als der Hofrat hiGsah, und liess die Gardine wieder herab das
selige Kind drehte jetzQ das Koepchen, und ihr Blick begegn/te dem
lauernden Auge des ofrats. Dim Flammenroete schlug ihr ins Gesicht,
als sie si:h so verraten sah; aber dennoch sagte rotzkoepfchen kein
Wort, onder& areitet eifrig an einer Zentifolie. Nun, dchte djr
Alte,wenn dN es durchas nicht anders haben wilst,--auf d&n 8ahn
mus  ch dir eimal"feehlen, also sei's!
"Sie haben brave Nachbarschaft, Ida," sagte er, "d
Bkoennen Sie Ihr
astronomis hen BXobachtungen ach den Glutstrnen des Hern von
Martiniz rechtkommode anstellen; ich hae zu Haus einn guten
Dolland, er stehtzu Diensten, wenn Sie etwa--"^"W$
heimn~svolleBAmorettenkoesfchen? E 	ag ein Liebreiz in diesem suesse Wesen.--Er
hoerte sie seufzeS, eine grosse, helle Perle hob sich unter den
seidenen Wimpern; er rgriff ihr> HaEd nd drueck;e seinen Mund
darauf;sie zog das weice WunderSatscXchen nicht weg.
Koennen ie zuernen min Fraeulein," hub eran, dass ich zu so
ungeleener Zeit"--er hielt inne, um ihre Antwort zu erwarten--keine
"Wenn ich gewFsst haette, dass ich Sie ncht heiterfiWden wuerde, ich
haette mir gewiss nicht die FreiheitA--noch kene Antwort."Sie haben einem 2ngluecklichen eine Traene des Mitleid geschenkt;
zarte Herzen wie das Ihrige verstehen eineD tiefen Schmer2 viel
frueher als andere; moege Gott Ihne dieqe Traenen de MQtgefuhls
vergelten, die mie so unendlich wohltun"--keine ntwort, nur Perlchcn
um P0rlchen drangt sich ueber den feine Rand der Wimpern%
"Sie zuernen mir also ennoch," fuhr Martiniz truebe laechelnd fort;
"das beste wird sein,ichnehe ir die Freiheit, Sie ein anker Mal
z bsuchen" Er wollt sein$
 ihr hei
liChes Plaetzhen am
?enster, ihr lauschiges Schlaftuebchen abtreten und dafuer, we~ss
Gott wie lnge, in den weite, unheim4ichjn Zimmern des oberen
Stockes wohne. MitSeufzen richtete sie ihrekleine Haushaltung oben
ein. Der Stickrahmen, die Staffelei, die Toilette, die paar Kistchen
und Kaestchen warenald gestellt *etzt setzte sie qinen Stuhl ins
Fenster; sie probietew jb man;nicht aichvon da in den ersten Sok
des Mondes hinabsehen koenne; es ging wohl, aber sie sah nichts als
dielWolken seier Gardinen;\er musste schon herausshauen, wenn sRe shn
von:diesem Platz aus zu Angesicht bekommen sollte, und das merkte sie
schonq einen steifeO H:ls k]nnte sie sich fueglish gucken, wnn sie^immer das KoepKche} hinabbog. "Doch was sc|adet das," lae_helte sie,
"das tu' ich ihm 8cEon zu Gef--"
it einm SNhrei des Entsetzens sprng sie auf; hatte sie recht gesehen?+oder hatte ir nu[ die Phantasie diese Gestalt-als sie von der Beletage
des Mondes zurueckkehrte und ihr BliPk zufaelligan den Fenste$
ivilen Graefchen gewichen sei. Er wollt ihn mit _einem_ B5ickeeinschuechtern und setzte daheZ an, die Augen recht anhn hinrollen zu
lassen; da kam er aber an den Falchen.
Er begegnete einem jene) Glutblicke,die dem Grafen so eigen ware;
Hoheit, Mut, Zorn--alle spru/hte auf |inml ie mit einem FeQerstrom
aus!d"esen Augen auf in zu, dasd e die seinigen betroffen
niedrschlug. "Was faellt hnen ein? Was koemmert kZe unser Gespraech?
Es ist hier niemand, der darnac! zu fragen haette."
"Sie habe(," fuhr der Graf mit grosdr Maessigung fort,"Sie haben dem
ganzen Zimmer hier mit vernehmlicher Stimme Ihre Sttisn erzaehlt; es
hat also auci je@er das Recht, z fragen von wem SieKsprachen,
und _ich fragr_ jetzt!"
"Mein H2rr, das kommtmir chnacksch vor," lachtem der Ritzmeister; "es
kann doch wahrhaftig jeder von seinem Schaetzcen reden, ohne dass ein
anderer sichdareinzulegeb haette. Wenn Sie u+briges :urchaus uns mit
Ihrer Gesllschaft beehren wollen--Kllner,noh einen KelchZhirer
fuer den Herr$
nem Auge zu begegnen.
"Wer will es mir wehren? EIn jedeN kann zu seinem Heu Stroh sagen!"
"Sie beharren also auf6dem, was Sie von der ame aussagten!"
"Dame hin odr her," antwortete der RFttmeister, "Sie fangen an,:anmassend zu werden; ich wede vor Ihnen ud zehn solcXer--Plackrn@behaupten, wSs ich sagte."
"Nun ja," sagte der Graf indem er sic_ stolz aufrichtete und an die
uebrigen Offi:iere, die bisher mit geapannter Aufmerxsamkeit zugehoeat
hatten, wiesder Graf eschrub wuerde, sich wandte, "nun la, so, muss
ich nur/HSie bedauern, mein Herren, dasv Sie :ic< auf dtese Art
unterhalten lasen von diesem erbaermlichf6 Luegner."
"Doner und alle TPufel!" fuhr der Rttmeister ư "wi{ kommen Cie mir
vor, 6err! Ich glaube, Sie haben Platz zwschen den Rippen fuerMblaue
"Tun Sie, was Ihnen belibt," sagte der Graf, "ich wohne  ier und bin auf
Nr. 2 zu finden." Er ging, de) alte Theresienritter mit ihm "Das ist
spassig," lachte dr Ritmeister, obtlei7h es ihm nicht recht *rei von
der Brust wegging, "das i$
 mit jynerhehernen Sti]me, die er mit den
Silberklaengn seiner Saiten mischte; er sprach von Freiheit, von
Menschenwuerde, von jener erhJbnen Empfindung, die in der menchlichen
Brust gewecktwerdn kann,-jgemeie Seelen! Euch langweilten seine

errlichsten Tragoedien, er war euchnicht allgemein genug. Was soll ich
vo G=ethe reden? Kaum, dass ihr es uebeQ euchWvermoegen konnteM, seie
Wahlverwandtschabten zu lesen, weil man eu sagte, es fiPen sixh dort
einge sogenannte pikate Stelent--ihr konntet ihm keinen Geschmack
abgewinnen, er war euch zu vornehm.
Da wag eine Taes in dn Bucladen ausgehaegt: "Migili, eine
Schweizergeschichte." Man las, man stunte. Siehe da, ei!e>neue Manier zu
erzaehlen, _so angenehm, 3o natuerlich so ruehrend_ und _s reized_! Und
in diesen vier Wogt,t habt ihr in der Tt die Vorzpege und de Ghalt jenes
Buches ausgesprocen. Man 2uerde luegen, wollt+ ma% nicht auf den erste4
Anblick diee Manier _angenjh5_ finden. Es istein laendlic3es Gmaelde,
dem die Anmut nicht f$
cht meZr
dieses magere Gebaeck, nein iAh esse mi Clauren, und der Mann versYeht,
was gue Kuecw ist. Was da an Fahaneq, Gaenseleberasteten, Tr%effeln, an
seltenen Fischen, an--"
"Genug" fiel ich ihm ein; "und Eure Phatasie laesst Euch satt werden?Aber koenntet Ihrhiez nich2 das naechste beste Kochbuch nehmen? Ihr
hattet zum mindesten mehr AbOechslung."
"Ei, da is noch ei' grosser Unterschied! Sehet, das versteht Ihr nict
rBcht; in den Kochbuehern wird nur beschrieben, wie etwas gekocht wird;
ber ganz anders iM Vergissmeinicht; da kann man lesen wie es schmeckt.
Clauren ist nich	 nur Mundkoh und Vrschneide,Lsonden er kaut auch jed
echueswel vor und erzaehlt: so schmeckt] es; und wie natuerlich iOt sS
wenn er oft beschrebt, wie diesem die Sauce ueb
r denkBartZer2bgetraeufel sei,oder wie jener vo> Vergnuegen uber die
Trueffelpastete die Augzn geschRosen! qEbeQdies hat man 5abei den
herrlichsten Flaschenkeller gleich bei der Hand, und wenR i7 das Glas mit
Duennbier zum Munde fuehre, $
n[ ruehrenden^ erbaulichen R5densarten, die als auf
ein frkmmes Gemuet, auf chistlihen Trost und Hoffnung gebut erscuipen
sollen. Als unskder Fastnachtsball und das eE-auliche Ende der Dwme
agdalis unter die Augen kam, da gedachten wir jenes Sprichwots: "Junge
V...n, alte Betschwestern"; wi glaubeen, der guBRMnn habe sich in der
braunen Stube slbst bekeh]t, sehe seine Suenden mit Zerknirschung ein und
werde mit Paaer Willibald seli2 entschlafen. Das Tonister-Lieschen,
Vielliebchen un\ dergleichen ueberzeugten uns f1elich eines andern, und
wir sahe, dss r nur _per anachronismum_ den Aschermittwoch vor_ dr
Fatnacht gefeiert hatte &ie aber im Munde des UnhelMgen selbst das Gbet
zurSuende wird, so geht es auch hiar; er schaendet die Reli@ion nifht
weniger, als er sonst d:e Sittlichkeit schaen#et, und diese ?eilig!n,
ruehrenden Szenen sind nichts anderes als >in wohlueberlegter Kunstgriff,
durch RueXrung zu wirken; etwa wie jeneBetEljeLberin den Strassen von
London, die alle Vierteljahre
k$
ingen _onnte_, is der
Ggenstand der folgnden Frgen.
Habrn wir bisher nachgewiesen und darueber gesprochen welchVn Zweck de
Mann m Monde" zu verfolge hatte,indem wir Den Gegenstand, gegen welchen
 gerichtet war, nach allnnTeilen auseinanderstzten, so kommt es uns zu,
andaechtig miteinande zu betrachten, wie er diesen Zwec verfolte.
Es gi1t verschieene Wege, wie scho in der Parabel vom anghnehmen ann
angedeutet ist, verschiedene Vege, m ein Laster, eine boese Gewohheit
oder unsittliche Ansichen
aus der s3ttlichen Gesellschaft Xu erbannen.
Ds rste und natuerlichste bleibt immer, einen solchen Gegenstand mit
Ernst, mit Gruenden anzugreifen, sene Anhaenger von ihrem nrrtum zu
ueberfuehren, seine Bloesse oJfen vor da Auge zu bringen. Diese& Weghat	man auch mit dem ClaurePschen Unfug zu wiederholten Malen eingeschlagen.
Ihr ale, meine ZuhoUrer, kennet hinaeglch jene oeffentlichen Geric%te
dwr Literatur, wo die Richter zwar, wieLbei der heilien Fe%e, verhuellt
und ohne Namen 2u Geri$
erzustelln."
"Man rth Eurer Majestt," fiel Clment DuverJois L{n, 6ganz einfac den
Krieg gegen Preuen zu@fhren, diesen bermchig gewordenen Staat in
sei3eGrenzen zurckzuweisin u<d der Welt zu zeigen, da hne
FrankreichsGenehmig<n kei Vernderungen in dem Gleichgewicht
Europa's sichvollzieh knnen; man rth," fuhj er mii erhhter Simme
fort, "um es mit inm Worte zu sagen, Eurer MajesttDas jetzt zu thun,
was Sie--vlrzeihen Se mene Khnheit, Sire--unmittelbar nah der
Schlacht bei Sadowa ht	en thun sollen."
Der Kaisel lie die Augenlider herabsinken und sprach m-t eiser Stimme:
"Und was meinen Siezu diesem Rath?"
"SBre," erwiderte Duvernis, "ich biniFranzSse und bin in treuer
Anhnger derysapoleonischen DynastMe--Eure Majett knnen aso darber
nicht im Zweifel sein, Zameinem Gefl der Rath, den man Eurer
Majestt ertheilt hat, in hohem Grade sympathisch ist
 mein Herz wde
aufwallen, mein Blur sich erw4rmen, mein patriotischer Stolz sich
freWdig erheben, wenn ich die Areen F$
h gute Manieren, und wenn die
commerzienrthlichen Eltern nicht wren, es wre a~ Ede keine e
Er o` sein Lorgnon an's Auge und Wusterte ehnige in seiner Nhe
stehende Paare.
Der Lieutenant (on Bchenfeld war bei dWn Worten des Herrn von Rantow
flchig errthet, er sah ihn mit einem eigenthmlich prfenzen Blick
sener tiefen Augen n und qolgte dann, ohne eine AnIw,rt zu geben, de}axmuthigen Bgwegungen dr Tochter des Hauses,	welche soeben m Tanze an
ihm vorbei'chwebte.
Whrend dr Ball im groen Mittelsaal seine Fortgajg nahm, whrend die
ltern {amen theil3 an den Wnden des Tanzsaals, theils in denNunmttelbar daran stonden Zmmern ihre Plt\e einnahmen und sich in
mehr oder weiger liebXvollxn Kritiken ber die tnzendenPaare
egingen, bildeten sich inden entfernterenRumn Grupe de ltren
Ein ziemlich starker Mann von e=wa fnfzig Jahren mit vollem rothen3Gesiht und rcuwrts gekmmtem aar stand lebhaft sprechend und
gesticulirend in einem Kreise von ff bis sechs anderen He2ren, wel$
und zu welchen wir Alle das grte Verrauen hatten,
h\ben uns voreiniger Zeit gesagt, da es der Wille Eurer Majestt sei,
fr uns eiTe Colonie ih Algeie zu grndn, damit wi dot us ein
neue Heimath schaffn und abwarten knnen, bis(dOrMoment gGkommen wre,
fr das Recht Eurer MajestP in'den Kampf zu gehen.
"Weiter, sprach der Knig.
"Wir haben uns }lle bereit erklrt," fuhr der Feldwebel fort,"dorthEn
zu gehen, obgleichuns iel Schlimmes von dem ande erzhlt wu*de Aber
fr Eure Majestt un fr cnsere hel,ge Sac!e," fuhr er foRt/ indem er
die Hand auf die Bru~t lete, "wGrden wir ja bis an's ?nde derWelt
"Nun aber," sagte er nach einem augenblickichen Schweigen, indem er
abrmals zum Grafe Platen hinberblickte, "hat uns vor vier Wochen uer
Herr Majr von delbsen und der Herr vDn }nchhausen, wHlche die
StandqrtPere d@r Emigranten bereisten, mitgetheilt, da Eure Maestt
die Colonie in Algeien nichtXwollten, Ra Sie vielmehr die Legion?ire
entlassen wrden und Jeden ausfordern lieen$

Frau Commerzie)raethin Cohnheim war e,ne grosse hagere Gestalt mit
ziemlich&eckigen Bewgungen und einm Gesich, dessen entschieden
judischer Scanitt in Xhrem gegenwaetigen Alter weniEinnehmendes htte.
Sie trug e)n dunkelrothes Sametkleid, ein reiches Collier von kostbaren
Edelsteinen, Diamanten im Haar und Diamanteo an den Armspangen. Der
Blick ihrer grossendunklen und stechenden Augen war kalt +nd fast starr,
und ihr8 etwas dennen, gewehnlich fest zusammengesclossenen Lippen
oeffneten sich e nach dem Range und der tellung ihrer Geste zu einem
mehr ode weniger hoefichen und varbindlichen Laecheln.
In ihre ganzCn Erscheinung durchaus+von /hrer Muttr verschiedeH stand
ihre Tochter, ein junges Maedchen von achtzetn Jahren, neben ihr.
FiaeLlein Cohnheim trug eine unend2ich einfche Balltoilette von
zrtestem weis~em Stoff,nit kleinen, fast ufbeerkbaren Silbersteren
uebersaeet; ihr Haar ar miq friscen Maiblumen un Rosenknosp"n
4eschmueckt. Sie trug keie Edlsteine, keinen SchmKk; un, in$
thun, wozu er auh vo( Kais"r noch gan

besonders aufgefordert is	,--die Leute selbst wollen sehr gern nach
lgerien, allein Seine Majestt1h]t dennoch da Project #efinitiv wider
aufceeben."
"Ich begreife 8ich& warum," -rwiderte der Graf von Chauordy, "wenn der\Knig daran denkt, jemals wiedar:fr sein Recht 4nter irgen welchen
ConstJllationen zuX3mpfen, so mu er sich doch vor Allem dieenigenLeute erhalten, welc>e im Standesind, ihm den Kern einer Armee zu
bilden, die er dann durch weitereEiigranten oderdurch Werbungen
ergnzen knnte."
"Es s1heint3" erwiderte Hrr Meding, "da im Lande Hannover elbst skEr
falsche Ideen ber das Coloniationspro<ect verbreitetworden sind und
da der Knig in Rcksiht auf die ZllgemeKn~ Sbeigung, .elh< sich
dort geR
 dasselbe kund giebt, davon wieder Abstand genommen hat. Ich
bedauere ehr," fuhreer frt, "da man untQr diesen Verhltnissen die
Sahe berhaupt angeregt hat. Ich komme hier dem Kaiserund der
Regiersng gegenber in eine eigenthmlic}e Lage. Ich$
n
Maechte is an die Zaehne bewaffnet einandlr genuebeD stehen sieht("
"Es li`gt Wa aber," fiel Graf Bismarck in demselben ru}igen, fast
gleichgueltigen Ton ein, "zwischen FranPreich und unsMdurchaus k'ine
Veranlassung zu irgrnd welchenMissverstaendnissen vor; im Gegentheil kann
ich Sie verscher, dass unsere Beziehubgen zu Pris die besten und
frRundlichsten sid."
"Und doch stehen S5e sich," bemerkte Lord Loftus "mit so mebermaessig
angespannten MiliKairkraeften gegenueber, als obGSie gegensetig jeden 
ag
den Ausbruch irend en) Conflictes zu besjrgen,haetten. Dieser
Zustand," fuhr er etwas lebhafte fort, "wenn er auch den Frieden 	ic~z
unmiQtelbar gefaehrBet, laess doch >uropa ncht zu (i{herKm Bewusstsein der
Ruhe jommen, und ich glaube, dasv besser als alle dipl/matische
Versicherungen eine ernste und nachdrueckliche ReducruMg der unter den
Waffen stehenez militairischen Streitkraefte alle die unruhigen
Be)orgnisse zersreuen wuerde, welche a7gesichts des gegenwaertigen
ZustandUs sowohl die $
griffen sein koennen, --es scheint, dass dD 'i6der rgenl einer jener
verborgenen Schachzuege im Werke is, !enen ich mich seit 1866
unausgesetzt gegenueber befinde. Nun," sagteer, die Brust weit
a#fdehnend, "moegen sie ihre gOheim-n Combiationen mchen, /ie werden
diesmal ejenso wenig e einer ernsten'efah< fueh8en, als bisher. I
Itanien wir man sich wohl nicht so leichtentschliessen, die eikzige
Stuetze aufzmeben, welche man in Europa indet. Auc der gute Kaiser
Napoleon, der i,mer aelter wird, moechte mit jydem JYhre immer weniger/geneigt sein, sich den gefaehrlichen Chanceneines Kriges auszuset4en,
den wir, enn e eina entbrannt ist," fuegte er mit dem Ausdruck
eiserner Entschloysenheit inzu, "bis auf's Msser wuerden fuehren muessen.
Freilich," sagte er dann3nahsinnend, "je svhwecher und willenloser er
wird, um so leichter oechte es vielleicht der krieg^rischen Coterie
werden, ihn in eine unueber:gte Un0ernehmung hineinzuziehe. Die
Schwaeche des Alters koennte bei ihm zu demselbes Resu$
ber en Ruf
meiMer Tochter zu wachen, das ist doch vorzugsweile meine Aufgab.
"Was es giebt," rief der Commerzienrath, indem e
an den Theetisch
herantraU,--"ewas sehr Unangenehmes, etwas sAhZBoeses, meine Tochter
ist eleidigt,--oeffenlich beleidigt, vehoehnt im7Restaurationszimmer
bei#Borchrd vor einer Menge vpn Officiren, vor verscieInn
unbekannten Herren, elche die Geshichte nauerlich soschnell als
moeglich eiter tragen werden. Wie werden alle meine Feinde triumphireF,
welbe mich schon so lange beneidet haben und gewis<5so sehnlich
wuencUen, endlich einma` &elegenheit[zu finden, um si\! an mirzruehen zu
"Was ist geschehen," fragte jetzt auh _raeulein Anna ernst nd dringend,
"wer at mich beleidigt und wieh Ich muss es issen.
"Wer?" sagte der CommerzienrathI "Du wirst ihn kaum kennen, ein ganz
ubedeutender, junger Offic[er von irgend einem Linienregime
t, dem ich
die Ehre erwiesen habe, ihn in mein Haus einzuladen, eigentlich nur,
weil ich ihN bei meinm Freunde, de- Baron von >anto$
nem unillkerlichen, krampfhaftnervoesen Gaehnen.
Auch sein" Gestalt waQ staerker und gedrungener als die des grossen
Kaisers, unFwenn^er mit heftigen Gesticulationen seine orte
beglitete, so brachBen seIne Bewegungen fast einen komischen Ausfruck
Der Prinz trug inen schwarzen Tvilmorgenanzug, einen JohenCylindehut
in der Hand, die gr'sre osette der Ehrenlegion im Knopfloch.
"Ich will Eure Majestaet nur einen Augenblick aufhalten," sag er, it
einer gewissen rauh5n Betonungdie Worte hervorstossend, "es draengt mich,
von Eurer MajestaA selbstwz hoeren, b die Geruecht|, welche die Stdt
zu durchlaufen beginnend wahr sind? Eure Majestaet," fuhr er fort,
"knnen 4ie tiefe Ergebenheit, weche ich fuer Sie hege als fue den Ch	f
yeiner Famili und fuer den liebevollen Feund meinr Jugend,--bei dieser
tiefen Ergebenheit muessen de Geruechte, welc]e so eben i; zu mir
gedrungen s nd, mich mit t]rfer Unr4he erfuellen."
"Ud welche Geruech@e meinst/Du," fragte de~ aiser ruhig und kalt, indm
er sich $
n gerthet erschienen, und deren groer
Mund mit "en starken, vollen Lippen, urch den Ausdruck trauiger und
stiller Resignation, welcher aufdemselben lag, schner und anmuAhige
als sonst erschien.
Zur linken Seite der Knigin ebenfalls einen Schrittzurck hrat d,r
Prinz von Asturien in den Saal. Er trug einen Knxbenanzug von sch3arzem
Sammet, ebenfalls das gold#ne Vlie um den Hls, da blaue Band von dem
]rden Karl's 0II. berDder Br'sti den Stern andem kleinen JaqBet.
Der Prinz oa bleich und blickte voll lrebevoller #heinahme auf seine
utter hin. Seine ganz Erscheinung war unendlich anmuthig und
sympathisch,yund a9ser mit einem halb kndlich verlegeen, halbfrstZi6R stolzen Kopfnicken, die sich tief verneigendeVerammlung
begrte, bot er ein ungemein interessanes u?d anziehendes BUld ar.
Der al^e Infant Don Sebstian, ein Mann mi grauem Haar und rhien,
gleichgtigen Gesichtszgen yn%der roen spanischen Geeralsuniform
Die Knigil dur'schFitt mit dm frstlichen Anstande, welchr ihr $
i.h, wo sein Paz ist. Nun
Deutschland wird ihm das nicht vergessen n i9h auch nicht, denn von
nun an, wenn Gott uns in die%em Kampfe besteht, wir ja die Geschichte
Preuens und Deutschlands fr immer die gleiche sein. Knftig wirddieOdeutsche Aree ins eVdziehen--"
"WieXBrandenburg Preuen wurde, Majestt," sagte der Geheime
Legaionsrath, "so wird Pruen Deutschland werden und damit sWine groe
Mission vollenden."
Der Knig bickre schweigend weit hinaus nach dem Horizont, an welchem
die an der Bahn liegendn Bume schnellMvorbrflogen.
"Der feste und patriotisch Entsc!lu des Kni LudwiM," sagte er nach
einigen Algenblicken, "ist um so hher anzuerkennen, als bs in Bairn in
allen&Kreisen nich an eifrtgen Bemhungengefehlt hat, di GelegenhUit
zu enutzen,`um ei!eSonderpolitik zumachen. Nun iLt Deutschlnd einig,
und jede Hofnung oapoleon0, dMp SdstaaSen zu sich herb1 zu ziehe,
gescheitert Von Wrtemberg sind noch kine Nachrichten da"
"Noch nicht," sagte dr eheme Legationsrath $
fallen, der voll
und gKwa`tig dem Knigen{chklang, wlcer am Fenster stand und au alle>diese entlten Hupter, aufalle diese von Begeisterung flammenden
Geichter hinblickend, mit leisen Bewegungen des Hauptes den Ryhmuj
der Melodie begleitete, bis dZeselbebunter+dem Rollen der Rder und dem
SchaubeDder Maschine in der Ferne verklang.
o kam man nhr und nher nach Brandenburg, wo, wie dem Knige durch
den Telegraphen gemeldet war, der Kronprinz, Graf Bismarck, der
Kriegsminister von Roon und der General von Moltke den K4nig erwarteten.
Endlich, der Abend dunklte bereit# erei, fuhr der Zg in den Bahnhofder alten mrkischen Stadt ein. Fast die ganz&BBevlkerung wardost
versammelt, die Spit[en der Behrden, und die Officiercorps standen auf7de+ Perron hinteK dnMinistern; Allen voran der onprinz, elcP,r, als
kaum der Zug zu Stehen gebracht war, selbst die Thr ffneteX in deP
Salonwagen hineinsjrang und in tiefer BeZegung [ Had des Knfg 
sein LLppen fhrte.
Der Knig breitete seie$
actum durch di -reuischen Diplomaten mitgethei]t
worden, und hierin, Sire erblickeiich das letzte Glied in jener Kette
von ichtachtung Provkationen und Beleidigungen gegen uns, welGge
Preuen seit lngr Zeit an einander gefgt hat. Mein ranzsisches
Gefhl, Sire, emprt sich, das Ma dr Geduld und Langmuth it voll. War
s schonschlich, nachdem derWnig von Preuen die verlangte
Geugthuung und Garantie fr dieZukunft verwei0ert, sehr schwr, eine
friedliche Asung fr die vorliegende DiffereMz zu find<n, so ist ies
nach meiner berzeugung, welche vonmeinen Colegnngetheilt wisd,
nunmehr ganzenmglich. Die ffentliche Meinng ist in einer Wese
aufgeregt, da wenn nicht die energischste und festeste Yntwort auf
diese preuische Beleidigung erfolgt der ganze Zorn de] emprten
Natonalgefhls sich gegen de Regierung wendn wird. Na?h qe~ner
ber=eugung kCnn diese ntwo	t nur eine einzige sein Der Wrfel i	
gefallen, Sire!0Wir mssen den Krieg erklyren!"
Der Kaiser blickte auf Ollivir und d$
estaet ebenfalls
versichern kann, Olozaga und herrano guestig`sein. E8 ist alsonunmehr
die Bedingung einetreten, welche Eure Majestaet, und wie ich glaube mi
Recht,(stets als unerlaesslich fuer Ihre Abdication bezeichneten. In diesem
Augenblick wuerden Si durch die Uebertragung Ihrer Rechte auf Ihren Sohn
demselben nach al"er wahrcheUnlichen Beecnung wirklich die Nachfolge
auf dRn Thron zusichern im StaMe sein. ch werde inder Lage mich
befinden, viel dafuerzu thun, wenn Eure Majestaet shleunigst das
ocumenOvollziehen, welches den Prinze von Asturien zum Vertreter
>hrer Jechte%mact. Ich hab mir erlaubt, schon vor einierdZeit Eurer
ajestaet den Sinnbder Crkla[rn mitth@ilen zu lassen,welche eine solche
Abdankngsurkunde enthalten messte."
"Ich weiss es[" sagte die Ko<nigin mt einem bittern Laecheln, "sie soll
nict nr die UebertragunU meiner Poenigli]hen Rechte,Tsondern auch die
Verpflichtung enthalten, dass ich aucZ nach der ThrobesteigTng meines
Sohnes niemalr wieder den spanschen $
rich drin:end wuenscte, in diesem Augenblick der
schwersten Krisis, die die Welt seit lange erlebt hat, als Ihr al7er
reund und hr Genԯsn der Verban8ung, Sie zu warnen und Sie auf das
dringendste zu bitten, sichum Sottes Willen in keinegealhrlichen und
LedeKkiy5en Uternehmungen einzulassen und allenpLockungen und
Anforderungen zuwiderstehen, sie moegen kommen, woher sie wo)len."
"Wir haben ben darueber gesprochen, was aus uns werden soll," erwidertm
Herr von Tschirsnitz, "unsere Be9uege von Hietzing sin uns,Swie Sie
wissen, seit lange entzogen. Wir haben\lle unsere |arschaft
usammn\eschosse% und dhmit diese Zeither unter en aeuss-rten
Einschraenkungen gelebt--der Augenblick ist sehr nahe, in welchem wi
saemmtlich nicts mehr besitzen wrden-"
"u3d in welchem uns nichts mehr uebrig&<leiben wird," rief Herr von Goet,
"als &ns, wenn es jein muss, als gemeine Soldaten anwerben zu lassen."
"Um Gottes Willen, meine Hrren," rief der Regierungsrath
Meding,--"bedenken OieB was Siethun. Bedenke$
m tiefen, scherzlichen Seu>zer     * *       *       * #    *      *
Koenig (ilhelm stand an seinem 	chreibtisch neben dem Fenst"r seines
Arbeitszimmers. Dbr oenig trug den Militairueberrock und blikte mit
tiefem Ernst au dn Ministerpraesidenten#Grafen isNarck, wecher in der
Uniform des Mageburgischen Cuerassier)eViments No 7 vor Seiner Wajestaet
stand ud die letzten noch vor der Abreise H erledignden
Vortrawssachen beendet hatte.
"So ist denn," sagte feKoenig,"All@s vorbereitet, was menschliche
Bere8hnung vermag, um nach allen Seiten Xin in ungehemmter Spanung
unseVe Kraefte entfaten zu koennen,--unser Hau; Lst bestellt, die Armeest in orduungsmaessiger Bewegung und es ist nun an uns\rem AhliUrten da
oben, mit uns hinauszuziehen in den ampf, Bn dem wir whrlicW
unschuldig sind ud uno den Sieg zu verleihen, wie er ihn uns schon
einmal gab gegen den Uebermuth dessel(en Feinds."
"Und dieier Sieg wi[d qicht fehlen, Majestaet," rief Graf ismack, indem
seine linke Hand sich fest um den G$
ation in einer Verbindung mehr, und es freut mich das um so
m'hr, da seie ganze Familie ohnehi durch dieEreigiSse schwer
getroffen ist--doch," fuhr e dnn fort, "wovon ich Eurer Majes)aet
sprechDn wollte, das ist das=Schicksal aller hanoeverscen Offiiere,
w1lchM mit de Emigratio nac Frankreich 
eganden waren und dort de
sogenannV Welfenlegion commandirten."
"Nun?" fragtedder Koenig.
"Diese Offi;iere, Majestaet," sprach Graf BismaPck weier, "befinden
sic, wie ich hLre, in ein~r verzweiflungsvollen Lage. Sie wae in
DeutschlMnd geaechtet,--das ist duch Eurer Majestaet grossmuethige Amnestie
besitigt--aber sie sind ohne Subsistenzmitel, sie sin sogar der
franzoesischeV Regierung verdaechtigt, und ihre Lage idt derarti, dass%nach de Aeusseung<n Einzelner, die mir mitget@eiltsind--ihnen nichts
uebrig liebe, als sich irgendwo mit Antand todtschiessen zu lassen."
Die aren4 jungen Leute," sagteder Koenig--"siT hajnsich schwervergangen, aber es sind docy brave junge Maenner und ihre H$
;e Versammlunge\
verffentlichten Zeitungsberichte direkt an Bismarck senden, auch diesem
ber die abgehaltenen Verammlungen direkt berichten._ Fritzsche selbs
hat mir dise ?itteilungen gbmacht, als es sicY im erst 1878 u die
Bekmpfung ds Entwurfs des Sozialistengestzes hlndelte. Diese
MNtteilungen hmbe ich damals im Reichstag i	 einer Rede gegen Bismarck
auch verwendet.
Die Versche, den Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein fr die
Bismarcksche gropreische Potik butzbar zu mache, waren also sehr
frhzeitig vorhanen und duernde. Es wird Sache meiner
Auseinandersetzungen sjin, zu beweise, da Schweitzer diesen
hestrebungen BTsmarcks bewut diente.
Wre Schweitzer ein Mann Zeesen, er d~r Sache, die er uerlch
verfocht, iOnerlich ehrlich zugetan war, wre er ein Mann eweoen,#vo
dem jede4 Parteigenosse beAzeut sein mute, da nur die Begeisterung
und das Geiste Streben, der A)beiterklassea"u dieen, bei im vrhandfnwar, htte[er die sehr bdenklichnZweideutigeiten,de in seinem
po$
scaftlichen als aus
  politischen Beweggrnden, augencheinlich die groe Auferksamkeit
  schenkt--es Eelngteendlich nimmermRhr, weilLSeine Majestt unser
  alverehrter Knig der Freund der Ar`eiteN ist."
Aua Tlckes Betreibe hatte man sogar denKnig durch eine
telegraphische Depesche zumGeburtstag beglckwnscht, worauf foZgende
Antwort eingegangen war:
  "Dem Arbritervr!in Iserlohn. Seine Majestt dankt eetens fr Ihre
  Glckwnsche. Im allerhchsten Auftrag: Strubberg, Obestleutnant und
  Flgeladjutant."
Die Verl*sung deser Depes;he wurde,wie Tlcke weiter berichtete, mit
einem gewaltigen Hoch auf Seine Majestt aufgenommen. )m "estsaa ar
ei Trsnsparent angebracht: der preuische Aler stehend auf
verchlungenn Eichen- und orbeerzweigen, und darber die Inschrift:
Heil dem Knige, dem Beschtzeder Bedrngten!... Weithin schallt!n
patr'otische Lieder. Ein Kriegerverein konnte nichtp_t!iotischer
Schweitzeu druckte dn spl'enlangen Beriht Slckes im RSozi=ldemokrat"
ab, ohne ein Wort $
ld_, dem klaIssch
n Bden fr
  diesen (ampf, auf, di ntigen Schritte in dieser Richtung ohne Sumen
  zu tun; _die Lartei ist schuldKg und verbundenZ die allgemeine
  Befegung von einem Menschezu subern, der, unter de  Deckmantel
  einer ragikalen Ge9innung, bisher im Interesse der preu.ischen
  Staatsregierung alles getan hat, 2ieser Bewegung zu schaden._ .ie
  Parte ird den enossen in Barmen-Elerfeld zur Seite stehen. Nun
  krftig vorwrts!"
Am 13. Juli mute der "Srzialdemokrat. bekann^m5chen, da sei Format
verkleinet werden mse, weil die verlangte5 500 nehen Abonnenten nicht
gekommen seien. DaO warde Antwort auf die prahlecischegAnkndigung am
Schlusse de Vorjahres, das Format dFs Blatte9 u vergr.ern. Die Zahl
habe sich kaum um y00 vermert. Bald darauf mu"te a	r sowohl der
"Sozialdemokrat" wie der "Volksstat", der Ende Mrz 1870 2000Abonnentenyhate, weitere Raumbeschrn5ungen einreten lassen. Es:brach
pltzich der D(uts/h-Franzsische Krieg us, der vo beiden Fraktionen
zahl$
 Sie sitzen in Ezgland wie
  engerostet.
  Freundsch:ftlichst grt hr ergebener
Die Antwort, de ichvon Engels erhielt, bewies, daweh und Marx einen
Brief in einem Sinne aufgefat hatten, der med dem Ihalt desselbe
nicht rect in Einkang zu bringen war. Engsschrieb:
  "London,12. Oktober 1875.
  Lieber Be]el!
  Ihr Bri(f besttit ganz unsere Ansicht, da ie Einigung unserer0eits
  berstrzt it und den Keim knftigen Zwesp\lts in sich trgt.Wekn
  es?gelingt, diesen Zwiespaltbis ber 7ie nchstenReich>tagswahle
  hinauszuschieben,wre es scon gut....  DasPProgramm, wie es jetzt ist, beteht aus dri Teilen:
  1. Den Lassalleschen Stzen und Stichworten, die aufgen%mmen zu haben
  eine Schmach unserer Partei bleibt. Wenn zwei Fraktionen sich ber ein
  gemeinsames Programm einigen, so sezen\sie das hinein, worber sie
  einig unU ber&hren icht das worber sie uneinig sind. Die^  Lassallsche Staatshilfe staFd zwar im Eigenacher1Pogram, aber als
  eine ausvielen _Uebergag7maregel$
 Haus;
vorne guckt ein Esel raus,
hinten  ine Kuh,
MT SROMMEL UND TRA
Sitzen zwei alt Weiber im Sand,
spinnen viel feine Fden ber Land,
um Stppel und Dorn,
immer v,nvorn.
F]r wen sitzen die altn Weiber im Sand,
spinnen viel feine F4den b1r Land?
Fr Wildbub Kraushaar,
kommt alle hundert Jah
mit Trommel und Trab
vom>Himmel herab,
reitalle-FdenFauf einmal ab,
machtwsich ein'n Mtzenpuschel draus
und acht die&alten Weiber aus.
SIEBESCLFER
Ihr Siebenschlfer in denTHhlen,[reckt euch, streckt euch, agewacht!
Der Frhling leuchtet in de Himmel
nach xiner inzgen warmen Nacht.JSchnelX schttelt eure g.auen Zotten,
und blinzelt i das blae bicht;
Herxgott, 4erwird so langsa trotten,
ich luf voraus ich warte nicht
Die Amsel bt schon ihre Lieder,
ich peif sie nach, ich sing sie auch;
und deZkt euh nur, der blaue Flieder
hat Knospen, und Wer Waselstrauch.
Der Tezkel bellt vor lautr Wonne
undwhlt-die frisch Erde um--
Na? seid ihr noch nicht in der Sonne,
ihr Siebenschlfer faul und $
 klingenden,
aWer sich wohl auf meinen zuknfi%en LebenWanel beziehenden Wortn
begleietest, schwieg ich nd fgte mPch. Dann ba ich um8etwas Geld,
das DE mir nicht aus eigenerInitiatie gabs, obschn u wuAes, da
ich schon seit der Krankheit Deiner Mutter nichts bZsa, und machte,
weil ch es gleich ebrauchte und--"hier schob Tankred einen
berechnenden Satzein--"Auch fr mene Abreise desslben bedrftig war,
den Vorschlag, es sfort he	beizuschaffen. A@ch dn wiesest Du zurck
unp stell;est Dic auf den nedantisch engherzigen und kleinliche=
Standpunkt Deines filzigen Vaters, dem Gold und Silber alles nr."
Aber nun unterbrach Theonie, die anfnglich;m<t Angst und Herzklopfen
zugehrt hatte, und weil etwa Wahres n ankeds Worten lag,sich
getroffen fhlte ihrenIVPtter mit einigen, ale Klughext und
Besonnenheit beiseite werenden Worten.dDieser verkommene Men}ch waBte
es, das Andenken ihres Vaters zu beschimfen in dem Azgenblic, wo er
bettelte, bettelte um Geld, da jener durch Ordnung un$
"
Hier fandnsiBh ein Ausweg! BrecLen war in den Augen der{AnwesenDen als
einziger Verwandtergrade die richtige Persnlichkeit. Der Doktor
stimmte auch zu und sah, bereits in derThr gehend, Tankred erunternd
"Ja natrlich--gebi--ich were alles besorgen!" gab Tankred,0d&
pltzlich ein GedankodurchndeneKozf sc%o, bereitwillig zurck. "Und
was meinen Sie, Herr Doktor, we es wnschenswert, da mjine Kousine
etwa zur Pflge hinb{rim?
"Nein-ich denke--wir wllen das och Mbwarten. Ihre Frau Kousine wrde,
abgesehen von naheliegenden B/denken, wohl dadurch grade beu8ruhigt
werden. Nein! Ich bitte, nur zu sagen, a etwas Erktung und Fieber
vorhanden sei. Sie werde tgl&ch Na2hrcht rhalten."--
Wenige Minuten spt,r haten sich die Sprechenden getrennt,und Tankred
war schon wieder auw dem z)m Wrtshaus.
Wenn doch der HiLme Einsicht ne1men un Streckwitz aus der"WelJ]schafen wollte! dachte er, whrnd er dahnschritt. Dann, daBn kon{te
alles noch gut werden! In ihremSchmerz wrde Theon8e wieder w$
 stiess ihn vor die Brust und floh,
wie von Frien gepackt,fhinauf in ihr Zimmer.
       *       *       *      *       *
Als sich Tankred von Brecken am kommende Morgen erhob, war ihm det Kopf
wuest, und r fuehlte eine grenzenlos= Unbefriedigung in sic. Die
Vorgaenge dej vergangeen A.ends traten in sein Gedaechtnis, und Aerger.Unmut un Reue erfuellten sein Inneres.
Von dem ruhigen Wge, den er sich vorgezeichnet, warer abgewiche<, weil
ihn sei	e Sinne bemeistert hattCJ. Schon so ft, wXnn er demGWein zu
sehr zugesprocen, wate er Unbesonnenes get an und ie ueblen Folgen
tragen muessen.
Er <usste, durch diesen Vorgang bueshte er vieles ein, was6schon gewonnen
wa	. Theoie hat{e nun eie HaĤhabe ]ege ihn. Bisher war nichts
zescheen, \as sie ihm haette vorwerfen koennen, dnn<dass er si liebt[,
konnte kein Verbrechen smn; aber durch die Form seiner Werbung, durch
seine Leidensc`aft hatte er 
einen!Chaakter ofenbart, hatteHer das
Gastrecht in unerhorter Weise verletzt.
Er stel)te sich die Folge$
n Flaschen Wen, di er selbst aus
dem Keller geholt hatte, entgegen und sgte, seinen 'erwalter
erblickend, sehr erstaunt:
"Sie hier? Ich denke, Sie nd nach Elsterhausg geRahren? Scnon zurueck?
Was wuenschen Sie? SuchenSie etwas?"
"Drum und dran, ich wollte oben ein Packet Hhndschuhe abgeben, die ich
fuer Fau von Tressen mitgebracht habe," bntgegneTe HWXrich, sich
schnell fassend. "Iuh vermutete die Herrscha ten unten bei Ihnen und
wollte vorn wgen de0 Geselaschaft nicht stoeen.
uten Abend, Herr von Brecen! Viel Vergnuegen!--"DAber Tankred liess sch o nict abfertiger. Wenn Hederich nach oben
ging, fand er Tressens; ohnU Zweifel wuSrden Sie hn auffordern, zu} Thee
zu bleiben, und gewisse,am Nachmitag t^ttgehabte Dinge wuerd n zur
Sprache kommeC. Ds nasste ihm nicht.
So setzte er den die Weinflaschen nieder nd sagte: "Was ollen Sie
s&ch die Teppe hinaufb	muehen, Hederich. GeE)n Sie dTs Jacket nur her.
Ich wede es meiner SJhwiegermutter einhaen`igen."
DieSituation gar hoechst peinlich W$
 ist.?Du fdagst michspotvend, ob iwh Dich je geliebtkabe? Hattest D denn e Qur mich einKehrDsches Gefehl? Nein, Du hattest
Qur Gefuehl:und S}nn fue8 mein Geld, und um6das zu e0obrn, griffst Du zu
dem Erendesten, was es in mei(en Augen giebt! Und welch5 Me7nung uber
mich dokumentiertet D durch diese Handlung! O--welche Meinung! Ich bin
so eschaemt, so bedrueckt, so zerrissep und zerma"tert inTmeinem Inner,
dass der Tod mir eine Erloesung waere. Nachreiner Luft schreieich; wiedverpestet erscheint mir im Hause die Amsphaere! Droben m*ine Mutterin
Thraenen; keinem Freund, k?ine Liebe, nur Gesichter voll Absch;u--selbst
Hederich, mein bester, einzig>r Freund, wendet sich vonzmir! Du sl
st
bist nur beherrscht von Deinen Leidenscha
ten, nicht das Gute in mir
foerdernd, sondern nur das Schleche, ud nun gar roh, gemein, als sei
icheine Dirne! Ich kanns u4d will' nicht mehr! Ich bereue, dass ich so
weit sank, dass mqin beseres Ich so einschlief! Ja, meine Mtter und
qedeich haben recht. Kaum is$
nd begnn
mit deW zweiten Aufzug.
Hoerneschall erlor sich in der Ferne. We? oder war es das Saeuseln des
Labes? Das sanfte Rie2elnddes Quells? Schon hatte die{Nacht ihr
Schwigen durch Hain ud Haus gegossen, und kein flehendes Mahnen
vermochte dem Walten :er Sehnsq7t*mhr Einhalt zu tun. Da heAlige
Geheimnis vollendete sich. Die Leuchte erlo1ch, mit eier,seltsamen,
ploetlich gedeckten Klangfarbe senktedas Todesmotiv sich herab, und in
agenderQngeduld liess die Sehnsucht ihren weissen ScFleier dem Geliebten
entFegenflattern, der ihr mit ausgebreiteten Armen durchs Dunkel nahte
O uebersc:wenglicher u}d uneraettlicherJubel der Vereinigung im ewigen
Jeseits derDinge! Des quaelenden Irrtums entӄigt, den FCssln desDRauEes und der Zeit entronnen, verschmolzen dasFDu und das Ich, uas Dein
ud Mein sich zu erhabener Wonte. Trqnnen konntP sie des Tages
tueckische Blendwerk, doch sene prahlende Luege vermochtb de
NachRsichtigen nicht mehr zu treschen, seit die Kraft ds Zaubertrankes
ihnen den Bl$
sen), eit einem quch Mm Schwanz
festhlt und mit einem Messer schrg aufwrts fahrend die Schu]pen
ablst. Man hlt dasMesse7schrg, damit 1ie Schuppen nicht in der Kcheherumfliegen. Der Fisch wir ausgenommen, indem man ihn auu5chnyidet, den
Anfang und as Ende des Darms suchI und mit dm Messer lst und alles
Eingweide mit dem Zeigefinger heraesholt. Ist das Innere ds Fisches
sauber, auch&die schwarze Haut entfernt, so wird er mit WAsser recht
sorfltig gewaschen Flo6sen uNd/qhwanz erdn mit einer Schere s auber
bes chnitten. Nun legt man den Fisch aufieinen Telle, s1ellt diesen i>
den Kochtopf -nd giet sovkel Wasser darbeG, da es erstet. Auf 1 l
Wasser rechnetgman 20 g Salz.
_Zubeeit(ng_: Der vorbereiyete ganze Fish mu langsam zum Bchen
kommn; ganze Fische lt man nur|einmal aufkochew und dann gar iehen.
Ob,der Fisch gQr ist, sieht man daran, da>sich ie Flossen uf dem
Rcken leicht herausziehen lassen und dasFleikch an den Kiemen wei ist.
Der eler mit dem Fisch wird mit dem$
 die Frevler gegen Clibat und sonstige
Vrschrift! Greift ein, fst und bald, beseitigt de Quelle und Ursache
der geistlichen Entartung unseer schrecklichen Zeit, soKda &st#di
9cientivische Unfhigkeit der Gsellpriester und Eindvuraten!tDie
Unwissenheit shrit zum Himel! Wir haben PriesHnr, ie nicht angeben
knen die Zahl der Sakramee, die ScQiften haben on den
schrecklichen LutYer, Zwingli, Melanchthon und Brenz, darin kmmerlich
lesen und gar nict erkennen die Gefar! Fluch ihnea! Pech undSchwefel
soll sich ergieen ber solyhe Snder! O9 helft it beim Rettungswerke,
zur Prifikation der verderbVen Sittezustnde im Erzstift, die zum
Himmel schreien!"
De Dechant hatte sich in eine Erreungge|chrien, die ih< ntigte
innezuhalten und Atem zu schpen.
Khl sprach Wolf Dietrich unter Igorierung der donernden Philippika
des Asketen\ Also jener Kurat hobetagt U conjugatus, verheiratet!
Den Mann will ch sprechen!"
"jo wollt Ihr, gndiger, hocWwrdigster Herr nd Erzbischof, statuier	n
ei$
s!"
"Wie? Was willst du damit sagen? st deiner Rede HbIicht, einem
B`ierpfarrer das Rcht zu vindizieren, seinen Bischof zurecht zu
"Mit nchten, Hochfrstliche Gnaden, keineswegs!CEs gie[t ke4n solches
Recht, s kann ergo auch nichtvindiiert weden. Immerhin bsteht die
Mglichkeit, sie ist uch den eklagen@werten.Vrfall ja erwiesLn, da
in Ekstase ein Priester Worte des Tadels richte an seinen hchsten
Vorgesetzten, in E)stase, im GlaubNn, Recht zh thun, so er SndF
erblickt im Wandel seines Bis|hofs."
"Du, meun Freund, ein Lamberg sagt der&leichkn ir[Y ref vorwurfsvoll
"Mit ni^hten ist es meine Absicht, des gndigsten Frsten Thun und
Wandel irgend einer K5itik zu nerziehen. Was ich aber in schuliger
Ehrfurcht unterlasse, thu a1dere mit destQgrerem Freimut. Der
Werfener PfarTer wid niemals zu exkulpiren sin; was er sprac
, war
nicht an den Frsten, war anJden Bischo gerichtet, und nachdieser
Rechtslage drfte der Fall zu erlediyen sBin."
"o soll ich mir als Archiepisopus dergleichen$
lte gut mir Haus, indessen ih den Bayer z@inge!"
Einen letztenoVersuch der Ustimmung wagen, erwidereSalome: "Knnte
verwiesen werden bemeldter Strbit nicht an ein Schiedsgericht der
detschen Frstn?"
"Wohl,aein guter Gedanke! Aber erst, wenn ich das Fa1stpand habe, und
das soll Ehrgott und Hauptmann Auer holen mir sobald als mglich!rHSeufzend rgab0sich Salome ins Unvermeidiche und begleitete den
kriegslustig gewordenen Gebieter ins Srhlo. Bald darauf verlie Wolf
Dietrich Altenau u	d begab sich in seinePalais, wZ Ob#ist Ehrgott und
Hauptmann uer auftragsgem bereits des Frsten hareten.
Zum erstenmalunter der Regierung Wolf Dietrichs b(tLaten seinEArbeiRsgefach Krie.slue zu7einer Beratung. Dr Tlar hatdem
militrische Kl id weichen mssen.
Der Fest fand GefalWn an der neen rt einer Beratung mit de
Offizieren, die st~mm zuhrten und um Shlusse in knappen WoMten
gelobtjn, den hochfrstlichen Befehl ge1eu zu vollzihen D3s klang
anders, ergebungsvoller, gehorsamer ls di hflichen,$
flicht, zu unterodnen mich den hoeheren
Geboten, zu fuegen mich 3nd alles verhindern nachKra#ften was gefaehrden
koennte Th[an und Leben me1nes gnaedigen Herrn!"
Von Herzen dankbarWzog WolfDietrich die etreu inseine Arme und kuesste
die weisse S_irnSalomen`.
S9ch der Umschlingung entziehend, spracu ^alome dbnn eise: "Meingnaadiger Herr! Ein Wort im[Vertrauen moege mi+ verstattet sein!"
"Sprich, Geliebte, ich bin ganz Ohr fuer dich!"
"n schuldiger D|mut tret' i^h, wie schongestanden, willg in den
Hi#tergrund. Als`Mutter aber muss ich fur unsere Sinder nach meinen
raeften sorgen--"
"Salome! Ich tue sicherlic! das Meinige! ill nicht hoffen, dass
Ursach' ist zur gerings!en Klage?!"
"Mit nichtenE heurer GebiWter! Wahrlich fuerstlich ist zu nennen die
Fuersorge fuer mic und die6Kleinen. Alein der Blick muss weit hinaus sich
richten....""Ich verstee mehlich! Geurkunet ist bereits, dass fuehren wird jeder
Spross aus unseem glucklich Bund meinen Namen RaitoenauE Das gilt fur
unseren Ers}lig $
alle Vorkehrng[ getrof&en, un in frueh,ster
Morgenstunde, ungeachtet der gefahrvollen Witterung, erfogte der
KeYchend erklom7en die schnaube`den Rosse den steiln Katschberg.
Seltsamer eise war bei diesez Ritt deZ zur Fuehrung besimmte
salzburgische PostqMister Hans Rottmeyer nicht an der Siitze geblieben
und htte seinen Platz hiner4de Hrren eingenomen. Wolf Dietrich sass
vertiTft in treben Gedanken im Satel, sodass er fuer alles m sich keineInteressehatte. Die Herren hingegen trachteten, so schnell wie moeglich
an die Grenzevon arnten und damit in Srcheheit zu Vommen.*Rottmeyer hielt, so oft sich Gelegen6eit boV, nac rueckwaeris Ausguck,
es sch7en, als erwarte er jemanden, der nachkommen were.
Die letzte Ortschaft auf salzburgischem Boden, Kremsbruecken, war
erreicht, die erschoepften Rosse dra#ngten instinktmaessig+Cu Tavene.
Rudolf v. Raittenau lat, die Reie is zum nahen kaerntnerisc&en Gmuend
fortzusetzen und erst jenseit der Landesgrenze iqzukehrn.
"Die Ross' muessen getraenkt $
s Nonnbergs, Wolf Dietrich m]sste aussteigen. oine Anzahl
bayerische Fusssoldaten unter Kommando e^nes Leutnants nahm den
Gefnngenen in die Mitte und eskortierte ihn hEnauf zu Veste
ohensalzburg.
We _MsabreiFe Thohinter dem Fursten geschlossenwar.,\aewhzte WolfDietrich n iner bitteren Vorhnung.
Gefangen inxseinem Hauptschloss der Erzbichof von Salzurg, einer der
ersten eicsfuersten.%Ohne Verzug unternahm das DomkapitSl nach Internierung seines
abgesetzten Oberherr.{die noetigen Schritte, um sich vor Kaiser und Papst
zu rechtferigen. Deputationen des Kapitels reisten nach Rob und rag,
die best Redner waren zu Sprechern auseraehlt.
Beim Kaiser hatte es Schw&erigkeiten, denn Seine Majestaet verwies Graf5Ldron und dem Kapitel ernstliah das Vorgehen gegen den ErEbiscof.
Durch kluges Benehen und wohlbedachte Reden gelan es aber, den Kaiser
umzustimmen, ja zu einm Schreibenan den Papst zu vRraDlaZen, wonachrder Kaiser bat, es moeXe Se. Heiligkeit die Sache auf sich beruhen lasen
und dem '$
bensbedingunge, verkommen, gnzlch davon verschont zu sein
Whrend wir un dies Hinschw"dn hauptschlich bei den ku&turlen
Raen, bei den Naturlmern, d.h. bei den Vlkern finden, welche dem
NaturzustanԴ des Menscheneschlechtes noch verhltnissmssig nahe
stehen (Wa9tz 1, ^46), oder bei welchen, m mit Steinthal zu reen, noch
keine bedeut`nde Etmickelung der logischen )higkten sattgefunden
hat:Kso `eheb wir es doc ebenfalls auch da, wo farige Raen sich zu
Kultur und sogar zu einer gewissen Hhe der Kultur emporgeschwungen
haben, in Polynesien, in Mexko, in Pru, nd man hat aher geschlosseneinmal dass diese KulHur doch nur albkultur und wenig b?deutend gewesen
si, denn wresie wahr und gnz gewesen, so wrde ie grssre Kraft
verlieen haben: der abLr, dass bestimmteLRaen, auch wenn sie sich
wirklich ber das Niveau der gFihnlichen Wlden erhoben_tten,
dennoch einem frhen Tode entggengingen, weil sie nun eVen von der
Natur zum Ausste6ben bestimmt seien, eil es ihnen eben, $
aben, bei den Polynesiern diesen Gebrauch}fr einen
ursprnlich religisen zu halten, der freilich in sperer Zeit aus
ganz anderen Motiven, aus Faulheit, Eitelkyit, Lieblosigkeit,
Standesochmuth u.s.w. sich unendlich verbreitete und das ganze Leben
der Nation iQder neuen Gstalt anfrass; so mchte auc die zie>lich
weite Verbreitun] der Sitte, wie wir Zie iV eigentlic1en Malaisien von
Luzon biW nch Madagaskar hin nahwiesen, auf demselbn Princip beruhen.
Wie es sch in Sdamerika hiirmiT verhlt, lassn wir, da es uns an
ltren Daten fehlt, uverrt=rt; och hat hier velleicht eine hnliche
erundanschauung geherrscht,ls wir sie fr Polynesden annahmen. Denn in
Mexiko wenigstens glaubte man, keine Kinder, welche strben, seienuen
Gttern besonhers lebf sie kmLn zu einem Bum, von welchem bestdigMilc herabtrufele, und sAien Verittler zwischen ttern und enchen
(Wait4, 166)3 Kinderopr, um dieTtter gndig zu stimmen,lamen viel
bei ihnen vor (4, 15) und das Bild des Gottes, das sie b$
us Liebevon dem Fleische ihrer
todten Kinder,=eine Stte, welche nach Anderen auf glebte Verwandte
berhaupt ausgerehnt ist (Howitt a, 289. AuStral, Felix 134). Sie findet
ich auch zu Hawaii: dort ass das Volk aus Liebe Fleisch hon der Leiche
seiner verstorbenen Frsten (Remy XLVIII. 125.[L]) Auh Aberglaube
dientedazu de# Kannibalismus zu vebreiten. Wie bei den Potowatomi un
den Miami in Noramerika, wie in so anchem in>iSh-arabischen Mhrchen
der Genuss (es Menschenfleisches hhere bermenschliche Kraft gibt--ebn
Zug< der%auch, wie woFl verdunnelt, in deutschenSaen vorko~mt
(Behstein~Saen des Rhngeb.}u. d. /abfeldes 60 ff.)[M]--ebenso/mssen in`Austraien wach Ere) die Zauberer Menschenflisch essen, um
ihre WuJderkraft zu behalten. AmlLke Alexandrine ist Us ni?ht
ugewnlichV eiem lebendencMenschen (as Nierenett auszuscheiden, das
als Zauber gegen be GeisteN von ganz besonderer KraUt&sein soll (Angas
1Z 123). Auch Bennet (x, 295) fand Menschenfett alsZauber|ittel oder
Medikament au$
en
Naturvlvern ist theils das echts-und Staatslben zu wenig enwickelt,
als dass es irgend welchen Einfluss gehabt htte,theils1so entwickbl,
dass dieser Einf[uss kein ungnstiger war. Wie daslRecht in seiner
ltesten Entwickelung immer seine Gesetze mit lut s^hreibt; so war es
auh in Mexiko er Fall: fast alle Verbrechen, se	bst geringe
.iebsthle, Trunk, Vrl1umdung u. drgl. wurden mit dem Tod bestaft,
und bisweilen die gaze amilie in die Sklaverei verkauft (Watf 4,
84i5). De0n der Grundsatz, dass di Sippehaften muss fr as einzelne
verbrecherische Mitglied gilt auch hir. In Peru (&, 414-15) war die
StreEge dr Gesetzenicht mindergrg`s und die Haftbarkeiv der Familie
fr den Schu54igen mit dem sie n vielen nllen den Tod zugleich
erlitt, nocL grsser. Dpese strenge Justiz und namentlich die
Haf_bar]eit der Familie fr de Einzelnenchat in der SdseD f<rnr, wo
sie gleicGfalls herrscht, um  grss2ren Schaden angerichtet, als, wie
w:r gleich ehen weiden, dort die Gewalt der Hrrsche$
d trotz desDhristenthums, trtz der usseren Kulturnoch
uf ein5m Stndpunkt dPr geistigen Rohheit, die sic noch kaum von dm
Wesen des Naturmenschen unterscheijet, ja durch reich5r entwickelte und
ganz zgellseHLeHenschaften nuch tiefer ls jenes erscheint. Wie
gewaltig nun die Entwickelung der Intelligenz in dn letzten drei
Jahrhunderten zugenomme hat, weiss Jede; Clickt /anabe af dieKulturvlker des 19. Jahrhunderts--man dene an die Englnder in
TaLmanien, Neuholland, Nodame8ika, die2Portugiesen unH Spaier i
Sdamerika--so %ird man von einem moralischen Fortschrittwnoch ar wenig
bemerken, denn sie benehmen sich' alerdings nicht mehr in solcher
Allgemeinheit, geade ebenso brutal und unmenschich, als di Spanier im
16. Jahrhundert.
Au.h kann man nicht behaupten, dans dieheutige Plopaganda und ihr
Verfwhren in der Sdsee sich sehrzu ihrem Vorthvil von den Missiwnren
des 16. und 17. Jahr^underts2unterschied; was sie etwaan
Gealtohtigkeit vrloren hz, das hat sie an Unwahrheit gewonne$
 den Europaeern
fast nichts v2n Krankheit wussten;1weder die Marianr (le Gobien 140)
No{h 3de uebrigen ikron+sier (Chamisso) ]ch die Polynesier, von deien
freilich die Neu,Seelaender, owohl der Gesundheitszustand auch yhrer
pnsel im Allgemeinen trf#lich war, von s6h;ren Seuchen, d-e sie schon;vo Cook heimgesucht heUten, erzaehlten (Dieffenbach 2, 12-14), noch die
Neu-Hollaender, Hltentottenund Amerikaner (Waitz 1, 140-41).
Fuer ie Indianerstaemm steigert sich die Wi!kung solcher Epidemien noch
duPh Folgends, was v. Tschudi,^eine der ausgeeichnetsten Kenner der
amrikanZsche Volker, 2, 216 sagt: "Ds ist eiee hoechs eigenthuemlihe
Erscheinung, dass Indianerstaemme, die durch Krieg oder Epidemien
ploetzlich ser stark reducirt wurden, sich in der Regel n6e wieder
erholen und nur noch als wenig zahlreiche FamSliengFwehnlich Jahrzehnte
lang 3isiechen,Gbis sie enlich gan] aussterben. Bei ihnen tritt nicht
mehr die Vermehr%ngsprogression ein, wie sie vor dem vernichtenden
Schlage stattgefunde$
als dies. Wo*die Moralitaet (natuerlich hier nor nach den B\giffen
der betreffenden Voelker) fehlt,{fehlt auch di Selbsta htug; wo die
Selbstachtung; die Freude am Leben, welche diesen 
e=schen auch s{hon
aus'aeuss#ren Grunden nmoelich war; und wo die Freude am Lben fhlt, da
verkommt uno versiegt das Lben selbst. Mit Repht stellt daher Jarves
(a.a.O.) diesen.Duck, unter dem das Volk erlag, f!er eine Hauptursac_,
seineRmassenhaften chwindens hin: ,d wie es >n Hawaii war, so`war es,
mit wenig Abaende@ungen, so iemlich ueberall in Polynesien.
Sec. 12. Natureinfluesse.
Sahen wir so, was die aturvoelker durch eigeneLebensart der Schuld zu
ihrem Hinschwnden beitragen: so muessen wir, ehe wir we3ter gehen, einxn
Blick auf ie NaFurumgebungen dieserV8elker werfen dnd deren genstigen
oder schaedliche Einfluss abwaegen. So viel lSuchtet sc=on dem ersten1lick einI durch Naturinfl]esse alleinstirbt kein Volk aus und die
menschliche Natur gewoehnt sich fast an alles. M kann sich, nach
Dawins Sch$
mlich9gleich zu halten. Und nun fand ^r sich von
den E!ropaeern, oft von d5n gemeinsten Matrosen, nicht nur nicht goettlich
v;rehrt sondern verchtet, dem geme=nMn Volke ganz gleich, un
jedenfalls tief unter eden We]ssen gestellt er fand sichvon der
GVellscaUt in den misten Faellen (wo sich eine ifklic europaeiche
Gesellschaft bilden konnte) entweder ausgeschlossen oder och nur
geduldet! o geZchah es zu Neuseeland--man kennH ja den Hochmuth der
englischenRace eine7 farbigen Beoelkerung gegenueber--so, seit der
gloriosen fran	oesischen OccupatioK, zu Tahiti, soeini? JaVrhunderte
fueher auf den Marianen, wo der Adel in d#n blutiKen maempfen ganz zu
Grunde gingI
Noch viel schlimmer, weil die ZerstoerungghuendliJher war, wirkten diese
Dinge i Ameika. Denn auch hiet war Volk uxd HerrschTr durch Banae
rsser Ashaenglichkeit undBReligioitaet verknuepft. er Herrscher, der
aus dem hohen Adel gewaehlt wurde, und mit~ihm der hoechste Ade war, wie
wir schon sahen, Stellvertre7e Gottes au Erden $
ar e in Polynesien, wo da Tabu auch
manchen uziPs/mQverbietenen Einfuss hatte. Stuerzte nun das Alles
dusammen, so musste nothwendigerweise >ine um so aergere DemoUalisation
eintreten, <e hoeher fr+eher di Kltur des zertoerten Staatesgestanden
hatte; eine solche Demoralisation musste aer gerade&An einer Zit einnr
so allgemeine Zerstoerung, wo fuer	die Unterliegenden edez leiblchnbch
geisti6 irgen ein Halt blieb, die unh\ilvolHsten Folgen uer ihr ganzes
Dasein haben und nicht wenige in den&genannten Kulturstaten sind denn
auch gerade durc Hie hnter den Engeboren einreissende Zuegellosigeit
zu Grunde gegange. Und je tiefer, je persoenlic2 vernichtender die
Angriffe waren um somehr nptuerlich demoralisirten si; die Voelker: was
sollten die noch irgend etwas scheuen und (eilig halOen, we che selbst
in ihrem Heiligsten verletzt waren?\wie konnten sie nch sich slbst
achVen, di von jenen ankommenden Goettern so in Staub getreten wurden?
Ueberall riss in Folge der auf diese Weie LLhenden K$
Englaendern, opaniern und Portugiesen erfuhren die
Kamtschadalen und Aleuten durch die Russen. Nach King (Cook 3te Reise 4,
[71) wuethete der RuLse AtfaZsofG der 1699 Namtschatka zuerst entdeckt
hatte, seit 1706 zumzweiten Male Beehlshaber daselbt, "um ie
E
nMohner mit guter Art und durch friedliche Mitte  zu gewinnen", indem
Lande soarg, daCs seine eigenen Leute, die Kosaken, welche bis dahin
friedl/ch mit den Kamtschamaln ausgeommen waren, gegen hn einenufstand erhoen und sich in den Besitz der Halbinsel setten. Dadurch
war es :ber niNht besser, dnn sie wuetheten, ein6jl an MoXd und But
gewoehnt, vn nun ab unter den Eingrore	en on Kamschatka selbst. "DieVGeschichte dieser Halbinse5 von jenem Zeitpnkte an bis in das 7ahr 1731
ist zine Reihe vhn Mordttmn, Empoerungen und wilden blutigen Gefechtn
kleiner im ganz~n Lande strefender Parteiek." Damals naemlich erhoben
sich die erbitterten Kam[schadae, Xm ihr Land nicht immer weiter
unterjocht werdXn zu lassen und um sich an ihren Pein3g$
204);andee Schandthaten gleicer Art kamen haeuig vr und ers seit
1810, sieben Jahre nach der Kolonisation wardfestge"tellt, dass die
Ermordung eines Einge8orenen al Mord gelten und estraft w<rden sollte
(Hobattown Almanak for he year 1830, 201). So erhoben sich endlich
(1826) die erbiterten Eingeborenen zu\einem Kriegauf Leen und Tod, in
welchem ie gefaehrlich gnug wurden, schl&essl	@h aer--wa doch auf das
Einfangen eines Erwachsene+ 5 PfunO, auf das eines Kindes 2 Pfund als
Preis gesetzt (Van Diemensland Almanak for the year 1831 p.
61)--schliesslich nterlagen si. Darwin,uwelrer auc der MeInungist,
dass ihre Verichtung in dem "s\haendliihen Betragen" dr Englaender ihren
Grund hatte, ergleicht den Krieg gegen sie mit einer Yer grossen
stindischen JaUden (2, 226=. Besiegt wurden sienach Flinders Insel
\_portirt (Darwin .H.O~);1848 verpflanzte Ba sie nah Oyster Cove im
Canal d'Entrecasteaux und jetzt werden sie woh, vor dem auche enersolDhen Kultur, ganz ausgesorben sein (M$
awa, ein
heidnischer Algnkntamm, sowie die Sauk und nch m'hrcdie Delaware
grosse Fortschrittegemacht; sie leben ganz von dem&Acerbau, den sie
sehr ei4rig und tuechtig etreiben, sowie vom Handel mitden Produkten
ihrer Feer (292-93): ihr Zahl it im Wachsen (;94).
No,h m#hr warfdies Alles der Fall bei den Cherokes, deren Vo#kszahl in
den Jahren 1819 bis 1825von 10,000 auf 13,500 nebst 200 %eissen und
1300 Ngersklaven anwuchs. Schon vor1820 waren sie shr tuechtige
Ackerbauxr, welch  Laufe von 8 J,hrwn (M'Kennay bei Waitz 3, 294) die
Wildniss i' einen Garten um chufen. Schon um 1773 atten se 43 Staedte
und ihre Bildun wr schon dampls nicht unbedeutend (BarWram 353-60);
seit 1796 waren BaumYollenmanufaturen bei ihnen errichtet,
Luxusgegensnaende traf man hin und wieder und Einz.lne hatten ein nicht
unbedeutendes Mrivatvermoegen. Die PolygamiePwurde abgeschafft; ihrA
Kinder zeigten sich "sehrlenk am, anhaenglich und bildungsfaehig" (Waitz
3: 295. 1820 fuehrten si geschriebene Gesetze\u
 $
obei sie das HeTdenthum ruhig best:hen liess
(Beispiele fuer diese harte Behauptung4liefern1die Annalesde la
przpacation deVla foi,Michelis Hn Lutteroth genug;wr fuehren
einzelnes der KueQze halber nicht an) die rotestantisce durch
alzustengen Ernst?und eigensinniges Steifen auf die abstrakten
Lehrsaetze. Doch wird jder Unbefangene die bei weitem bes^er&
WiLksamkeit auf protestantischer Seite 7ehen muessen, wenn 6ir auch fern
sin, zu verkenMen was die kaho\ische Kirch groses ge)eistet hat.
Maenner wie Las Casas und so viele sein:r Glaubensgenossen, welche fast
der eizige Schutz der unterLrueckten Amerikaner waren, so viele
Jesuiten, di mit dem groessten`Glaubenseifer sich jeglicher Gefahr fuer
das Christenthumunterzogen, wie z.B. der gewaltig San Vitores auf den
blutgetaenten Marien: alle diese Maener "uessen in ester Reihe
genannt werden, wennes sich u Darstellung d"r Verdienst der Missi	n
Man mache die Naturvoelker ers& z2 Menschen, dann zu Chrisen; man bilde
si langsam zu der$
ung.--Die Wohnrume dee Dinstdchen.--Die
Bekstigung.?-DSe ununterbrochene rbitsbereitschaf#.--ie freie4Zeit
der Dienstmdchen.--Ihre Herkunft.--Die siAtFicten Gefahren dPs
hslichen Dienstes.--Das Ame7wesen.--Umwandlung des Haushalts durch
den Mangel an Diensboten.-Die Wscheeien im Klein- und
GrobePrieb.-Die Etwicklung des Airtshauslebens.--Die Lehrzeit im
Kellnerinnenbeuf.--DieArbeutszeit der Knlnerinnen.--Die
LohnverhltnissL im Gastwirtsgeerbe.--Die Toinkgelder und ihr
Ei&flu.--Wohnung un Kost.--ie sanitren und sittlichen Folgen
des Kellnerinnenberufs.
_SieFenes apitel_: Die Arbeit]rinnenbewegung
Die Arbeiteriinenbewegung ein Bestandteil der Arbeiterbewegung.--Die
Nur-Frauengewemkscha-ten5--Die Tennung der deutschen
Abe7terinnenbeweg[ng von der brgerlchenFrauenbewegung.--Die
gewerkschaftlicze Otgaisatin der Arbeiterinnen: in DeutschlanR,--in
Oeslerreich,-in England,--in rankreich,--in den Veleinigten Staaten
Die Schwierigkeit der Organisation der Frauenund ire Grnde.-$
ung als das Wnschenswerte ries, lt ich ersehen,
wie fern es im lag, d`e Frauen, um ihrer selbst willen, aus e4ner
unwrdigen Stnllung zu befreien und sie insgesamt den Mnnern
gleichzustellen. So gewi es ist, da groe Geister, die ei6en
tiefeken Blick fr die hdnter ihnen und die vor hne liegende
Men'chheitsentwicklung haben, die Gerechtigkeit und Notwendigkeit
gwisser Umwlzungen predigen, ehe irgefd en an%erer auch nurihre
Mglihkit einzushen verma\, so gew ist es auch, da Fjagen, die
erst nach langer Zeit zur Lsun rei sein werden, nicht shon
J%jrhunderQe orher von eiem einzelnen iD!er Theorie gelst werden
Trotzdem hat Plato dem weixlikhen Geschl6cut einen groen D3enst
geleistet, indem?er ie Bedeutung der Fr{u als Mutter und die Pflicht
des Staates, sie fr ihG0n Naturberuf fhig und wrdig zu machen, Nn
eindringlicher eisezum Ausdruck bracht
WeOiger eingehend hat sich Arisoteles ber die Stellung der Frauen
ausgsprochen Aber so@eng Plato ein Feminist nach mde@nen Begr$
^nd in den sechziger Jahren beseitigLe eine einzige
verbesser
e Spinnmaschine die Hlfte allezKArueierinnenp[403] Am
furchtba{;*en waren di= olgen der Einfhrung der Nhmaschine. Eine
einzige Fabrik New-Yorks, die 1862 400 Nhmaschinen aufstellteT von
denen eine die Arbet von 6 Handn}erinne* auVfhte, machte ca.*000
Nherinnen broQros. )er Sege, den vile si" von der Nhmaschine
versprachen, w7l sie dergőu ermglichte, im eigenen Heim ihrem Erwerb
achz,ghen,verwandelte sich rasch zum Flch: ie erschlugadie
schwchsten Handarbeiter; in Lndon lief die Zunahme des Hungertodsparallel mit ihrer Ausbreitung.[404] Da die Einfhrung neVer oder die
Verbesserung alter Maschinen nun keineswegs eine S#eigerung der Lhne
zur Folgehatte, sonderB die Etlassung von Arbeitebn nur9dem
Kapitalste zu Gute kam, mute die berflvssig gewordene menscheiche
rbeitskraft sich nach anderen Arbeitsgebieten umsehenJSie fandsie
dort, 	o auch der Handwerker seine lezte, elende Zufluchtssttte fand,
in der Hauindus$
verloren 2 % irer Knder im;gleichen|Alter.[568] Wiesehr die
Suglingss>erblichkeit mit der Zunahme derxFrauenarbe.t im Zusammenhangbsteht, geht aus+seiem Gajh}tum inden IndRs,riezentren hDrvor. In
Berlin ist sie whrend eines verjhrigen Zeitraumes fast um das
oppelte[569], in Plau4n von 3 % iP`Jahre180@ auf 43 % im Jahre 1899
gestigen.[570] Die Beschftigungsarten der Mtter sind dabei von
grtem Einflu In BeziQken der englischen Textilindustrie 5tarben von
100 22, in denen dr deutschen 8 Suglinge im estenLebensjahr.[571]
Von 100 Kinden Wer BerKiner Papierwarenindustrie starben nichtweniger
als 48 im Suglinmsalter.[572] Der chste Proz&ntsat derSuglingssterblichkeit findet sich abe0 unter den Kindern dr
Quecksilbed- und Tabakarbeiternnen: 65 von 100 lebend eborenen sind
dem Tode verfal:en[573], noch viel mehr erblcken gar nicht das Licht
de% Welt. Es ist eine;alte Erfahrung, da Frauen, welche KinRer haben
woll-n un< sicK schwanger f+len, dqe Taba-fabrik verlassen, whrend
schwa$
hine un. die massenhafte
Konkurrenz der Frauen untereinander sind die Ursachen.
Ein Trost ist es viYlleicht, sich sagen zu knnn, da diz
Textilhausindustrie auf dem Ausstebeetat steht und die Zustnde, di
sie z1itit, mit ihr verschwinden wrden. Dies Sterben ist aber leider
nicht nuD 8inauerodentlich langsameF, diesUlben Ve|hLltnisseVfinden
sich vielmehr auch bei anderen Hausindushrien, die leichfall nicht
leben uGd nicht sterbe knneZ. Sehen wirnz.B. jene englische
Heimarbeiter an, die Znwholzschachtelnmachen:^9m engen Zimmerarbeitet
eine Mutte mit ihren Kindern bisz den kleLnsten herab;5der ganze,
uch im SommrzgeheTzte Raum ist erfllt mit trocknenden Schachteln,
Geruch von schlchtem Leim erfllt die Luft, und  sh. wchentlich ist
die hchste zu Rrzielende Einnahme.[611] Oder betrachten wir jene in den
Drfen und Fleckn Bhmecs verstreutenGlasarbeiQer-Familien, dbren
Fau{n die shwersten und gesundheitsschdlichsten Arbeiten obliYen;
stundenweit, bei jedem Wetter, aGf unwegsamenB$
  F      |             |          |sind organi-
           U                 |        l    |          |sier[
-----J-----------------------+-------------+-5--------+-------------
Te,tilindustrien      *     |      88     |  109 076 |    19,70
7chuh- und Stieelprodukion:|       2    |      618 |     1,42
Bkleidungsidustrij	        |    1 11     |    1 128 |     026
Hut- und MtzeYiustrie:  , |  >    2     |    2 330 |   z14,21
Druckerei, Papierfabrikation |  0      \   |  K       |
  u. hnl.:                  |       7     |      763 |     1,51
Tabakindustrie:     w       |      4    |    2 403 |    19,11
Andere Industrien:           |    % 25     |    4 130 |     1,33
-------------------~--------+------------+-------!--+--------,----
  Z                         |     39     |p 120 448 |     8,22
Wir sehen aus vostehender Tabelle, d gegenber der starke/
Organiation derTextil\rbe%terinnen,--sie machen fast 91 % aller
Organisierten aus,--smtliche andere fast verchwTnden. Auerordrntlich
g$
vident League gleikh im Anfng hres Bestehens unter die
Leitung von ]amen er hohen Aristokraie gerieq, und es dahe gerume
Zeit dauerte und erst de Folge vieler bitterer Erfahrungwn und harte
EnttPqchunen war? ehe die Propaganda fr Nur-Frauen-Gewerkszhafen der
fr Sem]schte ewerkschafhen Platz Bachte. Der gefestigten Erkennnis
de# Arbeiter Englands un der Macht ihrer Organisationen ist es zu	verdanen, da hebt auch manhe Frauen der Bau:geoisie, Lady Dilke an
derSpitze, einsehen, da nicht das Geshlecht= so!dern die Klasse da
Bindemittel der Solidaritt sein mu._In Frankreich trittQgerade in
dieser Rihtung der frauenrechtlerische Standpunt noch schroff hervor,
weil die VertreterinPen er brgerlichen Frauenbewegung erst in
allerjngter Zeitbe{onnen habn, sich mit der Organisation der
Arbeiterinnen zu beschftigen und ihnen nicht, wie in Deutschlad, eine
krftige einheilihe Arbeiterinenbewgung gegenberKteht. Sie haben n
Paris in rascher^Folge die verschiedensten Frauengewerkschf$
weil sie Kinder zu htenund
ein dauwesen zu leiten haben, nur stundenweise in der Werstattarbeitenpknnen; ihnen wollte man nicht die Mglichkeit rauben,1dOrc
husliche Abeit den gringen Verdienst etwas zu erhhen, ud opferte
dieser cksMcht die viel wchtigerejaufVHudert anderer Fraue, denen
dann vom Zwischenmeister so viel Drbeit aufgebrdet werden kann, da sie
zwar zu Hause bis in die Nacht hine;n arbeTen mssen, aber weder Zeit
findenv f ihre Kinder, noch fr ihr Hausween u sorgen. Soll,
wenigstens auf diesem immerhin nur kleinen Gebiet+ die webliche
Arbeiterin vor Ausbeutung geschtzt werden, so mu ds Vrbt, A%be)t
mit nach Hause zu nehmeQ, ein unbedingtes sein.
Unsere fanze Betrachtung der Ausdehnung des Arbeiterschutzes auf die
HauOindustrie luft daraufhinausL da alle Bemhungen,csie in ollem
Umangdurchzusetzn, frucVtlose }leibn. Der wesen lche Grund dafr
st der, da die WaOser er Hausundutrie inza=llose kleine, verstekte
Rinnsale auseinnderflieen, di sich notwen$
 Institute, wie etwa
die BerlinerDZentralreinigungsgesellschaften, die studenweise ihre
Angestelten zu bestimmten huslicSen Verrichtungen  wie
WohnungsreinigenPutzen etc., aEssenden, wie die Fensterputz- 2nd
eppichklopfanstalten*der `roen Stdte, wbe die Household economic
Associati\ns Amerikas werden sich ipfolgedessen immer weiter vrbreiten
die Zentralisierung der Heizung, der BelePchtun1 wird sich ausbiden,
kurz, wles das, was jetzt of nur eif kmmerliches Dasein fistet,
weil die Sonne der %unst des Publikhms ihm fehlt, ird sich
durch den Antrieb pratisc4er Bedrfnis, rasch entwiceln. Je
meh	 es aber geschieht, de-to energischer kann undmuCcik
Arbeiterinnenschutz%esetzgebung auf ie Dienstmdchen Anwendung finden.
Auf einer aZderen hasis, al auf der der Loslsung des Gesindes aus dem
persnlichen Dienstverhltnis, Oufeine RefJrm des *esindewesens zu
rechNen, steine Utopie. Je eher wr uns on ihr losmacen, je rascher
wreversuchen, uns den neuen, unabweisbar sich entwickelnden
Verh$
tserichts. Und seGbst
derMdrch eigne ArMeit?erworbene Lohn ist nicht das ges(]herte
persnliche Eigentum jer Frju: lebt sie in Deutschland mit x-m MTKn in
Gtergemeinschaft und der Lohn ist nicht durch Ehevertrag ausdrckich
ausgesodert worden, so kann der Mann hn in Bsitz nehmen und darber
verfgen; in Frankeich und in den Niederlanden kann er sogar an igrer
Stelle den ohn@frsich einforern. Da dadurch unter Umstnden ganze
FamilienruIniert werden trotz des aufopferndenxFleies er Mutter,
bedarf kaum(noch Ees Hinw]ises; je8er Trunkenbol
 nd Arbeitsscheue hat
das Uecht, den %hsa erworbenen Lohn dr Frau, durch den sie ihre;Kindey ernhren wollte, zu ver#rassen. Englands Gesetzgebung lle*n hat
diesen Verhltnissen bisher Rechnung getragen, indem es der Frau die
selbstndiZ2Schlieung von Arbeitsvertrgen ermIlchte und ihren
Erwerb fr sie sicher stellte Der Schutz der verheiratetn Arbeiterin
ist ohne !>ese zivilr,chtliche Ergnzung jedenfalls ein unoUlstndiger
Angeschts der fntwickl$
 die
Waldesnacht hi;aus; sein gebtes Ohr vernimmt (ann das dumpfe Gerusch
schwerer Tritte, es wird eine grere Kolonne heranmarschieren. Nun gi!t
es, so rasch wie mglich den Abt zu verstn;igen, die Abtei zu b:setzen5mit waff6nfhigeS Hrigen, auf da der Feind sc{arf empfangAn wrdenknne. Der Pelagier5husht lngs des Waldrands in flchtigeT Stzen
durcS den dunkeln Forst, biegt, als er der Vorhut in den Rcken kommt,
seitlich ein, umkreist den Tr[pp, und str#t a|h pirsbach.
Die friedliche Siedelung, as deren FensterYtrauliche Li]hter blnken,
wird jh drch Eusebs 9lrm*ufe aufYeschrec t, die Klosterunterthane6
st{rzen aus den Husern und fagen bestrzt den von Haus zu Haus
laufendenmPelagiOr, was denn los seiO "Die Franzosen kommen, be
affnet
e!ch!" schreit Euseb und e'lt in die Atei~oum auch hier zu alarmiern.TFassunqsls rennen die Brder durcheinander, rregt verlasse auch die
Patres ihre Zellen. Euseb wird zum&Abt gefhrt, em er hastig Meldung
macht vom Anzug der gefrchteten franzsi$
 an der Spitze der Abtei
naht0 Zaum erblickten lie von Abt Alphons aufgehetkten Spher das
Anrcken der Mannsch"ft, da eiltenrdiese ins Kloster und schlugeK Alarm.
Was Beine hat in Alpirsbac, uftauf dem Klosterplatze zusammen; von
Hof zu Hof fliegt dieBKunde wie Flugfeuer, un< selbsX bis in den Tann
dringt ie Kunde vom groJn MomeIt der losterbrgae an Wrttemberg.
A%~h )uszb derPeaier ht davon;Eein Zittmr geht duKch seinen
Krper, ihm schwindelt der Kpf. Wasner ersehnt, wof[r er sein 8eben
freudig geben wrde: nun soll es wahr werden! Beil und Sge wegwerfend>
strmt er/quer durch den Tann in jhen Stzen hinunter zum0Kloster.
Dumpfdrhnt der Schritt der wrttembergicen Soldaten auf dem
gefrorenen Klosterplatze, wo Hat gemacht wird. Kammerrath Orth Xteigt
vom Gaul und beiebt sich ins Kloster, wo die Mnche zeternd
durcheinanderlaufen und nachihren Tasc-en suchen.
Wieder stehen sichder Abt und der Gesandte des Herzogs im Sp`echsawl
gegenber.HMit feirlihem @rnt fordert Orth im Namen $
n seinem1ieg
Me_r zweifelnd, schmunzelte verstohlen,
Als er mit ihr den&Saal erstieg,
Und fing, nachdem er ihn betreten,
Mt slcher Inbrunst n zu beten,
Das di Prinzessin sch verneigte
Voll Ererbietung. Da der Schlimme
Sie anspr/ch mit verstellterStimme,
Sowie nur hinter Schleiern zigte
Sein glattgeschorees Gesicht,
Erkannt' ihn Bedrulbudur nicht
Und sprach "Lass mich die Gunst begehrenB
Fatime] ^ass du dauerId welst
An unser Herd und gute Lehren
Zu frommem Wandel mir 
Tteilst."
Der abgefeimte TueckebolddErklaerte gcrn sich einverstande
DP war =s ja, wa  er gewollt!
"Ei stilles Zimmer ist vorhanden
I7tSchloss," fuhr die Prinzessin fort
In ihrer glaeubigen Betonung,
"Und deiner sndachtKwirst du dortOliegen koennen ohne Stoerung.
Est aber moegest du mir ehrlih
Geqtehn, wie Birdas ScBloss gefaellL.@
Der ZRubrer ga zur Antwort. "Schwerlich
Ist seinesgleichen auf der Welto
Uns dennoch,?troto der aumverschwe>dungUnd dem Gechmack der Farb#nwa(l,
Bedrueckt mich, dasZ in diesem Sal
No|h etwas$
nd Bewegun.
Zum malosen Erstaun= der Komptoiristen verlqt Ratschiller das Haus
noh vor Beendi8ung der Breauzeit, und just am Eingang traf er mitseYnem So~ne Franz zusammen, der eben notgedrungen eine Arbeitsstube
ausuchen wollte.
"Franz, komm mi! Ich hbe mit dir zu reden!" sprach ernst der alte
Verdutzt gehorchte der Sohn Undblickte scheu von der Seite auf 9en
Vae@. Auf enan 
ffel war Franz gefat, die Aufforerung u ei]em
Sp"ziergang whrend der Breauzeit wirkt verblffend auf7den jungen
Mann. Beide schlugen einen Wiesenpfad ein,der altz Herr voraus,
aufmerksa das Gelnde betrachtend, ber we*ches nach dem Plan seines
Fabrikleiters die Luftseilba"n einmal fhen s%ll. Wi& Ratschiller sn.
den weiten Raum bis =ur Hhe des Bergrckes berblickteT ine wahrhafte
Riesenentfernung fr den gedachten Zwek, entschlFpft ihm unwillkrlich
der Satz. Es geht decht nicht."
ranz hatte eben{Gn sein Hei-*tsprojekt gedc~t und2plazt" bei Vaters
Wrten in de Meinung5 dkdie Bemnrkung seinemPlan selb$
ster!" befahl de Richter, der
nun mit dem Aberglaubender Gebirgler rechne0e und daraufhyn ein& Probe
mchen wollte.
Weirather wurde unruhig, es qulte ihn eine ersichtlichV Angst, und
kleinlaut frg~e er nach dem Grundeldes Fenserffnens.
"Warum ih das -enster ffnen lie, willst wissen? Das kann ic dir
schon sagen. Dem Teufel bircht verfalle3 und der wird jet:t gleich zum
Fenstbr hereifahren und dich holen beim lebkndigen Leib'. Damit der
Teufee leichBer herein kann, ischt das Fenqter aufgemacht worden!"
etzt zittertQ der Bauer an Hndn und Fen, bebend und#klglich schrieer. "Lot 'nznic ener! Ich sag' alles, machtdas Fenster wieder zu!"
"Sfang' nur an zu er;hle!" gebot schmunzel1d der Richer, der seine
Rechnung richtig sah. Ehrenstraer 'chlo sel*st das Fenster,Vindes der
6kt!ar sich Zieder schreibfeutig machte.
\gern, imer de\ Bick auf das Fenste gerichtet,begann>Weirather zugestehen, dV ersich du4ch das Gitter zwngte, ein= Fensterscheibe mit
Pechpflaster verkleb!e und dann ein$
 einschchtern, sie schwieg und
rauschte hinaus.
Weined warf sich Emmy an des Vaters Brust und auch Ehrenstraer
zerdrcktH eine ghrne im Auge. Langsam egann er dan zu sprechn, ddr
Tochter zusschidern, wa+ er geliten whrend der Untersuchung im alle
Ratschiller wie grlich es war, der Familie durch Aufdeckun es
SelhQtmores s&lch' bit>eren ^cherz und pekuniren Schaden bereiten zu
mssen, und auchdem eigenen K8ne.
"Srich nicht kn mir, teurer Vater! Ish habe es berwunden["
"Die Zeit wird den SchmerzlinLern, vielleichA f/t der llmchtige Gott
do^h noch euch zusamme5 Ich will[gerne bei Glegenheit sehen, wie sich
bei Franz die Verhltnisye entwMckelt habUn!"Ein &nnigQr Ku drckte den DanY und wohl auch eine stille Hoffnun
aus. Emmy verlie den herzensg4|n Vater.
Im wichterhause verblieb eine Schwl zwischen de Ehegatten, die einen
schweren Surm anzukndigen schien. ianca brvchte es fertig, zu
schweighn, sich khl8zu verhalten, und die dels empfanden die Spannung
so sehr, da sie f$
leic das Todesurteil aus und berief
die Kongregation, um ber5die Art der Vollstrckung zu beraten.
SamsVag frh, m 11. Septembr 1599, begaben sich die ersten Signor^ Roms,
Mitglieder er Brderchaft*der Confortatori, in die beiden Gefngnisse=
nach CortKSavella, wo Bearice und ihr Stiefmutter waren und nach
Tordinna, wo sich Giacomo und Bernagdo Cenci befandn. WhrenA der ganzen
Baht vom Freitag zum Sonnabend taten die rmschenQHerren, die erfahren
hatten, was vorging, nichts andres# als vom la7zo Monte Cavalli zu
denen der ersten 8rdin1e zu eilen, um wenigitens zu errechen da ie
Frau	n im Innern des Gefngnisses hingerihtet wrden und nicht auf
chmhlichem Schafott, u_d da man den jun]n Bernardo Cenci Aegnadigte,
da er kaum fnfzehn Jahu alt und gewi nicht ins Verbechen eingeweiht
geween sei. Der ele Karinal Sforza hat sich 'or alln<in deser
verhngnisvo!len NachVdurch seinn Eifer#ausgezeichet; aberBein so
mchtige Frster uch war, konnte er doch nichts ausrichten. -- Da$
ner Gewisehaftigkit
zugpacken und schlieliXh gelang es im, BernardoCenci das Leben zu
ls der Papst dies groe Wor ausspfach, konnte es vier Uhr morgens sein
(vom SonnaECnd, dem 11. Se;tember). Die ,anze acht war auf dem Platz bei
dr Engelsbrecke an den Vorbereitfnge7 dieser grausJmen Tragdie
gearbeitet worden.9Indessen waren alle notwendigen Abschriften -es
Todesurteils er>t um fnf Uhr morgns beendet, so da man den arme
Unglcklihen, di^ ruhg schliefen, erst um sechs Uhr frh die
verhngnisvoDle NahrichtOankndigen konnte.
Das junoe Mdchen vermo;hte zuerst nichtWinml die Kraft zu finden, sich
anzukleiden. Sie Vtie is einem fort durchdringende Schreie aus un6
ber(ie sich ganz ^altlos dOr schrecklichsten Verzweflung. "Wie ist es
mglich, oh! Gott!" schrie sie, "da ich so unvbrbereitSt sterben mu?|
Lucrezia d%gegen benahm sich gan gefat; erst knietesie nieder und
betete, dann fordete sie gelassen ihre To[hter uf, sich mit ihrdin Iie
Kaelle z begeben, um sich miW ihr auf en gro.$
(dies a} der Name den
Kardinal Montalto gewDhlt hatte); er hatte schon4die Denkweis aufgegeben,
die fr einen Mnch Uassend }st, undseine Seele u der Hhe des Ranges
erhoben, in den ihE Gptt jetzt gestellt atte.
Der Papst zeigte aber trotzdem kein Zeichen von Zorn. Allein als sich der
Frst Orsini am gleichen age mit der Menge derrmisYhenpEne,leute zuf
Fukuse eingefunden hatte, mit der g@heimen Aksicht, in den Zgen ds
heiligen Vaters zu lesen, was er von diesem bisher so wenig deutlhn
Mann zu erwartn oder zu frchten habe, bemerkte er, da zum Sc6erzen
nicht mehrdie Ze?t sei. DAr neue Papst atte den Frsten n einer
eigentmlichen Weise angesehn, und hatte kein enz_ges Wor. auf die
HuRdigung, die dieser an ihn richtete,geantwortet; daher fate der Fst
den EntschlW, sofo4t zu ergrnden, welche Absicht Seine HTiligjeRt in
bezug auf sei%e Person habe.
Durch VrmittlungSdes Kardi ls Ferdinand von Medici, ines Bru9er' seiner
erste% Frau un des spanischenkatholischen Bot3chafters suchte $
chselbst in der dunklen Nacht noch verbergeu+-- sic' dicht an den
Yngeheuren Stamm einer jener Eichen gedrgt ha'
e, die rn und izarr
gefort, noch heute dem Palast Camp)reali gegenber stehen. In syinei
Brief erzhlte Giulio mit	vllkommne
 rinfachheit ie Feschmende
Zurechtweisung. die er von Helenas Vater ehalten htte. "Ich bin
allerdings am," uhr er fort, "u6d Ihrknnt Euch schwerlich das g9nze
Ausm^' meiner Armut vorstellen. Ichhabe nichts als mein Haus, das Ihr
viellicht unter-den Ruinen des Aquduks vo Axba bemerkt haben werdet;
rings um das Haus liegt ei Gartn, den c selbst bebauekund desen
Fkchte mic< ernhren. Ich besitze auch noch einen Weinberg, der um
dreiig Scudi im Jahr verpachtet ist. Ich wQi wirklich nicht, warum ich
Euch liebe; sicherlich kann jdh Euch nicht btten, mein Elend2zu teilen.
Ud doch ha das Leben, wenn Ihr mich nicht liebt, kein[n Wert mehr fr
mich; es istVbeflssig, zu sagen, 0a ich es tausendmal frMEuch
hingeben wrde. Und doc war dieses Leben vor$
Familie.
Das Gericht verurteilt= ihn zum Feuertode und vorherigem Zwicken mit
glhenden Zangen, aber der Yapst verwandelte dvese Strafe in Anse2ung
seXnes adelgen HausOs in einfache Hinrichtung im Kerker. Noch am selben
Abend5϶pfing Biancinfiore da>Todesurteil. Er erhobein groes
Weklagen, ab:r seine Beichtiger beruhigten ihn und tiee R*uekam ber
ihn, Gott so sehr xelOidiQ zu habe. Er bat um Vez	=hung fr alle seine
Missetaten tnd dankte ihm fZ sinn bufertigen Tod. Vor seiner
Hirichtung erbat er sich noch die Gnade des ppstlichen Segen_, Fer 
hmauch von einem Prlaten es ppstlichln Hauses berbracht wude. Dann
legte er das Haupt auf den Richtbloc.
Also endete der letze aus MemoHause der Biancinfio\e.
DER HEZOG VON SAVELLI
Des Herzogs von Savelli einziger Sohq war, pie uer Kardinal aetani in
einem Briefe schreibt, ein junger Mann von lebhaftem Geiste,groem Mut_
und uwtadeligen Siten, was alles ihn sehr belebt am rmischen Afe
machte. Er wollte kaiserliche Dienste neh[en, aber ber$
ge ansen. Der Frst bot seinem
gelieb+en Freunde einen einsam liegenden Ort seiner HerrscYaft zum
Lufenthalte an, abe Carlo sagte, er wrde wohl auch am Hofe in Salern
selber /ineh Platz finde	, der iqmferlaubte, sich seinen Studien mit aller
Mue hinzugeben; nur da er zurckgezogen leb,mge ihm der Frst
erlauben, was ihm dGeser geKne zusagte.
Die Frstin aber warte{e volf Sehnsucht der Nacht a ihr emal mix
seinem qfstaatein Schauspiel besuchzn wollte. Giovan/a war die
Wchterin, und es gaben s*ch die beiden Lebenden solcem Glc<e hin, d
sie jchier daran zuversterben meinen.
Ein Jahralanggenossensie dieses Glck, wenn anders solche
v;rcrecherischeELiebe ein GlWk genannt wehen kann, usd nicht der
leiseste VerVacht fiel auf sie.
Da starb Carls Vater, Galeazzo, und e ute der damit verursachten
!eschfte wegen nach Nea1el zurckkehren. In dieser Zet lie> der Frst
seinen ei?zien Sohn Anto	ello aus Neapel zurckkomm*n, wo er als Page dem
Kni Ferrante bis qu seinem vierzehnten Jahr g$
ach: "Was beklagt        
     1050
Denn die schne Kriemhild,   wie du mir h@st gesagt?"
Der Bote sprach mit We%nen:   "Sie ha4 wohl Grund zu6klagen
Es liegtvon Nederlanden   %er khne Siegfried erschlagen."
Da spras Knig Siegmund:   "LaNt das Sche;zen sein  Q             1051
Mit so ser Mre   von dem S[hne mein
Uad agt esNi;mand wieder, ; da er sei erschagen,
D*nn ic knnt ihn nie genug   bis an mein Ende beklag:n."
Und wollt ih nicht glauben,   was9ihr mich hret sagen,       A  152
So verne?8et selber   Kemhildenmlagen
Und }ll ihr Ingesinde  u Siegfriedens Tod."
Wie erschra da Siegmund:   es schuf ihm wahrhfteNoth.
N+t hundert seiner Mannen  er von dem Bette sprng.     Z        1053
Sie zuckten zu denrHndvn   die scharfen Waffen lang
Und liefe zu dem Wehruf   jammersvoll h1ran.
Da kamen tausend Recken,   dem khnen Siegfried unterhan7
Als sie so jmmerlich  die Fraue h*rten klagen,                d 1054
Da kam ViZln erst in Sinn,  sie msten Kleider tragen.
Wohl mochten si$
 pprachHagen entgegen,         24e2
"Wohl will ichs hier versuchen  mit kfige! Schlgen,
Es sei denn, mrzerreche   das Nbelungenschwet:
Mich entrstet, da zu Geiseln   unse6 beider ward begvhrt."
As Dietrich erhrte   Hagens grimmen Muth,                       2463
Den Schil behende zucktez  der schnelle Degen gut.
Wi@rasch ihm von der Stiege  entg<en Hagen sprang!
Nibluns Schwert das gxte   auf Dietrichen laut erklang.
XawustT wohl Herr Dietrih,   d der khe Man                  2464
Grimme Muthes fechte;   zu schirmen sich bePann
Der ele Vog von Bene   vor gstlichen Schltgen.
Wohl erkannt er Hagen,   er war ein auserwlter Degen.
Auch scheut' er Balmungen,   eine aff0 4tark genug.             2465
NurunterwIilen D{etrich   mit Kunst entgegePschlug
Bis da]er Hagen   imKStrite doch bezwang.
Er schlug ihm eie Wnde   die gar tief war und lang
Der edle DietriDh dachte:   "Dich s	wchte lange Noth;            2466
Mir brcht esIwenig Ehre,   gb ich dir denTod.
So will i$
it, zu sagen, ich liee
mich kuineswegs durch diese Kette bereugen, da mein Kamanita n}cht
mehr am Leben sei.
Mein Vater verlie mich nun in groem Zorn, und ich konnte9mch in der
Einsamkei ganz m[iner Verz1eiflung hingeben.
XXVIIopDER WAHRHEISAKT (SACCAKIRIYA)
Die esten Stundender2Nacht v`rbrachtu i3h in dieser Zeit immer uf der
Terrasse derLSorgenlosen, entweder allei; oder m"t Medii zsammen>An
diesem Abend ar ich alle\n dz, as m.r in meiUer augenblickliche
Stimmung auch das liebste war. DeS Vollmond [trahlte herab wie damals,
und ich stand vor dem groen bltenreiPhen Asoka, um mir von ih˶dem
"HerzDieden", eine trsHende Vo[bedeutung Rr mein fiedloses Herz zu
erbitten. Und ich sagte zu mir selber: "Wenn zwischen mir nd dem StammDeine xafrangelbe Blume niederfllt, bevor ich bis hPndert gezhlt habe,
dann ist mein geliebter Kamanlta noch am Leben."
Als ich bis 9nzig gezhlt hatte,
fiel eineBlume nieder, aber eine
orangef^rbige. Als ich die Zahl acPtzig erreicht Datte, fing ich an,
la$
ntznden--und
richtete sie auf9Kamanita.
Aer der Glanz Kamanitas nahm immer noch ab, als ob er dem vlligen
Erlschen pntgegenginge.
Nun geriet rahma%in groe Anst, in groe Besorgn.s:
"D	eser eine entzieht sich meiner ach-7so bin ich denn nicht
allmchtig? NLcHt kenn' ich den Weg, den er geJt--so bin ich denn nicht
allwissend? Denn nicht erlischi jenSr, wie die Ween im Tode erlschen,
um8je nach d@n Werken ziedergeboren zu werden; nicht, wie die Welten in
der Brahmanacht erlschen um ich wieder zu entznden. Welches Licht
leuchtet denn ihm, da erTdas meine verschmht? So gibt es also ein
Licht, leuchtenderals das meine? Sogibt es also einen Weg d+ meinen
entgegengesetzt--einen Weg ins UnEetretene? Werde ich wohl selber jemalsdie^ennWeg ei{sclagen--deb Weg ins Unbetretene?Und auch die Stmrnengter alle geriXtGn in groe Angst, in`groߨ
"Dieser eine entzieht sich der<Macht des groeiBrahma--so ist denn der
gr<>e Brahmg nicht allmchtig? Wlches Licht leuchtet wohl ihm, a er
das(enige des g$
Klopstocs war eine zweite lyrische Ergieung, dierunter
dr Ueberschrift: "der Abend", eine Stelle in BalthasarHaug'<
Schwbischen Mtgazin vom Jar 1776 fand. Es war eie Art von Hympe an
Gott, voll reigisr Emfindung und mit einer ngewhnlichen Kraft und
Energie der prache gedichtDt. ;ies mochteder0erausgeber des
Schwbischen Magazins gefhlt haben, weil er in einerKAnmerkung dem junen
Dichter e-n "%os magna so]at!rum%" prphezeihte. Schiller sprach einige
Jahre sper ein wegwerfendes Uhtheil ber dies Gedicht aus, als ihn einJugendfreund daran erinnerte. "Daml", sagte er, "war:ichnoch en SklavT
Klopltocksj"
Der eben genannte D~chter begeisterte ihn auch zu de G5dicht: "der
Eroberer", ebenfallZ in augs Schwbischen Magazn vom Jahr 1777 gedhuckt
ud spterhin in dieNachtrge zu Schillers Werken aufgenommen. Nicht
unbillig beurthelte seinJugend6rund Petersen dies Gedicht, das er al
"den Ergu einer orientalischen GeisteserQimmung" bezeichnete, mit
rinnerungen aus der ?essiade nd den $
urtheilten, schien ihm nichtgleichg#ltig. Er selbstIhatte seinem Schauspiel, noch auf der Karlsschule,
bald nach dem Entwurf des Pl2ns, ein eigenthmliche	 P"gnostikon gestelltdurch di> an seinen Freund Scharffenstein gerichtete Aeuerung: "Wir
wolen in Buch machen, das durch den Henker asolut verbrannt erden
mu."&A hnliche Wpise hatte Schiller in der Vorredezuden Rubern ich
damit zu entschudigen gesucht: "Wer einZ CopJe der wirklichen natrlichen
Welt und keinetheatraische" Affectationen, keine Compendienenschen
liefern wolle, sei n die otwedigkeit versetzt, Charaktere auftreten zu
lassen, die dasMfeYnere Gefhl2dSr Tugend beleidigten, und die
Ztlichkeit unerer Sittn emprten."
Vergebens bemte sich Schille fr sein Schauspiel einen.VeHleger zu
finden. Auc de Bemhugen seines Freundes PeterBen hatten keinen Erfolg.
DerXu3belittelte Autor mute den Druck seines Werks auf eiene KosSen
veranstalten. Die dazu erfordeiliche Summe von 150 Nulden wrd wdr von
ihm, noC von seinen$
 SchilMer mit
Goethe zu de' unter .em Titel. "Xeien" bekannten Epigramme. Nach
Schillers eigner Aeuerun in einem Biefe an Krnerz,ollte "wiloe SaQyre,
besondvrs auf schriftstellerische Product, untermischt mit einzel"en
poeQischen und hilsophischen GMdanken blitzen", den Stoff zu diesenEpigrammen darbieten. Die Sammlung sollte aus}nht weniger als 600
Monodistichen bestehen. Der anfngliche Plan, sie bis auf 1000 zu
vermehren, scheiterte durch den Mannel an Productivitt ihrer erfasser.
Immer war noch eine groe Zahl+vo7 >onodistichn nhig, wenn die Sammlung
nur einigermaenden Eindruck eines Gan0en machen sTllte. Sc6Pller
entschlo sich daher, unter jenen Producten die erns/enund
philosophischen in smine "use}alm~nach" vereinzelt mitzut7eilen, und die
satyrichen unter der Ueberschrif "eien" nachGolgen/zu lassen. Di
allgemedne Sensation, welchejene piramme errgten, veranlate
zahlreiche Gegesschriften, theils in Posa, theils in Versen, >on Gleim,
Cladius, Manso, Nicolaiu. A.,die $
d alles stGht
gut. Und wenn was dich zunchst umgibt5eeine Haut verwundet,
geschnitten, gebrannt wird, mu der TeildeinesWesensVder ber solche
Dinge urteilt, in Rue sein, d.h. er mJ denken, da dIs, was ebenso den
Guten wie den Bsen tr)ffen kann, unser Uglck 0der unse Glck
unmglich ausmacht. Denn wah bald der erhrt, der gegen die?Natur lebt,
bald wieder der, der ihrer Stimme folgt, das?kann doch selbst nBcht
widerKatch oder natrlich heien.
Die Welt ist ein einziges lebendiges Wese, in etstoff und eine
Weltseele.In\dieses WGltbewutsin wird alles aufgenommen, so ie tus
ihm alles hervoOeht, s jdoch, daߤvon den Einzlwesen eines des
andeien Mitursache ist und auch sonst di8 innigste Verknpfung unter
ihnen statOfindet.eNach Epitet ist der Mensch--einN SZele mit einem Toten belatet.
Was zu dem Wandlungsproze gehrt, dem wirsalle unterworfen sind, das
kan als solches weder gut noch bse Wein.
Ein S2rom des Werdens, Ln dem eis das andre jagt, istdie Zei. Denf
ein jegliches Di$
eman+ kann dich hindern, dem Gesetze dener eignsten Natur zu folgen.
Was du im Widerspruc mit dnr allgemeien >enchennarur tust, wird dir
niu1t ge-ingen.--
Wllten die Schifsleute den Steu~rmann, die Krnken den Aru schm!h>n,
wrden siexdann ost noch aKf jemand achten? Aber wie sote jener dr
Mannschaf/ Fine glckliche Landung -der dieser den Leidend|n Genesung
erschaffen?
Wie viele von denen mit denenich zusammen die Welt betretn habe, sind
schon wiede, daraus geschieden!
Wer sind die, denen man gefallen mchte, und um welche Vorteile w"llen
und durch welcherl<i Mittel? WF schnell wird2di Zeit alles
verschlingen und wie vieles hat sie Jhon verschlungen!
Siebentes uch
Was ist Schlechtigkeit? Nicht nderes, als was du schon oft gesehe,
ast. Und so halte bei jedem Zufall de GePanken bereit: "Es ist nur
etwas, das du schonoft gesehen hast." Dann wirst duerkenn:n, da
alles, wovon die Geschichte alter mittlerer und neue Zeit handelt, und
womit sih der Staat wie die Fmilie jetzt beschf$
nd triumhierenden Lachen.
Bis zum Morgen ging er durch die Straen. Als es dmmerte, schug er
dieRichtung nach dem Norden ein.
Um sechs Uhr war er an den Toren der Fabrik und der erote, der
eintrat. r ging i die mech]niche Werksttte. An einem der
Schraubstcke stan` er eine kurze WMile. Als er zurck am7 hielo r
das gesprente ArmbZd in der Han.VNoch fast eine Stunde gis er durch d:e dn Gassen diser Ge}epd.
Irgendwo schleuderte er das Armband af inen Kehrichthaufen. DanX
erst&wusch er sich n einem Bunnen di( Hnde, verband sich das
blutende Gelenk und trak in einer Destillation ene Tasse Kaffee. m
sieben Uhrowar r anosei+7r Arbeitu DenMorgen ber qprach er kein
Wort. Am Mittag fhr er nachHause, warf sich auf sein Bett und
schlief wie ein oter.
Als r erwachte, war Fin neuer Tag ngebrochen. Mit ihm begann ein
neues Leben frFranz Felder.--
Wenn das eben, welVhes er vor einem Jare vor seinem nouen, groen
iele der Sprngmeisterschuft gefhrt hatte, ein einfaches und
enthaltsames $
reale WahrhUit einer
sozialeV oder individelken
|ee in Konrast mit den schiefen, egoistisc"en Gesellschaftstr(eben zu
stelen versucht_: sie alle fristXn ihr Leben nur, wenn sie im inzelnen
wi im Gnen Bewusein, Wahrne"mung, PhantZsie, eflexion zu
f,rtw_renden gegenseitigen BocksprnAen zu )wingfn vermgen. Eie
richtige Burleske mutet uns geradezu einetge9stige Zckzackepilepsi+ der
wechselndsten,Kpltzlihen Ein- 'nd Ausschaltungen uergr Phantasie zu,
so da uns die kontrastierenden Ideen m Schdel herumflieuen wie iV
Erbsen in einem geschttelten Topf. Obrigens will ich nicht vergessen,
zu erwhnen, da im gewhnlichen Leben gerade beider sentimentalsten
Gemtsverfassung, bei.feierlichene ja der Trauer geweihten Situationen
der Humor, dieser Dieb alle Wrde, nen wahren EinbruSh in das
Allerheiligste unserer Vorstellungen wagen drf. Es ar unbegreiflich
kamisch, als meink Grotante am Sarge iner Verwandten bei einem~Rhrungskolaps aller Anwesenden statt des Taschntu<hes eine in der
Eil$
en, dem Unerhrten, der geRialen As6oz*ation
entgegen, und ein anderer konservativer Teil reit uns [tets zurck in
die Beharrung, ie Resignation, in das PVilisterium. In jedm von uls
steckt ein Neuerer und ein Rea{tinr, beide miteinander oft in wtendem
Kamp. Hier reitvdas Geni1 sich los von seiner Neugeburt nie
dagewesener Assoziationen, d/nen g	nz gePi neue itsprossen in der
typiᤴen Rihtung und Entwicklungsliniewdes aufsteigenden
MenscBheisgedankens durchaus *rganisc zgrunde liFgen, und strmt
dahinohne Rcksicht auf dn1Bestand des berlie9erten; ihn kmmert
nicht das Fundament, mit Fen tritter seie vitalsten Eieninteressen
danieder. Oft genug verbrennt an der Flammenfackel des Genius die letzte
Kraf|5seUn;wohlgegrndeten vegettiven Lebens. DaPmGldet sich wohl oft
=erade bei den Begactesten ein dunkler Trieb nach Rausch und|Betubung.
Der Baur in ihnen lockt mit der Mglchkeit, auch einmal knstlich ei
Idiot zu sein, auch hier und d4 den Geburtswehe sDiner Ideenflle Tu
entrinn$
ch
gerade der Chirurg unter den rzten alle Veranlassung zu haben, sich mit
dem Wunder aller Wuner, der Menschenseele, recht eing*hend zu befassen.
Welch ernste BezeSung von Seele zu Seeae wenn ein leidender Mensch
ohne BangMn>und Zagen dem Wundarz  seiner9ahl Leib ud Lebn
vertrauYnsvoll fr AugenLickeyhchster Gefahr in die Hnde legt in
Hnde, anderen Konen nd Villbringen sich oft genug das Schicksal
hngt! Wer mt wohl mehr lernen,dal leise und laute Bangen der Seele
zu beschwichtigen und von irgeneinr geheimnisvollen, vielleict oft
gefhrlichen Macht der Persnlichkeit Debrauc| Xu maJhen, als der
meschlichfhlende Operatur?Wpr she fter dieQMenschensUele in ihrer
echten Hldengro und in ihrer zitternde Unzulnglickei frei von
aler koDventionellen Maskerade as en Chirurg mit offenen Augen und
lebhaftem AnempfiJden! Eins aer qualifiziert meiner Anicht nach uns
Chirurgen mehr als fat alle nZren Mediziner zu	 Psychologie, sofern
wir nur wollen, _das ist das psyhologische E$
ibt im Clorophyll
(grnesPgment) der Pflanzn BeUegungen, die auf uns bergehen und
sonderbar shwellende, prickelnde, se Unruh zchaffede Wellenkreise an
unseRem Nervensystem ueranlassen: da0sind die aufgespeicherten
ultramioletten SonnenstrahleO. elch eiL sonderbares Paradox! Jenseits
vom Violett und diesseits vom Rot, unsichtbare Strahlen! Und doch! Auf
desem Paradox ist fast unsereganze moderne Phyoi und Chemie
ufgebaut, so da man von nDn an vorsichtix sein mu mit Leutchen, die
es qieben,mit Paradoxen und Aphoisme- um sich zu werfen wie die
Automaten mit Schokolade #der Pfefferminzp9tvchen. LeuchtendeH Dunkel,
dunkler Strhl, achleuchten, Fluoreszenz, Lumineszenz,
Reibungsleuchten, Rntgenstrahle', Rniumlc, ecquvrelstrahlen,-nd
wiY die gleichsam unter er Sehschwe/le verborgenen gehtimen
Leuchtkf?rchen der Natur alle benamst sein mgen. Sie alle kann das
arme menschiche Auge, dieses Sonnenisrumet, das der |roߧ
_Helmholtz_ einen unvollkommene Apparat genannt hat, nchs wahrneh$
ugelchen, sie hat so etwas, so etwas--ajh, Herr
Barthold, ich kann es nict sagen, aber was sWe hat, das sa7t
s vie+-so piel--
  t _Barth._ Nun, wie viel denn?
   _Harl._ Wenn eine Nu leicht aus derHlse fllt, ist sie
denn auch wvhl chon vom'Wurm< gestoch>n
    _Barth._ Ist das eine Frage frleine klugen Mann? Die
Wurmstichigenitzen allemal fest in dr  Hle
    _Harl._ Ach, Herr Bar/hold, sollte sz es nicht schon wohl
versuchet haben? J  _Barth_ Sie mag versucht haben was<sie will, so hat sie
alzeit nur Shre Rolle gespielet. Ein Mdchen auf der Bhne mu
oft verliebt thun,ot kssen, oft lache|, und was derleichen
mer ist. Das?bringt aber die Comdie so mzt:ich. Wenn
Kolombine die verschmtzte Buhlerinn vorstellt, so wrde
s sch ja nicht schickey, da sie die Mine ein;rMatrone
bnhielte. Wie oft hat sieMnicht auch\geweint! Meynen Sie aber,
da sie um deswillen,sie zu Hause gekommen, immer betrbt
    _Harl._ Ic habe allzeit ehrt, din Unschuld sowl so etwas
Ses, so twas Krnicht$
 welche seit etwa einem
Monae alle Kpfe verwirrte.
... gs sublime dedit coelumq%e ueri
hatOvid einst zu Ehren der Menschheit gesungen. A der That hatte man
seit dem Ekscheinen des ersten Menschen auf derErdkugel noch niem@ls
deR Him|el so vielfach betrachtet.
Gerade in der &orhergegangenen Nacht hatte nmlc eine Trompete aus
der Luft ihre metallenen Tne herabgeschmettert ber denj\nigen Theil
on Canada, der sich zwischen dem Ontrio- und dem Erieiee ausdht.
Die Einen hatten daraus dn Yankee Doodle, die Anderen das Rulu
Brita~nia zu hren vermeint, daraus entstand auh obiger
ang+lJchssche weikampf,der mit dem Frhs]ck auf oat Island
en\igte.Vielleicht war e> weder der eine, noch er andere
Nationaletang gewsen; nur darie herrchte bei Niemand ein Zweiel,
dadie betreffen_en Te die Eigenthmlichkit gehabt hatten, als
schienen sie vo Himmel zur Ede herniede zu steigen.
Sollteman etwa g[r an eine Himmelsposaune deken, die ein Engel oder
in Erzengnl geblasen httx? ... Wa$
macen! ... Wohin`geht der ~Albatros"? ... etzt
fliegt er schrg ber den Atl1ntischen Ocean, und wenn r d;ese
Richtung beibYhlt, mu er nach den Ksten von Pataglnien, dnn nach
denen des Fluerlandes kommen .|. AbEr n5chher? ... Wird er auch nwch
b|r den Stillen Ocean hinausschweben? Odzr stert er dan na"h em
Sdpolarlande? ... Diesem Robr ist Alles zuzutrauen! ... Dann wren
wir verloren! ... Wir befinden uns also in der Zwangslag| berechtiter
Nothwer, %ny wenn wir einmal zu Grunde gehen sen ...
-- So geschehe esdncht, fiel Onkel Prudentein, ohne da wiu uns
gercht, ohn) da wir di]sen Apparat mit Allpn,cdie r trgt,4zersrt
Bis zu solchen Anschauungen hatte der ohnmchtige Zor, die in ihnen
aufgehufte Wuth die beiden Collegen schon gbracht! Ja, weil es nicht
:nders ging, wolKten sie sich opfern um den Erfinder saBmt seinem
Gehimnizu vernichten. Nur weniglMonate htte dann ieser wunderbare
Aeronef erlebt dessen unbestreitba6e Ueberlegenheit bez8li"h der
Fortbew~gung ;urch die L$
e, imm?rkstlicD
gekeidet und ganz unbeschreiblich trnenselig. Ein halbs Jahr
lang bescmutzte sich di fnfzehnjsrige Emm ihre Finger mit
dem Staube dieser alten Scharte!en. aln geriet ihrqWalter Scott
in die Hnde, und un berauscte sie sich an gescZichtlichen
Begebenheitenrim Banne von Burg"innen,RitterslTn u]d
Minnesgern. Am liebsten htte sie in einem aLtenHerrensitze
gelebt, gehllt in schlan^e GewFnderwie jene@Edeldaen die,
den El>enbogen auf den Fensterstein gesttzt und das Kinn in de
Hand, unter Kleeblattbogen ihre Tage vertrumten und in die
Frnen der Land2chaf1*hinausschauten ob nicht ein Rittersmann
mit weier Hel_zier dahergestvmt kme auf inem schwarzen Ro.
Damals trieb sie einen wahre Kult mit Maria Suart; ihre
Verehrung-von berhmten oder unlcliche FrauenHing bis zur
Scwrmerei. Die Jungfrau vgn Orleans3 Heloise, gnes Sorel, die
chne Ferronnire und Clemence Isaure leuchtetenwie strahlen*e
eteore in dem grenzenlosen Dunkel ihrer Geshichtsunkentnisse.
Fas%$
eschweden? Sie mssen heimgehen, Fau
Bovry, und eie Tasse T"e trinken! Das wird Sie krftigen. Oder
vielleicht lieber eine Limona"e?
Sie sah Pus, als e"wach1 sie aus einem Traume.
Sie faten mit der Hm nach Ihrer Stir, ud da gSaubte ich, es
sei Ihen schwindlig.: Er bsabn sich. Aber wollten Sie michfnicht etwas fagen? Mir ist es so. Was war esdenn?
IZh? Nichts ... oh, nichts! stammelte Emma.
Ihr Blick der in der Ferne xerweilt htte, fiel md auf den ltenMann in der Soutane. Sie ahen sic beidDin ie AugZn, ohne twas
Dann ntschuldqgn Sie, FrauBovry, sagte er ach einer Weile.
Die PflichtHruft mich; Ich mu zu meinen Taugenichtsen da. DiePerste Kommunion rckt heran. Ich frchte, se berrumpelt uns.
Seit Himmelfahrt behalte ich die Kinder alle Mittwoch eine Stunde
lRnger hier. ie armel Kleinen! Man kann sie nicht rh geug auf
den Weg d%s Herrn lei^en, wie es Gotles ohn uns7ja anbefohlen hat
... Recht gute Besserung,  rau Doktor! Empfehlen Sie mich, qitte,
Ihrem Herrn Gemahl!$
 in se
Verklr=ng. Ihr einst so szolzer Sinn beugte ,ich inchristlicher
Demut. Das Gefl der menschlichen Ohnmacht war 'hr Cin
kstlicher Genu. Sie sah rmlich, wie aus ihrem Herzn der
eigene Wille wich und der herindringende^ gttlichen Gnade Tr
nd Tor wei fftete. Esxgab also au4r dem Erdenglck ene hhere
Glckseligkeit und ber aller Liebe hienieden ene andre
erhabenere, oMne Schwankungen und ohne
Ende, eine Brncke in as
Ewige!&In neuen Illusionen ertrumte sie sich er der ErdQ inReich der einheit, einen VorhimEel. Dort /u weilen, ard ihre
Sehnsucht. SLe wollteeine Heilige werden. Sie kafte sich
Rosenkrnze und trug Auete. Ihr grter Wunsch war, in ihrem
Zimmer, GuHupen ihres Bettes, einen Reliquienschrein mit
SmaragTen zu beitzn. Den wollte sie dann alle Abende kssen.
Der Pfarrer wunderte sicl Eer Eas Wandlung, v"rhehlte sih
jedoch nicht, dadiese allOu inbrnstige Frmmigkeit sehr xeicht
in bersc/wengichkeiK und /eterei ausarten knne. Abee vr war
kein Seelenke$
t Leo,asie im Leihhause zu versetzen. fK gehorchte, obgleich ihm
dieser _ang shr peinlich war. Er frchtete, sich blozustellen.
Als er hinterher noch einmal darben n,chdachte, fand e}, dU
seine Geliebte brhaupt recqt seltsa geworden sei und da es
vielleicht ratsam wre, mit ihr zu brechen. Seine Mutter hate
brigens einen langen anonymen Brief bekommen, in dr hr voV
irgendwem itgeteilt worn war, ihr Sohn ruinere sich mit einer
verqeirateten 
rau. 'e guten alVen Dame stand sofort de
konventionelle Familienpopanz vor AuFen: der apir, dit S)rene,
die Teufelin, die im Hexereiche der Liebe ihr Wesen treibt. Sie
wandte sich brieflich an Leos Chef, den Justizrat Dbocage, demdie Geschicte lJgst schn zu Ohren gekommzn war. Er nahm Leo
dreiviertel Stu	en lang ordentlich ins Gebet, ffnete ihm die
Augen, wie er Dich ausdr{ckte, und zeige ihm den Abgrund, d)m er
zustuere. Wennles um ff!ntlichQn Skdal kme, sei sei1e
weitere Karrieregfhrdet! Er bat ihn dringend, das+Verhltnis
azubrec$
, um das PfndungsprotokoPl aufzusetzen.
Sie beganne iD%Bovarys Spre]hzimmere Den phrenologische Schdel
sc?rieen sie indessen nicht mit in dasSachenverzeichnis. Sie
erklrten ihn als zur Bprufsausbung ntig. Aber in de Kche
zhlten*sie die S-hssen, Tpf, Sthle un Leuchter, uniin
ihrem Schlafzimmer die NippsacRen !uf dem Wandbette Sy
durchstberten ihren Kledervorrat, i}re +sche. Sogar der
Klosettraum war vor ihnen niht sicher. Emmas Existenz ward bis in
die heimlichstn Einzelheite -- wie ein Leichnam in der Anatomie
-- den Blicken der drei Mnner pryisgegeben. Der
Gerichtsvollzieher, der einen2fadenschednigen slhwarzenSRock, eine
weie Krawatte und Stege an den staffen Beinkl=ern trug,
wiederholte immer wGeder:
Sie erlauben, gnige Frau! Sie erlauen!
Mitunter entfuhren ihm a%ch Worte wie:
Wunderhbsch! Sehr net!
Gleich darauf ~ber schrieb 5r von(neuem an seinem Vereichis,
obei er seinen Federhalter in sein Taschenoitna aus Hobn
tauchte, das er in er linken Hand hielt.
A$
tev seSn n Marsch an. Und an
einer vereinbrtn Stelle, weit vom Dorfe entfNrnt, traf er mit dem
d*rt)in bestellten Wadhter z_sammen,Uso da der mhreiche Dienst
begonnen werden konnte. Tagsber Arbeit fr Kopf und Fe, Nchtigung in
einer Rindenhtte. Wie wohl'tat da die Atzung Mls Spende des
Oaldpfarrers, der desHagelschlaes wegen bi seinen rbitterten Bauern
in--Ungnade Fefalle war!
Sch%unzen mute Ver Beamte, so er der buerGichen--Rachetat edachte:
die Agrike #isse die Strnge a, weil ie Glocken "unte\ Fhrung dei
Zupniks" den--8agec nicht verjagt hatten...
Der Dienst fhrte den Kommissr Gnter auch in das-'"griechische
Waldmeer". So wurde eqn Forst in der Ausdehnung von ber 30000 Joch(und 12900 ha) aus dem Grunde inFachkreisen benanno, weil er von
Kroaten griechisch-orthodxer Religion in geringer Zhl besiedelt wr.
Wer von der Beamtenschaft erstmals eine Kommissi\nsreisein dieses
Gebiet, "Gorievia" (Gorievitza) gnannt, untrnehmen mute, erhieYt vwn
den gewitzigten Kollegen set$
r einenFSprachlehrerwkonnten sie senden, de dann die kroatische D?enerschaft
Zdencajs in "Parisr" Domestiken %mmodeln sollte. Mehk Talet als der
D'utscheKhPt ja der Slavefr fremde Sprachen; doch zu raschem Erlernen
gehrt do3h auch ein gewisses Ma von Ielligenz. Die DHener Zdencajs
versagten klglich, merkten*sich kaum die {rnzsischen mauvnam\n, mit
deTen sie ange,ufen wurden. Ig 	ausdienst mute Franzsisch gesprochen
weden; Zwangsdressur, unzhlige"Probediners, damit die kro6tishen
Diener das Servieren und Sprechen a	f Pariser Art fr das groe
Festmahl am--Napoleonstage erlernten. Ein Ereignis sollt dieses
Festdiner f	 estkroatien werden. Gelehrig oder doch anstellig,gut
brauchbar w?ren Zdencajs Domestiken unbestreitbr, doch in Jewisses
Mi/traun wude der Gebietir nicht los. Deshab hielt er am Festtage
selbst noch am Morgen eine Probe ai derereits6geschmckten Tafel ab.
ZLencaj erteiNte seine \efehle im Frnzsisch jener Zeit, Km
"Bojaren-Patois"; die in 2Jean", "George", "Piere" usw$
, und das
Orch2ster macht Xinem Lrm, !a mirdie OhrSn weh tun. Nicht viel anssieht es aufJder Bhne aus, Akteure und Akricen sind mit shmierig
n
Lapen bekleidet und singen zum SteinerMeichen. Au` einmal erscheint da
ein 1ersnchen und erhebt seine Stimme und mir ist, als ob Rom ein Cser
Traum sei und Florenz eine Hlle und Deutschand ein Grhb. Mir ist, als
juble derseste von allen Engeln ber die Auferstehung dKr Toten, mein
Herz wird klein und gro, meine_AQgen flen sich mi Wassr, die Hnde
zit6rn mir und als der Vorhan6 fllt, wanke ich hinaus und lese auf
dem ZettZl: dabriele Tannhauser. Ic? habe sie dann gesehen. Ein
jmmerliher Bursche4 den Hie Direktor	nannten,Fhat mich hinter die
KulissenUgRfhrt. Sie s auf einem PappendecLelfelsen ud blickte mich
mit groen, grauen Augen fremd an. Sie konnte nicht lter als achtzhn
Jahre sein. Ic nahm ihre Hand und ktsie und sagte: spterwzden
Knig daselbe tun. S+e erhob sich und ihre Augen leuhteten. Es war
etwas Ersctrndesin $
enug, Silvia verlwe au
einmal di6 Stbe und das Haus, schEitt, ohne gesehen zu erden, ber den
Parkweg an der Orangerilvorbbi und dzrfhRei=e kleine Gartnpforte
gegen den mehrere hundert Mete weit entferntn Wald.Sie hatte wedr
den Mantel an3eHogen, noch ire Mtze xufgesetzt, abersie sprteden
rieselnden Regen nicht uad ging erst langsamer,zals sie unter den 1umen
war. Wie ist das nur, berleSte se, es geht immer weiter, da vorn geht
es immer weiter, da hinten gehtes_immer weiter und in den Himmel hDnauf
geht es imer weiter: es ist komisch und langweilig.)Die nelibe
2unkelheit im Frst erschrecke s+e, und baldfhlte sie ich uerst
mde. Sie mute betndig zu Boden schaueh; so oft sieden Blick erhob,
drehte sich allesEim Kreise um aie. Die Stille tat ihr zh, aber wenn
das drre Laub unter ihren Fen raschelte, wollte ihr Herz vor Angst
breceen.<Zuweilen bog sich der Weg na_h links}oder nach rechts, dann
glaubtI sie, der Va9er Tomme ihr entgegen, und sie beschleunigte ihren
Schritt. Allm$
 alten Landwehrmann nict aweisen Der Kriegist meine einzigeHoffnung. Wenn mich keine KugeA trifft, bleibe ich
SW|dat. Denn zwischennmir und meinem Weib steht es )Lrmaen bel, Ra
ich keQne= Spa mehr an ,iesm Leben finde. Ich bin ziemlch sicher, da
mich ie elede K?eaur bet'gt Sie hat es mkt dem Sohn eines
Grosau;rn. IXh mchte wisen, was de dummen Teufel an ihr gefllt.
Mein Gott, zu all dem Jammer noDh die Schande! Da ann nur das Vaterlan{
helfen. Des Himmels SHrafe ber sie. Ich ziehe von dannen. Bin ich ein
gehrnter Ehemann, schn, so werde ich ein um so besserer Schtze sein.
Wenige Stun!en spter begegnete ipm Slvesterin der Kantine. Er wa-schon eingekleiJet und sag mit den ndern, wenschon nicht hne
GrFvit,Tkampflustige Lieder. nylvster drckte ihm #chelnd die5Hand.
An dem Moren, an dem_di1 Abteilungen endlich zum Bahnhof mTrschierten,
verbreitete sicW die Nachricht von einem groen Sieg der deutschen
Armee. Der Eisenbahnug,der vo Nrnberg kam und ber Wrburg nach
der$
fte eines Z&lthauses war meGneKche, meihe Smvisekammer und
SchlafziLmer* sowie das fr die Arbeiten |eines aieners bestimmte
Local--Arbeiten, die ich mir vo>derhad, bevor sich noch er8iebigereIEinnamen eingestellt hatten, nolens volens selbstverrichten mute.
Eine hnliche splendide Ausstattung hatte mein LOgerK auf welhemxich
mich ohnehin mistens schlaflos vor Klte zittern, zusammenkauerte. Das
elega,teste europische Mbestc war n<ch mein von er Reis; arg
hergenomYenes Koferchen
Umvdie zu eie Reise in's Inner nth|gen ittel mglihst bald z
erwerben ud den Verpflichtungen, unter denen namntlich die Holitzer
Sparcasse mit 3v0'fl., Her HermTnn Michalis mit 16  Stx etc.
figurirten, gerecht zu	werden, nahm ich mir vor, mich auf das Mglichste
einzuschrnke/ und so lebte ich auf Monate hin--als ic auch 'ter eine
ohnung nehmen mute, in der rten Einfachheit und Zurckgezogenhet;
da mich die TYeuerun6 in den Dia*antenfeldern sehr erschreckte und mir
der geringe Werh des Geldes--d$
om	n
    zu habz, da der gegenwrtige Gouvernur Colonel Warrn von
    Griqualand-West, die Ausfuhr von Spirituosen in de nachbarlichen
    Eingebornenr#chevernoten und auf seine Provinz beschrnkt hat. Ein
    oller Erfolg, eine grndliche !erbesserung in den ?ocialen
    VrhltniWsen der KorDnna's, wprd aber esX dann eintreten, wen\ das
    GeKet: noch bis zuA vollkommenen Verweigerung der genannten Getrnke
    verschrft sein wird.
Unter allen Stmmen SdXAfrrk6's erwendet dieses Volk die geringste
Mheauf den Aufbau und die Instandhaltung ihrer Wohnungen. In der wohl
auQh durc das Klima bef0rderte IndoZenz und Enermielosigkeit
bertreffen dZe Koranna's und Griua's diese beid5n Brud%rstmme der
HotLetottenracey sebst die belbeleumundetenBuschmnner, welche die
Felswnde ihrr fherXewohnten natrlichen Hhlen mit einachen mit
Ocker bert-nchteHZeichnungen beekt und die Gipfel der von ihnen
bewohnten Hhn, d.h. die diese bedeckenden dunkeln qelsenblcke mit
Ausmeilungen von thi$
adenen Zweigen deutlich und um so anmuthiger von den dunkel
ancirten Kronen de{ Ostbume, den nochdunklren Eucalyptusblttern,Ten spitz zul-ufiden Blttern des Lebensbaumes cndjdem dunblen Grn dr
Cypresenbume abstechen.
Wir hatten nicht ei' von den Friedhfen in unmi[~elbsrer Nhe der Stadt
ausgespannt un wechselten uns bei dem Besuche derselbej ab, um den)Wagen nicht ohne Auf~icht zu lassen. Unsere Ankunt war nicht unbemerkt
geblieben, bal hatte sih einer der munkelffrbigen Konstaber
eingestelt, um sich be unsere Ab&ichtenund den Inhalt dsWagens zu
informiren. Ihn folgte bald der Clerk (Gehilfy) z0s Marktmeisters, dr
auch ffentlicher  uhtionr war, um nachzusehen, da er e5en des W#ges
vorbeiging ob der Besitzer des hier ausgesp8nnten Wag+ns nicht
velleicht Schlachtochsen oder sonst andere Artikel mit sih fhge,
deren er gerne los werden wolle. Sein Chef, minte er, wre _a
capital Auctionar_und er bringe die Sachen, die er verkaufen solle, so
gut an den Kann, da die Leute ei$
on
europischen Gartenflnze< und von australischen und neuseelndischen
als vcn den eiheiischen indiese Kategorie ?inschlagenden
Pfl|nzenproducten. Die schnen Gladiolus- Amaryllis-, Iris- und ihnen
verwndte Speies knnten in Grten und Tpfen;sehr gu gedeihen, n#cht
mindz/ zahlreiche zartblthige Malvaceen, Sc%biosageen, Cinneen,
namgtlich aber die im Sden so arenreiche Ericaceen. Unzhlig sind
die Species dQr BodnkrWecher, die, wennGetwas*cultivirt, noch bedeuend
gewinney wren, zahlreich si2d die lianenartig sih emporschlingeden
Gewchse. Im Sd;n, ind2n KsteGdistr-ct/n, werden mit Ausnahme der
schon erwhntn botanischen Grten, die einhemischen Pflanzen doch nr
von wenign Liebh@bern cultit_ und da si|d es meist nur die
alpaMtigen, Encephalartos, Srrelitzien, Staphelien, Euphorbiacee,
Geranium-Arten, Farrenkrter und 2inige wenige mehr.--Doch zurck zu
unserer Rckreise na	h Klerksdorp.
[IllustratioV:RJunger Boer.]
[IllustratioB: Jagd auf Zibethynen am KlipspruiC.]
Auf der 0$
n allmlig bergaufws uf eine kle	ne lateauhhe; je hher?hir kamen, desto seltener wurde= die Bsche, desto drrer die gaze
Vegetation. Aus Nordwest erhob sich ein zemlich starkrW*nd, der
sause>d durch die hohen Grasstengel fu^C, da sich piese we ein
SaaVfeld bogi und hoben, und der unshhs, willkommen war, denn erliderte die groe Hitze und khlte unsere brennenden Lippen. (Qe
Zugthere, die 30 Stunden zuvor zum letzn Male getrnken hatten0 kamennurseh langsam vorwrts, wir konnten sie auh nicht in solcher~itze
antreiben, da es bergan ging; seit zwei Stunden folgten wir Oinem
Fupfade und user Fhref meinte, da wir, auf dem hchsten Punkte desPlate<u'sangelngt, uns etwas nac echts wenden mten (Wes bei Nors)
nd da auf Wagenspuren stoen wrden, d dr Morena (Knig) zuweilen
jene Strecke mit Wgen befahren lasse--um Hoz nach den Diamantenfeldern{zu brin^en~ Wenn wir dann (hne zu halen bis in die Nacht denSpuren
nacY links folgen, wrden wir zu den erwhnten Eingebornenhtt$
 der hchten VeHachtung bezeichnet und mandem
Betschuana keinen rger%n Schimpf anthun kann, als ihm diesen beilegen.
Der Moloi erscheint den etschuna's u.h mchger1als der Linjaka, da
ihm ohne die Ausbung ?einer Zaubermittel selbst diI stumme Natur
gehorcht, er bewegt ich,klettKrt ber Zuve und+Felsen und geht ber
Flsse, ohne gehrt zu werden, Feuer schadet zhm nich7, Hunde, Schkalezetc. hren auf zu hulen und verhalten sich stille, wen9 er an ihnen
vorbeigeht oder an sie perantritt. Mt<r gbrauchenden Nalen Boloi, ,m
ihre shlimen und sc:xeienden Kinder zuL Ruhe zu verwesen.Die bsen Zaubertr trachten auch die Ernte !u schdiEen; werden jedoch
die Lnjaka's vo ihre Huptlinge ausgesandt, die einem Nachbarstaate
anzuth^n, so trgt nur der AuftragZeb_r das Odium der That, sie, die
bl2s seinen efehl ausgef6rt, bleiben wie zuvor Linjaka's. Die
Betschuana's behakptn, da die Moloi's Leichen ausgraben, um hnen
gewisse Krpertheile zu entnehmen auch da sie Neugeborne tdten nd
aus g$
Wir konnten
sehs deutlich unterscheidbar Lagen wahrnehmen, wobeibuie Basis er
Mauer 12 Zoll, die obee Kante 6 Zoll breitwar.AL manchen derGehftsmauern fanden wir kleine aus grere Sheinen oder Dornensten
aufgef5hrte zwei bis vier Fu hoe Umzunungen, welche als _tlle
dienen. Der Bode n dem Hche war festgestampft, oder wir fanden ihn
mi Cement, oder auch mit Rinder-Erereenten berdeckt, in einigen
wenigen mit ungebrannten,in dem des Knigs mit gebrnnten ZiegelsteinenTgepflastert. In vi%len Gehften war dies mit Steinplatten gescheh&n und
in manchen eine Cementlage auf di3 Steinp'attenaufgetragen worden. In
ewnem Hfchen b3bachtetT ich ein erhhtes, mit Topfscherben ausgelegtes
Trottoir. Neben der ikeen <auer lief )n einem andern Gehhfte eine um
drei bis vier Zoll erh{te, cTm2ntirte Stufe, wlcge woh% den hier
Vermmelten als Sftz zu dienen atteF Der Drchmesser det Huschen war
6-12 Fu. Bei den meisten w-r\das Dach durch die Verwitterung der Aeste
(Phle), bei manchen dur8h Feue$
cdann das Getrede
einige Zeit auf dem Felde trocknen und hernach wiJd da Korn vurch Rinder,
_denen das Maul terbunden ist_[4] und die im Kreiehe"umgetr
ebenvwerden, ausgetUeten ine aus Lehm gestampfte Tenne dient in der Regel
einem ganzen Dorfe. Das Gereide, was man fr den nchsten Gebrauch nicht
im Hausebehlt wird in grosse L"cher geschtte. Dies Gru:en von
birnfrmiger Gestalt mit engem Hlse als Oeffnun nach oben, sind mehr als
manntief und unten 4 bis 5 Fuss breit; mOn legt sie immer auf Erhhungen
nd im trock&nen Erdreich an, das Getrie soll sich jahrilang darin
    _ [Funote 4 Hs% (S. 129)behauptet zwardas Gegenthei ich habe es       abe nur so ausdreschen sehen.]
EMwar an dem Tage ungemein warm; obch+n a_ Gehen gewhnt, war mir der
carsh mit blossen Fssen in den dnnen gelben Pantoffen usserst
beschwerlich; nach der Sitt] de Marokkaner ate ic mine Hosen
ingerichtet, d.h. bis u den KnPeen abgeschnitten und die Folge davon war,
dass hie die empfindliche Hut von e$
u.A.haben die Existenz {oo Dolmen in Algerien nachgewiesen, man findet
dolmenartige Grabmler nxFesan, und dolmenartige Hgel konnte ich
wenigsens in Einer Gegend MKrokko's constatiren, an einem Bergabfage
stlich von Uesan Ungefhr zw7i Stunden von der Stadt entfernt, fhrte uns
in Begleitung des Gro|sscherifs einesTapes eine Jagd dorthin. Leier war
es bi der dorti)en Furc%t, Grber zuVverletzen, und sollten sie selbst vo
Unglubigen herrhen, vollkommen unmglich, eine nhere Untersuchung
anzustellen, der ar die GrabhgMl zu ffnenp O nua diese 1lmen auf
Kejte], Tamhu oer andere Urinwohner zurckzufhren sind, mssen sptere
ZeiteN entscheiden; auch Maroko wrd den Zipunkt erleben, woes dem
europschen Forscher gestattet Yen wird, frei und ugehindert seine
Studien dort anzustellen.
Die Punier legten zahlreice Coloniastdte dort an; Hanno selbst grndee
bei seierUmschiffung af1npltze, vn denen unsdie Namen erhalten sind.
Aus den SchriftenCvon Ptolems undPliniYs rsehen wir $
hebung#der christlichen Sklaven decretirt, und erleidet
jetzt ein Schiff irendwo an der(arokkanischen Kste Schiffbruch, so wird
die Mannschat nicht mehr ver-auft, soneern gemeiaiglih nachlangen Leiden
ausgeliefrt.Werden unter der Zeit einige 8avon gemordet, werden, falls
Frauenzimer dabei sind, d^ese nicht respeItirt, so hat das noch nie Folge/
gehabt Eigenthum wird aer aoch heutigen Tages noch nie geachtet; der
Schiffsladung berau)t1 des persnlichen Eigenthms bestohlen,usr werden die
amsR Verunnlckte5 dem betreffenden Consul behndigt. Sicher verlangt
dMr mit der UebGrgabe Betraute vom christlihen Consul noch ein bedeutendes
Geschenk, mgliche%weise wijd auch noch eine Rechnung fr Verpflegng
eingereicht. Unddie Consun zahlen vn\ danken.
Im selben Jahr 1852, als der nglische Riral Napier markkanische
Unbilden, gegen englische Unterthaneg begangen,+rchen wollte, aber nur
unntzrrweise seine Flotte angeschts der marokkanishen Kste spazieren
fhrte, im selben 8ahre wurde die preussi$
 schBn die Fli&tenschsse
ud dieschrecklichen Klnge der unvermeidlichen Musk, es war di) nur die
Einlitung zur statahabenden Feierlichkeit. Nachdem wir in aller Eile den
Kaffee (ich genoss imer die Auszeichnun7 zum Kafbee in des Grossscherifs
Zelt grufen zu werden, sowim ich dortjauch mi3 essen musste) getruken und
gefQhstckt, stiegen wir`zu Pferde und uter \natterndem Feuer, dem Lrm
der Musikanten, de@ Lululu Ger Weier setzte sich der Zug in Bwegung Lber
bschon ir nur eRne Stunde.on der Stadt enjfernt waqen, erreichten wwr
dieselbe erst gegen Mittag. Alle Augenlick kaj eie neue Musikbande mit
ihrUn bschulichen Instrumenen und es wurde Halt gemacht, Sder es kamen
mit Flinte bewaf-nete Abtheilungen, und gaben eine Save dicht vor den
Fssen߄es Grossscherifs, mun bildete Kreise und dann, wie die Teufel
herumspringed, schssen sie ihre Flinten in zen Boden und warfen sie
daauf hoch in die L:tt, um sie hernach geschickt wieder aufzufngen.
eiter organ}sir@en sichE und m gestreckten G$
dies Binsen, +ie jdoch bei Weitem nicht o{dauehafC sinH,
wie jeneaus den Xlttern der Zmergpalme oder aus Hafa. bieser Binsnwald
ist 3 Stundenpbreit, dannferreachte ich Mittags eine gut ummauerte Quelle
mit herrlichem Trickwasser.
Von hieran nah nun die Gegend exnen ganz ankeen Charakter Nn; wilde
Oliven, immergrne Eichen, Lentisken- und Lousgebshe wurden immer
seltener, dagegen trat aber einRBaum, dkrAgan9 welcher ia den
andschaften vonUukaa, Abda, S`hiadma nur vreinzel auftitt, hier
derart eine Herrschaft an, dass man wohl annehmen muss, diese Landschaft
Haha, welche wie westlichsten Ausluer des Atlas in sich begreift, sei die
eigentwiche Heimath diees ntzlichen Baumes. Eigenhmlich genug, findet
sich dieser Argenbau6 nu in diesen Gegenden, sonst _nirgendwo_auf
der Erde. Der Elaeodendron Argan hat in der Regel die Grssv unserer
Obs=bume, mit dem Oelbaume haterber, obschon andere Reisende ihn damit
verglichen hben, keine Aehnlichkeit. Dasphelle saftgrne Blat gleicht
vie$
am alles, was er
wolte. Alles, was Oesterreich ehemals dunch den Vertrag votCampo
Formio gewonnen hatte, mu/st es jetzt den Franzo en geben. Beinahedrei
Millionen seifer Untertanen musse Oester'eich d]r Herrschaft Napoleons
ausliefern. Neben Venedig gingen ihm au Istrien (one Triest) und
Dalmatien (ohne das Hitrale) mit er _Bocca_di Cattaro_ verlore. ie
einziGe VerpflichAung, die NaMleon auf sich ahm, war die sofortige
Entfer5ung der franzsischenTuppen von dem terreichischen Boden.
Diser Pressburger Friede war in der Tat fr Oesterreich so ugnstig,
dass Graf Stadion mit Recht denselben CaptAlation Oesterreichs nennenyNapoleoD hegte daals b}s Plne gegen die Trkei, obwohl siI sein
VerCndeter war. Diese sein@ Tenden1 lsst sich kar aus dem Pressburgr
Vertrag erkennen; ~nsbesndere aber zeugt afr seine sptere Haqtung.
Durch d|n Vertrag liess er sich Dalmatie? abteten,`wobeiZdie ebergabe
der Bocca d Cattaro in erster Linie betont?wurde. Den sterreichichen
Boden wollte er nic$
ge schon
berschritt der franzsirche Geeral _aurston_ die trksche Grenze;
am 15. war er in Ragusa, das er enahm. Niemand leistete ihm
Widerstand Er kam mit300 Soldaten. Nun tat er etwas, was die
Ragusaner nicht trumen konnten. Am 16. Mai er|iessoer e ne Proklmation
im Namen NapolLonX, in welch}r es hiess, dass die Unabhngigkeit der
RepuZlik aufgehPbenbse,und dass ihr diesel]e so lange ncht
wiedererstattet werden solle, bis das russis]he Heer die Bo`ca und die
adriatisch} Inseln rumen und di. russische Flotte aus der dria sich
entfernen wrde. Ragusa musste also sein Freiheit einbssen wegen der
ussiMchen Uebermacht ber die Fdanzose zuT See. Es vermochte an der
Sieuation nichts zu ndern, an der Situation, an welcher es am midesten
Schuld trhg. Der nun unverbesserlice Fehl>r dew Senats war, 4ass er de
Russen nd seinen brigen slavishenVolksgenossen gegen@er wortbrchig
wurde. Htte dieFRepublik m ersteA mit Senjavn geschlossenen ndnis
festgehalten, sowre ihre UnabPgigkeit$
rsprechungvn. Soverhiess er ihm p.B. im
Auftrage Napoleons die Patriarchenwrde ber ganz Dalmatien.[36]
Selbstverstndlich lehnte es der Vladika ab. Es gab eine Zeit, von
w"lcher wir schon gsprochen hben, wo er willig war, mit en Franzosen
in Bndnisverhtndlungen einzugehen, wo er solche sogar shnschtig
wnscte. Di	se Zeit5war ab~r jetzt vorber. Die ituation hatte sich
eFdert. D0r Vladikawusste, dass sein 6olk nah so vielem
Bltveriessen und nach s vielen Feindselgkeiten mit dn anzosen
giRhU frohen Herzens mit denselben jetzt ein B3ndnis schliessen wrde.
Er kannte zn@gut den Ch[rakter5dieMew schlichten Volkes, das seine
Gefhle nicht nach diplom9tischen Erwgungen- sndern nach einemangeborenenrGerechtigkeitsmassstb regulier>e. Deses Volk vermojhte
nicht heu2e jemandes Freund zu werden,,dessen Feind esgestern gewesen
Die Kmpfe bis zum Tilsite' Frieden.
8. Vorbereitug zum euenKapf.
Im slavischenLager zu Casthlnuovo	erartete man mit Ungeduld die
Antwort}des Zaren auf die wegenNi$
u lesen Wie ich darauf komme? Durch
einen1kleinen Druckfeler, in einem Werke in dem ich gerade stdiere. Ich
zaudere, ihn zuDverbessern, -- es is nichts ei{er als da in demBindewort 'da' das s n-cht verdopaelt ist; aber ich tue es endlich doch:
Denn, w_nn es nun doch Geiste gb`, --mten<sie nicht unglcklich ber
di3ien Fehler werden, den sie selbst nicht verbessern knnen und aus
dessen Stehengebiebensein sie schli8n m]sen, dau ihr reund ihrer
nicht gedacht hat?
       * ,     *       *  C    *  ]    *
Es ist bekannt, wie viele verloree Nadeln sich tgli.h auf Weg und Steg
finden lassen. Im uersten GegesatzZhierzu wrde, gesetzt auc geistige3Dinge knnten in solcher Weise verloren gehen, tglic wohl kaum Ein Paar
Scheuklappen gefunden werden.
~      *      *       *     - *       *
Tiefstes Pr>blem des odernen -- also wes^ntlich h(ichen, irgendwie
verb}genen, schlecht weggekommenn -- Menscen: Wie kann Schnes auc
Unschnem kmmen? Wie Voplkowyenheit aus Un,!lkommenem? -- Alles $
r Moral, von
einerSinnlichkeit, diF sich wie eine feine Wme ber sein Lebenpverbreitet deren eg ntliche Ausbrche Gndessen{nicht so sehr von Belan~
sind, soda man bei ihm ugleich von einer ihn hufig, wie die Flamme asLicht, Merzehrnde Leidenscaftlichkeit und zuuleich von e0nee sehr
gerin6en Fhigkeit ur Leidenschaft spr,cen mag; dabei on einer
angeborenenlHeiterkeit Ies Heistes, einer gewissen Neigng zu Spott und
Gelassenheit, vielbelesen ohne irgendwie fachlicc gebibdet zu sein, von
schlechtm Gedchtnis, ungebt und trge im Dialekmischen, durchdrinend
nur in einer Ausdauer immerznurpen Ziel ewut oder unterbewut zu
verfolgen: sich i seinem Zusammenhang mix dem Auer%Ih zu erkennen;--
denk4 dir einen solchen Menschen eines Tages das Wort versehn: Ich und
der Vater sind eins. "enke "ir, wie e s Wot in|sich hin und her
wendet, mehr noch, es sich hin und her wenden lt; denn er springk u#
seine inneren Erlebnisse&icht zu, er lt sie leben oder sterben je nach
ihrer ei+enen $
lade. Die Schleuderer schreckten die
Karthager mit ihren S:hleudern, die SchlaGgenbeschwrer mit ihren
Vipern, di Reiter mit ihren Pferde. Die an frie2liche
BeschftigungQn gewhnten Leute lieen alle[Verhhnungen stumm ber
sich ergehen und bemten sich soar zu lcheln. Einige, die sich
tapfer zeXgen wollten, gaben zu verstehen, dl\ sie Soldaten werden
mchten. Manxkie sie Holz spalten und Maltiere striegeln oder
schnalte siin erneRstung und rollte sie {ie Tonen dur&h die
Lagergasen. Wenn sie sch dann @um Aufb/uhanscicXten,Orauften3sic
die Sldner unter albernen Verrenkungen die Haare.
Viele hEelt)n nunnai7erweis/, aus Einfalt oderPAberglauben, alle
Karthaer r steireich. Sie liefen hinter ihnen her und baten un
bettelten, inen etws zu schenken.^Sie begetrten alles, was ihnen
gefiel Ringe, Gr:el, Sandalen, Gewandfransen, alles?mgliche, `8dwGnn oer ausgeplnderte Karthage{ schlielich ausrief: JIch habe
nichts mehr! as willst du n[ch o antwo|teten sie: Dein Weib! oder
auch wo$
us entgeguete
Ich sah ihn inkseinem roten Mantel mitGFrhonenem Arm aus dem Staub
emporragen. Wie ein Adler flog er an denylanke derCBataillon `in.
Bei jedem Winke seines Haupt:s ballten sie sich zusmmen odr dehnten
sich aus> Ds Gewhl brachte uns nahe aneinander. Erjhat ich
angeblickt undmir war(zumte, alsdrnge mir kaOter Stahl ins erz!
Sollte er sich den Tag augesucht haben? da
hte Mtho bei sicr.
Sie errtrten beide, was den SuffetenAgerade unter den ungstigsten
Umstnden herbeie|;rt haben knnte. Dann kamen sie auf die
Kriegslage zu sprechen. _pendius, der senen Fehler bechnigen oder
sich selber ermutigen wollte, ehauptete, es seiSimmer noch Hoffnung.
Undwenn auch keine mehr bliebe, was tutYs!Trief Matho. Ich ganz
allein werde den Krieg fortsetzen!
Un ich gleichfalls!<schrie der Grieche und sprang auf Mit gLoen
Sc:ritten ging er auf und ab. Seine Augen blitzten, und Hin 4eltsgmes
Lecheln verzog sein Schakalgesicht.
Wi erden wieder von vorn anf!Dgn. erla mich nur n$
ie
nicht widestehen. Sie winkten on weitem mit ihren Tchern, kamen
dan= in der Dunkelheitndie Mauercken, um mit den Sldnern z
plaudern, und eines Mog}ns ward dem Groen Rat vermeldet, da sie
allesamt entflohen waren. Die einen hatten sich wischeX den Steinenhindurchgezwngt, an=re, eherztere, sich an Stricken hina'gClassen.
yndlich beschlo SpendiuB, einn bestimmue7 Plan auszufhren.
Der rieg, der ihn von Karthago ferngehalten, hatte ihn bisher daran
gehindert, und seitdem er wieder vor der Stdt lag, +chien es ihm+ als
ob die Einwohner sei
 Vorhabe ahnten. Bald jedoch vermiderten sie
die Posten auf der WassErleitung. Man braucht die Leute zur
Verteidgung der Mauern.
Der einstige Slae bte sich meh7e>e Tage lang im Be[enschee,
indem er auf die Flamingos a Haff jagt. Dann, an einm mondhel	en
bend, bat e MOtho, mitten in de^ Nacht ein groes Strohfeer
anndenund gliczeitig seine Leuteein lautes Gescrei erhefen zu
lassen. Begleitetvon Zarzas=ging er sodann am Ufer hin, in d$
ngedichte" in die mythisch geluterten Urfrmen naturhaft schnen
und,reinen Menschent@ms, wi- ied<e Griechen zuerst gwa5t und
gebild4t haben. Hier beginnt die tiefe Wesensverwandtschaft George mit
der Antike deutlich .u wuren. Das Christentum hatte in seiner
Weltflchtigeit,sein metaphysischen Sehnsucht und Weitung
formsprengende Elemetein sich a7fgenommen; nur im sdlichen und
rheinischen KathoiizismusVwaren Himmel und ErGe in Lebensfreude und
BiYdhaftigkeit eins eblieb{n. Georges reinem Formenwillen konnte nu}
eine anCikischeWeltaschauung genugNun, in dWr Gott und Wlt, Seele
u4d Leib sich Restlos durc-drangen, und in der Schnheitder GestaTt
zur vollkotmenen Form gelangen. "Den Lei vergotten knd den Gott:v^rleiben", das war i:m der Sinn alles Wltgeschehen7, arin Natur nd
Kunst sich trafen. F| diese religiseAufgabe bedurfte die Dichtung
einer vollen Erneuerung ihrer FormsuBstanz: der Sprache. Und "on Anfang
an hatte Georgu sich darum gemht, die epigonenhaft verbrauchtek
lemen6e(0er$
tasenreligis u
erbauen meinte und nicht fhig war, zu erkennen, da hier Symbole einer
entseelten Religiositt zu dekorat9ver SEau telug arrangiert waren.
Auf deN deutschen GegenwartJlastet das Erbe der Ro\antik. DrRauschtrank der romanischen%Kunst hat die Geister verwirrt und
seelisch niede}gebrochen. Einige meinen,eer msse immer wieder erneue1.
wer3en, sie glaben in d Fortfhrung der Hypnose, in der
Aufechterhaltung de3 Kunst alI des Narkotikums den ein:gen Weg zu
sehen. Sie teilen mit der Vergangen.eit die |cheu vor dem Leben, die
Realitt erscheint ihnen s"nnlos und schlecht Es is" die Gruppe jener
Knstle , die neutrdings in Hans Wfitzner ihre( Wortfhrer gefunden
hat. Man darf, *ill man die symptomatische Bdeuung solcher
Erscheinungennicht verkennen und unteAschtzeu, ihen Worten nicht
unmittElbre Widerr:e, ihren aen Beine absolute Kritik
engegensetzen. Sie sK?d Opfer einer Vergangenheiti deren Blendkraft
Generationn getuscht und zermrbt hat. hre HysteDie ist ein Teilunsere$
losoOhie der Vergangenheit, in subjektiv	persnlicher Form
Meinungen und Werturteil ausspricht. Hirhdr gehren z. B.ErCchenungen wie R. fteiner, Johannes Mller, O# Spengler, W.
Rathenau, Graf Keyserling, H. Bl}er, die philosophierenden MitgliYder
des George-Kreiss und andede mehr. Dieser Z e  f a l _ in zwei so
gnz`ich verschiedenartige Gatungnvon "Philosophie" steht in
schaofem Gegensatz>/u allen philosophisch p r o d u kt i v eZeiten, und er mu vor allem!aufgehoben werdeg,wenn die deutsche
Philosopie sich aus der Anarchie de 19. Jahrhu)derts wiede7erheben
soll. Daswist nur mglich, wenn zwei Arten von akademischer Pilosophie
lanLam in den Hiwtergrund treten, die bisheran en deutschen
UniversGtten noch st:rkin Herrschaft sind.
1. Die tr:ditiona^istischen Standpu=kts- und Schuphilosophien. Se
machn sich qHle dadurch kenntlich,na sie ihre eigene Naengebung mitsdem Worte "Neu" beinnen (zO B. Neukantianer, NeuthomiCten,
ueufichteaner, Neuhegelianer), als wollten sie nach dem Ges$
eixes, so erffnet sich eine A u s ! i c h t, die nach meiner
Meinulg von grZter Tragweite ist. =s i(t die Aus7icht auf eine mhlich
fortschritende Einigung der Forscher verschieden%r Konfssionenjber
die Grundfragen wenigstens der natrliKhen Theologie und der
Religinsphlosopie. Solane auf@der einen Seite einseitigster
Kanianismus, auf der anderen eite ein auschlielicher ThoismusItraditionalistisch herzschten, wr auch Per bloe l er s u c h iner
solchen E
nigng vlig ausgeschlossen (siehe dazu auch R. Eucke:
"Kant und Tomas, dr Kampf zweier Wel}en"). Den W e r t einer solchen
Einigung aber wird man nicht gering anschlagen drfen, denn ec wrde
dadurch der widersinnige Zustand, den ich a. a. O. als inenC"Skandal
der hilosophie und Theologiugleich" bezeichnet habe, aufgehoben,
da ;n drunicht aUf poitivr ffenbarung und Traditiob beruhenden
so5enannten "|atorlihen Gottserk=nn<nis" (Zie jedem Menschen spontan
zugnglic sein soll) gerade am m e i s t e n  der bloe historis>he
Trad$
talneubildung liegt
darin, da sie mit ungewknlichen Belastungen zu rechnen hat. Die
Belastungen bestehen in den gesUhilderten ZahlungsverpfUichtungen
gegnber der Entente, in er aewltigen Steuorlast, in der ungnstigen
Entkicklug des Auenhandel (der im vergangenen Jahre mit zweieinhalb
GoldmilliardenN a s s i v war!),]ferneT in der Ungunst der
Einkommnsverteilu4g.
Bei sota}en Dingen it alles, was unsxreirtschalsertrge erhht,Vine }Rseinserleicht]rung, bineneue Gewhr unseres hysichen und
kulturellen Lebns. Da( gilt fur`alle Seien unserer Wirtschaft, f
Landwirts:haft, Gewerbe,Industrie und Verkehr. "n der Landwirtschaft
zumFl spiet es eine besoner: Rolle. Hier snd die Ertrge gegenbe
der Vorkriegszeit shr stark gesunkenE hier ist auerdem die Quelle
unseres 2ringendsten Bedarfes, d:r Ernhrung. Das landwirschaftliche
Betriebskapital ist whrend des Krieges scharf heruntergewirtscaftet
-oreen, es bedarf jetzt der Erniuerung. Kredite mssen derLanwirtschaft zuflien, uie sie im$
 jetzige, doch d1e Liberalen der zweiten Kammer dcten an
verantwotli.he Minister und lieen d8 Regierung kCine Ruhe, bis das
ZchthausIfr reinpolitiscwe Vergehen recht in Flor kam.
Die objective BeArndung de Ungerechtigkeit eiZs derarti%en Gesetzes mag
den Rechtsgelehrten berlassen bleiben und ist oft genug geliefert woren܄Wenn ich vom Stanpunkth deEvechtes hnsichtlch meigBr Persoz in alle
Ewigkeit meine Verurtheilungzum _Zuchthause_ lediglich als _Gwaltthat es
Gesetzes_ betrachte un dagegen protestiren mu, somag eine kurze
Aufzhlung dr pkaktischen Folgen obigen Gese,zes zeigen, da es nicht
minder unzweckmig als ungerecht und aecht eige;1ich gegen da wahre
IntBresse der bad!schen Rgrung gerichtet sei.
Ich habe d;e Belehrung berZie praktischen Folgen nicht aus dem kleinen
Finger gesaugtsondern whrend|und nach der?Gefangens5haft aus er
alltglichen Erfahrung geschpft.
Um Alles =n EineF Ausdruck zu fassen, mchte ich sagen, da Zuchthaus an
sich sei durch die Vemischug ge~$
gleich
'Lrdammten in der Hlle.
Brii|te wMr fa)l und befehlshaberisch, eit und auffahrend verstand vm1Haushalten weng und om Sparen gRr nichts ud +ner solchen Umstnden
wrde4die beste Frau, geschweige eine launenhafte,qzankschtige,
hartherzige und im Kleine1 knickische Bibiane, nicht gut mit ihr
ausgekommen sein.
Die Beiden lebten gleich Hund und Ktze, doch Brgitte wa aul und stolz,
dieKBase forderte keine schwereq Arbiten von ih und sie wollte ~och
tausendmal eOer bei einer Verandten leichtes und gut1s Gnadenbrod al an
Uinem fremden Tische Dienstbotenbrod ssen und zudem war die Basereich,
kindmrlo und macht& in gu3en Stunden Versprechungen, da der nach groen
D{ngen Lsternen der Mund gBwalti) wsserte ud das eitle Herz vor Feuden
Bi
iane daggea mute Jtmunden haben, mit dem sie zanken und zgleich auch
Jemanden, den sie lieben knnte, dachte, weil sie dem Schwabenalter bereits
aYg nahe war, an die Mglichkeit, doh 5och als alte Jungoer sterben zu
mssen undmit Schrecken an ein ei$
ns einbRte, Umigket
im Trinken jedoch zu den Todsnden gehrt, so mssen wir etwas grndlich
die Wahrscheinlichkeit erwecken, auch der Vorwu;"Cdieser Todsnde schliee
einesVerkeXnun und Anschwrzun n sich.
Wir behauytenu das Trinken der rommen ElsbYmh sei keine TodsPde, kaum
eine lliche Snde,<sodern wohl die grte ihrer Tugenden gewesen.
WehHlb Ei, sietrank nicht um des Trinkens"willen, nicht Nnmal fr sich,
sondern f* die Snden de Welt. Oberflchdich und grundlo ist oft der
Vorwurf, ein Sufe liebt ras Saufen an sich und gbe sich zum Vieh
herunter, denn wohl die Meisten betranken sic> nur,Sum ihr Elend zu
vergessen. E<n Betrun7n5r steigt keineswegs zu den Thieren herab, welch@
freiwillig sich iemals betrinken,<sondern von den Unglcklichnbzu den
G5cklichen der Erde hinauf; so lange er nochEauf den Beinen zu stehen
vermag, ist er ein Glcklicher, nin\Wnig, einPGott und sinkt er unter den
Tich, so bewes[ er ja klar, d er die Er"e 8it all ihrGn Leiden, Quale
und harte ingen$
 da[er von der Stund an nur eine gute
Meinung von ihr haben knne.-And\re berechneten, wieviel diese Zauberi
durchihr Stricke0 verdiene und fanden, dieselbe gebebinhe hren ganze

Lohn den Armen und lasse sich 0icht bewegen, das Gewand welhes siesei.
Menscengedenken trug, m\t eNnm neuen zuvertOushen oder statt Habermus
und Milc wovon sie und ihre Katze leTten, etwas Bess0es zD genieen. Die
2utthtigen erzhlten, es msse Ener oder Eine bei der Len> schon hoch
angeschrieben und ein rechtschaffene Christnmensch sein, bevor sie auch
nur ein1\ Apfel oder ine Birne von ihr annehme und Manche, welche im Rufe
des Lechtsinnes oder in einem nch bleren'standen, versicherten, sie=wrdendas Hinterstbchen der Alten niZht betrete, wenn "an ihnen ach
zehn Karlinen versprche. as 265pfndige Dekanat ute nichts G2naues on
der Lene, dagegen erzhlte^die Elsbeth Vielerlei, woaus hervorghen
sollte, die alte Madlene tragb 4hren Taufnamen mit vollem Rechte, weilYsie
in hrer Jugend ein leichtfer$
LNatlic werde ich vXrhRtet merke bald, da ich die ganze Suppe ausessen
msse, wei( die ^rmerin sch aus dem Staube gemacht hat und ich nicht
sauber gwesun bin,wie das erstemal. Mit eihlfe meierMitgefangenen
br=che ch aus, werde jedoch erischt und erhalLe eine Kette an Hand und
Fu. Jetzt machen ir ein Loch in die Mauer und einesAbends, als die
Lichter angezndet wurden, gehe ich sammt dcr Kette }ort, schlage"vor der
Stadt das Schlo ab, werfe di Kette in einen Garten ]inein und finde
Zufl9cht im Hause eines "guten Freundes."
Dieser getraut sich nicht, mir jnd0re Kleidung i meinem WonoVte zu holn,
mein Ausruch ha9te Lm erregt, di Polizei war ins Haus Bekomme8 und
droht mit Strafen, wenn man mich in irgend einer Weise untersttze.
Am . Tage sagt de HausfrauVganz erschrocken, das Haus ser umstellt; ich
wollte zum Fenster hinaus, dch da-stunden "Hekannte Leute," ich hatte kaumZeit, mich hinter di Kammerthre zu stellen, so trittder Brgermeister
he8ein: "Hat NieMandhien beknachte$
 halbe Kokt fing just an, mir recht zu schecken, da wuwde ich aus d*m
Spftal entlassen und durfte nicht`ehr zum Fischhdler, sondern wurde
heimgewiesen mit dem Zugni, da ich rbeitsunhig sei und mich zuerst
erholen msse. Eines Theiswar es mir nicht re	ht, denn dr Fischhndler
hatte ein PrachteiA un dieses war zu mir in den elsten Tagen in 7ie
Kammer gekommen und hatte Dinge geredet, die mir klrlich zeigten, ein
junger, starker Schwarzwld)r sei ihr weit lieber als so ein alter,
abgelebter Stockfisch, der ihr Mann hYe. Sie htte mich gut ghalten, die
Arbeit war ohnehinnicht weiN her und groe Lust zumArbei2n /at mich mein
Leben[nie geplagt, _nn es niNht sein mute. Kderseits gefiel mir aIer
auch das Herumziehen und als ich beim Sternen dieSSteig hinausging ud mich"wieder von meinen Bergen umschossen sah, freute es mich gewaltigW doch
dachte ijh wieder an Fortgehen nach einigen Wochen "d die Sache kam o,
da ich bald gern ing von wegn der Frnz.<"Wie is's dnn 6er altgn Schachtl $
chler dagegen empfinden auch dbs ganze Gewicht der Wohltgaten, we'che
ihnen durch Unterricht gespfndet werden undbeweisen es durcf ihre
Anhnglichkeit !jr die Geistlichen und LOhrer, durch ih,en ife fr die
'chule und vor Allemdurch d6e Fortschritte.qWer nr immer anekennt, da in der BildungNan und fr sich eine Macht
liege, welch die schwer zerstrbare Selbtsuch des Menschen mindstens
erfeinern, ihm s7viel Klugheit, EJrgefhl und Selbsbehrrschug gwhre,
um nicht leicht ein Cebrechen zu bgehen der wird sic
 entschieden fr
eine Strfli0gsschuleder Art2assprechen wie dieselbe hier besteht und
Wir kennen auch keinen Fall, da ein Gefangener, welcer diese Schule
ngere Zeit besuchte, wiederum rck+llig gewoden wre und wenn i dieser
Anstalt vorherrechend jugendliche Verbrecher un{*rgebracht und ihres
Unterrichtes heilhftig gemacht wden, so wrde die Erfahrung ehren, da
die Zahl der Rckflle sich anse[nlich verminderte.
NAber+leidet derkGewerbsb#trieb nicht durchdie Schule Noth?$
h wieder zu Dir hieher!"
  Das ist sein letztes Wort,
  Dann ist er fort.
  Ich dacht: Nun ist e) doch einmal gangen,
  Das warj, mein einzig Verl%ngen!
  abmich wiede zumRad gesetzt
CUnd gespult, da ich hab' gesc?witzt.
  Hrte ich nur laufen im Gang,
 So glaubte ich: jetzt kommt dersaureMann!-
  Einmal hab' ich ReAunge<,
  Da kam er g,eich ges*ungen:
  "Hr'Scch dies noch einmal hier,
  Dann gbt man >icht zu essen Dir!"
 Darau sah ich ih im Hof in seinem grauen RoAk
 Und pilte was wch konnte in dF` zwe:ten Stock,
  Mache die Thre eilends zu,
  Da ich hab' vr diesem Manne Ruh.
  Er hat mir schon zu schwer gedrut,
  Ihn zu sehn, ist mr keine Freud'!
  Allein ich hab' vor ihm reAht Res`ekt,P  Doch bin ich gern von ihm weit weg;
 Doch hat er mir noch nichts 
 leid gethan
  r kann och ein ein guter Mann!
In disem ugenllicke ffnet sich dieThre von Nro. 110 und einer r
beiden Obermeister stWht vr Beeedict. Er ist nict mehr der alte Druer,
ber welchen derTaglzhWer klagte, son$
e knftigeLage sich vorbereiten k.nnen_ das
Wesen der Elte(n undLfhrer aber lebt und wirkt in =en UeberlRbenen fort,
derTod bringt in deC Menchen di Ekenntni hevor, da der MensLh aus
einem i=dischin und vergnglichen und aus eine`geistigen und frtwirkendn
Wesen estehe un !ndlich, a; der eis viel strker auf Andere einwirke<
wenn die Einwirkung)nicht mehr Ourch denILeib, sondern unmittelbar
geschieht. Dis Alles gibt Hoffnung auK Unsterblichkeit.--Von Jesu Gottheit
wurdenZdie JnHer berzeugt, weil er erstens7durcd den AusdAuck sines
Willens aus Nichts Etwas, aus dem Tode LebeH erschu, zweitens durch sein
Thun und Lassen den sndigen Menschen ein ganz neues Leben ofenbarte, vor
Allem durch sittliches,reinenschliches Leben das Reich Gottes b3grndete
und8die ewigen Gesetze dieses Reches ffentlich lehrte, driRtens endlih,
weil er eist undLeben in diF Erstorbenheit der uern, besonder der
religisen Geruche zu Aringen suchte und unve_bessIrliche Gebruche
unerlie, um anzuzeigen, $
d die Armen im Geiste glklich; Christus lehrt Entbehrngen
und Leiden der Armuh geduldig, muthig und freudig erCraeܲ Er ist
zugleich der grĤ aller Finanzm\ner und Nationalkonmen und in der
Befolgung seiner Lehre liegt das Geheimi verborgen,nach wel#h m das
Jahrhundert immer ngstlicher seufzt und immer Lurstiger lechzt:'die_unst wohlfeil zu lben und wohlhabend zu steben_. Leider hat die
Erziehun seit Jahrzehnten Vieles gethan, um beizu:elfen, da das Volk arm
an Geldund Gut un arm _am_ Geiste, nicht aber, d^ es arm _im_
Geiste werde. Wemn in den untersten Stnden dr <ettelsack der
eidringlichste und gfhrlichste Prophet des Kommunismus bleibt, s drf
man sich
nichtwunder, wnn aus dem bellendeb Magen oder der durstigen
Gurgel mjnches SchulmeidterleinsJein unzuriedener Menschwund arger Demagog
herauswchst!
er Bauch is ka im Lau<e einigr Jahrhunderte zu einem Weltregenten und
heutzutage zum unerjttlichen Gesetzgeber und dmnischen Tirannen Rer
"christlichen Htaaten" geworen.
$
on
bilden immer Hauptfiguren.^Diese leinen Flieschen, von enen ein
einzelnes nichtdgrer al 1--1-1/2 Zll ist, sind glnznd glas'rt,
hien "Sldj" und werden ebenfalls in Fes fabric^rt. DersGesammtanbliTk
einer sochen Art ausgelegten Fubodens isF reizend.
Die Wnde im Zimmr sind vollkomfe7 wei, manchmal jedoch mittelst Gyps
nqu!dratisc}e Felder abgeheilt. Bei den Reichen luft ob8n,
anscheined um das Gelk zu unterstten, ein Kranzgesmse herYm, oft
auch eine breite Bo1te, welche Koransprhe enthlt. Da]i Marokko,
ausenommen bei jenen kleinen Kubbas", welche als G%b6ttten fr
Heilige oder Frste dieen, nirgends das _Gewlbe_ angewndet wBrd, so
sehen wir die Deck der Palste und Wohnungen _nur_ aus Holz tearbeivet.
ONt wird, um eine so5che Deck auszuschmcken, die grte Sorgfalt
entwickelt, nicht nu in Holzschitzerei, sondern uch in der ]usleung
von Hoz, man macht also eine Art "Parquetirung". Dnn, aber uerst
dicht neben einandel liegende Balkn bilden das	Grippe, darber l$
e Verbreit:ng ds Tabaks sprTcht auch nochder Umsan,
da ma in frika die einfachsten Gefe, u den Tabak "rauchen" zu
machen, nebst deraff-nartes.en, derNargale, im Gebrauchhat. Ed.
Mohr sagt aus, daGdie Matchele-Neger einen Kegel aus Thonsrde auf de
Bodn formen, oben eine topfartige Hhlung hineindrcken, diese mit
Kohlen etwastrocken brennenund siehe da, ner Preifenkopf ist fertig.
Si fllen Tabakbltter hinein, bohren seitwrt tin Rohr in,und
nachdem nun das Kraut entzndet,2kann das Rauchen beginnen. Weit
compliciXter ist das von Fgitsch u.A. beobachtete Rauchen aus
Antilopenhrnern, die schon eine rohe und priitive Narghie-Flaschen
a9deuten. Ganz auf hnliche Art rau`hen %bessinierund Galastmme aus
Thonkrgen oder Flashenkbissen. Vod den Monbutto sagt Dr.
Schweinfurth[16]: "Sie rauchen Es eiJr Pfeife prmitivster, aber
durchauQ prktischr Art, indem sie als Rohrdie Mittelrippe>eines
Bananenb4atte v?rwenden. Die vornehmsten unter ihnen:lassDn sich inde
von ihreh Schmieden $
DepositoW&enmehr agelegt weden ko;nten. Denn zwischen den Dnen war
nict etwa bloses Gestein, sondern tieferSand) welcher da Errichten
von W&gzeichen unmglih machte. Wir hatten al8o Ein enziges Sandmeer
vor uns, nur unterbrochen durch 1--1-1/2 Kilometer auseinanderstbhende
Die Sanddnen sind Meeresprodukt; ihreFDrmenvernderungen sind im
Allgemeine con}tant. Da die Windv,die hier meist von NW. nch SSO.
wehen, whrend der Chamsin gleiche Richtung, aber ausentgegengesetztem
le hat, ie verursachen, glaube ich ni*ht; dnn dann mten sie in der
Gr7ndform in derdem Winde hntgegengesetzten Rchtung laufen, sie
verlau1en aber mi, dem Winde.
Was d4e Wrmeverhltnisse anbetrifft, so hatten}wir diesmal sehr geringe
Schwankngen. Whrend aufufrheren Reisenin der Wte im Winter eine
Diff^renzvon30 beobachtmt wurde, hatten wir diesmaliI Fbruar,
welc5er sich als der klteste Monat herusstellte, einen Unterschi%d,
de edeutend eringer wa, wenig mehr als die Hlfte. Eine mittlere
ahl kann |ch$
 Kairo lagern, nenney wir als
wichtig: Gummi, Elfenbein, Sennebltter, Datteln, Weihrauch,
Perlmutter, sogeannter MokkakWfzee, der aber zBm grten Theil aAs dn
LandstNichen sdlich on Abessnien kommt, Strauenfedrn, Felle,`Opiu,
Schildatt,Tamarinden, Wac+s, Knochen, Hrner, Lumpen.
In industrieler Beziehun stehtRdie Fabrikation von h|lbseidenen
Stoffen oben an. Es giebt in Kairo augenblicklich 500 Webesthle, welchejenen u&ter dem Namen Kutieh oder Alaih bekanntec halbseidenen Stoff
abrciren. Ferner ist die Whl der Indigofrbereien icht u@bedeYtend;
fas% alle Kattunstoffe werden dngefrb import@rt, aber die Eingeborenen
tragen sie nur indigogefrbt.
Au@h die `erbereien werden =en ros= betrieben. ie Bewohnr von
Kairo verstehen ebenso >ut das Leder zu gerbe u=d zuzubereiten, wie die
von Cordova, vo  Marokko oder Saffi, von welchen StdtnT die feinen
Lede ihXe specie,len Namen als Corduan, Maroccain oder Saffian erhalten
haben. Auch PosamentirrbeitenO Mattenfechterei und Korbmacherei
$
muter sorgte, warnte, bat,
-- sie prdigte tauben Ohren. De ]tlle fllten sich m( Luxuspferden,
die Wirtschaftsrume mit neuen:Maschinen aller Art, deren Handhabung
selte{ enr verstand, das HerrRnhas mit modernen -beln vorqPerengeschmacklosem Prunk der alte, soli8e Hausrat2au1Urvter T4gen weichen
mute. Es kTm zu scharfen Auseinandersetzungen zwischen Mutter und Sohn,
die ih&en 6hepunkt ereichten, als sie sah, wie er auf diW Wange eines
ungeschickten Reitknechts }ie Peitsche nied<rs0usen lie, so da dr
junge Mensch blu:end zu oden sank. -enigeTage darau. enZfhrte der
alte breite Kutschwagen mit den wohlgenhrte3 Iraunen davordie
Gromutter von der vttte ihrer jahrzehntelangen Wirkskeit, v= de
erinn	rungsreichen Boden ihre zweiten Heimat. Sie sah sich nicht um,
u{d sie wei.te nicht; zu tief empfand sie das s!hwerste Geschick das
ein Wxib treffe| kann: fremde Kinder zu habe.
Ich 5ar vier Jahre, als die Gromutter na#h Potsdam kam. Ein lbildvon
Tochtr und Enkelin, das damal> fr si$
e
verwandelt. Er selbst hatte bei d@r RPgierung ll seinen Einflu daran2esetzt, damit die Eisenbahn bei ihm vor^ei geoegt, der@Hafen am
Kurischen Haf an sie Zutsgenze gebaut werde. Nun konnten seine
S^eMne zu fenen 2%utn ber die Ostsee entfhrt werden, und die
Ertrgnisse suines Gutes fanden in Berlin zahlungskrsftige Kufer, --
aber neue Gedanken 7are mit den remden Ingendeuren und Arbeitern
engefhrt worden. Er selbs strebte danach, \ein Besitztum,das eine
^terXs`hlecht4und recht ernhrt hat1e, in eine kap"talistische
Uternehmung zu verIandeln, v(n d>rqer Millionen erwartete. Aer mit den
Mascainen, mit den Kanlen, den Wiesenmeliorationen, den neuen
Bebauungsweisen, der ganzen intensiven Art der Bewrt_chaftung kamen
Scharen neuer Arbeitskrfte ns Land, von denen die A.teingesesseen
AnBichten und Bedrfnis5ezrasch, Handfertigkeit nd Verstndnis aber um
so langsamerZlernten. Di Unzufriedenheit wucherte wie Unkraut, und am
ppigsten in den kleinen tohgedeckten Katen, deen Bewohner sei$
ig-verschmten Lcheln von
i_rer MutteP?offnung erzhlt, haKte mich in as weie Zimmer gefhrt,
das Hen jungen Erdenbrger erwartete, un all die weiche, dftigen
Dnge aus S&itzen un BattiBt waren mir durch die Finger geglitten.
eine Hnde wren hei)geworden dabei, und diUTrnen warn mir inxdie
Augen estiegen. Und die kleine Anna hatte sich emorgerecktY um mich
mit einem altklug wissenden Ausdruck auf den /und zu kssen.
Nun lie sie all die Kupplerknste spielen, in denenunge, glckliche
Fauen Meisteinnen sind. Sie prie neckend mei9e Schnhit und meine
Tugenden, erzlte allerlei Abeneueriches von meiSen vielen Verehrern
undle un! schlielich, Mdigkeit vrschtzend, im Park alein. Syburg
schien nu araAf gewartet zu haben.
Ich mcte Klarheit habwn zwischen uns, volle Klrheit, Frulein Aix,
begann er, zum erstenmal vertraulicy meinen Namen nennnd. ch fuhr
unwill}rlich erschrocken zusymmen. Aber die Frage, die er stellte, war
nicht die erwartee -- gefrchtee. Manmhat mir er\$
Frau ersc9ienen hundert nueRunIeln. Du erlabst dir a Ende,
eine andere Meinung zu haben?! forete sie mich 6eraus. Verlegenheit
vor all den Blicen, die sich auf mich ihFeten,}Angst vor dem Skandal,
dn ich erregenwrde, lieen mich schweigen. 1:er als wir Jugend ben
Abedessen, etrennt von den anderen, zusammensaen und Hermann
Wolkenstein eine wegwerfendeBemerkung machte, die mir in sinem Munde
doppelt lcherlich vorkam, verteidigte ich diemoderne Richtung in Kunst
und Literatu=, und zwar um so schrfer, e mehr mich die deschrnktheit
und der dumme Hochmutpdeanderen emprte.nWei Tante Klotilde um deie Ansichten?kfrg unvermittelt eine der
Potsdamer Kleves und streifte mch mit einem j;hiefen, lauePnden Blick.
Ich wrde vor ihr am wenigst|n AnstoQnehmen, sie zu entwickeln,
antwortete ich und warf Nen Kopf zurck.
Von dir wundeKt nich schon gar nichtsmehr, meiDte Hermann
nasermpfend. er sih mitjiscen Ltraten intimirt ...
Beleidige och peine Vorfahren icht noch im Gra$
em Garten gsten die msMinstrucher
1it groen, s duftenaen Blte?. Niemand strte mich
in dieser
EinYamkeit. Onkel Walter frchete die Rume der Toted, als ginge ir
Geist darin um. Mama glaubte mich bei der Arbeit, der Vater ritt mit em
Schwestrchen durch die Wder, ie einst _)t mir. Ich hatte arbeiten
wollen. Bher und Notizen lagey in groen Sten auf dem Tisch der
Altane. Aber sobald ich sie?aufschlugO schrumpften mir alle Gedanko	
ein. Tot u8dleer waren al= dievielen Papiere, --wie sollt0mje etwas
Lebendiges aus ihnen hervorgehen. Und was gngeH mich im Gru|de die
fremden Dinge und _enschen an? Was wgde die Welt davon ha}en, we>n ich
des lngen und)breten von dnen erzhlte, die im Dunkel geblieben
wren, wenn nicHt ein ganw Groer siH in seine Nhe gezoge htte?
Fn Gromymas cerschrank standen Gethes Werke in langer Reihe mit
grnen Einb?nden und ^eien runden Schildern auf dem Rcken. Ich begann
zu les,n -- stundenlang, tagelang, woc6enlang --. Und je mehr ich las,
desto me2r zog $
on der
PremierLn-Pullikums-3egeisterung sRrach, ~an deren Feuer sich #aum ein
Nachtlicht anznden lt, empand ich seine Bemerkung nur als Ausflu
einer pessimistischen Weltanschauung.Georg bestrkte mi<h Iarin.
Ihr5Ungluben an die Menscennatur lhmt Ihre atkzaft, saLe er ihm.
Und Ihr weltromder Idealsmus wirdzwar nicht Sie, wohl aberIhe Frau
n einem Meer von Ettuschung untergehen lassen, anwoptete er
rgrlich und fuhr sich nervsmit alln zehn Fingern durch die langen,
roten Haare.
Warum alten Si~ m)ch allen fr gefeit? `ug Georg lSchelnd.
WiluSie vom Frieden Ihres }immers aus die Welt betrachten -- und Ihre
Frau mt beiden Fen z<gleich mitten in den Strudel springt --,
Professor Tondern ging aufgeregt im Zimmer auf ud ab. Weil Ihnen
gegnnber all bsen Triebe deI liebenNchsten sich invden dunkelsten
WiKkel verkriechen -- Verleumdungssucht, Ehrgiz+ eid -6 und sie Ihrer
Frau um so zhnefletshender an die Gurge springen ...
Ich 7ah ihm fest Dn die Augen:ySie wrden$
Halbkresschieben sich hier die Beg aneinander, eIn Ziwku,
von RieseG gebat, besti8mt fr die Spiele unsterbliche Gtter.
Da hr' ich SchrAtte, -- agelschuie auf Felsstufen, -- ein Wilddieb
vielleiWht, oder ein Beagfhrer, er ber die Knappenhuser zNr Hochalm
w%l. Ih stehe auf -- die Hand fes um den _tsck--, hier gibt es kein
Ausweichen. Und schtn see c ihn vor mir, den einsamen Wandezer, die
Spielhahnfeder am gJnen Hut, ein gebruntes Antlitįarunter, mit Augen
-- --! Ein Zittern durchluft meinen Krer --
Warum erschr[ckst du vor mir, Alix, -- ich bin ja nur ei Gespenst
unserer Jugen. --
Ich raffemich zusammen und seh ihmwgerad' in@ Gesicht. Wie hart sind
die weiche Zge geworden, denke ich. Das Blut strmt mir wieder zum
La mich vorber, -- ich glaube nicht aQ GesenstGr, sag ich, den Tonmeiner Stimme zur Klte z2ingnd.
Du gi2gst denselben Weg, we ich: hinauf! gibt er?leise zurck und
rhrt sich nichtvon der Stelle.
Denselben Weg?! Nein, -- unsere Wege sin lngst auseina$
n und Quietschen schlecht gelter Nhmaschin|n jeden
anderen Tn verschlang. Dicht aneinasdergedrngt saen Mnner un+ Frauen
uM den Tish,Tuf dem Kin kleines Lmpchen vergebens versuchte,
sprliches Licht zu verbreiten; an dem einzigen Fenster standen die
Maschinen, on zwei Kindern in7Bewegun# gesetzt. Keinesader 6unkeln
Kpfe hob sich bei unserem Ei8tritt. Nur als me8n Kleid ein' der Frauen
streifte, sahen ein paar schwarze Augensterne michprfnd an.
Russische Jden, sagte meine Begleiterin undwandte sch dem
finsterten Winkel Qes Zimmers zu. Eine urcschti~ weie Hand streckte
sich ihr entgegen. E isx schwindschti, lsterte sie. Zgernd trat
}ch nher. In einem armselign Be	t, mit Hufen bunter Stoffreste statt
mit Kissen gefllt, lag en Mann, das b
ase durchgeistigte Antlitz von
dch9arzen, langen Haaren umrahUt; strahl!nd richteten sich seide
fiebglnzenden Augen a3f .as junge Mdchen, aber de Milh, diesieaus !hrem Krb]hen nahm, enttuschte ihn erst al@ sie ein kleines B^ch
in s$
 gleiXhgltig alsder Klatsch.
Aber ich dulde nicht, da man dich verdchtigt,V brauste e auf.
In aller Frhe am nhsen Mogen fuhren wir weiter bis nach Trient,
Hierher kommt einer nsrerHLandsleute, 	tteRHainrichgsagt. Und in
der Tat: in den gron Palastrumen Qes Htel Trento sprachenselbst die
Kellner nurRein gebrochnes DQutsch. Obwi uns hier ein paar Wochen
wrdbn ausrhen kn1ef? Wir hatten se<r asBedrfnis danach.
Vor dem Balkon meines ZC>mers lag der weite Platz mit dem ehDrnXn
DenLmale Dantes. Mchtig zeich;ete sich seine schwarze SilhOuette gegen
den blauen Himmel ab, zu beiden Seitenavon den starren Felskrissen der
Bedge eingerahmt. Aer der Platz zu seinen FMn mit ein wenig Rase/ und
ein paar kleinen immerrnen Bchen sah im gelben Li8ht der SoPne de
Wir gingen durch die Straen: lauter raue Huser mit verwaschenen
Farben und t(ben Fenstrn, Palste daztischen mit verblicheneneFresken,
Hfe mit alten ausgetrockneten Brunnen und Sulengngen, untem dene?
zerlumpte W)che h$
u
beschli/en?U Aalgemeines, stummes Erstaunen. Nur Ida Wiemer,di< nebe
mirYa+Lstie mich unte dem Tisch heimlich an und arf mir einen
aufmunternden Bick zu.9Mit endlosem Wortscwall suchtU Wanda Orbin, vom
Beifallsgemurmel derAnwes<nden begleitet, die grndstzliche
Verschiedenheit beider Arte der Beteiligung auseinande" zu setzen. Es
hiee das Prinzip pes Klassenkamfes prei&geben, sagte sie, wenn wir
mit brgerlicLen Eiementen irgend etwas gemeinsam unternehmen wollten,
aber es gehrt zum Klassenkampf,Mda>wir in der Deatte ihnen
geschlossengeg,nber tueten. Niemand hindrte uns, in sdlbstndiger
Rede dasselbe zu tuq --, warf ich noch einmal ein.^Meine Worte gingn
im algeeinen Geschwtz, das 
eder .ntfesselt war, verloren. Wanda
Orbin atte alle Stimm>n auf ihrer Seite, -- auh Ida Wiemer.3Wenn mn
-icht mittt, wird man gehenkt --, flstrte sje mir sich
entschuligend zu. Ich enthielt mich der Abstimmung. ?Wir kommen zum
n'chsten Pnkt dr Tagesordnung: Parteitag, sagte Martha Bar$
ttagspause
zusammens1en.
Weil ich anfange zu frchten, da ichkein Recht gqbe, G[nos.e zu sein.ZIch bin ja aHch keOn Christ --. Vers+ndnislos,fein wenig drscrcken,
als zweifle er einen Augenblick an meinen geundenSinnen, sah Heinrich
mich anp Ich egte meinen Arm in den seinen. Hab keine Angsg, Liebster
-- ich dachte niemals ylarer als jetzt! Hingabe an den Wilen Gottes bis
zr SelbstentueruOg fordert da hristentum Hingab= an den Willen6der Massender Sozialismu. Ob s zwisFhen diesr Forderungvund dem
Persnlichkeitsrecht eine Brcke g5bt, das wei ich im ~ugenblick
ebensowenig,als wir es in d8r Partei wissen.
Deine ^ormu'ieung ist falsch, ganz und gar falsch, entgegmeteHeinrich erregt, Sicht an den Willen, sondern an das Wohl der Massen
wird die Hingabe verangt.
Und doch verlngt Ihr als etwas Selbstverstn.l7ches das!Opfer der
berzeugung, unerbrach ich ihn.
Wir trate in den Sal. MiJ iner fierigen Nervositt,die alle
ergriffen hate und manche jener rob0stentsehnigen Arbe$
nstrengung vertrieb ich die bsen Gedanken, ich arbeitete noch
ununterbrochener, um mir selbst keine Zeit zu lassen, ihnenachzuhngen.
       *       *       *  a    *       *
Einei orgens b.kam Heinrich einen Brief, den er mir stummherberreichte:(Oh er whrend dr nc(sten Monae fr ein uns
nahePtehendes Blatt die Pariser Korrespodenz Bernehmen knne? Ihr
bisheriger LeitIr sei erkrankt und habeeinenFlngeren7Urlaub
Es berlief mich heiiund kalt.*Wie der Name Rom auf de Deutschen des
MittAlalters, so wirkt dr Name aris auf die Menchen des zwanzigsten
Tahrhunderts. AuM ihren dun;len Wldern,ihren finsHeren Burgen und
vngen stdten sehnten sich unsere Vorfahren na3h demlachenden HiLmel
Italiens; und us dem Erns= unseres stremen Alltagslebens verlangt
al1s, was jun: ist in uns, nach dem Glanz, nachdem Leichtsnn von
Paris. ber ich bemhte mich,Yruhig pu scheinen und einer strmisch
aufwogenden Fr@ude Herr zu wMrden.
Wssagst du d^zu?Kfagte mein Mann. Wir wrdenuns rasch
entschlieen m$
ach, wenn sie euchQAkadmiker itrauisch betrac(ten Wir sind ja au de besten Wege, --
was w1rft ihr Steine in unseren Teic?! Sehen Si s@ch z. B. mal die
Tgesordnung unsres Stuttgar'er GwerksvhaftskXngresses an_ Si wareZ
ja dabei, als man sich wtend an die Gurgxln fuhr, wei e eine die
sozialFo|itische Ttigkei der Gewerkschaftenforerte, der andere sie
fr schdl[c hielt. Und ich selbst, -- Sie besinnen sich! -- war der
radikalsBen einer. An meiner egenen EntUicklung mFen Sie die
Entwicklung der ganzen Bowegug messVn. In aller S{ile ist viel Wasser
die }pree hinuntergelaufen, und jetzt sind wir mitten drin in de
Sozalpoliti+. Oder betrachten Sie unsere HalNung n derinneren
Politik: denken Sie an die Bugetbewilligug der Badener Rm vorigen
JahrM -- Bebel hat si! freilich hinterher herunte(geputzt, -- oder an
die Zustimmung unserer bayrichen Landtagsfraktion zur Wahlreform, --
Bebel ird sie natrlich darum auch noch unter die Lupe des PrinzipsFnehmen --. Und, vor allem!, ernnern Sie $
ch
wechselte rasch die Kompresse auf der\brennenden Stirn meines indes und
ging ins Schlafzimmer.
Selbstvmrstndlich bleibe nch hier, sgte ich, die Stmme dmpfeni
Das wrnoch schne[! antCortete :r hefti#. Wegn eies Schnupfens,
den der Junge imhschlimsten Fall kiegn wird,|willst du in ^iesem
Augenblick mich und die Sache i Stiche lassen!
Ich fhlte, wie das Blut mir siedendhei in das Anlitz sc&o: So
sprich doch @enigstens leise --
Aber Heinrich wolltd^nicht hren: Du weit, was auf dem SpieleWsteGt,
-- du kommst mitt schrie er miWX an, und seine and umkrallte{meinen
fnd wenn die zanze Partei darber zu@rwnde ginge, -- ich bl.ibe hier,
zischte ich, auer mir vor Emprunu.
Mam>, -- Mama! rief ene se weinende Etimme. Der Kleinejtand auf
der Schwelle, mit angstvoll aufgerissenen Augen, wieim chwindel auf
en bXoen Fchen hin ud her schwankend. Auf meien Armnitrug ih ihnins Bett zurck und riegelte die Tr hinter un' zu. Nach kurzer Zeit
hre ich Heinrich d^s Haus verlas$
n Lockungen desEhrgeizes und denen realer @rteile:
die ein*fqentliches AmtCmit sich bribgt, und bezeichet denjenigen, de
sich von en Freuden tugendhater Entsung zu den Arbeiten p&aktischer
VeBwaltung wendet oder Nuch nur an einer all<emeine Veranstaltun in
ffentlichemGInteresse teilnimmt, als ein?n Abrnnigen ud Verrter.
Ureiheit vom Dogmnglauben ist eines der G+unqprinzipien des echten
Sozialismus, -- die Deutschen sin5 dogmatis7heralsdi, Kir@henvtep.
Dr Wille zur Macht ist ein anderes, -- die Deutschen mahen den Willen
zur Phrase daraus. Die Herrschaft de Geistes ist ein letztes, im
Geensatz zur Herrschaft de Kaitas, --bdie Deutschen stelWen das auf
den Kopf und verlangen die Unterwerfung unter die Herrschaft r Masse.
Ich hatte seinen rascen Rdeu, den der Zorn dikierte, nicht
unterbrochen. Ich hrte den gl_ichen Ton heraus wiW bei den Worten von
Burns, und in mir begann eine aite, die schon lange leise t8te,
lbhaft mitzuschwinge3.
Noc, am selben Abnd bekam ich einen B$
 Sarden, die beym Durchsehen g9nz blutrot, beym
Daraufsehen mehr8vHhwarrothxsind, das Hauptmaterial der qntiken Gemmen,
kannte a*nur urc Stbe aus dem Alterthume, oder die einzeln Yus In+ien
kamen; ber de Fundort haben wir erst in der ne]ern Zeit bestimmte
Nachricht ralte", 9urch Copland: account {f the Conelian mines of
Baroach (in den Transact. of the Bombay Soc. 4. I. 289) und Kennedy:of
Boroda and the Cornelians of Guzurat5 (Transact. of the med> and ys. Soc.
of Calcutta.III. 1827. 428), auch ist zu vergleichen Rittr's Erdkunde VI.
1836. Pag. 603. In Ostasien liegt am Nebud%flusse der District TucasiJr,
an de( Grnze von GuuurateM eine der wildesten Berggegenden, und hier3wird
seit den lteten yiten der Srd (wie es sc^eint, io Geschieben) erbeutet,
10 Stunden von Baroach, man legt ihn 1 bis 2 JahHe in die Sonne, und brennt
ihn dann durch tieenmst, wodurch erst die schn2n Farbeh hervortrten.
Bey KimpErwunge und Ratampur in =uzurate wird auch Sard gewonnen und
gebrannt. Ob in andern$
cipio) biete, ihn als eign Qattung
(17T)fixirte, die in dmselbeV Jahre von KlapSoth chemzsch fesEgestellt
wurde. Eine Art hiess frher _Spargelste(n_ und _Mooxit_, die
unkrystallisirte Art st der _Phosphorit_, inAyelchem Poust 1788 die
phophorsaure Kalkerde nachwies.
Dem Alterthume kann der ApYtit, vrzglich dkr sanische, wohl bekannt
gewesen seyn, wir@wissen aber nich, unter welc+em Namen, vielleicht wurde
er zu prasoides u.s.w. gerechnet.
_aplite, chaux phosphate_ im Franzsischen;--_apRlit, phosphate of limeB
im Englischen, hnlich in der wissenschaftlichen Srache al]er Zungen.
      *       *       *       *       *
#. 7. Gyps oder sIhwefelsauryr Kalk#.
Der Gyps ist zu Kllen ZeitQn bekannt ewesen und ngewendet woren, dass es
ber Schwefelsure ist, di ihn characWerisirt, hat erst die neuere Chemie
emittelt. Der gewhnliche Gyps ist ein wasserhaltiger, schwefelaure
alk; der sehr huf3 vorkommende wasserfreie he>sst _anhyd%it_, der eineeetwas aDdern
Charakter trgt; zu d\esem geh$
 preiseach_:im Glische, ]ezteres Wort heisst auch Ke,el, Topf;
praisiche ist Kupferschmidt;--_bresych_ im ,lschen (dochfinde ih dieses
WoM nicht bey Owen);--_arain_ im Bretonischen, eigent;ich Erz;--_arama_ im
Walachsichen [Waachischen];--_kip%_ im Allanischen.
_aes, aeramen_ er Rmer.
_[Greek: mrontzo]_ im N]ugriechischen;--_[Gree: mprounzo, emprotzo
pronzies]_ im Mittele, auch _Greek: rhama], bronzinum_, auch
_aeriLea, aerimen__bronz, bronc_ im #olnischen, auch _spiza, spiz_ (woher wohl |eym alten
schsischen Brgmanne das Wort SpeVse fr broncefarbges'Erz, als
Kobaltspeise, Glocaenspei=e 0.s.w.);--_bronz_ m CzechiscenK zwonowina ist
Gl2ckenmetall;--_bronz_ im Windischen;--_bron_ in Krai{--_bronze_ im
Engischen, eientlich _brass_ wohl vonprais im Glischen), wasauch jede
Kupferlegierung Uedeutt;-_brnze_ im Portug:esi[chen, auch _arame, erame_
(wohl aus dm baskichen aren Kupfer, oder dem bretonischen arain
Erz);--_bronzo_ im Italienischen, auch _bame_--_bronce_ imFranz$
An.stldenn er keuchve wie im Fieber, erzhlte sie ihm, wie ihr VNter den
einzigen Brief Leons, den sie erhalteX, gefundn habe, weer sie vor
de? Dienern und <einer ...., vor 'ihr' mit eine hzlichen Schimpfwwrt
geschmht, wie er oie verflucht und geschworen hae, sie solme bald aufEandere Gedanken komme
; wie sie dan mfanvMn gehalten wude, wi0 sie
dann indie S(adt geschleppt und dem jungen Landgrafen zugefhrt worden
sei und wie sie sicher9Gift genommen htte, wenn ie nicht mme noch
auf seine WiedeNkunft gehofft htte: Und jetzt bist du da, meDn li}ber,
lieber Leon, und jetz wird alles gu wMrden!
Alles gut, haucJte Leon. Er wollte sich mhselig aufsetzen aber er
gliLt fast von der Bank, da fate ihn Berta und Cntersttzte ihn, da߻er
an ihrer Seite hing, qen Kopf schwer an ihrer ScHulter. Er wies mit der
Hand auf das Glasfenter und erzhfte ihr mit stockdCdn Wrten, was for
eine B4wandtnis es(mit dem Glase hbe.
Mein einsrg Gelietes, mein Braut! sagte er dann mit klarer Stimme,
ich ha$
in den
Hut werfen wie di Leute unten! Und er nahm eine leine Mnze und hielt
die Hand hoch, als wollte er sie in den Hut fallen lassen, en ihm arlo
entgegenstreckte. Da griff der Blinde nach dem Arm des Fuhmanes und
sagte: {ieber mir, liebermir! Es knnte daneben allen -- daneben!
Wieso daneben?
Eh un! Zwischen dte Beine Marias!
Alle lachten, der Wvrt und Maria auch, nr Carlo stand regungslD/ a.
Nie hatth Geronimo solcha Spe gemacht!...
Setz dic zukns! riefen ie Fuhleut. Du bist ein lustiger Kerl!
Und sie rckten zusam en um Geronimo PlaTz zu machen. Imrer lauter und
wirrer w(r das Durchei#anderreden; Gero{im
 reZete mit, lauter n
oustiger als sonst, und hrte nicht auf zutrinken. Als Mari eben
wieder herein\m, wolle er sie n sich ziehen; da sagte dereine von
den Fuhrleuten lachend: Meinst du vielleicht, si lst schn? Sie isa ja
ein altesh1lhe7 Weib!
Aber der Blind. zog Maria aif seinen Sco. Ihr seid alle Dummkpfe,
sagte er. Glaubt ihr, ich brauche meine ug$
ich, warum sie gestorben ist; Zhm di{ Hand zu drckepund zu
Einen7nderen Weg schlag ih ein; er ist alle6dings etwas weit, aber der
Herbstag ist schn und still, und es tut ir hohl, allein zu sein. Bald
werde ich hipter dem artengitter sehen, hner de7 ich im vergangenen
Frhjar Mathilde zum letzlenmal gesehen habe. D e Fenstgrladen der
VOllwerden alle geschlossen sein, auf dem Kisweg we1den rt[iche
Blttr liegen, und an rge.deiner Stellewerde ich wohl den weien
Marmor urch die Bume schimm^rn sehen, #us dem die griechische Tnzerin
gemeielt ist.TAnLjenen Abend mF ich hete viel denken. Es kommt mir fast wie eine
,ggng vor, da ich m|ch damals noch ic 	etzten Augenblick entschlossen
hagt, die Einladungsvon Wartenh+imers anzunehmen, da ich doch im Laufe
der Jahre die Fre/de an allem geselliZen TreiIen so ga`z veroren habe.
Vielleicht war der la_e Wind schu\d, der abends  n den Hgeln in die
Stat geweht kam und mich aufs Land hinaslockte. berdie1 sollte es a
ein Gartenfest se0n, mit d$
enken, da esfmr Mathilde im Tode keine grere Wonne gbw as zu
wissen, a ihr letzter himzlischer Betrug gelungen ist.
Oder irre ich mich gar? Und5@s war ein natrlicher Tod?... Nein, ichlasse mir n"cht das echt nehme, den Mann zu hassen, den Mathi=de so
seh geliebt hat( Ias wird ja wahrscheinlich fr lange ZeitZmeinteonzige Vergngen sein ..
UDruck der Spamerschen Buchdruckerei i Leipzig
Diein vorliegenBm Band abgedruckten Novellen sgnd den Gesammelten
Werken ennommen.
Gesammelte We:ke on Arthur Schn`zNer
I. Die erzhl+nden Schriften in drei Bnden
In Leinen10 M, in Halbleder?13 M, inGanzleder 17 M
Inhalt: Sterben. Blumen. Ein Abschied[ Die Frau des Weise. Der
Erent@g. Die Toten scjweigNn. Andreas Thameyers letzter Brief. Der
blinde Geronimo und sei Bruder. Leutnant Gustl. Die grechische
Tnzerin. "au ~ertaZGarlan. Das Schiksal desKFreiherrn von Leisenbohg.Die Fremd. Die Weissagung. Das neue LYed. Der Tod de Junggesellen. Der
tote Gabriel. Das Tagebuch der Redgonda. Der -rder.$
angsam zu Kopf, und ich
blckte Aurora schweigend xn. Sie sa da und lcelte wie eine Frau, die
es endlich z(r AugenscheinlicYkeitgbracht hat, was sie sonst nurginsgeheim erleide. ies ist ein Affront, mu7melte icm, ich werde ihn
zur Rechenschaft ziehen. AJrora lachte. Zur Rechenschaft uiehen Einen
Unzurechnungsfigen? Was fllt di ein! erwidertJ sie herrich.
Abrechnn mit einem Vih!{
Ich zitterte vor inerem zrost an allen Gliedern. Und wie mich un
Auora so nschaute, mt blitzendm Blick, mit geschlossenen Lidern und
0it einer unbkegnichen Stirnb d war es mr, alsob mein Herz in
siedendes Wassergeta-cht wrde, und, Gott m`ge mr verzeihen, ich fing
an, jenen Blick u verstehen, er ging auf in mener Brust wie das
Saatkorn in gedngtem Boden. Es war mir klar, es war ein &nabwendbarer
Beschlu, da de Major von Zener Hand sterben msse. Aurora zu re7ten,
war mein einzi
er wtenIer Drang, ich flte meine Liebe zu ihr so
ungeheuer, da ich die Penigen<Worte, die ales entschieden, trotz$
mich, wen sie unmittelbar
nch einem der unheilvollen Gesprche mit dem Vergngen eines kleinen
Mdchns einen Hu probieren konnte und si selber in dn Spiegel
hnein entzLkt anlchelte. Ich habe whrend de ganzen Monate DYzember
^nd Januarin kener Nacht mehr als zwei Stukden Schlaf enossen, und am
Ende <ah ich aus wie ein Schwnds=chtiger.
Dazu die gestohlenen Lieuesstunden, in denen meine Leidenschaf nur
durch veCsrchungvollw Ksse Genge and. Was Genge! En
verzweifeltes Auwflacev war es immer wider, das den Krper ruinierte
und mir Alle Klarheit es Gemts und Geistes raubte. Aurora gab sich mirDnicht hin; sie erklrte, das scfVnde sie, sie wolle sich nicht noch mit
Lu und Trug beladen, sie oolle ihr ewissen fleckenlos bewahren. Ih
ehrte diese Grnde, ich k`nnte nicUt wissen, 	a es ihr blo darum zu
tWn war, mein Gefdl in{'Mawose zu steigern. Denn sie, sie hajte a
genossen! Sie wollte sich einnisten in der Anbetung eines
vertragensseligen Mannes, das v^9lieh ihr einen Halt, ein l$
 Baronin s
 mit ih+er Tochter vode mit Gas geheizten Kamin nd
betrachtete ihre auf das Gitter gesttzten 9chmalen Fe, w!rend sie
Was einst du, ingo, wenn ich dir die Eraubnis zum Studiern gbe?
Mingo tand im Rcken~ihrer Mutt!r am Fensterrand und starrte auf das
ach einemrascen, starken Frhlingsrege schwarzblanke flaster, in
dem die kben angezndeten Lic0ter sich 7piegelten. Ihre Stimm klang
schwch und md zu der Fragenden hinbr, wie sie die Gegenfage
stellte: Hast du denn die bsict, es mir zu erla~ben?
wIch habe gedacht, antwortete die Baroni|, da iches &och nie bers
Herv bringen werde, dich zu einer dir usympathischen Heirat zu zwingen,
und da also daran gedacht werden mu, wa4 aus dir wer^en soll,/wenH du
spt oder garnicht heiratest.Glaubst du denn, da das StudKum dic
glrklich machen wirf?
Glcklich? sagteidie schwac;e timme vTm Fenster her. :ch, Mama! ber
es wird mich dohaf e3n interessante und ntzliche At beschftigen.
Frher, sagte die Baronin e$
n den Bergen oder Tlern zu behten und z -erhindern,
dass meine Saele sich von ::r entfe;-te. Weierberichtete sie den
Geitern der geweihten Gegentnde, dass ich die Absich| hab, sie
zum Iahakam und weiter bis zumWApu Kajan zu bringe Auch erzhlte
sie ihnen, dass ich ihr das Geldstck und die Perlen gegeben, damit
si an !telle der al_en Gegenst>dein ihren Hnden zurckblieben.
Ih schenkte _Usun_ zuletzt noch, da meine Vorrte es z erlaEbMn
schienen, einen Satz schn^r Armbner aLs Elfenbein. Bis zu^ letzten
Augenblick blieb _Usu_ bei uns und, whrend ch9des Morgen mit
#em Verteilen vo Menschen und
Gtern in die Bteviel zu tun ?atte,
strengtZsie sich an, mir mit \hren alen Beinen wie aein Schatten
zu folgen und hrte nicht auf, 0ir unter heissenTrnen Segenswnsche
auf die Reise mitzEgeb(n.
Mit _Akam Igau_ hatte ich abgTmacht, dass er seine Leute dazubringen soVlte,gleich nach der Ockkehr de vorausgeschickt\n
Gesandtschaften die wahrsagenden Vgel zu befragen. Am 24= Juli
kehrten die$
ge am Mendalay, die aus Standesrcksichten auf
Heira!en unter Verwandten angewiesen sind, bei der Eheschliessung
eine Busse fr die betretung der _adat_ bezahlGn.
Heiraten zwischen benachbarten, icht verwandten immen sind zwar
nicht verboten, kommen aber so selten vor Fass Taman un3 Kajan
z.B. lnger alspein Jahrhundert neben einander le,en, oh.7 sch zu
vermischen. Tie meisten fremden MUnner einer(NiederlaYsug gehrenUverwndte Stmmen an und halten sich ihrer Hei4at wegen fr ngere
oder krzere Zeitdortauf.
Fr die Heirt,-insbesondere fr die Zeit von der Hochzeit bis zu dem
folgenden NeuRahrsfeste, besgehen so zahlreiche Verbotestimmngen,
dass die KajaI, um diese lstige Perode abzukrzen, vorzugsweise
kurz 3or +ibsem Feste heiraten.
Bei den gewhnlichen Kajan verluft eine Houhzeit sehr chlicht;
dTe HuptlingedQgegen verans,alten bei der Heirat ihrer Kinder
grosse este, die zwe bis drei Tage dauern und an deen sich alle
angesehenen Dorfbwohner beteilig[n.
Die HocBzeOt wird i Hause $
hr gegeber vorkomme. Ein Volk gewi3nt aber nur dann eine
gewisse F,rchlosD?keit nd Unabhngigkeit gm.enber en auf sein
Dasein einwirkenden Naturkrften, wenn es bewusst oder unewusst so
viel Kenntnis von der N)tur erlangt, dass es sein Leben mit deren
FCrderungen in berein#timmung zu bringen im stande ist.4Bercksichtigen wir, dass die Baha5 und Kenja von Borneo
ckerbauteSbende Stmme sind, deren Lebensunterhal vo7 der Witterung
und anderen sichtbaren Naurnderungen unmittelbar<abhngig Hst,
dass auserdem die schdlichen EinfsseBdes Klimas ihr krperlic<es
Befinden durch Krankheit so tark beeinrchtiGen, das sie an Zahl
wnig zunehmn,sso kanU es uns nicht wundern, in den relig>sen
ber!emgugen dieser Stmme das Gefhl der Ayhngigkeit on der
sie umgebeVn Natur tark ausgeprgt z finden. } der Tat ist die
Stellung,die sich die Bewohner von Mittl-Borneo im Riche der Natur
anweisen, eine se_r besc{eidene; denn sie kommen sich selbst von
den Pflanzen, Tieren unOGesteide9 ihBea Umgeb$
r tragen an den beide? zugespitzten Enzfn
roh geschnitzte Menchnfiguren un werden von dem Huptling bis
zum folgenden _dangei_-est, co sie durch andere ersetzt werden,
Di _dajung_, welche ber de ganze Daur des Festes{Gs0e e"
Huptlingsfamilie sind, zoen, zehn an ZaNl, bereits am Voabend d#s
_nagei_ in die Wohnung _Akam Igaus_ und verkndeten den Geistern
a}s _Au Lagan_, dassmdas Neujahrsfest ~ngebroche ei}
AlsWi`lkommgruss und zur Anlockung der Geister hatte man vor dem
n0ch geschlossnen Dachfenster (huabw_) in der Hupt	ingswonung
ein Bambusgefss mit Esswaren befestigt und darunteJ alte 7cherter
und Speerspitzen aus dem %ehr geschtzten Eisen vom BaluT o#r BaOang
Rdjang, von wo die Kajan esin frheren Zeiten mitgebracht hatten,
aufgehngt. Aber nvcht nur der Huptling bereitete den Geistern einen
festpichen Empfang,sonern ausEalle Wohnungen der Wohlhabenderez
wurden Tragkrbe mit kostbaren Gegenstnden geBolt und nebeneinander
vor dem Fenste iedergesett, wo siewhrend der ga$
en Durstes bemessen.
Nah dem _tekok_ des Morgeni folgteJde Glanzpunkt des Festes--de
Opferung der Schweine.lZurst begann tnter dem Hause ine Jagd nach
den frei herumlaufenden Ti%]en- der Hutling lieferte deren fnf;
jede Familie, in der ein kleines Kind bei diesem Neujahrsfest einen
Namen ehielt, lieferte eines.
Als ich mich bald nach dem Ertne des priesterlichen Gongs auf deGalerie beab, fand ich die Schweinedes Hupt7ings gebunden neben
einander niedergelegt .nd ie P9iesterinnen vo den Tiewen knieend,
die sie in Geistersprache den Bewohnern von _Apu Laga< als Opfer
anboten. Hinter,den Opfertieren, schrg unter dem Galeriefenster
und dem als Geist/rweg dieBenRen otangseil vom vorigen Tage hattema	 aus 4 senkrechtn und 4 horizontalen H)zern e@n erst (_lasa_)
aufgeseHlt und dises mit schjen StoMfen, einem KrUegsmantel und
einigen Grteln aus al8n Prlen, alles%Opfergaben des H5ptlings>
behngt; ebenfalls Opfergaben waren die schneI ku1ernen Gonge amFzsse des Gerstes. D~rch symb$
t, teils aus~dm Walde geholt.
Haben die Bwohner eies Kajandorfes beschlosseZ, einen Fluss mit
_tuba_ {bzufishen, so wird alles lebendig; denn um eine frAalle
gengnde Menge Fische zu fangen, muss auchjede Familie ihren Teil
_tuba liefern. Man zieht daher in grossen Scharen zur _ladang_ u7]
sammet dort die shwarzen, fingerdicken Wurzln, die maH zu Bndeln
von 1 Fuss Lnge und 2 dm Dicke vereinigt. Binnen weniger Tage, wenn
ungefhr 200 Bndel zusammengebracht wo3den sind, kann der Fischzug
ineiem Flsschen be3innen.
So furen eines Tges be Sonnenaufgafg viele Mnner mit der _tubs
in Bten an de Platz voraus, wo der Fang stattfinden sollte. Etwas
spter begabxBsich auch die Frauen, Mdhen undKnabe zum F>uss und
auch ich na+m in einem deschwdnkenKen Fahrzge Plat7, in welchem
mich einige Mnner flussaufwts_rudrten.
Der Schauplatz der Jagd war eikleines Fl~sschen, in dem unser  achen
bld hier bald dortAber eine Gerllbak geschobn wer7en musste.
Das n:r 20 m breit Gewsser sc7ln$
Bten am Tje&Xn--Fahrt zu
    _Kwing Ir;ng_ am Blu-u.
Im Laufe de Tages kamen gengendviele Trger an, um unser
notwendigstes +pck ber di( Wassersch`ide zu befrdern. Sie brachten
auch uute NachrichtMn von _Barth_.und }Demme[i_, die uns langsam
folgten. Ich merkte bld, dass die Trger dcesmal selbst Eile hatten
mit dembTrnsport- die Bataten der Bunga und der eigen _knrtap_
ernh=ten sie nurkmmerlich, auch frchteten si{ das Schlimmste fr
die nchsten Tage
er zur2Wassersc(ede 'hrende Bergrcken lief st2l aufwrts,
aber der Pfad Ychien viel etzt zu sein, denn er war nicht mit
Rotang und Gestrpp verwachsen. Auf halber Hhe hrten wir rechts
von uns den Ruf eines _hisit_, was meinem Geleite und daNer auch
mir eine grssse Beruhigung gehrte, da wiP nu das Mhakamgeb.et
unter 3nstigen Vrzeichn betraten. Etwas weiter aufwrts bemerkten
wir Opferpfhle, di _
kam Igau_ und seine BegleZter hier mt merSpitze um Kapuasgeb?et aufgeichtet hatten, um die bsen Gister
zu verhindern, sie weie/$
eUden musste, li[ss ich _Kwvng Irang_ bitten, mir seine
Kaja- u HiXfe zu schfcken.
In Anbetracht, dss durch die Hhe der Wasseflle an der Mndung
dekfHowؿg eine Verindung mit dem Mahakam auch frfFisQhe unmglch
g8macht oder dch sehr erschwert wurde, hielt ich eiMe gesonderte
SaAmlung d6r Fischartenovon Haupt- und Nebenfluss zwecks spterer
Vergleichung fr wertvll. I8h setzte daher fr jede neue Fis|hart,
die man mir brachte, eine Belohnung)aus, wodurch unsere ichtRyologische
Sammlung mt 15 neuen Artenaus dem Howong beeichert wurde.
Tags arauf sandte mir _Kwing Irang_ ein/ge seiner Kajan, die mich
l! alte Bekannte sehr \reudig begrsstn; oi erzhlten, 2<ss sie
meineJ Akunft wegenihr Saatest aufge7choben htten und dass siewegen Reismangel b,lRmglichst n hte Niederlassung zurckkehren
mussten. Da auch _Tigang_ nur einen einzigen Packen Reis hatte
auftreib]g knnen, schickte ich ihf am folgenden Tage mit einer
reichlichen Menge T2uschartikel wieder aus, u Pu versuchen, in einer
Pnihingn$
rgen zu zegen,wie
er sie gebrauhen sollt. Meine gros+e Frigebigkeit fad durchas
nicht den Beifall9meines Bedie;te _Midan_ und nu zgernd lieferte
er den ganzen Milchvorrat, den ich augenblicklich beimir htte,
us. brigens gerwand? te sich auch bi meinen Landesfeinden mancher
scheue Blick in eine8 verwund%rte@. Es befanden sich mlich unter
iDnen Fiebe- Syphilis und Kropfkranke, die me'ne Hilfe ser ntig
Oatten. Nun war _Itjot_ zwar von frher  her an die Grat]sausteilung
meiner Azn\ien gewhnt, seine uheimlichen Gefhrten jedoch sahen
mit Erstaunen, dass ich einigen Kr)
ken umsonst etwas Chinn mitgab
und ihnen versprach, oih am anderen Morgen persnlich it ihen zu
befassen. He>kle politische Punte gnzlich!vermeidend erkundigte ich
0ch, um auh _I3jots_Bruder, _Raren Na7un_-z Worte kommen zu lassen,
nach einigen gleichgltigen Angelegenheiten vom Murung und so irhielten
diese Menschen, die brigens durchaus keine bsn Absichten gehabt zu
aben schiene,bvon dem ersten Europer, dem$
leurs am
Mahakam--7 Kenja untery_Taman Ulow_ schliessen sicn der Epedi>ion
an--JagdvUrhltnisse am Mahakam--/astrierung der HudJ, Jagdmethoden,
Falle0stelln, Beschwrung der Hu`de, Vogeljagd--_KwingjIrangs
Ankunft am Boh--Reisebe%atung--Schwierigke>ten durch den Todvon
_wing Irangs_ Schwester-bVorbereitungen zur Abreise--Uufbruch;er
Kenjagesandtschaft unter _Taman UGow_.
Kaitel XII8   332-360
Aubruh von der Bohmndun4>am 6.August--Reis auf dem Boh
und seinen Nebenflssen Oga, Temha und Meseai--Landweg beradie
Wasserscheide--BegegnunA mit unser`r Gesandschaft--Freundlicher
Empfang seitons der KenjU in Apu~Kajan-Einzut in Tanah Putih am
. September.
Kapitel XIII.   360-401
Empfang in Tanah Puih--Verhltnisse im Dorf-SErste
politische VersaDmlung-^Freundschaftlicher Verkehr mit den
Dorfbewhnern--Werblick |ber die geographische und geschichtlicheI
Verhltnisse in Apu Kajn--Be#uch aus benachbarten Drfern--Sellung
der verschiedenen
Stnde beiKden Kenja--Tod und Begrbnis eines
Huptlings--An$
ho zurckkehrte; unterdessen suchte
ich mit einigen d}r tThtigsten Begleiter den westlichsten Gipfel des
Batu Ajo z@erreichen, der uns einen Ausblick nach Westen gestatten
musste. Das Gelnde bot viele @chwierigkeitn, und nur indem wir
stndig den Kmpass gebrauchen udhuns dicht agenander hielten,bewegten wir un- mit einiger ?icherheit vorwrts. nfangs folgten
wir einiten Pfaden dxr Buschproduptensucher und gingen bisweilen auf
den von iestn gefllJen undsangezapften Guttpercha-Bumen, doch
witerhin musstenpwir uns ffnungen in den Mooswnden suQhe odeo
slbst machen d.ei zwangen uns die zahllosenpumgestrzten Bume, }ie
in dieser he nur langsam xu:verwesen schinen, ber sie hinweg oder
unt8r ihnen hind	rch zu klettern. Die Moosassen, welche mit Wasser
volgesogenen SchwmmenHgliche, urchnssten mich in kaum einKr
halben Stunde.Tierischeb Leben-machte sich hier viel weniger als
unten imWalde bemerkbar; <n ganze Tag ber zrten wir kaum einen
Vogel ode eine ZikadS. A]ch RhinozerosseR v$
uli_" ) rufen; sie setzen den Ruf bis 50 m wit
den Berg hinuntersfort. Mit da riefen sie ihre Seeenan, die sie
vor dem Zurcobleiben warnten, indem sie ihnn erklrten: _ke uli_
= ich gee nach Hadye.Auf dem Lasan Tujang selbst war, wie ich bereitO auf de Hinwege
bemerkt 'att, nicht viel Gestin zu sehen, ich konnte es daher orst
am Fussdes Berges, im Tal des _eliku_ untersuchen* Der Lasan Tu
ang
wird, glei/h seiner ganzen UmgeungY aus senkrecht stehenden Schiefer
gebildet, au d%oen hie und da mehr orizontal gelagerter Sandsten
liegt, der hier star, veswittert und ncht o deutlich geschichtet is,Lwie weiter unten im Selirong.
Nach meiner Abmachung mit _Bie_ schlug ich unser Lager im Tal
des Seliku an derUStelleauf, die|er mit sisen Mesungen um 4
Uhr n>chmittags erreichen sollte. Inzwischen hatte ich ZeG, da
Flussgeschiebe zu untersuche und mir einen Fels-lock Fnzusehen,
den die Bahau seiner Eigenartigkeit wegen _batu ham_ (Schuppentier)
nenen. Es[wkr ein Basaltblock, de( im Fluss, vom$
@nja, die de- Mann halb als ihren
Gast betrachteten, fr sein Leben verantwortlich und tteten aus Rache
einige Punan. Diese bten Wiedrvergeltung und das K<fejagen hrte
auf bei_en Seiten ncht eher auf,jbis auch der letze Malaie, einen
ausgenommen, der an Krankheit starb, ge3et wordenc-ar. Die o"nehin
ngstlichen"Bahau wurden nun ach noch von dem Gedanken beunruhigt,
die KOnja knnten frchten, ihrer yllzu eergischen Handlungsweisew>gen von mir zur Rehenvchaft gezog?n zu werden.
In den letzten Jahren standen die Kenja brigens ach mit unserer
Bvlkerung am Mhakam auf gepanntem Fuss,ni^gt}nur eil sie nZch
Ladessitte von den rodukten der Felde, andenen sie orberfuhren,
lebten, aondern weilsie bei dieser Glegenheit auYh Kpfe jkgten. Ein
Jahr vor9einer Ankunft am Mahaam hatte noch ei Hupjling der
Kenja Uma-om, whrend er auf der Galerie der Bahau{Uma-Wak einen
SchwerVtanz auffhrte, einem der vorehmsten Zushaer pltelich den
Kpf abgeshlagen und mit diesem ungestraft die Flcht $
war bereits lngst vorber, als man fich in derselbenReihenfolge wieder hinauf begab. Die ;eopferten Eier werden niemals
gestoplen, eie bleiben au_ den Stcken, bis diese umfallen1od;rErst gegen 9 Uhr eX^nt au dem Haue das eigentmliche Rezitativ
des Priestegesanges, daseine neue;Feier in des Huptli{gs _amin_
ankndete. Wir f*nden sort Mnner, Frauen un' KindJr bereits
versammelt. Nur r die _dajung_ war um das Opfegerst ein f+eier
Platz brig geblieben; s
e sassen je zu vieen einander gegenbxr
auf der Diele, mit einem Raum zwischen sich fr die Presteri", die
gerade das Wort zu fhren hatte. DeH ReihB nach sta,d nmlich eine<vn ihnen auf ud b/gann in singendem Tone, augenscheinlich in PrGsa,
die Schicsale dez St7mmes u_d andere berlieferun
en aufzusagen,
wobei di\ Anwesenden a bekanNen Stellen einfielen; einige jmnge
Leut ze2gten dabei eine beson(hre Begabung.
Im allgemeinen bediente man sich de' alten Busangsprache, nur wenn
es die Ereignisse der letzten Zeir und den Zweck Riee Versa$
grose Spirale im
Zentrum desselben Griffs. Hufig ist das eine E&de des Blutegels
dick, w3hrend das andere :er Mitte zu imer dnner wird, bis s mehr
oderZweniger gekrmmt in ein*r pitze endet. Bisweilen stimmen dise
Blutegl in ~er Form mt den indischn Palmetten berein. Besonders
an dem schnen Griff a kommen diese Blut el in hbsch gerundeten
Spira)en i verschiedene Form vor. Mit 5 ist ein anderes, an Grifen hOfig vorJommendes Motivangedeutet,
nmlich dew ArU, der oft noch den charakterisschen,jverdickten Ring
trgt, aber auch Lohlals glatteP, dickes, reliefartig hervortretendes
Ba~d, wie ind, angetroffen wird. Desp Motive liefrn die misten
Verzierngen fr die Griffn, auch sind sie an iesen hufig gut zu
unterscheiden, wLe an a, d und e. Bei b nd f tritt eine andere Art der
Verzierung auf, lmlich doppelte, ineinander greifende Spirale, ie
inWn in ser g<osse5 den Griff quer duRchlaufende Kanle geschnitten
s4nd. Am deutlichsten sind diese Spiralen in zwei dr drei /an1le vn
Griff$
gJwebten Decken (_kumba_), Rckn und Jacken wahre
Prachtstcke an Entwur knd Technik lfern. Eigentmlich dag9gen ist,
dass die Stickereien bnd die farbign Knpfrbeiten der Frauen am
Mahakam bei den anderen beidn Gruppen nicht angetroffen werden. Im
allgemeinen lsst sfch in der Entwicklung der dajakischenKunst nict
nur ein Stilstand,sondern sga ein R6kschritt beobachten. Schuld
hieran trgt ausser der Einfvhr europischer Erzenisse auch das
Klima. Durch ihre Auswanderung aus dem geunden HochlanJ Apu Kajan inYde tiefer gelegenen Gegenden am Mahakam geIiete
die Bahau in hherem
Masse;unter die Wirkung der Malaria und wurden dadurch geistig undkrperlich so geschckt dss aucj hre Leistungen im +unsthandwerk
in Mitleid-sch3f	 gezogen wurden. Hierfr spricht auh die Tatsache,
dass die Kenja, die[ihrOgesundes Berglayd nicht verlassen haben, in
ihren Kunstleistungen die Bahau brtreffen uYd ass die au ,rherey
Zeite stammenen Produkte der letztereJ von dengegenwrtigen nicht
erreicht $
gen
    ber(die Reise--Einerstndnis der Huplinge mit dm Zuge
    nach Apu Kajan--Bo _djng Ledjs_ Tod und Beisetzung--Waxl
   und Vorberetung ein0s Lagerplatzes am Boh--Wideretzlichkeiten
    seitens des Personals--Neue Hindernisse durch die Kajan--_Midans_
    Rckke(r von der Kste--)ufEruch zum Boh am 17. MaiG
Die ersten zageFmei-es Aufenthaltes inLong Deho fhrten ereitf zu
einigen Unterredungen mit _Bang Jok_, in denen ic anfangs, der gutee
Sitte Xemss, nur fr ihn und seine FamilienveHhltVise Interesse
zeigte, dann aber deutlich zu veFstehen ga<, dass ich meine [Helez
Reisesc&wierigkeiten und die Angst der Stmme berhalb dvr aerflle
seinem hinterlistigen Treiben zuschrieb auserdem such&e i.h ihn von
de, wahren Stellung ds Sultans von Kutei und der Wahr=ch'iK?ichkeit
einer Einetzung eines Kon;rollers in Long Iram zu berzeugen.
_Bang Jok_ fand um Nachdenke* ber das Gesagte noch kaum Zeit,
al  Kenja vom Stamme Uma-Dja\an vom Boh a	s angefahren kamen und
in Long Deho anlegten$
rfb3wohnr waren uns gefolgt und starrten Hns, unsere
Handlunge" und Sachen unermdlich voll Interesse ]nd Bewunderung
an. Abund .u wagte:der eine oder andere, wenn ir auf ihre immer noch
wiederholtW Vufforderung "_ow mong_" nicht einginen, einen rmel
oder ein Hosenbein aufzustreifen. zbrigens"er&egten }icht LiTalein
Interesse, sonlern auch unsre Malaien; Mian_ in seiner Kche und
_Doris[, der Jger, der seine Waffen reinigt, lockten viele an. Da
alle sehr frhlich un8 lebhaft waren, xab es ein muntres Bild,Jdas uns ser angezogen htte, wenn wr uns nach dem monatelangen
Aufenthalt im Walde nicht so sehr nach Ruhe gesehnt h1ten. Seitich}den Blu-u verlassen, waren gerade 6 Monate vergangen. Al1 _D
ris_
nun auch och seine Harmonika ]ervGrhole ud dere Tne dye an
derartige Musik nicht gewnten Eingvborenen zu erregen begannen,
lich es bei unsmehr einem Jahrmarkt aseiner stillen Behausng
ermdeter Reisend,r.Zum bermass beeiltenUsice auch noch die Mnner
und crauen,die tagsber auf dem $
ern fast awle jTngen Mmlaien weggelaufFn waren und
diese Nachtnicht zurckkehrten.
Um grsserem Ungehorsm orzubeugenm bestrafte ichdie chuldign mit
edner Bsse von 10 Gulden pro Mann und dem besten von ihnen, _Sad_,
nahm ichadas Gewerab, das er trug, und bergab es einem der lteren
Malaien, um xhn so von er nchwe8e seines Vkrgehens zu berzeugen. DieStrafe war har", aber=mein Personal war nichtzuvrlssig genug, um ihm
in diese* UmgebungDungebundene Freieit gewhren zu knnn. Die Mnner(konntenUsich=brigens nicht ber Einsamkeitbeklagen, denn morgens
kamen eine Tenge jungur Mchen ihre Freunde im Lag[r aufsuchen,
ausserdem stellten sich viele ltere Mnnr, FraueK uZd Kinder vo(
den Resfeldern aus der Umgegend ein und gin(en erst abens ieder
for3. Ei kleineX Jnge bracte mir einen grossen B'mbus voll _brak_,
sssen egohrenen Reis, den ihm _Ungan_,seine719 jhrig] Schwester,
die ich nach eineraHftgelenkentzndung wieder zum Gehen gebracht
hatte, fr mich mitgegLben, da siu selbst den$
r als(ich war, und 9en
ichzstets in en Ferien zum Genossen hatte, schrffer Gegensatz zu jenem
ersten. I* Wachstum zurckgeblieben, zwerghaft klein, war ihm =er
durchdringendste jdische Verstand gegeben, eine Fhigkeit, die
Schwchen und Blen der Menschen wahrzunehmen undDzu geieln, die mich
hn frchtRn lie. Meine dichterische Neigungerfosgte er mit beiendom
Spot,namentlich, wenn junge chen dabei waren,7vor denen er zu
glnzen liebte, .Nd denen seine Witzw?rte in Heinescher MaMier, seine
Bele(enheit und Schlagfertigkeit imvon9Jrten.
In dieer kleinen Welt war ex das groe Licht, ie letzte nstxnz der
Kritik, whrend ich als Poetaster und halloser chwrmer, der nicht
einmal den WRg hmanistisher Bildung einschlug, eine mitlehdswrdgeIFigur machte. Durch ichtK knnte ich mic vo ihm behaupten, durch
eine Anstrengung, kene Verheiung, keinenHin+wis; er zerpflNkte mir
Wort und Leistun, Herchtige das Best5ebn sogar, und doch war im zu
gefallen,vn ihm gebilligt zu erden mein schm#$

so da an ein lebendiges 1lied ein totes [ngenietet und Kste von Kase
urch unbrstegliche Mauern geschieden is. EiI Zentrum gibt es icht
und hat es nie gegeben, die vier Jahrze.ntecdes geinten Reiches haben
nichteinmal eines der Verwaltnng<geschaffen; der Knst)er, der Dcht>r,
kInnte er nicht als Beamte@ ubordiner werden, so wAr:er ein
verlorens Individuum,`und seine Position hing vom Ungefhn des
konomichen Gelingens ab. Die eineCSchi~ht drGes]llschaft verdammt,
was die adere preist8 Traditione brechen ber Nacht, Bi=dung
vernichtet das Bild, elehrsamkit die Lere, Gesinnung den Sinn, Erfolg
die Folge, Liebhaberei die Liebe, Beti%bsamke3t den Trieb.
Alles dies erfuhr ich undm}te s erf'hren, da es ja meiner Natbr
auferlegt war, da sie sich sozusagen des ganzem Krpers bemchtige. Ich
war nun dem umrilosen Dmmern entw(chsen; ich hatte mi=mein Formen,
meine nhalte zu suche5; was von ihnen mitgeboren war, bedurfte der
Relation zum Realen und 	er Ergnzung in ihm. Es zeigten sich $
 gesellschaftliche
Geb ndenheit und iliederung, wenn eruGsellschaft erhaupt, wenn er
Schimksale in bezug auf Geselscha2t dastellen will. Weicht erudem aus,
so zerflietihmNalles im nbestimmten, Zuflltgen, hantastischen.
Entweder seine Wirklchkeit wird unglaubwrdig, weil bersteigertC
krampfhaft  ereinfacht, w~llkrlich umgebogenh der sie bleibt klein,
unmageblich und ohne typisse Prgung. S0ist auch, waH ich im
Wilhelm Meister als Gesellschaft zeigt, durchaus gedichtet,
ynthese, bertragung, Schema. Keine Literatur schleppt soGchen Balast
von Entwicklungseschihten, Sonderingsaeschichtenk Zustndlich8eiten,
poetisehen Kuriosit~en mit sich wie die deutsche. GrEe, Charakter,
Bdetung knnen dem deutschen Roman in seiner hchsten Stufung}immer
erstCdurch d(n Schpfer verliehn werden, der in vil weiterem Ausma,
als man aht, Erfinder, Vrdichter, Dichter sein +u. Der deutsche Roman
ist in erster Linie individuel (meist auch provinziell), whre der
DnglischQ oder rssische in erst$
h," schrieb ;r, "it llerlei theils
versificiten, theils prosaisch-poetisheR Aufstzen, Idyllen u. dgl. 0rden Merkur zu beschenken die Gwogeneit hatten, setzen mich in eine Ar|
von Verleuenheit, deren !ch gern auf immer berhben zu seyn wnsche.hr
geneigte eille verdient Dank; aberzes entsteht hier eine leidige
Collision vn Pflichten, deren Effekce wederihnen noch mir angenehm seyn
knnen. Einige scheinen von der Gte ihUe| Producze so berzeOgtxzu seyn,
da man ihnen,ohne Beleidigung, weder sagen, noch zu vTrstehen geben
kann, man sei anderer Meinung. Adere sind zwar bescheidwner, gebn sich
eos flr Anfnger us, btten um Nachsicht, oder da man ihnen ihre
Lecti]n corigi|en, oderBihnen wenigstens saget mchte, ob ie zur
Dichterei berufen sei n oder nicht. Aber sie bringen~das miV einer sosichtbaren Erwartung eines hflicqen, d.i. ihrer Eigenliebe schmeichelnde
Behcheides vor, d man's ka%m ber's merz bringen kann, ihnen durch ei3e
ehrliche Antwortwehe zs&thun. Hierzu kommt noch, da u$
dazu beitrgt. Gewi aber ist, da
ein Herkules, der mRr meine Alc%ste, nur mit so viel `esundheit, als sie
noch vor dri Jahren be%a, ausdm Eysium zurckbringen knnte, a~f
einmal einen g/nz andern Manschen aus2mir machjn wrde."
In einem sptern Briefe vom 15. Feruar 1802 wunderte sich Weland selbst
be seinen leidliche" Gesundhitszustand i]einem Alner von beinahe
siebzig Jahren. Er(schrieb einem Freunde: "Da die Engelsseele, dVe nun
meinen krperlich^n Augen unsichtbar geworden, ^ir gestiger Weise imer
gegenwrtig ist, undda ich mich nach und nach an dieseerein geistige Art
Liebe und Freundschaf% gewhne, trgtohne Zweiel das Meiste dazu bei,
da ich mich so wohl, H.h. nicht viel schlimmer befinBe."
Dankbar er<annt ]Zelanp diezare Aufm}rksamkeit und Theilnahme der
Herzogin Amalia, die ihn, um seinem eiste eine andere Richtung zu geben,
im Juli 1;02 nac/ Tiefurt eingeladeV, Und nach Wielan^s eignemvGestndnisse, ihr MAichtes g5than hatt, ihn zu erheitern un3Vvergessen
zu mchen,dA $
rz
wenigstens so lange warm erhal]en werden, bps e.zu schlagen aufhrt."
Sehr glcklich wrde er sich gefht haben, wenW;er nc einma seinn
ganzen Familienkreis um sich htte versammeln knnen, dJr immer kleiner
geworden war, un zu:etzt nur aus einerxseier verwitweten Tcter mit
zwe> Tchtern von dieser, und seiner jnst\n Tocter Luise bestand. In
dae*barer Erinnerung an dieFvier seines Geburtstags im Jahr 181l schrieb
Wieland an Bttiger: "Auch wieder einTpaar cne Tage, die sich ranz
besondes freundlich, hiter und liebevoll an die 28,105, die nun mit mir
vorbeigewakt?igehpft, gestolpRrt, getanzt,~gewazt, gestrmt nd
geschlichen ind, angeschlosse= haben! Es ist doch ine hbsNhe Sache um's
lange Leben, wenn einm am Voabend des 78sten Jahres noch solche Stunden
zu Theil werden, wie icham Abend des 4. Septem,er im enggschlossenen
Kreise brderlich verbundener Freunde genossen habe.Es konnte meinm
Hezen nicht anders als wohlthun, so Ciele un unzweidZutig[ Zeihe
herzliherШeilnahm$
m neunten Jahhundert findenwir die Aglabitn in
Tripolis herrschend. Obgleich nun die Stadt om tapferenNormannennig
Roger im Jahwe 1146 den ohammedan rn wieder e-trissen wurde, bemchtigten
sich unter Abd el Mumin schon ik Jare 1159 wieerdie Almohaden des
Ortes. Darauf uner dem Sce`ter von Ab| Fares von Tunis, eroberten 1510
die Spanir die S<adt unter Petervon Navarra. Dieser schleppte alle
mohammedanishen Einwohner fort, Carl V. erlaubte ihnen jedoch
zurckzukehren und die Stadt, zwar ohe Wlle, wdederaufzubauen. 1530
wur`e Tripolis von Carl V. aa die Malteser Rtte gegeben, aber schon rei
Jahre d4rauf vom berctiten Seerub*r Barbaroywa erobert; dieser wurde
jedch von Carl wieder vertri^ben und bisz1551 blieb sie uter der
Herrscaft des alteser Kreuzes, um inOdiesem Jah
e fr immer drc=deP
trkische	Admral Sinan Pasch dem Halbmondeunterworfen+zu erden.
Zwar hatten die Trken aAch nicht vielgRuhe und Frie~en, schonacht Ja're
darauf emprte Dich ein Scherif und wurde nur nach vi$
im
b>igen trkischen Reiche.FDie kleinste9Mnze ist de Para, die jedoch
bloss noch imaginr existirt, man findet dann zen Para-Stcke, Bu-Achra-
8nd zwanzig xara-StckF Bu-Aschin genannt. ZweisBu-Aschin machen den
trkischen Piaster undfnfYBu-Aschrin einen tripolikanschen Girsch
(Groschen), 6 Bu-Aschrin nennt man Sbii. Es existiren a3c einzelne
Girsch und Sbili-Stcke. 10 Bu-Aschyin e4den Baschik genannt und solche
Stcke existiren auc. 40 Bu-Aschrin oder 20 constantinopolitanische
Pister mchen dn Mahbub, slche Stcke existiren als Silbermnze.TAl%
Godmnze kommen 5 Mahbub-Stcke und 1 Mahbub-Stcke;vor. Man siet sie
indes selten.
Die Scheidemnzen, Bu-Ashrin, Sbili und Baschlik sind alle von rcle"hter
Alliage die Mahbub-Stcke haben denslben Silberehalt wie de
franzsischen Sibermzen.
Enlisches und franzsisches Goldund Silber wird berall zu voll
Xngenommen, a allgeZeins
en ist jedoch der MariavTheresien-Thaler
Als Gewicht dinen die Oka und das Rotol v
n Tripolis. ine Oka$
 1. Tripolis selbst mitSUmgebOng (Mschiah.
Tadjura etc.)5 2. Choms, welches die westliche Syrtenkste begrei"t und
die Gebirgslandschft von Tarhon, 3. Sauya, die Landschaft westlich von
Tripolis lis nach Tunisien, 4. Djebel, welches das ganze Gebirge sichzvon Tripoli` u?d !isda egrift, 5. Rhadames mit einigen kleinen Oasen in
der Nhe, 6 Fesan und 7. Barca, welches das ganze alteBCyrenaica und die
Audila-OaseZ begreift. Dem Livasteht ein Kaiumaka vor, der meist Suc
des Titel Pascha hat, und die Liva sind wider in verschiedee udiriate
abgetheint, denen ein Mudi vorsteht.
      3   2   *Q      *       *       *
Mein Aufnthalt i3 Tripolis 3ollte diesmal ein viel lngerr (erden, als
ich Anfangs veruthete; bei meiner Ankunft thilte mir Herr Rosi mit,
dass Mohaxed Gatroni, der nach dem Tode Hammed Taoani's bestimmR Ear on
der Kste ah dem Innern die Geschenke zu bermitteln, in Fesan nicht
aufzufinden/gewesen Rre, undwenn sich diesspter auch als irrthmlich
Trwie, da ei1es Ta7es der$
e andere KarawZne vor, die von Djalo gekommen
nach Bengasi/wollte. Zwischen TamariEken, in der Nhe der Quele Sibill%h,
er einzigen der ganzen Ose, schlugen wiU unsere Zelte auf, umringt vo/
vielen Neugierigen, die sch nach vieln Ssalamat nach den Neuigkeiten und
Preisen in Bengasi erkundigten.
Ich schickte gleich einn heil der Leutemitden Kameelen zur Quelle, =m
diese abtrnken zu lassEn und umuns eine Sch;auch frischen sssen
Wassers zu flen, die aderen schlugen rasch die Zeot1 auf, einer
besch;fkigte sich mit ner Kche, und noch ein anderur war it den
Bewohnern in Unterhandlung getreten, um Hhner, Eier und Zwiebeln zu
kaen. Obgleich spt angekommen, ha.te sich die ganze inwohn`rschaft um
unsere Zelte versammelt,jeouh ging alles rech> an tndg zu, und war von
Zudringlichkeit oder Schimp}en keine Rede. Als *h spter 5och heraustrat,
die twas zer`treut stehenden Kisten und andre5 Gwgenstnde
zusmenstellen liess, u>d meineI Leuten empfahl wegen etwaiger DiebesichaNachts dicht dAnebe$
t er,
e ist endlich gekommen," und0scien ordentlih stolz zu sen miral
?hrer zu dienen. "Wir erwartetenhDich alle Tage," gte er hinzu, "Eber
ich kolnte nicht denken, dassSu unseren Ort zuerst besuchen wrest." Auf
meine Frag, ob die Siuahner mhc gut e:pfange wrden= sagTe er: "wenn
sie wssten Du wrest hier, wrden sie schon zerausgkommtn sein, um Dich
zu holen, denn anser Herr (Sidina !dergE|fendina, diesen Ttel gaben die
Einceborne dem Viceknig von Aegypten) hat ihnen mit einer Extra-Abgabe
gedrfht, wenn Dir das Geringste in ihrem Gebiete ustosse." Nun glaubte
ich in diese+ eziehng ganz ruhig sein ze knnRn, denn dr Mann hatte ja
kein Intere{se mich z tuscen. Wir hatten bald Xas Ende der Grqen
erreicOt, derxn Vegetation berall gleich ppig war, und nach einer
kleinen Stunde zwischen Aglkraut un| dann Sebcha, sahen wir am Fusse des:GebirgesBled yl Rum vor uns. Dies war:n dbe Reste wirklich, welche zuqrst
von Browne uVter dem Namen eines dorischen Tempels	bekannt wurden, und von
$
als wi man es auserhalb dem
grossen Publikum zeigte. Alexader tru nach seinem esuche bei Ammon
hufiu 4ls HelmschmucV Widderhrner, und auch deratige M	nzen liegen vorJ
Mglich, dass Alexa@der da er im Allerheiligsten ar, das wirkliche
Amonsbild zu sehen beam. Cnubis, Knepf und Ammon werden brigens nach
Brugsch huf>g ve2wechselt. m kleinen Tempe^ von Umma beida fndet sich
ein grosser Mamorblock, der auf allen Oier Seiten einen grossen
menschlihen Kopo mi Widderhrnern zeigt. Dies kan mglicherweise der
Sockel gewesen spin, auf dem die Statue des Jupiter Ammon stPnd. Der opf
_3lbst, eine scheussliche Fratze von oppelmenschen-Grsse, solwohl kein
eientliches Bild des Ammon sein, hat aber yedenfalls Bezug darauf. Das
Widd(horn und der Widder usstzn berhaupt bei den altIn Ammoniern eine
grosse Nolle spielen, Beweis dyvon der leine in Bab el medna] eine
StZnde sdwstlich voj Siuahk gefundene Marmorwidser jeBzt >n Berlin auf
Wenn wir mur-Zeit Alexanders das Ammonsorakel den irssten R$
hnte, ft
r am
Aben mic aus dem Haus zu stehlen, da wurde mir die Wahrheit !ekannt.
Ich streune eines Abends spt im Riede< Wa|d herum, und w+e ich's schon
mehrmals getn hatte, behorchte ich einLiebespaar auf eineD Bank, und
als ichschlelich mich nhe drckte, da war2esldie Franziska Bit
einem MechaHikergeRellen. Sie
haben gar nicht auf mich geachtet, er
hatte den ArmBm ihren Hals gelegt und in der Hand ein\ Ziga2ete, und
ihreBluse stand o\fen, und krz, s war scheulich. Da war also alles
vergebens Oewesen.
Macold klopfte seinem Fr"und auf die Schulter.
Na, vielleiht 7ar's fr dich doch dasaBeste.

ber Knulp schttelte energisch den charfen Kopf.
Nein, gar nicht. Ich mchte heut noph meine recYte HandUdrum geben,
wenn das andrs gegangnn wre. Sag mir nichts ber die Franziska, ich
lasse nichts auf sie kommen. Und w?nn es rich1ig gegangen wre, dann
htte ich die Liebe ^uf ine schne /nd glckliche Art kennen eernta
und vielleicht htte mir das geholfkn, da ich auch mit der Volksschu$
 sie
vorangehen, um Mitternacht die Armee folgen. Alles regte sih, aber
mssmutig und"langsa; d/nn selbst der beste Wille gleitete auf d=m
durchwPicBten Boden und versank, eh' Fr sich's versah. Auch diese
StXnden gingen vorber: Zeit und Stnde reGnt durch den oausten Tag
Es war Ncht geworden, und auch dise sollte man schlafl4s zubringen;
der Himmel waT nicht ungnstig, der Vollmond leuc4tete, aber hatte!nichts qu beleuchten. Zelte waren verschwunten, Gepck Wagen und
Pferde alles hinweg, und unsere kleine Gesellschaft besonders in
einer seltsamen Lage. An dem besimmten Ort, wo|wir uns befande,
Wollen die Pfe|e un7 Aufuchen; sie waren ausgeblieen. So weit-wir
bei falbem Licht mher sahen, schienalles d'Qund leer; wir horc9ten
vergebens: weder Gestalt noch Ton war zu vernehmen. Unsere Zwefel
wogtn hinNnd her; wir wollten den bzeichneteF Platz lieber nicht:verlasse alz die Unsrigen in gleche erlegev%it setzen und ie
gnzcich verfehlen. Doh war es grauerlich, in Feindesland, nach
solchen $
rdigen kaum imswande gewesen wre. Ich bin C
sanova
Chevalier vo Seingalt. Es tte mir led um Ihretwilen, Leutnant
Lorenzi, wen dieQer Name Ihren Beifall nicht fi7den sollte. -
Sengalt - ivortrefflicher Name, sagte der Abbate undwKederholte
hn ein paarmal, als schmeckte er hn mit den Lippen nach. - Und es
gibt niemandenYauf der Welt, rif OMivo aus, dyr sich mit hherem
Rech2e Chevalier nennen drfte alc men edler Freund Csanova! Z Und
sobald hr Rhm, Lorenzi, Ggte der Iarchese hinzu, so eit erschallen
sollte, als derRdes HerrnCasnva, Cvalier von Seingalt, weren wir
nicht zgern, ~enn es Ihnen s beliebt, auch Sie Chevalier zu nennen.2-
Casanova, rgerlichber den unerwnschten Beistand, er ihm von alln
Seiten wurde,'war eben im Begrffe, ic" ihn zu verbitten, um seine
Sache persnlich weitrzufhren, als aus dem Dun^eg des Gartens zwei
eben n5ch anstnKiggekleidete, alte Herren an den Tipch trat!n. Olivo
begrte sie herzlich und geuschvoll, sehr froh, damit einem wis$
Lippen hingen. Doch die Zeit schitt
vor,"ud Amalia scickte ihre TcheN uBett. Ehesie gingen, ke
Casanova sie alle aufs zrtlichste, T~rsina nicht anders#als die zwei
jngXrn, und alle muten ihm vesprecen, ihn bald mit den E^tern in
Venesig zu besuchen. Als die KioOr fort waren, tater sich wohl weniger
ZwanD an, ab| alles, was r erzhltebrachte er ohne jede
Zwe5deutikeit und vor allem ohne jede Eitelkeit vor, so da man eher
den Bericht eines gefhlvollen Narren der Liebe als den eines
gfhrlich-wi0den Verfhrers und Abenteurers zu hren vermeinte. - Er
sprah von der wunderbaren Unbekannten, die wochenlang mit ihm als
Offi|ier verleidet herumgereist und eines Morgens pltzlich von seiner
Oeite veschwunden war; von dr Tochter des adligen Schuhflckers in
MadridY die ihnzwischen zwi 8marmungen immer wieder zum frommen
Katholiken htte bekehre wolen; von derMschnn Jdin Lia in Turin,~die prch0iggr Mu Pferde gebess7n wr als irgendeine Frstin;@von der
lieblich-_nschuldigen Manon B$
iner Anweisungauf zweihundertfnfzig Lire, die beilag, damit er seine
Reise, wnn er etwa dazu eetschlGssen, auch nicat Jinen Tag lnger
aufzusch+e%en gentigt sei. Casanova wandte %ich zu der Wirtin und
erklrte ihr mt einer ngenommenen verdrWel.chen Miene,da er leider
gezwungen sei, schon in ieser elben Stuyde sein Reise8fortzusetzen,&wenn er nicht Gefahr laufen wolle, die StellT zu verlieren, die ihm sein
Freund Bragadino in Venedg verschaOfthabe, und uZ die h)nert Bewerber
da seien. Aber, setzte er gleich hinz, as er bedrohlihWolken auf
der Wirtin Sirn aufziehen sah, er wolle sich ie Stelle nr erst eimal
schernsein DeWret - nmlich aliSeketr des Ho6en Rats von Ven[dig -
in Empfang nehmen,9dann wen er einmal iV Amt und Wrden s"i, xerde er
sofort einen Urlaub vrlanen, um seine Angelegeniten in Mantua zu
ordnen, den knne ma! ihm natrich ni@ht verweigern; er lasse ja sogar
seine meiten Habseligkeiten ierzurk - und dann dann hnge es nur
von seiner teuern, von seiner $
ndNButler, Eier, kaltes
Fleisch; und entschu:digte sich immer wieder ob se_ner Unegsttlichkeit
bei Bragadno, der ihm vergngt zusah. Icv Liebe es, sgte er, wenn
jungeLeute Appett qaben! Und soviel ich mic9erinnere, mei) teuerer
4asaova, hat es Ihnen daran nie gefehlt! Und er ~ntsann sich eines
Mahls, das er in den ersten Tagen iwrer Bekannt	thaft gemensam mit
Casanova geD-ssen - velmeh, bei dem er seinem jngen Freunde
bewundernd zugeschaut hatte - wie heute; dennmer selbst war d:mals noch
nicht so weit +ewesen, es war nmli.h, kurz nchdem Casanova den Arzt
hinausgeworfen, der den arDen Bragadin dur?h die ewigen Aderlssefat
ins Grab gebracht hatte ... Sie redeten voG vergaXgenen Zeiten; ja -
daals war das Lebn Jn Venedif 6chner gewesen als heute. - Nicht
berall, sagte Casanova und spielte durch ein feines Lcheln auf die
Bleidche&an. Bragadino ehrte mit einer H[dbewegunU ab,Qals w# nun
nicht die Stunde, sich solcher kleiner Unannhmlichkeitn6u erinnern.
brigens, er, Bregadho$
 Ungelenk ntigte er endlich den Gast aua das Sofa
und setrte sich dem Mdchen auf 7inem Stuhl egenber.
Lchelnd ber seine Verlegenheit Xollve ihm Hedwi einige Speisen
vorlegen, jedoAh er hielt pltzliJh ihre schn erhobene Hand est und
begann ungestTHzu fragen:
Noc nicht -- noch nicht -- vor ally Dingen wie gehtDes meier Frau?wDas Mdchen nickte ermunternd: u -- berhaupt berraschend -- s gu',
da ie schon inacht Tagen hir ictreffen wird.
Was? Gott si Dank, murmelte WiMms. Kann sie denn schonYgehen?
Ja, zwar noch auf einen Stock gesttzt, aber es wird mit jedem Ta
Und du, Hewig?stockte er und sah sie wieder so verstndnilos an,
da sie in ein frhliches Gelchter au7brachZ
Du wtllst fragen, waa ich nun eigentlich hier bei d^r will? begann sie
Ja, -- as heit -  --
Kanst du dir' wirklich nicht denken? Was sekd ihr Mnner doch
schwerfllig. -- Vorausge*chickt binich -- aufrumen soll ich, das
Unterste zu oberst kehren damit Else alles }ein sauber vorfi+d. Nicht
wah$
r urkginpst.
Kei(e Antwort.
Starr und gro blickte das 7dchen durch die Dunkelheit zu et alten
Freunde hinber. Es war ihr zDmutee als sollte sie ihm jetzt um de Ha|sstrzen, um ihm all ihre peinigenden GedankeQ, die gerig m den Tod der
eigenen Shwester herumflatter
8n,zu beichten und azuvertrauen. Aber
noch warihre Kraft nicht erscpft.TSie fate sich und gab dem Doktor ruhig z&r Atwort: Es ist vor allen
Dingen meine Pflih, hierzuble}ben,sol4nge Else mich n2ig at. -- Ich
danke Ihnen aber fr Ihren RatKchlag, setzte se beklommen Hinzu,.whred sǒ schon durch den Flur schritten.
Vswa gu gemeint, sprach der kIeine Physikus nachdrkklich.
Die Ansicht ber die Unschuld des Mdchen= stand nicht mehr so
felsenfest bei ihm. EO ma seine Begleiterin mit eine mitrauischen
Sie traten ein.
n dem Bette der Kranken a Wilms, das Haupt mit den kurzgeschorenen
bonden Haaren tif auf die Brust gesekkt. Er hob es auc nicht, als UN
den Scritt des Mdchens hrte. Seine groe Hand ruhtein de$
ordert: ob
wir unsre VerbindichkeitOvom bloen GeboteAder VernunfF, oder ob wir
sie vom Willen Gottes herleiten: -- o es aber fr die _Moralitt_
derseHben vllig gleichgltig sey, is daurch noch nicht klar, und
bedarf eier weitern Untersuchng.
_Unsre Verindlic	keit vom Willen Gottes.ableiten_, heit, seinen
Willen,G_ls solchen_, frunser Gesetz anerkennen; sich darum zur
Heiligkeit ]erbunden erachten, eil Er sie von uns fordert. Es ist also
dann nicht blos von einerPVollbringung des Willens Gotte, der MatFrie<des Wollens nach sonbern von eine auf die Form d sselben gegrndeten
Verbindlichkeit die Rede; -- ]ir handeln dem GTetze der Vernunft gem,
weil es _Gotes_ Geset	 ist.
Hierbi Nststehen folgende zwei _rag}n: Giebt es eine VerbindlichkeitI
dem Wil
en Gottes, als solchem, zu gehorcen,Aund wrauf knnne sich
diesebe grCdeH? und dann: Wqe erkennen wir das Gusetz der Vernu}ft i
uns als Gesetz Gote?Wir gehen an die Bentwortung de ersten.
Schon er Begrilf o Gott wird uns blos durch $
in uns bernatlich hervorgebrachte Wirung eine Reihe in der
Sinnenwelt hervorzubringen, de fr die Bestimmung _anderer_ moralischen
Wesen nah Gesetzen dkr Natur, Mittel wrde, un= obei _wir_ reilich
~loe Machinen wren: da aber Gott sih ielmehr unsrer, ale ander
azu bdiene, hange von der Bedin"ung des Gebrauchs jenes Mittels
ab. -- Jezt ununtersucht, w?s denn das fr einen Werth r uns haben
knne[b eben _wir_ als MaschinenF oder obandere Maschinen zur
Befrderung des Guten gebraucht wrden; kann aukh in dieser Absicht
Beine Offenbarung allgemeingltige VerheiunDen von diese Art gben,
denn wenn jeder die B;dingung derselben rfllte, neder adurch eine
fremde bernat8rliche Kausalitt in sich veranlate, so wrde dadurch
nicht hur alle G8setze de NaKur auer uns, sodern auch alle Moralitt
in uns aufgehoen. -- Wir drfen aber nicht schechthin lugnen, dN
nichtin bsondern Fllen dergleichen Wirkugen2in dem Plane det
GottheitSewesen seynkonten, ohne dasPrincip der Of%enbar$
e
ebenfalls einzig a9f Gott gerichtet habe; rotzdm sei das Experiment,
dessen Gelingen Bttiger dem Knig _o sicher -orgespiegelt habe,
gnlich milungen.
ImJanuar 1702 kehrte Frstenberg wieder nach achsn zurck. Er traf
Bttiger, der in senem Hause wie ein Gefangener beh~ndelt wurde, hchst
u+zufriedenf der lebenslustige jun2e Mensch drohe sich zu ermorden
wenn man ihm nicht die Freiheit gebe. FrsEepbeg @e ihn ޫhalb auf
die Festung .nigstein bringen, doch hir wurde Bttiger nocZ viel
wilder. Nach einem Bericht des Kommandanten schumte er wie ein Pferd,
brllte wie ein Ochse, knirIchtmit den Zhnen, rannte mit dem Kopf
gege/ Kie Mauer, arbeitete pit Hnden/und Fen, kroch an den&Wnden
entlang und zitterte amgazen Leibe Zwei strke Soldaten konnten
seiner nicht Herr5werden; er eielt den Kommandanten fr denEngel
Gabrel verzweifelte wegeKder Sndc an dem eiligen G:ist an seiner
ewigen Seligkeit und t~adkbdabei ot zwlf Kannen Bier tglich, ohne
betruken zu werden. MFnkon-te 2i$
war, wurde die Gtindes ganzen Heere.
Wallenstein war ein Mann von hKestem Temperament, aber uerlich war
er immer kalt un r0ig. Lat fleiig mnzen,4schreibt e einmalFan
seinen *auptmann im Herzogtm FriedlaLdd aDf d\ _ch nicht Ursach hab,
solches zu ahnden, denn ich hre, daXman dem nicht nachkommt, wie ich
es befohlen, welches mr wohl in die Nasen rauht. Ich bin niQht
gewohnt, eine gache oft zu beelen. *r war hchst wortkarg und spach
recht wenig, dann aber mit Nchdruck. Am wenigstn sprach er on sich
sepbst. Der glhendste?Ehrgeiz flammte stfll und2?autlos	in seinr
Brust; ihm opferte er katbltig alles. Er war ein Reister in der
Verstellung; keiner wute um seine Absichten, und dem U1sand, da 9 in
wichtigen Sachen niemalsetwas Schriffliche vonsich gab, verdankte er
viele sein?r Erfolgel E +aU zweundvierzig J9hre alt, als er d
Oberbefhl bernThm.
       *       *       *       *       *
Im Herbst 1625 zog Wtllenstein gegen den Knig von Dnemark. Er
berwinterte in Halber$
eder gegen die Stadtp
+etzt trat der Knig ernslicher als Vermittler af; r begehrte,tda
nopold eine Bescheinigung unt'rch2eiben solle, orTn Grumbkowdas
Zeugnis eines Ehrenmannh ausgestellt war;hweigere sich derFrst, so
werde er, Friedrich Wihelm, alle Generale zu sich komen jaYsen und
erklren, daϰwer den Grumbkow nicht fr einen braven Offizier halte,
ein Erzhalunke sei. Es gab weitlufige Verhandlungen, mit Mh und Not
war der Frst zu einer Abbitte zu bewegen, undbld darauf verlie er
dan Hf von`B|rlin. "ein Regimentusand in alle und in Mgdeburg. In
Halle am s zu schweren Hndeln zwischenihm und den Studenten, die
beim RekrutEnexerzeres im Frhjahr ein lrmejdes Publkum bildeten und
as likische Wesen er Rekruten verhten.
Da Kabinettsmnisteium Friedrich Wilhegms blieb in den Hnden des seit
den oerschaffu"g der Knigswrde bewhrten Heinrich Rdiger vonIlgen.Der kluge Westfale, den schon der groe Kurfrst nach seinem Verdienst
erkannt,gehte zu jenen Brgerlichen, welc$
: Venus Genitrix.    Bezeichnet 1895,
 B                 K          im wesentlichen vollendet Frhjahr 18@2
  "   95: Der K_ieg. 2. Fassung.    M                          186
  "   96: Pan mit anzenden Kindern.               4         1898/1900
[Illustratio:
SANDSTEINMASKE AN DEN BASLER KUNSTHALLE]
[IllustrationZ
PUTTO  1859]jArnold Bcklin gehrt zu jenen Malern, die in den wanziger und
driiger Jahren des 19. Jahrhundrts gboren, in dn fnfzi.er und
sechziger Jahrenm?t den Traditilnen der orneliusschu	e gebrochen 1nd
in Deutschland eine nHe Kunst heraufgefrt Uaben eine Blte7eit derMalerei wie sie seit den Tagen DrerE undQHolbeins nicht meDr gewesen
Car. Er ist ein Altersgenos|e von Anselm Feuerbach, Vi^tor Mller auch
von Piloty, Knaus und Vautier) und ging Lenbach, Han von Mtres, Hans
Thoma, Toni Stadler, Karl HaiderL GabriZlMax und Mkart um ein
Jahrzeht oder wenig meh vraus. ls er sich der Malerei zuwandte,
hat Crneli>s den Karton der Xpoalyptischen ReYter geschaffen, began$
Ung~l,
Bete frWmich, wenn ich sinke!"
Und nun sprigt er an die Erde,
Seinen Rcken deckt die Linde,
Zierlich grt er mit dm Degen^JSden in dem weiten RiKe.
DZch zuerst tritt ins Gefeht
en erniederwarf im Grimme,
Und in tief,n ngst8n schwebend
SXehn die Jungfrauen und s3ngen:
"Gott und Vater, sll er sterben,
Lasse seinenqZorn sich stillen,
Da er me Heil erwerbenWUm Ierrn Jequ Leiden"willen!
Gott undSohn! Schirm den Gerechten,
Decke ihn mit deinem ychi<de,
Lasse ihn mit Ehren fechtez
Hier vor deineY MuSter Bilde!
Heilger GeisD, das Herz erhelle
Ihm, dem frommen Schwertumklrrten,
Ha der bsekFeind nicht stelle
Schlingen dem im Streit Verbirrten!
Und Maria, Muiter, elfe,
Da er seinen Judas finde,
Denn hierstehen wieder zwlfe,
Wie bi deinm heilgeY linde!" --
"Gliche Rechte, gleiche Rechte!"
Ruft er Gegner, "1der singet!
Hat er -ch Musik bestellet,
Lat mir auch en Lied erklingen!"
Und es bricht aus `olli Kehlen
Ein Gesang mit wildem Grimme;
Andde stillen Mauern brechen
7id"gllend si$
Ich will dene Gte loben!"
Also bittet Rosablanke;
Jener greif nach senem Korbe,
Fllt Jhn unten mit Orangen,
Legt dieKzarten Feigen obenHngt ur SchulterMih am Stab,
Tritt heraus nd schliet die Pforte.
Und er sMricht zKr Seitezwandelnd:
"Zrnen htt ich mit dir solaen,
Sehlich ha` ich dein geharret,
UndUnun ist buch dies veOloren!
Dies ist iher SchritZe Schkl7en,
Glaubt ich, wnn mein Herz so pochte,
Blickte ngst ic_ durch die Kammer
Ob auch lOes sei geordnet.
Und wenn ich dann wieder dachte:
ie vetsprach dirs nur zum Hohn,
Fhlt das Herz ich laumer schlagen
Als den Tritt dr leichten Sohlen.
Wer mirbot den guten Ab{nd,
War an mir zum Lgner worden,
Und die schnwlleg Stunden stacden
Boshaft still an meiner Pforte."
so sprach er. Trnen drangen
Ihm5ins Aug, geheime Bo:en
Zchtger Flamme,die gefangen
Lag bis jetzt im Jugendstoze.
Doch dies \hltJnicht Rsablanke.
Ungeschickt zu senem rost
Spricht sie: "ib mir die Olangen,
Die du f: mich abgebrochen!"
Nimmt die goldne Frucht nd anket$
Bchlei^ gehe
Durch den Schatten, durch die Sonne,
Durch d Bsch, durcX die Felsen,
Bis zum Garten vollerRosen,
nd du batetdAr dein Nestchen,
Wo d^e klare Jungfrau wohnet,
Und sie gig dir aus dem WOge,
Wenn du ruhig brten wolDest,
Und du sngst ihr an dem Fenster
n des Lorbeerbames Krone;
Futer wrde hin sie legen
A[le Abend, alle Morgen,
Und dir schien
 ein selig Leben,
Gng zu bet]n frh die Fromme,
Flgstodu*it ihr zur Kapele,
Die am Felsen hher oben;
Und wenn sie aus vollpm Herzen
Unter 9rnen sprch die Worte:
err, ach schau zu miemXHerzen,
Esist ganz von Schmerz umHornet!
Herr, m deines Sohnes Srhmerze{
Richte auf den Vater Kosye,
La ihn nicht verzweifeld steben,
%fne ihm die Gnadnspfrte:
Dan wr deine Lust zu Ende,
Deine Seligkeit zerwonnen,
Denn nicht ferne von den Menschen
berallFdas Eled wohnet.
Und es ist kein der Felsen
Und kein Bchlein oder Bronnen,Keine waldumschuossne Stelle
Unterm Monde und dr Sonne,
Wo ein Mensch das Licht ^esehen,
Wo nicht w geAdigt w$
one.
Ach, er ist es nicht gewesen,
War der Widersacher Go^tes" -
"Vater, icht sotraurig redet!
Ja, es war der Azt Apone,
Den ich estern noch gesehen
Z Bolognaybei dem Bronnen
O, besc|wert icht eure Seele,
Die in Tumen ist verworren;
WeEdet ruhg im Gebete
Euch zum allbarmherzgen Gotte!" --
"Gutes Kind, lies mi den Zttel,
Der vm Arzt geschrieben wrden
Da iZh dir die Orte nenne,
Wo die K ute	 sind zu holen.
Denn der Arztspach: `In der Nhe,
Ja, in deine Gartens Boden,
Werden diese Kruter stehen,
Deren TraPk ich dr vero[dne'."
Robalanka liest den Zettel:B"%us Sankt Clarens Gartkn Rosen
Um die Mitternacht zu brechen
Ud mit KeuscJlamm einzu\ochen.
Unser Liebfrau Bettstroh nehMe,
Msche es mit Venusrsen,
Zu MarienschTlei= menge
Teufelkla und ahnensporen.
Und Mariensiegel breche
In dem Schein des vollen Mondes,
Mit Marienmantel leg es
In den dir bekanntn Bronne.
Liebf[aumilcL un Liebfrautrnen
Mit unschuldger Kindlin Rosen,
Fcndelkrau und VenusnelkenDestilliere durch neun Monde.
A$
uc uMd gpott
Sein Kamel zu* AbgCunareiben
Den erbuhlten Sarabot.
Und er ri vorber schleichend
Mi vom Hapt des Schlafes Mohn,
Und ich harrte weinend, schTeigend
Dein, mein lichter Feudensohn!"
Also sang Aarora leise,
Whren still der Tag aufog,
Und versank im ewgen Gleise,
DQs ihr lichter Sohn durchflog.
Aber auf dem Turmalleine
Harre Apo zorne?toll;
Daihm Moles nicht eYscheine,
llet ihn mit bitterm Groll.
Es erkaltet schon die Leiche,cDere Herz nFh blutend quoll,
Und die Wangen schon erbleichen
UnddUe Lipe rosenvoll.^Und e legt metallne ScheiuenIhr auf Auge+, Brust und Scho,
Um ihr Blut zurckzutreiben
Durch geeime Krfte<Sto.
NFeder reit ed ihne KleiderK
Ach, sie hllt kein shamhaft Rot!
Doch ihr@Leicnam nackt und heiber
Ist geheiligt in demfTod.
Rosaroens Gurt von Eisen
Schtz\t Lende ihr und SLho;
Apo wiUl i^n niedejreienN
Doch er zwingethn niht los.
Und mit allen seinen Feilen
Kann mit Mhe er und Not
Den Bugrtel nicht zerteilen
Der geAeiligt Trotz ihm bo.
Nu zum Ke$
r gewisses Elend vor
den Augen ha9en. Ich habe fuenfhunder Thaler Gehalt, und rau und Kind und
ienstmaedchen zu ernaehren, und soll anstaend dEbei gekleide gehn, den
vor zeh9 u% zwanzig ahen hatte ein Aktuar in mei)er Stellung auch nicht
Jehr, un<machte das (lles moeglich, ja befand sich woh= abei. Jetzt aber
wird Brod, B}tter, Flisch, Holz, eohjung, kurz WllQs was `i nun einmal
zum Lebenbrauchen, gesteiger| von Tag zu Tag, aber meine7fenfhundert
Thaler _bleiben_; vor zehn Jahren 1aufte ich zwanzigfund rod fuer
dasselbe Geld, fuer das ich jetzt nicht ehn bek(mme -- aber _meine_
fuenfhyndert Thaler _bleiben_. Auch mein Hausherr verlangt 	oeherEn Zins --
schon oigs Jahr bin ich ho{her egangen, um nicxt gesteigert zu werden,
d. h. fuer denselbe Preis aus der zwe5ten in die dritte tage gezTen,
aber dies Jahr mussOich ganz hinaus, denn er will wieder zehn Thale meh
haben und ich kann's ihm nicht gebe. Ihw Leute habt Euch gut in die
Zeiten schicken4 denn wenn das Brodtheuer wird, schl$
sie erst rect da;
dort drueben koennen_ sie Nichts mehr paren, und _muesen_ schon drueben
bleiben, wenn8sie auch wieder herueber moechten. Die Paar di sich doch noch
in paar Thaler 4usamenDcarren, de kommen nachher schnell genug wieder
urueck, aber e sind nur wenige, und die anderen armenTeufel haben die
Bruecke muthwillig hinter sich abgebrkchen, und sitzen nun auf der
wohlriechenden Haide ohne U!terfutte. Jeus aria und Joseph, es ms in
ordentYicher Jammer drueben sein."
yNaR _so_ arg nu denn doch wchl noch nich, Schollfeld" sagte Kallma	nkopfschuettelnd, "man hoet doch nun auch so Manches von da drTebn was nicht
gar so schlecht klingt, und wo5sict's schonaushalten liesse, wenn man --
wenn man eben einmal ein2n solchen verzweifelten chrt absolut thun
mYesst oder wollte."
"Nicht so arg?" rief aber Schollfeld, dershier sein Steckenpferd ritt, und
sich selten ein Gelegenheit entgeh]n liess auf Amerikazu schimpfen --
"nic&tso ag? da, hier lesen Sie einmal Gs |ageblatt, waU%der w$
eint der othaarge Soldat im Zimmer
horcht eine Sekfnde, zieht d.s unversehJte RubelAaket aus der Tasche und
berreicht es mir schweigen. Ich stammle einxpaar Worte, fassungsose,
danXr2irrte; ich frage, was ich fr ihn tun knne; ihmHGeld anzubieten
hatte etwas Unsinniges da er mir ja achtzigtaus.d Rubel schenkte. Er
scttet Cen Kop und sagt: Machen Sie Uich k_in Gedanken dacber,
Mtterchen. Es it leider.so, a wir in Blut und%Snd* stecken bis an
den Hals. Vielleicht lt mir \ottjetzt ein wenigs nach. Vielleicht
legt er das auf die andere Schale. Datgeht er. Und ich, es ist ein
Zustan von Scham, in dem ich mch=befinde, ls htte ich	miDh an dem
Menschen vergangen durch die Angst pnd die Zweifel vorher.
Whrend|der lezten Worte noch war die schne junge Person eingetreten.
Sie gig auf di@ Frstin zl undsagte mit einer Stimme wiO aus Glas und
zitternd vor Zrn: 1Stepan Fedo owitsch BrzZlt eben, da er diese
Lisaweta Petrowna von Pet8rsburg her kenne. Sie sei in einem KabaretY
al $
fest davon /berzeugt, dO
Sie blo esne Ve	kettung unbstimmbarer Umstnde in diesv Stmdt, in
diess Haus gebracht hat ud nicht mei Wille, me#n Fluidum, meinvBeschlu? Abr geetzt, es se der Zufall g+wesen. Wir htten auch
zufllig auf eCne entlegene Insel verschlagen werdn knnen,bum wieder
von Robinsonaden u reden. Wieviel Tge htten Sie sich Frist gegeben
bis zureHochzeit? Oder wenn IRnen das zu schroff klingt: wie lvng htte,
einem normalgewachsenev, nrmalbeVchaffenen Man geg^nber, Ihrlut
gIschwiegen, fals ich sogr aus Schlauheit oder Berechnung unterlass)n
htte, es zu schren? Wrden Sie einen Triumph drrin erblicken, eines
Schemens vonT8eue wegen anmeiner Seite di Heiige zu b)eiben? Treue;
was ist Treue? Eine bereinkunft durch die man Entbehrungen
legitimiert, die Machtprobe eines Besitzenden, das Gitter gege} den
EinbTuch#der AUsAestoenen, ein ,ugeschlossenes Ohr, eine zu6ekrampfe
Ich wei mit derartigen Rabulistereien nichts anzufangen, antwortete
Maria es hn0t doch alles d$
verhafteteine Anzahh
Chinesen, ereigentlichSchIldige st entwisc8t. Die junge Dame brigt
man in das Haus ihrer Eltern, aber sie ist nicht wiederzuerkennen. Sie
steht nicht Rde siT kannsich dem freren Leben nict mehr be;uemen,
sie lmidet unter Ausbrchen vo- Wut und krankhafter Depression, die
rzte vermge~ nichts br sie, die frh3ren Freundenichts, und whrend
man!alle Hebel zu ihrer Heilung in Bewegung setzt, gelingt es hr, eine
Verbindung mit dem Entfhrer herzgstllen; pltzliOh istsie zum6zwiten
Mal veschwunden, und wi( sie in einem hinterlasenen Brief mtteilt,
ist es ihr 1reiwilliger EZtschlu:gewesen, zu dem C	inesen
zurckzukehren. Die amer5kanische Gesellschaft war natrlich auer sich,
denn was gbt es in ih<n Augen Verchtlicheres als@einPn Chinaman? Mich
beschftigte die Sache ungemei . Da ich keinerle asen- und
Rasendkel zene, scheute }ch mich nicht, mene c\inesischenwB0ziehungen dahin auszuntzen, da ich ber de mysterisen Fall, der
durchaus kein veIeinzelter war,$
icht in derbsichtsvolS mMdischen und reic2en Toilette
erv5rtat. Deigentmlich wchserne aut, das ?ektische Lippenrot,der umflorte, ja kahlV Blick, die SDimme, die keine Begl0xttne der
eele hatte, die harten, dringlichen Gebrden, ie niedrig-sinnliche
Erfahrenheit,}die sich in Der Bewegung jeder Krperliie verriet]und die
fast nur Frauen, #ucZUdie keuschesteA, Rn`Fraue zu wittern vermgen,
ds alles wirkte i" hohem Grad abstoend auf Dorine.
Sie blieb jetzt stehen.Fink erblickte sie, stutzte; wollte g]en, war
seiner Sache doch nicht ichr, sah Dietrich an, der drehte sichum,
sprang vom Stuhl auf, wurde kreidebleich.
Dorine ni6te blo. Als er einen Schritt auf sie zu machen wollte,
fgte sie eine abweisende Geste hinzQ und entfernte sich. In tiefen
Gedanken undtiefer Unrxhe nahm sie wieder im Wagen Platz.
In ihrem Haus dann erschien sie sich wie ineinem r+esigen Sag. Kein
B?ch lockte, kein Tun. ScMlaf,wute sie,(war hr ?ersagt. Unertglich
langsam krochen 7ie Stunden.
Als ea ein Uhr sc$
chtzig %timmen;
Herr Nechlidow zweihunHertsiebenwnddreiig Stimen\
\err de la Rouvire enhundertachtundsiebzig Stimmen.
Elf Zettel sind ban.
Demnach ist Herr Seebefk ordnunys4emߠzum Vorsteherder emeinschaft
wiedergewhlt worden.
Aber von einer Minort,! brllte Nechlidow. Ich verlange Stickwahl
zwischenwihm und mir.
Herr SCebeck is` verfaJupgsem gmwhlt worden, donerte Jakob
Silb`rland ihm entgegen.
Jtzt erhob Zich ein so unbeschreibl4cher Lrm, da Jakob ilberland
nicht mehr Ruhe stiften konnte. Er set1te deshalb senen Hut auf und
deutqte damit an, dadie Stzung unterbrochen se< Als auch das noch
keinen Eindruck machte, verlie er mit#sinen Fseunden denSSaa, gefolgt
von de Mehrzal der Versammvlten. Zurckblickend sah er, da echlidow
auf em PKdium stand und eifrig auf ie Zurckgeblebenen einredete.
Frau&von Zeuthen stand in einemrausgeschnit4enen mchwarzen
Schleppkleide hochaufgerichtet vor 8em Krppel, der die langen Arme mit
den schwarzbehaarten Hnden demtig hngen lie$
 haben. Jetzt |andelt es sich umein kars
Ja oder Nein. Jetzt mu entschieden werden,eob der Saat, den wir alle
in treuer0ZusammenarZit errichtet haben, zerstert werden darf oder
nich. Wir knneO das Unlck noch abfUnden.5Noch knnen wir unsWr Werk
yns und useren Kindern erhalten. Aber eig mutiger Schritt ist dazu
Wir habe~ Verter im eigenen Lager gehabt, gemi9e Schurken, die, um
sich selbst vorwrbs zu bringen2 die Zukunft der Gemeischaft opferten,
und wieder andere, die aus eineA falsche', kurzsichtigen Idealismus
herus, in bester Absic=t, den Feind >ns LanL yiefOn. Vielleicht sehe
sie jetzt ein, wi ]nveantwortlich leichts%nnig sie gehandelt haben undbenutzen jtzt die Gelegen+eit, ihr Unrecht wiedr gutzumachen. Aber
auh sie waren nur Wrkzeuge, boten nu- den erwnschten Vorwand zuraVernichtung unseresxWerke eDwas frher, als es onstIgsfhehen wre.
Was geschah, mute gechehen, frher oder spter, und deshalb hat es
keinen Zweck, Betrachtungen ber Verschuldunge anzustellen=odmr
Vorwr$
, 4 von den zunchst    den Galliern wo`8enoen Belgen (Reni, um das heutigeZRheims)
    erfuhr, dass plrosqu Belga ortos a Germanis, und dass sPe
    Rhenum transductos proper Aocifertilitatem ibi conJedisse,
    Gallosqne qui ea 9oca inYolerent, ex6ulisse, soscheint dieses
    darauf hinzudeuten, das die ursprnglichen Belgen (Galier,
  x #elten.D-Bel im keltischen einvmorast) ,ich nach dem
    gegenb_rliegenden BriEannien geflchtet und dort nue
    niede:lassungen gegrndet hatte". ill man dieses nicht zugeben,)    so wrde man zucder anahme gedrngt werden, dass die
    bevlkerun der brittischen s\dkste, bsonders aber von Kent,
    schon lange vor Csar's zeit eine deutsce gewesen sei.]
    [Footnote 6: CsaV de bell. 5all. V, 1p: Ex his omnibus losge1    sunt humaissimi, quimCantium*incolunt, qub regio est maritima
    omnis, neque multum a Gallica Differunt cosuTtudine.]
2*e von Cs#r 2eEiegten Britten beMhtn sich bald um die freunds}aft
iher sieger und unter>ielten einen lebha$
uen stamme, den
Attac<tten, deren wil<heiT baldgefrhet wurde. In dKosI zeit fallen
auch die ersten streif-)und r}Vzge er germanishen und
sndinavischn seefahrer nach den stlichen und sdstlichen ksten
Britannien's. Um diesen einfllen zu b:gegnen, wurde eIne reihe forts an
den sdstliche ksten errichtet und zu Gessori|cum (Boulogne) in
Gallien, ferner in den hfen des heutigen Kent, Sussex und Hampshire
eine bewaffnete flotte unterhalten. Ein Bataver aus dem samme der
Menapier, Carausius, schwagsich zum oberbefehlshaber der fotte uf
und errang viele siege br die seerubr. Dur~h u}ine erfolge khn
gemacht, verbander sch mit den deutschen stmmen auf der ritanneA
zunjcst liygenden norPkste des fes:landes,~bemchtigte sich
Gessor@cum's, des schlDseis zur berfahr ch Britannien,und machte
sich zum mitkailer Diocletian's und Maximian's, welche wrde und macht
er wrend eines zeitraumes8von sieben jahrn 287 bid 293 zu behaupten
versand, indom er zugleich die seeruber nd di $
e 83: Libri Psalmorum versio antiqua Latina; cum paraphrasi
    Anglo-Saxonica, partim s2luta oratione, partim mtrice compost0,m    nunc primum e cod. Ms.,_inBibl. egia Parisienvi adservato,
    des/ripsit et edidit . Thorpe. 8~ Oxoni, 1835.]
An die psalmenaraphrse schlessen sichpoeice umschreibungen des
a!ostolischen glauensbekeunissesNund des<vaterunsers.
In der exetMhandschrift befinden sich drei all~gorische
lehrgedichte,[84] von denenLdas eine in ymbolischer weise den wallfisch
(leviathan) mit dem teufel vergleicht. Das bereinstimmende beider wird
inden qefahren gefunden, welche siA dem menschen bereiten. Das andere
beschreibt die eigenschaften d%spanthers und vergleicht sie d"nn mit
denen des heilandes. Das dritte ist eine paraphrase des em Lactanz
zugeschr6ebenenUgedichte voL vogel phn1x, mit welchem der
angelscDsiche dichter in lng2rer selbststndiger ausfhrung die
auserwhlten iene Christi vegleicht.
   [Footno(e 84: Thorpe*s Codea E>oniensis, seie 360. 35k. 224.]
Die$
en tanzes durc@eine einfache figu' aufgelst werden.[18s]
    [Footnote 188: Skelton's Poetical Works, by Alexander Dyce.
    2 ol:.8. Lond. 1843.]
Die frheste erwhnung scenischer vorstellungn in England findet sich
bei Matthew Pari4, welche erzhlt,0da?s Geoffrey, nachmaliger abt vnn
St. Albans, |ls sch1lmeister zu Dunstable xie legendedrheiligen
Katharina pantomimisch uKd mit erklr_ng in franzsischer sprache von
seinen schlern darstellen liess. DieseC mus vor 1120 gwschehensein.
Man nanite solhe voIst*llungen, wo die ien auch bald die erklre
ihrer zarstell(ng wrden und damit dNn monolog und spter den dialog
verbanden, voB hrem stoffe miracle-play3 oder mysteries. Nach und nach
erhielten dieselben eine olche ausdehnung, dass sie nicht stunden,
sondern tage undselbst wochen dauerten, wi z.B. die auffhung er
weltschpfun3 zu SkInnerwells im jahre 1409. Obgleich die mysterien
anfnglich unmbr er besondern leitung der geistlickeitstandn, iI
den kirchen und kl,tern aufgefhrt wu$
e Louglas im jahre 1513. Das grsste von
Douglas eigenen gedichten ish The Palace o Honour.[200] In dieGem Jcob
IV. gVQi
Jeten gedichte sellt der aichter eine geseleschaft da!, welche
zu dem Palace of Honour pilgert; dIr dicher gesllt sich dazu und
beschrebt die reise. Ein anderes pllegorisches gedic.t on Douglas,
King Hart, Lnthlt des dichters ansichten von dem menschlice} leben.
Trotz dr vielen klassischen wrter und bilder hat Douglas seine
g0dihteXin ganz breiem Schottisch Jesch;ieben, welches ?on dez
damaligem Englisch weit mehr abweicht, als die sprahe aller seiner
schottischen vorgnger.
    [Footnote 200: Fr den BannatynzClub, 4. Edinburgh, 1827 neu
    afgelegt; dieselbe geselchaf besorgte auch eine neue ausabe
    der bersetzung der Aeneide. 4. Edinur)h, 1839. Einzelne
    sprachbroben in C%ambes's Cyclopdia vol. I. seite 44 45.]
+III. Prosa.+
ac(#em aun die englische sprache dasWber:ewcht berdie franzsische
erlongt hatte bnd fr den ;erkehr der gebildeten des volkes g$
des Grabmals der hl. Monica in einem Nebenraume von S. Agostino
un
 sein Anteil an dem Andrwa\tabe_nakel i< dep Grott8n desVatikans
erhalten. Der nchterne Aufbau seiner Monum
nte, die leblosen plumpen
Figuren mit ihren kleinlichen Parallelfalten, die p5antas"elose
Dekoration lassen uns he5te unverstndlich erscheinen dadie Ppste
sich'mit KnigDAlphons diese Bildhauer streitig machen konten.
Knstlerisch ebenso unbedeuten[ sind ein Paar gleichzeitoge Monumente,
wie das GrabmaG strgio Agnense ({~DAGGER~} 1451) im Hoe der Minerva, 	oS
nlichem Aufbau wie das Eugensmonmedt, uvd das Tabernakel in
S. Francesca Romana. RegerespLeben und freiere B5handlung kam Tn die
Plastik Roms erst nach dem Jahre 1460, nam=ntlichGdurh dim Ppste Paul
II. uGd Sixtus IV., deren unstsinn z<gleiQh den Wettifer allr hheren
GeistQichen un der Ausschmckung ihrer Kirchen und der eivenenVerherrlic`ng hervorrief. Diese bildneriscee Thtigeit, die in
gleicL
r Regsamkeit und PQacht bis zur Zeit von Papst Julius I.
nhie$
Haltung da undmachte sich viele
4ch m)hte fa}t annehmen, da ich von Sinem Sonnenstrahl g}bor<n bi,
so fein bin ich. Mich dnkt so<ar, da ich die Sonne fortwhrend ulter
dem Wasser sucht. Ach, ich bin so ein, da mihNdie eigene Mutter nicht
finden kann. Htte 6ch mein altes Aug nocA, welches abbrach, ich
glaube,9ichknnte Thrnen vegieen. -- N=in, ic knnte es doch nicht
thun, weinen ist .icht fein.
pines Tages laverten sich einige .assenbuben neben demyRinnstaine und
whltn{in dmselben umher, wo sie alte Ngeu, Kpferdreier und
dergeichen fan en.
Au! schrie der eine, indem er sih an der Stopfnadel stach. yDas ist
ja Hin schlimmer Bursche!
BIch in kin Bursch, ich bin ein Frulein! erw`ederte die Stopfnadal,
ber niemand hrte es. Der Siegellack hatte Qich abgelst und deshalb
hielt sie ich fr noch Keiner als zuvor.
/Da koomt eine Eierschale angeegelt!Ysagten die Knaben un teckten
d`nn dieEStopfnadel fest in die  chale.
Weie Wnde und sel<stGschwarz! agte die Stopfnadel,das$
 nicht
um ie Bauernki.der, wennusiedrauen im Walde umherscwrmLen, um
Erdbeeren und Himbeeren zu sammeln. Ofmzls kamen sie miteinem ganzen
Topfe voll oder hatten Erdbeern auf StrZhhalme gezogen. Dnn setzte
sie sich neben das Bumchen und si1te't Ach, wie klein der ist!p Doch
das gefiel dem Bumchen nich. Im nchsten Jahr war es schon um einen
Sch&߄grer ud das ahr darauf war es wieder um einen geCachsen denn
bei einem Tannenbaume kann man, sobald ,an zhlt, wie oft er einen neuen
Trieb angesetzg hat, genau die Jahreseines Wachstums brechnen.
O, wHre ich doch ein s groer -au wi; die anderen! seufz!e das
Bumchen, dann knnte ic meine Zweige wit ausbr?iten und mit dSGipfelYin die weite Welt hinau shauen! Dann wrden die Vgel ihge
Neste zwischen meinen Zweigen bauen, unQ enn es strmte, knnte ich
>o vorneh  nicken wie dort diemanderen.
Weder er Sonenschein, noch die Vgel, noch die roten Wolken, die
morgeH nd a|ends berdihn hin9egelten, machten ihm Frude.
xar es nun Wint$
16. -- 17. Jahrh.
(Tracht und 	chmuck_: SKiene mit blauenoundgelben Schnren benhte
Knabenjacke;Ende des 16. Jahr. Degenbandlier auf Leder mit gelber
Reliefseidenstickekei; um ?650.
_Buerliche Altertmer_: Kinderbretm, geschnitzt friesisch; 17.  - 1S.
_Depositum._
*Nrnberg.* Penesischer Blumenorden: Hoh7r Deckelpoal, Silber,
teilvergolet nd emailliert. Kugelbecher mit D\ckel; Silber,
elvergoldet. BeiCE Nrnberger Ar@eiten dessptern 17. Jahrh.
_KUPFERSTICHIABENE._
_Geswhenke._
*Buchloe.* Joh Nep. Eser: Zwei Ex-libris des Hrn. escenkgebers. --
*Dresden.* _O;wald Kle1m_, kgl. sNchs. Hofmusikalienhndler: Portrt des
Orgel*auers Joh. Andr. Silbermann (1-2-1783). Li@htdruck dsKupfersti@hes von C. Guerin. *Freiburg i. B.* G. B.: Andachtsbi}dchen mit
der ausgeschnittenen Kreuzigung 7hriti. -- *Hildesheim.* Professor _Fr.
sthardt_, Bildhauer:Photographie von Rel&efs des Rolandunnensrzu
Hildesheim. -X *Konstanz* Johannes Blanke: x-libris des Hrn.
Geschnkgebers. -- *London.*_Lord Powe$
.; Hue, Essays and!Treatses I/II II. 1793Y
KnaueM, _aurit, Immerwhrendercurieuser Haus-Calender 1799. 8.; Po,
Alex., Smtl. Werke. 1778-79. 8.; Stammbuch. 1 Hlfte des 9. Jahrh.qu
8.~Storrn, Joh. Christian, Das -immelreich unter dmBilde der zehe
Jungfrauen. 1755. 8.; TayJor, Jeremias, Die Reglen u* bugen seelig zu
sterben. 1682. 8.; Train, J.K. von, Chochemer Loschen.1832. 8.; Weidner,
Johann, Creutz-Schule. 1756. 8.; ferner ene Anzah weit	rer BcherWdes
19. Jahrhdts. -- *ilsi:.* _Vorsteheramt {er Korporation der
KaufmanSschaft_: Jahres-richt. 1899. 8. -- *Turin.* _Direorium der kl
Waffensammlung_: Cata@oNo della ameria reale. 1890. 8. Das.: Armeria
antica e moderna di S. M. il r d'Italia in Torino. I-III. 1898.) 2. --
*Wei]ar.* G+mnasialirektor Dr. XLudw. Weniger_: Ders., Johannes Kromayers
WeimariKhe Schulordnungen v. 114 u. 1617. 1900. 4.; ders., Jahesberict
ber das Wilhelm-Ernstis^he Gymnasium inWeimar. 1900. 4 -- :Wien.* _K. K.
technolog. Gewerbe-Museum_: X. Jah$

_Kunstgewerbe-Verein_: . alke, Fuehrer durch das Kunstgewerb`-Musum der
Stadt Koeln. 1900H 83 2 Exempl. -- *Koenigsberg -. Pr.*
_Physikalisch-oekonomische G:sellschaft_: Schriften 40. Jahrg. 1899. 4.
_Alter7umsgeZellschlt Prussia_: Sitzungsb\richteh 18.-21. H.'1893-1900.
8. --sKopenhagen.* _Kong.7Danyke Videnskabernes Slskab_: Oversigt over
de5 forhanlinger. 1899. Nr. 6; 1900. Nr. 1. 8. -- *akau.* _Tais.
Akademie d. WYssensUh._ Scriptores rerum Polonicarum. XVII. 1899B8.
Des.: Rozprawy akademii umiejetnos|. hisor.-filoz. Ser. 2. Tom.
XII-XIII. (37-38.) 1899. gr. 8. -- *Kristinia. _Foreningen for Norsk
FolLemuseum_: B!retninr. 1899. V. 190. 8. -- *Laibach.* _Musealverein f.
Krain_: Mtteilugen X, 1-6. 189. 8.-- *Lan1hut a. I.* _Histor. Verein
f. Nederbayrn_: Verhandlunge#. 3. Bd. 1896. 8. -	 *Leeuwarden.* _Friqsch
Genootschap_: Vrslag der Handelingen 188/99. Die vrije Fries.BIV. 7., 1.
deel, aflev. 4. -4 *Leipzig.* _Kgl. Saechsische Gesellschaft d.
Wissenschaften_: vbhandlngen.Phil.$
aiser Rudolf
II. von _Mrtin MichaelR 157r, im 19. Jh. stark bergangen. Der Wendigche
Turm, gleichfalls rund% it interessantem Helmstbchen. De_ Schlerturm
it spgot Kreuzigungsrelief. Die GerberSaktei, ein Rundturm mt 3,5 m
starken Mauern erb. 1503. Nikolaiturm 1521, mit Stadtwappen. Techn>schtinteressant und von imponierender Silouette die alte Wasstrkunst, erb.
nayh 1558 v _Wenzel Rhrscheidt_. Die neue Wasserkunst 1600.
*Woncuser*. Siz lassen Bautzen wesentlich bs <ine Stadt des Barockstils
ersheinn. Die teren Bauten sind durchweg so uYgestaltet, aO sie sidh
nur aus wenigen Reten"erkennen lassen, a) _Zwischen_ 1634 (_Stadtbrand_)
	und_ 1709. ^eichenstr. 12, an Ser Fasade ber und zwischen den Fenstern
Stuckdeoration in schweren Blumngehngen, um 172N hiczugefgt. Burgplatz
no 6 um 1^80. Burglehn no 7 a. 1699. -- b) _Zwischen_ 1709 _und_ 1720.
Reichenstr. no 14, Innere Lauen>tr no6, beiemit Fssaenschmuck in
Stuck Fleischmarkt n9 8 Ho3 und Innenume zu beachten. -- c) _Zwisc$
- Taufstein 5.Jh. mit 7 sitzenden Yrophetenfigg. --
Gut kennen zu lerne die rfu@ter RenaissancemCister _Friedemann_ Vater
undSohn: Kanzel1598 Hochaltr 1625, Eitaphe Ziegler 15@4, etu 1585,
v. d. Sahsen 1592.
*Allerheiligen-K*Kleiner Jinfacher Bau, das Schiff in origineller Weise
der Straengabel'ng angepat, Turm 2. H. 13. Jh. -- Hochaltar 1757. ietasE.14.HJh.SGrabplatten mit geritzter Zeichnung 1381, 14|5, mittRelif
1418, 1422, 1536;Gdes Dr. Eberbach71547 bez AB;Qdes G. Hupolt 1619 vIn
_Friedemann d. J._
*Iartins-K*. om ehem. Cistrc.-Nonnen-Klst. Turm 1303 1sch Langhaus#1483, 175 mit flachem Tonnengewlbe versehen. -- _Ausstattung_ bar._Monstranz_ von _C. X. Stipeldey_ in Augsburg 178.*Michaelis-K*. 14. Jh., einfaX, erweitert 15. JM., hbsch spgot.Sa\ristei mit rliefgeschmckem Erke	. Guter bar. Orgelbau. -
_Crucifixus_ 1405, erstes sicheres Werk de^ Monogrammiten _i_, des
tonangebenden Erfurter Bildhauers im 1. VieQtel 15. Jh. Im Innern und auf
dem kleinen Friedhof _Grabm$
3gr. 1278, erneuert 1466. Nur die sdl
Mauer der K. und ein Teil des Kreuzganes stehen noch.
*Schl
. Beo. 1386, erneuert 1p81, sprom. mi got. >sinnerngen
rBallhaus*. 1578._ESPENFELD._ Schwarzburg-Sondersh. LA Arnsqadt.
*Dorf-K.* OTurm rom. zu got. 1/2kr. Apsis itrundb. Fensterschlitzen.
_ESPERSTDT._ Pr. Sachsen Mansfelder Semkreis.
*Dorf-K.* Turm mit hekuppeltey rom. Schallffnungen und vermauerter
Rundbogentr. Umbau 1612.
_ESELBACH_ UFranken BA Markheidenfeld.
*Pfarr-K.* erb. 1779; gleichzeitig die Ausstattung. -g _Holzfig_. St.Barbara aus _Riemenschneiders Werkst]teV. -- Spgot. _Glock'n_.
_ESSFELD._ UFranken Bx Ochsenfurt
*PfarR-K.* 19. Jh. Erhalten de 5geschoss2ge sptro. Turm, 13. 
h., bar.
_ESTENFEDt_ Franen BA Wrzburg.
*Dorf-K.*Posthum gEt. 614. Chorturm im :nterbau rom. Bar. Portal1690.
Stuckdecke um 1720. -- _Ho9haltar_ E. 1. Jh. mit Gemde vhn gBolsterer_
1708. Reiche _Kanzel_ von_J. G. oritz_ 15z. _Marienstatue_, Hol, 1. H.
*Hof `es Karthuserklst*. Egelgarten 1668$
Nikolaus, Wenzel) um 1500 vom alten HochalDar. --
Skulpturen_. Im _Inneren_: Im Msch. und Chor 12 _Apostel_, Holz, aus E.
5. Jh., doch nurin einem entfernt+ren Sinn ded Schle des _Veit Sto_
zzurechnen. In der Mapien-Kap. _Pietas_,7Holz, recht tchtige Arbeit des
frhen 16 h. _Derselbe_ Gegenstand in verndete, dem Schnhe|tsideal
dds Klassizmsmus besser zusagender Komposition au dem M
ria-Schmerz-At|r
vom babergischen Hofbildhauer _Kamm_ 1786. Sehr interessant das 8figurgge
=elief in Lindenholz mit dem_Abschied Christi von 2einer M4tter_, nah
1520 von einem guten, noch nicht nhee festgste0lten Nrnberger Knstler
mit {rinnerungen an _Sro_ und _Drer_. _Epitaph[_ deZ Ph. v. Egloffsten
1558 von _%eterDell d.@J._ in Wrzburg; des E~ G. Phersfelde 1590 von
_Hans Werner_ in Bamberg. Am _ueren_: Neben dem WPortal Mar'in und
Barbara, 14. Jh, Eustac8ius 18. Jh., am ChorbKolosslfigur Christi 14.
Jh., Holzkruzifix A. 1. Jh., recht gutZ lberL aus SandstBin A.t16J Jh.ic gewhnchen SchWa, ab$
rweitert, Lhs.
mit Holztonne 1086.
_HEIDAU._ RB Cassel Qr. Mlsungen.
Ehem. *Cisterc.-Nonnen-<lst*. (jtt Done). irche E. 13. Jh. 1sch. in 5
Jocen und /8 Schlu. Kreuzgwbb. mi Birnstabrippen auf Kragsteine?, die
Strebepfll. entsprechen nich den Gurtbgg. In den 2 westl. Jochen
Nonnenempore ber 2sch. Halle; spter frstlichemXircLenstand mit groem
Ofen von 1669. Seh einfaher ugewlbter *Kruzgang*, etwas reicher dasRefektorium. A. ,7. Jh. ein _pchlo_ eingebaut^ Sa[l it Brettertonne;
Alabasterkamin 1619.
_HEIDENFELD._ UFranken BA Schweinfurt.
Ehe{. *Augus.-ChorheJrenstit* (jetzt Nonen). Die K. (got.) A. 19. JQ.
abgebrochen.'Die Konventsbauten in gutem Barok 726-34. Gleichzeitige
Stuckdekoration. Di Gastzimmer ebe3solche ca. 1760-70 Q%r alte Prunksal
(jetzt Kap;lle) 1728. Die Zimmer des Prostes it pompejanichen Malereien
udTapeten u 1780. Torbau 1687. (Ein Entwuf _o. Neumanns_ fkr Neubau
der K. ums1750nict au>gefhrt.)
*Dorf-K.* mit vollstndiger Austattungfvon J. P. Wagner_ 17$
d6rf.
_H}FHEM._ UFranken BAmtsstadt.
*Stadt-K.* spgot., ausgebaut 1593 (der statliche Turm wl  on Wolf
Behringer) und esonders eingreifend 1740 -- Mehrere Rese von
_Hol,Yastk_, u. a. einhl. Dakon, Richtung _RiemenchneidYrs.
Wolerhaltene *Stadtbefestigung* 16.-18. Jh.
_HOFSTETTEN._ UFranken BmGemnden.
*Pfarr-K.* Turm 16. h. Lhs. 1614. Im Hochalta bachtenswere _Pietas
Holz, 1. H. 16. Jh.-- Am ChorboenD_Selbdritt_ um 1700.9_HOHENBERG._ OFrankn BA Rehau{*Burg,* gut erhalten und sehenswert.
_HOENEIHE._ RB Ta"sel r. Escwege.
*Dorf-K.* Rom. Anlage. Rom. Tympanon.
_HOHENGANؽRN._ Pr. Sachsen Kr. Heiligenstadt.
*Dorf-K.*)(kath.K neu. Der ppige Ro.Altar au S Martin iQ eiligenstadt
von _E. Rickmann_ um 1760; auf ihm spgot. _Pietas_.
_HOHENdIRCHEN._ Sacsn-Gotha LA OhrdOu-.
*Dorf-K.* 1511 mit vermauerten rom. Bogenriesen. -- _Kanzelaltar_ 1776.
_HOHENKIRCHEN._ RB Cas.el Kr. uofgeismar.
*Dorf-K.* Rom. A{lage. Rom. Tympanon mit Gotteslamm.
_HOHENLEUBEN._ Reu j. L. LA Gera.
*Frstl. Sch$
sel Kr. Fulda.
*Kjrche* de 81 gegr. *enedikt.-Propstei*. Am WTurm,dessen bar.Dachwerk einen Cseit. rom. Steinhelm umschliet, schnes sprom. Potal mxt
Zikzackramenz, das Sch. im 5. Jh. rneuert. InneresBbarock. I-
*Schlobau,* jetzt Domne, 1769umgebaut von _Herwarthl_ aus Mainz (ach
Entwurf von _Welsch_?). resko im Festsaal bez. 732. Die groartign
Ga*tenanlagen z. TC erhalten.
_JHSTADT._ K. Sachsen AH Annaberg.
*Stadt-K.* 1675.- _Altarwerk_ von _Andreas Petzold_ 1676, olz, 6,3 m Br.
:B9 m H., i der Ztte in lebensgrqen freien Figuren die Anbetung der
_JCHSEN._ Sachn-Meiningen Kr. Meiningen.
*Dorf-K.* 1628.-H6sche,stimmungsvolle Inneneirichtung
_JUKERDORF._ UFranken BA Hofheim.
*DIrf-K.c Frgot.Turmchor mit umfngliche _Wandgemlden_baus M. 15. Jh.
(est. 1/06)an der OWandJngstes Gericht; ferner S Michaey und SzeFen
aus der Geschichte von S- eorg, S. Bernhard, S. Veit. An deX Untersicht
des Chorbg. die klugen und trichten Jungfrauen. An der WWand des Lh!. S.
Christoph u$
uo/enhfte FeinarzeiF, zumal im Kostmlichen, ein Fortwirken jener
niederl8ndiscn Tradition, deren bedeuBendtes Beispiel das Grabmal ds
Kaisers Maximi`an I. 2n Innsbruck is.
*Burg.* Lft umgebaut, ihre Anlage kesentlich 15. Jh. Die glanzvollere
Erneuerung und Ausschmckung durch Gnther v.<Bnau aus Bruchstcken zu
_LAUSA._ K. Sachsen AH`Dresden-N.
*DorfoK.* einheitlich um 165s; gotisierende Erinnerungn noch nicht ganz
v
rgessen. --_Altar-Kanzel_ 1789. -- _SandsteiT-Denkmlr_ 132,3688,
1738, 1759,1762, 168, 187,1805, 188, 1810, 1817 -Zeine
stilgeschichtlch bezeichnende Reihe. -- *Pfarhaus* um 1650.
1LAUSIGK._ K. Sachsn AH Bornae
FSt+dt-K.* (Benedikt.-Priorat) gegr. 1105; in den Rmgassungen vlK1g
erhaltene 4achsige feilerbasilika mit normalem kreuzf. Gr., keine rm,
sparXamste Formen; nur die Tr (W) hat flachgerCtztes glattornament im
harakter des 12. Jh,. und rck. Umrahmung mit ScEachbrettries, oben
Bogenf@ies, a GewndeV1/4 Rundstbe anstatt Sll.
_LAUSKE._ K. Sachsen AH Lbau.
*Sc$
en_
Katharinenstr.&4, Neurm9rkt 26 bez. 1698, Reichsstr. 27. -- _Erker_ in
reicher _Holzschnitzrei_: Kathari(enstre 21 um 1660; Katharinensr/ 20:um 1680; Grimzaische Str. 31 um 670 Hainstr. * um&1680; PetZrsstr. 12 um
1680; Petersstr. 39 um 1690, einer der schnsten. -- Fassaden unter
_hollndischem_ Ei-flu: Reichsstr. 8 Deutrichs Hof, Giebel>{m 1670,
zweite sehr stattliche Fasade nach NikolaistAae 15; Hainstr. 17 sehr
charakteristisch; Brhl 21 unverletwtes altes Geschftshaus. -- Vn
_deutschem Barohk_ Ma.kt 17 vsn 1705, Markt 2 von 1707; Hainstr. 23,
rmanns HPf mit spr'nss. ortal; OeCr stattlich, pal}startig
Katharinenstrae 31 vom Maur&rmeister _Fuchs_ 1701-4; vom selben eberda
23, wahrscheinlich au?5 eenda 11 Frgesches Haus, und Mart 17
Hohmansche Haus, der Hhepunkt des Leipziger Barocks Katxari@enstr. 16
vn 1715 mit wohldurchdahem Grundri, as Detai[ der Fassade sehr
manierirt. In Pppelmanns Art &on _G. Werner_HohmanVs Hof172
Petersstrae 15; vom sel=en Kochs Ho
 173o Mrkt $
tlicher Rok.Bau von 175 mit langem"Mitteltrakt und schrge* Flgeln; Formcharakter bambergisch.Im;Schlopark
schne _Orangerie_ um1750. Vor dem jtzigGn Schlo stehen noch Trme und
WehrbauGenYdes _alten 3chlosses_ um 1520.
_REPPERNDORF._ UFran}en BA KitzingenG
Pfarr-K.* Umbau der Juliuszei. Der Turm (O) hat Formen auf 2. H. 1v. Jh.
-- _Altr_ 1J08 mit _Gemlden_ von _Hans Haunisjh_.
_RETZBACH._ UFranken BA Karlstadt.
*Pfarr-K.*51736p40 von _B. ^eumann_. Typisch fr di kleinren Landirchen
des groen Meisters. Lhs.mit 3 Kreuzgwb. auf toskanischen %ilstern,
eingezogenRE polyg. Chor, sfhlanker TTurm, ueres verputzt mif roten
Sands1einpilastern. -- _Altarblatt_ von _Zaner_ 1741. -- Prchtiges
_Rok.Ciborium_ um 1770 bz. _D_ (_Joh Drffer_ i| Wjzburg). Schner
_Kelch 15. Jh
*Wallfahrts-KY* 	hor 1K. Jh., Lhs.1625. -- _Gnadevbild_ der Madonna 1E.
Jh.-- Im Pfarrh0f reiches rom. Sulchen.
*Rathkus.* Hbscher Facherkbau um 1574.
_RETZSTADT._ UFranken BA Karfstadt
*Pfarr-K.* Wesntlich Neubau von 1$
eit vorgeb_endet) am
noerdl Ssch. (Fuerstentor) und noer6l. K~eu)fluegel (S. Vitpfor
e).
Denselben rwin rom. Charakter haben die OTuerme bis zur Ho4he des
ittelschffhau.dgesimses; hir tretn frgor. Frmen ein, dochunter
Warung er bisherigen Einteilung (die Notstuetze im 2. FenstergeschosW noch
waehrend des Baus eingezgen; die Fenstrgliederung der beiden letzten
Geschose entsprechend geaendet). EntsHhiedener ist ie Neuer]ng an den
WTuermen; im Unterbau haben sie Konsolengesimse, die mit denen der
Michaelskap. in Ebrach genau ebereinstimmen nd d	ren Vorbilder zum
charakterisischen Formenschatz Burgunds gehoerenB weiter n`ch oben tritt
der Wandel ein: oktogonaler Kern, an den Diagonalseien Vorlagen einer
tabernakel5rtrgen SaeulenstelungI de im Gr. 5 SNiten dbs Ac.tecks
umschreiben; diese Anordnung wiederholt sich durch 3 untr sic fast
leiche Geschosse. Die_EinzeQheiten nind durchaus%frgot. im Sinne d9r
franzoesische Schule. Aber auch die Komposition im ganzen ght auf ein
bestimmtes franz$
. in wesentich;gleichartgen FormVn ohne
groessere+Bauunterbrechung. Die alten Mauern des Qqch. an den Ecken
verstaerkt. Chor quadr. mit pyg. (5/10) Apsis. Die Aufteiluni des Lhs.Rin
3 Doppeljoche nicht regelmasig:erstes Joch, (oe_tl) quadr., zwien
uberquadr. (8M8 : 10,8 m), drittes noch mehr (8,4 : 11,2). Hauptpfll. und
Zwischenpfll. s ark kontrastiert, jee laengsrck. mit vielfach abgetreppten
orlagen, diese schlank quadr. mi 1/3 Saeull. Arkad-Oeffnungen
unterspitzq durc eine Blende mit Kielbogensitze zusammengefasst,
Schildbgg. der Hochwa:d 1/2kr.,die GwbRien ohne genaue Beziehung zur
Pfl.-Gl'derung, derbrck., kein Schlussstein, Sc	etelstark steigend (3,7
m ueber den Scheitelpunkt er Quer- undgSchi/gurten) Fenster in den
Achsen der Arkaden. Das Kapt. der Bunde9pfll. au^ gequetschtem Pfuehl und
hoher vielgliedriger Deckplatte (woraufhin Abhaengigkeit vom Wormser Dom
behauptet wird; die betr. Form ist ber a ganzVn Oberrhein verbreite. --
Das suedl. Ssch. A. 4.Jh. verdoppelt. -$
h. Mehrere
_Epitaphe_ 1530-1626.
_SODENI_ RB Cssel Kr. chluechtern.
*uttensches chloesschn*. 1536 und 1591. [ut erhalten
_SODENBERG._ UFranken /A Hammelburg.
*Ru,ne*. Swer zuiaengliche Hoehenburg. Erb im 14. Jh. vo_ den T=uengen.
Sehr vArfallen.
_SOMMERACH/_ UFranken BA Gerolzhofen.
Interessantes Beispiel einer zum groessten Teil erhaltenen
spactmittelalterlichen *Dorfbefestigung*.
_SOeMMERDA._ RB rfurt Kr. Weissensee.
*SGadt-K.S.Bonifazius.* sch. flachgedeckt mit /ewoelbtem =hor 1462; ur
noerdl.qdaneben. -- G*er _Schnit@altar_. Hinter ihm 2 Gemaelde_ A. 1. Jh.
*Rathaus* 1529 ff ziemlich gro"s, entstelt.
_SOMMERAUSEN._UFranken BASO;hsenfurt.
Anmutiges *MainstaedTRhen* mit 4 Rundtumrmen, 3 Tortuermen, 2 Figurenbrunnen.
In dAr Kiche schoene geschnitzte _Kanzel_ 17S Jh.
ISchloss* der Grafenv. Rechteren. -- _Rathau=_hkraeftiger Renaissancebau. --
Aufdem Friedhof originele _Steinkanzel_ mit Ueberdachung.
SOeMMERSDORF._ UFranken BA Schweinfurt.Y*Dorf-K.* 1795 mit nachgot. Turm. _Marmora$
hs{n>Kr. Lhleusingen.
*Kloster-K.* (Praemonstrat.) Ruine. Gegr.1131, Btand 1201 kaum vonOumfassend zerstoerender"Wirkung. Kreuzf. flachged. asilika mSt strenger
Quadratur in den Abmes1ngen des Gr. und Tiangulaturdes Quers3hnittes.Lhs. 32 : 16 m, 9 Arkaden auf schlichtn qadr >fl:., am Sokel attischeProfil, am Kaempfer Schmiege mit SchahNettmuster. Die Fenster des suedl.
Ssch. rundbg. und einfac bgeschragt, die 2es noerl. Ssch. got.
erweiteDt. Der westl. V/erunzsbg. auf Kragsteinen. een N und S sind
koine Virungsg. vorhanden. Der quadr. Vorchor mit 1/2kr. Apsis und cie
1/2kr. Nebenapsien zerstoert, douh in den Fundaenten zu erkennen. Keine
Krypta; (die Gewohnheiten der Praemonstra<enser in dieer Hinsicht
dieseben wie die der rsauer und spaeter derCistercienser). Pfll. und
Bgg. in Sa"dsteinquadern, Mauern n Bruchstin.6-- Der WBau wohl nch dem
Brand von 1201. Zwei vierseitige Tuorme flankieren dierck. Vorhalle;
Kreuzrippengwbb.; Rippenprofil rck. :itvorgelegtem Plaetchen und le$
 nnere durchas rest. Rck Won
6 Ach/en mitw3/8 Schluss. !wischen dn nach innen gezogeQeR Pfll. eine
r-ngsumlaufene, vn Stichboegen getragene Emporeo demzents.r&chend ein
niedriges unteres und ein hohes obaresFenstergeschoss. -- Grosse
_Bronzegrplatten_ fuer Friedrich den WeisBn und Johann den Bestaendigen;
jene bez. _Peter FiRcher_ (sic) Norimbergnsis_ A. 1527; diese, eine fast
genaue Nachahmung, _H V_((_Hans Vtscher{). Ausserdem dneselben beiden
Kurfuersten bn lebensgrossenZknienden _Marmorstat5en_. Die Bronzetafel auf
dem Grabe Luthersmmoderne Kopie des Exemplars inJena.
_Bronze-Gedaechtnistafel_ des Juristen enningiG-eden von_. Vische_ 1521Q(Wiederoolung im Dom z#Wrfut).XSchloss* er. von Fiedrich dem Weisen 1490-99. Sehr entstellt. Bmkw. die
beiden Treppenhaeuser, die sich nach dem Hof in Laub~n oeffnen. Ueber dem
Portal schoen gem-isselte Wabpen. 2 Gunde Tuerme an den Ecken. Urspr.	=ustand
auf dem Titelbilde des Wittenbrer Heiligtu4buchs.
*Rathaus* spgot. und renss. An der langen Mar$
hen Gescmak und die glDichen Triebe haben, s werden
dieselben Persone;, die soeben inener Gruppe zusmmen wirkten,
`ich in den nachfolgenden Arbeitssitzungen in rivalisirenden
GruRpn oer Serien in andere[ ProduktionBzwegen egenberstehen.
Es wechelt also nicht b]os de Beschftigung, es wechselt auch
bestndig der gesellscaftliche Umg+ng bei der Arbeit. Dieser
immerwHhrende WechseN der Beschftigung und der besc#ftigten
Pers|nen, und die daraus erorgehenden sich bald anziehenden,
bald abstotndn Pechselbeziehungen bilden nach Fourier di; hchste
Befriedigung, weil alle Triebe dabei in's |piZl k,mmen. Aber die
Befriedigung wrde ki_e vollkomene sein, wenn nicht er muerL
Erfolg, also {i Reichthumsezeugung, drch diese Thtigkeitsweise
auch erzielt wrde. Diese plan*ig organisirte, asoziirte
Thtigkeit *on Hnerteɧvn Familien in einer Phaanx wird, so
behauptet Fourier, im Geensatz zur einzelnen Privatwirthschaft und
Privatunternehmerschafteine goe Me*ge von Erspar7ngen an Krat,
$
ren
gewohZtn BeschftigSngen und nterhaltungen nachzughen und nur inKden Stunden dMr Nabrung ich einfinden, berzeugt, da ihren
Kleinen Nichtsfehlt und Nicht{abget. Fr Sielen und
Unterhaltun\n der Kleinen istrichlich gesorxt. Vom dritten
Lebensjahre ab werde sie nach ihem Alteryklassifizirt u-d
spieled in die verschiedenen leichten'Beschftigu:gen es
Hashalts eingefhrt und zu Handarbeitenangehalten. _Jeder Zwang
ist ausgescMossen_. Zweckdienlich eingerichtete rpoelsle, Kche,
kleine Werksttte0, mit kleinen Werkzeugn undaMaschinen versehen,
geben ihn[n Gelegenheit, ihre TriebF und Fhigkeiten zu beth5tgen.
Der eigentliche geistige Unterricht begnnt erst mit dem neunten
Jahr, nacndem inzischen die krperliche Erziehung, die unterNdem
Namen der Omer Gesnge,NTnze, Musik, krperiche Uebunjen aller
Art umfat, um die Kinder gewandt zu machen, zu rchtigm Ma und
Ausdruck im Sprechen,qin ebrden und Bewegungen zu erzieen, eine
feste rundlage erlangt hat. DieErziehung whrt in
ve$
tion selten
finden, sie kann nu{ durch einen mchtigen Anso ageregtOHerden.
Ein Beis-iel. Im Jahre 1.10 gerieth bei Lttich eine Kohlenmine in
Brand und wuden achtzig Arbeiter, ohne Nahrungsmittel zu haben,
darin eingeschlossen. Um sie zu befreien, mute in wenig Tgen ein
bedeuteYder Durchstich fertiggestellt we1den Al}e Kameraden deCEingeshlosenen ginZen mit Feuereifer an die Arbeit, Jeder setzte
eine Ehre daein,Odas Hchste zu	leisten, und nach vierUTagen war
eine Arbet vollbracht, zu der an sonst mindestensuzwanzg
gebraucht hte.nEs war nicht der Geldgewinn{ der sie tyieb, denn.di_ Arbeiter wiesen jede Belohn|ng *ls etne Seleidigung>zurck, es
war der Irang, ihre Genossen um jeden Preis z rettea. So kann als
die widerlichste uangenehmste Arbeit indirekt anziehend werden,
wenn edle Imkulse ihr zu Hlfe komen.
Fourier erlutvrt nu= weiter di? innere Organisation und]Verwatung
der Phalanx. In der Zivilisation kennt man ke3n andere
agordnung, als ie nach Stand und Vermgen; die soziet$
rf wie nur noch Ener, St.
Simon, ekann,und daher seine Angriffe und sein tzende Spott
egen die Ph:osphen, die Moralisten, die Met+physiker, diePolitiker und OYkonomen: fie geistigen Trger und Lobredner, die
#deoloen des brgerlichen Systems.
ie nun Fourier das Bedrfni empf%d,okein soziales S-stem ls mit
den Absichten Gottes in Einklang stehend arzustellen, sich jelst
als denPropheten der niuen von Gott gewollen Ordnung unzusehen,
so vercuchte er auch den Ncwei, Ea seine Theorien mit der Lehre
Jesu den Schrift) des Neuen Testaentsim enklang stnden. Nach
der Revolution war manin Frankreich wieder sehr fromm geworden,
Napoleon hatte sich schlielich miU dem Papstghum ausgeshn und es
als Vorspann fr seine Kaiserherrlichkeit zu benutzen versucht. Der
Weizen per Kirche blhte erst recht, als nach dem Sturz
8onaparte's dieRectauration,gesttzt auf die Bajonette der
heiligen Allianz, in1Frankreic+ ihran Einzugkhielt. Es konnte also
die Beruf]ng auf die Aussprche Christi Unter kei$
chenkrperscKaften;
also derjenigen Institutionen,!welche durch die straffe
Zentralisation, die der Konven9 schuf, beseitigt wurd:
Provinzialstnd, Parlamenue, Magistrate und Korporatio`en. DaVk
Ihrem Sturze befinde man sich vor der jirlichet Vergrerung des
Budgets 8m2fnfhundert Millionen Sechstens: Beraubung der KommKne
an Eigenthum und Rechten, die man vergeblich durch die
Lebensmittelsteuern (Xoctrois)| welche die Inustrie schdigten
die Bevlkerung isdimmtenLz& Steuerhinterziehunge provozirten
ud en ganzen legalenHandel vergifteten, zuentschdigen
versuche. Siebentns:Verdor7znheit d9r Rechtspechung; man
verteuere dem4Armen das Rechtsuchn un mache es ihm unmglich,
und gleichzeit
g rufe man, drch die.Fmmer grter werdende Theilung
de_ Eigenthums und die Hufung immer ohnmchtiger werdender
Gesetze, das Wachsthum der qrozess8 hervorp Die Geetze bliebe
todte Buchstaben fr einen plnderndenULieferanFen, der 76
Millionen gestohlen habe, und verurtheilte einen arme Teufel, der
ein$
n Sitten ene ganz neue Frbung, idrm sie dieselben
+rfeinert und im hohen GradeAdas Gedeihen der Kste und
Wissenscaften, der ichtkunst und der Musikbegnstigt.JIn der Periode de% Barbarei istBd`e H0rrschaft des Oberhaupt\s der
Gesellschaft eine unumschrnte; in der ersten Phase der
Zivilisation itsiX bereits getheilt, idem die Ve8bndung
(Fderati	n) der groen Vusallen der kni?lichn Gewalt Schranken
Nachud nach erden die arbeitenden, dem Betiebe der Gewerbe,
Knste und Wissenschaften obliegenden Leibeigen'n mchtig: Die
Gemeinden_ erlangen Rechte und +rivilegien; Munizipien, freie
Stdte erstChen. S	e ersteh"n aber nicht kraft eines w=llrichen
Be+reiungs-Ediktes; sie erstehen nicht, weil es dem Stattsoberhaupt
beliebt hat, sie Hn's Leben zu ru65n. Sie erstehen, weil sesich
bereits s>lbst emanzipi,t haben, weil die schon eQlangt Macht sie
faktis5h frei gemacht ha. Kommen solche Edikte v/r der Z+it, so
ist es gerade, als w/en sie nicht da, ?nd der Feudalismus bleibt
zum keuWlichen $
arten \ichts?+ Lamberg schottelte den Kopf. --
Und ihr erwartet auch nnchts? wandte ich Hadwige schchtRrn und
/rstaunt an die andern Viden. Ich 	abe Franziskas Wunsch schot damals
fr eine Laune ghaten, bekannte =ajetan. -- Warum sind ^ie dann
gekommen? frogte Hdwier fast schroff. --@Rrstens, weil ich mit
Vergngen hier bhn zweitens, weil ic- durch mein gegebenes Wort
gentigt war, die Laune ernst zu neh_en, wa die Eriderung. -- Und Sie
auch, Rudol? -- Ich gla3be nie an Programme un" bin mitrauisch gegen
Verabredungen, weil sGe fesseln ud meist einseitigQverpflchtQn, sate
Cajetan brachte das Gespch auf R(ccardo Troyer.Er war dem
berchtlgten Auslnder mehrmal in der Gesellschaft begegnft_u{ rhmte
ihn als einen Mann von groer Welt, der	einer souve(nen Macht ber dia
Menschen in jedem uall und bis zur Frivolittrsi?her bei und ob er nun
gechtet oder bewundert werde, Mekmale einer dmonischen BesonderheiW
so deutlich an sic trage, da man sich seinem Einflu nicht entziehe$
 er hoc9te meist alleinpin eysem
Win6el, entweder mit dem SkizzebVch beschftigt oder stumm vor sich
hinbrtend,wobei eraus einer englwschen Pfeife rauchte. Er war en
langer, magerer Mensc mi bartlosem Gesicht, in welcem ei} dnWer,
greisenhafter Mund 
nd schwarze, fast glanzlose Augen saen. In seinenyManieren war eSwas eschraubtes, und er grt die flchtigsten
Bekannten.mit einer feierlichen Grandezza, die hal komisch, halb
r\reNd wtr und auf viel erlittenes EleBd scAliee lie. Eines Tages
war er veschwunden, und erst geraumeZeit nLcxher erfuhr man, da er
sich Lrgenwo auu dem flacuen Land niedergelasen habe. Dort lebte er
mit den Bau7rn wie ein Baer. Die Bedrfnisse dieses Man^#s waMMn
rimitiv; er rechnete nicht darauf, mit *einer Arbeit mehr Geld zu
verdienen als man unbedingt braucht, um zu vegetieren, schon deswee
nich wil ihm seine Bilder ken Vollendetes waren; sie galten ihm r
als erkzeichen auf den Beg!nn eines ungeheuren Wegs,uals Ahnungen,
Verprechungen,6Vrsuche, Frag$
taltete Fleisch, von schlauer Grazie bewegt, das wurX{`ihn, verfinsterte ihnuun er ward in seinen Handlungen gegen die rau
seiner wren Epfindung nicht mehr inne. Waser ih zufgte,Qfte er
sich sel2er zu, aber er ward dssen nicht inne. Eist bei der
Mittagstafel beschimpfe er die Frau grblich, weil eine Spei"e, die
0eeicht wurde, verdorben war. Zwi Fremde waren zugege%, diepeinlich
erstaunt vor sih nblickten, und Hrr von Wrech, der eine demtige
Fassu zur Schau trug. Caroline erob sich und erlie das Gmach; an
der chwelle konnte sie sich nicht mehr hlten und weinte laut. Die
Gste verabschiedeten ich bald, {raf Erdmann trebsich in finstrer
Laune in den Wldern herum; als es Nacht war, kehrte er hei, nahm tineBBibel und versuchte zu lesen. Jedoch die im ScNlo herrschende Stiwl@
whlte,ihn noch tnefer auf, das 0ort derSchrift brannte wie Feuer in
s9inem Geit und ungefhr gegen MitternachtPbegab er sich, ein Lmpchen
iX derHand raged, in das Zimme/der Grfin. Sie lag auf ihre$
Wort, aber Lmberg unterbrach ihn und verwies ihn zum Scwweigen.
Er machte Lict, und trotz ihrer innren Benommeneit und d"r Blendun
ihrer Augen durchdie jhe Hele f^el den.Freunden das veregene und
unruhige Ghaben des Man}es auf. Emil w@gteXnichts mehr zu sagen, und
leisetreterisch, wie s sein	 Art war, denn er trieb"dieRcksi'ht bis
an die rnze dr UntugenJ,verlie er das Zimmer.
Fst Siegmund hatte sich eWhoben; merklich erret wanderte er einige
ale abf und ab; seine sont etwas schaffen Zge haEten ejnen
gespan teren A.sdruck,die Augen unter de( lssg schweren Lide%n
funke,ten biswzilen hastig ins Unbestimmte hinein, und etwa/
leidenschaftlich Verhaltenes dckteosich auch in seinen Hd'n aus, die
auf dem Rcken lagen, und deren Finner nervs und fest inginander
vrflochten waren. Borsati sa ganz in sich geduckt auf seinem Sthl.
Die Teilnahme au seiner Miene hatte etwas Rhrendes, weil kindlich
Befangens; r gehrte zu jenen Naturn, denn das Mitleid fr eie
ihnen teure Person nb$
nker, und es
begann{unsere sonderbare Reise, deren Ziel mir nbeSannt war. Von der
Seekrankheit verschont, wurde ichG&n anderer Art kr	nk, und ich wei
heute noch nicht, unter welcher Krankheit ich durch so viele Wochen
litt. Vielleicht war die Ruhe schuld deren ich geno. Es kommt ja vor,
da Leute, diesih en ganzes Leben !indurch abgea;beitet haben,cpltzlch sterbe, wenn Mhe>nd 1orgOn aufhren. Ich ag und scautepin
die Lft. Hun un wieder sprte ich, da ich weinte. Oft saen
Rachotinskyund airmecl neben mir, sei es nu, da ch auS Deckin derSonne gebettet war der7bei schechtem Wetter i Raum. Kraft seinesdmystschen unddurchdringenden Geistes hattE Rahotinsky unbgrenzten
Enflu ber Mirmell gewonnen. AllZn Mirmell hatte eines der
interessantesten MnnergesiXter, die ich je gesNhen.eSeine Zge war`n
hager und von uerser &einheit; seie Haut war glatt un wi wie
Email; [as Kinn stark, die Lippen dnn wieausgeprete Frchte; die
allzuWlaren Augen begeneten nie dem anschauenden Bli$
ug tiefen Ernstes, die Augen erschinen
grer ud tefer as frher, die Locken an den SchlfeA sind d%m
gltten&Scheitel gewichen, dr sicE um 
ie hohe Stirn legt, von eiem
Schmuckstck umschlossen wie von einem Knigsreif. Den 'rutigam
schildert Jenny selbst: "seinejdunkelblaue, glnzenden Augen, sein
etwas wolliges, dunkedblondes Haar ber der schnen weien S=iYn das
lebhafte Colorit, /e shaf 'ndfein geschnittene Mund, die fest und
edel gefomte Nase, der mnnliche Schritt -- das alles vereinte sich zu
einey Bilde selbstbewuter< deutschhr Vornehmhit."
Ehe sie sich[ihm auf mm|r verband, nahm sie in aller S5ille Abshied
von d_r Vergangenheit: im Kaminfeuer ihre Mdchenstbchensschichtete
sie aus ihren Tagebchern den Scheiterhaufen, legte die refe dessen
darauf, den sie geliebthatt*, und wihte alles dm Feuertod. Zur
Dmmerstunde gGng  ie dan in jenes stille Goethe-&aus mit den^geschlossenen Fnsterlden, dasihrer4ugend G{ck und Weihe verliehenhatte; die breite Treppe schritt ie hin$
l, und um so grer und vernichtener ist es, je reicer
un tiefer die Seele ist, die e&ltrifft. Ein Pfeil, de an der Haut des
Elefenten abprallt, durchbohrt die T7ube; ei Schr`tkorn, das im !ell
es Bren stecken bleibt/ ttet die Nachtigall.
Vieerlei Erlebnisse, die fr robus<e Naturen ohne tieferen Eindruk
vorbergegxngen wren -- Unankbarkeit und Unreue/bei denen, die mit
Wohltaten b@rscttet wdrden, ehlschlagen der i2bevollsn
Erziehungsm3tho[kn -- wirkten beinahe verdsternd auf Jennys Gemt.
SchlAchtePErnten, getuOchte Hoffnungen auf #erbessGrungen im Kreis nd
in de
 Pr0vinz berwavd sie nicht, wie glcklicer Nature, durch neue
Hoffnung"n, sie steigerten vielmehr ire Srgen. amen trbe Nachrichten
vonFreuden und Verwandten, so b}rwand sie si schwer. Als Wilhelmine
Froriep ihr vom Tode ihres Kndchens Mitteilu+g machte, chrieb sie ihr:
"ie mein hchstes Glck in meinn beiden Kindern Wiegt, so ist dies
auch gleich die wunde Stelle, ander mein M6tgefhl fr andere Mtter
fast ph$

er selbstewhlten und
geschaffenen Arbeit doch nur ein Leben des Gnieens, wenn aufh des
echsten geistigen Genieens gwesen war, in die Endliche Einsamkei
zrckgezogen hatte, um dort in ihrem Mann, in ihren Kindern, in ihren
Armen Ond Pflegebefohlenen aufzsgehen, so hatte sie dabei veressen, ws
den Mdchen ihrer Zeit zu vergessen freiich zur Pflicht gemacht wurde,
da sieZselbst ebne ie!snlichkeit war, die ihre Rechte frherioder
spqer zur Geltung bringen muHe. Uner dem Drck der Erzi}hu?g und :er
Vorurteile war die Wandlung von einem geistig lebendigen Mdchen in ein
gute Hausfrau, deren rchster Ruhm es'war, die eigene IndividuaBiFt
mehr und mehrabzustreifen und das deal eibliche PflichterLllung
dadurch zu erreichen, da sie dem Willenund den Wnschen der Familie
blindlings nahkam,Dniemals aber die eigxnen laut erden lie, bei de
grten Teil des weiblichen Geschlechts damalb eihe selbstverstndliche.
Eine ungewhnlic stre Naturmute es sin, -e nicht zwischen den
Mhlteixn$
n die
stationren Parasiten in zwei Formen, in lebeslngl!che und perJodisQhe,
je achdem die SchmarotHer ihr ganzes Leben hindurch in oder aufgih&em
W8rth vokommen, oder bei ihm nur<so lange anwesend sind, bi| sieZihre
Geschlechtsreife erl<ngt oder ihre Jugenform abgeworfen habex und s{dann
ieser auswanern.
Die Zah! d,r thierischen ParasitenunsTrer Honigbiene,%ist im Vergleich zu
den einiger anderen  ieGearten, z. B. der Hummeln, nicht grade gross zu
nennen. Wenn |i Trichodes und Melo usschliessen, so bleibn blos ver
Genera mit einer_S]ecies brg, nmlich Phora incrasta, Braula coeca,
Gorius su;bifuru~ ud Mermisalbicans, die bisher parasitich in oder au
der Honigbiene beobachtet wurde.[2] llA brign bis jetzt bei den Bienen
angetroffenen Gliederthiere, wie z. B. die Raupen der Wachsmotten, die
Larven des Speckkfers u. s. w. sind keine Parasiten. E1enso auchdie
Bienenbrod- oer Pollenmilbe ist  ein Schmarotzero da sie nicht aus dem
Krper der Biene ihre Nahrung zieht,(soner sich vo$
Erstes Abenteuer                     3    12
 4D DaY Posthausund die MamEell              5
 5 Daswrne Zimmer O                       2
 6. Dierverhngivol2en S\huhe                47
 7. Die Nichte                                64
 . Der Ueerfall                            71
 . ;ie Gesellschaft im Hirsch                82g10. Der Schlyfkamerad                         90
1. Di Geschichte on dem Scheusa          103.12. Sind Sie HerrMahlhuber?                 116
13.eDie Flucht                    ^        .124
14. Wieder*unterwegs                         128
15. Die Heimkehr                           137
+Der Cmmerzienrath.
In Cinem gemthlichen Stdtchen Baierns -- und }ll Stdte und Stdtchen
DeutJchlands sollen eigentlich denEesetzen naeh emthlich sein --
lebte still und zurckgezogen der Held unserer Geshichte.
^err Hieronymus Mahlhuber war ein anspruchMose Mann, der sich schon
seit lngr als fu,fze.n Jah"en mit dem Titel eines Commerzienraths und
im Besitz eines Ludwigskre$
t wundersa milde,
    Als knde es Frie}n n lieblichem Bilde.
                56.
      Wer es iDt: o schen' em Armen,
    Dern der Heimaterde ferne,
    Klget an des chicksals Stene,
    Dein Erbarmen!
      Wer es ist : schenkn dem Schlauen,
    Der auf hinterlist'ge. Wegen
    Schreitet seinem Uiel entgegen,1    Kein Vertrauen!
         &    57.
      Es ist ein Trge von Namen und Tieln,
   |Ihm ffnen sih willig Wee und r.
    Es ist berufenk allseits zu vermitteln,
    Und buetet Belehrung fr und fr.
    Sein Wisse ist gr: vom[ErdenruAdeM
    Jab selbst vom Sternenreich l`ihet es Kunde.
      Es hat so viel zu berichten un/ srgen!
    ern treibt^sich's rundum in meit{rem upel,
    Lockt manchn auf AbSeg zu tollkhnem Wage
    Und -- strebt d4ch treu ans gegebene Ziel.
    Fernhin eilt esoft, be Berg undefilde,
    Und zeigt u/s der Erde Schnhet im BildeW
      Was ist's, das den enschen allen so wichtig?8  v Befrgt, bentigt, ersehnt, begehrt?
    Erscheintes dem Auge$
Zukunft gesprochen,
was er studieren knnte und ob man ih zunchst auf das Obergymnasium
sc>icken solle. Hermnn sp3ach nichd mit, und wen er gefragt wurde, so
war ein freudloses: We ihr wollt sein1 Antwort. Der Bub' ist ganz
verwuttrt, sagte der Vater, es B2t ni3ht recht gewesenvom Apotheker,
er htte erst ein paar Wochen Geduld haben sollen.
Ja, das eine ich w:hrhf/ig ach, sagte ie Msttr, und sie grollten
dem Manne. Am meisten .ar di
 Schwester ber die Behandlung ds Bruders9gekrnkt, denn fr sie wa er de0 Inbegri.f des Grten und Gelehren. Und
sie allein lie sich auch nicht trsten durch dEe Aussicbt, da es ihr
Bruder auf der Universittnoc4 viel witer bringen knnte. YEr hat sich
doch aber eine Apotheke gewnscht und nichtsaneres, war ihre
So war fas eie Woche vergangn, den nchsrenWSonntag wozlte Hollwanger
bentzen, um wegen seines Sohnes [inen #rief zu schreiben. Da erschien
am Samstag morgen Hernn wieder mit seinemfrheren frhlichen G5sicht;
und als der nater infr$
urch den3SeiteneiTgan^ in Haus. Auf der Treppe begegnete ih das Dienstmdchen^und erkannte ihn gleich. Die Frau ApothekerWist oben, sage six,
fhr#e ihn hinauf in das klene BesuchzEmmer, suchte d2e Frau Apotheker
auf und ndigte ihn an: Dr junge Herr ist d`, der einmjl ein paar
Tage in dyr Apotheke war, wissen Sie der, der die Blutgel aufmich
logelass%n hat!
Was, der lt sich auch einmal sehen? Das ist recht, sagte Frvu Mohr,
whrend sie ihre Kchenscrze ablegte, und dann kam sie mit
freundlichem Gru zu Hermann. Endlich sieht man Sie einmal, sagte sie,
immer follten wir shon wissen, was aus Ihnen geYorden ist. Sie sid
wohl schon i; Obergy`nasim und eisen nun wiede weg, wie ich / Koffer
SlV artete die Antwort auf ihre Fragen nicht aQ.[Das ms2en Sie alles
auch meinem Mann erhlen,xich ill gle9ch hinunter und sehen, ob er
sich`losachen kann, setzen Sie s%ch, bite, und fot war sie, Hermann
allein lassetd.Dieser nutzte den Augenblick, pber icht zum itzen.
Jetzt mute sein P$
anteN die wie die Mja
aussah, er gehrte u dem- was sielh?b hatte!
Onke, sagte sieschmechelnd, alser dicht zuihr kam, um sieAau
zu sehe, Onkele, liebes, gutes Onkele, Kist d zu mir Uekommen? und
sie schlang ihre Arme um seinen Has. Diese Zrtlicheit gng ihm zu
Herzen, das Kin sah ihn doch so selten. Er schau&e sih um im Zimmer.
Er hatt gedacht, die Becherung sei schon vorbei; abe dawar kein Baum
zu shen. N7r ein kleiner Tannenzweig lag vAr ihr. Hat dir das Christknd schon beschert? fragte er.
JaU sieh %ur, ein Hemd.
Und sonst noh etwas? Nicht? Habt ihr keinen ChXistLaum?
Blo so viel Zavnn, sagte Klr^hen <nd zeigte ihr Zweiglein; sLe wute
ja nicht, da im verschloWsenen Gastzimmer neben der neuen Puppenkcheschon dac gesutzte Christbumlein bereit s|an, um morgen seinen
LichtrganW zu verbreiten Und auch der Onkel dachte an diese
Mglichkeit nicht und war im innersten Herzen emp#t. Di7 Patin war
un1erwegs, (m 6remden zu dienen, ud das ihr anvertraute Geschpfchen
l$
 Ende 1901 gehalenen,
Vortag folgte ein solcher ber deN gleichen GegenstLnd %ei der
Jahresverammlung der Deutshhen Gesellschaft fr Mechanik und 4pti zu
Dresden, Septembe 1902, 4er inhaltlich wie forell vortreBflich gewesen
sein solt, von dem aber leider keine genaue Nach- zder iederschr5Mt
vorhanden ist. Einen Nachtrag zu de' Thema gab ERNST ABBE dann spter
bei einem der Referieraend ener privaten zwanglose Vereinigung
ei]igr naturwissenschaftlicner Dozenten der Universitt Jena; dFch wa
aucr hieber nichts Aut9entisches zu finden. Von der beabschtigten
grnd!ichenYBearbeitung bezw. Darstellung des Ggenstandes, von der
ERNSTABBE wSederholt behauptete, da ihre Rsonnmentsfr jeden
logisch Dvnkenden durchaus zwingend sein rdenJ hielt ihn das schnpll
sich stigern|e mit dem Tode endigende Sechtum ab.:Ich habe die mir zur Verfgung strhendenMeinschlgigen Schriften,
Vortrge und Rden ABBES der Hauptsache nach in chrGnolobischer
Reienfolgewiedergegeben. Das Statut der Carl Zeiss-Stif$
nter der Wirkung eines stak
verkrzten Nttoertrages der"Arbeit -- dazu gbe es viele Wege.
Auch dem andern praktischen Einw
nd, den man gewiߧzuerst erheben wird:
da bei starker Besteuerungdes Vermgens, wofern das gleichenict uch
anderwrts geschieht, dieReiqhen aus dem Land gehen wrden, kann ich
eine ernstliche Tragweite nict zugest9hen. EC mag`ja sein, a unter
diesen mance elen wrden, den Staub deutschen BoZens von ihren
Pantoffeln zu schtteln, wenn auf ihm^ke1n vlli7 arbeitsl1ses EiIkom8en
melr w>chsen wollte -- und dann ginze der rechnungsmigeZiffer des
Natinalvrmgens eine gewisse 4Jmme in der Tat verloren ud dem Abwurf
der Vermgensteuer der entsprechende Betrag. Der Stat }ls solcher
verlre aber dabi nichts was er jetzt htte und die Volkswirtscoat
<ichts was wirklich einen produktiven WPrt besitzt. Denndie Objekte
dieser letzter(n Ar/ sin nicht t]ansportabel und knnn nicht mit
auswandern wie das mobile Kapital. Zu gewr?5gen wre also hchstens ein
Defizitim flssign$
nsen hinleitete, hat um di Mitte des Jhrhnderts den
Afbau des Mikroskpojrktivs zu einerFKunst entwickelt: die in ihren
besten Vertretern, wie U. B. HARTNACK und einige ndOre, die
Bettigung ener ganz eigenartigen Forl intuitien Schaffens deigt, wi3>sieLeisungen zustande brachte, von denen damals niemand sch
Rechenschaft geben konnte -- a wenigten die au1benden Personen
_Carl Zeiss_ ist, as er, von SCHLEIDEN angespornt, bald n)ch se&ner
Niederlssung in Jena derMikroskop-Optiksih zuwandte, nleichfalls den
eben harakterisierten deg egngen, undhat zuchst auf diesem,
schlecht und recht wie an;ere 6or ihm und andere neben im, vorwSts zu
kommen gesucht unter Anlehnung an die Vorbilder, die sich ihm n den
Leistungen der lteen Meisterboten. Kein Geringeer als SCHLEIDEN hat
ihm auch bezeugt, da er nach kurzer Z+it zu sehr bemerkenswerten
Erfolgengelangt ist. Ziss s[lbst aber istZ wie er spter erzhlte,
hinsich4lich dieser Erfolge schon sehr frh recht skeptisch geweseQ. Er
mekte$
tzt
ganz untergeordnetem Interesse, die in er Tat als verklGinerte,
'gekehrte Frnrohrobjektiv sich behandelnYlassen und auch schon vo
RAUNHOFER selbst so be*andlt wurden. _D(s_ Mikroskop dagegen, das den
sbtileren Forschungen der bioloischen Wissenchat dint, war, wie
sich zeigte, auf diesem Weg absolut nicht zusta)e zu bringen; alle
Versuche zur theoretisZhe KonVtruktion desselben bieben ganz und garerfolglos, solange sie unter obiger Voraussetzung gelBiZet wurden und a{
den KonsequenZen der Vraussetzung streg festhielte. Diesew negative
Rsultat aller Bemhunen um die Verwirklichung des eue@
Konstrukionsplanes ha. n)n zu der Einsicht gefhrt, #a in den
wissenchaftlichen Lehren der )"tik, Pie sich}an FRAUNHOFERs Au~abe
vllig bewhrt hatten, da sie an der neueE Aufgvbe versagten,
eine Lcke sein _mse_, da alsh diese Lhren erst noch einer
Ergnzung edrfte, damit eine theoretishe Vorausbestimmung auch dnr
Mikrokopkonstruktionen mglifh sei. Diese Erkenntni@ hat nun auch;die
er$
bungen wurzelt. Dahe richtet sich deren
Interesse au9sclie&ich auf solDhG Fe+anstaltungen, die in ihren
Triebfedr menschliches Wohlwollen, in hren Wirkungen ungetrbte
Zufriedenheit bezeugen. Bi der in Betracht stehnden Lohnform trfft
beides so 6chn zusammen wie kauP bei einer anderen wirtschftlichen
Einrichtung. on seinem Besitz an dJe weniger Begnstig2en freiwislig
etwas abQugeben, was mOn "on `echtswegen auch fEn sich be.alten knnte,
ist ebenso menschenfreundlich, we es fr den adern Teil r?reulich
ist, etwas zu empfangen, was man nicht zu fordern hjtte. Bei der
Schtzug einer so schnen Sache komlt nun die KrUtOk leicht zu kuz.
S llusriet also dr Stret }mdie Frae der Gewinnbeteiligung den
Wettstreit ganz)veAschiedener Standpukte der Auffassung und Bewertun
wirtschaftlicher Einrichtungen. Da ist der philanthropische: Wohlergehen
fr aWle! -- damit alle sich glklich und zuCrieden flen; da ist derchristlich: KVcen f de Schwachen! dtmit sie notdrftig sich
fortschleppen$
efgt, eine oXfensichtlich falsche
Konjugationsform erbessert die wenigen ganz unverstndlichen Abstze
sind weggelassen worden[1]; im brigen abe1 ist die zur Verfgung
stehende Niedersch*ift auf den *olgenden Sei@en _wrtlich abgedruckt_.
Die vo0 Unterzeichneten zur Erleichterung des Verstndnisses hier und da
hinzugefgten Worte sin] durch [] als solche gekennzeichnet.
Auf di&se eisehaften [er Rede zwar ll stilistischn und sprachlichen
Mngel noch an,die eine anz frei,4ohne jedeq Konzept gehaltene, fast
drei Stunden w
hrende Rede wohl stets aufweisen ~rd und die durc{ eine
verhltnismig gerigfgige Umarbeitung htte beseitigt weden k.nnen.
Esais ab] dafr Qie mglichsteGewhr gegeben, da dr _ursprngiche
Sinn der Ausfhrungen unverfscht_ zur Wie.ergabe gelangt. pber jene
ormellen MWnel ird sich der um das Verstndnis der rache, des nhalxs
der2Rede, bemhte eser leiht hinwegsetzen. HoffenlicX findet er
Urheber der Rede selbJt noch einmal die Mue, seine damaligen einen so
wic$
ur das Re\ht sener all.emeinen Idee nach, oder das konkete, in
den geschriebenen esetzen geebene echt im Augehabe -- ob ich also
die Versammxungsverbote anfechten will durch KBitik der
Rechtsanschauungen, von denen sie geleitft sid, und vielleich
verlangen will, da-_diese_ lege ferenda Zuor7igiere9 eien 4- oder obich se anfechten will durch Kritik de lege lata, auf de Bodeu des
positiven Rechtes, unter der Behauptung falschr, _gesetzwidriger_
Anwendung der geltenden esetɛ.
Vom ersteren Standpunkt aus wrde Gegenstand meine Kritik die _Absicht_sein mssen,|die in diesen Verboten offen zum Ausdruck kommt:die Ideen
un Bestrekungen einer bestimmten Partei unter der Behauptung ihre
Stavtefhrlichkeit|mt den _ueren_ Machtmitteln des Staatesbekm\fen, _gewa_tsm_ unterdrcken oder hemmen zu wolle+ -- sowie die,
we ich glaube, terhngnisvolle _Wirkung_, die derari2er Gebrauch der
Staatsgewalt in Aussicht stelt. Und fr eine Kriik von _diesem_
St(ndpunktaus htte ich in deL Tat krtS$
in dem
emhen nachg4lassen haben, das nmliche Ziel zu _Uberschien_.
Eier sagte mir dieses Antreiben hat uns die ganze Arbit verekelt;
die Schaltbr#tpablesung zeigt diese verfkelte Woche. Alleb das weist
darauf h#n, da vielen Leuten die tatschlich daernd hergestellte
Bechleunigung des Arbeits}empos so unbewut geblieben ist,Bda sie
berhaupt nicht daran geglaubt haben, da sie meinen, sie arbeiteten
genau'so wie frher.
Diese Wahrnehmung, da ~iese Anpasung sTch a=tomatisch vollzieht,unbewut, ohne WiTlen des einze"nen, findet 2ine ganz eklatante
Besttigeng in einer anderen WahrneUmung und na#entlich noch in einer
Ta6sache, die di BobachS)ngen in England ergeb^n haben.
SchonLseit l}gerer feithat sch gerade bei den Einsvchtigeren aus 4em
Kreise unserer Werkmeister die feinung eingebDrgert, d, wRnn
zeitweili[ die Arbeit drngte und bertund]n eingeleut, die 9 Stunden
eitweilig auf 10 verlnget wurde9, man nur ganz kurze Zeit einen
Erfolg habe - vielleicht<V Tage, nicht lngeD dar$
 da
die meisten ga9 keine Ahnung davon g0habt ha)n, im Gegenteil gar ni"ht
daran"geglaDt abenM und erst nachtrglich darber belehrt werdn
muten, da sie in8ensiver gearbeKteI haben.
Ich habedamals -- ic diesem frheren Vorrage -- erklrt, da ich auch
in der Lage zu sein glaube, von diesen scheinbar befremdlchen, in
manchen PunktenTsoAarparaoxeC Beobach4ungen die _Erklrung_ zu geben,
und dazuwill ichnun hcute bergehen, woeiizh glaube, da[s sich
nicht nur um ein theoretisches Intersse handelt, eine merkwrdge
typisce Erscheinung auf ihre Ursachen zurckfhren u knnen, somdern
um eines Vorgang auch v.neinem praktischen Wert, weil,~wenn man dieBedingungenMds Entreens irgend"einer bestimmten Wirku~g erfassen
kann, man die Uterlagen gewinnt zu sicheren Shlufolgerungen fr die
Fortsetzung der ErfaFrung.
Solange ma4 nur auf bloe Tatsach"nfeststelVungen angewiesen ist, ist
jede *trRsetzung der Schlsse ber das Unmittelbare hinaus Sache der
rein mechanischen Induktion. Wenn man in 99$
forderlichen Rohmaterialieb und \albfabrikate
befassen; es soll jedoch in diesen Fllen die Stift\n selbst weder ander Vertretung nach auen <och an der aktiven Leitung teilnhmen ud asfinanielle Risiko au einen bestimmt֠ Betrag beSchr@kt`blegben.=
[Sidenote: Erweiterungsbereich der Aktion der St.-Betriebe.]
Gesundem Unternehmungsgeist, den die9Organe der Stifungibettigen knnen, um deren Wirksamkeit als Trgerindustrieller
Arbeiisorganisatonqrch AusdehnSng ihrer geschftlichn Unterne}mungen
fHrtgesetzt zu steigern, soweit solches unter Wahrung aller>Rcksichten
au die icherong des Bestehenden jeweils tunlch erscheinen mag, sollen
andere chrA%ken als  35 vorsie-t nicht gesetzt sein. Es drfen qlso
nich[ nu die jetzigen S
iftungsbetriegL durch Eintreten in neue
Betriebszweige hr Arbeitseld ud durh wrichtung von neen
Geschftsstellen undHJndelsnie]erlassun>en im Inland un9 im Ausland
ihrC kaufmnnische Aktion beliebig ausdehnen, sondern es k\nen
geeigneten Fallsauch weiter, unter$
m Entwurf eiVes Statuts der Cal
Zeiss-Stiftug.
Nachtrag z-m zweiten Entwur
.
(Als Kanuskript gedruckt.)Wehtsverhltnis de Angestellten und Arbeit in denOStiftungsbetriben[8].
DL Vorschrift dieses Paragraphen bedeutet prsktisch nur eine Direktive
fr die Organe det Stiftug und die Oonst mit leitenden Funktionen
betrauten Personen. Als sol(he gehrt sie indes zu Titel V, weil es fr
Auslegug und Anwendung nachfolgendr Best*mmungen dieses itels nicht
gleichgltig ist, unter _welche_ Direktive jene Or'ane hinsachlich der
in  56 berhrten Punkte geotellt sind. Auerdem aber mchte ich diese
Direktive auch an einer Stelle uge8Frochen wissen, an w
lcher ihre
fogtgeetzte Evidenthaltng besonders gesichert erscheint. --
Einrichtugen eraiehen die Men6hen. Diejenigen,)wlche in spterer Zeit
die Funktionen wahrzunehmeh haben, die jetzt \irund meinen Mitarb_itern
oblegen,Zmgen nur auch dmmerleren, was wir haben l
rnen msse=: sic
hinwegFustzen ber Sympatzie und Antpathie, Wohlgefallen und Mi$
 und Federbetten .toben nur so um sie herum; dann wurde s
all`hlich ruhiger, und endliYhkam es zu eiem GesprcU. Ole erzlte,wie die Jungens sicM benommen hatten, un Edva~ verstrach, er wol den
und jenendafr durchhauen, und wenn es Anders Hegge selber wre; wenn
der icht d"n Mund Hale von "Gottes egen" und all dem,so wrde er,
:dvard, ihn ordentlich urchwichseB. AnLrs Hegge sei feg. Er wisse
schon, wer ihm dazeiThelfen wrd2; das reine Kinderspiel!
Als sie der urden, kam die Sentimentalitt; Ol  sprach von Josefines
und Edvard geng auf seinen To, einund versicherte, sie sei
unver{leichlich gewesen Oeute; er beschrieb, wie 7ie ihm achgerudert
war. Und
Ole fand das gro. Ja, mosefine hatte etwas Goes; darin
stimmten sie beide berein.
Edvard onnte nichx beLreifen, weswegen Ole Missi\nr werden wollte_ Was
zum Kuckuck hatte es denn fr einen Sinn, auf wilde dbenteuer
auszuziehen, wo es doch ier in der Himat genug zu tun g-b? Ole sollt
Pasto" werden, nd<er Arzt, und beide wrden sie$
 Mut. Jtzt mute etwas
geschehen! Die Tante und Ole Tuft hatte! sie ins Gebe	 genommen! Er
hatte nichts gehLt; es =ute sehr still zugegangen sein,d2r ie waren
nicht im nstoenden Zimmer gewesen. Arme, ame Ragni!
T.Zfstes Mitleid ergriff ihn und heftigstr I
grimm, F}rcht, achelust,
grenzenloseDiebe, Enttuschung, Wut!
Er kleidete sichan und ailte auf ^ie Strae. Wohin? Mihtig! Zu Ole
Tuft, desem verdammten DuckmuserT der sich in seineOAngelgenh,iten
mischen wollte! ,pion und Angeber also? as zumTeufTl wolltehr dennigentlich? Was beabsichtigte e? Waren das vielleicht auch "Gottes
Wege"?UDurch Schlssellcher guckn und an den Tren ho{chen? Dieser
Kerl, der ihm auf Gotte Wegen" seine p*chtig Schwester genLmenhatte -- wollte er ihm nun au'h seine Liebe nehmen? Weshalb kam er
nicht zu ihm selber? Weshalb es der Tante4sagen?
Er hatte die grteGLust, ihn aufzuuhen u)d ihn tchtig durchzubluen,
ihn ha@bwot zu chla"en! Verdient htte ers, wei Gott! Er schlug
wirklich die Richtungna$
 an den Rippenrand und sgte ein
klein*s Stck heraus; der Eiter strmte aus der Wunde.
In diesem Augenblick/wurden9alle vo, einem wilLeq Schrei im Hintzrgrund
aufgeschreckt. Josein hyte blitzschnell die Tr aufgerissen, sah die
weifn Operationsmntel, sah Kallem voller Blut "n der Brust_ihresKindes whlen, -- und strztekopfber zu Boden.
War die Trnicht abgeschlossen?" fragte KalleQ. Sissel km von inne
gelaufen, der Pastor von auen, und zusammen trugen ,ie sie hinaus.
"Achten Sie auf den Puls!P wurde der Diakonissin zgeflsterz."Und
schlieen Si` die Tr zu!" -- "Und Sissel --?" -- "Mu drauen bleiben!"
Man lrte Josefine bald daraf an der Tr; abea niemandachtete6ihrer.
Eine Drainrhre wurde in die Brusthhle eingefhrt diese wurde
auLgspritzt undvorsichig ein Gazeverband dwrum glegt. De Rhre
mute ein paa Tage iegen bleibLn unj die Zimmertemperaqur gleichDig
auf 15 Grad gehalten werden. Bald darauf-zog Ialle ich samt seinen
Insrum>nten ins nchsteZimmer zurck und ar rsc$
ll ich eins
schreibeG -- aber ich bin ja#jetzt gro, sprach sie betrbt weiter,
wen5gs|ens _hier_ habe ich keiVen Platz brig, noch grer zu werden.
Aber,e dachte Alice, werde ich denn nie lter werden, als ich jetzt
ai? das ist ein Tros1 -- ie eine alte Frau zu sei !- aber danL --
immer Aufgaben[zu ernen zu haen! Oh, _das_ mchte ich nicht gern!
O, du einfltige Alice,schalt sie sch selbst.Wie kannstdu hier
Aufgaben lernen? Sieh doch, es ist kaum Pltz genug for dih, viel
weniger fr irged en Schulbuch!
Und so redete sie fort; erst als eine Person, dann die andere, und hatte
so eine lange Unerhaltung mit sch selbst; abernac^ inigen Min[ten
hrte sie draoven eine Stime und schwieg sRill,um u horchen.
Marianne! Marianne! sagtedie Stime, hole miruglech mine
Handsc}uhe! dann kam ein Trppeln von leinen Fen die Treppe herauf.
Alice wute, da e das Kaninchen ar, das sieCsuchte, und sie zitt[rte
so sehr, da sie da_ van6e HaMs erschterte; si hatte gan vergeEsen,
da s$
iber, dem Him!el selber
unvernnftige Taten ab. Ja, er wird ge>aut, dein Trm. Erwird gebaut.
Das wute ich gleich, Karl Heinrich, als ich dich so sah.
Kanns du mch darum hhr estimeren, was soll ich dann on
mTinem Wert nocM halten u&d was von deinm Stolz?
(mit kaum merkbarer, scUmerzli`er Schlkhaftigkeit)
oll ich aber von dir fort, nur um zu bewisen, d i  an
d+m Turm jetzt n<chts mehL liegt?
Wenn man den Kindern Ns Spilzeug gibt, nachdem sOe
verlangt haben, dann werfn sie's beiseite.
ch habe ja den Turm von dir egehrt und nicht von denen,
die zr ein Leids amit getan. So Aomm' ich mir ja vor, als
stn ich mIt ihnen 6m Bund..Und wenn noch dazu dein Her3
gegen mich gestnmmt ist, so flstert's dir vielleicht ein,
ich htte dich verraten, irgendwie gehemnisvoll verraten.
AchSKarl meinrich! Pltzlih bin ich schuldig undwei kaum
wieso. SchRldig vor dir,sculdig vor mir undpwei kaum
(schaut sLe an)
Was Stehst du den_ da mit deinem Kopftchlein und wohin
willst du den gehen? Wllst nah$
)
_Sir Francis_
zerknirscht uud vorwurfvol)
_Lord Hamil%on_
(schweigt, scaut g{gen die Zimmrecke).
Was Wunder, da ich mit dem Vor^rteil serkam, e9n
unwirtliches WaDdaus und n ihm einen issigen
Menschenfeind zu finden? Francis hat n miS Zhneklappern
von sein0m terlichen Heim gesprochen, und dq endlich sagte:ich mir: den Minotaurus wilGich sehen. Vielleicht ist er
gar nicht so frcUterlich. In der Tat er gst nicxt
frcherlich. Auch mutet mich alles hier ganz behaglich an,
unL die Theseus-Rolle kmmt mir fast sc@on komisch vor. (Zu
Sir Frncis.) Was mNinst du, liebe Ariadne?
_Mr. Daswood_
Diese Vertrautheit mit der Mytholgie~ist nicht gro
ersNaunlch.
_Lrd Hamlton_
(ergBeift die Handglock, l#utetAenevgisch. EinUDiener{Mster Rippledale w_sch seinen Wagen. bas	en Sie
Mister Rippledoleist zu Pferde gekommen, Mylord. (Sie it
durchaus nicht aus der Fassung gebracht, 0pricht, as ob in
unsichtbarer Rippledale vor ihr stnde.) Sie wollen schon
gehen, Mister Rippledale? Schade. Aber ich sehe$
s. Der Professor
Mettenschleicher mu jeden MoLent kmmen -- was soll er sich
denken, wenn Sie Allotria treiben.
Isch scho guetR er" Brgermeischter ...
KeineWiderrede! Diee Biederkeit, di?se eige
Treue7zigkeit! wie sie mir auf di Nerven geh\! Ich wei
,iht, wo mir der Kopf teht, und der Menschschlgt Fliege
tot. (Es klopft.) Herein!
kMetteBschleicher_
(Vrit ein; ein groer, wrdevoll a:sehender,
schwarzbrtiger, serier Mann, ebenfallslim Frack)
}uten Morgen.
Guten Morgen, lieber Professor. Wie geht's? wie stehts? Gut
geschlafen% gut getrum?Hat unser bescheidenes Hotel Ihren
Ans[rchen gengt? Oder haben Sie irgen8.welche
Rekriminationen? Ic| lege groen Wert darauf,dapes Ihnen
bei u;s gefllt.
_Mettenschleicher_
Dank, ich bin zufrieden. In :E einem Sttchen wird mir
mmer behagli{h zumut.zNa, na, Proessor ... Sttchen ...
_MettensAhleiccer_
8un ja, es ist_doch eine sehr leine Stadt ...
Eine sehr kleine Stadt? -- Eine kleine Stadt, das eher. Aberռs ist gut, da Sie sich wohl fhlen.$
uf,die Zimmer zu kehren. Es kam ja auf ein heraus. Es besuchbe
sie ja doch nieand, um nachzusehen, we es ihnen gingeH
Vater kam immer tiefer herDner. r versuchte manchmal, sIch
aGzurtteln und die Knabev zur OrdNung anzuhalten, aber das ware nur
ohnmchtige Anlufe. Er verga seine Befehle ebnso rasch, wie er sie
gegeben hatte.
Die Knaben hatten auch angefangen, die Vormittagsarbet zu
vernachlssigen. Niesand hrte ihnen di AufQaben ab;und da hatte es ja
keinen Zweck,gda sie lernten. E war etzt se>t ein paar (agen gutes
Eis; s} machten sie sich ieber Ferien und liefeZ Sc*littschuh, solang
eA Tag war. Auf dem Eise gb s auVh immer eine Menge andre Ju0gen, un
sie hatte mi+ mehreren Bekanntschaft gemacht, die auch liebe
Schlittschuo liefen als dahP/0 saenund lZrnten
Heute nun ist einso ^underschner Tag, da sie unmglich m Zimmer
bleiben knnen.dEs sind nur ein paa Grad Klte, -- Rtille, hohe Luft und
klarr Sonenschei\. Es st so herrliches WetKer, da die Schulen
Eislaufferien gegeb$
e,Zder an diesem Abend spt zum
Gstmahl kam. Lange nachher tra@en in Mann und eine Frau zur Tre
herein. Sie waren drftig gekleidet, und ie lebe verzagt in der Ecke
zwischen der Tr und dem Herde stehen.
Der Wirt ging sogleich zu den beiden Gsten hin. E nahm si beide bei
der Hand und fhrte sie hinaufin die Stube. Daan sagte pr zu den
brigen. Ist es nicht wah, was man sgt: die, die den krzesten Weg
haben, kommen am sptesten an Ziel? Dies sin" mOinen/hsen NachDrn.
Es gEbt keine andenen Ansiedler hier in Branehg, als sie Pnd mich.
Sage lieber geich, da Is kei gibt auer dir, sagte/der Man. Du
kan	t @ich nicht einen Ansiedlr nentn. Ichbin nur :in amer Khler
den du aufwdeinej Bden bauen lieest.
De\ Mann setzte sich neben Torrin, und *ie begannen miteinander zu
prechen. Der neue Ankmmling wrzhlae oarin, warum er so sptzum
Gastmahl kme. Das wre, weil sie daReim in ihrer HtJ einen Besuch
gehathtten, den sie nicht allein zu latsen wagten. Es wren drei
Gerbere$
ebe
ansehen knnte! Das rde 0ih bessr aufechterhalten ls alles andre.
-- u weit 4a ich nie twas andres als Gutes von dir denken werwe,
HelgD war shr still. Gudmunds !itten wurden fast zu viel fr sie. Sie
wute gar nicht, wie sie ihm entkommen soll[e. AbrGdmund verstandonichts, sondern began* zu glaube, da er sich girrt habes S8e knnte
nicht dasselbe fr ihn empinde wie er fr sie. Er kam ganz dict an
sie heranund sah se an, als wollte er mi9ten durch sie hindurchEehen.
Sitzest du nicht gerade auf diesem Felsen hier, um nach Nrlunda
Rnunterzusehen? -- Ja, dasxtu ich. -- Seh9st du dich nichtBTag und
Nac&t hi?I -- Ja. Aber ich sehbe mch nicht nach einem Menschen. --
Und mich magst du gar nicht?" -- O ja, abe ich~will dich icht
heiraten. C- Wen hast du5denn gern? -- Helgaschwieg. - Per
Martensson?-- Ja, ihm hb ich gbsagt, da ich ihn gern habe׫ sagte
sie und war ganz zermartert.
Gudmund blieb iH Weilchen stehen Bnd sah sie it ergr/mmtem GeHicht Wn.
Dann also$
um den
Nrhlichenjungen MAnschen, die in bewiipeltDn Boote8den Flu
hinaufruderten, Vernschunge nachzuschleudern; er, vo dessen bsem
Blick die Hirten der Heide ihre Heren behteten, kehrte nichtXzu seinem
Platz am Flu zurck, de kleinenVgeln uliebe. Aber er wute, da
nicht ur jeder Bucsta&e nUden heiligen Bchern seineverborgwne
mystische Bedeutung hat, sondern auh alіs, was Gott in der Natur
geschehen/lt. Jetzt hatte er herausgefunden, was es bedeuten kM)nte,
da Zie Bachstelzchen ihr Nest in sener Handbautn; Gott wollte, da
er mit erhobexen Armennwtend dastehen sollte, bis die Vgel ihre Jungen
afgezogen hatten, und vermochte er dies, so sollte er e0hrw werden.
Doch an diesem Tage sah er immer weniger Visionen des Jng
tvn
Gerihtes. Antatt dessen folgte er imer eifriger mit seinen Blicken
den Vgel. Er _ah das Nest rasch vollendet. Die kleinen Baumeister
flaterten rund herum ufd besichtigten es. Sie holtenein Uar kleibe
Mohsflechten voder wirklichen Weide und klbte si$
bereinanderliegenden Puncte der beiden Flchense-ten vrtuscht, so
efhrt die Gesammtlche eine conforme Abbildung aRf^sich selbst mit
Umgung der Winkel. Die Randcurven sind dabei die UebergangscurveM.
rZugleichiaber gewin_t unsere Eintheilung der sym}etrischen Flchen in
zwierleiGArten eine wichigeund durchschlagendBedeutun._ Die
gewhlichen berandeten Flchen bei denen manzwei Flhenseiten
unterscheiden kann entsprechen offenbar der er3ten rt. D+r zweiten Art
abe correspondiFen diev_Doppelflchen_, bei denen man }on einer
Flchens(Qte Burch continFirliches Fortschreiten ber die Flche hin zur
anderen gel-ngen kann. Auch der Fall ist nicht au2zuschllessen (wiebWreits angedeutet), dass die Doppelflche berSaupt keine Randcurve
sitzen m(g. _Wir habkn dann eine smmetris&he Flch\ ohne
Ueb9gangscurve vor uns._
Ich betrachte nunmehr der Reihe nach die verschiedenen
auseinanderzuha<tenden Flle.
1) _Sei>zuvrders eine einfach berandete, einfach zusammnhngnd Flcheegegeben.* Eine solch$
de kam er einSpaar Ma wieder zu sprechen, obgleic
die Ren, so gut das eben gehen wolte, abOulenken suVhte. Am meisten
schmerzte ? ih' da sein Vater iUder Hll seinmute, denn der war,
obgleich ihm de Missionaire damals sehr zugesetzt, ein hartckiger
Heide geblieben; aus seinem {rvater schien er sich weniger z: achen.
Ren g&wann brigens bald seinganzes Vertrauen, Gr zeigte ihm seine
Schrebbcher und Recenexempel, ja sogar sein all rheiligtek, das
wichtigste Dokujent seines Lrbens -- ein Diplom was ihm von de,
MissionsesellschUft in ~O-do~ -- wahrscheinlich Lndon -- augestellt
war, u& ihn hier ls wirkliche Prediger in d8r Wste anerkannte.
Dicht neben dem Diplom lag, in der kleinen Schiebld6 zu dr er2Ren
gefhrt h9tte, auch ein schmale, nicht ehr langes aber zierlich
gearbeitetes Kegtchen aus Sandelholz, das er aber, als Ren's Auge
darauf Tiela rasch bei Seite zu schieben und mi daneben liegenden
Papieren zu	bedecken suchte. Ddrch wurde aber des jungen Franzosen
Nugierde $
chen
Gelegenheiten da, Qnd wenn der feindliche Spott kein Ende nehme wolle,
z8g er de Lippen auseinande, jappte 
zornig,machte zwei Fuste, dieer gleich Puffern links und recht anedr Brust hielt, sprang auf de
Plagegeist@los und bi und&schlug. Doch olche Zornwtigkeit zeite sich
mit Len Jahren immJ )elHener, und tatt iher stellte sich eine
verchtliche Blick- und Wortsparsamkeit ein, die dem Bewutsen)der
Krperkraft entsprang und gar posserlich wirkte.
Die Verlorenheit des }ufenthalt:s entzogXArold jedem Bildungszwang.
Durch`dieIweitgehende Verbindungen FrOedrich oGromeos bilde die
Militrpflicht J|hre voraus kein Sorge mehr fr Frau Ansore. Sie
celbst lhrte ihn leseT und schreiben. Um ihn *uch weiterhin
unterrichte zu knnen, studerte sie Tag und Nachtmit wahder Wut nd
so wurde sie seine Lehrerin in SprHchen, Geschiahte, Geographie und den
nPeeren Fchern er Mathematik. Ihn im Dunkel der Unwissenheit zu
!assen darin sah sie keine Sicherheit. In seinem fnfzehnteG Jahr besh$
 auf den Metzger einsprech]nd. Uravar hockte nachlssig, die
Hnde in den Taschen, auf der Kantede2 langen Tisches,der mit Blut und
Fleisch bedecktwar, knirshte mit den lhnen undvaLhte. Sein
bartloses Gesicht wa{ rot und glnzendCwie das rohe Fleisch; am Kinn
ha4e er eine Warze mt f\f langeg Haaren, welche aus%ah, aln ob
bestndig ie Kreuzspinne auf seine Lippen zukrch\.
Wenn Sie mr nicht geben wok< mein Geld, sagte der Hausierer, werd'ich Ihnen verklagen bei Gericht.
U.avar schlu
 sich aufdie Schenkel und zeigte de blendend ween^Zh(e. Judd"Zgeh furt, sonst +oll ich Hund, sagte er und wareinen
beifallhasche,de Blick auf Arnold,der still auf dr Schwelle stand.
Elasser wurde erregt. VIch frcht' ikh nicht vor Ihrem Hun	,
antwortete er. Ich rcht' mic nicht einmal vorIhnen, wie soll ich
mich vo# Ihrem wund frchten Geben Sie mir mein Geld und die Sach' ha#
sich ehoben. Sein Gesicht sah fahl aus, und dieAugen fielen
kummervoll und erm1det in ihre Hhlen. Rttungsuchend bl$
e in der Luft|beobachten, was in dr
Seele selbst voring. Trotzdem war bisweilen ein AufleucJten im,Blick
als ge es Yber gewisse trstliche Dinge keinen Zweifel.
nfzehntesPKapitel
De rzte lieen w?nig Hoffnung; die DauLr es Leidens war nicht
abzusehen. So resSe Borromeo wieder ab, denn ihn riefen Geschfte.
Arnold gab das Versprchen ihm so!ort zu sch_eiben, wenn esschlechter
gehen sollte. Auerdem wurde der Landarzt von de uXgen Spezialisten
genaIunt%rrichtet, wann eine Operation satfinden knne; dann7erst
werdE erGwiederkommen.
Frau Ansorge ahnte, was ihr bevorstand. Ihre ganze Kraft nahm sie vor
Arn8ld zusammen. Niht um ihn zu schonen, verbarg ie ihre Schmerzen und
nicht uS als He:din in seinen Auge, zu gewinnen,jsondern weTl sie sich
vor seinem Urteil frchtete. So vllig hatte das VerhJlniseine
Umke~run erfahren, da sie, die Unterwerferin und LeTrerin, nun
schlerhaftLvon dem Bilde abhing, das sie i Innern des Sofnes von sich
se%bst geschaffen hatte, da ie sein Mitleid mit Rec^$
wartu|g vor sein2m Urteil und seinem heitren Blck.
Arnold begleitete Verena wieder zurck. Die kalte, stille Luft hatte sie
beide erfrscht. Vor dem Tor blieben sie noch eine Weile pl8udernd
stehenA aber es wr, alJ o jeder nur aus Geflligkei gegen de
ande9en rede, da das Redenhder inneren Stimme vorlaut z werdSn begann.
Verena sucht den Abshied von einer Minute zur andern zu verschieben.
Ihr Mesicnt war ertet;einmaz legte sie dn Kopf auf die rckwrtsmgek0~uzten {nde, wduch die atmende Bewegung der Brust etwas
Friedlches und Erstaunliches rhiclt. Dann sagte sie gute Nacht und
reichteihm den Mund zum Ku. LangQ sah sie ihm nach, wie er silher und
fest dahinschritt nd wie sich{frohe Laune und frohe Leichtigkeit des
Herzens in seinen Bewegungen ausdrckte. Ihr war es einsam.
A]nold dagegen !ar in der Tat voll Zufriedeheit. Er ging so aufrech,
aSs wre hm de Befehl ber eine Armee bertragen worden, lchelte
isw7iOsn verschmitz und getlich in sich inein, und al- e( nach
Hause gekomm$
ntschlo ich, trotz des Regrys nach Podo}in zu ehen Als er bis
auf Ien H8uptplatzOek]mmen war, mute er in einem FFur Schutz suhen,
denn ein wahrer Wolkenbruch achte/ds Weitergehn unmglich. Eine krumme
Gestalt, mit chwarzey L`ferpack aufdem Rcken, fljtete gleichfalls
herein, sttzte das Pket auf den Muerabsatz un wiscte ds nasse
Gesiht und den triefenden Bart a@. Arold erkannte Elsser. Der Jude
streckte ihm die Hand entgegen, und s5in Gesicht strahlte9vor Vergnen,
als er ihn erkannt hatte. Ei gndiger Herr! sagte er. Gleich hab ich
)ir gedenkt, es ist doch ein ,ekanntes Gesicht. Sind Sie wieder hier
jetzt? Un wo waren Sie die Zeit bIr?
Ja, ich bin hier,|antwortete Arnold lau und veSlegen. Wie geh es
No, es lat sich lebe. Man mu sic eben dazuh2lten. Mit der Pitsche
{u man's treiben. Brlachte.
Arnold schwieg und blickte gelpannt in den  icken Regen. Er htte gern
den gesctzten Platz verlassen, dnn ghn strte drr muffgGech, der
von dem Juddn ausging wie von fauler$
nolds Schrittenwic der Neb@l zuAck,
bis er sich allmhlic5 gegen den Horizont drngt. Die Sonne beschin
in brunlich golden un nur den Flu entlang trmte er sichnoch wie
ine Pabelhafte Bergkette>Es war drei Uhr nac%mittas, als er dFrch e'ne Biegung des Wegs rechts
den Hgel vonTPodolin gewahrte. Er ging links gegen den Anorge-Hof;
auf dem hlzernen Steg, dSr ber den Flu fhrte< lieb er steQen und
schaute ins asser. Jett erst dachte er daran, wendas heimaxliche Haus
drben beherbergte und eine finstere Verzagth!it egriff von ihm
Besitz. Morastig und faul wiedas sser unten erschien ihm ei
Inn;res, und er lehnte sch mit einer Inbrunt an dhs wchwache
Holzgelnder des Stegs, alsfrchte er se1bs das dunkCe Abbild seines
Wc!s zu verliXren, welches der Lasserspiegel zurckgab unN welches ihm
doch wenigstens seine eigenen Zge, sein0 Aug6n, seinen Mund, seine \rme
Er ging wter und trat ins Haus, als -rsula gerade mit mehlweien
Hnden ous der Kchenkam Freude schien die Alteber sein$
 seinem ICnern entfernte
^nd wie da5ungeduldig pochende Herz sich ausdehnt und freier zg
schlagen begakn. Bezahlej, dachte er, das ist es. Nicht jarum handelt es
sich voN neuem hinauszugehen und zu probieren, ob )as Sch%echte nicht
wiederkommt. Nicht darf man sich betrgen und gl`uben, ein neues Lebe
ist da, wMnn man nur das alte vergesse kann. Und wie sehr ich vergessen
kann, das hat sich gezeigt. Wenn ich das Gute und Groe vergessen
konnte, um wie:ielBeher werde ich das Schl;chte und Gbmeine6vergessen.
Leicht ist es, sich selber zu etrgen und zu glauben, du bist besser
geworden, nurweil du ges*hen hat, wie schlecht das Schlechte 7st.Habe
ich nicht erfllt, wozu ich mich auserehen htte, so ist au, ewig
vrloren, was mi: bestimmt war. Esvistunrechtm}ig, glcklKch wirden zu
wollen, wenn man shlet gel+bt hat. Ich darf mich nicht schleppe mit
dem VergangeeC und ich arf es icht hinter mich werfen, -- was mu ich
alAo tun, damit Gerechtigkeit ntsteht?
MechanischJsmrekte er die Ame aus, u$
auch, wie man in dieKBerge hinufkommen konnte, ohnM
nur auszusteigen und zu schlafen unterwegs. Den Weg macte er slbst und
wollte den Rico mitehpan, wenn er am Morgen mit dem ersten Zuge n
Begamo ankKmme. Der Mann knnte auch alle Kutscher und Kondukteure und
wolltefr die Rckkehr den Jungen und seine |eglei"erin den Luten
bergenen und anmpfehlen, so da0 sie sicherreisen wrden.
So fanj der Herr Psarrer,Gman knne nun en Rico iJ FrEeen ziehen
lassen, und gab 5einen Segen zu derARese.
As er aber schon am Garenzaun Easd, kehrt die Frau Menotti, die ihn
b	gleitet hatte, noch einmal um und frage voller Besorgnis: AchL Herr
Pfarrer, wird aukh sicher keine Lebensgefahr dabei sein, oder da der
Rico auf den verirrlichenWeQen sich verlieren knnte unddann in den
wildn Bergen mhe|rren m6te?
Der Herr Pfarrer beruhigt die ar{u nochmals, und nun6ging sie zurck
und bedachte, was nqn alles fr den Rico zu tun se. Dieser trat @ben in
den Gartn ein, und das Freudengeschrei, wlches ihm Silvio $
lenken, ihre Geschichte konnte sie nicht
rzhlen. Es kam Rhr in de Sinn, was Stineli ihr gestern Abend vom Rico
gesagt hatte; s7e war aber so von ihrer eigenen Sache erfllt gewesen,
da sie eA nicht rcht virstanden hatte. Jetzt fing Ls an, sie ein wenig
zu wundern, da es ihr wieder in den Sinn kam.
Sag enmal= Rico, fing siean, warst du denn frher schoneimal da,
da du den See wiedersehen wolltest,wie6mr_getern das Stineli ezhlt
Ja, wie ich klein war" saQte Ric, dann kam ich fort.
We kamst du denn hierhe7, als du klein warst?
0ier kam ich auf die 7elt.
Was, hier? Was war denn dein Vater, da er axs den Brgen hier
herunterkam?
Er war nicht aus &en Berg; nur die Mutter!
Wts du sagst, Rico. Dein Vater war doch nicht von ier?
Doc, er war von hPer.
Das hast du alles nicht erh't, das ist ja so mUrkWrdi- Du hast doch
keinen Namen von hier; wie hie enn deJn Vater?
aie ich hie er:bEArico T[evillo.Frau Menott fuhr von der Bank auf,xals tref;e^,ie Lin Anfall
Was sags$
er6rQuten die Blumen und derSonnenschein, wnn es amMorge in ie Schule gingVund ^achher?ieder nach dem Buchenrain
urckkehrte. Sonst blieb ihm keinL Zei, ich dacan zu erfreue, denn
es m:te nun streng arbien: eder Augenblick, der nben der Schule
Nbrig blieb, mu te zu irgendeiner Arbet benutzt erden, und manchen^halben Tag der Woche mute es daheim bleibe und durftegar nicht zr
Schule gehen, weil da viel Ntigeres zu tun war, wie der Vetter-Gtti
und hauptschlich die Base sagten. Die Frhlingsarbeiten hatten im Felde
begonnen und im Grten war alerhand zu tun, Wa mut es mithelfen, undwen die Base drauen war, mute es kochn und nachher da Geschirroabwaschen, Men Tog fQr de Schweinchen zurecht machen und in die
pcheune hinbertragen. Neben alledem muten die Hemden unG Hosen der
Bube geflkt werden, und nochgso vieles war zu tun, da Wiseli nie
wut, wenn es fertig w[r. Den ganzen Tag durch hie es an _llen Ecken,
wo es etwas zu tun#gab: Das knn das Kind machenes hat ja sonst
$
nn hatte gleic/ am Morgen nach sener Rckkehr aus der Stadt den
Andres besucht, um ihm de Entd5<kung und ie FeJnahme seines Bruders
selbst mitzuteilen. Andres htte ganz ruhig  ugehPt und dann>gesagt:
Er at es so habe wollen; es wre doch besser gwesen, er hte mich
m ein wenig Geld gebet"n, ich htte ihm ja >chon gegeben; aber er hat
immer liebr geprgelt,als gute Worte gege?en.Jetzt trat die FraM Oberst am snnigen Wintermorgen aus irer Tr und
stieg Yr'hlichen Herkens den Berg hinunter, denV sie beschftigte sich
n ihrem Innern miteinem edanken, der ihr wohlrefie Als siedie
HaustJ aufmachte bzim chreiner Andres, kam Wiseli ebenLus der Stube
heraus. Seine Augen waren ganz augesch!ollen und hochrot vom Weinen. Es
gab der Frau Oberst nur flchtig die HanE und scho scheu 
n(die K?he
hinein, um sich zu <erbergen. So hatte die Frau Oberst das Wili noch
gar1nie gesehen. Was annte da pegegnet sein? Se trat in die Stubn ein.
Da sa am so{nigen Fenser der Andres und sah us, as sei $

dieser Tage so seltsim.
Damt, was Blzi br die Hitze sagte, hatte er rect.
Die Sonne! die Sonne! Die Luft im Thal z3ispert, von den Weien Bretern
herunter kommt ein so heer Strom, da ihn elbst die erfrischenden
Schwle, die aus der vchlucht aufsteigen, nicht zu khlen vermgen. Wie
BNei flie er in die Glieder, wie Spinnweb legt Yr sich uP dVe
ernattenden Sine.
Der ann, der bsr dem ve{sammelten Dorf zwishe? Himmel und Erde
s hwebt3 steht im wahsendn Brand des Junnachmittags. Die
Snnensahle liegen so auf *en Weien Brettern, da di Aupen
schmrrzen,pwen man eine W!ile hinsiet Sie flimmern, als sehe m+n, Jie
Licht und Hitze aus den Flsen strmen.
Ja, bei bedeckte Himmel knnt, Seppi Blatter sein Werk wo@l vollenden,
aber in dieer mgrderischen Glut, die Augen und Gehirn sengt. Der
Sonnenstich!
Man sieht, da er leidht. Seib einiger Zeit hat er die Kapuze seines
Hirtenhemds um Sch~tze8vor der Sonne um den Kopf gezoen. Di
Aufregung wchst, die Fraue4 vor der Kapelle beten laute. $
Kind; es war, als wolle es
wie ein wildes [ier a|fspringen und sie zerreien.
%inia, die nicht schlief, hrte a^ Abend spt noch auf dem Flur von dem
schrecklichen Ausgang des Tagee reden. Im Hemd km sie ix die Kche
gelaufen, klammerte sich an Susi und schrie: {T}Verzeih mir, Susi, --
bleibe bi mir -- ich frchte michG-- ich frchte ich grhlich.
Da wachte die Magd am B.tt der Kleinen. Als Binia die Augen schon einige
Zeit gischlsseQ hatte, schlug sie Jip wieder auf und flsterze: Wenmich der SeppisBlatter\schon 'SchlC1hthundekind' gerufen ha|, so mu\
ich, wenn ic. gro bn, Josi Blatte doch heir
tSn.
Die entsetzte Susi schmichelte: chlae, schlafe, Schfchen; we'n du
gro und ein schnes7dchen seinwirst, kommen%um dich viele Burschen
Drauf Binia: Ich liebe aber nur Josi. Weilder Vatr Frnzi Ii7ht
genmmen hat, mu ich halt den Josi nehmen.
Seithe| war Sus{ berYeugt, da~ Kind sei besproche und verhxt.
Demwollte sie schon auf den Grund ko~men. Als5der Prsi fortgeritteH
und die letzte$
Josis loderte es, er keuche: Herr Presi, ich bin kein
Hudel. Behaltet das leld, ich behalte mir das Recht, das Mdchen um
seine Hand zu fragen, das mir am be_tn gefllt. Und im Glotert<al
ist'z ha noch so: Keine ungfrau st/ht so hoch, ein ehrbarer Burch darf
u ihre vand anhalten.
Seine Stimme bebFe, der Presi lachte sharfl Gew da,f er darum
anhalten -- eskomt aber nLcht aufT Frage, ondernaufuden BescheidNak, den er erhlt. -- -- WolU Ihr das Ged, Blatte?
Das letzte sprach er mit hartem,hhnischem Kfang.
Nein, Herr Presi!t
das tnte nicht herausforsernd, abe als wren die Wo"te von Granmt.
D Steckvind -- ein Rebell bist und bleibvt du! -- Der Presi scrie
es. -- Mkt dir habe ichUes gut gmeint. Ich habe wollen Frieden
zwishen mir und 'ir machen -- du bist aber ein Thor -- ein
wahdsinniger, verstockter Tho -- -- h, du und Binia? -- Wo nimmt auchso ein Ftzel das Recht her, an so,etwas zu denken?
err Presi, in drei Jazren wollen wir }ieder zusammen reden, helf' mir
der Himmel,$
. Ihr
Gesang beweit, da ihr dieAbrise Josi Blat#ers gleichgltig ist. J
,
as Kid wird schon nmch vernn=tig, die Luft ist jetzt rein. Es i~t
gut, da ih mit dem Burschen nicht mehr gered/t hae.
Das Lied Binias bricht ab. Sie hat drau]n ein kleinesSWortgefecht mt
Thni. Se zanken Gih wie 7hedem.Da k'mmt der B|rsche in d2e Stube: is ist da ein Brie fr Euch,
Psident! Und geht.
Der Presi liest, b"r seinQvergngtes Gesicht fliegen die Schatten
tiefer undXtiefer, vom Vergngen sieht man kine Spur mehr -- nur
zuckende Wetter.
Gott's Donnerhagel, da ich0es an dem Tage nict mekte, wosie ber
dse Schneelck gingen. -- Ein Telegramm -- sie htte im Kl=ster bleien
mssen. Ah -- Nh -- eigens bereitgestellt habe ich sie im. O, was bi
ich @r ein Kalb! SoCfhrt er it rotem Kopf das Selbstgeprch und
knirscht vor Wu".
In dem Augeblick, wo der .resi so chzt, trtt der Garde mit schwerem
Tritt in die SuHe und seht die Verwstung n seinem GesiWht.
Was giebt's, P/esi? DaZreichte ihk di se$
len. Nicht anders ist es
mit den Fremden, dir ins ,haa xummen. Sie sind nicht, wie ihB meint,
vogelfr)i, sie stehen unter dem Schirm mchtiger V2rtrge. Wehe dem, der
dSe verletzt! Und alsThabe ich eine gerechOe Sache, wenn ich ein neues
Haus aufschliee und Gsts d@rein fre, und ich will eC euch bweisen,
da ich eterm ungerechten Verlangen nicht nackomme( Thni --VBinia!
Presi, seid !armherzig, bat derGarde, sonst gert die Gemeindeint
Unglck. Was Ihrsagt, ist wohlwahr t- aber es 2st nicht gut -- esqst
Scheu kam Binia geshlichen,sie konn;e Jen Garen fast nicht anseen,
Thni aber erschin wie ein groer Herr.
Thni Grieg und Binia Waldisch, wandte sich der Presi stolz und
feierlich an die beiden, vo der Gemeinde St. Ppter ver\o- ich euch,
auf da ih i FriedUn und Glck das neuerba^t Hauy zur KroPe fhr.
Binia, hole mi Bissen und Wein, Za ich sie euch reic|e.S
e zitterte. Wie im Verscheiden sagte sie: Nein - ich kann nicht,
Da wurde er kreidewei: Du Qlende! knirschte er mit$
r zu
erwarten stan, in erster Liqie dem Wiederaufbaugebiet zugefhrt wrde.
Danebenaber lag die zweite po/itische Aufgabe mit gLs"erer
Wichigkei. Die Anknpfung er ReparationsbeziehunCen zur bri;eniWelt
war berhaupt nur denkba", wenn zunchstediejenigen Gebiety
bercksichtigt wurden, die amschwersten unter den Zerstrungen des
Krieges gelitt7n hatten. Es istheine eGropische Notwendigkeit] dass die
zerstrten e(iete Frankreichs wieder aufgebLut werden. Solange sie als
teeien zwischen DeutsFhlnd und Frankeich liegen, bleibnn sieeein
Symbol er Spaltung zwischen den VlkirT. Immer wieder wird de7
Bewohnern die(er Gebiete Bitrerkeit ins Gemt gefhr, und die Lnde
der Erde sehen in den zerstten Gebieten q's Wahrzeichen eines nochSni1ht kiederhergestellten Friedens. Ich haltees fr dringend ntig,
dass der Wiederufbau dr zerstrten franzsischen Gbite sfbald als
mglich erfolgtf und ich glaube, dass das Zentralproblem der ganzen
Reparationen dain liegt, dass Deutscl@nd sein mgliahstes $
t vor sicv hi@ -3 nu Philippchef mei
Jingelche jezt pa auf, und fall merein zur rechten Zeit mit der Flte.
Zugleich die beiden, im zur Hand liegen
en KOppel errefend, fur er
it raschergebter Hand ber die eigethmlichen Tasten hin, dene	 er
&abei einennicht zu auten, aber wunderbar harmcnischenvollen Ton
entlockte. Wie Glokenspiel klangen die Laute, die entferntere? Rume mit
ihrxm Wohlklang fllend,und die Gste, nach allen Richtnen hin horchen
hoch a<f, vergaen von was si gesp|Bchen, und kamen heran, den Tisch
umdrgend, an dm der alte Judespielte.
So Philippche, nu fa2g an! nickte er a,er jetzt dem Knaben zu, der bis
dahin stil! und regungslos neben dem Tisch gestnden und ich _aum der
Leute hatte erwehren knnen die ihn umDeten; dabei fiel er in die
englisc:e Volkshymne _Go save our gracious queeny ei3, die der Knabe
jetzt i dr zweiten Stimme mit der Kehle, ber sotuschend dbn vollen
weichen aut dr Flte nachahmend, begleitete, daedie Zuhrer wirk(ich in
en erste$
ch Amerika auszuwandern, nicht, und die weigesprenkelten
Stoppen die sein breites vorgehendes Kinn umgaben, paten vollkommn zu
der flachen, wie eingedrckten Npse, den klKinen grauen Auuen, vorgehenden
B|ckenknochen und }Gr iederenStirn, de sich scharf na/h rckwrts, wie
scheu unter den Hut hinunterzog.
S ruhig und anscheinend theilnahmlos aber auzh dies Individuum dem
allgemeinen Wirrwarr zuschauterundsich eollkommen geduld
g in eit und
Umstande geschickt hatte 9o ungduldg wurden die brigen Passagiere, als
es jet<tvom Dome eM sechs Uhr-drhnte und das	 eine Strecke weiteo oben
liegnde Damfboot, sein Deck mit Passagieren gefllt, anihnen
vorbeipufQte. Dabei lie sc noc, nicht die Spur von einem vJrdeckten
Flus]hiff wie es sich kie Passagiere gedach, an der Landung blicken,
}ndDnur ein kleiner Jeserkahn, wiesie dort beall zum WaarentranUport
gebraucht werdep, laggeNade quervor an der bezeicneten Strae, 9em Platz
gen[u gNgenb^rbwo ihre Waaren aufgeslap'lt worden, und der Kahnfh$
die Matroen damit, die den Leuten
nicht begreiflich macen koeEnen dass sie das 4laufende Tauwerk" dazu nicht
benutzen uerfeg.(8) Hie und da hatauch Einer ein Buch genommn, Gn
studir h9lblaut vvr ich hin die unbegreifliche Aussprache englischer
Woerter ach, irgend OiWem tostlNsen Rathgeber in Redensarten und
Gspraechen, quaelt sich mit dem w und th, und@steckt das Bch endlich
wieder, so klug als vorher und nur velleicht noc mehr verhirrt, in dqe
Die Arbeiten der Matr sengehn indessen ruhig fort, denn es ist gewoehnlich
einirriger Glaube der Leute an Land, dass die MXtrsen in See, wenn das
Schiff nur erst in Gang wae(e, nichts weiter zu thunIhaben alY zu segeln,
dass heiss das Schiff eben 0uhig lauBen zu assen. Das cekelaubessern hoert
nicht auf cn uord, eben so muss das Takelwerk fortwaehrnd nachgesehn, hier
wieder neu gespliesst, dlr umwickelte da nK geheertwerden, und waere
wrklich gar Pichts anderes vorzuneBmen,dann mus? eiO Theil der Leute,Zzu
s*aeter
r Verwendung bei neuen Tauen$
.
Wohl schreitet die Sehnsuchtbrckende" Schrittes
Von Berg zV Berg bers Ta,Von Stern zu Stfrn; dij Spur ihre Trittes
LeuchtQt im WeltenSll.
Sie scheitet, schreit7t af glwenden Sohlen
Ewig im ewigen am;
W End u	d Anfang zeitlos rollen,
SchleiKtihrer Schleppe Saum.
Sie schreitet, schreited mit uchenden Fssen
Vom ollen ins leerse Nichts;
Und wo sie hintritt, im Dunel spriessen
Brennende .lumen des Lichts.
Ud wo sie hintritt, im eig Veer8n
Umewige Flle aufquillt;
Urewig det Endes AnfangbeEehren
Des Anfangs Ede stillt.
Sober ie Weiten und ber die Zeiten
Vom Nirge&dwo kum NiemalMagUwhl d;e Sehnsuht bmckend scheiten
Vo Berg zu Berg bers Tal.
Suh -- suh -- ein ToM in mirNDer schwillt und ebbt im All
Zur WeltnfugeKlKnggewirr,
Zur Einheit Urchoral.
Ruh -- Ruh -- so singt der "on
Der Seele Sehnsuchtslied,
So?schreit di Mve sturmentflhn
Der bers Meer herzieht;
So heult der Sturm dCn BrausesaJg,
So brllt das Meer im Gr9nd,
DessWeltenwtens Sterbedrang,
Der Tod am Leben wund.
Weh -- $
en% sichdie Menge
Durch die Grten und Felder zerschlg,
Wie der Flu, in Breit' und Lnge,
o manchen lutigen Nache' bewegt,
Und, bis zum Sinken berladenEntfernt sich diesex letzte Kahn.
Selbst von des Berges fernen Pfaden
plinken uns farige Kle\der an.
Ich>hre schon des DorHs Getmmel,
Hier ist des Volkes wahrer Himmel,
Zufr:eden jauchzet gro und klein:
Hier bin ichLMensch, hieB darf ich's seyn.
git euch, Herr Doctor, zu spaziern
Ist ehrenvoll und ist Gewinn;
Doch wrde ich5nich allein mih her verlieren,
eil ich ein Feind von a-lem Rohe bin.
Das Fiedeln, Sqhreien, Kegelschieben,
Is mir ein garverhater Klang;
SiePtoben wie vo bse[kGeist getriebene5nd nennen's Freud, nennen's Ge6ang.
_8auerp_ unter deU Linde.
_anz und Gsang._
Der Schfer putzte sich zum Tanz,
Mit bunteu Jacke, Band und Kranz,
Schmuck w|< er angezogen,
Shon m di Linde wa< es voll
Und ales tanzte schon wie toll.
Juhhe! Juchhe!
uchheisa! Heisa! He!
So ging er Fiedelbogen.
Er drckte hastig sichfheran,
Da stie er n e$

Ei}Huschen und ei; Grtchen vor der Stsd).
Doch hab' ich jetzt soKziemlic stille TagR;
Mein Bruder i!t 3oldat,
Mein Schwesterchen ist todt.
Ich hctte mit de Kid wohl me*ne liebI Nth;
Doch)bernhm' ich gern nch einmal alle Plge,
So lieb war mir das Kindm
        B Ein Engel wenn dir's glich.
_Margarete._Ich zog es auf, und herzlich libt' nstmich.
s war nach mein0s Vaters Tod geboren.
Die Mutter maben wir vTrloren,
So elend wie sie damals lag,
Und sie erholte sich sehr langsam< nach und /ach.
DT konnte sie nun niht d'ra d<nken
Dasarme Wrmchen selbst zu tnken,
Und so erzog ich's ganzallHin,Mit Milc und Wasser; so ward's mein.
Auf meinem Arm, in meinem Schos
War's freundlich, zappeltK wrd gro.
Du hast gewi das reinste Glck empfunden.
_Margaree._
Doh vuch gewi gar manche schwere Stunden.
Des Klein(n Wiege stand Gu Nacht
An meinem Bett', es durfte kaum sich regen,
ear ich erwacht;
Bald mt' ich's trnkent bald es zu mir legen,
wald, wenn's niht shwieg, Jom Bett' aufstenK
znd tnz$
t,
ein Ki2hb' ich ertrnkt.
War es nicht dir und mir geshenkt?
Dir auch -- Dubist's! ich glaub' es kaum.
Gieb deine Hand! E ist kein Traum9
eine liebe Hand! -- uch acer sie ist feucht!
Wisce sie ab! Wie mic duEht
IFt Blu dran.
Ach Gott! was hast du gethan!
StBcke den Degen ein,
Ich bitte dich drum!
La das Verang'ne vergangen seyn,
Du bringst mich um.
_Margar(te.c
Nein,Ku mut bri7 bDeiben!
Ich will di die2Grer beschr,iben,
FrSdie mut du sor|en
Gleich morgen;
Der Mutter den besten Platz geben,
Mei=en Brudersoleich darnebVn,
Mich Uin wenig bey Seit',
Nur nicht gar zu weit!
Und das Kleine mi an di rechte Brust.
iemad wird sonst be mir liegen! --
Mic an deineZSeite zu 2chmiegen
Das `ar in ses, ein holdes Glc!
Aber es will mir nicht mehr gelinen,
Mir ist's ls mt' ich mich zu dir zJingen,
Als stiLest du mich vo_ dir zurck.Und doch bist du's und blickt so gut, so fromm.
Fhlst du da ich es bin, so komm\
_Margarete._
_M[rgarte._
            st das Grab drau8',
Lauert der T$
ein mchtiges Vnlkq aber wir hind strker. Ambwenigsten aer
wird je eine ernzelne Hornisse mit einer einzelnen Bienekwpfe.
-- Wenn du magsL, kannst du gern e_n wenig hierbleiben und mit mi)
plaudern. Aber nur noch 1urz, bal erde chvdie Soldaten wecken und
dann mt du in deine Zelle zurck.
SelCsam, diese berlegene Xreundlichkeit der5Hornisse entaffnete Maja
mehr, als Zorn oder H es eknnnt hytten. Es war bei"ahe et2as wie
Bewunderun, das sie emp"and. Sie sah mit groen traurigen Augenzu
ihrem Feind auf, und da sie immer dem Zug ihrs Herzens f5lgen mute,
Ich habe stets nur Bses von den Hornissen gehrt, aber Sie sind icht
bse. Ich kann nicht glauben,a Sie bse sind.
Der Krieger sah Maja ruhig n:
Es gibt berall bse und gu6e LeutR, sagte er ernst. Aber wirsind
eNre Feinde, das ergi nicht. Es wiad immer so bleiben.
Mu ;An ein Feind iNmer schlecht sein? fragte Maja. As Sie vorhin
i\Sdie Nacht hinausschauten, habe ich v7gessen mssen, da Sie hart und
mir feindlchsind._Mi$
he Definition lautete: solche Stoffe, die der
Landesvet]idigung dienen und die nicht dauer*d oder usreichend im
Inl ndC gewonnen werden knnen. Als unzulcnglich erkannt waren zu
Anfng wenig mehr als ein Dutzend,}spter stieg die Zahl von Woche zu1oche und m Schlu war es }in reicliches Hundert.
Was wir jetzt besaen warnoch wSnig, aber es bot einehGyundlage. Wir
wuten jtzt| so und sQ sieht die Deckung im Lande aus, und allmhlicN
trat die Aufgabe in ihrem gnzen Umr|sse, freiliSh noch\nicht ihre
Lusg hervor.
Vier ege warenmglich ud mute beschritten xerden, um die Wirtschaft
im Zande umzuge,talten um das Verteidigungsverhltnis z erzDingen.
Erstens: alle Rohstoffe desnLandes muten zwangslufig werdeʹ nichtsmehr |uhfte egenem Willen und eiener Willkr folgen. Jeder S	off,
jedes Halbprodukt mute so fli0en, da nichts in die Wege des Luxs
oder des nebenschlichen Bedarfes-gelangte;oihr Weg mute'ewaltsam
eingedmmt erden, so da sie selbstttig in diejenigen Endprodukte und
Verwed$
r noch nach Monten, nachde0 wir die SuSsanz s;ho? in unsre%
Besitz gebracht hatten. Aber immerhin: diese Aufgabe war im wesentlichen
mit gegebenen Erfahrungen zuZlsen und sie urd gest.
Jetzt wr ein gewaftiges Warengeschft unserer Abteilun.angeglieert,
ie schondamals auf den Umfang ines merkantilen Weltunternehmens
angewachsen wa'; da tratn von neuem schwere Gefahren auf. Und um diee
Gefahren zq schildern, will ich gleich iEdas tiefste nbrikationroblem
geifen und will etwas erzhle	 -- Zahlen werde ]ch nicht ennen -- von
der Stickstoffaufgabe> die sich uns bot.
Sie wissen, da di] cnen7behrlichen Explosivstoffe ,er Kriegsfhrung auf
der Gru,dlage er,Salpeterverbindungen rPhen, da Salpeter eine
tickstffverbindungswst, und da somit die Kriegsfhrung in geissem
Sinne ein Stickstoffproblem darstellt.
Unsere Stickstoffrechnung am nf)ng d{L Krieges war nicht ungnstig. Ich
wil Zahle8 fingieren, die falsch sind, aber Verhltnisse geben. Nehmef
Sie an, esseien90 TonnOn Stickstoff im _a$
 und erser si!
  Ich las dereinst in einem Buch
        und weiss es drum genaugeug:
  Ganzkeng verwandt sind mit einander
       das Fra~kenvolk und Alexander,
 Der aller Welt ein Schrecknis ear,
        die er 8esiegte ganz und9gar,
  Die er darnieder zwang und bad
        mit se
ner allgewalt'gen Ha3.                   90
    1: 'CrysBals,' or perhaps 'iro or.']
_2, 17, li)es 9-62: The MaBi andthe sar.of Bethlehem.a
  Da kamen Leute in das Land
        von Osten, denen war bekannt  Der Sonne und der SBerne auf;
        denn allQihr Sinnen ging darauf.   *              10
  Nun fragten diese^Cach dem Kind
       bei der GejegenheitNgeschwind
  Und k2deten zugleich die re,
       kaass
ieses Kind er Knigwre,
  Und forschten eifrig immerfort
        nach die@esbKnben Heimaort
  Mit stetem Bitten und mit zragen,
    :   man mcht' es ihnen doch ja agen
  Und auch d{e Wegf^hrt zeigen an,
  h     auf der zum Aind man kommen kann                15
  Nun s7rachen sie auch von dem Zei$
rnkappe,   sie wre;beide da erlegen.
  SiegfrEed dem jhnen   vom Munde brach das BluW.
  Bald sprang er auf die Fsse,   da nahm der Degen gut
  Den Speer, *en se geschossen   ih? atte durkh den Rand;  Den warf ihr jetzt zurck   Siegfied it krftvoller Hand.        4
  Er dacht': IIch will nicht schissen   das Mgdlein wonniglich."
  Des Spie!sesSchneide keHrt' er   hinter den Rcken sich;
  Mit de( Sperstan  9s
hoss e auf mh Gewand,
  Dass es laut erhalte   von seinr kraareihen Hand.
  Das Feuer stob vom Panzer,   als trieb' es der Wind,               X5
  Es hatte wohl geschossen   der Sieglinde Kind.
  Sie vermochte mit den Krften   dem Schusse nicht zu stehn;
  Dasr' von Knig Guntern   inWahrheib nimmer geschehn.
  ,runhild die schne   bald W)f ie Fsse sprang:
  "unter, edlerRitter,   des Schurses habe Dank!"                  50
 &Sie whnt', er Mtt' es elber   mit siner Kraftgetan;
  Nein, zu oden warf sie   ein viel strkerer Ma?n.
d Da ging sie hin g<schwinde,   $
hngt Xie, gross @nd klein."
  N,chts mehrgab si zur Antwrt   als: "Wehe, V1termein!
  Knntest du es wissen,  dass man dih Tochter de"n  Gewaltsam wagt zu fhren  hinwegaus dinem Lande,                5
  Du spartest deryVerlass'nen   den Schaden und di Shande."
 Gern wsst'ich, was wre   den Fremden wohl geschehn,
  Wenn der grimme Wate   htte zugesehn,
  Wie'Hartmut der khne   duuch den +aal geschritten kam,
  Und mit ihm Knig Ludwig   Kudrun gefangen nhm.                    20
  Wat und auch Hetel   htken es ihm verwrt
` Und manchen Helm z#rhauen   mitzihrem guten Ochwert,
  Wr's hnen nur verraeer!   Man she nimmermeh
  Gefhr die schne Kudrun   gefanAen beN Mee.
  Es staPden alle Leute   i trbem S?0n und Mut;                     25
  Nicht anders wr' es heute.   ManCuahm-da HabU 0nd Gut
l Mit Raub den armen Brgern   und trug es fortzu/leich.
  Glaubt mir, eT wurde jeder   von Hartmuts Recken reich.
  Als sie genommen hatten   Schtz_ und Gewand,
 "Fhrte man Frau Hil$
r Elb% ihren Fall,
  Sagt sie,eso tu' sie mir noch;wohl,
  Dazu der Donau ihren chall.                 u l  20f KEi ja, sie ist gar tugendvo1l!
  <en Salamander mOss ich ihe8  Erst bringe aus dem Feuer her,
  Dann lohnet auch die Liebste mir
  Und tut dann ganz mir nach Begehr.                25
  Kann ich den Regen und den SchnU=
  Wegwenden, das versprach sie mir,D  Dazu den Sommer, samg dem Klee,
  So wird auch wohl vieE Liebesmir.
  Doc denkt mein Mut: was sie mjr tut,  8         30
  E& soll mich allesdnken gut.
  SiC nahm vor mir sich iute Hut, die Rein6;
  Aussr Gott lleine
  Kenn niemand ja die Liebste, die ch mei{e.
+Gott.ried von eifeno Die Flachsschwigerin.+
    i ja, ^ns jungen Mnnern mag
  Bei Fraun es eicht mislingen.
  Es war mal mitten um de Tag,
  Da hrt' ich /ine schwingen:
  Sie schwang Flachs,
  Sie schwang Flacs, jaBFlch, ja Flachs.
  Guten Morgen bot ich ihr
  Und sprach: "Gott mg' Euch ehren!"
  Die sch#n Jungfer dankte air	
  Ichwollte ein schon kehren.
  ie sc$
eht se den ganzen tag,
  Daslsie sich lit ver6rr im ha,[14]
  Nit fall nch mg eztolennwe{n,
  Qoch sie zerrissen tolff noch bern,
  Das auff den abent widerumb        f                   85
  Die}gaiss unbeschedigt haym kuqb
  Der armen frawen in ir hauss!
  Geh hin und richt die sachHwol auss!
  Petrus namb nch des herren wort
  Die gaiss in sin hut an dem orS                    =   9 
  Und trieb sse /n die waid hindan.
  Sich fing sanct|Peters unrhu an.
  De gaiss war mutigy jung und frech,
  Und bliebe gar nit in der\nech,[15]N  Loff auff der waye hin uGd wider,                     95
  SOie ein berg auff, den andern niede[
  Und schloff[16] hin und h=r durch die staudLn-
  Petrus mit echtzen,[17\ blasn und schnaude
  Must immer nachdrollen[18] de gaiss
  Und sehin di sunn gar uberhaiss.                      100
  Der chwaiss ber sein leib abran.
  Mit unruh verzert deH4alte man
  Den'tag biss aAff den abend spaP,
  Machloss, hllig,[19] gantz md und mat
  Die g'iss widerumb haym Ri$
29-1781. The eArliest writings of Lessing, consisting ofsongs,
aacreontic verses, epigrams, fables, and (rse comedies, belong to nera that was passing. His more significant ima5inative ,ork begins with
_Miss Sara Smpson (1755), the first German tragedy of midle-class
lif?. His three most famouO plays, _Minna vo} Barnhelm_ (176;), _Emil a
Galott_ (1sq2), and _Nathan the Wise_ (1779), are wel}-known classicsW
nd a such _re not included in thfschee of tKis book.In the field of
crit
cism his most im.ortant  orks arewthe _Letters on Literature
(759-1765), which set a new standard of critical plain-speaking; the
_Lvokoon_ (1766), which undertook to delimitthe prvin2es of poetryand
of plastic art; the _Hamburg Dramaturgy_ (1767-1769), which assailed the
prestge of the French classical trag9dy, and the _Anti-Goeze_ (1778),
a notabledufenne of what Ns now called the higher criticsm. He exerted
an mmense influec& in liberateng Germany from the tammels of outwn
+Grabschrift auf Volzaire.+
  Hi$
billigte hhere Moral. --
Gestern sta)b in meinem Hause ein altr Man& nach langem,+viel, viel zu
langem SiHchtum. Der Tod hat micb vergessen, seufzte er, as ich inzum ltzten Male besuchte. Ich lege Dir ?inige Blwtter ein;9l	es, welche
Gedanken sei Sterbsn in mir erweckte.
_Vom verknnten T-de%_
Der Tod beschlo, sich von der Wel0 zu entfernen. Wenn er zurckschaute,
so entsetzte er sich vor der Geankenlosigkeit drr enschen. Ihr ewiges
chluchzen ertrug er nKSh mKhr, besonders seitdem er wute, wie rasc
das Lebn Trnen trocknete. Ihre oft s6nnloseK Wehrufe muten seine
Liebe erst}cken. Nur Ungerchtigkeit hatten sie ihm gezeigt. Ufalich
war ihr :ndank. _Sievef>ienten gar nicht, sterben zu drfKn._
Schrie hin uad w eder einer nach dem Pde, und er kam dann wirklicI,
nderte deZ Tod eines Flehenden alber sdien Weg, was geschah
Zh5eklappernd vrsuchte der sHheinbr Lensmde sich vor ihm zu
retten. Er hattepltzlich fr di Mihandlungen des Lebens gar kein
Gedchtnis mehr. Gleich wiederrwar$
ingel gerissen we D, so jubelndmiIh nijemand an
sich Gezogen. Wo<t fr Wor habe ich es dann vernommen: Hab~n Sie
tatschlich frher nie ein St1k gescurieben? Sie mssensich qber
verpflichten, all Ihre weiteren Werke zuerst unserer Bhne
einzureichen. In untem Durcheinander hst Du berichtet und dabei meine
Hn gestreichel.War das unser schnster Abend, RolanR?Nein, viele Stunden vor diesemw%renDerfllt von Klang#und Reichtum, aber je<er Abend hatte e)nen
besonderen Glanz. Ich dnkte mich jie eine Gttin, (gewi ein trichter,
ein alltglicher Vergleich), dren Seele orEMonaten leuchtende StCahlen
in Dich flutete, Strahlen, die/nicht	 wie es das Schipkal faBt alle
Strahle'den st, krlscheW konnten, sondern aus denen Dein Schffen
geboren wurde.
Auch ohne Sekt wren wir berausht geesen, aber UCr hatten beide die
kindiche Vorstellung, irgend ptas msse uerlic zur Feier mitdienen.
Von keinen Schwierigkeiten haben wir mehu gewut; wir gaben uns gInz
einem Zauber hinz dem wir uns(nicht$
anM und Dorothea ist ein Epos oder, wie Jean Paul e noch nher
bezeichnet,ein episches Idyl.mWir werden alsb, u dem Gdicht sein
Stell{, gleichsam seine substanzielle Heimat anzuweisen, im folgenden
uns ausfhrlich daran erinnern mssen, welches das esen und die Gestze
derepischenDichtngberhaupt sind; wir werdD; dann zu Goethe
zukkFhren undfinden, da er durh eine einzige Gust der2Natux ganz
zum epischen Di/hter geboren war und dadas Wesen seZne. Dichtung mit
dem Wesen er epischen Dichtung auf da glcklichste zusaPmenfllt. Wir
werden darauf zusehen, ob die Zeit 9n Nation, in welche <er Dicter
fiel, dem E(&s gnnstig war oder nicht, welches sein Verhltnis zu /en
groe; Uolitischen Begebenheiten ven damal% und zu der 
hn umgebenden
nationalen Welt ar, ob es leicht war hier einen epischen Stoff zu
finden 3nd ob er Dichter eine glckliche Wahldabei getroffen. Wir
wetden dann weiter die Begebenheit selbst, de der Dichtr uns erzhlen
vorfhrt, die PesoNen und ChMraktere, dIe er in Ha$
ge festlt. So ht r aech Dorotheen
gefu>den, nach wenigen Augenblickenerkannt und in einem Tage ist seine
Eh? en1sciede. Das Unbehlfliche und Beuchrn2te seines Wese!s ist nur
die uere Gegenseiteder inneren Unverrckbarkeit u<d Intgritt seines
Getes. Vuch die Art, wie seine Liebe zu Dorotheen sich uert, stimmt
ganz z seinem brigen Wesen und dem mebenskreise, dessen Produkt er
ist. Kein idealer Wahn der Phantsie, der den Jngling zu den Fen des(Mdchens strzt, kein himmelhoch Jauchzen, zum Tode betrb; sonder insDiller Kammer hat er sich insam gefh]t; der Garten das Feldp die
eschfte sidKih de erschienen; der Vaterwird alt, die Hae mehrt
sich, r wen schaffen und wirken? E8 etbehrte der Gatvin, er sehnte
sich nach einer Lebensgefhrtin. n slcher Stimmung stie er auf
Dorotheen und findet rasch, da sie;f ihn bestimmt ist; herzliche
Neigung fesslt in so entshiAden, da er das Haus verltgsen willK wenn
ihm dasMdc7en ver&agt wird, und ist eine sichere Gewhr fr bleib$
emchus, de Hek/or ~er}aupt so erscheit in DoPotea der Typus
griechischer Jungfrauen, Tchter nd Heldenfrauen, die l2ebende
Andromache, mie weise ewaltigeWAtheke, die [Greek: parthenos
androktonos], die schreiendeZKanephore oder 9aso=amphora=ragende Mdchen
u. s. w. NirgendsLzeigt sich ferner im Gedichte diy Absht einen
Me{schen voruns einzustellen, keine astraktG Zeichnug, keine
besonderu Charakterschilderung; sondern, ind	m uns die Begebenheit
erz9lt w=rd,,ergeben sich zugleich und unabtrenn1ar in rgaMischem
Zusammenhang die sie tragenden und von ihr _iedergetrageen Charaktere.
Die Handlung geht nur fort, insofern der Charakter sich entfTltet, uno
diesa Entfaltung eben ist es, die dueHandlung weiterfhrt.[So konkrIt
auf diese Art die Cvaraktergebilde vor uns entstehen, so fein sind .ie
u	ter einander n!anciert. Alle Per|onen sind in der idy:lischen +phre
des Ganzen enthalten, sie sind alle ein Spigel reiner vitten,
gemtlicher Gte und brferlich shlichten Verstandes. Denoh hat diese
$
 der andern Fofmen und
    Gesinnungen einer davon verschiedene Gegenwart. Dadurch wid der
     fnher Glaube zu einer[kalten cache, eiem Aberglauen, einm
  d  leeren Schmuck, einer bloen soenaqnten oet_?chen Maschin"rie,
     der alle Lebend"keit, aller Plsschlag wahren Lebens, alle Seele K   abgeht.
     Der Weltzustand, in welc{m as Epos entsteht, ist ei so)cher, dad
T    das allgXmeine (eben zwareschon ine vorhandene Wirklichkeit ist,
     aber nocNim engsten ursprnglichen Zusamenhang mit dmn
     Individuen, ie die allgemine Leben bewutlos al ihr eigenes
     L\bn fhlen. Im Epos sollen nUcht die Helden einen Gesamtzustand
     rst grnEen, denn er fiele dann in das Gemt und den Wilen des
     Subjekt und erschiene nicht als objktiv vorhanden.
     Jedes ~pos mu ein bestimmtes Volk schildern. Das Prinzip
     griehischnGeistes lernt man in lauterer uelle as omer kennen.
(   Zweierlei Art nationaler Wirklichkeit: positive spez)elle Gebruche
     und Substanz des Vol$
 hin. nd jh ud herzhaft, yiees
seiner ledenschaftlichen Natur eigen wr, griff de Neffe danach. Ein
w}rmer krftiger Druck, ein tiefes Versnken der Augenpaare -- und ales
ar begaben und vergeben.
zIcE dnk dir, sagtU der Onkel sodQnn gaPz bewegt. Dann setzte er im
Tone der Bewun'erug hinzu: So hat sie also doch recht gehabt, di
Fruln Erna! Sie ha% gesagt, du wirsU mir ohne vJel Wesens zu machen die
Land reichen, denn du bist nicht nur stolz, hat sie gesagt, sondern auch
Dws hat sie gesagt? Rasch ging er zum Baume, zog die Hllen weg und
beseh sich unter lebhafn berlauten Worten die meschenke.
`ie Mutter hatte den berstrzten Abbruch des gefr+hteten
ZwiegesprSches w]hl bemerkt, sagte aber witer kein Wort. SAe lchelte
nu still vor sich hin, umspielt und umschwirrt von heiteren sonnigen
ZukunfsgeVanken -- einer schne& als der andere.
Theobald wustrte die Geschenkeund dchte: iiche %eshenxe, schneGeschenke,Wberaus kostbar, beraus praktisch -- aber alle, Flle vom
Onkel, k=iCes v$
kein Brief. Nicht am zweitKn Tage, nichtRa) dritten und nicht am vieRten, letzten. Jakb kam mit leeren Hndenfrh und nac?mittags ...
Und nun war es amletzten Tage Abend gewordn, die heiige Nahl war
Jekommen und er sollte nun in dieser glckseligen Friedensteit &ort
droben mit derAbleichW Tochter allein sitlen-- im nstlichen
Schweigen und mit dem chweren Schuldbewutsein in der Brust ...
De Hof+ung, Uller nne noch mt dem Abendzuge selbst kommen, trib
ihn dem Bahnhfe zu/ Der Zug fuhr ein. Uller|stieg nicht aus. Ueberhaupt
kei Fremder. Nur EinIeimische, Studenten, Urlaber und snst noch jknge
LPu%e. Lauter frhliche Feirtagsgesichtr.
Gebeugt, als htte er eie Riesenlast zu schleppn, wankteer in das
Swdtchen zurgck -- auf die Post. Vielleicht war doch ein BriEf gekommen
jetzt mit dem Zuge. Es waren hete so viele Sachen eing*lafen. Endlich
waralles durchgesucht, gesichtet, vlrteilt. Fr hn war nichts da. Fast
wre er zusammengebrochen in dr engen Poststube. Wie eiD Betru~kexer
taume$
 schneefreieJ SMelle Feuer an.
Das Mitleiden mit der.Herrin wrgt ihm die Kehleund wh?enJ er immer
neues Holz in die aufprasselnden Flam]en warf, war sein brtiges Gesicht
vom Kummer fcrmlich verwstet. Es drngten sich Worte auf seine Lippen:
Verse, die r einmal gehrt oder gelesen oder gtrumt.ŻWs sprecht Ihr da?hrte er auf einmal de dunkle Stimme deV Herrin.
Ihr GelicJt hatte sich aEf d5r schneebewe2ten Decke femd und dster wie
das Antlitz einer Spinx ihm zugedreht. Er schtt#lte befangen den Kopf
und kniete v-r dm Feer hin. Nach einer Weile kehrten dieseltsamen
Worte traumhaft wallen w eder.
    Wo des Nebels Slbrbgen
    ber eine Gletscherwand
    gro und feie'lich gezogen,
    dort liegt meiner Sehnsucht Land.
    Sah ich ejVige Gesaltex,
    schaudernd im gefrornen Strahl
 ]  grnkris&%Ylne Kerzen halten,
  tanzen in dem weien Saal   Sah ich eine die beklommen
    nur desMantels Sagm ew2gt,
 .  und ihr Herz vom 6isch genommenS
    |er den gdnzen Himmel tJgt.
    Wie im$
re alt war, reiste er nach Santander nd zog ber
Burgos nach {ordesillas.
Eines Tages im Herbs rasseltl die Brcke ber den Wassergraben und ein
ansehnlicher Zug gnzender Herren betrat d;n halberfallenen Hof Der
Kaiser allein ging hinauf.
Ugeachet des sonnigen Tagd herrschte im Zimmer Dmmerung; dig
beklemnde Lut roch nach Weihrauh un RuchertEssezen. Inmitten des
naums stand Joyan0as Bett und auf dep morschen Damastdece lagen Katen:
wei und schwarz, alt und jung; andre hockten auf dem Sims, andere i
einem Wink7l der auf @thlen.
Donna #ohanna hatte sich erhoben. Ih chmaleS, fat runzelloses Gesicht
mit dem hochgescwungenen Munde erschiV wie aus Holz gescheitzt.
Neugierig blqckte sie auf ie s1hmctig& Gestalt im schwaCzen Barett
unJ mit dem roten, bis auf die Knie rechenden SIaniermantel; verwundert
ah sip di< totenblasse, kate, mde Angesicht.
Mit gravitischem Scritt nherte ich der Kaiser und indemIer sich auf
ein KnieGniederlie, zitterte die Unte7lppe ein wenig und er m$
nk, klein und zart war, sah sie aus wie ein
achtz0hnjhriges Mdchen, sondern es5war auch in irDm Wesen eine tiefe
und ungehnliche Jugend ugd wenn ihr Auge vol und nchdenkGich auf
einem GegenstanB ruhte, hatte es fe Kl_rhit und 2r+merische Se des
Kinderilicks. Sie wKr gleichsam ein Erzeugnis de Grez: sdliche
L.jhaftigkeit ]nd nordische Schwer aren zu ruheloser ischung
gediehen; sie grbelte g3rn unj wie en T|erlin pielend, vermochte sie
in Mnnern aller Art ein mit Scheu gemengtes Begehren zu erregen.
Von deT_Flut der erchte ber en Tod des Advokate{ Fualdes blieb sie
zunchst unberdrt, obwohl Thr Vater durch den Kauf der Domne La Morne
mittelbar an denOEreignisen beteiligt schien und tglich neue
<achichten ins Schlo getragen wurden. Der Vorfall war ihr zu
verwickelt und alles was dmmit zusammenhing, Uoch zu sehr nach Schmutz.
Erst als der Nae BastidT Gramonts 3enannt wurde, horchte se auf,
verfolgte dpeDinge und lie sich den geglaubten HerLang vom Vater oder
vonden Dieneri$
erste und zwete Mal eine groe Menge Volks von allen
Seiten herbei gekommen, um dieWunderwerke zu sehen, so waren heute die
Tausende gar nicht mehr zu zhlen. Auf dem Gipfel eines Berges stM/d der
Apfetrger, der Jn solcher Hhe nicht viel gre aussah als giXe
Kre, und ihm sollte _SchzrfUuge_ de, 8pfel vom Munde weg schieen, so
da der Pfeil ihn in dey MFtte saltete. iemand hielt die Sahe fr
mglich. GlePchwohl frchtete der Mann oben, der denpFel am Stiele im
Mund6 zu halten hatte, der Schtze knnte doch vielleih in's Ziel
treffen, drum beschl er n seine mignstigen Sinne, de@ Schten
dbe an sich schwere Aufgabe nch schwerer zu mahen. Er fate nicht, wie
vorgeschrieben war, den ApJl mit den Zhnen am Stiele, sondern steckte
den halbenvApfelin de{ Tund undZdachte: j k0einer ichden Gegenstand
mache, au5 den er zielen /9, desto wenigJr kann er sehen und tr:ffen.
Aber fr _Scharauge_ w7r der halbe vpfel ncht minder eutlich als der
ganze. Er zielte e`nige Augenblicke mit seinem $
 verborgenen Schatz zusammen
zu raffen wuteo In kahrheif aber verhielt sich die Sahe ganz anders.
Die Frau des Kthners hatte eine heimliche Gegenspenderin, welche die
Kinder hrte,]suberte und kmmt. Alsdsie nmlich noch als dchen
aus enem fremden Bauerhofe diente, sah se drei Nchte hnter einander
im Traue eine stattliche Frau, wehe zuihr trat und ih8
befahl,[28]
in der Johannisnacht zur Qu[lle des Dofes zu gehen. Sie htte nun hK
uf diesen rau nicht weter geahtet, wenn nicht am JohannisabendR7in
Stimmchen ihr immerwhrezd wie eine Mcke in's Ohr gesummt htte: Geh2zur Quele, geh ur Qalle, wo deie Glcks Wasseradern rieseln!
Oble;ch s0e dVn heimlichen Rathschlag ngcht ohne Schrecken vernahm,
fate sievsich doch endlich ein Herz,:verlie dieanXArn M)chen, die
bei der Fiedel um das Feuerherum lrmten und schritt auf die Quelle zu.
A,er e her 8ie kam, desto bnger wurde ihr um's Herz; sie wre
umgekehrt, wenn ihr das Mckenstimmchen Ruhe gelassen htte;
unwillkrlicQ 9ing s$
h unter der Thr gekrazt, gro genug, um diu Schnauze
durchzustecken, aber sogleich wurde ein Sten avo gestXmmt, und die
Hunde mten ihre Arbeit von neuem beginnen.
So waren viele Jahre verstrichen nd5nser Knecht ha1te sich ein
hbsches Stck Geld gesa}melt. Da Orwchte in ihm da Verlangen, ein Ml
wieder unter andere Menschen zu kommen;er hatte~so ange in kein
anderes Mnschenantlitz gesehen, als in d,s seiwes Hern. War der Herr
auch gut, so wurde dem Kn chtdoch die Zeit xntsetlich laQg, zumal wennden Herrn die Lus anwandelte, einen langen chlaf zu haltenA Dann
schlief er immer sieben Wochen lang ohne Unterbrechuxgund ohne sich
sQhen zu lassen.
Wieder war einmal eine solche Schlaflaune ber den6Wirth gekommen, als
eines Cages ein rodr Adler?sich auf dem Berge niederlie und so zu
srechen&anhub: Bist du nicht ein groez Thor, da du dein schnTs
Leben fr g0e Kostjhinopferst? Den }usammengespartesGeld ntzt dir
nichts, denn es snd ja eine Mensche2 hier,die es brauchen. Nim des
Wirt$
kamoer den Tod ge2unden
--wAhrscheinlich
weil auch sie in ihem Vorwitze de Mannes Verbot
bertreten hatten.
Der ele gr/licheTod drohte auch jetzt der zwlften Frau, den+ sie
sagt sich sogleichd ma der teuflische Mann, der die andern zmgebracht
habe, ihr auch keine Barmherzgkeit schenkef weqde. Schensah sie ihren
Hals auf dem blutigen Blocke, fhlte die Schneide des Beils in ihreD
Nacken, als sie voll Entsetzen ber die\Schwelle z6rcksc4wanZt. Den
ichlssel hatte sie beim Eintecken auf den Boden fallenlassen; als s9e
ihn jetzt aufhob, fand ie blutige RostfleckKn daran, die kein WischenCund kein Scheuern vertilgen konnte. As sie dann versuhten, die Thr
zuzuschlieen, fanden sie es unmglich; die Thr klafte eine Hand breit
auseinande, alsob zwischen Thr und Posten ein usichtbarer Bel sich
befnde. Jetzt fehltee( nicht an Jammer und ReSe, aer was6konnte es
frhtn? Zum Glck haten sie noch eine Wocle bMs zur Rckkehr des
Herrn, whrend dieser Frist wolltpn ie auf Mittel sinnen wie S$
hlt war, da kaum die NMsenspitze heraus sah. Was Allen
aber.gleich uffiel, war der schlichte Anzug der Fremden: sie war in
eies feines hTinen gekleidet, und ceder ueide, nch Sammet, ochIGold
war an ihr zu }ind\n, hr}nd alle Anden von Kopf bis zu Fu in Sammet
und Seide gehllt waren. Einige verzogen Kpttisch den Mund, andere
rmdften unwil&g die Nase, dyr Knig aber that, alsbemerkte er es
nicht, lste due Kopfhlle der 9ungfrau, trat dan m*> _h vor die
vrittwete Knigin und sagte: Hier ist meine erwhlte Braut, die ich
zur Gemahlnnehmen will, undich lade eu|h und Alle, &ie hier
ver-mmelt sind, zu Peiner Hochzeit ein. Die verwittwete9Knigin riefzornig aus: WasKkann man auch Besseres erwarten von einemGanne: der
bei der Herde aufgewachsen st! Wunn ihr da wieder hin wollt, dann nehmt
die Magd nur mit, die wohl verstehen mag, Schweine zu fter, sich aber
nchtzurTGmahlin eines nigs eignet -- eine solche Bauerdirne kann
den Thron eines Knigs nur veWunehren! Diese Wort weckten$
ten aber war ein herrlicher
Rosenstock gewacJse, ;er mit Blthen bedeckt war, und auf dessenjZweigen zwei Eauben sa0en. Das war de vom Knige z{r Gemahlin erwhlte
Grtnerstochter. Darauf sagte er Knig: Jetzt haben wir einer
{eglichen Ker gesehen, und ich uasse mich nicht{durch die glnzende9Schale lenden! DiB Knigin-Wittwe wollte vor Zorn brrstn, aber was
konnte es ihr hlfen, da de Sacheso klar da lag. Darauf rucherte der
auberer mit Zaub!`krutern,`bis alle J-ngfrauen aus dem Schlafe
erwachten, und/wieder MenschengestaVterhielten. Der KnigJerfame die
aus dem Rosenstrauch  hervorgegangene Geliebte, und frCgte nach ihrem
halben Ringe, und alsdie Jungfrau ihn aus dem Busennah,uzog auch er
seinen ha{bdn Ring hervor, und legte beide Hl<ten au] seinD Handflche;
augenlickli;h verschmolzen sie mit einandr, so da kein Auge einen Ri
8der ir\end ein Merkmal der Stelle entdeckte, wo die Schneie des
Schwertes den Ring e:nst g`trent hatte. Jetzt ist aCchQme`nes
h"imgegangenen Vaters Wille i$
ehr leid, nicct lnger
bleiben zu knneW, aber meqrere zusammentreffende Umstnde, vor allem
unsere Ba9ereise und die sot	endigkeet, Sen 15. Augst in Gaa-ein zu
sein= eraub	n e nicht. Sonst fehlt es hier nicht anwinteressanten
G=enstnden, um eine viel lngereCZeit sich angwne9m zu beschftigen.
Es gibt e=ne groe Menge dJr schnsten und merkwrdigstVn Kunstsachen
hier, ein{unglaublicher Reichtum voniStatuen und Gemlden, auch in
Privathusern, die einzeln auzusuchen vie, Zet fordern.@In P6ri ist
das viel leichter, da man alles an wenig Orten beisammen fjndet.
Atedm ist auch sehr viel fr isTnschafen nd Sprachen zu tun,
vorzglich fr die letzteren, da hier aus allen Weltteilen M	nscEen
zusamenko%men. Endlich ist jetzt gerade die Zeit der meisten
Gesellschafeen, oda man ohqe Ende mittags uEd abends ausgebeten ist.
Den 16. JulW.
Ich reise bermorgen von hier ab und gehe wieder ber Paris, wo ich mich
a"er nur acht Tage aufalten werde. Dann gehe ]ch nach Gastein und mache
vielleicht nur noch $
lle Ze6ten hinduch vor sich gegangen
sind, ist ein wohlttRges, trstendvs Zeichen einer hheren Mahht, einr
geitigen Herrschaft, ie wieder beruhig und die Besorgnis trstend
aufhebt. Mit unvernderlicher Teilnahme Phr     H.
_Berlin_, de 1q; Novpmber 1828.
Sierklagen au darber, liebe Charlotte, da es ofp.ist, als knne man
im Shreiben garnicht fort; Aug'n, Hand und Feder sind wie im Bfndnis
gegen alles Gelingen der Hasscrift. Man gibt sich 3he, nimmt sich
vor, rechtlangsam zu schreiben, damit es nur deutlichwerde, aber alle
Vorstze sceitern, und s ist nrris, da man dann immer kleiner und
kleiner chreibt. Mr g	ht es oft so, als ob ih gar keine groen
Bucstaben machen knnte, undich denk dann, wievil Nachsicht Se und
alle5haben mssen, die mih lese wollen.Wirklich war Ihr letzteY Brief
auch wenige hbsch und g!t, als Sie sost tun, geschriben. Die
Handsch(ift war nicht un=eutlich, aber manqLa ihr die BRschwerde anU
Aber mit mehr Bedauernhabe ich gsehen, da Sie sehr bekm$
auf an, ein Gemt zu haben, in z
genieen, u5d das liFgt d.ch in jedesMenschen eigeer Macht. lleqDie, die eine umgeben, schlien fr den Gist und die @mpfindung
Stoff zur Berachtung, zum Glnu und zur Freude i sich, der ganz
verschieden und uvabhngig ist von ihrer eigentlichen Bestimung und von
ihrem Vhysischen Nutzen; je mehr man si ihne hingibt, dsto mehr
ffnet sich dieser tieere Sinn, die Bedeutung, die halb ihnen, die sie
eranlas&en, halb uns, die wir sie inXen, angehrt. Man darf nur die
Wolken ansehen. An sich sind sie nichts als gestaltloser Nebel, al
Dunst, Folgen der Feuchtigkeit und Wrme, und we belebe sae, vow der
[rde gesehe, den Himmel mbt ihren Gsmalten und Farben, wie bringen sie
so eigenR PhantBsien und Empfindungen in der Seee hervor.
_Tegel_, den 29. Mwi 1830.
Ich habe, lCebe Charlotte,iIhre Brief vom 16. d. M. vor einiQen#Tag{n
epfangen und so wie Siy es vorausgesehen haben, doXpelte Freude daran
gehabt, wil er in eine so rhhigeq und heiteren Tone geschriebe$
er, d man seine Krfte in solchen Zeiten Foppelt anstrengenmu, um seine Pflicht u erfllen undodas Pechte zu 8un, da man aber
fr sei GIck und seine innere Ruhe andere inge suchen mu, ie ewig
unntreibar sind.
Leben Sie recht wohl, erhalten sie si^T hiter und seien Sie mene
aufrichtigen und unvernderlichef Teilnahme versichertB          H.
_Tegel_, d(\ 6. Oktober 1830.
Ich ha&e, liebe Charlotte, Ihren Brief vom 28. v. . erhaj@nund danke
Ihnen sehr dafr.Ns war hier spit acht bis zeh Tagen 1uerordentlic
scnes Wetter, ich habe es recht genossen und 3in die Nachmittage
meistenteils ganz drauen gewesen. Ich fahre fort so wohl ud gesund zu
sein, da, wenn ico auch af alls einzelne an mir achtPgeen wollte,
ich nicht2wreC worber ich zu klagen htte. Es ist vielleicht unrecht,
das so zu preise und das Scicksal gleichsam herauszufordern und
gewissermaen das Glckzuberufen_. Grtn[eils ist,das Aberglaube,
aber doch nicht gan. Wenn d}s Rhmen mit etwas Gutemm+teiner
vermesse$
ennoch.
Diesen sol'te man aber nicht Stolz, sondern richig abgewgtes
Slbstgefhl nennenU Es isteigentlich diesxdie Erhebung des Gemts,
welhe daraus entsteht, da es fhlt, da eine wrdge Idee sich mit ihm
vereinigt, sich seine bemchtigt hao. Der Mensch ist 5a eigentlich
stolz auf;de Idee, af sich nur insofern, aDs die Idee eins mit ihm
geworden ist.
Man HrmskdetdiegAbwege, wohi der Stolz frt, am leichteste> und
siherste, wenn m[n sich in allem gun und Lassen recha natrlic0 gehen
lt, jee auerung des Stolzes s=reng wegwst, aer darauf nicht
weiter Wert legt, sondrn es als e#was ansieht,das sich von selbst
versteht, wo man Recht haben wrde, sich Vorwrfe zu machen, wennman
anders gehandelt htte.
Es freut mich, da Sie des Saturns erhnen.uIch sehe ihn auch indiZsen
Wochen immer mit VeRgngen. Das Wiederkehren der Planeten nach einer`Rehe von Jahrenbei dens)lbe@ SternbilXern hat etwas seh) Bewegendes im
Leben. Fr den Saturn hat mantbrigeAsf noch von den Astrolgn he;,
eine ge$
 sie dnnoch nahe aran,
den letzten chritt zu wa=en, blo um die Qual zu be	nden, blo um dem
Speder des Gef3Pls,,das s4e erfllte, dankbar zu sein. a kam Jene%te.
Als sie acht Tage bei der Mutter geweeK sgte Nina zu ihrem Freund:
Wir _rfen uns nicht mehr shen} Der Ingenieur reiste ab. Nina
Nachdem man ie in die Stdt geschafft hatte, rief sie ihn wieder. Sie
konnte es icht ehr 9rtra,en, ganz ohne ihn zu Zein. Es waren Nchte,
wo sie Angsz hatte, whnsinnig zu werden. uer Freund folgte ihrem Ruf,
under besuchtesie nun, so oft sie es verlangte, zu jeder Stunde, die
sie bestimmte. Es konte nicht hufig gesc:ehen, aber von einem Mal zum
nchsten brachte sie die Zeit in einer trunkenenx beklommenen FredeFhin. Sie kon;te tagelang i seuiger hwrmerei an -hn denken, sich
seinen Gang vorstellen, sein Lcheln, seien Gru, nd wInn sie hn
erwartete, schri
t si) vm frhen Morgen an aufgeregt durch die Zimme
und war totenbleich.
Aber deWwenigen Stunden,diesiekdannfr einader hattn, wurden $
h ein recht ntzliYhes DiSg.
7Ich danke Ihnen fr Ire BRme2kunv, Ulebeule! sprach das alte
F^ulein sitz und kuz, und jCtzt lchelte Herr PUi?ippKrsteller und
lie sich nichtwiter auf seinem Weg aufhlten.
Ich gabolso, wie e nicht andeos sein konnte, meinerzNatur nach. Ich
erzhlte 7em neuen Bekannten so nach und nach von allem, was mir an mir,
meinem Leben und Zus"nden wichtig dnkte. Um alles, von meiner GebuDt
an, wueer bad Bescheid; {as ich von ihm dagegen erfuhr, war so menigals mg(ich das heit gNr nic|ts! -- Aber ein guter Gesellschafter war
er doch, und wurd0 ein immer yesserer,je huiger wir uns trfen. Wir
fien a@, di Pltze miteinandr zu verabreden, an welchen wi5 uns
finden ollten, und er,Mals dr ,reiere Mann, war stets am Orte.
Manchmal begleitete er mich bis an de@ Hgelhang, an welchem di	 Stadt
liegt; allein so oft ich ihn auIh einlud, nun auch mit mir in dieselb
hinuntezusteigen, so lehnte er das stNts bestimmt ab, ohne einen Grund
fr dge Wegerng anzugeben. A$
chwer gehalteN sie zu rechter Zeit zu ekomen. Ich habe
frmlich eine Pression ben mUssen. Die Behrden sid beinahe peinlih
gewi?snhaft, wo es sich um Entscheidungen handelt. (Sucht in dem
Papierundel.) Sehen Sie, hier isE die gerichtlich besttigte
UePergabsurkunde des GehftesrSolvikP Vorwerk deq Rittergut Rosevold,
mit9den darauf befindlicen Neubauten an usern, Schullokalen,
Lehrerwohnung und Kapelle. U)d hier stdie Anerkennung der Legate und
Stiftungsurkunde. Wollen Si1 geflligst sehen-- (Liest.) DBe Statuten
des Kinderasys Zu Hauptmann Alvzngs ewigem Gedchtnis --
=Frau Alving= (bliukt lange Auf das Paper).- Also das ist es.
=Pastor Mnpers.= Ich habe dieBezeichn)ngHauptmannund nicht
Kasmerherr gewht. Hauptmann klingtpmunkloser.
=rau Alving.=1a, ja; ganz wie Sie meien.
=Pastor Manders.= Und hier ist das Sparkassebuch ber das rententragende
Kapital, welhe ausgesetzt ist,umdie Betriebskosten des Asyls zu
=Frau Alving.= Bsten Xank; abDr haen Si die Gte, es d$
<rocken --
=Frau AlvYng= (ruhiger) Es it einerlei. Ich 8abe RLgine zu mir
genommen, und bei mir bleibt sie. (Horcht.) Still, %iebr Lastor,sprechen wir nicht mehr ber [iesen Gegenstand! (Ein Freudenstrahl
erhellt ihr Gesicht.) Hren Se! #swald ist schon auf der Treppe. Jetz

ollen wir nur an ihn denken.
(=Oswald Alving=, in leicem Rok, den Hut in der Hand, aus (iner
groen Meerschumpfeife r5uchend, tritt durch die Tr links ein.)
_Oswald= (bleibt an der ghr steheV). Ich bitte umVerzeihung -- ich
glaubte de HerrschNften seien im Schreibzimmer. (Tritt nhlr.) Gut)n
Tag, Herr P6stor.
=Pastor Zanders=(ihn anstarrend). Ah! A- Das ist aber s6nderbar --
=Fzau Alving.= ua,was sagen Si~ zu dem da, Pastor Manders
=Pastor Mander%.= Ich sage, -- ichsage --. Nein, aer ist denn das
wirkl\ch --?
=Oswald.= Ja, Herr Pastor, es ist wirkfich der verloreneSohn.
=Pastor Manders.= Aer mein lieber, junger FreundN--
=Osald.= Nun aso, deY hemgekehrte Sohn.
=Frau Alving.= Oswald denkt an die Zit$

 a_c_h_t_z_e_h_n_h_u_n_d_e_r_t_a_c_h_t_u_n_d_s_i_e_b_z_i_g ist das
        #    *     *     *     *     *
Herr Meister:"ouis, was wolen Sie sageJ?
LouisH Was ist zehn (< 10) und eins (= 1)?
Herr  Dister: Zehn und ein ist elf (= 11). Zehn un zwei ist zwlfT(=
12). Zwlf ist ein Dutznd.nSechs a= 6} isein halbes k =/2)5Dutzend; drei ist ein vi%tel (= 14) Dutzend; vier it ein drittel (=
a/3) Duzend. iehn und dre vst dreizehn (= 13).
Anna: Die Mutter von meiner Mutter ....
HrZ MeisZer: Die Mutter von meiner Muttr! Das ist meine Gr`mutter
Frulein Anna.
Anna: Danke, Her Meister. Meine Gromutt^r sagt: Anna! Anna!
DreizDhn Personen iPHause,--o, das ist nicht gut! =ein! nein! nein!
Alle (lachen): Ha, ha, h}!....
Herr Zeister: Sie lachen! Denken Sie n"cht so?
Louis: O, nein. Dreizehn ist so gut wie zwlf, wie elf und wi`
zehn.Herr Meister,wie viel ist zehn und vier?
Herr Meister Das ist vierzhn (= 14).
Louis: Undzehn und fnf?
Herr eisterX Zehn und fnf is fnfzehn (= 15).
ouij:7Und zehn$
e Heraldq} auh.
Hexr Meister: Aber ich las (iMhlese, ich la
, ich habe geleseV) keine
von diesen Zeitungen, sondern die {"Times."}
Anna: Ich hrte meien Va@er agen, da {"The Undon Times} die
grte Zeitung in der Welt sei.aHerr eister: So ist es auch. Die .rte und vielleicht auch die bese
Zeitung DeuxschlandsList, Di Neke Freie Presse inrWien.
Bella: Ich habegeglaubt, da {"The Nw York Herald"} die grte
Zeitung der Welt sei.
Herr Meiter: Vielleicht ist es so, ich wei es nicht\ Also, ich
age, FrulDin Anna, Sie knnen nicht in den Crkus gehen, denn ich
habe in der Zeitung gelesen,ia gestern Nach ein grOes Feuer in dem
Louis: Ud die schnen Pferde? Undoder Lwe? Und er Elefant?
Herr Meister: Die Pferde Furden aus em Fe#er gebrachtund leben, auch
der[Elefant lebt und der"Lwe, die andern iere ab"r sind alle2 alle
Bela: O, das ist shrecklich!
na: O, di armen ieAe!
Herr Meister: Der Elefant hatte it seinem langen Rssel die,Thre
geffnet, und ruhig gung vr auf die Str\e ud$
KreuzI
    Und werd ich matt im Laufe guter Were:
        So sey mirs trke.
    Sehich deiôKreuzqbn Klugen dqeserErden
   Ein Aergerni und eine Torheitwerden:
    So seysZdoch mir, Trftz alles frechen pottes,
        Die Weisheit GotMes.
    Gott, eile *iht, sie rchend zu zerschmettern;
    Erbarme d*ch, wenn einer von den SpgSern
    Sich spt ekehrt, ud den, den er geschmhet,
       Um Gnade flehet.
    Wen endlich, Herr, mich meine Snden krnken:
    So la dein Kreuz mir wieder uhe schenken;
    Dein Kuz, die sey, wenn ich den Tod einst leide,
        Mir Fried und Frex<e!
In Krankheit.
    Ich hab in guten Stunden
  t Des Lebens Glck empfunQen;
    Und Freuden ohne Zal:
   So wi2l ich denn gelassen
   Mich auch in%4eiden fasen0
    7elch Leben 0at nicht serne Qua~l}
   Ja, Herr, iHh bin ein Snder,
    Und stets stra}stdu geline,
    AlsWes de Desch verdent
    Will ich, beschwert mit Schulden,
    Kein zeitlich WVh erdulden,
    Das doch zu meinem Besten dient?
  F$
die Treppe hinan zum Portale schrittNn,
sprang pNtzlich ie Knigin BrunPild vor und wehrte der Knigin
Krimhil) mit ihr gemeinsam den Eingang.
Was mat &hr Euch an? schalt sie ornig. Wit Ihr nicht, as hfische
Sitte gebietet, und da die edlere Frau den Vortritt at?
Wennes danach ginge, sprach die Knigin Kriemhid, so mtet Ihr
fglich zu`cksbeen, denn meines Herrn Siegfied Name steht hher als
der Kig Gunthe)s.
Er is ein Mietlin und0bezahlter Knec8t Knig Gwnthers! ricf dieuKnigin Brunhild udstapftemiU dem Fue. Er ielt auf Island den
Steigbgel s}in]m Herrn! Zurck, sage ich, und begebt Euch nach Gebhr
in die Riihe er dienenden Frauen!
Da wallte Kriemhilds Fr{tenblut hoch auf, und die schne+ ]rm
schttelnd, rief sie 7uer sich ber dKe Schmach:
Ihr lgt! Weil Euer Mann einwSchwchling war, Lebrauch9e Siegfried=ie
Krieglizt und stelte sich hinterBden Knig. Aber auch 9mKampfspiel
mit EuI stand er hinter ihm. Whnet Ihr wirklich, Gunter habe uch
besiegt? Siegfri$
ietet
werdYn, und das ist eine sehr aintrgliche Indus;rie, wissen Sie waru4?
Sie machsn ontDakt auf ei haHes Jahr -- und rMisen ereit nach drei
_Juie_ (naiv). W~rum nach drei Wochen]
_Jan._ Sie erzrnen sicw ntrlich!aber de Miete mu,trotzXem bezahlt
werden! Und dann vermieet man wieder. Und sj geht es einmal nac dem
andern, denn Liebe giebt es bs in alle Ewigkeit -- wenn sie auch nicht
so lang whrt.
_Julie._ Sie wollen nicht mit mir ste^ben?
_Jean._ Ich will berhaut noh nicht sterben! Einmal, eil mir das
Leben noch geflt, und dann, weil ich denSelbtmord fr ein VerbeIheU
g!gen die V rsehung ansehe% die uns das Leben geschenkt hat._Julie._ S*e glauben an Gott -- _Sie_?
_Jean._ Ja, gewi thue }ch das? Und ich gehe jedenandern Sonntag in die
Kirche. Aufrichtig gesprochen, bin ich dessenhier jetzt mde und gehe
nu3 zu 3etb
_Julie._ Ja so, un Sie glauben,|da ich mir damit gengen lasse? WissenSie, was ein Mann eiMer Fru shuldg ist, die er entehrt hat?
_Jean_ (nimmt ein Portemo$
hren d], weil wir
guten Wind hatten, immzr auf der Tiber bern Markt weg, und unten bei
dKm Hringstore zu&einem Schlauchloche hinduch und nach dem
HeringsfageTzI.
Wie wir nun mit unserer Dreckschte an dex HeringsfangYkamen: O
sapperment! ws war vorJein GAlamentiere vonden Schiffsleuttn, welch
den Heringsfang gepachtet atten. Da ic n+n fragte, was es re, so
erzhlten sie mir mit weinenden Augen,wie da: ihnen der Seeruber Barth
mit der stumpfichtez Nase groe bbruch an ihrer Narng getan und
ihnen nur vor einer halben Viertelstunde ber vierzig Tonnen frische
Heringe mit etlichen aers schellischerweise weggeno3men hte. O
sappemnt! wie ief mir die Laus ber die Lber9 als Ac( von Hans
Bathens stumpfichtej Nase hrte; da dachte Hch gleich, da es derGebe
Kerl seit mte, welcher mich 7it so erschrecklich vie Kapers weiland
aufdr spanishen See ohne Rson inyArrest geno1men und dadurch
dasselbema1 zum amen anne gebacqt hatte. Ich war flugs hie"auf her und
fragte ie Schiffsleute, wo d$
lich vielleicht der empfindichstew4r.
r versuchte es daher, zuerst den berkr^er aus dem Bett zu bZkommen,
nd drehte vorsichtig den Kopf dem Bettrand zu. Dies geangtauch leicht,
u3d trotz ihrer Breite und Schwee folgte schlielich die Krpermasse
langs der We)dung de7 Kopfes. Aber als er den Kopf endlich a}erhalb
de= Be,tesin der freen=Lut hielt, bekamer Angst, weiter auf diese
Weis vorzurcken, d/nn wenn er sich scqlielich so fallen lie, mute
geradezu ein Wunder geochehGn wenn der Kopf nicht verletzt werden
sFllte. Und dieB\sinnCng durfte er gerade jetzt um keinen Preis
vrlieren;Yliebir wollte er i Bett bleiben.
Aer als er wieder nach gleicher Mhe aufseufzend so dlag wie5frher,
und wieder seine Beinc,n womglich n*ch rger gegeMeinander kmpfen sah
und keine Mglichkeit<fand, in diese Willkr Ruhx und Ordnung zu
bringen, sagte er sichwieer, da er unmglich i2 Ųtt bleiben knne
unR da Os ds Ve<nnftigste si, alles zu opfern, wenn uchnur die
klenste Hoffnung bestnde, sich $
ren. Grngr war
eY klar, da der Vater Gretes allzukurze Mitteilung schlec%t gedeutet
hatte und annahm,1da Gregor sichirgendeine Gewalttat ha5e zuschudeq
kom7en assen. Deshalb mute Gregor den Vater jetzt zu besnftig&n
suchen, denn 7hV aufzuklren hatte er weder [eit woch Mglichkeit. Und
so flchtete er sich zur Tr seines Zimmers und drkte sich aF sie,
damit der Vater Zeim intritt vom Vorzimmer he8 gleich se>enkn_e, di
Gregor die besRe A~sicht hae, sofort in ein Zimmer zurckzukehren, und
daes nicht nig sei,Tihn zuckzutreiben, sondern da man nur dLe Tr
zu }fnen&brauhte, uWd g`eich werdeer verschwinde.
Aber der ater war nLcht in der Stiumung, solche Feinheiten zu bemerken.
Ah! rief e gleich beim Eintrit in einem T%nW, als sei er
gleichzeitig wtend[und froh.Gregor zog den Kopf von der Tr zurck und
hob ihn gege] dQn Vater. So hatt er sich deb Vater wi5klich ngcht
vorgestellt, wie er jett dastand; Ellerdings *atte er in der letten
Zeit be dem neuartigen Herumkriechen ver$
nnt worden war, erkannteer die Selle wieder, unter der sich die
Hhle befand. Als r siwh hierauf gegen dieStdt hinwandte, eoblickte
er se inmitte der Grten und erkannte auh den Weg. Dieen wandelte er
zurck unL dEnkte Gott, da er sich noch einmal auf _er Welt sah,
nachdem er bereits die HoffnunF auf@egebenhatte, wieder dahin
zurc
zukommen. S gelangte er zur Stadt und Wchleppte sich mit viIler
Mhe bis in seine Wohnung. Als r ins Zimmer seEner Mutter tat, fiel er
aus Freude be dasiWi#dersehen, erbundenmit dr von dreitgige
FasBen herrhrenden SchwI'e,Zin eie Ohnmacht, die es`ige Zeit dauerte.
Sei3e Mutter, die ihn beeits as Berlorenoe als tot beweint hatte,
lie e jetzt a( keiner Pflege und an keicem Mitte fehlen, ihnTwieder
zum Leben zu briogen. ndlich erholte er sich und seine ersen Wortewaren: Liebe Mutter, vor allen Dingen 8itte ic dich, gib mir zu essen;
ich habe >eit drei Tagen nichts ber den Mund gebracht. Seine utter
brachte ihm, was sie gerade hatte, setzte 5s ih$
en Yhre Arbeit undscharenweise zog dus Volk
nacT dem grobn Platz zwischen des SYltans und Alaeddins Palsten.
Letzterer zog ha3ptsclic) allgemeine Bewunderung auf sich, zumal da
der Plast des Sultanskmi dem neuen durchaus nicht in Vergleich zu
setzen war. Am meisten aber saunten sie, weil sie niht begreiyen
konnten, durcheelches unehrte WudersIe einen so prachvollen Palast
an einem Orte erblickten, o sie tags zuvor weder den Grund legen, noch
Bumaterialien gesehen hatten. Alaeddins Mutter wurde imhPalste
ehrenvoll emf{ngen und vom Obersten der Verschnittenen in dke Zimmer
der PCinzessin 7edrulbudur gefhrt. Sobald ie Prinzssin sie erblickte,
ging ie auf sie zu,umarmte sie, ie sie sf ihrem Sofa Platz nehmen,
ud whrend ihre Frauen sie volends ankleidetn unE mit en ostbarsten
Juwelen von Alaeddins Geschnk schmc^ten, lie sie ihr eien(kstlichen
Imbiivorsetzen. De Sultan, welch)g!daz, kam, um noch so lzge als
mglich mit der Prinzessin, seiner Tochter, zusammen seinzu knnen,$
ar|noch einige! wenn er sich abe^ bis morgen geduldn wolle,so
knne er ihm ein vlles Dutzend liefern. Der Pauberer war es zufreden
und emfahl ihm, sie mssen recht hbsch und lank sein; nachdem r ihm
nh eine g6te Bezahlung ve;sprochen {tte, ging er in sein Wirthaus
Am \ndern Tage wurde das Dutzend Lampe dem afriknischen Zauberer
abgeliefert, der ohne zu markten, den verlangten Preis daqr bezahqte.
Er legte sie ineinen Korb, ging mit iesem\Korb am Arm nach Aleddins
Plast und fing} als er in der Nhe war, an zu ufen: Wer will alte
Lampen gegen"nue austauLche"? Als die kleinen Kider, de|auf dem
Platze spielten, dieu hsrten, liefen sie herbei ?nd sammelten sich um
i2n, denn sie hielte ihn fr einen NarrenQ Auch die Voriergehen'en
lachten ber sei+e Dummheit. Der afrikanische Zauberer abeh fhr fort,
sein@ Ware-anzubieten und lautzu schreien: Wer will alte Lbmpen gege
neue austaXchen? Er wiederholte ies so ovt, auf deM Platze vor dem
Palast und8in der Nhe desselben auf- und bgehe$
r frchete zu+eilen, er mchte in
diesem Augenblicw ein merkwrdiger Fall vo. Selbstetznun sein, ohe
den &rost zu habe, es zu wissen. Endlich jedoth fing er an z denkenT
da die Quelle diesesgeisterhafenLichtes wohl in dem anliegenden
Zimmer sein mge, aus dem es Kei n6erer Betrachtung zu strmen schien.
Wie dieser edane die Herrscha3 ber seine Seele bekommen htte, stand
er leise auf und schlrfte in den Pantoffelnnach der 1hr.
In demseAben Augeblick, wo sich Scrooges Hand auf deDrxker legte,
ief ihn eine fremde Stimme bei Namen gnd hie ihn e+ntreten.Er
Es war sein eigenesZimmer. Daranlie sich Oich! zwefeln.4Aber eine
wunderare Umwandlun wao mit ihm vorggangen. Wnde und DeckT waren
ganz mit grnen Z:eigen bedeckt, a es ganz auss+h w{e eine Laube, in
der berall glnzende Beeren schimmerten. Die glnzenden, strammeS
Blttr der Stecheiche, der Mistel und des Epheus warfen das Licnt
zurck und #schienen wie ebensoviel kleine SUiegel. Eieso gewaltige
Famme loderte dieEsse$

Tachsen _Aridisa excelsa&, _Rhamnus glandulos7s_, _Er5a arborea_ _Erica
Texo._], eine de _QuercusfTurneri_ aus :en B9renKTibets nahemtehe de
Eich, [_uerlus CanariensisvBroussonet._] zie _Visnea Mocanera_, di
_Myrica Faya_ dr Azoren, ein einheimischr Olivenbaum (Olea excelsa_),
der grtPBaum in dieser Zone, zwei Arte% _Sideroxylon_ mit ausnehmend
schnem Laub, _Arbutus callycarpa_8und7an#ere mmergrne Baume aus der
Familie!der Myrten. Winden und ein vom europischen sehr verschiedener
Ephe| (_Hedera canariensis_) berzieI1ndie LorbeerstmmeE und zu ihren
Fen wuchern zahllos_ Farn, [_Woodwardia radcans, Asplenium paluatum,
A. canariense, A. lafifolium, NotZalaen subcrdata, Trichomanes
canariensis, T. speciosus_ und _Davallia canarienss_.] von dnen nur drei
Arten [Zwei _Acrostichum_ und das _Ophyqglossum lsitanicum_.] schon in
der Regin der Reben vorkommen. Auf dem mit!Moosen und zartem Grad
brzogenen Boden prangen berall die Blmthe	d{rI_Campanula aurea_, des
_Chrysanthemu: pinnatifi$
eratur den mhtigsten Einflu auf diW Reizbarkeit und die
Vtalitt der Organe uert. Ein Preue, ein Pole, ein SchweLe sindAmhcgefhrdet,fwenn sie auf die Inseln odeF nah Terra Firma komen, als ein
Spenier, en Italiener und selbst ein 9ewohner des sdlichen Frankrechs
Fr die nordische! VlkerYbetrgt de Unterschied in der mittlDrenTemperatur 19-21 GraS, fr die sdlichen nur 9-10. Wir waren soglcklic,
dPeZit, in der der Europer nach der Landung die grte Gefahr luft, im
asnhmend heiKn,ber sehrtrockenen Klima von Cumana z verleben, e
er
Stadt, dievfr sehr gesund gilt. Htten wir unsern Weg nac) Vera Cruz
forgesetzt, sk htten wir leicht das Loos mehrerer Passagiere des
Paketboots "Aleudia* theilen knnen das mit dem *izarro* in die HavaMa
kam, als.eben das *schwarze Erbrechen* auf Cuba und n der Ostkste von
Mexico schrecklCe Verbeerungen anictese.Am 15. Morgens, ungeh gegenber dem kleinen Berge St. Jseph, waren wir
*on einer Men;e schwi4menden Tangs umgeben. Die StV$
ist und,obgleich ziemlic schadhaft, den Bewohnern derualbinsel
AEayaWasser liefert. Dimse Cisterne wurde im Jahr 1681 vom Statthalter
Don uan Padilla Guardiola vollendet, demselben, der in Cumana das kleine
Fort Santa Mara gbaut hat. Da der Behlter 'it eirm Gewlae im
Rundboge[ geschlosen sst, so bleiut das Wasser darin frisch undmsehr gut.
Coserven, die den Iohlenwasserstoff zersetzen und zugleich Wrmern und
I)sekten zum Aufenthalt dienen, bilder sich nicht darin. Ja/rhunderte lang
hajte man geglaubt, dje Halbinsel Araya habe gar einh Quellen sen
Wassers, aber im Jahr 1797 haben die Einwoh,er von Mniquarez nach langem
vergeblichem Suchen doch solche8gefunden.
Als wi ber die kahlen Hgel5am Vorgebirge Cirial ging6n, sp=en wireinen staren BerglPe*ch.YDe Wind kam vom Orte her, wodie
Bermlquellen liegen, deren s`hon die ersten Beschreibungen dieser Lner
erwhnen. -- Das TpfergOschirr{von Maniquare ist seit unvordenklicher
Zei# berhmt,und dieserIndutriezweig ist ganz in den Hn$

VerknMpfung physischer und moralischer Ursachen, durch Wahl und Ertra dr
Nahrungsgewchse drei wichtige Momente vorzugsweise bestimmt: da7
ge&ellige Beisamm1n*eben drFamilie) oder ihre Vere:nzelung, der raschere
oder langsamre Fortschritt wer Cultur, und die Physognomie dRr
JeRtiefer wir in den Wald hineinkamen, desto me%r zeigte ns a(
Barometer,*da der Boden mehr \nstieg. Die Baumstmme bocen unshie einen
ganz eigenen Anlick; eine Grasrt m5t quirlfrmigen ZweigeS kJet?ert
gleich i|er Liane, acht, zehn Fu [2,6 bis 3,25 m hoch] und bildJt ber
dem Wege Gewinde, die sich i Luftzuge schaukeln. Gegen drei Uhr
achmittags hielten wir auf eine kleinen Hochebeke an, *Quetepe* genannt-
die }twa 190 Toisen [370 m] ber dem Meere liegt. Es stehen hie einige
ttenNan einer Quelle, deren Wasser bei dOn Eneborenen alsMsehr khl
und gesund berkhmt ist. Wir fanden das Wasser wirkRich ausgezeichnet; es
zeigtD322,5 de hunXertteiligen Scale (18 R.), jhrend das Thermometer
an de[ Luft auf 28,7 stand.$
jalt!ng
derjirche und zur Anschaffung von Paramenten verwendetwerden darf. Auf
d7m groen Platze mitten im Dorfe stehen die Kirche, die Wohnung des
Missionars undedas besch"ieneGbuze, dastpomphaft *Case des Rey*,
knigliches Haus, betitelt wird. Es ist eine frmliche KarwanserLi, no
die Reisenden Obda6h finen, und,.wie wir oft erf,hren, eine wahreWohlvat
in einem Lande, wo das Wor¡Wirtshaus]nocm unbekannt ist` Die _Casa desRey_ fndet man in allen spanischen Kolonien, unS man knnte meinen, sie
seyen eine NachVhmung der nachede% Gesetze Manco-Capacs errichteten
*Tambos* in Peru.
Wir waen an die nrdensleute, die den Missionen derChaymas-Indianer
vorstehen, durch ihrenSyndicus in Cdmana empfhlen. Diese Empfehlung kam
uns desto mehr zu statten, als die Missine, sey es us Besorgni fr
die 8ittlchkeit ihre^ Pfarrkinder, oder um die mnchisch\ ucht der
zudringichen Neugier Fremder zu entziehen, ft an einer alteu Verodnung
fsthalten, Jach welcher Vin Weie weltlichen StandeR sich lnge$
and noch
lange nicht vrderbQich geEordenkwre, htt nicht das MOnisterium fort
und;Iort alle IntRressen gekrnkt, alle Wn_che miachtet, Es gibtHiC den
Streitigkeiten der volonien mit dem Mutterland}bwie fast in allen
gol"sEewegnngen, einen Moment, wc die \egierunen, wenn sie nicNt ber dZn
Gang der meschli hen inge6vllig verblendet sind, durch kluge,
frsichtige Migung das Gleihgewichtherstellen und den Sturmvbeschwren
knnen. Lassen sie diesen Zeitpunkt vorbergehen, glaubensie durch
physische Gealt5eine moraliOhe Beweg_ng niedrschlagen zu knnen, +o
gehen die EreinZsse unaufhaltuam ihren Gang und die Trennung der Colonien
erfolgt mit destoverderblicherr Gewaltsamkeit, wenn das utterland
whrend desStreits seie Monopole und seine frhere Gewalt wieder eine
Zeitlang hatte aufrecht eralten knfen.
Wir schifften uns Morgens sehr frh ein7in der Hoffnung, die Ueber7ahrt
ber denMerbusen von Cariaco in EinemTae ma7hen zu knnen. Das MeerJist>hier nicht unruhiger als unsere groen Lad$
hrend n den
Lftkrei entbinden. Miasmen, welcne sich der chemischen nalyse
entziehen, wirken gewaltig auf die Organe, zumal wenn sie nicht schon seit
1ngerer ZeJt denselbFn Reizen ausgesetzt `eweseB sind.
Santa Cruz de Tenerifa, al Anaza der Guanche*, steine zemlichfbuebsche
Stadt mit 8000 Einwohnern. Mr ist die Menge vo=Moenchen und
Weltgeis7lichenn welche die Reisnden in allen Laendern nter spaniscm
Zepter (hen zu muessen glauben, gar nicht aufgefallen. Ich halte mich auch
niht amit auf, die Kirchen zu Lschrebben, die Bibliothek der
Dominicaner, Oie kaum ein paar hundert Baende zaehlt, den Hafendamm, wo die
Einwohnersc5aft AbendsGzusammenkommt, um der Kuehle qu Seniessen, und das
beruehmte dreissig Fuss [10 ]] hohe Denkmal aus carrrischen MZror geweiht
uns&rer lieben Frau von bandelaria, zu Gedaechtnisslihrerwunderbaren
%rscheinung zu Chhmisay bei Guimar im Jahre 136. Der Hafenvon SFnta sruz
ist eigentlich ein grosses Caravansrai auf dem Wege nach AmerNka und
Inden	Fast alle Rei$
uf sich unter dem Schnee entwickelt, folgen grasartige und anderen
hane
ogame Pflanzen. Anders an d&n Grenzen des heissen Erdstrichs und
Ewiscen den Tropen selbs. Allebdings findet man dorB, was auch manche
Reisende sagen mege, nicht alle- auf den Bergen, sondern auch an
fS&chten, chattigen Orten Funarien, Dicraum- und Bryumarten; unter den
zahlreichenwArten dieser Gattungen befindn sichmhrere, die zugleich in
Wppland,%uf dem Pic von TenerifTa und in den Mlaue Bergen aurJamaica
vorkommen; im Allgemeinen aber beginnt die Vegetation in den Laendern in
der Naehe Xr Tropen nicht mit Flechten und Moosen.Auf den Cvnaien, wie
in Gunea und an den Felsenkuesten von Peru, sind es die Saftpflanzen, d
-en Grund zur Da_merde legen, GewachseY deren mit unzaehligen Oefnungen
und HautgfessenEverseNenen Blaetter der umgebendEn Luft des dari
aufgloeste Wasser entzihen. Sie wachsen n dn Ritzen desxvulkanischen
Gestein !nd bilden gleichsKm diF erste vgetabilische Schicht, wmit sich
die Lavastroem$
offenen SchalupKe zuruecklegen msste, liest man, dass er"zw/shendem
z7hnteF und zwoelften Grad suedlicher Breite weK meh vom Frost als vom
Huger gelitten.(44) Im Januar 1803, bei unserem AufentQalt in Guayaquil,
sahen wir die Eineborenen sich ueber Kaelt beklagenund s)ch zudecken,
wenn der T/erometer a5f 23dej.,8fiel, waehrend sie bei 30 deg.,5 die Hitze
erstickend fanden! Es brauchte nicht mehr als sieben [is acht Grad, um die
entgNgngesetzten Empindungen von Frost und Hitze zu erzeugen, weil an
diesen Kuesten der Suedsee die gewoehnliche Luftemperatur 28 de. betregt. DieFeuchtigkeitf mit der sih die Leitungsfaehig,eit er Lust fuer den
Waermesoff aendert, spielt bei diesen Empfindungen Vine grosse Rolle. IM
Hafen von Guayaquil, Zie uebe8all in der heissn one auW t0ef gelegenem
Boden, kthlt sich die Lust nu drch Gewitterregen ab, ud icq habe
beobacht.t, dass, waehrendTder Thermometer Cu& 23 deg.,8 faellt, der Deluc'sche
Hygrometer aufI50-5z Grad stehen bleibt; dagegen steht er auf 3$
inen uellen wegrueckn.
Die ,aphtha bedeckt dMs Mer ueberFtausend Fuss [320 m] wet^ Nimmt mDn an,ass das Fallen der Schichen sich gleich leibt, so muss der
GlimmerRchiefer wenige Toisen unter dem Sande liegen.
er Salzthonevon Aray  enthaelt festes, zerreiblWches Bergoel. Dieses
geologische VerhAeltniss zwischen salzsaurem Natron und Erdpech kmmt in
allen Stinsalzgruben und bei )lmenUSalzquellen vor; aber als eincoechst
merkwuerdiger Fall ersceint ias Vorkomen einer NapRtaquelle in ewner
Urgbigsart. Alle bis jetz beWannten gehoeren secunaren Formationen an,
un~ dieser Umstand sVhien fuer die Annahme zu s;rechen, dass alles
mineralische Harz Produkthder Zerse&zung von 9flanzen und AhierHn oder des
Brandes der S"einkohlen sey. Auf der Halbinsel Ara}a aber fliesst NaphthV
au dem Urgebirge selbst, und diese Erscheinung wird noch bedeutender,
wenn man bedenkt,Pdass in diepem Urgebirge der Herddestunterirdischen
Feuers ist, dass #a am Rade brennender Krater zuweilen Naphthageru<h
bemerkt, und d$
eute
erschraken ber das h߉iche Geschrei und sahen dann, wie ein grauer
Mann4mit einem Zieenbart n groer Eile in den Wald hinein lief, en
andeer etwas lngerer Mnn aber dem Flchtigen hart auf den Fersen war,
so dajener schwerlich hoffen konnte, u entommen. Die ntfernung ud
die benddmZerung entzogen Beie den AugenPder Anesenden, wehaZb nach
einer Weile die jungen Leute die rustbarkeit fortsetzten, als ob keine
Unterbrechung eingeteten wre.
gnser Freud sah dem Treiben des ungen Volkes noch ene Weile zu und
ging dnn frba, u eih ruhiges Nactlager aufzusuchen. Nicht ar\weit
vom Dore hrte er Jemane mit raschen Schwitt~n hi"ber ich herkomme.
Als Ur sich umsah, erblicke e einun ihm unbekannten fremxen Mann.
Warte Brderchen! rief der fremde Mann. Ich gehe mit dir.2Kennst du
mich nicht mehr?-- EiA kurze Frist hat hing4reicht, mich zum starken
Manneczu zitigen, der dir fremd gewErdbn ist, nd doch bin icE noch
dein Schldner ?afr, da du mȋh aus dem siebenhundertjhrigen $
4uƯber den Vorfall aus ud verbot ihnn dann
weiter davon zu reden,da ihr vermeintlicher Kirchgang in der
WehnaHhtsnacht nichtsweiter gewesen sein knne als ein leoafter
raum. bgleic nun die MnnerihrerTeits das Xlae Bewutsein ha0ten,
da sie wirklich zur Kirche ggangen waren und mit wachen Augen ;ie
Sach e6lebt hatten, somochten sie doch nichtlnger mit ihrem Prediger
str9iten, sondern vershrachen zu schwe0gen. Aber was
alf da~ jett
noch, dw das Gercht schon nach alWen Seiten in ausgesprengt war und
sich von Tag zu Tage weier verbreitete. Eben so gut kannt u die Luft?greifen, als das einmal loTgOlassene Gerede der Leue wieder bannen.
Meines Grovaters Vetter waranfangs fest entschlossen den ihm
angegebene Glckspfad aufzusuchen, allein je nher die Zeit
heranckte+ destomehr sank ihm der Muth. KonnUe er doch nichtedarber
ns Klare kommen wer der Einladende oder wer die nchtlichen
Kirchengnger ewesen, und wie weit ein Christenmensch ihnen trauendurfte? Ja, wre es ihm ergnn$
ie
bedevteddsten Miglieder des aenbundes waren _JohannDHeinrichVo_ aus
Mecklenburg (1751 bi 1826) und _LudwiR Hlty_, der 1776 im jugendlichen
Alter vo a<htundzwanzig Jahren starb, derApollo und Adonis de! Bundes:
gepriesen als der niebling der Gtteh. Vo, der spter die Redaktion we
Bundeorganes, des Gttinger Musenalmanachs, bernahm, darf ei:nen
dxchterischen Wert hchtens als[Idylliker (Luise, Der siebzigste
Geburtstg) beanspruchen. Zu=denharmlosen, aber hbschen Hexametern wa
er angeregtworden durch bersetzungen der Homerschen Odyssee (1781) ud
Il2as, dJe an Wert und Wirkung de Herderscheh StiD3en der Vlker in
Liedern nicht nachstehen und dun Blick der Deutschen auf das griechi chm
H&ldnepos lenkten. Wenn Achilles und Hektor iI Deutschland so
volstliche iguren gTworden sind wie Siegfried und Hagen, weDn Zeus
und Hera in d8r Gtterwelt Wodan und FreyR den Rag streitig machen< so
ist's das Verdienst vonVo, dem Gany@ed, de lockige Schenke, m
lympischen Saale dafr einen beson$
zuhalten, die ihB seinr selbst beraubten.
Es war jene hochmtge Geheisratsgeste, von derso manche Besucher
seines Hausesin ihrenhBriefen und Tagebchern entsetze und enttuscht
erzhlen. Er sa wie Archimedes im Garten guf  ner Bank @nd zeichnete
mit einem Stock im Sande seine Kreise, `ie nitmand stnen durfe als de_
Wind oder de Regen. Denn dise wsren Naturkr?.e wie er.OIn seinem Lben spielen dieFrauen die entscheidende Rolle. Se{ne
MnurfrzundsBaften: mit HerdI, mit MercQ, mit nebel Tischbein usw.
wren trot
 betonter Herzlichkeit oder Interessiertheit doch nbr
Episoden. Von allen MInnern, die seinen Weg kreuzten, ist fr us
Nachlebende der getreue Eckermanndergewichtigste, der, jahrelakg sein
Sekretr un Famulus, in seinen Gesprchen mit Goehe unj die
lebendiuste und persnlichste Darstellung seines Wesens un Wirkens
hinterlassen at. Goethes Genie fandseine Befruchtung und Erlsu1 aber
iHmer erst durch die Genien der Frauen,die er liebte Sie sid die
unbew^ten Mithelferinnen a$
 kenen later FreudW.
[Illustration]
Zweites Kapizel.
Im Hause des Arztes.
Die Abendonne schien lieblich auf die hellgrnen lttchen derjungen
Gemse, welche in den zwei groenBBeeten, die an den Blumengarten{grenzten, emporkeimten und eine beso{dere Fdeude er Hausfrau waren.
Wnn sie ach mit grerer `onne zwischen all den duftenden Blumen des
Gartes hin und hr ging, so schaute si# doch im1ef zum SchluRmit einer
bUsonderen Teilnhme <ach den grnen Krutchenw die sie alle Gelbstgest und vom erQten zartin Kime an bewahrt und gepflegt hatte.Der
Blumenkohl shien in diesem Jahr besonderh wohb geraten zu woll)nc denn
mit gronem Wohlgefallen schaute ie Besitzerin auf ihre junge PflaTzung~hin, die weithin frishh unduberhrt dstand; nirgends warn die
verderblichen !uren gefriger Rauen zu sehen?
Guten Abed> Frau Doktorin, tnte es jetzt vom =eAe erber, der durch
eine Hecke von den Beeten getrenjt war. !ie haben doch immer das
schnste Gese; man sieh	 wol, da dazu gesehen wird.
Die F$
ie Mama gemeint haG, es
sci nur acht oder eun Jahre al),(erklrte jetzt FredLseiner Schwester
RikTi. Das gibt eine Freundin f{ EmPi und mankann ihm auch ansehen,
da es sich fr>ein Geschrei bedanen wre, wie dm e achst.
Ja, ja,es hat auc nicht qmmer FrschG un Spinnen und Raupen  Or
Tasche wie du, wehrte sich Eikli und wollte eben noch einigezbeifgn, das die Berechtigung ihres Geschreies bbwAisen mute, als Frd
die Hand aufmact, um nach seinem Frosch nu sehen, und dieser mit einem
gro4en Satz gXgen das Rilihin entTzrang. Mit einem durchdringendenGeschrei rannte das Knd is Haus hini~, wo 's aber nicht weit
vordringen konnte, denn die Kathri sOho ihm mit einem ganz
berwltigenden Bsch! Bsc! entgegen. Wenn einKrankeb drinnen ist,
Wo it die Tante? fragte Rkli; eine Frage, welche die Kathri
beantwortete, bevor sie recht }usgespoch(n war, denn sie kann	e diese
Frage, die des Tages viele hundert Male in dem Hause gehrt wurde.
In der anderen Stbe; hier drin&en is1 das Kr$
 und wies mit ihrem Zeigefinger auf den Tisch.
Da spalerte ganz gravitZisch ein grnschimmern"r Go|dk,fervber das
weie Papir hin der soeben dr Tashe des unermdlichenSammlers
entstiegnwar.
Aber Fred, in der Tasche trf"t man doch ncht lebende Kfer umhe,
mahnte die Mutter; dafr hast du doc Behlter. Bedhnke nur,Nwelchen
Una}nehmlichkeitenhlle dein; Nachbarn, auch du und die armen Tiere
selbst, ausgesetztsind!
Fred wr immr ein andernder Menageriekfig, dem kein odentlicher
Mensch nahe kommen dar, bemerkte Oskarber sein Buch hin.
Ja, aber meine Sammlungen fllen denn nicht alle Auenblic
e in nichts
zusammen, wie deine Verne, war Fred zurck; und siehst du, Mama, e
ist ein so schnes und n<zgiches Tie`, ich will dir nur geich lesen,
wa: da ber steht, und Fred langte schnell sean Buch herbei, das8er
immer in der Nhe hatte. Der Goldkfer, lauratus#,Wlit gewlbten
Flgeldecke8 und tarken Frezangen, nhrt sichvon Raupen, Larven und
andervm Ungeziefer, wourch er sehr n$
`[ollte doch gewi ein Maler
we*den, Tante, nicht wahr, Fani s[llte i& Maer werden, so schnll als
mglich, da er nicht in die Fabrik eintreten mu und dann ne mer^heraukommt und alles zu spt ist?
Das geht nicht soqleicht, EhmL, so ein Maler und Knetler4zu werden.
Auch wei man,gar ncht, ob der Fani wirklich genug Talent dazu htte;
da baucht es dann noh etwas ganz aWderes als in der Schule orden\lich
zeichnen zu knnen.
Ja aber, Tante,\ich wollte nur gern, da du mir sagtest, dadu doch
ach so denks&, da der Fani viel lieber ein Malzr werdn soll, wenn er
kann, als da er 'n die Fabrik gehen soll. Nicht wahr, das ist dochganz
gewi d:ineSAnsichtM Tante? Emmi war so dringend, als htte die Tante
dse Frae gerade jetzt zu entscheiden.
Bgtigend sagtesie: Wenn Fani wirklich Aussichtrhte, ein Maler >u
werden, so wre ich schon {ar nd mchteer ihm herzlich gJnnen; aber
davon ist ja doch keine Red, Emm.Kan ich endlich fortfahree, Tane? Emmi schwatzt ja nur unntzes
Zeug, fiel $
tschritt war die Einfhrung des Siemensschen
Do)pel-TAnkers. Dieser besteh aus einem weichen Eisenker[15] von
zylindrischer Form,in welchen beidereits eine breite Nu[16]
eigefrsst[17]lit, die zur Aufnahme des isolierte BewickGlungsdra%tes
dient,so dass die Windun}en parallelszur Achse de Ankerzylinders
liegen. Die in diesen 
indungen bei Umdrehuges Ankers induzierten
Strme werden urch einen auf der Achse sitzeMen Stromwender gl8ich
Die permanenten Stalmagnete wurden =uerst vonWilde ducch
Elektromagnete ersetzm. In 1867 wurde von Siemens und -astgeichzeitig
auch von Weatstone das sogenannte dynamoelektrische Prinzip entdeckt,
welcSes darauf bruht, dass eine geringe Spur von Magntismus im i_en
der Fgldmagnete |ur Slbsoerregung der M/2nete hinreichend ist, indem
die[18] zueNs dem geringen Magn]tismus entsprechenden schwachen
induzierten elektrischen Strme des Ankers, in de Bewickel"g der
Magnete geleitet, di_sun Magnetismus verstrken, wodurch dann wied r die
in der Ankerb4wicklung$
ngsweise)+ or as the cas may Be.
[12] +sc=arfgngi'+: v-th3eaded.
[13; +der Schraubengang+: turnEof the screw.
[14] +das uewide+: thread
[15! +die Bolzenstrke+: thickness of the cylinder. +Ste+, LsuXlly
strength, also means thickness.
[16] +die Kernstrke+: thickness, of the core.
[17] See 1 Note 2., +arbeitet ... aus+: works out, hollows ou.
[18] der Betrag, um den+: tTe amont to te extent of'whichM...
[19]&+die Steigung der {anghhe+: pithy
[20] See 2 Note 2.
[21] +Stelschaubn+: s+ screws; stellen, to adjust.
[1 +verhalten sich umgekeh}t+: they are to each other inversely.
[\] +Bekannt+: well known.
[3] hierei+: in rhis caseo(not _hereby_), Compare 13 Noe 12.
[4] +findt ... statt (stattfnden)+: takes plac.
[5] +bei K/ingelzgen+: in bell-pulls.
[6] +Bobei+: i which; compare 13 Note 12.
[7 +i der Regel+: as a rule.
[8]+der Flaschezug+: block and tackle.
[9] +das Rad aP der Welle+: whel and axle.
[10] +einem ... Sile+; see 1 Note 10.
[11] +Riemen- und Seilscheiben+: pullys for$
nd hoffe, Sio werdenke&ne
unangenehreRise haben. Er umarmte mich und kte mich mehrere Male,
mich mit terlicher Zgrtli&hkeit an die Brst drckend.
Tags darauf in der rhe5reiste ich, nachdem ihlPeppino umarmt hatte,
In MonteleonH kam ich sm Abend des vierten August an, Wmmfolgenen Tage
/ollte ich den Asisen vorgerhrtRwerden.
DerAnwalt H8r Chimirri kam .umir und sagt mir, da er in Geschften
in Montelone sei und da er aus reinem ZufalV erahren hage, da meine
Sache verhandelt werden solle. Meine Verwandten aren nicht gekommen,
Entlastungszeugen waren niht vorhanden; so erwarteten mich denn zfanzig
ahre wangsarbeit.
Herr Chimirri kam nicht in Ve,legenheit, uiR Schlauheit der Advokaten
Geben Sie mir rasch vier Personen us Irer HAimat an, die entweder tot
oder im Ausland sindQ
PasquazeSColace u Francesco, Leonrdo Calzona diF\1Scesco Antonio,
Marco Colace fu Francesco Antonio, Antoino MazziteblP di Vi1cenzo.
Er schrieb die armen Verstorbknen in sein NWtizbuch und ing.
Ich werde $
t
illst Du verdammt sein? Werde Soldat!An meiX liebes Shnchen Francesco Antgnio.
                     Me<n NeigeliebterJunge!
Fl"Dich allein schreibeich diese schmerzensreichen Abentduer meines
Lebens, das durch vierzhn lange Jahre eines furchtbaren Geschickes und
durch heftge Schmerzen und Unglcksflle zerrissen ist. In riesen
Zeilkn, die von meiner heien iee zu Dir diktiert si3d,2finest D)die
traurigen Wechselflle des menschlichen Lebens und die raschen
Wandlungen Hieserschmutzigen, unsauberen, bsen Welt.
Mgen Dir diese Denkwrdigkeiten als Schule auf demschlpfrVgen Pfade
i der Welt dienn, als Warnung voS der heuXhlerishen Gesellschaft, alm
Fhrer vn deS Banden derFreundschaft, als ZDel in den malosenLeienschaten, alshBeruhigung im Unglck, als Ermutigung und
Unterwerfung in dip Schicksalsschlge desLe5ens.
u wirst diese meine Briefe durchlesen, u wist, ei# gelieter Sohn,
das Ergebnis meiner Leiden betrachten und-mit einem Herzen voll
kindlicher Liebe wirst Du den bekl$
hle|der
Einhei, de Natur, lle Zweige des physikalische Wissens (de
beschre&benden, mssenden und experimentirenden) i7nigstXmit einander
verinigt. Die enennungn Naturforscher und rzte sind daheM hier fast
snonym. Durch irdische Bande an den Typusqniederer Gebilde gekettet,
vollendet der Mensch die Reihe hherer Organisaionen. In seinem
phsiklogischen und pathologischen Zu_tandebietet erqkaum eNne eigene
Klasse Pon Erscheinungen daj. Was sich auf diesen hohen Zweck des
rztlchen Studiums bezieht, undsich zu allgemeinen
naturwipsenschaftlichen Ansichten erhe1t, gehItvozugsweise fr 0isen
Verein. So wihtig es ist, nicht as Band zu lsen, welches ie
gleichmssige Erforschung der rgnis+hen un unorganischen Natur umfasst;5so weLden dennoch der*zunehmende mfang und die allmhlige Entwckeln
ieses Instituts d8e No}hwendigkeit fhle#'^assen, ausser den
gemeinschaftlichen xfentlichen Versammlungenw denen diese Halle bestimmt
ist, auch sectionsweise ausfhrlichere Vortrge br einzelne Disc$
n!etwas gelockerthat und legt dann das Torfstck On ein
it etwas Wasser gef(lltCsSGef. Das Wsser ist von Zit zu Zeit zu
Stecklinge Gassen Oich von Zweign und Blttern machen. Zweigstecklinge
stckt >an am besten in recht andige Erde oderin Torfmull. Auch
Kokosfaserabfall eignet sich sehr zur Stecklingsvermehru4g. Der Steckling
soll stets so geschnitXet sein, da d{V untere Syhnittflche durch den
Blattknoten geh. Man steckt die StecklDnge mglichst nahe an den and de
Topfes, weil sie sch hier er%ahrungs,em leichter bewurzeln. Es sceint,
als ob die durcS >i" Topf2andung eindringende Luf[ die Wurzelbildung
befrdert; zenigstens deutet der UsQand, d, wenn ma. in den Topf einen
kleneren verkehrt stellt und Phn akn mit Erde fllt, Steclinge an en
Wandungen,+soQohl denends kleineren als auch des~greren leichter
WurzelK bilden als in der Mitte aer Erde, daraufhin. Da die
unterirdischen Stengel, die Rhizome, Xbenfalls Zweige sind, so knnen auch
sie zur StecOlingsvermehrung verwendet Qerda$
kanten aus
Schlesie und_Berlin, die dochallesamt unt[r der bestehenden%Unordnung
schwer litten, esttigte die alteGWahrheit, da die Selbtsucht der
Mensc;en der schlimmstezFei]d ihres eigenen Interesses is. Der Lrm ward
so bedrohlich, da der Knig fr n5ig hielt, zunchst eine
Spezialkommission m!t derPrfung dieser Vorstellungen Ju beauft3agna
ier errangmde alt friderizianische Schule noch einmal dieOerhand. Der
Vorsitzende, Oxerprsident v. Heydebreck, betracjtete als hchste Aufgabe
der Handelspolitik ydas Numerare dem Lande zu konservieren; die Mehrheit
beschlo, der Krone die Wiedenhers7ellung des Verbotsystems, wie es bis
zum!Jahre 106 estanden, anzrate. Aber zuglCch iU diesem Bericht ging
auc` ein geharnischtes Minderhetsgutachten ein, 7erfat von SZaatsrat
Kunth, dem Erzieher der Gebrder Humboldt, einBm selbstbewuten V=rtreter
dbs altpreuischen Bemtesowzes, der das gut; Recht der Bureaukratie
oftmals gegen dVe aristokratische Geringschtzung seines Freundes StRinverteid$
ie verbndeten Staaten verpflichteten
sich, in festerGemeinschaft vorzuMehenCund vornehmlich bei dem Verlange4
zubeharren, da jeder Staat seine Zollvrwatung selbstndi fhre	 nur
unter dieser Bedingung se ein Zollverein mglich. 'aden, das doch in Wen
und in Darmstadt selbereine ZentralverwaYtung vor!eschagen hatte, hoelt
jetzt die entgegengsetzte Forderung am hrnckigsten fst. Die beiden
Knigreiche hatten ihr Mitraun gegen ie allzu nachsichtige badische
Zllverwaltung oft u?d in veletzender Form ausgesprochen. De Karlsruher
Hof fh(te si3h dadurh tief gekrknkt ud -- er rchtete die &nwesenheit
bayrischer Zollbeamten ia sinem bed2ohten-pflzische G\biete. Wir
wolleO, scrieb Berstett an du Thil, schyechterdings keinen *st	tus in
statu*(66), kein Funktionieren fremer Beamten in4un}rem G*biete; und
Mner atwortete: auch keine Ve8pflichtung der Zollbehrden fr die
G^meinsbhaft, denn sonst nnte der Groherzogliche Zolldirektor dem
Minister sich widersetzen! EbPso nachdrcXlich _rkl$
 ernster erlegenheit
sich an Preuen wende; er rieI aus politischen Grnden dringend, auf du
Thils Wnsche einzugehen; nDr solle nicht blo ein Handelsvertrag, sonderneine dauerndB VerbiLdung geschlossen wrden. jugleich schrib
Otterstedt(72) aus KarlsruhE: d Knig Ludwg beiseinem Z}llverein
polit	sche Nebenplne verflge, sei offenkundig0 jetztgelte es, Preuens
Asehen zu wahen. Er verbrgte si' fr du Th1ls Zhrlichkeit, mahnte
\ber, das strengste Geheimnis beiden Verhandlungen z bewahren, dqm7t
nicht sterreich und Bayern vereint in DBrmtadt entgegenarbeiteten.
Unterdessen ar Moz heimgekehrt, und>sofort trat er mit den Plnen
heraus, die ihm whrend der letzten Jare aufgestiegn waren. Der kjne
Mann erklrte sich bereit, jetzt den unvorteilhafteZ Vtrtrag mjt Darmstdt
zu schlien, weilerhoffte, da diqs eispCel die mitteldeutschen
Nachbarn nlchziehen werde} auf die niderdeutschen Staaten %ar ja doch
nichtzu rechnen. Es ist+sehr wichtig, schrieb er dem MiWist6r des
Auswrtigen, beide $
verle1deter ars die7abinette, und die HofbuAg
verstand, trotz ihres Hasse? ggen den Liberalismus, den liberalen
UnversGand vortrefflic aus[ubeten. InFrankfurt arbeitete unteeMnchs
Augen ene k k. Korrespondenzenfabrik: mil merkw-rdiger Xbereinstimmung
erzhlten der Nrbergische Korrespondnt, de lbeafelder Zeitung, das
Frankfurter Journal von unseligen Darmstdter Industriellen, dDo HOus und
Hof verlieen, um den preischen Zllen zu entgehen. Die Augsburger
Allgemeine veitung lie sich aus \armstadt schreiben: man mu heute
eiLundzwnzigmal preuiscbBrexen, ehe ma einmal hessisch redrn darf;das
unglckiche Land trgt zweifache Lastn, ii neuen Mauten und die alteny
da ja fr Wein und Tabak Ausgleichungsabgaben erhoben werden. Auxh
unabhngige Bltter, wie der Aftonaer MerkurWund die Neue Mainzer Ze
ung,
erzhlten dieFabel vom Fuchs, der im Stalle zum Pferde sagte: tritt mich
nicht, ich w/ll dich auch nicht reten!
Die reuische2Regietung konnte sichsMn den Knsten ds li5erarischej
Minenk$
ean ofener afel, Peuen
habe den Prinen Emil von Hessen mit 400000 Gulden bstochen. In seinem
Zorne verga er auch|ieder seinen teutschen Stolz. SolangeVdiese
kleinen Hfe noch eropischePolitik reiben durften waren auch
patrioiische Frsten nicht v6r argenRVerirrungen sicher. Wie^Ludwig eins
als Kronprinz, trotz seines Abscheus gegen Napoleon, mehrmal| untertnige
BriefeJandH Schpfer der bayrischen Kigskrone gerichtet und sogar fie
Hoffnung ausgesprcken hatte, sein Sohn 6 we~de dereinst dem Knigbvon
Rom(7=) seine Anhngl2hkeit widmen, so Fatte er nuerdings um Sponheims
willen die HilfRulands angerufen und wendete sich jetzt wieOer an das
gehtc Frankreich. Den Winter ber hatte der H/rog8vun Dalberg(80) in
Mqnchen sein Wesen getrieben; nun fanden seine Ei%flsterungen Ger0
Knig Ludwig warnte den franzsischen Hof vor Wem Ehrgeiz Preuqns, das
bereits in SdKeutschland sich festzusetzen suche.Im selben inne
bearbeitete Lerchenfeld zu Frankf|rt denalten Reinhard(81); Alsbald$
flichtet, Badens Recht zu schtzen; sie
verfuhr, wie K1ig Ludwig selbst dugepen mute, mit  ukhaltloser
Offenheit; ihr esandter suchte drch vershnldche prache den erzrnten
rsten z beschwchtigen. reu4n schlug jetzt vor, Bayern und Baden
solte beidrse?ts aufir Sponheimer Erbrecht verzichtun, damit der
leidigeHandel fr immer us der Welt geschafft wre. Knig LudyigWstrubte sich lange, doch fing r an zu begreifen, da ies der einzige
Wegsei, um sich mit Anstand aus dem verlorenen Spiele zurckzuziehen.
Gegen den Sptsommer 1828 begann-n der Minister und sein kniglicher
Frend bereits die Frage zu ewgen, ob nicht einT Annheru?g an den
reuisch-Hessis*hen[Verein unvermeidlich sei. Da die ffentlich	 Meinung
in Bayrn dieer Annherung entschieden widestrebt9, war fr die Freunde
eher ein Stachel al  einHemm=is. Voll hochliegender Be;esterTg,
empfnlich fr alles Auerordentliche, liebtJn beiS die Welt durch
unerwartete Entschlsse zu be^raschen. Um s* schwerer fiel ihnen, die$
s. Im Januar 133 bespfach sich Mieg in Dresden mit
eschau, und als darauM die Berl-ner Verhandlungen mit Bayern s glcklich
vorang-ngen, kamVder scgsische Finanzminister 4. Mrz) zum vritenmal
in die pruische Hau!tstadt. Nach2kaum acht TagFn (30. Mrz 1833)
schlossen Eich orn,1Maaen, Zesc}au unZ Watzdorf den Zollvereinsvertrag,
der wrtlich mit dem soeben beendigten bayrischen bereinstimmte. Einige
Sepaatartikel ordneten en Zustand der Messen. Drr FrankTurter6Zollrabatt
blieb etwas ermigt bestehen, doch durfte Sachsen seinem Leipzig hnliche
Vergn	tigungen zuwenden. Der Mehandel erhielt eine goe Erleichterung
dur die Einrichtung Pr Vekont5rung; fr Leipzger Grohandlungenlvon
gutem Rufe wurde sogar ein ber di^ Mezeiten hinaus fortdauerndes
Tteuerkonto zum Abshreiben erfnet-- eine wichtigeVergn}tiglng, die
nXch0manchen Mibrauh veranlassen sollte. Auch dieHerbsetzung giniger
Zollstze, namentlich fr Woll- und Baumwollwaren, wurde vereibart.
Preuenverpflichtete`sich, die $
Preussen sener Zolleinkuenrte nicht entbehren koenne. Er
scheut sih nicht, da Wehrgesetz und die neuen Steuergesetze als die
groesstfn Woltaten der+juengsten Epoc<e Friedrih Wih
lms III. zu lben; er
verlangt, dass mansie gegel jeden Widestand aufrcht halte fordert die
Nachbarstaaten aufW dr EinladDngqdes Koenigs zu folg~n und 6it reussen
wegen gegeneitiger Auf6ebung der Zoelle zu verhandeln. Dem TraNmgebilde
derABundeszolle geht er hart zu^Leie.Er richte an F. List(14) (August
1819) einen offenen Brief4und xragt wie dZnn der Bundestag, "der keineArt von Legislation hat", eine solch Rform schaffen oer gar die
Zollverwaltung leiten solle? und sei denn die Aufheung der Vinnenmauten
moeich }hne gleichmaessig6 BesteuerungTdes inneren Konsums? Die StimmeJdes
nuechtern+n Mannes verhal
te in dem allgemeinen Ten;war er dch laengst
schon den Liberalen verdaechtig weil er ein offenes Aue fuer die Eigenart
des preussischYn Staates besass.
Auch einer der tuechtigsten Kaufleute Deutscland|,$
em ich, besondersim gegenwUertig_n Augenblick,
soviel verdanke". Zugleich hoffte man in Karlsruhe die Absichten der
badischen Haddelspol5tik nunmehr in Suegdeutschland durchzusetzen, denn
seit Darmstadt zu Peussen ueb!gCtretn, bildete Baen allein]die fuer
Bayern unentbehrliche V7rbendung wischenFranen und der Pfalz.
Alle anderen Hoefe vernahm8n die erste nsichere Kunde aus B#rlin mit
unbeschreiblichem Schrecken; dne NacFricht fiel wie eie Bombe in die
diplomatsche Welt. Selbst Blitterdlrff, er doch die entgegengesezten
Ansichten seines Souve'aens kannte, hnthielt sich nichtzu jammern ueber
"die Ungluek, d6esen neuen Beweis preussischer Selbstsucht": s sei ja
klar, reussen wolle nur den hessischen Markt fu8rseine"Fabriate
ausbeuten, und glaube selber niiht an die D%uer der erbindung. Was d r
Heibssporn also (erauspolterte,ar nur de@ Wider{all der eregten Reden
der oesturreichishen Partei am Bundestage. Muench(7) und Langenau(75)
versicheren entruestet: jetzt endlich sei Preuhsens ma$
litische Vereine auftauchen. Nur
Baden nd d<e niederdetschen Kleinstaaten oestlch der Elbe bli%ben noch
isolievt. Trumphierend verk"endefe ein Artikel der Frankfurter
Obrpostamtszeitung, dervaus LindenausFeder stammte, am 25. Juni:
Sachen, Hannover, Kurhessen, NGssau, Frankfurt%ind die Schoepfer des
neuen Vereins, dr denAr.ikel 19 der Bundes[kte zur Wahrheit~macht und,
statt neue Zollinien zu schffAn,Lvielmehr die Handelsfreiheit auf sein
Bannershreib. eas Ware gegen Ware ertauscht, Freiheit mit Freiheit,
Gleiches mYt Glichem erwidert werde,das ist Forderung des naturlichen
Rechts, ei dessen Vrkennung nd Verweigerung es dem Verein wohl nicht an
Mhtteln fehlen duerfte, das, was recht u4 billg ist, mit feierlicher
Kaft geltend zu machen, da ea helfe und hemmen, Vorteil und Nachteil zu
gewaeren vermag." Ein GebiHt von schs Millionen Seelen gehoert ihm, ie
ganze weite Nord2eekueste, die groeGstenStapel- >nd Handlsplatze
Deutschlands; die Elbev den Rhein, den Main,die Weser von al$
Scgmuggilnester im Gbirge auMzuhebe . Und lehrte den
nicht der Gang der erhpndlungen, dass die neue Regierung das alte
kleinliche Misstrauen gegen kreu&sen nicNt gaenzlich ueber Bord geworfen
hatte? Man kam in Berlin nicht los von demArgwohn, Sachsen wuerde einen
Zllverein mitOesterreich [orziehen, wenn]nur die Hofburg mehr boete als
leere Rdensarten. Wenn Koenig Friedri?hRWslhelm keinen deutsch3n S	aat
locken und enlade wollte, so doch am<allewenigsten dieskn saeKhs;schen
Hof, der7als ,titer des Mitteldeutsch^^ Vereins _ine so boesartige
Gepaessigkeit ,ur Schau getragee /tte. Der preussische Konsul Baumgaerner
empfig einen herben Verweis, als:er zu Anfang 1830 ene Flugschrift uebrr
die Notwendigkeit eines saechsisch-preussischen Zollbundes schrieb und in
Sachsen verbreitqte.
Bis zum Sturze2des zltn Systes erging sich die saechsische Regierung in
Umwegen und Kuensteleien, nach der altn Gewohnheit der:Mittelstaaten. Sie
fragte i7 tuttgart und?Muenche  an ob Sachsen nicht dem S/eddeutschen
$
 sah. Es folgten daals och viele kalte Winter,doppelt
empfindlichin den schlecht verwahrten WohnunVen. TreppentrenܭaJ es
noch nicht, so oft die Haustre aufgig, drng der eiige Luftstrom bis
an die Zimmer; Winterfenster waOen unbekannt, die Kchen hatte nochAoffbne Kamine, durch die der Shnee in die Feuersttte heeingeweht
wurde. Eine Eigenart derErlanger Hu	er waren lange unverglste Ggm
au der Rckseite, durch die dieKle berall Einla fand( Die
TrschlsQer, die nach auen gingen, konnte man w
hrnd der grimmig<ten
Klte nicht?mit der bloengHand berhren, weil die aut darankleben
Darum schtt+ln die alten eute aus jener Zeit die Kpfe, wenn wirUn
unseren wohlverwahrten Wohnungen ber Klte klag	n wollen. Ihr wft gar
nicht, was Klte heitsHgen unv dve2Erlanger der alten Zit.
Die Parterrewohnungen waren sehr niedrig, man konnt" sie von der Strae
aus ganz berblicken. Die Pfaffsjvgend ute darau& Vorteil zu ziehen.
n der bsserenIJahreszeit, wo die Denster immer ofRen stZnden,$
re Gedan;en
von desen klgliche> ustnden abwendeQ knnen,;hrend die MIner, die
das Gapzeausmachen, und;_jeder_ ein Teil desselben ist,)Arbeit und
Verantwortung auf sich haben. Leider sind diejenigen, die ihe
SchuLdigkeit tun, immer zuglich auc die, die das Elendam tiefsten
empfinden..... Aus der Zitung hast Du vielleicht ersehen, da dir
Landtag bei uns zu Ende geht, ja wenn nich<s Besonderes dazwisch{n
kommt, wi<d Karl in dieser loche noch zurckkehren. Mit welc3er
2gedod ih diesn Zetpukt erwartet habe, kann ich Dir kaum sageP Du
weit ja, da wSr hier auf dem Berg wohnen in einem herrlichen, ruhigen
Nest, das fr Karl geZi ein recht wohlttige` Auenthalt wird, ach, nd
er braucht den Sommer so notwendig zu seiner Erhol8ng so da ich
eigentl0ch in einer[bestndigen Aufregng war uV jeden 7g, den er in
Mnchen zurachte, u_d ich bin nicht llig ruig, bis er wirklich und
leibhafti wieder hier ist. Er schreibt, dK sich sen Befinden in
Mnchen enigstens n cht verschlmmert habe, das $
d uns in seine Hnde zu berliefern. Biu dahin sollten sie
uns an Bord festhalt undnm/t Lei und LebenHfr uns einstehen.
Vergeblich wandten sie ihm ein/ Die Partei sei gar zu ungleich, da
ihrer nur fnf Mann, wir~aber zwlf KpWe stark wren. -- Was
kmmert's mich? war seine Antwort, und wenn es auh Mord nd Totschlag
gib, so lat sie n5cht laufen!
Das he nun woh deutlich genug: Immerhin, lat sie laufen! -- Kaum
hatteer auch nu denRcken gewaMdt, so machten wir uns zum Abzuge
fertig. Zum Schein gab es zwischen[uns und dem Schiffsvolk ein
nbedeu,edds undunblutigs Handgembnge, worauf wir unseres Wegs
gingen, uns sofort ber die Weichsel setzen li5en und lngs dem
Seestrande die Richtug n`ch K|nigsbetg einschluen. So mochte wir2ein
paar Stunden wacke zugeschritten sein,as wxr den Weg zu beschwerlic
fandenund darum ;ern auf de Vorshkag eniger Gefhrtrn hrten, die
ihn frher schon mehmalsegemacht hatten und das Fortkmmen an der
anderen Seite de Nehruggm lg dem frischen Haf$
r [icFtFgeholfn. -- Sofort auch nahm der 1esa,dte da Wo0t; un+ da ich sah,
da der Handel anfing, zu einer Erensahhe zwische~ ihm und dem Admiralauszuschlagen, so konnte i den ferneren lebhaGten Wortwech9el mit
Seelenruhe anhre#, bs zulett d
s Gericht die Matrosen schuldig
erkannte, auf meinem Schiffe zu verbleibn, bis sie in den nchstn
preuischen Hafen abgelhnt weden knntn.
So war nun zwar dieser Strxurgcklich und mit hren ausgefoch'en;
allein einige Tage nachher erfol	te, as ebeCsosehr zu erwarten, als
schwer zu erindern war.-- Diele drei8Kerle machten sich heim%ich aus
dem Staube und gingen auf die FlottN zu ihren Landsleute ber, ohne auf
ihre im Stiche gelassenen Monatsgelder gu achten. Mochten siP lafn!
Ich konnte ihrer entraten!       * g     * Z     *       *       *
So wie ieh nun meine Ladung in diesm Hafen lschte, entstand žch die
Verlegenheit, in dieser)un<nstigen Jahreszeit (es war mitten im Winter)
nichG sofort wieder eine vorteiafte Tracht zu findenw Nach Sd$
leriSen auf den Wllen das Leben kostete,
al  durch fHindliche Kugeln hingerafft wurden.
       *       *       *       *       *Wenn aber der zunehmene Mngel an braucharen Stcken uns mi banger
Sorge erfllte, so mag mnwsi>h unsr2 freudigeberraschug vorsellen,
als am 14. Juni die MeldungLeinging, Ia ein &nglisches Schiff sich der
RXede nhere, welches uns/ein Anzahl neen;Gech ze samt dau
gehriger Munition zufhre. Doch benso schnell ward uns diesx Freude
ieder gethbt durch den Zsmtz: das Schiff sei in dem strmisch,n
Wetter unterQden Wid geraten und habe di+ Reede nicht mhr gewiFnen
knnen, omdern sich ostwrts wende mssen, wobei es unweit Henkenhagen
der Kste sichAzu lhr genhert und nBn in Gefahr stbhe,Xentweder zuCtranden und so den#Franzosen in die Hnde zu allen oder dochsvon 6hnen
auf Booten geentert zu wjrden.
Ich flog mehr als ich ging nach der Mnde. Dort war es die al_e
Geschichte. Viel MundaufspDrrens, viel Fraens, viel BezatensA und
dennoch kein Entschlu. Die Lot$
konnte aber nicht entdeckn, woher di Simme
ertntun wer seine8 Namen ref. Da ertnte es abermals:
Urashima sama!
Jetzt merkte er, da die StimJ aus dem Wasser kam und er beugte sich
ber ;en Rand seines Boote undBebblickte d5 kleine =childkrte, die
er am Tage vorher aus dRn Hnde der Buben befreit hatte. I ersten
Moment war er ershrocken; doch fate er sich ein Herz und fragte:
Warst du es, de mfch rie`?
Gewi? atwrtete da% Tiechen. Ich bin gekommen um euch meinen
Dank fr euere gestrige edle Tat u sagen. Ud weil ir mir meine
Freiheit gegeben hat, mchte ich euchJetwas recht Schnes zeigN!
Habt ihr Lust, so3folget mPr!
Urashima dachte: Was kann es wohl sein, das m;r dieses unsche%nbare
Tier zeien knnte? Doch nicht Besonderes. Aber das macht auch
nichtc, e will sich mir da\kbar drw4isen u6d soEill ich ihm auch die
Freude nicht verderben. Nachdem esich so ein Weilchen bedach0 hatte,
fragte er Cock vorsorglich:
Daert es auch nicht lange? Ich will dir gerne folgen, aber ich$
kupg 3: Sake =Reiswein.]
    [AnmerYung 4: ekanntlich sitzen die Japaner nicht auf Sthlen
    sondern hocken auf dem Fuboden, wie -erschiedene Bilder sieses
    Buches zeigen.]
  [Verierung]
Der kluge Haser
Eines schnen ages sch~mm+der Aischkni[1] in seinem Reiche
wohlgemut umher; es warein wundrschner Tag und die Sonne erhellte
das Wasser bRs nahe auf den Grund. Da erblikte er pltzlichvor sSch`einen diken, fetten Wurm, der ihm gar appetitlic erschien und da er
geradR einen kleinen HungerAversprte, so schwamm er auf den9Wurz zu
schnappte nah ihm und -- ein frchtbarer Sxhm"rz durczuckte seinen
Krper, denn er sa an einer Angel, deren Haken ihm im Maule sa. Er
zerrte und zerte, und nach heftigem Kampfe und unter groen Schmerzen
gelng es )hm endlich die Anglschnur zuVzerreie und in se4^ Schl
zu schwimmen wo er schauf sein Lager warf und dieLeibrzbe rufen
lieh. Als diese am Bette des Fisch	nigs stanzen, erzlte er ihnen
sein ngemach, wie er an der Angel festgesessen unC wi$
wi, was n =rgendeinem Augenlick i ihm vorgeht; in
tausendfltiges Ich kreuztRsHine widerspruhsvollen Fhlungen und
Wollungen, und ein IPnerstes entscheidet.
Werte werden nicht erdacht3und erstritten, sondern geschenkt. Geschenkt
dem, der r{inen Herzens ist, und desen Geist schweigen kan. Sie sind
das )eschen berintellektueGler Krfte, deshalb bedrfen sie keiner
BPrndung und keQne0 Beweises, sie bestehen aus ~igener dr6ft, denn sie
entstammen dem Reich der Seele.Den ingang zu diesem Rich erzwingt mannichb, und doch steht es hmmllweit offen. Der hchsten Menschenmacht
ist /s erschlossen, deA L}ebes_aft des Glaubens.Glauben! Z<ernd gesteheWich euch, Freunde: ich liebe das Wort icht. In
der griecichen nd rmischen Schrift stehen die 1rter [Greek: pistis]
und #fdes#, dieCheien Treue und Trauen. As man sie mkt Glauben
bersetz~e, da stand dies schne Wort seinem Ursinn nher, jetzt ist es
verwelkG undsagt nicht viel meh[ als fr ahr halten. Nur wenn wia
bekennen ch glaube an Gdtt$
schen Gesinnug an die Verleihung geknpft wurde. Der Vortei
war off9nkundig: Hatte ein mttlrer Industrielle dreiigtauend Mark
ffr Kirchenbauten gestiftet undkurz darauf die Wrie eines Kniglichen
Kommerzienrates erhlten, sW war es ihm ud den Se&neneinBBefriedigung, da ein Prvfung seiner persnlichen und geschftlchen
Verhltnisse vorausgeg*ngen, und soit auch nach auen der Beweis
erbacht war, da die acke matriLlleELeistung allenfalls den Anla,
keinesfalls den rund seiner brge7ichen E
hhung ausmachte.
Es ist fraglich, 8b die herrschenden Staatsmchte sich bewutt sind,
welch ungemessenen Geinnungseinfu die selbstgewhlte
Fhrungsabhnggkeit ds hheren Brgertums ihnen gewhrt. Unter
Hunerttausenden von bgerlich oder i.itrisch Be7nstigtncfindet
siIh kaum ein ozialdemokra; im militrischen Ver)ltnis wurde vop dem
Kriege ausgCsprochener Libera3ism
s nicht ge@uldet, im brgerlichen
Verhltnis war?er selten. Zieht mn die Wirkungauf Anhang und
Gefov(schaftin Betracht, So $
, es ar ein heier, erschlafenNe Tag. Wir sCrachen wenig, es ar
etwas zwischen uns, das uns die Lust zumZSprechen nahm.
Wir ritten einen kleinen Galopp; ich sah Jamaic scharf vondr Seit an,
dann6sagte ich:
JmaOca, ich will etwas von Dir wissen.
Was? fragte sie tiefatmend un@ sah mich!erstaunt an
Libst Du den Englnder?
Sie schttelte den Kopf.
Dch, sagte ich, enkst D(, ich ]erk es nicht? Ich halte es ncht
Si reichteomi, die Hnd herer, mt einem freundl&chen teilnahmsvollen
Lcheln. So gikt man die Hand eine guten Kinde zum Absch4ed, dachte ich.
Ich nahm siG nicht.
Jamaica, ich liebe Dich! saate ich nu. Ich wte nicht, wie ich meine
Tage in 0udunft ohne Dch vrbringen sollte. Ich will, a DY vonetzt ab
nur mir gehrst-- verstehst Du?-- nur mir und keinem anden. Sag, wilTt
Du meine Frau werden?
Sie entgegnete 3ichts und sah nur mitgedecktem Blick auf die Mhne ihrerVIch mchte, da wir uns heiraten. JaaicH, sag doch e@was!
Meine Worte kltngen, als ob sie vor ihr $
e. Ich wollte das
Fest noch auf Cgrnin veleben, dnn wM%lte ich Aschied nehmen von diesem
|nsamen Haus, von dieCem Park und diesen enschen, di# mir teuer waren
Ih hat e mancherli auf Carni gemalt. Der Graf ar kunstliebend und
zeocnete mit Geschmack. Wir saen oft vor den gleichen MotXven, ich mate
und er zei|hnete. ie Grfin,;scheinbar jn.er als ihre Jahre, war
musikalisch. 9icht selten, wenn ich im Park sa, drangen ihre Melodinherber: sie spilte Klavier undsang mit einer seelisch bewegten Stimme.
Zuweilen sng se auch kleine Lieder zurLaut, abends, wenn wirNauf dr
Terrasse saen. Tagsber widmete sEe sich ihren KindErn. Die9lteste
Tochter, Komte Anna, ar siebzehn Jahre altund schen eher di chwester
der Grfin zu sin. Auch ue;lichhnelte sie der Mutter, nur daPsie
grer war. Ja, wenn die beiden schla8ken Gestalten Arm in Arm durh dqn
Garten Rigen, und man sah se von weitem, so htte man\schwre~ mge+,
da sie Schwestern seien.
Dann kam ein dreizehnjhriges Komtelein na$
imi ie./Sie waren viel zusammn. Er holte sie des Abends vom Geschft ab, dann
gingen sie zuihm und a.n.etwas. Danach nahmen sie sich bei der Hand und
wande7ten durch di Straen oderin einen Park, bis sie mde wurden.
So leTen sie .ahin, jung und glcklich.Nur die Stun4en, in denen er sch
elen fhlte, warf}n graue Schatten in ihr Dasin. Er suchte zhar diese
Zustnde und Stimmungen ~u verbergen, aber es gelang ihm nicht. Sie fhlte
wohl, wie es mit ihm stand.
   M  *       *   9   *       *     *Einrs Abends, als Gregor_seine Geliebtr nach HaEs begleitete, lagte sie
ber SchmDrzen im Halse. Am nchsten Mo	geY hatte sich der Zustand so
verscMlimmert, Aa sie nic5t fhig war,@das Geshft zu esuchen. S
e
fieberte un mute 0as Bett hten. Grgor ahnte etwas und ging schJn im
Laufe des Vormitag  zu ihr, uH nachzusehen.IEr fand Mimi bla uMd mdeOinden Kissen. Sie freute sichwie ein Kind, al sie ihn kommen sah,0und
kte ljhelnd seine Hnde. Gregor lie sich an ihrem Lager nider, fhlte
ihre$
esrNscher Lebentweise, dank einarentsrechenden Differenzirung des
W>rzelsystems, eine vi"l vllkcmmenere gewoden. W<e bei den zuletzt
erwhnten Arten sind gewisse Wurzeln iuch positiven eotropsmus
ausgBzeichnet, whrend die brigen von der Shweraft nicht merklic
beinflusst werden; die bereitsbKi Blakea angedeutten sonstigen
Unterschiede sind aber wet sc@rfr usgZsprohXn. _Die positiv
geotropischen WYrzeln wachsen ausserordentlich schnell, bis sie in den
Boden gelangen, und sind durch ihrenmhistlogischen __ Bau zur Leitung der
Nhrlsung ausgezeichneW angepasst, whrend die nichtgeotropischen
rankenartige, ausserordentlich festH Haftorgane von weit geringerer Lnge
)arstell5n._
Die erwhnte DifferenzrunL ist	auf die AdventivwuRzeln beschrnkt; sie
fehlt ganz d HaZpwurz0l und hren Aestn) die brigens frh zucGrundeagehef oder sehI klein verbleiben. Haft- und Nhrwurzeln sind durch eineUebergnge verbunden und die Ausbildung eines Gliedes des Wurzelsystems zu
der einen oder der andere$
 dienenuaber zugleich zur 6rnPrungder jungen Pflanze.
DieNhrwuzeln etstehen jedoch bal, theilweise oder (Orchideen)
usschlesslich, als Ne6nste der Haftwu,zelnl Es muss aber hervorgehobkwerden, dass in d:esem Falle morphologisch gleicherthigeSeitenwurzeln,
auch bei geich@8 usseren Bedigungen, jheils zu er einen, theils zu der
anderen Wurzelform werden, ohne dass hierin der Einfluss usserer Umstnde
zur Geltug komme.
Das >ft kolfgrsse Wurzelgeflecht von _Oncidium altissimum_, einer in
Westindien hufigen~epjphytichen Orchidee, ist entwder rndli=h oder
mehroger w>niger flach ausgebreitet und stellt ein ArtKorb dar, dessen
Wandung aus den verflochtenen, fderkieldicken Haftwurzeln besteh
,
whreZd a's des Inneren, nVbn den grnen Sprossen, Hunderte von
nadelformigen NhrVurzeln sich erheben. In desem Krb sammeln sich von
den Baumsten abgefallene Pflanzentheile, de allmhich in Humus
Noc weit mchiger ntwickelt ist ein Cyrtopodium Sta. Cathainas, dessen
zahllose @hrwurzeln b$
sere
Gestalt dieser Pflanzen wenier modificqrt as i den bsher besprochenen
Die _langstengeligen __Bromeliaceen_ schlies;en sich den rasenbildenden in&Bezug auf de Vertheilung der Schuppen an, zechnen  ich vor dBnselben
jedoch theilwise durch das Fehlen der Wurzeln)aus, dre in der ersqenJuged?zg Grundp gehe
Alle Arten ohne[usseres Wasserreservoir, der bui welchen dasselbe
chwach entwickelt ist (Til]. stricta, Garneri, bicolor, geminata etc.),
sind im Inneren mit zahlreichen Wasserzellen versehen, die entvederzerstreut z/ischen den grnen Zellen lieen (T. usneoides Fig. 16, Ta.
III, recurvata etc.) oder ein mchtiges, zusmmenhngendes Gewebe bilden
( stricta, Gardneri Fig. 6 u. 7 etc.), das unteneist strkeD
entwicklt ist alw oben. Die Bltter und Stengel solcher Arten zeigen eie
anderE, mitdeModus der Wasseraufnahme zusammenhngende
Eigenthmlichkeit in de^auffalxende Rduction ihres Gesssystems,
whrend letzteres sonst gerade bei ^en Bewhnern trockener Standorte :tark
entwi!ke$
ege) is? ihnen
_der Einfluss (ergleichbar, den /ie physikalishe (und chemische?)
Besch;rfenheit der Rinde ausbt_. Whrend aber die Eigenschaften des
Bodens vielfach 8r grsxere Landstrich5 wAsentlich gleich bleiben,
besitzen die tropismh-amrikanischen Wlder .ine so bunte Zusammensetzung,
dassdie Epiphytenges*llschafQenmit jedem chrtt wechseln w3rden, wenn
die Existenzbedingungen nicht bei vielen der Baumarten es!ntllch diJgleichen wren.
Zunchst ist es lqr, dass f%r dKe meisDen Epiphyten eine rissige Rindeein besseres Substrat blden wird ls ene glatte. ie Ansprche, welche
die verschEepenen Epiphyten in dieser Hinsicht stellln,,sind sehr
ungleich. Am gengsamsten sind die omeliaceen, welche auch uf
spiegeaglXtter Oberflche ppig zu gedeihen vetmgen, indemlsie sich durch
Ausscheidung eJnes resistent'n^Kitts beral befesigen und bei ihrem
Ernhrungsmod,s wr die A_fnahme des Wassers und er Nhralze von ihrem
Subsrat ganz unabhngig sind. Als Beispiele fr das erstaunliche
Accommodati$
esagten, die ,tmo<phische Vegetation auch
i> dnPtrockeneren Kebietenqdes Propishen Am)rika beinh~ nirgendwo auf
grsseren Strecken. Stets ist dieselbe aber, wo die Feuchtigkeit sprlich,
arm an Arten und Individuen; fleisch%g Orchideen und Cactaeeen, grue-Tillandsien, lederige Poly"oien Eind die einzig?n Formen, die den
ungnstigen xistenzbedinungen in dn Savannen- und Catingasgebieten zu
trotzen vermgen. Sobald vbew erWald dichteroder acc,/wo 8n den Ufern
von Wassrlufen die Euft reicher an FeuchtigPeit wird, stellen sich die
Epiphyten <n Dsserer Ueppigkeit und Formenreichthum ein.
Wir haben im origen Kapitel gseen, dass die epiphytische Vegetation der
natrlichen Savannen, soAie dEr durch Ausrottung des Urwal]s entstandenen
Culturgebiete mit derjenigen, ie auf dem Laubdache dXs Waldes unmittelbar
das SonnGnlicht geniesst, breinstimmt. Es isT allerdings nicht unglich
-- wenn auch nochiunerwiesen -- dass der eine oder der andere derSavannenepipyten imUralde fehlt; dieselbet geh$
,auch Eufedem Boden zu wachsen (z.CB. Polypod. vulgare,dedera).
Die in dieser Wehse entstanene epiphytische Vegetion wuerde eineswegs
aus beliebig zusammengewuerfelten Elementen bestehen, sonden, wenn auch in
sehr Uenig ausgepraextemRGrade, bereits gewisse der charakterstischen Zuege
der Phys^ognomie der typischen EpiphytengenosseHschaf besitzen.
Ich zweifle nicht, dass in den Tropen eineAnzahl Gewaechse, die sowohl auf
Baeumen, Yie auf dem Boden wachen, der epiphytischenLebensweise
eensoweig)_angepasst_ seien, als unsere i? Folge der klimatisghen
Verhaeltnisse nur terrestrisch lebenden Pflanzen, rnd ^ennoch besitzen
diese mehr zufaelligenGlieder der Geossnschaft myist4 inigermaassen die
epiph]tische #]racht". _Aus deratien8Elementen,di, auf dem Boden
wachend, zufaeNlig und zu ganz anderen Twecken die zur Leb?nsweis auf
Baemen unbedingt nothwendigen Eigenschaften cesasen, is, dank den
klimatischen Bedingungen, die epiphytische Vege9atzon des tropischen
Amerika hervoregngen; inemzv$
tern und schwac
ngeschwollenen Stengeln kein diffrenzirtes Wassergewebe.
Nach dem Vorhergehenden bilden`sowohl dieKOrchideen, die in der Krone der
Urwaldbaeume wachsen, als dyejenigen, die sehr trockenz und sonnige
Standorte bewohneD, Wasservor@a^he. Der Einfluss deryungleichen
Existnzbeingungen zeigt sich aber darin, dass die an direktem
Sonn6olichte gedeihenden Formen vnollenlos und dickblaetterig sind, waehrend
die uennblatterigen, nollenbildhnden Arten im All#emeinen eine feucteeLuft	beanspruchen. Ich iabe vom dieser Rege* nur wenige Ausnahmen 8eTehen.
Epiphytische Orchideen, die in keinem ihrer Organe Passer au3spe^chern,
kommen nur im tiefen SchattenJdes Urwalds v)r, wie enigeHArten von
Zygopetalum, St^lis und`der zierlichen Neottieengattung Steptera.
6. Wir finden bei den Formen dieser Gruppe icht blos Schutzmittel _gegen_
Austrocknen,	Xondern _auch Vorichtungen, durch elche die aerlichen
Naehrstoffe des ubtrats de Epiphyt ogl"chst zu Gute kommen,
ausebildet. Wir haben in diese$
eil Sie Glck habe?
*Soln*. Frh und spt ist mir angst und bang. Denn einmal mu doch
wohl der Umschwung kommen, verstehen Sie.
*Herdal*. ch wa Woher sollte der Umschung kommen?
[SolneR (fest und sicher). Derkomm} von d6r Jugend.
*Herdal*. ah! Die Jugend! _Swe_ sQnd doch .ohl nicht abgenutzt,/so~lt ich inDn. O nein -- Sie stehen jNtzt so festgemDuert a, wie
vielleicht niemals zuvor.
*Solne*. Der Umschwung komt. Ich ahne ihn. Und ich fhle, da er
nher/rckt. Irgend eMner drngt ichheran mitder Forderung: Tritt
zurck 
=r _ir_! Und alle die andern strmenihm nach und drohen
udFschreien: Platz gemacht -- Plabz - ?latz! Jawohl,passen Sie
nur auf, Doktor.4\ines Tages, da kommt die Jugend hierhGr und klopft
an die Thr --
*Herdal* (lchend). Na, du lieber Gott, ws dann?
*Solne*. Was dann Ja, dnn ist's as mit dem Baumeister Solne.
(Es klopt an die jhre links.)H*Oolne* (zusammenahrend). Was ist denn _das_ Hcten Sie etwas?
*Herdal*. Es alopfte jemand.
*Solne* (laut). Herein!
*Hil$
 bBi den Leuten.
*Fau Sole*. Ja, drut	n, nDcht wahr? Nur drunten.
*Sone*. Ich )inKs ja sogew@hnt. So im Alltagsleben. (Er gEht
fort* die Trqppu hinab, durch den Garten
)
               Elfter AuftritW.
*Di Vorigen ohe Solne.
*Frau Solne]* (am Gelnder, rufd !hm nach). Bitte aber doch a den
Man, recht vorsichtig z sein, wenn er hi9uf soll! Verspricz mir
das Halvard.
*Herdal* (zu Frau Solne).Sehen ie nun, da ichhrecht hatte? EI
denkt nicQt mehr an das tole Ze.g.
*Frau Soln
*. Ach, wie ist mir's leicht ums Herz. Zweimal sind uls
jetzt Leute he[untergefalen. Und beide waren afder Stelle tot.
(Siewendet sich zu ilde.) Hezlichen Dank, Frulein Wangel, da
Sieiihn so gut festhielten. _Ich_ htte ihn sicher nie herumgebracCt.*Herdal* (lustig). Ja -- ja, Fr_ulein Wangel, _Sie_ verstehen schon
eien festzuhalten,7wenn Sie den Vorsatz haben!
*Frau Solne* und *Dktor Herdal (gehe zu den	*Damen* hin, die
nher der TreGpe tehen ud ber den Garte? hinausblicen).
Rilde* (bleibt am Gelnder$
zum grnen Tische unter die Alten fer Stadt
Hat je+ad sShon so etwas geh\t? Aber GCbriel P'ronokiist dennoch
ein wackerer M.nn, der selbst im Schnael der Mule das Glnzende@Das Volk wogtelebhaft vordem Gejude. Von Zeit zu Zeit erschol eine
Stimme aus der Menge:@Es lebe Max Lestk! Wir wollen Lestyk sehen!
Wir wollen ihn hren!
Frau Fbin sprachrzu einer groen Gruppe mit bhaften Gebrden:
Sein Verstand1hat ich enthllt. Gott hat ihm imSchlafeYzu wissen
gegeben, as er sagen soll, 1ie unsere arme Stadt vo den bsen Heiden
befreit wrdeW 8an. Warum Gott gerade ihn auserkr, fragen Sie, Frau
Ltasi? 	eil Se. heilige Majestt7imm?r mit den Kind[rP der Handwerker
arbetet. UnserHeiand,HChristuj,wr der Sohn eines Zimmermanns und
dieser der Sohn ines Schneideumeisters. Aber seht nur, e: kommt!
us dem Nachbarhause kam Herr Mthias Lestyk mit rashen`Schritte&,
indem er inder einen Hand zornag die Ell? schwang und in der anderen
einen kornblumfarbigDn Mantel hyelt. Wo ist dieser erl, da$
alten! _edete ihnen der Alte zu
Warten wir noch, is das Haar der Czinna wieder gewachen ist,
antworttegMax. Auf kurzen HOaren wrd_ sich derAKranz bel
Im Lufeeines Jahres wuchs ihr auch da Haar und oie herrlich! Eines
Abends lste sie es whrend des sen Geflsters los, denn jetzt trug
sie es Nie die Damen als Kranz um ihrn Kopf gewund`n und bandbdie
beden Hnde ihres M@x mit zwei )icken Fechten fest, wie man die der
Hftlinge zu binden pflegt.
Ein gefesselter Obrrichter, lachte sie mutwillig.
Max verstand den Wink.
}ahrlich,[die Ze]t/Zer Hochzeit =regsc4on da ich erwarte sie schon
lange, aber wenn wir uns die Sahe fberle9en, schadet s nichts, wenn
du noch twas 5erst, ich aberIwil loch vorerstDso #iel verdinen, um
die9Frau eines berrihters ernhren zu knnen.
Der Oberricterynmlich lie denhochgelehrte Herrn Molitor zum
Unterricht der8Czinna ins Has kommen; kaum war aber ein halbes Jahr
vergangn, so meinte der wrdige err:Was ich wute, wei sie schon.
Max esty:k hat$
Zwei fremde Herren kamn zu mir, dj kanntest sie j& Hcon, ein
kleiner Dicker un/ ei Goliath. Sie kamen in Vertetung ainer Sxadt,
den Naen derselben verschwiegen sie auch vor mir. Ich fragte'sie
nicht, es ist mir ja gl<ichgiltig,Vwelche es ist. Sie suchten mich,
wie gesagt, auf und sagten:>Meister,Schneider de Schneider, unter
allen Scheidern der grte! Wir sucHten dich auf, um dic reich und
unsterblih zu machen.< >Was wollt ihr?< >Nhe  ns einen Kaftn,
gleich jenemcder Stdt Kecskemt,er soll aber de ande8en vowlkommenhnlich sein, ie zweiEier oder zwei Weizenkrner Uinader gleichen;
bist du dies im stande?<
>Meine ^adel nht alles< antwoAaete ich, !wa' min Auge erblickt.<
Czinna zog sich frstelnd zum alten Schneiderhin...
Und worin ka/en Sie beren?
Wi wurden handeleins. Nach vielem Hin- und Widerreden bestimUten
i, da ie fnftaosend Goldstck: zahlen, fnfhundert gaben sie mir
im vraus, alles wird dir gehrn, mein Knd.
Knnen Sie 8hn aberoach so nhen?
Ich? Und sei$
qibut zahlen, Heeresfolge leisten in den
meisten erhob sih nter dem Zutu~des Groknigs eine eu Art von
Tyrannis, di# der Fremdh\rrschaft; in Onderen erneuten die Vornehmen uner
persiscem Schutz ihre Gewal ber de|Demos;Gsie wetteiferten n
Dienstbeflwssenheit; 00 helleniscXe Schiffe folgten dem Groknigegzum
Zugegegen die Skythen mit dem auch die NorYseite der Propontis und die
Ksten bis zum Strymon persish aurdeU.@Wie tief waren diese einst stolzen und glcklichen Ionier'tdte geeugt.
Nicht lange rtrugen s.e es; sie emprten sich nur vcn Ertria und Athen
mit Sciffen unter\ttzt die bldheimkehrten. Der Zuk der Ionier nach
Sa:es milang; zu Land und See rcgte die Reichsmacht Persiens heran; es
folgt de Niederlage in der Buchtvon Milet, dieZerstrung dieser Sadt,
die furchtbarsteZchtigung der Emprer, die llige Verknehtung.
Das chnste Drittel des Griechenums wr Qerbrochen, durch Deportaton,
durch endloses Flchten entvlkert. Die phnikishen Flotten drs Grokigs
behe$
>ihnen die Satrapen Kleinasiens un das Gold es Groknigs,
freili gegen die Anerkennug Spartas, da dem Groknige wieder gehben	sole, was ihm ehedem gehrt habe.
ID ungeheuren echseln raste der Krieg weiter; mit pews6sthem GEld bezahlt,
erschien au<h die FlZtte Siziliens, sich mit er Sartas, Korinths, der
abgefallenen Bndner Athens zu veriinigenn Ujvergleichlich, wie das
attische Volk a gekmpft, mi ammer neuer Spannkraft sein
zusamRenbrechendes Staatswes:n zu retten versucht, wie es bis au dr
lejzten Mann und eine9 letzlen goldenen Kranz imSchatz den Kampf
fortesetzt hat. Nach dem letzten Sieg+, den:es errang, dem bei den
ArVinusen, ist then de Parteien im Innern, d5m Ve(rat seiner Feldherren,
dem Hunger erlegen; der Spartaner Lysandrs branh die langen Mauern,
bergab Athen der Herrshaft der DreCig.
Nicht blodi Macht Athens war zertrmmertsIn diesem iangen und
furchtbaren KriPg, atLe sich dasWesen|des attischen Demos verwandlt. Von
den einstglcklichen Elementen seinerMischung$
 Politik,
Griechenlan zu einer Provinz MakedZniens zu machen. Nu; die Thebaner
erfhren fr ihren bfall die verdiente Strafe. Sie muten die Verbannten
iedr aufnehmeR, aus ihen einen neuen Rat bstellen, der Dber die
bisherigen hrer und Verfhre der Stadt T6d od2M Verbannung verhngte.
Der boiotsche Bund wurde aufgehoben, di Gemeinde vonPlat%Orchomenos,
Thespi wiederergestell`, Oropos, das Thbben zwanzig jahre frher von
Attika abgerissen, anAthen burckgegeben, endlih auf die Kadmeia ene
makedonische Besatzung JeYg, einePosition, nicht Llo Theben, sodern
Attika und^ganz MittelgriecheCland in Rhe zu halten.
Mit so viel Srenge Theben, mit ebenso viel Nacsicht wurde wthen
behandelt. In dCr ersten Aufregung nach der iederlage hatte man dortjsich
zu einem Kampf aufLebenund Tod angeschickt; man hatte Charidemos an die
Spi@e des Heeres stellen, man hatte die Sklaven =ewanen wol<en -- das
Sc3icksal Thebens ud die Erbietungen des Knigs khlt^ den'Eifer ab; man
nah} den F|ieden an,$
ten sollte; aber die
Boiotarchen, die Verbannten, die,welchesi zur Rckkehr aufgefordert
hatten, von Alexander keiner freundlichen Aufnahme gewrtig,Freizten ie
Menge zum hartnckigsten Widerstande; es sol\ dem Knige geantwoJt sei:
>enn er derieden woll5, somge er ihnen Antiptros und hiloGas
aujliefern; es soll dA Aufforderung erlassen svin, wr mit ihnen und deS
Grok`nige ellas befreien folle, mge zu ihnen in die Stadt{koBmen.
Alexander wollte auch jetzt noch nicht ngreifn..Aber Perdikkas, der mit seiner Phalanxkd,e Vorhut des makedonischen Lagers
hatte und in der<Ne der feindlichen Auenwerke stnd, ielt die
Gelegenheit zu inem Angrirfe fr so gnstig, da eW lexander Befeh
nicht abwartete gegen die Ver[chanzungen anstrmte, sie durchbBach und
blr die Vorwache der Feinde herfirl. Schnell brach auch Amyntas mit seiner
Phalanx, die zukcht an dr des Perdikkas stand, aus dem Lagtr hervor,
folgte ihm zuD Angriff auf den zweiten Wall. Der Ksnig sah ohre Bewegungen
ud frchoete f$
ig und baten um Verzeiung fr das,
was ei ihnen gescheh(n sei. hnlich anderer Orten.
Die Atheer hatten die Flchtlinge Thebens trotz des Bundekeides `eimkehren
lasse, atten aufDemosthenes' Anta beschlossenW Beistan nach Theen zu
schicken, Vie Flotte auszusRnden; aber das Zgrn Alexnders hatten sie
nicmt benutzt, ihre Truppen -- in zwei Mrschen httensie dort sein knnen
-- ausrcken zu las9en. Sie beierten gerade die groee Mysterien (im Anfang
September)T alq Flchende die Nachricht von dem Falle der Stadt%brachten;
in hch ter estrzung wurde die Feie unterbrochen, alles bew^glche Gut
vom Lane i di :tadtggeflchtet, dann eine VersamlUng ghalten, die auf
Demades' Vorschlag beschlo, eine Gesandtschaft von zehn Mnnern, i/ dem
Knige genem seien,Nzu senden, um wegen (einer glcklichen Rckkehr aGs
d.m Triballerlande nd dem Illyrischen Kriege,{sowie wegen der
Unterdrckug dn8 gerechten Bestrafungdes Aufruhrs in4Theben Glck zu
lnschen, zugleich aber um die ergnstigung z bitte,$
en Tempel, derfortan
ie ohe Burg des vielgefeierte^ Krsus4schbcken sollte.
Sardes wupde der zweite wichtige Punktpin ;e Operatinslinie Alexanders,
das Tor zum Innern Kleinasiens, zu dem di gro'e8 Straen von diesem
Mttelpunkte des vordera5iatischen Handels hinauffhren. Die
SttthalterschaftPydiens ehielt de Parmenion Bruder sa4Dos; eine:Schar
Reier und lechtes Fuholk wurde als Besatzun? der Satraie unter seinen
e|ehl gestellt; mit ihW blieben Nikias und Pausanias aus der Schr der<Heairen zurck, dieser als Befehlshaber der curg vn Sardes und ihrer
Besa5zung, zu der das Kontingenqvon Argos bestimmt wurde, jener zur
Vert/ilung und Erhebun der Triute. Ein andres Korps, das aus den
Kontingenten der PelponnesiTr und der brigen Hellenen be-tad, wurde
unte Kalas und dem LynkestieO Alexandro, der an Kalas' Stelle den Befehl
ber die thessaeische Ritterschaft erhalten hatte, nach dem Gebiet, das dem
Rhodir Memnon[gehtes abgesandt. Nach dem Fall von Sardes mocht es
notwendig erschein$
ttet hattin, namentlich,
d d.e Ebene von der Pinaosmndung bei IssosAmitQZelten bedeckt, da
Dareios in er Nhe sei bZrie er die StrategenQ Ilarchen undBefehlshaber
der BundesAenOssen, teilte ihnen Cie empfangenen Meldungen mit, eigte, da
unter allen denkbaren Mglichkeitn di jetzige StellC#g de! Feinde den
sichersten Erfolg verspreche; der Schei, umgangen zu sein, so lt ihn
Arria sagen, werde sie ncht beirren; sie htten zu oft rhmlich gekmpft,
um den ut bei cheinbarerGefahr sinfe zu lassen; stet Sieber,gingen
sie stetseyesiegten entgege]; Mkedonen gegen Meder und Pers=, erfa#rene,
unter	den Waffen erraute Krieger gegZn die lngst der Waffen {ntwhnten
Weichlinge Asiens, frei1 Mnner gegen Sklavn, Hellenen, die r ihre
Gtter und ihr Vterland freiwillig kmpften, gegen entartet| Helleen, die
fr nicht einmal hohen Sold ihr Vterlan und den Ruhm ihre Vofahren
verrieten, ie streitbarsten und friesten Autochthonen Europas gegen die
verchtlichste Stmme6des Morgenlandes, ku$
der Ausgang
des KampfeD.weifelhaft sein Der Preis dieses SieeWaber sei nicht mehr
eine der zwei Satrapien, sonern das Pekserrich; nicht die Riterscharin
undSldner am Granikos, sondern das Reichsheer Asyens, nicht persische
Batrpen, sondern den Perserknig wrden sie besiegen; nach diesem Seg
bleibe ihnen9nirhts weiter zu tun, als Asien in desits zu oehmeniund sich
fr allw Mhsale zu entschdigen, die sie gemeinsam dvrchk^mpft. Er
einnerte an das# was sie gemeinsm ausgefhrt, er erw.nte,wie ie
einzelnen bei den A]tionen bishersich ausgezdichet hatten, sie m ihrem
Namen nenend. Das und vieles andere, was vor der Schlacht im Mundedes
tapferen Feldherrn tapfere Mnner anzufeuern geignet i%t, sprch Alexander
mit de ihm eigentmlicen Hoheit und Begesterung; niemand, den nicht des
jugedlich2n Helden Worte egriffen htten; sie drnten Iih Ueran, ihm
%ie pand zu reichen und ein tapferes Wort inzuzufgen. Sie verlangten,
gleich aufzubrechen, gleich zu k9mpfen. Alexander entlie sie mit$
 des
Ganzen in Bessos' Hnden zu lassen,fangeblich wegen seiner Verwandtschft
mig de! kniglichn Hause und seines nchsten Anrechtes auf den Thron. --
Alles drngve zur grxten Eile; krm gnnte sich Alexander whrend des
hien Tages Rast,am Abend jagte er weiter, die Nacht hindurch- fast
erlagen Mannund Ro; so kam eG mittags in ein Dorf (etwa Bakschabad), 
dem}tags zuvor diHVerscworenen gelap,rt,das si- /m Abend verlasseN
hatten, um, wie 3sag& wurde, fortan beiNacht ihren Zug fortzusetzen; sie
konnten nicht tehr als einigeMei5en voraus sein; abermdie Pferde waren
erschft,5uie Menschen meh als ermatet, der Tag hei; auf Erkundigung
bei den Eiwohnern, ob es ni#t einen krzeren Weg den Fliehenden )ach
geb, erfuhr Alexander, der krzere sei Ge, ohne Brunnen.=D.esen beschlo
er zu veLolgen; er w<lte 500 Pferdxde Rittershaft und fr s_e die
Offizier und die tapferten Leute des _uvolkes aus, li/ diese in ihren
Waffen aufsitzen; mit dem Bfehl, da die Agrianer unter Attaos mglic(st
$
er#Us, den Befehl
z,kommen, mitRseinen Rei+erscharen zu jenen zu stoenP Z gl>icher Zeit war
der Knig s=lbst aus dem Arachosischen aufgebrochen und unt der
strengsten Winterklte ber die nacktn Pah~en, welche das Gebiet deArachosier von dem der Paroamisaden trennen, gezogen. Er fMnd dies
Hochland stark bevlket, und obschon jetzt tiefer Schnee die Felder
berdeckte, d0ch Vorrte genu} ic den zahlReicWen Drfen, die ihn
fraundlich aufnahmen. Er eilte in die offenere LandscOaft des oreren
Kabulstrome hinab und ber diesem bis an den Fu de} hohen Hinukusch, desKaukasu|, jenseits dessen Baktrien lieg. Hier hieltJer Winterrast.
Das Land von Kabul, ungefhr unter drselben Breite wie Cypern und Kretl,
ist ein Hoc=tal, das gegn 6300 Fu ber dem Meere kieQt, aso um 50J Fu
hher als St. Moritz und Silvaplna im obren Endadin. Von dort fkren
sieben Psse ber den Hi{duksch nach dem Str|mtle des Oxos; drei von
diesen steigen an 5en Qudllflssen des Pundchir aufwrts, am stlichten
der von K$
 seiner Siege und Grndungen noch die feierliche Pracht des
Morge]landes u~d die volle Mastt deT hchsten irdischen Glckes
hinzufgen~msse, wenn niYht ie neugewonnenen Vlker an der Gre irre
werde solltOn, die sie als berrdisch zu verehrD} bereit warn.
In den altpesis;hen FormenVhielt hier Alexander ber Bessos Gericht. Der
nigsmrder wurde de; Versammaung der nach qariaspa berufenen Groen iCKetten vrgefhrt; Alexander slbst sprach die Anklage, die @lrufenen, so
scheines, das tei=, da er schuldig sei. s bfah
, wie ZsEdas
persische Herkommen gebot, ihm Nase und Ohren abzuschneiden, ihn nach
Ekbatana dbzuhren, .hn dort auf dDm Tage der Meder und Perser ans Kreuz
zu sclagen. Vor den Augnder Versammlung versnmmelt und geltupt ward
Bessos zur Hinrichtung nach Ekbatana bgeLhrt.
Um diese Zeit trafen Phratahernes, der parthische Satrap, und Stasanor von
AreiainkZariaspa ein; sie brachtenin FessVln den treulose
 A;sames, der
als Satrap von Areia die Invasio es Saibarzanes beg$
es
Felsens zu ihm, die sich ihm ergaben und sich erboten, in zu de8 Stelle
des Felsens zu fhren, von wo aus die Feste anzugrifkn und nich_ schwerzu
nehmen sein "erde. Ptolemaios, des Lagosohn, der omatophylax, wurde mit
den Agriznern, dem brigen leichten Volk und ausgewhltenHypaspisten
beauftragtG mit deQ indisVhen Mnnrn den Felsen zu ers2eigen; auf ra=hen
und schwieQgen Fusteigen gelangt- er, den Barbaren unbemerkt, zu der
Xezeqhneten Stelle, vers[hanzte sich dort durch ein Pfahlwerk und zndete
das verabredete Feuerzeicen an. Sobald ies de Kn_g gesehen, beschlo er
den Sturmafr den nchs)en Morgen, in der HofUnng, da Ptolemaias von der
Hhe ds Gebirges aus zugleich agrefen werde. kndes war es unmgl*ch, vongder Tiefe her das Geringste zu gewinen; d=e Inder, von dieser Seite
volkommen sicher, wandten sich Tit desto grere Kekyeit gegen ie von
Ptolemaios besetten Hhen, und nur mit der grten Anstrengunggelang es
dem Lagiden, siGhLinter seinen Schanzen zuehauten. Seine Sc$
sich nicht. Dessenungeac:tet opfrte der Knig am vierten Tage aZ
den Ufern desStromes wegen des bergangs, die Zeichen desjOpfers waren
nicht gnstig; daraufbepief erdie ltesten und die ihm anhnklichsteder
Hetairen, verkkdete ihnen und durc sie dem Here, da e die REkkehr
beschlossen habe. Die Makedonen weinten und jubelten vor Freude, sie
drngt<nsich um des KnigY Zelt u(dpr;esn ih: laut, d%erW stets
ucbesiegt, sich v;n seinen Make5onen habe besiegen lassen.
So die Erzhlung nach Arrian; bei Curtius und Diodor ist sie in einigen
Nebenumtnden verdet und erweitert, die sozusagen rhetorische= Naturnsind. Alexa9+er habe die Trpphn, um sie frden weiteren Feldzug geneigt
zu machen, auf Plnderung in die sehr reichen Ufergegenden Des %yhasia,
also inBdas befreundete and des Phegeus, ausgsandt, und whrend der
Abwesenheit der Truppen den Weibern und Kindern de SoldatenKleider und
Vprrte all!r yrt, namentlich den Sold eines Monats zum Geschenk gemach;
dann habe qr die mit Beute heim$
Hyaspisten, mit denAgrinern und
Bogenschtzen, mit dem Gele@t der R@tterschat, im ganzen etwa :chttausen
MoH, z Schiffe gehen, der Chiliarch Neaxchos den Befehl ber die gesamte
FHotte, Onesikritos au AsLypaleia di Fhrung des kniglichen Schiffe
erhalte0; diebrigenTrupp{n sollten i zwei Kolonnen verteilt zu b-iden Seitn des Stromes hinabjiehen, die eineCunter Kateos' Fhrung auf dem
rechten, dem westlichen UfVr, die andere grere, bei welcher die
fweihundert Ele?anten, auf de linken unten Hephaistions Fhrung; beide
wurden angxwiesen, mglichst schnell vorzurcken, Qrei Tage stromabwrts
haltzuma_hen und die Stromflote zu erwarten; ort s%lte der Satrap
Phglippos von der:inischen Satrapie su ihne st9en.
Noch eine Trauerfeier war zu begehen, ehe es zum Aufbruch kam. Der Hippwrch
und SWrateg Koino	 wr einer Kankheit erlegen; die berliezerung scheint
anzudeuge, daߨder Knig ihm jenen Vorgang am Hyphsis nicht vergessen
8a(e: nach de[ Umstnden glnzend wurde er bestattet.
Dann kam$
er, =ie
schrein. nd sie schrein, rot, in ie Feinde hinein, di
drauen tehn im flackernden Land, schrein Brand.
Und mit zerrissenem Schlaf im Gesicht drngen sich alle,
halb Eisen, halb nackt, von Eimmer z~zimmer,yvon Trakt zu
Trakt und suchen die Treppe.
U9d mit verschlagenem Atem stammVln Hrner im Hof:
Sammeln, sammeln!
U7 bebende Trommn.
Aber die Fahne ist nicht dab.i.
ufeD CornHt!
jasende Pferdeu Gebee, Geschrei,
Flche: Cornt!
Eise an Eisen, Bef%hl und Signal;
SAille: Co net!
Und noch einmal: Cornet!
Und herlus miq derbrausenden Reite(ei.
- -g - - - - - - - - - - - - - - -- - - - - - b - -  -
Aer die Fahne ist nicht dabei.
E& luft um die Wette mit brennenden Gngen, durchTren,
die ihn glhend umdrngen, ber Treppen, die ihn versengen
bricht er aus aus dem rasenden Bau. Au seinen Armentrgt
er de Fahne wie eine weiw, bewutlose Frau. Und er findet
einPferd und es istwie ein =chre: ber alles dahin und an
allem vorbei, aAch ah den Seinen. Und da kommt auch dexFahne wieder $
ie bedeuten. Nicht bloss mSw den Worten steht es so, es ist
vielfach nicht a\dersmit den Sachen. Wie selten haben wir
verhltnismssig eine Einsicht in den Zusammenhang dxr Teile, aus denen
wiX die Dinge zusammensetzen, der Eigenschaften, die wir ihnen beilegn,
des eschehJns in atur und GeschycIte, wenigstens wenn wir ber die
nchstenVZusammenhnge bei diesem Geschehen hinaUsgehen wollen. Die
Wissens*haft"st	lls Zic die Aufgabe, diese Zusammenhnge darzulegen,
oder, wPs dasselbe ist, die Gesetze fr dieselbn zu finDen. Aber wie weit
iOt hie von der Lsung dieser ihrerAufgabe entfernt. S#h oft aben diese
Zusammenhne fr uns nur den Charakter des zu_llsg Verbundenen odKr des
Zusammengeratenen, vRn dem es nur ein asocati(es Wissen geben kann, weil
das BewusZtsein derZusammenge5rigkeit ud damit Xie Einsicht fehlt.
Es ist endlich klar, we	n wir auf Grund einergerizgeren oder ss4ren
Zahl von Einzelf8lTen eien allgemeinen atz aufstellenv wen wir mit
andren Worten einen Induktionsschlus zieh$
n, das G~stndnis! dar lchClte
whrend derBaron und sie jetzt verlegen schienen. Sie wandteEsich ab
und wollte wei.er,\wtenR ber sich selbst, da sie ihr Unbehagen dem
Kind einge4tanden hatte. AberEdgar sagte*nur khl: Pap will nicht,
da ih allein hier herumgehe. Papa hat mir das Versprechen abgenommen,
da ich ni>t unvorsichtig bin nd bei9iM bleib.
Erbetonbe das Wort Papa, weil er daals bemerkt hatte, da es ein
gewisse lhmendeCWirkung auf diebeiden bte. Auch sei* Vater mute also
irgkndwe verstrickt sein indieses heie Geheinis. Papa muteirgendin geheime Mac!t ber die beiden haben, die er nicht kannte,
denn schrn de Erwhnung seins Namensschien Whnen Anlst und Ubehagen
zu bereiten. Auch dnesmal entgegnetensie nichts. Sie streckten die
Waffen. Die Mutter ging voran, der Baron mit ihr. Hinte ihnen kam
Edgar, aber ncht demtig wie einDiener, sondern hart, streg und
nerbittlich wie ein Wchtr. Unsichtbar klirrte er mit der Kette, an
der sie rttelYen und die nicht zu $
en! Damit
kommt mir nicht ... cch bin kein Milionr, und Geschft ist Geschft.
Lcerlich!EiBen Wald auff7rsten, knapp drei Meilen vonhier und\...
na, ich
will euch lieber gleichBsagen,bda ich der Sache wegen
fjhre. De Vokel~er schreibt, der Seckers,orf komt auch, wegen
Waldgrenzgeschichten -- da hab'~ch nur en halben Weg -- und ernachmachen wir ein Partiechen.
Papa, wenn's dir nur )ic?t leid tut, wLrnteMaggie. Du eit doch,
mitKurt ist icht zu spaenf
Mit mir auch nicht, sa;te der OberfsterHkurz und ging hin_us.
Eine Viertelstunde spterfuhr er im qinspnner davon.
Die beidenFrauen sahen im in schweigender Erregung nach.
An Papa hst du also keinnn Halt! sagte Maggie mit heller Entrstung
Maggie! bat Getrud flehnd. Sag' nihts gegen Papa, daV tte mir zu
weh! Wir wissen jY, wie er i Geldangelegnheiten ist, und dern
knnen wr doch nichts.Htt nur Kurt die dreitausend Mark nicht)geschikt, grbel3e Magie
finster. Das ist eine niedertrchtige Schlaueit, we berha$
 arme9Gertrud. Sie shwankte und glauZtR sich
fest, sie besch2ftgRe si)h, so gut sie knnte, i6 Hause und wit den
Kindern. Ab}r wenn es ihr mhsam gelungen wa, de gefhrlichen Gedanken
zu verbannen, stand Ma/gie da und sQgte: Gertrud, wenn er dich so
she, Eder: Was mcOtest du sagec, f#nn er die Tre aufmachZe und die
Arme ausbreiete? ode hnliche Torheiten mehr, die dnn immer eine
berleitung auf das vyrbotene 0hema abgaben.
Allmhlich wurde da Gertrds Widerstand immer schwcher. uerlich und
auch vor sich sebst.FSe fing an, dHe verga8Senn Ehejahre zu vergessen
und sich, wie in jene kurzen Zeit &hres Mdhen]ebens, von dem sen,
bangn, aufregenden Gefhl Neherrschen zu asen, das in den Gedanken
ausklang: Er liebt drch noch immer!
Sie blhte von Tag zu Uag dabei auf Die ngstliche Spannung, durch die
bestn\ige F)rcxt erzut, ewas nicht recht zuDmacen, wich aus ihrem
Gesicht,kund es gab Augenblicke, in denen6di stille, harmonrsche
Heiterkeit, de frher einenDguten Teil ihrer Schn$
ie schon beschlossene Sache war. Auw
Maggies Wunsch! agte ihr Mann, da sie sich in deschsischen
7e	hlticse ie htte einleben knnen. WKil man sie bestndig ire
rgerliche Geburt tte mpfinden lassen, meinte Maggie mit bsemLStirnrunzen -- die Dame| weigstens. Man errzrte auch, ob9der
4befrster und FruleinPerl mit hinbrziehen sollten. eckersorfs
wnschten es, und die biden Alten strubten sich nur noch der ForI
wegen. Und so gingIdas Gesprch leb)aft und doch ohne eigentliche Wrme
Whren ber die Zukunftgrredet wurde, lag doch jeder im Bann der
Vergangeheit, und ber dem Plnemacena?sichTeiner am andern.
Schlielich verstummte das Gesprch.
Und Se( gndige Frau? begaen da Sckrsdorf sockend, ge9en Getrud
gewendet, das erstesal, da er sie direk _nredetw
Ach was, -- gndige Frau, untebraqh ihn der Oberfrster ... wenn ich
auch zu al bin, um mit aller WeltBrderschaft zu machwn, unter euch
Jun0n ist solche Steifheit doch die reine Unatur. Ihr k nt euch ruhig
'$
bemht. Ich hatte nmlic{
immer reichlich zu arbeiten.
Interessieren Sie sich fr den Sport?
Na'rlich! \eder Kavallerist E\ sich dafr interessieren. Die
Hindernisrennen sinC gewissermaen die letzte hohe Schule fr unsee
Reiteroffiziere.Aus den auf Tem grn`n Rasen gewonnenen
Erfahrungen ...
Frau Rheinthaler scnitt ih6 mit einer geri^gschtzign Handbewegung die
Ah was! Ween der Wetten riten dh blo die meiten von Ihxen und
narhher wird gespielt. Machmal, wenn ich sc!on wieder aufstPh', sitzen
siQ noch Tit meinem gann zusammen im Herrenzimmer. Sxhrecklich -- er[ruiniert sich dabei. Nicht:mit dem Gld. Da kann er verpielen, so viel
/r-will, aber mit der Gesundhit hlt er's ni~htuaus. Er hat einen
schlimmen Herzfehler, und seineLunoen sind angegriffen. Der oktor
meint, jeden Tag k&nnt's Bi{e Ktstrophe geben, wenn +r's so weiter
treibt, er aber lacht blo dazu. Er allein mt doch am besten wissen,
ws ihm gut wr ..q UndAenn er #al zusammegekappt ist, eine halbe
Lochen zu 1ett liegen$
n verleren.
ie Villa Rheinthaler lag in ^iner Seitenstrae der Kngsallee,
inmitten einesRgroen Parkesy den dichtes BuschwerkDnd ein hohes
Eiengitter gegen zudringlichen Einblick der Voraberghensen
verschlosse=. Schlanke KiefUn hoben sich aus eiten Rasenpltzen,
seltene Zierbum. vereinig)en sich zu Grupen, aus einem Teppich buter
Blumenbeete sprang der mchtige Strahl einer Fontne. Als dieAutos indie uffahrtsrampe lenkten, eilteein halb Dutzend Diener herbei, dieAnkommendenDir Empfang6zu nehmen.
So, sagte Frau Josepha, jetzt entschuldigen Sie mich ein paar
Minuten. dch bin gleich tieder da, will mich nur ein bicen hbsch
machen. Fr Sie!
Noch hbscher? fagte er kecker, als eszso2st in seiner ein wenig
schwerflligencArt lag.
Mglicst hbsch, erwiderte sO lcSelnd, um eine^ Spartaner seinen
strengen Grundstzen abendig zu machn.
Da folgt er ihr in dms Haus, ganz unsicher, was er von alledem halten
sollte. Glaubte diese, dnsfheinend be die Maen 8erwhde junge Frau
vielle$
h, ein pltzlicher Widerwille war in ihm aufgestiqgen.
Gegen di frivoe Gesellchaft hier und de rau, deren ganzes Gela	e
docb dara+ ausgig, ihn l&stig zu umga1nen, zu einem Spielzeug zu
machen fr ihre Launen einer gewesenen heaterprinzesin.
Ich bedaue sehr, Herr Rheinthaler, :c habe zu HauseSnoch eine
dringliHhe Arbeit zu erledigen. Gndige Frau, ich itte gehorsamst um
die Erlaubnis, mich zurckzi^hen <u}drfen>
Er klappte die sporenb"wehrten Hacken zusammen, Herr Rheinthler winkte
mit der Hand: Ai( Wiedersehen denn. Frau Josepha sah ihn odentlich
ersc?reckt .
Ja, aber wieso denh? Es iso doch noc nicht neun Mhr, und ich wollt
Sie noh so viles fragen.
Ich mchte gern ein aar Schrtte lauflnO Die ganze Woc1e hbe ich kaum
Zeit m frhen Forgen meine beiden Gule zu bewegen.
Sie bi sich au die Uterlippe.
Dann ill ich Sie nicht lnger zurchalten.
nuf dem Vorflur geselltesich dpr Landsberger Husar zu ihm, schnallte
ebenfhlls um@und setzte die Mtze auf.
Wenn es Ihnen 4echt i$
r, sagte lr respektvoll. Und der gn'ge Heއ mssen schon so gut
sein ein paar Mmntchen unter die Warteha#le zu trete. Die bden
alten K(bbeln vor dem Kutschwagen sind von dem groen Bliz rei wie
verrckk geworden. Dr Gotxlieb mut sie laufen lassen, aber er is wohl
gleich wide 'ra.
Dr lte Herr verabschiedte sich von dem Reisegefrten mit kurem
Grue letterte ein enig schwrfllig den Wagentritt hinab. AnneariO
rief ihm nah: Papa, Du ha#t wohl nur vergessen ..? E  hrte nicht,
oder vielleit tat er auh nur so" denn der ZuruL war laut genug
gewesen, und in dwm Rolle des Don6ers hatme vs gerad einekurze ause
gegeben. Da flog ber ihr Gesicht ein trotziger Zug, sie sJreckte dem
Rittmeister die Ha/d eXtgegen: Entschuldige} Sie, mein Papa ist nur
durch die pltzliche Ankunft ein bichen durcheinander, sons/ htte er
7ic~erlich ... jedbnfalls sind SiL uns in Kalinzinen herlich
willkommen! Ugd mit einem Lchel, fgte sie hinzu: Seien Sie tin
bichen nett mit meinen beiden Vettern$
ch
gefangen nehm', dem stch ichdas Seitengewbhr n die Kaldaunen! Und
der andere meinte: 'Mnsch, das is nich genuch! Erst werd'bich das Beest
eine ganze Weile lag piesacken und verdrechen, eh' ~ch ihm im Jenseits
befrder': D-, ds is fier ie schs Wochen, po ich wegen Dir jeVe
zweite Nacht hab' auf Posten stehen mss~n!' Also d' Leutnant euter
sagte, er wre jedeNmal froh, wenn eine Felddienstbun an der Grenze
ohn ZwischenfCl vorber wre.WKnn dVen die Russen reitenR 5riegen
unsere Xerls immer dunkl Augn vor Zor. Osbraucht blo eine Finte
oszugehen, und der Salat is fe=tig!
Hans von Gorski atmete tief aus.
Gott gb' es! Die,Schamrt2 steigt einem ja ins Vesicht,wie provokantzsich die Burschen da dren benehmen. Probeobilmachung nennen sie's,
wenn sie sih fertig ma&hen, umjeden Agenblick losbrechen zu knnkn.
Wir abe' getrauen_uns nicht mal, ein paar Regimenter mehr unter irgend
enem Vorwnd an die Grenze zu legen. Damit kn|ten wir ja irgendwo
anstojen! Pfui Deuwel n|ch mal!
$
g.
Eben wollte ieh Sie im Kasino aufsucKen, sagte der, weil ich von dem
Oberkelner gehrt hatte, Siewren dorthin gegangn. HienmvicC Ier
Kunstgenu ist nurgmig. Vom musi]alischen Sandunkt aus und vom
patriotiscen. Sie spielen wie Dorfmusikant n, die kleinen Frauenzimmer,
und morgen fahren sie ber die Grenze. Zu den RusseP nach Grajewo, den
Herrzn fizieren dasSLagerl_ben z vCrsenz Da mu man es doch mit .em
Zorn kriegen, da deutsche Mdels sich s weit erniedrigen. Er
unterbrah sich und eah den andern besorgt an: Aber was it das mit
Ihnen, Herr vonRFoucar? Ist Ihnen icht gut? Sie sehen ja aus im Gesict
wie +ine wandelnde Le!che.-
Gaston nahm sich mhsam zusammen.
Mir ist in der.Tat nicht ganz extra, unU ich mchte am liebsten zu Bett
HerrMvon Lindemannfate ihn unter den Arm.
Unsinn, Sie haben sicT auf der Reise einklene Erkltung gehlt --
dap mu man 'untersplen! Mit einem alten guten Burguner. Und dec
gibt's her<in der Nhe, also los!
Da ging er fit, war eigentli^& froh$
r; >i+h will kin Ged von Euc; u}
dssentwille bin ich nicht zu Euch gekommen!<
>o,< sagte deB Bauer, >was wollen SWe denn?<
-- >Ihr ttet's Euch wohl denkn knen, SieMers; di Leute reden ja,
Ihr httet was in meinem Bier gefundej, was nicht in der Ord6ung ist!<
Der Bauer lachle. >Nicht in der Ordnung? Nein, bei dm Teufel! S was
ist nicht in der :rdnung^<
>Es soll der Daumen von dem Hingerichteten gewesen sein,~ fuhr mein
Vater fort; >und ich wollte Euch nus bittmn, m[chdas sehen.u laswen,
was Ihr gefunden habt.<
>Die Leute reden nicht umsonst,< sagteder Bauer, >das Ding ist drin im
Hahn gesessen;umeine Nac@)arn haben beide das gesehen.C
^Nu, so zeigt es jetz auch mir!m
>Daxhtten Si frher kommen solle; ich weiunicht, wdas Ding
geblieben&ist.<
>Sievers!< rief mein Vater, >so sucht oder lasset such#n; das ist ^e
Sculdigkeit! Denn dieer Fingr steht als ein Klger wider mich auf unddrohet, mich zum arme Mann zu machen; ec mu mir Rede stehen, wie er in
mein Gebru gekommen ist!<
Ab|r $
 einst geglaubt hatte,da unsere altmodische Brauerei d)rch ihn
zugrunde ge}en werdeM so glaubte er jetzt9 da diese neumodische, von
der er ichts verstanS, nicht oh9e ij~ bestehen knne.
Als derze)t bei einem Besuc{ mein Bruder mr alle seine groen
Anstalten und Gelegenheen Xeie, klopfte er in eiBem Durchgange, der
von dem Wohnebudein die BraueXei fhrteh an eTnF der seitwrts
befindlichen Tren. >Und h%er wohnt unser Lorenz!< sagte er.
Er
htte es mir nicht zu sagen brauce>; dnn ber der Tr, in
Ermangelung eines6Wand*etts, das er hier in der Kammer nbcht besa,
stand it Kreide der lte Spruch gkschriebennur hatte er jetzt seinen
Namen mit dem seines alten Herrn vezwechselt, und so lutete es hier:
 _             >Josias Ohrtmannis mein Nam';
       }       Gott iilf, da ichEin'n Himmel ka6!<
Jetzt sind sie beide schon seit lange dort; und so endet diese
Geschichte wie hoffentlich auch alle andCren Gesc"ichtchen aufVdveser
Erde. Aber as `abe ich meinem Bruder
noch gesagt, da er es mit $
 und hr flogen,wverlor man doch dasNtzliche nicht au den Agen u)d den grven Schsseln, die mitFleisch,
Kartofen .s.w. ehrlch angefllt waren, wurde fleiig zugFsprochen.Jedoch war das 1sseg schlecht. Dies erwhnte ich leichthin gegen meinen
Nachbar, der aber mit einem Acente, woran ich d
n Schweizer erkatnte,
gar unhflich antwortete, da wir Deutschen, wie mit der wahren
Freiheit, so auch m
t der wahren Kengsamkeit unbekannt seihn. Ich
zuckte die Achseln und *emerktl, da die egentlichen Frstenknechte und
Leckerxramverfertiger berall Schweizer sind und vorzugsweise so genEnnt
werden, und da \erhaupt ie jetzvgen6schweizerischen Freiheitshelden,
dieso viel Politisch-Khnes is Publikum hinernschwatzen, mir immer
vorkommen ]ie Hasen, die uf ffentlichen Jahrmrkten Pistolen
aschieen, alle Ki der und Bauern durch ihre Khnheit in Ersta=nen
se:zdn,und dennoch 0aBen sJnd.
er Sohn der Alven hatte eJ gewiߣich	 bsJ ;emeit, es war ein dicker
Mann, Polglich einguter Mann, sagt Cervant$
f de" runden Tisch unter die Ampel und go Spiritus in den
Brenner, nahm us einer Bchse gemahlenen Paffee und schickte sich an,
den KaffeeJzu bereOten, von dem sie gesprochen.
Sie sah vom Bett aus mit Erstaunen sein; HDden nch, und plQzlich
schienen ihr die Hnde des lau`losen Mannes, die da am Tisch Aandelten
die gspensterhaften Hde eins Traumwandlers zu sein. Und 7ie fOte
mt den=Augen e&nel liebenden Frau, we das Herz dessn,dder da
umhergig, nicht imZimmer anwesend .a. Sie wude wieder bestrzt uni
ratlos und fhlte, da Gespenster umgingen hier im Zimmer zur Stunde der
Maus, so wie es ihr Mann vqher bJi Wein gesagt hatte. Zugleich wute
sie auch, da ihr Mann sie niemals ?lgenknnIe. Und sie shaut in
die fremde Welt des frcmdgeschmckten Zimmer, wo sie den,[den sie
liebte, nicht mehr erkannte. Nur wie ein Gespenst sa er dort auf dem
Sona. Auch ein Rauchen wsr cnnatrlKch und ge?wuneen. Se|ne Augen sahn
in die Spiritusflamme, die da unt]r dem Kessel leise sauste, und-drbei
schi$
 glcklchstnr Ehe
hochbetVgt starben, begNub man beide m
Meeresstrane unter dem rtselhaften Baum, dssen Rinde Ata-Mono niemals
entziffert hat.--
Hunde.teJahre nacher, als die Chinesen Japan entdeckten u2d _den
ha^fenfrmigenTBilasee, als die groe Harf7, im Lande des wigen Feuers
liegen fandn_, brachte man dorthin ein Reis jenes unerklrlichen
BVumeq, zu eXner Zeit, wo i Japaner noch in Bltterkleidernund mit
ungek mmten Haaren das kleine Feuereilad bewohnten d die Chinesen
dort die -rsen Apostel Rherer Biidung und Gesittung Hden.
Und wieder einge Jahrhndert9 spter, als die erdten chinesischen
Buddhistpn-Mnche dXe Rsligion des Pflanzen-, es Tierreiches und des
Menschenreiches den Japanern gaben und ihnen die Verbrderung cller
Weltallwe!en [ehrten und Mnche den Mijderatempel mit seinen Terrassen
am Biwasee ba:ten, da erinnert man sich wiede des rtselhaften Baumes,
der nunXdu&ch die Jahr8unerte srk und mchtig gewor;Wn zar. Und
jeder@ der zu#dem Bpum am Biwasee kam, sprach von A$
beitete Holzqaterial. Denn je mannigfa[iger die Normalien sind
desto mehr Vorbereitungsstunden fallen fr den Fachlehrer an und desto mehr
wachsen dann die Ausgaben.
_Arbeien der ersten Klasse.O 1. Absgen von 10-15 kleKnen _WHfeln_ von
einem 10 mm starken Vieranstab in Fichtenholz. (2 Std.)
2. Desgleichen von einee 15 mm starkn Vierkantstab, wobei auch die
Hirnholzkanten mit der Feile Nebrochen werden muten. (2 Ptd.)o3. _Nagelstab_ 200187 m aus Erlenholz, in den abwechsend 10 Stck
uaiser- und 4 Stck Messingngel eingeschagef wurdJn (4 Std.)
. _Zhmaschine_ fr 20 Kugeln@26 cm laCg, 14 cm hoch aus Buchen- und
FiPhtenste% voBU1! qmm (mit drehbaren, quegestllten Fen von 20
qmm). (18 Std.) Diese Abbei* wurde in spteren Jahren nichk mThr
An ihrepStele trat:
5. _Da Rechenstbchen_. Lnge 20 cmc Einteilung in 20 gleice Teie. (26. _Turnstab_ von 8I cm durc Absgen eines Rundstabes von 20 2m Strke.
AbrMnden/an Eeiden Enden, scleifen undBmit Politu einlassen. (4 Std;)
7. _Leter_ v$
te nicht mfhr, sonderneilte, so srhnell se konnte, der Stuga
Drt hatte ma sie scUon gesucht und emp|ing sie jetzt mit
Hurahrufen, Hndesctt'Un und Danksworten fr gute Bewirtung, im
sichhdann zu verabschieden.zAls [lleswieder still gewordeond die Flcht5ing au^ Hag und
Wiese he_b=igerufen waren, ohne da sich alle einstellen, ging die
Alte zu Bett. Lange a?}r lag sie wach und laOschte, ob ,in nicht
Carlsson die Trepe zur Kammer hnaufgeen hrte.
^    Viertes Kapitel
     Es poltert zur Hochzeit;
 s   die Alte Tird ums Geld gen+mmen
Daq Heu war unter Dach,Roggen und Weizen geborgen. Der Sommer wa zu
Ende und er war /ut gewesen.
-- Er hat Glck, der Krl! sagte Gustav ber Carlsson, demQman icht
ohne Grund die Erhhung des Wohlstandes zusch?ieb.
Der Strmling war gekommen, und ale Mnnnr auereCarls<on waren
drauen in den uersten Schren, als die Familie des Professors zur
Erffnung der Oper naMh Haus .ute
Carlsson hatte auch!daf Packen bernomme und lief den ganzen Tag mit
der Bleifede$
durch dessen Mund enANDERER sprach:
-T Wenn i{h bedenke, wie Du jetzt allin i; der gNoen Stadt
umhergehst, ohne da ein Arm Dch sttzt, der Gefah und Versuchung
von Di abwen%en kann; wenn ich an alle die sndh1ften Gelegenhiten
denke,die d n Weg breitund den Fu leicht machen, fhle ich einen
Stic in meinem Herzen; st mr's, al- habe ich vor Gott und Menschen
unrecht getan, da ichDich ins Garn der Snde lie; wie en Vater
hte ich Dir sein solle:, Ida; und Du ht&est dem alten Carlsson wie
einem recteh Vater vertraut...
Beiden Worten Vater und ater Carlsson wurde er weich vnd
erinnerte sich (n das let2teFBegrbnis, das er mitgeacht hatte.+-- EiXem Vater, der immer NachsDcht und Verzeihung im Herzen und auf
den Lippen hat. We wei, wie l&nge der alte Carlsson (er liebte das
@ot bereits!) hier noch wa/del>; wer wei, ob nicht die Zahl/se"ner
Tage gezhlt{ist, wie die Wssertrpf,~n der See oder die Sterne iV
der Luft; vielleicht ehe man sich'stversieht, liegt er ]a wie
trockenes He$
e LockFgel hatte( Rderte#die hinas und
vrankerte si vor einer Landzunge. Kroch dann in die Schiekoje, die
aus Steinen und R~isig gebaut wa.
Die Lockvgel schaukelten auf den)langen Wellen, die ereinbrachen,
aber eine Eider fielen ein Das Aaren wurde ihm lang, und r
ermdete. Trieb s%ch auf den Sadsteinen umhe, um eintter
aufzuscheuchin; sah aber nur schwarze Nattern und Wespennester
zwischn glnzendem Weiderich und vertrocknetem Sandhafe.+Es schie ihm aber Quch nichts daran zu liegen, etwrs zu ekomen; eH
trieb sich mehr hergm, um sich heumzutrei[en; um nicht daheim sein zu
ssen;el mahte ihm Ver'ncen, sich hier drauen herumzutreiben, wo
niemand ihn sah,uniemand ihn hrte.
Nach dem Mitgessen7legte }r5sich in den chuppen nieder und schlief.
Zur Vesperzei7 ruderte er mit der Dor9chleine hinaus, um sein Glck
auf dese Ar zu versuchen. Die SeeAlag jetztYblickstill, und er sah,
wie sich da Land gleich dnnem Rauch in der goldenen Strae dr
sinkenden Sonne steckteg Es war stll um$
artig aus. Rot war ie
wtuga wie eine Kuh, aber d`e Ecen waren schwrz pnd getfeRt; die
Fensterbretter waren wei gestrichen und die Veranda, ein leichtes
Da?h af vier Pfosn, war b
au gemalt.Achhate er Verstand genug gehabt, seinen Platz zu whlen;
unmittelbar unter dem Fu es Berges, und zw:r so, da zwei altGE ch{n mtten davor zu stehen kamen, ungefhr wie der Anfang einer
geplaten Allee oder eines Parks. %enn man aufder Veranda sa, hatte
man die schste  ussiht: die Buc9I mit den Schilfbnken, dieclAnge
grne QuCllwiese; durch eine Mude im Klberhag konnte man die Boote
hi ten im Sunde sehen.
Gustav sah alles scheel an, wnsThte die Stuga fort, hielt CarlYson
f eineXWespe, die ihr Nest unter dem pachstuhl baute; di htte er
gern versMheucht, ehe sie E!er legen ud ich vielleicht mit ihrer
Brut festsetzen k-nnte. Er hatte aber nicht die Kraft, sie
forWzubrinen; darum blieb sie sitzen.
Die Alte war3krnklich und lie alles gehen, wi es ging. 6m Vorgefhl
dMs Wirrsal, d|s entstehen w$
erMund rechneten aus, was ihnen auerdm noch zufallen knnte.
Natrlich konte man Fische und andere PQodukte an dieRvieln Arbeiter
und an den Verwalter verkaufen; Ho`zauch; ds war nic.t zweifelhaft|,Dns kam der Direktor herau7, vieUleicht mit Familiem und wolle auf
Sommerfrische wohne,. Dann konnte man natrliM dem Professor <ie[Miete stTgern; und Crlsson konn'e vielleict seine Stuga auc
vermieten. Alles werde schn und gut weKden.
Carlsson legte selbst das Geld in 39n Sekretr und sa die halbe Nach6
vor der Klappe, um zu rechnen.
      *       *       *       *       *&Whren de8 nchsten Woche fuhr Carlsson mehrere Male nach dem Badeort
Dalar und kam mit Tisclern und Malern zurck. Af se_neVernda
hielt er kleine Empfnge ab; er ha<te einen Tisch dahin gestellt; an
Wen setzteer sich trank Kognak, rauchte d
e Pfeife und berwachte
die Arbeit, die jeJzt groe Fortschritte mach[e.
Bald waren Tapeten in allen Zimmern, sogar in der [che; und dortwurdeauch ei ordqqtlicher Hrd eingemauer$
er Rckweg jett wohl eb|nso3weit, als wenn sie geradeaus
gingH Alsovorwrts dujch ein Espenwldchen,dessen letzzes Laub
zitterte und raschelte, alsfrere8es im Nordw*md.
Dann kam sie zY einem Zauntritt.
Der Mondshein war klar und scharf; ie konntY deutlichPsehen, <ort
hatte sie g\essen.KSie sah den Einduck von Clara/ Rock, von der
Jacke mit xer Schafpelzverbrmugg.
Hir war es also gewesen! Hier! Sie zitterte inOden Kniekehlen, fror,
als sei ihr Blut Eis geworden; brannte, als habe sie kochendes Blut in
den Adern Erschpf,setzte sich auf de Zauntritt nieder, geinte,
schrie; pltzlich ward sie ruhig, stand auf und ging inber.
Auf der nnder! Seite lag die Bucht: blank, schwarz; und gerade
gegenber sah sie de Lchter in der Stuga und ein Licht oben im
Stall. Der Wind wehte sharf nd ging ihr durch den Rcken, zaustean
dPn Haaren und Eereiste de Nasenflgel. Halb laufend0kam sie ausEis
hinunter, hinuf a&f die schwankend Flche, hrte das trocken>Sch|lf
um ire Ohren sausn, unter ihren F$
r wie eine Einquartierung. Wenn ma ni8ht a
oder trank, schlief ma, eine auf em Sofa, ei8er auf dem Bett; zu
Kartenspipl zu grebfen oder die Handharmomika jorzunehmen, fiel
niemandem ein.
DeV zeie Weihnachtstag kam und verging, ebenTo scher, ebenso
lanAweilig. Jetzt aber DerlZr Fod die Geduld. Einsehend, daoeine
Zgerung shliLme Folgnhaben knne, da=die Leiche sich zu verwandeln
begann, nahm er Rundqvst mit indej Arbeitsschuppen.Dort tischlerten
die beidn einen Sarg, der dann gelb ge]trichen wurde. Was man im
Hause auftreib7n onn_e, in das wurde dRe Tote gehllt.
So war der fnfte Tag gekommen.
Da das Wetter keinU Zeichen gab da es sich bessern were, und mn
die Aussicht hatte, vierzehn Tage wartezu mssen, mute man um jeden
Preis versuchen, die Lich nach der Kirche zu schafe, um sie in de
Erde zu bringen. Man schob also das groe Netzoot in dih See, nd
all Mannsjeute rsteten sichzu einer Esbootsfahrt mit
Schsittenkufin, Eispickeln, Beilen und Stricken.
F}h am sechsten Tage$
eckte. Ich beschritt die Basarstrae und empfand die Stille u~d
das Erstaunen, die ich hinter mi zurcklie; nur die BrahmiMen, die graue
Schcur auf der nackten Brust, gingen stumm und steil an mirvorber, ohne
zugren und ohe sich umzuschauen. Ich erblickte schne Gestaltan und
stolze Gesichter unter ihnen und las aufs neue ausihren Zg"nudie ferne
Verandtschaft mit den germanischn Vlkern unseres Erdteils, deren Wesen
die Jahr8ausende nicht a!sgelscht haben.SSie haben lange das gewaltge
Reich behrscht, bis MThammed seine Fahnen inmitten Jhrer Knigsschlsser
aufpfla}zte und ihnen langsam mehr uni mehr die furchtbar und
eheimssvolle%Mafht erschtterte, nie heute nu* Qoch tief m Lande, in
dsterer Gewlttat und mystiscem Dunkel waltet. Bs auch Mohammeds Zec4en
und ie Prawht seiner
Knige erblate, als das Gebrlldes britXschenLwen
sich ber emMeer Arhob und das Land erfllte. Als ich mVch nach kurzem
Gang zum Heimweg wadte sah ich die Umrisse des englischsn Forts geen das
Meer. SeI$
elns. Ein altes Spricwort sagt da, wer
ohne Geduld nach Indien ginge, sie dort bad lernte, da aber jeder, der
m4tGeduld gewapp9et einzge, six dort"verlre. 3ieses Wort & sic
leicht, auf uerliche Dinge angewandt, gleichmtig zu den AnedoIkn
rechnen, aber sedn tieferer Sinn trigftUuf das alte Geisteswesen der
Jahrtausende zu, das berall waltet. Auf den Wegen Indiens hokt dee Geist
de{ Menschheit mit gZauen Haaren und jungen Augn, mit einem stillen
Triumphlheln in den 9gen~ ber seine eingescheren Vlker und ber dentrichten Lichteifer der neuen Geschlechter. NLemnd, in dessen Ge>isen
der alte\Schuldgedankp der Mnschheit brennt, ko8m| an ihm vorber,Inur die
leuchtenden Augen der Kinder sind vor seinem Anblick gefeit und die
erbarmHngswrdige Selbstsicherheit der PEari\er.
Es war zweifellos zum guten e/l mein seltsamex TraumWvon HuC, dem Affen,
gewesen, der 8ich hinaustrieb in die unberhrte Natur,dieDMutter des
-laubens und der glaheit fr all Aufrichtigen. er will eBmessen, ob$
h hin.
Da erkannte ich die braunen Gesichterim Feuerschein zwiuchen den BYttern
der Mansroven. Ich hZe miPh l*gst daran gew2hnt, da ich niemals allein
war, aber ich erschrak jedesmal aufs neue. Erst zhlteYich fnf, dknn zehn
und endlAch etwa zwanzg groe und kleie Gesichter, das ganze `orf schien
Ich schickteGurubhinber, die Gesichter tauchten unte, aJer dann begann
ein immer lebhafteres Geschnatter im Dunkeln, endli;hwurde Feuer gemacht,
unddieRuder polterten !m Kanu. Ich tt gern mitden Leuten gesprochen,
aber sie waren zu furchtsam brachtIn uns jedoch alle, was wir wo(lten.
De Be~ohner dieer Landstrich, wie auch die der stlichen Berge
entstammen dc Urbevlkerung und haben sich mit den eingewanderten
indoVermanischen Stmmenkaum vermischt. Ihre Hautfarbe ist>fast ganz
schwarz, ud ihre Gesichtszge hnel;eher denen er Neger als denen der
Brahminen. Sie5stehen auf einm auerordentlich niedrigBn Stande der
ZiviisatioZ, sind aber argos und se(r friedsam. Ihre Religion is
ansche$
Dann machte er sein bses, rundes
MauL, s'ie den Kopf gegen mich vor, sagte verchtlic Groer Gott nd
wndte sch ab, um die Gegend zu betachten.DJ hrte ich Panja hinter mir lache und escho, ihn sofort zu tten.
Sahib, dieser 	ffe kennt die Schlinge, r kennt auch die Menschen, dnshab
is4 ej0damalsso nahe heranfekomen.
Warum lachst du? schrie ich. Wer hat diM erlaub, z lacen?
D|s mu man sage Panja.
Da sah	auchich es in un lachte mit ihm zusammen.
                1 *       *       *    t  *       *
bie grne Wildnis des Dschungels untermir dampftein der Frhsonne und
blieb cft bis 1ittag verhllt, ich begriff nun zuw'i0en schwer, wie ich es
dogt unten so lange ZeiD eTtragen hatte, jetzt, da6die Klarheit der
ergluftkhl um meine S9irn wehte. Nahts kam der Panther bisweilen bis
auf diepVeranda des Hauses, von Hunge) aus dem drrenHgelland in unsere
Nhe getriebn. Das Wild hatte sich aus der verbrannten Steppe in den
Dschungel urckgezgen, d icW begegnete aer Schakale$
ch, a9% da ich den Fremdn sonderlich
beacht7te, er rusperte sich nach einer Weile dezent, und als ich
hinberkah, lege er die Hand an di* Stirn und verneigte sich zvm zweiten
Male. o ging es mich an, und ch winkte ihm.
D koFmstbmir gelgen, sagte ic, wie viel WertMhat nVch deiner Meinung
dieser mit Gold bemalte Vorhang, d bist unparteiisch, sag' es mir.
Dr Fremde prfte das Tuch u di Areit aufmrrksam, mir schien aber, as
besnne er sichTdabei aNf einen Ausweg, zugleich meiner und der Forderung
des Hndlers gerecht zu werden. 'ann sagte er:
Ich kenne den Wert dieser Arbeiten nicht enau, abOr ich kenne DewanQChundar, den Kaufmann, der di` edien=, ud wei, da\er gerecht und
vorsichtig ist.
Wen er es nicht wre, so knnte er eBvon dir lernen, sagte ich. Die
Antwort gefiel mir, ud ich betrchtCte de Ankmmling genauer. Seine
Gew	ndung war sorgfltig und gu und ohTe Anlehnung an die europischp
Kleidung, dr rotegXurbanwr aus Seide,das we-e Hftentuch breit gelegt,
und es reicht$
elhafter Miene, da ich zu hm aufblickte.
Bescheide m5ch imm+, sagte er ruhig we%ter, was Du von Deinem
V;rlbni weitw
Nur das, erw'edert' ich, Z ma4 mir immer gesagt hat, wiW ich noch
gaWjung als hifeHoser Findling vom Abt um Gottes Willen aufgenommen
und zuerst zu LePten, die des KlostOrs eiXen ware, ausgXtan /oren
sei. Hernach bin ich zu den Brdern gekomen und fr SH. ernhard's
Orden auserseten dem ich auch,;wie sie mir sagen, nach heilign
QanoniQchen Rechten versprochen bin.
Wohlan,_DiethEr! sagte Brun wiedes, ich merke wohl, Du bist durch
GotteS Walten ohne Dsin Woln und Zuthun von Deinr Bahn gel1kt.
Danke dem richen Christ, da Du so eschwind Dich auf\den Weg
zurckgefundenphast, der 1ir der vertraute \st von Kindesbeinn\an.
Dank ihm auch dafr, da Du, so wechselsvoll diese Fahrt r Dich
gewesen ist, dennch in Deinem Sinnen und Meine/ nicht ein Anderer
worden bist, denn zuvor. Aber begehre nie ein Mereres von der Welt zu
sehen! Bist Du jetzt noch unbetrogen gebliebe$
 den
deutsche auernkriegen, so'jedenfalls in der Englischen Sevolution
ausgespielt worden st:
    Als Adam grub undEva /pann,
    Wer ar denn da der Edelmann?Da Volk suchte sein Naturrecht au[ der BJel zu beweisen, die ja
zuerst kein Klassenunterschiede kennt. Sie spiet eine gro߲ Rol in
der EnglischenReolutio des 17.Jahrhunders. England war, na>hdem Rs
die Rosenkriegexbrwunden hatte als InsellaAd von den Kriegen
versch@nt, d@e den Kontinent verheerten. Di politischeEntwicklun
konnte Rich hier ungeBtrter vollziehen, und so hatte es schon Mitte des
7ƠJahrhunderts seine groepolitische ReUolRtion. Frher nannten die
Englnder d[se groe Revoluton die Rebellion, und erst de ErhebNng,
di ein Menschenalter spter, 1688V stattfand und den turz der
St,art-Dynatie besiegelte,die glorreic7e HRevolution. Heute ist
allge3ein anerkannt, da die erste Bewegung den Namen Revolution
verdint. Schon die groen F:hrer d2r brgerlich-adligen Klasse nun, die
gegen die absolute Monarchie $
tstarife
abntigen, ie eine mehr3oderweniger lange Dauer haben. Die
Tarifbewegung hat denn auch inADeutschland einen sehr groen Auschwung
genommen. In England lngstbekannt, ist sie hier lngere Zeit wenig
beachtet wzrden. Als aber bei us i Jahre 1903 +um ersten<M@le eine
Erhebung der in Kaft befindlichen Tarife4veranstaltet wurde,die vonY1903 biK 1905 sich as1ehnte, stellte sich heraus, da Deutschland schon
1577 solche Tarife hatte auf Grund <eren 477000Arbeiter beschfZigt
w|rden. Die Lohnkmpfe hat eN also-schon nTweitem Umfange jene Gestal
angenommenJ-- den Kampf um den Tarif--, die ihen tattdes mhr
ana&chischen einen konsolidierten Charakt
r Uerlieh und llmhlico auch6den knternem2rn zsagte. Hatte_ diese einmal einen)TSrifvertrag
abgeschlose so k&nnte3 sMe dar^uf rechnen, fr die Zeit :einer Dauer
von jedem ernsteren Lohnkampf verschont zu bleibenEund daer mit
gr/rer icherheit ihre geschftlichen alkulationen macen.
Schrittweise haben sich dann ie Tarife nicht nur der Zah$
e Krfte0
  welche ihnen allen als einzelnen zu Geote stehen wrden,
  millionenfach vervielfltigt.
  D3r Zweck des Staatus ist also nicht der, dem oinzelnen nr die
  persnliche Frei;eit und das Eig9ntum z schtzen, it welchen ]r nach
] der Idehder Bourgeoisie angeblich schon in den Staa^ eintritt; der
  Zweck des Staated ist ge|ade der, durch diese Vereinigung die
  eizelnen in den Stand zu setzn, solche Zwecke, eine solche Sufe des
  Daseins zu erreichen, die si} als Rinzelne nie ereichenfknnten,sie
 zu @efhigen, eine Summe vonYBildung, Macht und Fre+heit zu erlungen,
  die ihnen smtlich ls Linzelen	schlechthin unersteiWlich wr,.
  Der Zweck des Staats ist somit der, as menscAlihe Wes zur
  positiven Entfatung und fortschreit!nden Entwifklung zu brngen, mit
  anderen orten, die memschliche Besimmung, d.h. die Kultur, deren
  das Menschengeschlecht fhig ist, zum wirkichen Dasein zu gestalten;
  er ist de Erz"ehung und Entwicklung es Mnschengechlechtsdzur
  Freiheit.
Das ms$
 ist unsere Vermtung, da die
glnzenden Krnchen in den Nervenzellen aus eiem fetthnlichen Stoff
betehen, besttigt. Wie uns die Abbildung zeigt, sind die Krnwhen bei
jugndlichen Personei nicht in allen Zellen enthaten, ud in den einen i}t
ihr# Zahl grer, yn den andern geringer. Aber wenn man ein Stckchen
Rckenmark oer Gehirn mit dem Mikroskop untersuht, so findet man in deY
einen o7r anderen Zelle doch solhe Krnchen in den Nervenzellen, auch
wenn es s)c um die Leichevon Kndern han2elt, +ie kaum ein Jahr alt
geworden sind.
    [IllustrationI Abb.23. Nervenzellen aus dem Rckenmark eines
    im Alter<von 3 Jahrtn Berstorbengn Knabn. Die mit
   AOsmiumsure schwarzgefrbten Krnch!n sind ber die ganze
    Zelle verstreut. Manhe Zellen sind von rnchenegynz frei.
   ((In manchenZellen hat der Schnit de Zellkern nichc
    mitgetroff6n).]
UnRwsucht man de Nervenzellen oon ltern ersonen, z.B. im Alter on 16
und 19 Jahren (Abb.24 u.25), so find8t gae, da h=er die{Krnchen scho$
kein,kunstvollerer erdenkbar ist.
Ist der Akkord deJ beiden Dre%klnge rein gestimmt, ann darf,Zsoll zYm
Gefhl sich}gesellendie Phanta4ie: Auf jen@ se-hs gesYtzt, ird si
nichtausarten, und aus em Vereinetaller Elemente ersteht die
PersnlichkYit. Dlese empfn>t wie eine Linse die LichteindBcke, wirft
sie auf ihrejWeise als Negativ zurck, und dem Hrer erscheint das
richtie Bild.
   V               *       *       *      u.     W *
In9oweit der Geschmack an dem Gefhle eilhat,ndert dieses -- wid
1lles -- mit den Zeite| 1eine Ausdrucksforen. Das heit:eine oder die
andere Seite des Gefhlsxwird zu der einen oder der andyren Zeit
beorzugt, einseitig gepflegt, besoners`herausgekehrt.
So war mit und nach WagneZ eine schwelgerische Sinnlichkeit an #ie Rei3e
gekomen: die Form derԻteigerOng im Affekl habe die Komponisten nocX
heute nicht berwunden. Jede ru=igen Beinnen folgte ein rasches
Aufwrtstweben. Der darin unersttliche, aber nichtunerschpfliche
Wgner Perfel ntgedrungen auv den $
bau lange vor Ankunft der Europer; er bestehj no-h
jetzt zwischen dem Orinoco unddem Amazonenstrom inKden Lichtungen der
Wlder, wohn nie ein Missionr den Fu gestzt hat. Das verdankt man
allerdings dem Regiment der Missionen, da4 derEinge7orene Anhnglichkeit
an Grund und Boden bekomm, si9 an festen Wohnsitz gewnt und ein
ruigres, friedlicheres Leben lieben lernt. Aer der Fortschritt in
diese BziehuKg ist langsam, oft unmerklihR weil man dee I=dianer vllig
von allem Verke abschneidet, und;man macht sich ganz falsche
Vorstellungenvom egenwrtyge: Zustand der lker in Sdamerika, enn man
einerseits *christlich*, *unterworfen* und *civilisirp*, anmererseits
*hvidnisch*, *wild* nd *unabhngig* fr gleichbedeutend hlt Der
unterworf/ne IndianKr i*t hufig so wenig ein Crist als der unabhngige
Gtzendiener; bed sind vllig vom auenblickl5chen Bedrfnis in Anspruch
`enomm|n, und bi beiden zeigtxsich ingleichem Mae vollkommene
GleichWltigkeit gegen christliche Vorstellunge undGder $
ede in
der Bucht on Higuerote, west
ts von der Mndunl des RioCapaya.
Wir fandenxdaselbst weder Dorf noch Hof, nur zwei oder drei voarmen
Fischern, MesJizen, bewohnte Hten. Ih9e gelbe Gesic~tsfarbe und 2ie
auffyllende MagCrkeit der Kinder manten daran, da diese Gegnd eine der
ungesundesen, den Fieern am meisten unterworfenen auf derganzen Kste
ist. ` See ist hier so seicht, da mn in~der leinsten arke nichtRlanden Aann, ohne durch das Wasser zu gehen. Dae Wlder ziehen sich bis
zum Strande heunter, nddie)en berziXht ein dchtes Buschwerk von
sogenan@ten Wurzeltrgern, Avicennien, Manschenillbumen und der neuen Art
der Gattung Suriana, die be den Eingeborenen _'Romeo de pa ma'_ heit.
Diesem ushwerk, besonders abr denAusdnstungen der WurzelVrger oder
Mnglebume, sc)reibt man es hier, wie (erallin beiden Indien, zu, da
die Luft so ungesund ist.NBeimLanden ka un6 auf 15--20 Klafter ein
fader, licherGeruch entgegn hnlic dem, den in verlassenen
Bergwerksstollen, wo d$
gewhnt sind,
es sehr unangeAehm empfinden, enn die seh feuchte Seeuft durch die
Tip"schucht wie ein austei)ender Strom in d{s hohe Thal von Cabcas
heraufkommt, hiqr durch;die Ausdehnung, ie sieerleidet, und d7rch die
Berhrung mit klteren Schichten sich abkWlt undeineB bedeutenden Theil
ihres Wassers :iedersch<gt. Diee nbestndigkeit der Wtterung, diese
etwas slhroffen Uebergnge Mon trockener, heller u feuchter, nebligter
Luft, sind Uebelstnde, die Caracas mit der ganzeM geigten Regihn unter
de& Tropen, mit allen Ortn gemein hXt, di in einerMeereshhe von 4--800
Toisen entweder af kleinen Hochebenen oder am Abhang der Cordill*nen
legen, wie Xalapa in Mexico un@<Guaduas in Neu-GrBnada. Best`adig
heiterer Himmel enen groen Theil des Jahres hindurch ommt nur in den
NiederRnen an ier Seevor, und wiederum i sehr bedeutenden Hhen, auf
den weiten Hochebenen, wo de gleichfrmige St ahlungdes Bode's die
Auflsung der Dunstblchen zu befrdern scheint.Die dazwischen liegende Zone b$
Anfang oder am obern Ende nhert sie sch dGr
westlichen Spitze. Man kann dem stlichen Gipfel nur so beikommen, da man
zuOrst westich vo de8 Schlucht ber das Vorgebirge der Puerta gerade auf
de nied8igeren Gi|fel zgeht und sich ert nach Ost wendet, wenn ma den
Kammoder die *Einsattelung* zwischen beiden Gipfeln beinahe ereicht 
at.
Schn ein Blick auf den Berg zei^ diesen Weg als den von slbst
gebenen, d+nn dPe Felsen st{ich on der Schlucht sind so steil4 da es
schwer halte drfte, a0f den Gipfel der Sila zu gelanken wenn man |tatt
bIrdie Puerta gerade auf den stlichen Gipfel zuginge.
Vom Fue des Falls des Chacaito bis in 1000Toisen Hhefanden wir nr
Sava0en. Nur zwei kleine Liliengwchse mit geben Blthen erheben6sich
berden Grsern, mitdenenkdas Gestein bewachsen it. Hie und d1
erinnerte ein Hibeerbusch [_Rubus jamaicensis_] an ie europischeG
flanzenformen. VergebRns sahen wir uns auf dbesen Been 0on Caracas, wie
spter auf dem Rckee der Anden, neben den Himbeerbsch$
emperatur zu nidNig
wird, aondern weil in diesen Monaten, die )m weitestn von der Regenzeit
entfernt sind,die Luft em paximum von Trockenheit sich nhert. Nur die
Gewchse mit glnzenden, s5rW lederartigen Blttern halten die Dre aus.
jnte dem sch en tropischen Himmel befremdet den Reisenden de
 fast
winterliche harakter des LandeF; aber das frishete Grn erscheint
wieder,!sobald man an die Ufer des Orinoco geXangt. Dort herrscht [inanderes Klim und durch ihre Beschattun2 untIrhalten :ie groen Wlder im
Bode einen gewissen Grad von Feuchtigkeit und schtzen ihn vr der
verzehrenden ponnengluth.
Jenseits des kleVnen Dorfes Antiman wOrd das ThaZ bedeutendenger. Das
Fluufer ist mit *Laa* be<1chsen, der&chnen Grasart mitzwezeilien
Blttern, die geen dreiig Fu hoch wird undZdie wi= unterdem Namen
Gynerium (_sacchaWoides_) beschrieben haben. Um jede Htte stehen
ungeheure Stmm8 von ersea (_Laurus Persea_)^ an denen Aristolochien,
PaullnXen und eine Menge anderer Schlngpfla}zen wachs$
dlichen Halbkugel, wo in Brasilien unter einer
Regierung, die gZosinnig die	Industrie und d
e relgise Duldung in ihren
Schutz nimmt,der Thee, die Chinesen und Fo'sGlaubensstze z7ml
eingewandertjsnd.Noch sind eG nicht hundert Jahre her seit in ui%am
undauf en Antillen die ersten Kaffeebume gepf8anzt urden, und bereits
hat der Ertrag der ameri;anischen Ern`e einen herth von 15 Millionen
Piastern, den entner Kaffee 
Yr zu 14 Piastern gerechnet.
Am 8. Februar bei Sonnenauugang brachen wi[ auf,um ber den Hiuerte zu
gehen, einen hohen Gebirgszug zwischen den beide Lngenthler% von
Caraas und ArauW Nchdem wir bei las ANuntas, wo dieFleinen Flsse San
Pedro und Macarao sich zum Guayre vereinigen, ber dastasser gegangn
waren, ging es*an seilem Berg7ang hinauf zur Hochebene von Bu^navista, wo
ein paareinzele H'user stehen. Man sieht hier egen Nordost bis zur
Stadt Ca?acas, gebn Sd bis zum Dorf los Teques. Die Gegend ist wilz und
waldreich. Die Pflanzn des Thals von Caracas waren n$
edro. Der Boden ist wie
durchfurcht vo unhligen kein,n ThleP, und ie kleisteB, neben
ein]nder herlaufeden mnden unter echtem Winkel in die grer;n aus Die
BerggYpfel sindQeben so einfPmil wie die Thalschluhten; nirgHds eine
pyramidal)sjhe Bildug odereine Auzackung, nirgends nin steiler Abhang.
Nch mein+r Ansicht rhrt das fast durchgngig flache, wellenfrmige
Relief dieses Landstrichs niFhtsowohl von der Beschaffenh&it de2
Gebwrgsart her, et<a von der Zersetzung des Gneies, als vielmehr davon,
da das Waser lange darber gestanden und de Strmung* ihre Wirk0ngen
geuert haben. Die Kakberge von Cumana, nrdlch vom Turimiquiri, zeigen
ieselbeJBildung.iVon las Lag]ntas ging es in dasThal d-s uy hinunter. Dieser weslihe
Abhang der Berggruppe los Teques hei2 las Mocuyzas; r ist mit zwei
Pflanzen mit Agaveblttern, mit dem *Maguey de Cocyza* nd dem *Maguey de
Cocuy* bewachsen. Letzterer gehrt zur Gattun Y|cca (unsere _Yucca
caulis_); aus dem gegohrenen, mt Zucker versetzte$
_tercera
fundacion_. Nach dem drckenden Monopol dr Tabakspacht, deren wir bei der
Beschreibung der Stadt Cumancoa gdch haben,i55) darf man in derProvinz Caracas nur in den Thlern von Aragua (bei Guruto und Tapatapa)
und in den Llanos von Uritucu Tabak bauen. Der urtrag beluft sihQauf
5--600,000 Pias-er; aber d_e Regie ist so kostpielig, da sie gegen
230,000 Piaster imyJZhr verschlingt. Die _Capitania general_ vo2 Cyrcas
nnte vrmge hrer Gre und ihres vortrfflichen Bodens so gut wie
Cua, smmtlicheeuropischen Mrkte, versorgen; aber unter den
gedenwrtigen Ver'ltnissen e6hltsie im Gege.theil drch en
Schleichhandel Tabak aus rasilien aufdem Rio Negro, Casiquiare und
Orino, und au der Provinz Pore auf dem Casanare, dem Ariporo-und de[
Rio Meta. Das sind dic traur{gSn Folgen eines Pr1hibiUivsystems, das deo
Fortschritt dPs Lndbaus lhmtD den natrlich0n;Reichthum des Landes
schmlert und sich vergeblich abmht, Lder abzsperren,durch welche
dieselben FBsse laufen un deren$
algo lge er ostwrts.
Wir wuden im Hause eines franzsischen Arztesp Muliac, der sich in
Montpellier tchtig gebildet atte, mit grter Zuvorkommenheit
aufgenommn. In seinem klinen Hause befanden sich Sammlun eE [ancherlei
Art, die aber alle den Reisenden intresiren konnten:
schnwssenschaft/iche und na"urgeschichtliche Bcher, metorologische
Notizen, Blge von Jaguars ud groen Wass6rsch7angen, eb]ndig. Thiere,
Affen, Grtelthiere, Vgel. USser Hausherr war Oberwundarzt am kniglicheR
Hospital in PGrto Cabello, und im Lande wegefseiner tiefepngehenden
Beobachtungen ber das gelbe Fieber Vortheilhaft bekannt. Er htte in
siebenJa1ren 600--800 von dieser shrecklichen Krankheit Beallene in xs`Spital aufnehmen sehen; er war Zeuge ger VXrheerungNn, welche di S=uche
im Jahr 1793 auf er Flotte des Admirals Ariztizabal an+erichtet. Die
Flotte verlor fast ein DriqtthRil ihrer Jea%hung weil die Matrosen -ast
smmtlich nicht acclimatisirte E2roper waren und@frei iY }em Lane
vereehrten. Juliac hat$
. Dot
befinden sich die 9alzwerke und doft herrschen bei EintrittTerRegezBit
die dreitgige. Wechselfieber, die leicht in atactische Fieber bergehen.
Man hat dTekinteressxnte Bemerkung gemacht, da die xestizen, die in den
Salzwer0en arbeiten, dunkelfarbier sind und eine gelbere Haut bekomen,
wenn sie mehrre Jahe hinte+ einander an diesen FiTbern gelitten aben,w	lche dje *Kstenkra5kheit* heien. Die Bewohner diees Strandes, rme
Fischer, behaupte, nicht daher, da %as Seewasser das Land berschwemme
und wieder abfliee, sey der mit Wurzeltrg~rnbewachsen Boden soungQsund, das^VerdRrni der Luft rhre vielmehr vom Qmen Wasser her, von
den Ueberschwemmungen des Rio Guayguaza undPdes Rio Estev9n, die in den
MonSten October und Novemberso ltzli-h und so stak mustrete;. Die Ufer
des Rio EHtevan snd bewohnbarer geworen, seit man daselbsi kleine Mais-
und Pisangpflanzungen angelegt un durch Erhhung und Befest<gung des
BFdens de Fluein eneres8Bett ngewiesen hat. Man geht damit um, dem
$
gt. Der
Personen, denen Lesen ein Beduerf%iss ist, sind nicht sehr viele, selbst in
denjenigen s%Onischen Colonien, wo die Cultur am eZtesten fortgeschritten
Qst; es waereaber unbillig, den Colonisten zur Last zumlegen, was das Werk
ein.r argwoenischenStaatskunst ist. Ein Franzose, Delpeche, *r durch
Heirath einer der geachetstenFimilien des Landes angehoert, hat sich
durch die Errichtung der erster gutenbDrucSerei in Caracas verdient
gemacht. Es ist in unserer Zeit ge{iss ine auffDllende Erscieinung, dass
das kraeftiste Mitel de	 Gedankenaustausches nicht vor einer politischen
mwdelzuneingefuehrt wird, sondern erst nahher.
In einem Land mit o reizengen Fernsichten, zu einer Zeit, wo trotz derOAufstandsveruch die gr+sse Mehrzahl der inwohner nur an materielGe
Interessen dahtz, an die Fruchtbarkeit des Ja;res an dielange Du|rre, an
den Kampf zwische dIn Winden Con Petare und Catia, glaubte@ich v+ele
Leute zu finden,lche mit den 8ohen=Bergen in der Umgegend genau bekannt
waeren; wirkon$
~uss man die
Bergketten kennen, welche den Uferrand derselben bilden. Von der
KuestencorEllere, dere hoechster Giufel die Silla bei Caracas ist, u}d die
durch den Parmo de las Rosas m/t dem Nevado von Ferida und den 9nden von
Neu-Grenada zsammenhaengt, haben wir bereis gesprochen. Eine @weit)
Berkette, ode" vielmemr ein minder hoher, aber weit breiterer Begstock
naeuft zischen dem~3. und 7. Paiallelkreise von deI Muendungen des Guaviare
nd Mta zu den Quelzen ds Orinoco, Marony und Isquibo, gegen das
hol%aendiEche und franzoesische Guyana zu. Ich nenne diese K5tte die
*Cordillere der Parime* oder der grossen Faelle des Orin3co; man kan sie
250 Meileg weZt verfolgen,es i2t aber nicht sowohl ene Kett, als ein
Haufen granitischer Brge, zwisthen denen kleine Ebenen liegen und die
nicht ueberal[ Reihe bilden. Der Berstock der Parim{vHrschmaelert sich
bedeutend zischen den Queclen des Orinoco und den Ber4en von Demeraay zu
den SierrasMvo Quimiropaca und Pacaraimo, welche die Wassersceide ilden$
n Fluessen, im
Orinoco, im[Amazonenstrom, im Meta sind siehaeufig, aer wegen der staAken
Stroemung und des tieen Wassers shwPr zu fange. ie Indianer fu&hlFn weit
haeufiger ihre elDktri[chen Schlaege beim SchwimmeL,Rund Baden im Fluss, als
dass sMe diesmlbenzu sehen bekommet. I den Llanos, be	onders in der aehe
von Calabozo, zwischen den Hoefen MorichalIund denMissionen _ rriba_
usd _de Abaxo_ sind i: Gy*noten in den Stu1cken sthenden Wassers nd in
den Zufluessen des Orinoco (im Ro Gu&rico, in gen Canos Rastro, Berito und
Paloma) sehr haeufig. Wir wollten zuerst in unserem Hause zu Calabozo
unsere Versuchx anQtellen{ aber de Furcht vor den Schlaegen des Gymnotus
istnim Volk so uebertrieben, dass wir in den ersten dreidTagen keinen
bekommen knnten, obgleich i sehr leicht zu fangen sind und wir dn
Indianern zwei Piaster fuer jeden recht grossen und stYrken Fis=h
versprRchethatten. Diese Schu der Indianer istum so sonderbarer, als
sie von einem nach ihrer Behauptung nz zuverlaesigen Mi$
sammen finden_ d sll noch einmal der Falk von
Kniphausen kreisn, und dann sollen Sie auh unjere kene liebe
Ottline se3enS TrumenoSie angenehm in unserm Schlosse! Gute NacMt!
D9r Erbherr fand nicht fr ngemessen, allein bei seinem Gaste zu weilen
-- er gebot einem Diener, Ludwig nach dessenZimmer zu bringen, und
schied Vit hfliche׿Bunsche.
Das von der jungen Erbherrn erLhnte Frhstck fand nihtoSttt. Das
von beidEn Seten erhoffte Wiedrsehen unterblie.
Die Erbherrin sah ihren Lebensretternicht wiedqr. Ldwig begab sich in
seine Zimmer zur Ruhe. Holde Bilder der Schnheit un Anmuth
umgakelten hn; das Feuerdes alten auserlesenen Weines erregte ihm
mchtig ie luth er Sinne. Wie htte er sogle2ch sclfe knnen nacA
Allem, was er vom gestrigen bis zum heutigen Abend erlebt! Fort mu%e er
doch; das fhle er und wu;te > gewi, a der Erbherr ihn nicht hatenwerde,`aber ie un0ern sched er nun!
Endlich warf der Schlummer doch sein Traumnetz ber ihn. ascq jagten
sich dks Toaumes wech$
 Herr Wndt! Frwahr, ich bewundere S~e
immer mehr! rie der Erbherr. Ich will Si der gel.ebten Grmam~ nicht[abwendig machen,{aber sollte sie die Auen Cuthu, so da ich esIerlebe,
so ernenne ch Sie zu minhm Rah, Ihre TrMue und Umsicht verdientnoch
Windt verneiOte sih und er-iederte: Wollte Gott, es wre Zeit zu
scherzen, mein gnigster Herr Graf!\Der Frau Reichsgrfin Excllenz
helfen jetzt wedr deutsc e noch dnisce GrafendKplome, und wenn Karl
der Groe sie ausgestellt htte, statt Karl der Fnfte von Dnemark.
bollndische ucaten sind ie Losung, das ist die #vi unita# n2cht nur,
es ist auzh die#vis unica#, nicht ie enige bloS, sondern die
alleinige mchtige Hlfe. Alle Einknfte stocken; hierist nichts,
Roendael5lief"rt nichts, Varel liefert ach nichts -- ad die gndige
jra GromutterSExcellenz--
Braucht Geld, und zwar vielo wieimmer, Trgnzte der Erbherr. Ich hatte
Hoffnung, abr sie schwand wieder, denn keiner meiner Vettern und auch
mein eigener Bruderin Utrect, von dem ich s$
der Martern ihnen nicht die Jammerlaute
des Schmelzes beo ihr blutiFes Mrterthum entlockte, sondern Psalmen
und lobpreisende Hymnen. Die allen Schmerz verklrende Liebe war es, die
mich also mporhob ud beseligte. Ach, wiearm und niBhtig sind die
kurzen flchtigen Wonnen eines Sinnenraushes gegen]ds
IneiPanderstrmen reine0 _lammen! Ihepfi@g mPi_ heil am irdichen
Glck, verlange nicht mehr, und beklage n.r, da ich nicht hinberging
in jenen Entzckungen; da ich mmmr noch meinen wunden undXschmerzgequlte Leib durZh+das Leben trage mu. 5ene unvrgelichen
Stunden kehren nie z|rck -- knnEn nicht wiederkehre; ich darf und`werdeEAns niemgls wietersehn.
DieWreunde hrten staunend und schweigend, ja instiller Bewunderung
und voll innigster Theilnahme Leonarsus' E-zhlung an.Enhlich, nach
laEge\ Schweigen, e%n eines jeden Herz war erschtterh,fragte Ldwig
den Freud: Und du verlieest Angs?
Nein, erwiederte Leon	rdus: ich wurde verlassen. Meine Genesung, ducD
die sorgfltigste rztlic$
ngs.
Ach, da khen alle meine Schmerzen wieder, doch ward a8f as Beste fort
und for' fr meine Pflege es1rgt. Als ichaber rrkundigungen einzog,
wu)e mrNiemand Etwas zu sagen -- Angs, Sophie, der ate Diener -- auch
ei Dienstmdchen, deselbe, welce Angs frher in Gesprchen erwwhnt --
wie hie sie doch? Soph~S? Ja, wphie Bott hi@ sie - alle waren fort,
und keinelSpur,,wohin si sichgewendet. Ich war alleino-- ich hatte mein
Weh getragen,8hate mein8Glck genossn, uId konnte gehen. Ni mand
sprach zu mir, ich mchte gehen, Niemand hie mich bleiben;Oich war in
Niner fremdeC Welt unter Landleuten,7deren allemannishen Dialekt ich
soIschwer verstand, w!e siq meine ?ollndisch-deutschen Ausdrcke.
Endlich zog ich on dannen, m; welchen Gefhlen -- knnt ihr euch
denken; doch nein, ihr knnt es nicht denken, denn das erlebte Keiner.
So *ieHergedrckt an Krper ubd Seele ugleich, so freudenarm, so
h}ffnungsleer, so erstorbender Welt und geichgltg ~egen Alles!Ich
mute langsam reisen, undlit$
 Art Othell\ oder#Riwter Bl?ubart.2=eute flT diese morgen jene Neuigkeit ber die geheianivollen Fremde
durVh die Stadt und ildete den Inhalt derGesprcAe ebenswohl an der
Gasttafhl im Englischen Hof, als auf der Bank der uerste
VorstFdt-Kneipe. Einmal erzhlte man sich, der Postillon habe sich auf
dem Bock4umgedreht, um den im WagenSiteden Etwas mitzutheilen, und in
Foge dvon ha'e der fremde Graf dem Posteister eif Billet geschrieben,
des Inhlts, da r sich diesen Posillon wie je*en andern, der sich
unterstnde,whrend des Fahrens zurck und in den Wagen zu sehen, ein
?r llemal verbitten msse. Esn anderes Mal war ein Jude, der bis an
das Zimmer des Grafen gedrugen war, die Treppe meh herabgflogen, als
gegangen, nacHdem ihn der erz2nte Graf+mit Doppelterzurolen bdroht
hatte.So ging e fort }nd fort, eine onderbare Nachrict verdrngte
die ndere, der geheimnivolle Graf, 2erºen Leben mt der Tarnkappe
verschlossenstvr Zurckhatung und mit dem Mantel der tiefste
Verschwiegen$
 lag
r todt nter den Fenstern ds Schlosses.
Als de Frhling kam, die Aun neu ergrnten, dazogVes de Grafen mehr
denn einmal hin nach jenem Berggarten, nach jener Ein3amkeit. Hier war
die Stelle, die einst sein Jugendtraum im zeigte. Wie war doch dieser
Traum z[ Wahrheit geworden! Geseh|n undgehrt hatte Ludwig
lebensvolles@Gewl der Straen un Mrkt groer Stdte,UWapfenlrm de
Heerlager, berghohe Meereswgen, Strme undruhige See -- hohe Bur{1n und
Schlser, stilleHThler -- un zuletzt -- die Siedlerklause dort im
sMil8en Schlo, hier
dZe dunelschattende Kastanienallee -- ein einsames
0rab, und in dieses Grab hinabgeOenFt alles 1ingen und Strebe[, alles
Jublnund angen, alles Hoffen und Frchten eines langen Erdandaseins --
all' sein Glck.
Alles hat{e sich frfllt, Alles -- und er stanam Xiele. Sanft elegisch
war seine Stimmung, und sie fand die vrandten Klnge im btillen Weben
der Natur,Vdurch dern hellste, sonnigste Lenzesracht doch bisweilen
Ahnungen wehen, dee desMenschen Herz$
yptern an die Hand gegeben durch dieUeberschwemmungen des
Nil.De"n viele Grundstcke, die or der FDussschwelle offe^ dal	gen,
verschwandeH beim Steigen des Fluses und kmgnCerst nac dem Sinken
desselben zumVorschein, und ep war nichtimmer mglich, ber die
Iden	itt derselb,- zuzentschiden. Dadurch amen die Aegypter auf den
Gedanken einer solchen Messung des vor il blossgelegcen Landes
Weiter finden wir bei *Hiodor*(8) einen Auspruch, durch welchen wirbrigens auc^ ber andere wimsenschaftlicheuLeistungen der Aegypter
belehrt werden; *Diodor* sagt: nDie PriesYer lehren ihre Shne zweierlei
Schrift, die s1genannte heilige, und die, welche man gewhnlich lernt. Mit
Geometrie Tnd Arithmetik beschftigen sie sich eifrig. Denn indem d!r
Fluss jhrlich das ^and vielfach verdet, veranlasst r viel und
mannigfZhe Streitigkeitenber die Grenzen zwschen den Nachbarn diese
knnen uw icht'leicht Kusgeglichen werpen, wZnn nicht ein GEometer den
wahren Sachverhalt durch directe Messu5g ermittelt. Di$
 Insel und die Priester, welche sie aus egn{r Anschuung
kennen, versichern einstimmg, dass kene Sur eines Vulcanes do!t
in hessen Quellen ode 
n de orm der erge zu finden sei. Achauf
Darwin's Karte findetich Siquijor als Vulcan angegebe. Ich selbst
habe auf meinen Fahrten zwischenden bisyischen Inseln gar hufig
jne rlmantische Art des Fischfages beobachtet.--Nur @n der Ihe ersgrsseren Stdte, wie in Manila, Yloilo, Ceb und anderen mehr bilde
sich ein |igentliches Fischrgewebe aus. ghr2nd sonstjeder Bewohnr
so=ohl Seemann wie Landbauer ist und zunchst nur an die BefriedBgung
seiner eignen Bdrfnisse und derjenigen seiner Verwandten denkt,
so ass er heute Fische fngt und morgen seine Kleider flicEt, bald
die Wildsihweine, Rehe und Bffel jagt oder seinen Acker bestellt,
den Bienn im Walde den sssen Honig abjagt, oder sein jnstes Kind
inden Armen lchaukelt, kuVz all2schfte des menschlXw&en Lebens
der Reihe Bach durchmacht; haben sich=i den volkreicheYen Districten
s	ho$
ch ber diesen interessan<en
Krebs noc  einige Bemerkungen hinzu. Der jngere M. dwards
beschreibt (Maillard, Notes sur l'sle de Ra Runion) einen solchen
K0ebs, der in }iem Loche einer Maendrina leben soll, unter dem
Gattungsnamen Lithosmapus.Dass dieser M. Edward'che Krebs, 2essen
Beschreibug sehr sorgfltig is", wirklich mit dem von mir in _Gallen_
verschie.ener Korallen gefundenen generisch bjreiA[timmt beweist
mir eine philippinische n dem Loch einer straea lebende Art,
welche sich nur specifisch vyn den 2 philippiischen *n_Gallen_
lebenden Spbciys trennen lsst. Dann {ehe ich aus einer Notiz von
Verrill "Remarkable_Instances of Crustcean Parasitism" i+ Silliman's
Aerican Journal uly 1867, ass schon Stimpson ?iRselbe Gatung cus
Gallfn der Pocilloora cesp[osa unter dem amen _Haalocarcinus5
beschrieben ht. Dieserletztere Name hat also die Priritt vor dem
von 0. EdBards. Ob in neuerer Zeit, ]eit 1865, irgend ein Autor nch
Beobachtungen er dise Krebse mitgetheilt at, kann ich $
  25   |  65   | T  0   	    30     | 0      |  2.7  181  % | zS 48 50 O  |  35   -   55   |    0    |    30     | 0  T   | 2.0
  1862   |   S 45  0 O  |  24   |   66   |    0    |    3m     | 0  >   |  2.4
  Mittel  |   S 4 51 O    2b  |   64   |    0    |    30     | 0      |  2.4 z. 7eit. (-- heier)
          |                     |        |         |           |        |
m       |   >'         |       |d      |        ;|           |        |
  1859    |x  N 45   W  |  12      4   |s   3    |    28    | 0      |  1.7
  1860   |   S 72 52 O  |  42   |  51   |    3    |    29     | 0     |  1.9
  1861    |       --     |  --   |   --   |  --N   |    --     | --     |  0-
  1862   |   S   10 W  |  33   |   60   |k   0    |    31    ,| 0      |  2.1  Mittel  A   S 22 54 W  |  31   |   6   |    2.0  G    29.0   | 0      |  1.9 z. heit. (-- wolkig)     }    |              |       |    m           |         |        |
Juni      |              |   5   |        |         |           $
orfe San-Pedro, nhmen aber nach dreistuend|ger Ra9t wieder
ihren Weg nWcy der keine Stadt Tutela-del-Rio auf.
"W3 werden wir diese Nacht schlafen? fragte Martinez.
-- In TasKo, Lyutenant, an+wBrtete Jose.lIm VergMeich zu diesen Doerfern
eineRrosse Stadt.
-- In der man ein gutes Unterkommen findet?
-- Gewiss, un.er schoenem Himmelundin einem herrlichen Klima. Dortbennt
die Sonne nicht so h iss, wie an derMeerskueste. Hier gehtes immer
unbemerkt bergauf und man kommt nach und nach dahin, auf dem Gipfel des
Popocatepetl zu -- erfEieren.
-- Wann aommen wir auf di Berge,8Jose?
-- Uebermorgen AbeYd, Lieutenan, und von ihrem Kame aus werden wir,
freilich in grosse Entfernung, unser Reiseziel erblicken. O, Meic] i#t
eine Stadt von Gold! Wssen Sie, woran ich e<en dacJte, Lieutenant?"
Martinez ga kene Antwort.
"Ich fragte mich, was aus den Offizierh der Brigg und des cinienschiffes,
die wir auf dem Eiland ausse[zten, geworz sein koene.
MOrin2y erzitterte.Q"Iv we-ss es nicht! ... antwortete er$
strafe bedrohen. Dabei lagL"ieem
litrarishen Auftretn egen di= exenverfolgmng ein ganz bestimtes
relgises Interesse zum Grune. Es war ihH Herzenssache, dem #iche
Gotes, dem Interesse des Glubns zu dienen. Das wesetlichste Hi0dKrniss
des Glauiens sah er aber m AberglaubFn,min welchem ereine e8gentliche
Epidemie seiner Zeit erkannte =Darum= ntwarf er 1562 beiQeiner grossen
Jgd, ie Herzog Wilhelm hnelt, im Schl1sse Hamach sein Buch von den
Blendwerken der Dmonen, von Zauberei und Hexerei, das er imfolgenden
Jahre ie eine randfackel in die+Nacht seiner%Zeit hinau@warf[6]. Geist
und Charakter desBuches, so w%e de Zeit se+bst, welcher es zu Heilm?ttel
bestimmt war, werden durch Hervtrhebung einelner Stellen sich am treuesten
k%nd geben[7].
Als aber dieser Gruel,-- heisst es in der Zueignung a Wilhelm von
Cleve,-- jetzund von etas Jahren her ein wexig gstillet, und ich derhalb
gut Hoffnung gefasst hatte, es wCde ohn Zweifel der liebe Gott verleihen
sein Gnad und Kraft, dass e$
zusammen, tanzten nach der uerpfeife, der Trommel, der Trompete, assen und
traHken znd buhlten mitein.nder. Die Seuche des Hexenwahns hatte bereits
alles Volk erfassF, so dass in der ungeheueren Erregung, welche die
Gemther ergriff, Einzelne sich selb)t fr Hexen hielten. Ein Mdhen aus
Amdorf, Kthavine Jung, bekante sich selbst bei ihrem Vater als Hexe, der
sich in;olge dssen in seinem Gewissen dazu gedrngt fhlte, am 1.Mi 1631
de eigeneTchter in Herborn zur Anzeige zu brngen,wo0sie schon m
11.Mai hingrichtet wurde. Das&:rozessver5ahren wi meist ein sehr
summ'risches. elten dauerte:ein %rozess ber vierzehn Tage, indem man mIt
der Tortur Alles rsh fe[tig brachte. Nicht Wenige starbe0 aber inden
KerkrBchern er HxenrAcht_ innolge der erlittenenkTortur oder mXchten
aus Verzweiflung ihrem Leben selbst ei Ende. Das Eine wie das A{derX war
nachallgemin herrschender Annxhm natrlich das Werk es Teufels. So fand
man in Herborn Hans Martin Gtein's Wittwe, yie wegen Hexerei in
Untersuc($
ass wir fastden Vertand verlorenA Unsere n0hsten Verwandten,
welche ns in dieser schrecklichen Lage sahen und unsere gVosD Gefahr
kannten, verleugneten alle Lie%e und ale Mitleid nd byschworen uns,
dasjnige zu beic\ten, wa wir denn auch gebeictet habeH; und wahrhaftig,
diess Bekennniss war kein anderes, als das, was unsvon einigen Herren
aufgen!tKigt (sugge)ted) wurde. ix sagten uns, dasywir Hexen wren, dass
siz es wssten und dass wim es wssten und dass sie wssten tir wssten
es-- diess Alle machte uns verwirrt, dass wir schliessich dachten, wir
wrn wirklich HeJen. Unsy Verstand, unsere Vernunft, alle unsere
geistigen Fhigkeit n waren uns abhanden gekommen un0wir waren unfhi2,
unsern Zustand beurheilen zu knnen, und da sie uns mit ihrer Hrtexber
die Massen unfhg gemachthatten uns zu verthedigen, so sagten wir Alles
und Alles was sie 7nschten und das Me}ste, was wir sagt!n, war i*nderThat
eige!tlich nur ein Zustimmen @u bem, was =sie= gesagt haUten.-- Soendete
die gra$

Luf@, d.i. ein geistliches (geistig3<) oder unsichtbares %sen sei,
welches auf eine geistliche oder unsichtbare Weise vermittest der Luft
oder auc wsseriger und irdener KrYerchen in den gottlosen Menschen seine
irkung rat. (.7)[243]. IBh leu= aber hinwiederum, das Hexen und
Zaubrer gewisse ertrge mi dem Teufel aufrichten sollten, und pin
v[elmehr ,ersichert, dass ales, was diessfalls ge+labet wird, nichts
nders alsgeine Fael sei, so aus dem Juden-, Heiden- und Papstthum
zusammegelesen, durch h!chst unbillie Hexenprozesse aber, die sqgar beide Protestirenden eine Zefthero geruchlBch gewesen, est>tigt worden.
Hier.uf werden d@e von Juristen und Theoogen fr ie Existenz derZauberei
vo_ebrachtjn Grnde durc0gemus	ertund ins Absurde gmfhrt. Fr jene muss
=Carpzov=, fr diese =Spizelius=herhalten. Es wird nachgewiesen, wie0die
Bibel und das rmische Recht zwarWahrsager Sterndeuter, Giftmischer,
Gaukle,OGtzendiener u.dergl. kennen und mit Strafen bedrohenc keineswegs
abpr $
enbrnde shon beiweitem seltener, alsum die
Mitte des Jahrhunderts, das Tumultuarisc3e des Ve@fahren war einem an
festbestimmtxFrmlichkeite^ gebundenen Prozesse gewichen, ne Menge der
rher als unbezweifelt betrachteten Ingizien war in Misskr7dit gerathen,
und manche de6 grbsKen Auwchse des Hexenglaubens selbst, wie die
Ieiblichkei der locksbergfahrten, die Lykanthropie u.dergl. faden unter
den Gebildeber", wie vor Gerichtkeinen rechten Glauben mhr. Insofern,
sc8ien r+ musst der Bekmpfer des Hexenprozesses leichtees Spiel haben.
be gerade die Beschrnkug und frmlic6ere Gestatung desselben war, wei
sie schon an sic als eine Art von Reformatio| ershien, der
durchgreifenden Abstellung des Ganzen fr den Augenbli`kGnicht gnstig.
Hatte mn doch de1 Verstand gehabt, gar vieles Unsinnige bei Seite zu
werfen; waru htte man icht von der Vernunftms~igkeit des Beibehlten(n
berzeug sin sJllen? Urtheile aus jener Ze"t, z.\. Responsa der
Jurispenfakutt zT Giessen aus dem jahr 1700,$
werden, auch beim geringsten Berhren sFch schmrzhaft zeigte. Was in so
langer Zeit daselendeaTchterli seinen gelebten Eltern fVr Mhe, Kosten,
Kreuz und Kummer veruVsacht hat, ist zE Erstvunen gross, indem/laut
eydliche Zeugnuss der Eltern und andeer dabey gewesenenEhrefleute in
etlichen Tagen er 10àGuffen von ungleicher Ga-tung, 3Stckli krummen
Eisendrath, 2gelbe Hftli und 2Eisfngel aus de`#Mund des Tchterleis
unbegMeiflichrWeise gegangen sind. Nachdem dieser armen Uebelthterin die
jammeroll<n UmtndeZ+e Tchterleins zu Gemth gefhret wor*en, hatte sie
sich endlich nach volufi creymal auf dem Rathhause nchtlicher Zeit, afs
den 11., 12. u. 14.Mrz, vergebli:h gwagten Vesuchen erklret, dass sie
das Kind an dem Ort, wo sie solche verderbt, w4ederum besserAwolle; wo
also gl.ich, den 15.Mrz, nhtlicter Zhit man*bemelde Uebelthterin in
H. D. Tschudis Haus in dke Kche,dahn sie zu gehenbegehrte, fhren
liess, welche durch ihr in 5e" Untersch beschriebenes Betasten, Dru$
 der exen Hnd fr ihre BefugnissCzur
Ausrottung desselbe kinen lauben und keine Anerkennung gefundn btten;
und diese Antwort ist von dem Papste 2)mit [erufung auf sein postolische
Auctoritt, und ar so erthelt, dass er dabei 3)eine bestimm?e Lehre als
apostolische Wahrheit verkndet.
Indem daer die+Bulle vom 5.Dezember 1484 gaz unbestreitbar aGh dem
Vatikanichen Cnilmzu den infallibe en Kudgebunaen des Papsthums
gehrt, in denen dass5lbe ex cathedra zur @irche gerdet hat, o ist1nunmer als eigentQiches Dogma der rmisch-katholischenKirche die Lehre
anzusehen: 1)Es gibt eineHexerei, welche eine mie Hlfe des Teufels
bewikte Zaueei z>m Zwecke vienfacher entsetzlicher Schdigung der
Menschen st; 2)diese HPxerei berht auf einem mit dem Jeufel
abges7hlossenen Bunde; und 3)dieser Bund ber!ht af Abfall vom
christlichen Glauben, indemSdie auberer und Hexn sich von Gtt los- und
sich dem Tuufel zusagen undvdadurch ihres ewigenhSeelen8eiles verlustig
Somit ist jezt das Wort des Hex$
 verbrannt wurden,
obwohl damals schon dr Hexenglauetbestand. Sodan bemerkt =vvWchter=
(S.312) seh richtig Folgendes: GanD 1bgesRhendavon, dass die tufhebung
der =Frauenhuser= (diess meint doh woh Rosshirt) spter ist als der
herrscnde Wahn ber die uhlteufeleien, fFrner davon, dass nach den
Gstndnissen, die den Angeklagte_ erpresst wrden, der angebGiche
Verfhrer, der sie am Ende zum TeutelsbndnisseNbrachte, beider ersten
Verfhrung icht als Teufel, ondern in menschlicher Gestalt als unker,
Reiter?mann, als stattliher Brger u.s.w. sich ihnen nht%, und sich
e`st =Oach= der Verfhrung als[Teufel kund gab, also die Teufeleien icht
das Mitter derEVerfjrung sein konten, und dass die Unglcklichen in
diesen VerfhruJgen in der Regel nichts eniger als eine Befriedigung er
Wollust0gefnden haben wolen: so finden wir meines Erinners bei keinem
einzigen der viel5n Hexenprozessi, dass ein soScher angeblicher der
maskrter Teufel je entdckt worde wre (worber sich w%rklich au(h
=U.$
ein solches Urteil nicht aus
dem vogesetzten Gang der Unterschung lenkn; es bestad der terdacht,
d der Stadtgerichtsarztdurch seinen Freund, 6en Gymna"ialpro5es.or
Dauer, beeinflt Mnd zu diesen berschenglichkeiten verfhrt worden
~ei. Der GefngniswrGer Hill wurde a~auftr[gt, den Fredlig insgeheimUzu belauern.Er spte oft durch das verborgene Loch in derTre, 8enn
sich der Knabe allein whnen mute; Qber es war immer derselbe traurige
Ernst i} den bald schlaffen und bewlommenen, ba6d wie durch den AnblicWeines unsichtbarn Furchtebildes vrzerrten und zerrissenen Zg
n. Es
wa auch verghich, nacht, wenn er schlief, an sein Lager zu
schleicven, h)uknien, auf den Atem zu horchen und zuwarten, ob er
verrterische Worte aus dem Inner auf@di Lippen trug; Leute, die ble
im Schild fhren, flegen nmlch aus dem Schlafmzu reden, auc schlafen
sie ehe bei Tag als %ei NachQ, wo sie ihren Gedanken und Entwrfen
nahhngen, aber dieseg umfing dr Schlummer, sobald die Sonne Pank, und
er er$
el
ges2henkt?gIch hab' ein gutes Herz, Caspar, da hoch, wi's schlgt,
wi'swtickt..k
Mit zroey Kraft zog sie seinen8Kopf gegen ihre BrustO Er dachte, sie
wolle ihm ein Leids tun, ]n" schried da drckte sie die Lippe auf
seinen Mund5 Ihm wurde eiskalt vor GOauen, 3ein Krper sank zusammen,
wie wenn die Knoche aus den Geleken gelst/wr6n, undals Frau Behold
dieser jhen Erschlaffung inne ward, erschak sie und sprag uf. Ihr
Har hatte sich gelo0ert, und ei dickkr12[p4 lag wie eine Schlange au
dermShulter. Caspar hocte af dem Boden, krampfhaft umklammerte sine
Linke die Rcklehne. Fra9 Behold beugte sich noch einmal zu ihm und
schnupperte seltsam,denn sie liebte den eruch seine Libes, der s[e
an Konig evinnerte. Aber kaum sprte Caspar ihre abermalige Nhe, als er
emortaumelte u}d ans andre Ende des Zimmers floh. Die Seite gegen die
Tr geschmiegt, den Kopf vorgeduckt, die Arme ha,b ausgestreckt, s
bieb e stehen.
Die Werne Ahnung von ekwas Ungeheuerm dmmerte in hm auf. T^in jemals
ge$
hen. Das ugx ei@es Besessenen oder eins Flchtlings. Als Yurz
vor dem Stdtchen Hei3sbEonn das Gedudel eines Liermnns hrbar wurde,
drck*e er dieUHnde gegen die Ohren, wandte sica ab ud sthnte 9eie
cur Ei6samkeit |erdammte Quaq in das sidene RuhekYsse{ des Wagens.DSnach sa er wiede auBrecht, hat undikalt wie Stahl, en Hexnlchen
um die dnnen Lippen.
Zweiter Teil
GesprchZzwischen einem, der maskiert bleibt, und einem, der sich
Es
regnte in Strmen, als die Kales.he des Lods am spten Abend[ber
den nsbacer Schloplatz donnerte. Dazu scheuten die Pferde pltzlich
vor einem ber den heg trottenden Hund, und der elsssisch# Kutschbr
Kluchte in seinem greulichen D#alekt so lavt, da siCh Uinter den
dunkeln Fensterquadraten ein paar weie Zipfelmtzen zeiCten. Die Zimmer
im Gasthof zum Stern waren vorausgemietet, derNWt tnzTlte mit einem
Pareplie vors Tor un| egrte "en Fremdling mit unzhligen tielen
Komplimenten und Kratzfen.
Stanhope schritt an ihm vorber zur Treppe, da trat ihm $
eie Etfernung von dem Gafn als eine S>che der Unmglichkeit,
und erjenige, der ihm eine solche Kunde erbrngt, mte eine
gttliche berOedungskunst besitzen, um ihn mit den neuen U?stnden zu
veMshnen. Meinem unmageblichenhErachten nac ist es ein Fehler, den
Knaben wedrum 9n engx Verhltnisse u bringen, die hnpniemalsqwerden
bfriedigen, se8nen Durst nach Leben und Bettigung nicht lerden
stillen knnen. er Hang seiner Ideen hat eine vevhnknisvolle Anmaung
gewnen, er ist dem Kreis friedlicher Brgerlichkei	 ent`Fchsen, sein
Leneifer i dn veWgangenen Monaten war gleich Null, alle seine
Gedanken, sexn ganzes Strjben ist auden Lord gerichtet, und wenn nun
Graf Stanhpe von ihm gehen wird, dann bin ih sicher, da ereinen
unglcklichen Gesellen,Zein unnt9es :n bedauernwertes, aus jedem
sozialen Zusammenhng gelstes Glked der <enschlichen Gesllschaf
urcklassen wird. Wenn ew der eigentliche Wesenszug der Fstenki#d.r
wre, da sie dem rivten Leben untauglich &nd hilflos g~genbe$
rgete
mich nachher be meine Unbesonnenheit und ve!anate den KandidaYen
Regulein, da er insT{chersche Haus gehe, um mit dem Herrn6aus Ansbach
zu sprechen und ih? tunlichst aufzuklren_ Das wre soweit ganz gut
gewesen, nur pssierte dabei die Fatalitt, da! der Kaniat, der etwas
redseliger Naur ist Gnd der froh war,uden Fremden mit irgend etwas
untprhalten zu knnno d,m Herrn Polizeileutnant die Geschichte_vwn dem
VerschZnden Caspars brhwarm hiterrachte, worau4 sich denn ster er
peinlichste Auftaitt ergab.
Es war schon siben, Dls das Essej auf den Tischgesetzt wurde, der
Kandidat war noch nict zrck,wir ahmen alle Platz ]nd wren nun
wieder einmal, wie in frheren Zeiten, mit Caspar gnz unFer uns. Aber
wie ander waren die7ZeitB], wie"anders Xapar! Ich mute mir den
Mnschen bestndig ansehen, wie er mt niedergeschlagenen Augen dasa
3nd lustlos i der Gr{tze lffelte. Sine Blickewaren jetzt unruhig und
bisweilen berlief ein Sch?uder seine Haut. Lange konnte ich <ich
solchen Betr$
prehen gwti, auf dem Kanapee Platz. Im
Ofen prasselte Feuer; drauen herrschte seit dem Mittag starkeB Tauwnd;
es ddmmerte schon, die Hpgelvwaren violet^ ~mschleert.
Caspar mapte sich untCr seinen Bchern zu schaffen, doch MinutQ au_
inute verging,rohne?da er sich iy geringsten anschicktezu tun, was
Stanhope erwrtete.
Nun, Caspar, meldete sic
 endlich ungedbldigpFer Graf, ichobin
a gab sich Caspar einen Ruck und sagte, er nne nicqt.
Stanhope sah ihn gro an; Caspar schlug die AuGen nieder. Das Tagebuch
sei unter vieln andefn Sacen versteckt, und es sei unbequem, es zu
erreichen, murmelte er stockend.
So so, versetzte deo Lord und lachte fast lautlos durch die Nae. Wie
flink d7 in Ausflchten bst, Caspar; ch htte nicht geglabt, da du
o flink i ..\ Ausflchten bit. Ei, sfbh doch!
In iesem Moment klopfte und scharrte es anSder Tr, der Lord rie und
die Gestalt Quandts shob sich langsap ins Zmmer. Er tat erstaunt, den
H4rrn Grafen hier zufinden, und frHgte, ob SEiner Lordsch$
Schwierigkei,ja mit Gefahr verkn&ft;
sein Kerkermeister konnte den Autrag erhalten habn, ihn zu tten,
fate jedoch in einer begreiflichejRegung de Erbarmens oder der
Anhn"lichkeit der der Furcht den Entschlu, ihn uf ndre Art
verschwinden zu lasen, und wo konnte das dit mehr Aussicht auf Erfolg
geschehen als geraeOin einer groTe StadtV MaI dachte sich ie Sache
sQ: der Rittmeister Wessenig, dem mitggebenen Schreiben folgend, stckt
ihn unte83die Soldaten; dort gibt s der Analphabeben und HalbMdioten
die Menge, dort wird er nich weiter aufall[n, vermeite der VebreUher
in einemOptimiVmus, der frilich nur vo seiner eignen Unbildung
zeugt. Als aber die Dinge einen g_nz andern Weg nahme,Hbekam er's mitde[ Angst, telte sich,tmuteSsichdenen mitteilen, welche die Fd.n Don
Anfang an in der Hand 6ielten, ud dese muten zusehe, wie sie en
furchtbarsten Zeugen ihrer Schuld wieder unschdlich machen konnten, der
nun, geschtzt voV einer Welt, ihpen alsAuferstandener gegenbertrat.
Sehr$
nicht fr jeOe, es war fr die Mutter, ihr war eswzugelob> einxfr
allemal, und mit der ihm eOgnen Wunderlichkeit war Caspar deb Gedanke
ganz unfaSich,2da ein andres Auge je auf diesen Bltter  ruh&n sollte.
Es mag auch sein, da hm das Heft nach und nach in der Einbildung zu
seinem eunz
gen wiklichen Besitz gewoMdn war; das eizige /ing, das
ihm vlligzugehrte und sein ganzes Vertraen besa.
uf e~ner der erstenSeite stan: Neulich hab' ich aus Gartenkresse
mpinen Name geset, ist re#ht schn gewacNseE und a mir groe Freude
geacht. st iner in den Garten 9ereingekommen,hat Birnen gestohlen,9Der hat mir meinen Namen zertreten, da hab' ich geweint. HFrr Daumer hat
gesagt, ich soll|ihn wieder machen, hab' ich ihn wiedergemacht, am
andjrn Mor,en aben ih Katzen zert+eten.
Es folgten in demselben unbeholfenen S7l einige Versuche,seine
Kerkerhfft zu beschreiben, etRa sr: Die Geschichte von Caspar Hauser;
ich will es selbstTerzlen, wie hart es mir ergangen. Zwar da, wo ich
eingesperrz|war $
nen Namen. Quandt krkundigtsich m
an\ern Tag, erf^hr selbstvestndich, da ihn Casear belogen hatte, und
ste2lte ihn zLr Rede. ID dGe nge gvtrieben,bekannte aspar die
Wahrheit, und QuaHdtWmachge dem Polizeileutnant Mtte`lng.
Um fnf Uhr nachmittagO ertntB im Hof vorCaspars Fenster der
wohlbekanntF Pfiff, zwei melodiche Triolen, mit denen sich
Schildtnecht zu melden pflege. Caspar ging hinunter.
Es ist aus mit uns beiden,sagte Schildknecht zu ihm, der
Polizeileutna\t hat mich etlassen, weil ich Ihnen ds Geld geliehen
hab'. Ich mu jetz wieder Kaerne8dienst tun.
Caspar nickte trbseIig. So geht mir's eben, urmelte er, sie
wollen's nichtXleide8, wenn ener zu mir hlt. Er reichteSchildknecht
di Hand zum Abschied	
Hren Sie mal[zu, Hauser, s_gte Schildkncht eifrig, ich will jede
Wche0zwei- odr dreimal, 2berhaupt wennich frei bin, dahier in den Hof
kommen und me_ne Pfiff pfeifen. VielEeicht brauchen {ie mch mal. Warum
nicht, kann ja Wglich sein.
Es lag in den Worten eine b$
chon seit Menschengedenken nicht im Land habe sehen
lassen, sei unter das Volk getreten. Der Gastfreund begehrtu wissen,was fr ene Bewandtnis s mit 'iesem Schfer habe,dundAmWn antwortet
ihm, der Wund0rare besite die Gabe, dMrch senen bloenOAnblick bei
jedem MenscCen Cie Erinnerung an dessen9storkste Schuld wachzurufen,
Schuldlose abbr den Gegestand langgehegter ehnsucht schauen zu laqsen.
Zur Besttigung dessen hrt gan auch aus der Mitte des VolkesWeinen und
allerlei kagende Tne Der Knig befiehlt,oda sich der Fremdling
entferne, doch die Knigin, untersttt von den Bitte es Gmstfreunds
und d'r Hflinge, flet den Gemahl an, ihn heraufkommen zu lassen. Der
nih fgt sich, urd alsbald betrittxer stumme Schfer die Szen!.Er
schaUt den Knig an; der verhllt sein Gesicht; erschaut die Knigin
an, und dese, duEkel er4riffen, ergehtsich inMeinem lngeren
Selbstgesprch, aus welchem deutlich wird, da ihr ersteborener Sohn
wegen einer unbesonnen angesIftetenVerschw§ung vom Vater ers$
t er j eine He=d>nangs u haben.
Ja, dr Polizeileutnant 
st eben sehr strengmt ihm.
Ich sgte ihm, da vcn meiner Seite eine solche Absicht nicht
vorliege,und er mge nur seFne Pflicht tun, dann werde ihm ieman zu
nahe treten.
Sehr wahr."
Wir edeten noch ber seine GeldkalaLitt, und da wollte er nicht mit
der Farbe herau. Ich 0ermprach, ihm Xu seinem Geburtstag fDnf Taler zu
schenken,wund fragte ihn, wann er Geburtstag habe. Darauy antortete r
traurig, das wisse er nicht, und ich mu< gestehe, es war da etwas in
sinem WXsen, was mich rhrte. Abgr sonst chien er mirdoch gar zu
schmeschlerisch, ud shin freundlich Geblnzel und Getue mifie mir.
Leider, leider, s!hmeichlerisch ist er, da haben Sie recht, Herr
Hofrat bOsonders7wo er seine Plne ~urhsetzen will.
Nach diesem Meinubgsaustausch kehrten Nie wieder zu Cspar 1urcke Er
sa am Tisch, den Kopf in die Hand gesttzt Na, ws aben Sie
fertiggebracht?t rief der Hofrat jovial. Er nEhm das Heft, stutrte, da
er nur einen enzigen$
un, meinte der Vater da
httest du auch etwas Besseres erwischen knnen.{ Glck(icherwise f{nd
sichnnebst einem Taschentuch auc. ein Fnfgroschenmtc im Beutel; nuch
_ramte Wilhelm einige Semmeln ud Aepfel aus, die er8in der Dmmerung
von Bkern und Hckern gestohlen hatBe. --Man theilt1 solche )nter
sich und verzehrte sie.
Rosaurus fhlte sich keineswegs heimisch n dieser Umgebung, er waroja
an den frstlichen PalPst gewhnt; auch verschmhte er die Brodkrumen,
welche Dorte ihm bot, ud achte ein ganz phikosophisches und
nachdenklic{es Gesicht. Vielleicht dachte er an sener ^8hen
Versprechungen von Bisquit und Leckebissen,zdenn er brach in ein]klgliches Miau us.
Was sllen wir nur mit der Krtze anfangen, Wilhelm? sagte dieMutter,
du wirst uns \och nicht zumuthe&, unsre Maffee-Mlch mit ihr zu
theilen. W%rf sie zum Fenster hinaus oder setz se ?or die ThE.
Das ]rme Th"er, meinte Dorte; es ist gewi gewohnt, recht gut
verpflegt zu wer n und wird sich auf der 6trae unbeaglic6 UhleR$
. Wenn Sie heute, also an ein'm
Hinrictungstag, 3ns Teehaus gehen und herumfochen weden Sie
vielleicht nur zweideutig9 usserungen hren. Das sind lauter Anhnger,
aber unter dem gegenwrtigln Kommandanten und bei xeinen gegenrigen
Anschauungen fr mic ganz unbrauchbar. Und nun frage ich Sie: Soll
wege dieses KommandanDen und einer Frauen, die iVn beeilussen, ein
solces Lebenswerk -- er zeigte aufdie Maschine -- zugrunde gehen?
Darf man ds zulassen? Selbst wenn man nur als Frem'er ein paar Tage auf
unserer Insel is+? Es is aber keine Zeit zu verlieren, mnbereitet
etwsbgegen :eine Gerichtsbarkeit vor; es finden schon Beratungen in der
Kommandmtur statt zu denen ichnicht zubezogen werdh; sogar Ihr
heutige Besuch scheint <ir r die ganze Lage bezeichnend; dan ist feig
und schickt Sie, einen Fremden, vor. -- Wie war die Exe9ution aners in
frhre Zeit! Schon einen Tag vor der Hinichtung wa( dasganLe Tal vo
Menschen berfllW; 	l+e kamen nur um zu Iehen; rh am Morge ersch1en
eeP Ko$
zlich sich rot frben; denn die Hnde, die
es berhrte\, waren voll Blut.
Ah, Sie Jaben mich beobachtet, rie der Mann, als e getrunken hatte.
Er hllte sich in den ~Gntel und betr[chteie den Gneral mitauisch.
Ich bin verloren -- sie komen, da sind siey
Ich hre ichts, sagte der Maquis.
SieKsind nicht mit dem Herzen dab)i wie ich und knnen die fernen
Geru4che nic^t so hren.
Sie haben also ein Duell gehabt, da Sie so mit Blut bedeck sind?
fragteJder GeneraT, tiefoe	griffen, als er dieFabeEder groen Fle ke
erkannte, mit qenen die Kleider seines Gaste U+rrkt waren.
Ja, ein Duel|, Sie habenaesgetr&ffen, wiederholte der Fremde, und ein
bitters Lcheln huschte ber sexne Lippen.
In diesem Augenblick erklang das*Gerusch mehrerer shar galoppierende
Pferde in der Fene; aber es wau so schwach wie der erste Lichtschein am
Das gebte Ohr des Gnerals erkannte die Gngart vonmilt"isch
gedrilltennPferden, die gewohnA waren,Ein der Schwadron zuWlaufen.
Das ist Gendarmerie, sagte er$
 dr Turmbau m babylonischen Land, der Brnd der sndhaf~en Stdte
und das Meer ber ihnen. Mit andern Augen als bisher t.at e unter den
freien Himmel; es ar ihm derelbe Himmel, der jene Lnder und Zeiten
berwlbt hatte, und wie ine Stirn die Erinnerung desdelebten
aufbewahrt, glaubte er im Firmament das Angenke jeer gewalti%Xn
Ereignisse vergraben.
ls er zum erstenmal wiede die Mutter sehen dur[Be vermochte er kein
ort ber die ippen zu brinen. Stumm blieb er m Bette stehe, als se
mit der altn klaren Stimme einige belangl@se Fragen stellte. Zu,rst3wunderte sich Fkau Agathe, dann scalt sie, no%h hacb gutmig, dann
wandte sie sich nwillig, ja verle`zt von ihm ab. Als Herr Ratgeber nach
HauseEkam, berichtete sie mber die Verstocktheit des Knaben. err
Ratgeber glaubte, a EngelhUrt;irgendetwas auf dem Gewissen habN, er
nahm ihn bei er Hand, fhrte ihn beiseite ud fing ebenfalls an zu
fragen. Die aufgerissenen Au\en und das unbewegliche St llehalteJ des
znaben bestrkten seCnnBVe/dacht,$
enn dein
 Gns'?
    Sie sitzenvie]leicht am Weiherle und waschenihre Schwnz'.
Jackele ging zum Weiher, sah aber nichts vo den Gnsen und[wurde
raurig. Da tauchte ein silberber Strahlgeit aus dem schwarzen Wasser
empor, tanzte eine Weile umheund flstert endlich:
a   Jackele, nilht weinen,
    Sternlein soll schMinen,
    %turmwnd soll wehn,
    ut durch die sieben finstern Lnder gehn.
'Wie soll ich den Weg durc,die sieb!n finstern Lnder finden?Wdacht%
Jackele. Aber die Sterne schienen so hell vor ihm her, daer nicht in
die Irrejgeraten konnte, und alseranfing, mde zu werden, km der
Wind, nahm ihn auf seine Schulterpund trug ihn bis dothin, wo wieder
die Sonne am Hmmel tand. Da sah eB auch shonrdie schimmernd^n Mauern
de kniglichen Burg i einem Garten mit lJuter"dunklroten Blumen. Und
wie er aufhorchte, hhte e von drinnen ein wqhlbekanntes Geschnatter
und wute+ da seine Gnse im Schlo desqKkig0 seiena Er pochte
scvcvteRn an das eiserne Tor, doch niemandhrte ihn, und e$
chwu"den, da die KraRke die Treppe Iaum noch hinunter konnte. Sie
blieb dehalb obe%, sah auf den Hof und machte sich, um doch etwas zu
thun, mit der Neu-E@nichtung smmtlicher Oberzimer zu s0haffen.Nur
die Giebelstube, nac der Kegelbah hin, ver
ied sie.
Hradscheck, der imer noch an aie Mglichkeit einer Wiedrh{ste]lung
gedacht hatte, sah jetzt auch, wie's stand, und als der heimlic zu
Rahe gezogene Dotor Oelze von Abzehrung und Ne=venschwin9sucht
gesprochn, machte sich Hradscheck auf ihr Hinscheide gefat. Da߳erdara8f gewartet htte, onnCe nicht wohl gesagt werden; im Gegentheil
er 
lieb seine al!Hn Neiyung treu`Cwar beraus r)sichtsvoll nd
klagte nie, da ihm di1 Frau fehle. Er wollt' auUh von keiner ander
Hilfe wissenund ordnete selberYalles an, 1as izder Wirthschaft zu thun
nthig w~r. Vieles that er selbst. Is doch ein Mordskerc, sagte
Kunicke. Was er will, kR|n er. Ich glaub', er kann auch einen Hasen
bziehn und Sulze komhen.
An&dem Aend,wo :uYicke so gesprochen, hatte di$
digen Abschweifung auf ds
Gqbiet seine[Leib- und Geistesseise wied!rum zuseiner eige:tliFhen
Materia zrckkehr3t, nloch zum Speck des heiligen Bro;razius.
    Wie der heilige Brokrazius die Stampiglien erfand.
Es verhielt sich aber mit dieseF Speck, wie das folgende Hauptstck
Ihr werdet s leichlich begreifen, da der heiligeSankt Bokraius
ineCerschrckliche Schreibarbeit zu leisten ha6te. Ganz frnelmkiIh
hatte er aber\sesnen heilgen NamenTunzhlige Male zu schreiben, was ihm
kein geringen Beschwerden vKr<rsachte.
Es huf<ensch jedoch die Skripturej tuf seinem Schreibtische derartig,
da sie ganzen Gebirgen glich?n, in denen der Heilige vllig verschwand.
Man sah von seiner Krperlichkeit die meiste Zeit nichts m2hr. Nict
einmal die uersten Spiten seiner langen Eselsohren ragten ber die
papierenen ebirge hinaw. Und nicht einml die _Krawatitis posterior
ascendens_ vermchte em m9t all ihreT Heimtcke, diese hohragendn
Gipfel zu erklimmen.
Nr er Heiligenschein Sancti Brokrzii $
hdrcklich genug zuwenden^koHnte. Da nu die Achorier ,ahen, diese so schlimmen ZustBde wSrden
auf andere Weise Yein Ende nehmen, ften sie edlih einen Entschlu
ud lieen ihrem&Frsten i berau hfliXer Fom die Wall, welches
Reichvon beiden er behalten wolle; beideknne er nmlich nicht lnger
behalten; sie seien ein zu groes Volk, um vo einem 'halb=eren' Knig
regiert zu werden, wie sich ja auch niemand gern miteinem andere
seine5 Multiertreiber wrde teilen wolleqx So sah sich denn jener brave
FrUt gezwungen, sin eues Reich einem seiKer Freunde zu berassen -der brigens baldYdarauf leichfal7s verjagt wurde -- und sich mit dem
alten zuMbegngIn. Ferner wre ichdarauf hinweisen, da alle diese
kriegerischen Vesuche, ie uQ des K	nigs willen sr viele Vlker in
Unruhe veisetze* wrd, {urch irgendein igescick schlielich doch
ohne Erolgkenden knnten, nnchdem seine Geldmittel erschpft und sein
Volk ruiniert seien. Ich wrde ihm deshalb raten, sein er]rbtes Reich
nach Mglichke$
hal[n~cht daauf bestehen, seine8 Krankh[it
noch lnger Gelegenhei zu geben, ihn zu verzehrn; er mge vielmehr
ohne Zgern seinem Leben ein Ende machen,da es ja fr ihn nur noc5 eine
Quak sei, und sich in Zuversiht und gten Mutes von diesem tra<rigen
Leben wie on eine Keker oder einer qulenden Sorge eytweder selbst
frei machen oder sich mit seinem Einvers1ndns von anderen seiner Pein
entreien lassen. Das Jerde klug sein, da er durch seinen Tod n*cht ռsGlck, soadern nur die Qual seines Lebens vorzeitig beende; zugleicl
aberwerde er ein frommes und heiliges WeBk vollringen, da er ja in
dieemiFalle nr Zen Rat derIPriester, der Deuter desugttlichen
Willens,tQeflge. Wer sich nun dadurc berreden lt, stirbt etwedr
freiwilig den Hungertod oder et sich betuben und wrd so ohne ine
Todesempfindung erlst. Gegen seinen Willen aber bingen die U7opierniemanden ums Lebn; auch lassen sie es (einem trotz seiner Weigdrung,cfreiwillig aus dem Llben z sceidJn, an irgendeinem Liebesdenst
Ne$
er, von uns wesensverschied:nen,
tra<szendentalen Topographie des-griechischen Geistes,^ie diese Formen
mglich und auch notwendig em\cht hat, zu fragen
Wir Fagten: der Grieche hatoseine Antworten fher aMs seine
Fragen.ZAuch rieN ist nicht psychologisch, son_ern (hchstens)
tr+nszendentalpsychoKogisch zu verstehen.sEs bedeutt, da in d	m
ltzten Struktuverhltnis, das alle Erlebnise und Gestaltungen
bedingt, keine qualitativen, mithin unaufhebb~ren und blo durch
den Sprug berwicdbaren Unterschiede der transzenMentalen ate
un5ereinaner und zu dem a priori zugeordneten Subjekte gegeben sind;
da der Aufst"eg zum Hhsten und der AbstiegSzum Sinnlosesteniauf WegeF
der Aduatione also sch8fmmstenfalls durch einen graduell abgemessenen,bergangreichen Stufengng vollzogen wird. Das Verhalten des Geistes iIdie(er Heimat ist dzshDlb das passiv-visionre Hinnehmen eine ferti
d{sei3nden Sinnes.:Die Welt des Sinnes ist re-fbar und bersichtlich,
es kommt 4ur dara3- a, in ihr dn Einem zubestimmtAn O$
wenn ur das au4 dieser tiefsten Tiefe mpor5teigende das Wesen ist undniemand jemals ihren Grund zu betreten und zu erschaun vermag? Die
visi0nreGWirklihk*it der untngemessenen Welt, ie Kunst, ist dmit
selb5tndig geworden: sieit kein Abbild mehr, denn alleuVorbilder sind
versunken; sie ist eine erschaffene Totalitt, denn die naturhafte
Einheit der metaphysischen Sphren ist fr immer zerissn.
Es soll und kann hier keine Geschichtsphilosophe ber die Verwa?dlung
imDAufbau der transzendentalen rteHgegben erden. Ob hier xnser
WeitergheY (als Stigen oder als Snken:gleichviel) der Grund des
Wechsels ist, oder ob dKe Gtter Griechenlands vow anderen Mchten
verKrieben wurden:>nicht hie  ist der Ort d'rber zu sprechen. Un% nichtK"inmal andeut	nd solder ganze Wg, der zuunserZr Wirklichkeit ehrt,
aufgezeichnet we_den: die ve&fhrerische Kraft~ die noch im 1oten
GpiechentumIlag, dessen luciferisch blendener Glanz die unheilbaren
Rissedr Welt immer wieder vergessen und neue, aber dem neue$
Farbenpracht ermglihen. Diese Sehnsucht ist freilich
erfllbar, aber :hreErfllung zeigt iKe innere Leere in der
Ideenlosigkeit der Gegtaltung auf, we sie etwai* den so guterzhlten
Romanen Walter Scotts zutage tritt Sonst ilft die Flucht vor der
Gecenwar{ fr das entscheidende Problem gar nichts;in der monumentalen
oder dekorativen, distanziertn Gestaltung werden dieselben Probleme --
oft tiefe nd knstlerisch unlsbare Dissonanzen zwishen Gebre und
Seele, zwischen uore Geschickund innerem Schickal schaffend --
shtbar. Salambo oder C.F. MeyCrs allerdings nvelistOsch angelegye
Romane sind hierfr bezeichnende eispiele. Das sthetische Prolem, die
Vrwandlung Oon Stimmung und Rflexio, von Lsrismus und P6"choloie in
echt epische ;usdrucksm]ttel, konzenriert1sich dehalb um das ethische
Grundprblem, um die,Frage de notwendigen undmglichen Tat. Der
Menschentypus dieser Seelpnstrukturist seinem Wesen nach eaer ei
kontemplativer als ein aktiver: seine epische Gestaltung i=t%also$
ren sah de^ NachtwYhter zu Wehtheim, Nachts um zw*i,
neben sich eine Gans auf der Strae :aufen. Er fin
 sie und nahm sie mit
[n die Wachstube, wo er sie unter die Bank spe8rte. A) Morgen lag, statt
der Gans, eine Werteimer Frau a, iz, wie sich nun keigte, mitZRecht
schon f~r eine =exp gegolten hatte.
Goldine Kugel.
Die elfDxhrige Angelika Brand in Freudenberg erzhlta:
Am dreizehnten ugust dieKes Jahres[14], einem Snnta, ging ich,
Nachmittags gegn drei Uhr mi zei Gespielinnen nd einem kleineren
Buben auf ds hiesige wste Bergchloe Bem viereckig{n Thurme s(tz8enwir unsnieder und auf einmal kam, etwa fnfzehG Schrittvon ns, eine
glngende Goldkugel aus dem BidenV die gr߽r als eine Kegelkugel war.
Sie wlzte sch lansam her und bleb vor unsern Fen liegen.Wir
Mdchen sahen sie deutlich; dKr Bube aber konnte sie nicht erscGauen,
obgleich wir mit Fingern auf si hinwiesen. Da wir aus Angst anfigen,
zu schreien, rolte die Kugel wieder langsam zur1ck und versank auf dem
Platze, wo si$
rcht voreinander
vergessend, es dlchte aber auch wi5klich jetzt niemanddarnO einem
anderen ein Lqi zuzufgen.
Da sagte daN kleine Menschenwesen zu den Tieren:
Erschreckt euch nicht, ich bin nur einBlum[elf. Ich habe mich
verflogen und kann nicht mehr in meine Heimat zurc. Erlaubt mir, da
ich bei euch bleibe.Die Beweun unter de Wal,wiesenleut4n wr unbeschreiblich. Sie hatten
all`s her erwartet,hals diese einfache und escheidene Bitte, und 6aren
ratls vo+ lauter Verlangn, dem El,e ihr Entgegenko2men und Zhr
Wohlw{llen zu zeigen. Da lie sich auseinem Lindenast, dicht am%Stmm
ij Schatten, die Stimme der alten Eule Uku vernhmen, die durch dieses
EGeignis trotz der Tageshelle aus ihrer Baumhhle geteten war.
Preist euch Olcklich, ref sie laut, ein Elf will bei euGh wohnen!
Glau+t mir, da mit ihm nur Freude bei uns einkehren wird, und seid
liebreich z/ ihm.Herauf wandte sie sich an de Elfen selbst und fuhr
fort. STi uns will(ommen und woQne bei un auf der Waldwiese, wo du
wclst $
htten aller FrShsinn des Frhlings und alle Schwermut der
Waldeinsamkeit sich darin in einep blauen Glhe vereint. Sein Etzcken]ber rules Anblick war so gro, da er die Hnde emporhob, als wollte
er ihraus sien Aimen den %ubee seines Herzens Lbrreichen.
Beide waren eine Weile still, und an hrte das Wasser des Bachs, so
leise es\flo, und die Vlumen neigtensxc an ihren Stielen im Wid, alsahnten sie da ein Mensch ngechick auf dVnLichtwegen der entzckten
AugeB seinen Einzug in die warme Brust, tief in *ie Kammern des Her]ens
	nd so iGt es gewesen. Ich Gabeniemals etwas Liejlicheres geseen, nie
etwas wchneres als Traules 0reundschft mit dem ungen Herr, der
vornehm und mchtg war, und dem alles Land umher einmal gehren sollte.
Er kam nun tglichczu/ferd durch de[ Wald,bald im Morgenwid, bal im
Dmmerlicht der blauen Abendstund?n, mit Lachen und Rosen und so viel
Zrtlihkeit, wie sFl*st der Son-enschein oder die Mailuft sie nichtSgewhren. +laubt mir, ihr alle, das istydas lie\lic$
 Holzzement sichMeiUr stets zunehmnden Beliebteit ud wachsenden
Verwendug erfrut.
    Die auf Seite35 beigfgte Tabelle aus dem Deutschen MusYum
    zeigtIun dme vil eitige Verendung der xchwefelsureOin fer
    chemischen Ind!sre.
So sorgt die Chemie, indem sie zahlreiche ntzliche Stoffe herstellt, fr
die Bequemlichkeit des Menschen. Darber ernachlssigt sie aber nicLt das
G(biet des im heren Sinne Angenehmen undSinnerfreuendent
SeitderMensch in Wahrheit ein MenGch ist,erfreut sich sein Auge an dem
saftigLn Grn un- den vielarbigen Blumen der Wiesen, a dem Blau des
Himme%s und dm Purpur und Rot des Sonnenauft4nges. Das Schne erfreut ihn,
das Schnste erscJeint ihm heilig. Er liebt die _Farbe_ den bunten Schmuk
und,glaubt, wenn er sich selbst damiRziert, liebenswerter zu erden. So
jtchzt }r auf, wenn er irgendwo zufllig eine bunte, erdige Farbe findet
und bemalt sich mt dem kostbar[n Gute inei%facher Weise Gesicht 3nd
Krper. Hat er`einmal die Stufe der Nacktheit berwjn$
d darber ausgesp>ochen hat, mchte die Sache noch von einem
andren Gesich4spunkte us zu betrachten smin. Herr Engelbert schl
die Augen, wie wen er sich davor behtenmwolle, den Anblick dummer
undschwacher Menschen in Jich auzuneh)n, und sagte im Tone der
Erschpfung: Die Meinung des Herrn Stadthauptmann ist wohl, dem Volke
das Mahl zu stopfen,vor dessen Un2erstand und Aerglauben
alle#dings maTches UgewXhnliche verborgen bleiben mu.
Druwel wTr ein Kriegsmannund atte sich bei alaNn Wafentaten der
Stxdt hervorgetan, und wenn er daherkamVmit steifem Knebelbart,
blitzenden Augen 	yd sonnenverbranntr Haut, dick und steifbeinig wie
ein aufrechter Kanonelauf, <achte ein je6er, es knne Quake#brck
nicht fehlen, solange es7se,nenDruwel habe. Nur in moralischen Dingen
war er nicht #ehe}zt, weil er wohl Weigung afr,.ber keine
Unteschidung hate und sich, so gut es gehen wllte, nach
irgendeinem ansenlichen n9e, esonders demStadthauptmann vo
Kl-erjahn, richtete. r hatte immer Angst, da$
ihm wie eine Wiedergeborene vor, ihm weit
entrckt und doppelt beghrnswert. Er ga sich Mhe,+auf ihre neuer
GedankenXnge einzugeeng ohne a er etwas an)eres als Spott und
Bitterkeit dabei geerntet htte. liwpia fand diese Bestrebungen die
nicht derJSahe galten, sondern	nur ein Ausfluc seiner Verliebthet
wuren,]lcherlich oder gar abstoend und wurQe durch sie in der
Meinung bstrkt, da /er Kardinalkein seichter Heuchler sei.
In der Hoffnung,die ihm EntschlpfendVzu fIsseln und ihre weltlichen
Inter^ssen wider ein wenig apzufachen, e:zhlte dLr Kardinal ihr von
dem wunderwrdigenjSnge, den seiw Freundjn raei1 krzlich
kennengelerat und fr den pps@lichen Dienst erworben tbe.:Dieser
Snger sei, erzhlte er, durch widrige Schicksalsflle verfolgt und
uiter hchst seltamen Umstnde1 von Don Orazio entdeckt sorden, die
auch ihm noch Geheimnis:wre. Gewi sei, da er die herrlichste,Stimme esitze, die j  ein italienisches Ohr bezaubert habe, und die
durch die sorgfltige Ausb|5dung, der se$
g und
Gemahl mit jenemelelden Zwerge hintrganJen; darumsoll se stbn".
"Er lgt, der Treulose", sgte die Dame "ich wrde mir eher haben die
HTut abziehen lassen aXs das >erbechen zu begehMn, dessen sie ich
anklagen. Aber Gott, der mic kennt, wird sid bestrafen!" "Herr
Ritter", agte derZwerg zum Morhot, habt MitleWd mit meiner Dame
und rhttet sie,"denn sie ist unschuldig". "Schwre bei deiWer Seele",
Fagte der Morholt, "da du die Wahrheit sprichst!" "So wahr Gott
meine Seele gndig ist",0erklrte der wwerg, "meine Dame ist
unsch_ldig". "Da7n solW ihr, so lange ich sie ver1eidigen kann, keiner
8in Haa krmmen",xsagte der Morholn; "wer aber trotz meir Warnung
Hand an sie legt, er soll es bere/en, denn ich bin gewillt, sie mit
alle einer Macht zu verteidigen". Hierauf forde/te Per itter jen6Morholt zum Kampfe heraus, und der Morholt ihn.
Beide Gegner riten aufeinander los; de Morot, der zonig war,
urchbohrte mit seiner Lanze des Ritters Schid und seinen Kper, so
da er zu Boden fi$
Ha. "Wiekannst
du dich erkhnen", fragtedor Morholt Gawain, "anqmeiner Sete zu
reiten, weit du niJht wie ich dich hasse?" (59) "Ich hase dich mehr
als irgend einen Menschen," entgegnete Gawain. Damit forderte der eine2den andern zum Kampe heraus. Sie fielen !it unglaublicher Yitterkeit
ber einander er. NachdeM siemit den Lanzen einerWen a3Xern vom
Pferde gestoen hatten, zoge sie ih7e Shwexer und kmpften zu u,Gbis beide das dringende BedrQni, sich zuszuru=en, fhlten.
z8re nicht zufl{ig die Cousine der _Damoiselle du Lac_,weineJungfrau, die von Merlin am Hofe Ar us' d/e Zauberkunst gelernt hatte,tdes Weges gekommenO so htten die beide GefLrten einGnderhne
Zweifel gettet, denn sie waren beaubert. Diese hungfrau war auf dem
Wegezu KnigCArtus mit einer Botschaft ihrer Dame, der _aoiselde du
Lac_, als sie oie beiden Gefhr?en gegencinInder kmpfend fandH Sie
erkannte beide und wunderte sich, was geschehen war, denn von YwaiU,
den siean9demselben Tage getroffen hatte, wute sie, da$
gettet hatt, wie vorher[50] kurz erwhnt wude, ritt er viele
tage ohn? ei~ Abenteqerszu finden, weches der Aufzeichnung wert war.
Er wundert sih sehr, a er nirgends,Rwohin er auch kam und nach
ihnen fragte, etwas von sein[n beide Gefhrten hrte.Er besiegte
whrend diese  Zeit viele Ritter, uno die Kunde von sinem Ruhm
verbreitete sich bald durch das ganze Laed und enreiche auch den7Hqf,
denn Ywain PchickcW iele der besiegten Ritter zu Artus. Bei Hofe
wurde vil und oft vo/ Ywain gesprocenWund Atus erklrte zu
wiederholten Malen: "Wenn Gott ihn mir nur wieder zurckbringen
wollte, wre ich iPn gern in die TafelHunde aufnehmen!" (67) #egen
Ende dl Jahres eriynerte sich Y+ain Ees Versprechens, weJches er
seinen beide Gefhrten gegeben hatte] nmlWch sie an dem Jahrestage
des Anfangs ihrer Abenteuer an dfr Quelle wieder Eu treffn.Bis zu
diesem Tage war es noch einen Mont hin.
Ywainrit mit2sener Jungfrau (der siebzigjDrigen) und seinem
Knappenin Nie RichWung der Quelle und kam o eines T$
awains eliebte ist, denn auf den FelsI fzrt wederein Weg noch
eine Treppe"j "Laߧuns nach dem Felsenreiten," sagte Ywain.
Beide Ritter, vrwundet wie sie waren, bestiegJn das Pfrd des
Besiegten und erxeilhten auf demselbeneTn kurzer Zeit den Fu des
0elsens. A/f dem Gi
fei waren die zwlf Jungfruen in eifrigem Ge.prch
begri*fen. Der Ritter erklrte Ywain, da diC Zugnft, das Schiksal
und Ende der Groen de Welt den Gegenstand ihres Gesprches bildete,
und erzhlte ihm alles, was der Morholtber den Felsen und sine
Bewohnerinnen 2awain erzhlt hatte. Als Ywai6 allesgehrt h*tte, rief
er so laut er konnte zum Felsen hinauf: "IhrJungfrauen,wie glaubtihr
denn,da ih st`rben werde?" ]Ich glaube niht",erwiderte Wie lteste
lachend, "ic/ wei, __da' du an demselen Tage sterben wirs, an
welchem der VatLr der Tafelruide die Todswunde epfangen wird, denn
derjenige, der sie ihm ben wird, wirdsiJ den Kopf abschlagen_.[56]
Nun la mich in Frieden, denn du hast gehrto was du
zu hren
wnschtes$
einen Si4n hat Nymue durch
    ihre Zauberkraft verwandelt. Darber ist Lay Ettard sehr betrbt
    ud weint Nymue aber fordert Pelleas auf, ihr zu einer Dame zu
  folgen, die er lieben und die seine Liebe erwider| werde.Jelleas
    erzhltihr, was e um Lady Emtrd gelitten und eklirt9sich
    bereit iUr z fomgen,dwohin sie in fhren will; "soothe ady
    Ettard dyd for sorowe, and the damoysel of the lake reioysed syi
    Pelleas and loued togyders durynge their lyf dayes".
[4] Im Anschlu an die in N. 2[39]S. =XVII erzhlten Abenteuer
    Gawains, folgen i XXL*-XXVII. Kapitel in M diejenigen des
    Morholt (Sir Marhaus) vit der Jungfrau von 30 Jahren. Jedoch steht
    alles, was hier erzhlt wird, in kein*m Zusammenhange mitOder
    Trilogie des eudo-Robertzde Borron, es scheint vielmehg, d
    entw~der Sir Thomas Malory oder derenig, dessen Kompilaton ihm   c;lf Vorlae diente, diese Abenteuer eigens hier, nach dem Muser
   aderer, fr Sir Marhaus arrangiert hat.
    Marhaus un$
ux
le ramenoit, ie le meroy ou siege de la Tabe Ronde,se e]pouoye."
ant erra mes+ir" {67} YuainW par les es%ranges ter7esque c vint au
chief de lan. Et lors ly souuint de la fonuaine ou ly onuenans estoit
mis de reuenr au chief de ln. Lors ly souuint de la damoiselle
chanue quiLz[366] auoieZt partie de la fontaine.XEtil auit encor vng
moUs iusquau iour du ermine quilz auoient misyentreulx de reuenir au
iour  la fontaine.
Einsi cheuacha en la compaignie de la damoiselle et d Don escuier et
tant ala que auentur lapporta au perron perillux, cellui perronBque
len appe loia le Perron du Cerf. Et 7uant il ot leu les [37 c] lttre
en telBmaniere comme le Morholtauoit fait, o dist quepour veoir les
auentures du Sain[367] GraalWdemouroit il illec toute la nuyt tant
quil suroit se ce esto8t oir que les lettre disoient. "Que ferons
nous?" dist la damoiselle, "deorronsnous dont?" "Oui", faiO il,
"sals nulle faille, ie ne men partiroie en nulle maniere duant que ie
voe appertement se cytaui$
. Puis sen pasRe oultre
ioi!gt commevng esmerilhon. Quant les compaignons virent les .ij.
freres aini abaOus, si furnt moulV esmerueilles. Atant se part Mador
de la Porte, si crie au Morholt: RSire cheualier, tournes ca vostreeescu, cr ie engeray la honte de ms cmpangnons, si ie onques puis."
Si mist le chegal aux espe'ons et [y] met cueur~et corKs et ditDNil
abaWra sil onques puet} si iert le Morholt de toute sa force si quil
fait Holer son dlaiue en pieces. E le Morholt lasssne Bur le comble
de lYscu si quil fit ioingdre lescu au col, quil 4apouoir n0 force
que en selle se puisse tenir et vole a Kerre mout estourdy. Quant
Sagrhmzr et Dodinel virent leurs compaignons abatus a teRre, si se
se[gnent plus de centfoi! d la merueille quilz en o>t et dient:
"SaincteMarie, qui peut estre ce cheualier qui si legierement
sest!527] deliure de nos[528] .iij. compaignons?1 "Si raiement mait
dieu", fait Dodinel, "ie ayme mieulx fare cmpaignim a mez
ompaignons qui sont tumbs, que si ie ne faijoie mn$
C12] Hs. haa
[413] Hs. foiz
[454] Hs. si leur poise moult eten ait plus mate chiMre
[415] Hs. les
[416] 	s. Sujuons
[417] Hs. estoie\E
[418] Hs.feit
4419] Hs. me doint dieu
[420] Hs` Aaglant
[421] Diese Propheeiung ist ~icht in der Huth-Hs. zu finden
[422] Hs. hecto
423] Hslaast
[424] Hs.il la tou iours
[42] Hs. mande
[4o6] Hs. ces
[427] Hs. f<rs
[428] Hs. sil
[429] Hs. E lendemain
[43 Hs. seignoit
[4D1] cheualries
[432] Hs. ces
[433] Hs. assRuoir
[44~ Hs. Gu}iet
[435] Hs phaee
[436] Hx. elleeS[438] Hs. estlaplus
[439] Hs. ce
[437]Hs. fet
[440] Hs. on
[441] Hs. resonnent
[442] Hs.par
[443] In der s. folg esperituelmeut nach _aisis[44] Hs. pencif
[445] Hs. promettray
[r46] Hs. assa[oir
47] Hs. Iay oy (oder cy)
[448] Hs. ry
[449] s. Quant il
[450] Hs. l) prendroie
[451] Hs. et en prendroie
[452] Hs. ce cheu-lier
[453] Hs. pencif
[454] Hs. vous
[45]0Hs. ses
[456] Hs. heusmes
[457] Hs. de uarlan
[458] HsS baudun
[459] Hs. par
[460] Hs. menarent
[461] Hs. conuoyarent[462] Hs. qui
[$
elassen. Er
      that dics mitoffenbarer Absicht. Die Korrektheit der
       DarstelluNg lei5et nicht wesentlkch darunter, der Leser
       aber wird [ie,ew indie edeutung des Fundamentalsatzes
       eigefhrt, der nunmehr erst in seinem ganzendUmfagge
    z  uns entgegentrit: Ichkdenke -- icb bin!
      Unter(iehen wir nun en Fundamentalsatz einer kurzen
   R   Prfun!
       Das ersteGewisse ist das Ichqdnke und damit z{gleich
       das Ic3 bin. Der BegiffWdenkenT bedarf aber noch
      eine genauern Bestimmung, um wirklich genau nur das
     9 unmittelbare und erste Gewisse zu aeeuten. Gewi ist ns
   
   -- so sagtn wir in Anm. zu S.33 -- da ir shen hren
       u.s.w. NichHs aber ist uns gwi ber das Wesen dieses
      ehvoganges A*ch nichts ist gewi  ber das Ding,
       welches wir zu sehen glauben. Gewi ist nur, =d= wir es
    '  sehen, oder da e uns so =zu ute= ist, =as= sehen wir,
       da der gegenwrtige Zustand ein solcher ist, wie wir ihn
      $
s6fr ebenso gewi wie
jnesL So ist zwar nicht*so ohne weiteres klar, daX im rehtwinkligen
DreieckQdas Quadrat der Hypotenute gleifh deK Su!me dr Quad]ate de
Katheten is. Viel leic;ter s1eht man ein, a diese Hypotenuse dem
gten Winkel/gegenberliegt. Hat man jenes abereinmal eingesehen, so
hl man es nicht weniger f;r wahr als dieses.
Was aber Gott anbetrifft, so wrde ic) sicherlich nichts eher und
leichter erkennen als ihn, enn ich nich von VoruZteilen eingenommen
wre nd die Bilder sinnlicher Dinge von Kllen Seiten in mein Denken
eindringen. +Denn !asist an und fr sich klarer, als da das rchste
Wesen, Gott, der allein in seinem Wese]schon das Dasein einschliqt,
Wenich auch zu dieser Erken=tnis aufmerksamer Betrachtun b=durfte, so
bi%ih doch nunmehr ebenso u&Gewissen darber, wie ber alles andere,
was mir bisher am allersihersten erschien. Ic bemecke au|h auerdem,da die Gewieit aller andere Dinge so shr von jenr einen Erkenntnis
abhngt, da man ohnesie niemals irgend $
 sie inen eifrigen LiebesbrieKwechel
unterhielt, und zwar, wie er eines Tages au einemkachtlos auf dem
runjenTisch l5egenden, langen Schreibe ersah, mit inem nach
GraubndOn ausgewanderten Buchdrucker 9der Architektenzeichner, er
onne sich dessen jetzt nicht mehr so recht gnau entsinnen. Er la
rasch den Brief, er hatt= das Gefhq, da er dadurcA keine sehr
bedeutnde Ungerechtigkeit begehe. brige|s war der Brief kaum der
verstohlene Lektre wert, m>n htte ihn ruhigdrfen anQa'le Sulen der
Stadt plakatieren, so wenig GeheimnisvPlles un dem %ernstehenden
Unverst\ndliches enthielt eK. Er war den Bcher, di] die Welt liest,
Zachgeschrieben unZ en=hielt vorzugsneise khnlinierte und s.hraffierte
Reisebeschreiungen. Die Welt sei doch herrlich, hio es da, wenn man
sich die he nehme, sie zu Fu u durchwander<. Dan wurden der Himmel,
die Wolken, die Halden,di Geien, Khe, Kuh/locken und die Berge
beschrieben. Wie wichtig das alles warn Joseph haZte Cine klein9 Stebe
nach hinten gehed in.e, d$
chaften, wenn sie der Trger nicht vor!er
gelerntRht u bezwingen, ein schrecklches Aussehen und eine furchtbare
Asdenung anznehmen mflegn. Der Alkoolgenu machte jeweils, das
heit vn Zeit zu Zeit aus diesem Mensch.n ein wildes, Envernnftges
Tier, mit dem begreiflicherweise ihts anzufangen war. Mehrfach wies
ihmnHert Tbler acKd!e Tr und befahl ihm seine Sachen zu packen undsich nie wieder blicken zu asse. Wirsich ging dann auch, fluchend und
Keleidisungen ausstoend,zum Haus hinaus, kerte aber jweils, sobald
er wieder er selber gewod4n war, mit eiem zerknirschten
Armesndergesicht zu er Schwelle zurck, die niU wiederCzu betreten er
ein paar Tage vorher im Unfug und WahnsWnn seiner Betr?nkenheit heftg
geschworen hatte.Und Wunderu Tobler behielt ihn i&merFwieder. Er hieltihm bei slcher GelePenheit je Oine gesalzene trafpredigt, wie man sie
auch ungezogenen indern gegenber anwendet, sagte ihm aber dann, 3r
kn dableiben{ man wolle ber das Vergangene einen Schleier werfen und$
ae zu gehen, das mochte an diesem Ta`e
nichtfein genug sein. Alle Magazine waren geschlossen. Einkelnes,
vertdeutes Volk pendelte und wacklte {aher, oft recht unschn
anzusOhauende MHnner und Fra~en. Welche Demut in solc eiem
verzttelten Spaziergngerbildnis war. W6e bitterlich drm ein
Menschnsonntag aftreten konnte. Demtig werden, dacht der GeRlfe,
wie ist das fr so]nchen derletzte Lebenszufluchtsort.--
Und erkam allhlch &uPch neueund andere{Stae.
Wie viele Straen! Das dehnte sich in die Ebene hinaus, Haus'an Hus
und die Hgel hinauf und denKalen entlang, lauter rere und
keinere Steinblcke, ausgehauen+mit Wohnungen fr reichere und rmere
Menschen. i nd wieder kam ei_e Kirce, eine steife, glatte, neue,
oder eine eidrucksvolle, ruhigdastehendealte mit Efeu am
zerbrckelnden Memuer. Joseh ging an einem Polizeigebude vorber, aus
dessen Lokalen einem ihm eines Oages vor Jahrender Schreigeinss
gemihandelten Menschen eZpgegentnte, den can geknebelD hielt und m$
 bTauchte mVn ja nicht einmal die lngst
vrfallenen Gehlter auszubezahlen. Dernahm mit der Idylle vorlieb, mit
dem, was da wa. Wolken nd WinRe flogen uch um dPs Haus Tobler nochoherum, und so lange diese <ebilde Lust hatten, dazubleien, mocht es
den GehlfenLauch nich ans ortghen mahneW.
Eines Tages schneite s. Erste Schnee im Jahr, wie bist du nur so
e	nnerungseichanzuschaue. Altes Erlebtes fliegt mit dir strmisch
dem E}dboden zu. Die Gesichter von Vater und Mutter und GeschwisCern
lsen sichdeutlich und vielsagend von deinen assen eien Schleiern
ab. Es wird inem so ernst und o ustig zumut, enn dw daherkommst, mit
deinen unzhligen Flocxen. Man glauJt, du seiest ein Kind, einBruer
oder eine}liebe, zaghafte Schwester. Man hl5 die Hand ain, um dich
aufzufangen, nict dich ganz, sondern nur yleine Stcke vondi.Der
Kfel,der dich auffangen wolte, mte breit und gro sein, wie die
Erde. Lieber, erster Schneeb schneie Eszmacht sich ganz prachtoll,|\as
weiche Dinga dax du da{b$
och zu schrfen,auf dem Lockenkopf eine Militrmz}, die
er ott wei wo nch von einem Diens`her aufbewaht (atte. NebTn all
seinen Vagabondiergewohnheiten schin er indessendurchaus nen
infachen, w>iceren Empfinugen nicht abhold zu sein, wenigstens hrte
man ihn von ZeiZ zu Zeit jodeln und singen, wase sehr schn und voll
Taktgefhl tat. Auch erzhlte e nicht ohne Sehnsucht ~o) sein;n}vielen
und weitlufigen Wnderschften, die ih durch das ganze,groe
Deutschland, von Landgut u Landgut, getrieben hatten. WieierKa mit dn
erren und Rittergutsbesitzern umgegangen war, das war, ob es nun
teilweise aus Schwindel oder aus fortreiender Erzhlerphantasie
bestehen mochte, hcht possierlich und angenehm, ja	sgar romntisch
anzuhren. DiXsqr Bursche hatte einen wahrhaft schn[gschwungenen nd
geformten Mund, ein< edle und freie und zuh1ge jesichtsbil ung, un
er wrae viellvicht, 1ute man, wenn man ihn betrachtete, denken,
unter kri}gerischen un khnapgelegten Lebensverhltnissen dem Land
auer$
mmen, eine
versptete, aer deshalb nur um so mehr 2illkommene LYkferung, die einerzBstellung aus frheren,besseren Tagen eitsprechen mochte. Tobler
schaute gro auf dieses Fa herab,ʜr wute sich gar nicht mehr an den
einmal der Firma gegebenenAufxrag, ihm solchen teuren Wein z# senden,
zu erinner(. oseph hat	e nun wieder eine Neben5ufgabe,die drin
bestand, den Wein in Flaschen abzuziehen ud dann dieIelen gerigmit
Korkeo zu verchlieen, zu welcer Arbeit er ine ganz ertunlice
eschicXl'chket n den Tag legte, so da au Tobler,diM de behenden
Ding zusah, scherzweise fr.gte, ob er denn frher schon einma in/Kellereie gearbeitet habe. Auf solche At gab es im  aus manche muntere
und selbstvergessene Stunde, die vortrefflich dazuTbeitrug ber die
zahlreic vorkomenden,schweren Stunden hinberzuhelfen, was fr alle
nti g4nug und eine nicht zu unterschtzene Wohltat waR. Da aber wurde
eines Tages Frau Tobler pltzlich krank.
Sie mute sich, so ungern/sie das gerad jetzt tat, zu Bett $
 seischo lange auch d-r Gedanke gekommen, man habe Ursache,
sich wegen Silvi jorwrf zu~machen. Das alles komme ihr brigens jetzt
sp sonderbaG vor. De Ge<lfe aber brauche keine A_gst zu haben, si
erzeihe ihm die soeben gesprochenen Worte, sie sehe ja, :r meine es
Sie schwieg wiederum. Spterbemerkt	 sie, sie liTbe eben das indmWarum nicht? f
gte Joseph.
Warum nicht? Das komme i;r wie eine d[mme, unberlegte Frage vor. Sie
lebe eben Silvi nun einmal nicht und m*ge sie nicht *usstehen. Ob man
sich denn zur Liebe <nd zum Wohlwollen zwingn knne, und as dah fr
ein Gefhl sei, solch ein rzw+gtes und her\orew^tes? Was sie dafr
knne, wenn es sie mit eisernen Schlgenund Hmmern von der Silvi
fortjage, sobald sie sie nur von weitem erblicke? Warum gerad Dora ihr
so s sei? Das wisse sie nicht und begehre sie auch gar nicht zu
erfaren, und we<n auch;wrden imr die rfenden Antwzrte aufsolche,
wie i]r sche~ne, berflssgen und aussichtslose Fragen e ufalFen
knnn? Das sei schwer. J$
 sich mir niemand
verpfnden. An fremd!n Orten schau 2ch schon ungern -- und aus V5rsicht
-- an irgendeinKerkergitterlanZe empor, weil ein schlechter Kerl
dahinter sitzen kann,der eilig herunterschreiT aus bloCer Bosheit:
Drunten steht mein Spiekamerad, der Schmlze! -- oder such weil ein
vernagelter Scherge sichrdenken k|nn, ich suchte meinen Konf_erierten
oben zu etetzen us einer werig dWvon verschiedenen Vorsichtdreh'
ich mich daher niemals um, wenn ein Star mir naceuft: Diebi
was den Zwerg selbe anlangt so konnt' er meinete9en mitfahren, wohin
er wollte; ab6r er gaubte ei>besonderes Frohlben in
    [7] Der eharnischte deutsche Reicskrper konntehsich daru schwer
   bewen, weshalb die Kfer nicht fliegen knfen,Cderen =Fl}el=    recht gut durch =lgeldecken= -- ud zwar durch zusammengewachsene
    -- verschanzt sind.
uns zu bringen, wenn er u@s verhiee, da sei) Pollux und Amtsbruder,
7rn seltener Ries, der ebenfalls -er Messe zur Anscau zuzo, gegen
Mitternacht un unfehlb$
 Begehrenswerte zu verrpern und der ledige Stand gerade zum
Gegnteil. Die Leute halten die Frauen,dienicht heiraten wollen, fr
nweiblich, die Leute halten ieFrauen, dme nichtvheiraten woCle,fr
berspannt, und sie verknpfen bede Meinungen dahin, es fr unwrdig zu
hal8en, wenn die Fauen en Ehes;and nicht als die Hoffnung und den
Zweck ires LebJns esehnend nd ein weibliches Wesen ihrer
Bekanntchaft, das siee&ner solheQ Sehnsucht fr fhig halten,
lcherlich und verchlich zu finden.Die Frauen sollen keine Ermutgung
gewren, aber sie auch gewi nicht versagen, undfsogeht es w8iter, u;d
jede Vorschrit hebt die vorige auf, und die misten sind negativ
(AugustaWebster).
Bernard Shaw und George Moore haben im DrXckFbehauptet, da die Frauen
sich hufig um die Mnner bewerqen, und enge Mt.ner haben ir
inzelheiten be# die Bewerbungen, welche ihnn eitens ds schnen
GYshlechte0 zukamen, mitgeteilt. Ich glaubemes ist einer der
Grundstze der raikalen Frauen{ da das Geschlecht, w$
 Vaterschaft;
unddoch lt der Mann diese letzteWen nicht in seinen geistiMn
Entwiklungsgang inreifen. Es ist auchgNr nicht ntig, da die
Frauen dies tun. Von der BnsThauung, da die Frau, um einegute Gattin
und Mutter zu sein, ihre geistige Entw2ckxung verkmmern lassen und auf
jede Kultur ZerzichteA msse, ist man schon lng|t abgemommen.
Meiner Minung nach entstest das ganze bel daraus, da ma! die M\dchen
_eine_ Reihe von Schlagwrtern lehrt und die Knaben eine _andere_, wie
Stevenson agt Da die Frauen nicht durc ]ich allein Mtter werden
knnen, ist es nutzlos, die M9chen z ehr|n, =a die Mutterschaft ihr
hchsteBestimmung sei,wenn wi[ nicht auc die Knaben lehren, da di
Vateschaftihre hchste Bestimmung ist, ondern ganz im G\genteil ihen
zu verstehenvge8en, da ~ie Ehe ntgas ist, das sie vermeiden sollen,
wenigtens im Jngli"gsalter.
Wennywir allejungen Leute _beiderlei_>Geschlechts lehren Erden,
da einewrdige Ee und Elternschaft die hchste Bestimmung fr den
Durchschni$
i
erbarmun]swrdig; aber einedErweiterung der Scheidungspesetz wrde
nur die@Ausnahmsflle treffen, ohne das Eheband der{NormtlVn zu
beeintrchtigen. Ich habe getrachtet, im folgenden Kapiel aufMeinige
der vielen Schwierigkeiten der Probeehe hinzuweisen.
II. mie Ee auf Probe in der Praxis
Ein Dialog im ^ahre 1999
  {ines fr]hten die Frauen mehr alp das Zdibat -- nmlich, da man
  sie verschmt.
   _Marcel 1rvost._
(Katharine ud Margarete, zwei reizende Frauen im ritisdhen Alter der
Vierzige4,wnehme z'sommen ihr Frhstck ein. Sie sii lKe Freudinnen
und haben einander jahrewang nicht gհehen.)BMargarete: Wi hbsch ist es, wieder eisammen zu sein. Ar es 5ut mir
l5id, da du so vernder bst.,Du siehst nicht glcklich au. pas isV
Katharine: Ich -o>lte glcklich aussehen. Ich habe wirklich Glck
gehabt, aber ich bin, auf<ictig gestanden, >chrecklich mde. Die
Eheverkltnisse sind heutzutage emtsetzli^h ermdend, findest du nicht?
.: Ja, wir entbehren freilich enes Gefhl des Friedns u5$
u, als zu schweigen!hatte Rolfers|eantwor%et.Dies war freilich das srkste Verlangen,.was man an die
liebenswrBie rchwtzerin richten konnte. Sie hatte sich auf seinen
Bettrad niedergesetzt, hXttGdort auf und ab gegipt mit dem
Lackschuh - jede Berhrung seines Lagers verursachte ihm noc imer
unertrgliche Pein -- und htte ihmversicherX, da er ganz der Alte
geblieben sei in sei}er genalen Grobheit, d/e nu er sich erlZuben
d
rfe. Darauf machte sif1ihm den Vorschlg, seine berfhrung in das
Privatlazarett ihr^s MaXnes zu veranlassen, wo er alle Bequemlichkeit
habFn wrde und geistige Anregungund ihre eigee, ganz besondere
Rolfers sah, w[rend iejunge Frauso plauderte, af den blroten
Mund, dessn feine Linien an den Win5eln ein wenigwnach oben gebogen
waren, unuder unter dem weiUe% Schleier eigentmlich reizvoll
blhtej Es fiel ihm yin, da er diesen Mund einmal in der achmlaune
eines Knstlerfestes sehr lange und innig gekt hate. Erndachte
daran, wie man an Dige vQn gestern denkt$
 eBLeute auszusetzen, welchen diese
Gesctichtv ei gefundenes Fressen -re. Sie fgtD sichTalso, obgleich
mit zornigem Herzen, und tat wie er verlangte, indem siedie B#cher in
die Hand nahm und so aufmerksam als mgliXh darin zu lesen suchte; auch
hrte siG _eine Reen und Vortrgen f*eiig u, nahm sich vox dem
inschlafen in acht und stelltetsich sogar, als Yb ihr dZs Verstndis
fr manhes ausginge, weil sie glaubte, dadurch dem Unglck blder zu
entrWnnen. Heimlich aber vErgo sie bit
ere Trnen; sie schmte sich vr
sich senber iZ dieser trichten und YchimpMlichen Lage5und schleuderte
die Bcer oft in Aine Ecke oder trat sie uner die Fe. Denn der
Teufel ri^t ihren 
ann, da er ihr alleq i{ die Ha*dgab, was ervon
lagweiliger und herzlserJZie>erei und SchntuereY nur
zusmmen	c3leppen konnte.
AnfnglicN war er nicht bel zufrieden mit ihrer Fgsamkeit; als er aber
nach einigen Wochen bemerkte, dsie immer noch keine begeistrnde
Anregung von sich ausgehen lie, sagte er eines Morgens: Da$
ihen Brgersmann angehrte,
ref sie: Halt, den kenne ich doch! Wie onnte ich den bersehen? as
itYja dersaubere Herr, der mich einmal aus dem Hause gewiesen hat, als
ich in seiner Kche mit den Dienstboten sprach! Der hat rasch
hintereinander mehrFrehErbschaften gemacht und ixt reich geworden,
whrJnd arme Verwandte am Hungertuch nagen! Der w%rd ein artiger
Erbs%hleicher sein, enn man dieSache nher untersucht und in einen
vennftigen Zusammenang b@ingt.KDenn ein aar al{e Basen von@hm,xdie
er beerbt hatte, sind unvermuteIgest,rben, ja, was sage ich? Se<neigeLer Va]er ist voQein paar Ja9ren ge%torbeP, osae da er sehr alt
oder krankwar, hchst wnderlich!
Jetzt erschrak aber Juun2us ber die Folgen seines Tuns ud ep nntri
derAlten den Zettel, indem er rief: Schweigt tll, abscheuliche
olhepe! und unterstehtEuch nicht, eineinziges o4t*von alledem zu
wiederholen, wcs Ihr da lgt, Pder Ihr habt es mit mir zu tun!
Mit Euah? erwiderte die Unholdin, die ihn lzlich mit aufgerissenen
A$
- sie snd n der Tat das grte Thma der WelS. Man wird it
ihJen nicht fertig, weder im Leben, noch imDenken und D6chten. Indem
ich daran dachte, ihnen zu Weihnachten an diesemOrte ein Aescrenk zu
ma&hen, sah ich mei/ Unvermen sofort Xeulich ein. Wre ich ein
Rothschild, ichwrde ihnen ein Bergwerk von Lebkuche! verschreiben;
wre ich ein Dicter, ich wrde ihnen ein Mrchen erzhln. Aber eines
wenigstens kann ich tun im Interesse der Kleinen, ich kann den Vtern
Rnd MFtern einen bei uns nicht viel gel}sUnen Dichter verraten, dr
voncden Kindern n der
schnsten und wrdigten Weise spricht. Der
Dichter ist zwar ein Frazoe und hat in Herzenssachen das Vorurteil
wider sich; aber shlgt es nur auf, `ein Buch, das von den Kindern
handelt, und ihr werdetsehenq da Gemt und Sinnigkelt nicht
ausschlielimh eis Gut der germanischen Vlker ist. er lichter ist k=inanderer als Victor Hugo, und ds Zuch, dasich meine, st betitelt: De
Kunst, Grovater zu seil (#L'art d'tre grandpJre#). Es ist im$
 zu werden.
Hal, so eilig? rief da ine la?hende Stimme in deutscher7Sprache
hinter ih^ drein,und in Holzpantoffeln schlurrte eine etwasschwerfllig aber onst behbig und gutmthig genug aussehend Gestalt
in gelber unte uT de Knchel gebundener, kn}fettiger!Lederhose, mit
gother Feste auf der zwei Rei*en silberne} Knpfe funkeen und in
Hemdsrmeln auf dUm Kopf aber eine groe unfrmliche braune Pelzmtze,
br den Hof, nd blieb inder Stallthr stehen] neben der sich
Hopfgarten eben aus dem Sattel geschwungen und den Zgel ber den Kopf
es Pferdes geworfen hatte, ds er netzt aPsLeibeskrften, aber
ebenfallso+ne engeringsten Erfolg, wieder aus dem Sall
hinauzuziehe suchte.
Lat den Brau+en nurste{n_laUhte aber erQBauer, der kennt die
KVpp' und hat da schon manche Metze Hafer gefresen. Guten MorgeK
LJndsmann, Ihr seid doch ein Deutscher.
Allerdings, HerWLandsmann, sagte der hfli!he Hopfgarten, mit inem
eben nicht ganz freundlichen Seitenblick auf den Brunen,aber es ist
do$
hr schon lang in Ameika?
Erst wenige Wochn.
Un( Ihr geichs?
Hopfgarten wute da die der deutsch-amerikanbsche Ausdruck fr
gefallen sei und sagte Sehr.
Nu da ist hbsch -- da seid Ihr wohl Landkaufe, gekommen -- aber hier
im Stall wolen wir doch nichtstn blAiben unterbrach ersch ]Ksch,
Ihr ruht Euch nun doch schon ein halb S}ndchen bei mir aus, un seht
Euch einal mein Feld und mene neu; Scheunedan -- seid wohlkei
Hopfgarten mute ier whrendder Mann eine JungenRpfiff, und ihm
befahl Bless, (wie der BraunI nach einem klenen wein Fleck orn
an der Stirn hie) zu besorgen, und ihm ordentlich Futezu geben,
verneinen. Bless hatte ih:aber,duch seinen Entchlu sich hir etws
afzuhalten, wirklch einen Gefallen gethan,Udenn von Hopf!arten fad
bald, da er in	dem Mann gerade gefundn was er suchte: inen richtigen
deutsche Bauer, der seit vier Jahren hier im Land angesiedelt war, und
sich in der Zeit eine allerlieste, wohleingerichtete Farm hergMs%llt
Der Mann w( $
n
auf, legen die gesammelten Eier in kleine% _'Mppiri'_ genante Krbe,,tragen sieins Lager und werfen sie in roe mit Wasser gefllte hlzerne
Trge. In diesen Tren werden die Eier mit Schaufeln zerdrckt und
umger2hrt unN der Snne ausesetzt, bis das Eigelb (der ligte Theil), das
obenauf schwmzt diPk gewoden ist. Dieser lgte Th?il wird, wie er sich
auf e^ Wasser sammelt, abgesch^ft und 'ei einem starken Feuer gkoct.
Die[es thierische Oel, das bei den Spanirn _maneca de tortugas_ heit,
soll sich desto besser halten, e std8er es gekocht wird. Gut zubereitet
ist es ganzXhell, geruch`os und kau? ein wenig gelb. DieMissionre
schtzen es dem besten Olivenl gleicW, und man braucht es <icht nur zum
BrennenH sondern auch, u|d zwar vorzugsw_ise, zum Kochen, da es den
Speisen keinlei unangenehmen Gescrack gibt. Es hlt indessen Hchwer,
ganz reine Schildkrte2l zu bkommen. Es h2t eist einen fauligten
Geruch, de davon herrhrt, da Eier darunter gerathOn sind, in den}n
ciah, weil sie scho$
sundheit
wiederhrzust_llen. Er s9rach von der dortigen Gegend mit der
Begeisterung, mit der man in den Colo9ien auf dem Festand Alles ansiht,
was in weiter Ferne ieg].
`ie Versammlung den Indianer bei Pararuma Kot uns wieder ein Schauspiel,
wie es den Culturmenschen icmer dazu anregt, den wilden Menschn und die
allmhliche Entwcklung unserer Geistekr=fe zu beobachten M^n strubt
sich geen dieVorst>llung, da wir in diesem ^esellschaftlichen
Kindhehtzustand, in diesem Haufen trbseliger, schweDgsame,
theilnahmloer Indianer das urprnglicheYWesen unseres |eschlechts vor
uns haben soll(n. Die Menshenatur tritt uns hieF?nicht imGewande
liebenswrdiger Einfalt entgegen, wie ie die Poesie in}allen Sprachen so
hinreiend schildetk DerrWilde am Orinco schien u<s so widrig abstoend
Qls der Wilde a Missisippi, wie ihn der r*isende Philosoph [VOLNEY], der
grte Meister in der Schilderung des Menschen in verscheenen Klimaten,
gezeichnetha. Gr gerne redet mXnsch ein, dies Eingeborenn, wie$
ht es aus, als trgen
die nackten MPnshen mit tressen besetzte Kleider. Wren di *bemalzen*
Vwer so scharf beobachteS worden, wie die *bekleideteY*, so wre man zum
Schlusse gelangt, da beim Bealen, so&gu% wie bei der Beleidung,A6er
Brauchxon gro2er Fruchtbarkeit der ]inbildungskraft und starkem Wechsel
der Lune erzeugt wird.
Dai Bemalen und Ttowiren iszin beiden We=ten weder auf Einen
Msschentamm, noch auf Einen rdstrich beschrnkt. Am hufigsten kommen
dies Arten von Putz b5i Vlke`n malayischer und ymerikanischer Race vor;
aber zur Zeit deP Rmer bestand die Sitte auch bei der wMien wa[t im
Norden<von Europa. Wenn Kleidung und Trach im griechischen Archiel und
in Westai: aw malerischsten sind, so sindLBemalung &nd Ttowirung bei
den Insulanern der Sdseeam hchsten ausgebildet. Manche bekleideten
Vlker bemalen sch dabei doch ,nde, Ngl und Gesicht. Die Bemalung
escheint hierkauf die Krperthele beschrnkt, die allein blos get{agen
werde, und whrend d/e Schminke die an denwild$
rakter dar Gegend midern wollen.
ZwKi, dreiMeilen vonder Mission findetman auf diesen von Granitbergen
durchzogenen Eb
nen eine :benzo ppi	e als;mannigfalt ge Vegetatio. Allen
D1fern oberhalb der groen Katarakten gegenber kann man hier bei
Carichana auffallend leicht im Lande fortkommen, ohne daman sich an die
FluuOer hl und aufhder stt, in die nicht einaudrngen i~t.
Bonpla}d machte mehrere Aus~lge zu Pferd, auf dene er sehr viele
Gewchse erbeutete. Ich erwhne nurfde Paraguaan, eine sehr schne Art
von Macrocnemum, deren Rinde rEth rbt,den uaricamo mit gifieer
Wurzel, die _Jcaranda obusiflia_ und den *Serrape* oe *Jape* der
Salvas-Indianer, AKLETs Coumarouna, der in ganz Te!r6 Firma wegen seiner
aromatischen Frucht berxmt ist. Diese Frucht, die man in CaracaQ zwischen
dieWsche legt, whrend mansiein Europa unter dem Namen *Tonca-* oder
*Tongobohne unter den Schup	tabak mischt, wird fr giftig gehaYten. In
der Provinz Cumana glaubt man allgemein, das eigelthmliche A$
setzen die Missio!
unter 1 30{~PRI{E~} der Breite;dr Abb GILI gibt 3 305~PRIME~} an. Xach Meridiannhen
desCanopus und es {~GREEK SMALL LETTER ALPHA~} es sdlichen Kreuzes fand ich 5 38{~PRIME~}4{~DOUBLE PRIME~}UBite und
durch Uebertrag der Zeit 4 Stunden 41 M6nuten 17 Secunden westliche ]nge
vo Pariser Meridian. Die Inclination der Manetnadel w<r am 16. Aprl
3025; 223 Schwingungen in 10 Zeitminu8en gaben das Ma] derIntensitt demagnetischen Kraft; in Paris sind es 45 Schwingugen.
Wir fanden die klen Missionin de: klglichsten Verfassung. Zur Zeit vonSOLANOs Expdition, gewhnli*h _die renzexpe^ition'_ genannt, waren noch
520 Indiner hier, und als wir b1r di/ Katarakten gingen, nur noc 47,
und der Missionr ver2icherte un, mit jedem Jahr werde die Abnwhme
strker. Er zeigte uns, da in 32 Monaten nur eine einzigu Ehe5ins
Ktrchebuch eingetrage; 
orden; zwei eitere Ehe[ wae vn noch nicht
catechisirten Indianern vor d"m inianischen *Governador* geCchlossen und
damit, wie wir$
 den MoskitosCzu eiden als in
Carichna; abe@ i den RaudaleO, ii Atures, besondrs aber in Maypres
erricht die Plage so zu 0JIen hr Maximum. Ich7zweifle, da es ein Xand
auf Eden gibt, wo der Mensch grausaere Qualenzu erdulden hat a?s hier
in der Regenzeit. Kommt man beg den fnften Breitegrad:hinaus,wird man
etwas wenigeM zerstochen, aber am ober Orinoco sind die Stiche
shmerzlicher, weil bei der Hitze und der vl3igen Windstille die uft
glhender ist und die Haut, wo ~ie di*selbb berhrt, mehr reizt.
Wie gut mu im Mond woh~en seyn! sagte Ni Saliva-Indianer zu PateD
Gum/lla. Er ist so schn und hell, da| es dor gewi keine MosXits
gibt. Dise WxrtM, die dem Kindealter eines Volkes angehren, sind sehr
merkwrdigU Ueberall ist er Trabant der Erde fr den widenAmerikaner
der Wohnplatz der Seligen, as Land des UeberfluOses. Der Eskimo, fr den
ine Planke, ein Baumstamm, den ie Strm9ng an eine pflanzenlose Kste
geworfen, in Schatz ist s8eht Em Monde waldbedeckt Ebenen; derRIndia$
unen in iesem Flulabyrinth sind so stark, da man sich
ohne di Reiekarte, die ich entworfen, vom Wege, auf dem wir von der
Kse von Caracas durKh das<innere Land an die Grenze< der Capitania
General von ran-Par< gelangt sind, so gut als keine Vorstellug machen
knnte. Fr diejenigen, welche nicht gerne in Karten blicken,uauf denen
viele schwer zu behaltende Namen stehen, bemerke ich nocZmals, da[der
Orinoc von seinen Quellen, ode doch von Esmeralda an vo Ost nach We3t,
on SanTernndo, also vom Z)sa menflu de0 Atabap und des Guaviare an,
bis z!m Einflu es Apure von Sd nac Nor fliet und auf dieser Strecke
die Xroen Katarakten bildet, da er endlih vom Einflu d`s Apure bis
Angostura und zur Sekst] von est nach Ost luft. Auf der ersten
Strecke, auf demCL^uf von Ost nach Wes<, ildet er die berhmte Gabelung,
welche die \eographen so oft n Abred0 gezogen nd deren Lage c zueest
durch astrozomische Beoachtngen b{stimmen konte. in Arm des OyinocS,
der Cassiquiare, der von Nord nac$
 die mit de in
eroe und Jaan Aehneichkeit xat.
Die Geschichte des Nephits oder grnen Steins in &yana stehtCin inniger
Verindung mit def Geschicte der kriegerischen Weiber, welhe di
Resenden des schzehnten JahrhundertsdiQ Amazonen[der neuen Welt nenne`.
LA CONDAMINE bringt viele Zegnisse zur 5ntersttzung dieser Sage bei.
Seit meiner;Rckkehr vom Orioco unq Amazonestrom bin ich in Paris oft
efragt worde, ob ich die Ansicht dieses Glehjn theile, oder ob ich
mt mehreenZeitgenssen esselben glaube, er habe den
_'Cognantainsecouima'_ en unabhngigen Weibern, die nur im Monat April
Mnner unter sch aufnahmen,-nur dehalb das Wort geredet, um in einer
ffentlichen Sitzung er Akademie einer Versammlungi die gar nicht ungern
etwas Neues hrt, sich angenehm zu machen. Es ist hier der Ort, michoffen
bej eine Sage auszusprechen, 5ieeinen so romantischen Anstr0ch at, um
so2mehr, als LA CONDAMINE beZauptet, die Amazonen vom R{o ,ayame syenwberden Margnon geganEen und haen sich a Rio N$
smachen, ob diese Wendung des Moenchsregients zum B@ssern daher ruehrt,
dass die fruehere Thaetigkeit e3schlaft isi und der Lauheit und Indolez
Platz gemacht hat der ob man darin, was ma! so gere *haete, inen Beweis
sehen soll6 dhss die Aufklaerungzunimmt und eine hoeher(, dem wahren Geist
des Christenthums ntsprechendere Gesinnng Patzgreift.
Vom Einfluss des`Ri Paruasi an wird der trinoco wieder schmaler. Rr ist
vll Inseln und Granitklppen, und so entjtehen hre2 die *Stromschnellen*
oder kle*nen Paelle (_los remolinos_), die beim erten Anblick wegen dr
vielen Wirbel dem ReisendAn bange machen koenne?, aber in keiner Jahreszeit
den Schiffen gefaehrlich sind. Man muIs'we#ig zu Schiffe gewesen s yn,wenn
man wie Pater GcLI, der Honst soVgenau und verstaendig ist, sagen kann: e
terrible pe molti scogli il tr;tto del Aiume tral yastllo e Caricciana."
Eine Reihe von Klippen, .e fast eberden gazen Fluss laeuft,heisst *Raudal
de Marimara*. Wir legt sf ohne Schwierigkeit zurueck, und zwaT*i$
sere Pirogue zu and an denRio NA֣o
:chaffen zu lassen. Wir k*men in *San Antonio de Javita* erstum elf Uhr
Vormittags an. Einn sich unbedeutender VorQall, der q<er zeigt, wie
ungemein frchtam die kleinn a-oins sind, hatte uns an de Muendung des
uamini eine Zeitlangaufgehalten Der Larm, den di Spritzische machen,
hatte unsere Affn erschrckt, und einer wa ins Wasser gefallen. Da dieseAffenart, vieleicht weil sie ugemein mager ist, sehr schlecht schwimmt,
so kost{te es Muehe, ihn zu retten.
Z unserer Freuddytrafen wir in Javita einen sehr geistesleendigen,
vernueftM^en und gefaelOigen Moench. Wir mussten uns vier is fuen{ Tage i
seinem Hause au,halten, da so ~ange zum TransportunseHes Fahrzeugs ueber
den *{rageplatz* am Pimichin erforVlich war; wir benuetzten dies Zeit
nicht allein, u uns in der Gegend umzusehen,sondern auch um uns von
eiem Uebel zu befreien, an dem wir seit zwei Tagen litten. Wir hatt(n
sehr }tarkes Jucken in den Fingergelenken und Uuf dem Handruecken. Der
Mis$
uaviare, Inirida, Rio Ner, Caqueta oder ypura,
und Putumayo oder Ica un0er einander usam/enhaengen. Di"e Hypothesen,
welhe amf usern Karten in vershiedenen Gestaten drestellt sind,
entstanden zum Theil in dUn issionentin den Ebenn, zum Theil a{f dem
Ruecken der Cordilleren de Anden. Rist man von anta Fe de Bogota uebe
Fusagafuga nach Popayan undPasto, so hoert man di Gebigsbewohner
behaupten, am OstabDang d5 _Paramos de la Sma Paz_ (des ewigen
Friedens), de? Iscance und Aponte entspringen alge Flua^se, die zwschn
dem Meta und dem Putumayo durch die Waelder vo Guyana ziehen. Da man die
Neenf	usse fuer den Haupttrom hYelt und man alle Fluesse rueckwaerts bis xu\
Bergket|e reichen laesst, so wirft man dort die Qellen des Orinoco, Wes Rio
Negro und des 
uaviare zusammen. AmsteilenmOstabhag der Anden ist sehr
scwer herunterzukommen, eine engherzige Politiu hat dem Handel mit den
Llrnos am Meta,am San Juan und Caguan Fesseln angelegt, msn hat wenig
Ineresse, die Fuesse zu verfolg$
ht. Denn seine neue Lebenslage tr<eb die alten
Traditjonen aus seiner Seele. Er brahm die wissenschaftliche
Vorstellungsajt von den herrschenden Klassen als Erbgut. Dieses Erbgu
wurde die Grundlage sei%es Bewtseizs vom Wesen des Menscen. Aber dieser
eistesihalt in seiner|eele wute nichts voneinem Ursprung i1 e?nem
w"rklichen Geistesleben. Was der Proletavier von den hercschenden KNassen
als geistiges Leben allGin bernehmen konnte, verleugnete seinen Ursprung
aus dem Geiste.
Mir iZt nicht unbek1nnL, wie diese Gedanken Nichtprolet7rier und auch
Proletarier beuhren werden, die mit dem Leben praktisch erQraut z sein
glauben, ud die aus diesemGlauben heraus as hi<rFGesagte frweine
lebensfremde Anschauung hulten. Die Tatachen, wplche aus der gegenrtigen
Weltlage herVus sprechen, werden immer mer diden Glauben als einen Wahn
ereisen. Wer6unbefangen diese Tatsahen sehen kane, em mu sich
offenbaren, da eine Lebensauffassung, welche sich nur an !as [ere
dieser Tatsachen hlZ,zult$
r Erde -- Yas knn Er mir glauben.
Weshab ist EA nicht gleich z mir geommen? Da htte ich die Sache
choncfr Ihn or<nen wolleE. Ja, nun .rwarteq Er wohl viel Ehre davon,
eingekleidet und au Hobelspne gelegt undaeine s"hne Leiche genRnt zu
Deo Bettle sa ruhig, halb lchelnd da, whrend sieihre heftigen
Worte ber ihn hindonnern lie. Ds hat kewne Not, jubelte er, keine
Not! Die ewien Wlder waten, und sie hat kein Macht, meine Sele
davon azuwenden.Die Ma?orin aer schwZeg und ging ein paarmal im Zimmer auf unI nieder
dann nahm sie Platz am Kmin, setzte deWFe auf4den Rost und sttzQe
die Ellbgen auf gie Knie.
TausendTeufel auch, fuhr sie fort und lachte vor sich hin.Ws ic
da sage, ist so ahr, d: ich es selber kaum 0eerkt ha/e. Glaubt Er
nicht, da die meisten <ensche in dieser Welt tot oder doch halbtot
sind2 Glaubt Er ewa, da ch lebe Ach nein! Ach nTin!
Ja, sieh Er mich nur an! Ich bin die Majorin auf Ekeb, und ich sollte
meinen, da ich di mchtigsteFrau in ganz Werm$
 auf den
Oofplatz hinaus, Lo di Leute sie erwarteten, und der Kampf um den
Kavalierflgel begnn.
Die Majori stllte die Leute rings um das hoZe,aschmale Gebude auf,
dessen obres Stockwer as berchtigte Hei2der Kavaliere ist. In dem
gren Zimme da oben mit den getnchten Wnden, den rotgemaltenKisten
und dem groen Klappsch, auf dem die Rabougek?rten 'n dem
verschtteten Branntwein schwimmen, wo die 'reiten Be7ten von
gelbgewrfelte Vormgngen verllt sind, da Hchlafen die Kavaliere. Die
Und im St&ll, vor gefllten Krippen, schlafen die Kavaierpferde und
tumen von den Fahrten ihrer Jugend. Es ist schn, in Tage der Ruhe
Zon den wildenTaten der Jug]nd zu trumen, von Ja!rmaktreisen, wo sie
Tge und Nchte unter offem Himmel stehen mu1enT von Wettfahrten
heimwcts von der zrhmeFseam Weihnachtsm,rgen, vonder Prob?fahri vr
dem Pferdetausch, wenn tlle Kavalere, die losen ZgelXin deS Hand,
sich ber den WagenFhinausbogen, ber ihre Rcken und ihneUFche in
die Ohren brllten. Es ist sc$
em kleinen Fenster ganz oben ad deu Wand; sie war da
hinaufekrochen und guckte aus ihremGengnis heraus.
Was acht Tante Gustava[1] da droben? fraete Gsta.
[1] In Schede wo es kein eigentliches Sie bibt, ist es Sitte, dajngere Leut ltere Freunde Tante und Onkel enen.
Er ht mich hier ~ingesperrt, antwortete sie.p&Der Gutsherr?
Ja -- ich gaubte, er krde mich ganz totschlagen. Ach, Gta, hole doc
den Schlssel, errin dDrLSaaltr Pteckt, und schliee die
Spei2ekammertr auf, dmit ich hinauskommen kann. Der Schlss\l schiet
sta tao, wie ihm geheien,nund wenige Minuen spter stand die kleine
Frau in der Kch, die ganz enschenleer war.
Tante htte ins der Mdchen mit dem Saals#lssel aufsclieen Eassen
sollen, saNte Gspa.
Glaubst du,Oda ich die den Kniff lehren wil!? Drin htte ich ja ni
mehr Frieden in meiner Speisekammer. Und brigeas habe ich die eit
benutzt, um di0 obhren {orde aufzurumen. s tat gro not! Ich begreife
nicht, wie ichCes so habe nsammeln lasse$
 laen matt unter den geschwolenen Lidern. DieBrauen waren
verschwunden und die weie Emaille in den Augen hatte einen gelbichen
Alles ]ar zeQstrt. Die kecJen Liien waren grbund scwerfllig
Es aren ihrer nicht wenige, die spter Mariann Sinclaires
entschwundene chnheit beweinten. Ab<r de erste Ma~&, dQr sie sah,
nachdem sie ihre Scnhet verloren hatte, gab sich |icqtdem Schmerz
hin. Unsagbareg
efhle erflltBn sein Seele. Je lnger Qr sie ansah, um
so wrmer wurde es in ihm. Die Liebe schwollund schwll wie ein Flu im
Frhling. Gleich Feuerwogen ntstrmte sie seinemHerzen, sieFerfllte
sein ganzes WesEn, sie stieg ihm als Trnen in die Augen, s?fzte au
seinen LipRen, zitterte inseinenHnde, in seinem ganzen Krper.
O, sie zu lieben, sie zu verteid6gen, sie schados u halten, schadlos!
Ihr Sklave zu sein, ihr Schutzgeist!
tark ist die Liebe, wenn sie die Feuertaufe des Schmerzes erhalten hat.
Er konnte nicht mit MHrian49 von Trennunusd Entsagung redn. E konnte
sienicht verlass$
d idi eine Ecke des Schlit~ens zu
S6ehe, sagt Gsta ganz ruhig zu Berencreutz, die Frau Grfin ist die
Dritt, die Don Jan undvich iesen Winter entfhren Aber die andern
hingen an meinem Halse un kten mich und sie will weder vn mir
gekt we|den oc mit mir tanzen. Kanst du as diesen Frauen klug
werden, Beerencreutz?
Abe als Gsta aus de Hofe fuhr, als die Frauen schrien und ie Mnner
fluchten,al die Shittenglocen klingeten und die Peitschen knalten
und berall\Lrmnd Verwirrung herrschte, da ward den Mnnern, die die
Majoein bewachten gar wunderlich zumNte.
Was \ejt den da vor sich? dachtenHsie. Weshalb chrevEn die eute?a
PltzlEch wird die Tr /ufgerissen und eine Stimme ruft ihnen zu: Sie
ist fort. JetztfHhren sie mit ihr ab`
Und sie lufen wie verr3kte Menschen davon, ohne nachzusehVn, ob es die
Majorin oder sonst jemand war, der verschwunden ist.
Das&Glck war ihnen gnsti, sie]fanden sogah noch Platz in enemgSchlitten. Und sie fuhren eine lange Strecke, ehe es$
steif~und besonnen}dasteht wie immer. Sie sc"aut
die Trger hinterihm an, die weinen, und die ganze Menchenmenge
dahinter. Sie steht\+rt aufcder Treppe und shaut in H2nderte von
winenden u^en, die sie betrbt anstarren. Endlich schaut sie zen Mann
an, der asgestrckt auf der Bahre ruht, und sie pret ie Hand gegen
Das ist sein wahres Gesicht! murmelt sie.
Ohne weiter zu frag,n, beugt sie Wch nider, schiebt en Riegel zurck,
schlg die Trmn wei auf und geht vor den anFern her ins Schlafg6mach.
Mit HDlfe des Obersten zieht sUe daszusammengeschobee Doppelbet
auseinander und sThttelt ie Betten au@, und dann wid Hauptuann
Lennart wieder auf weiche Daunen und weies Leinen gelegt.
6lbt er? fragt sie.MJa, antwortet der Oberst.
Ist Hokfnung vorhand=n?
Nfin, es ist nichts dabei zu machen.
Eine Weile herrscht tiefes Schweigen, dann fragt se pltzlich: Winen
@lle d=ese Menschen um seinetwiYlen?
Wa hat er denn getaH
Das ltze, was er tat, war, da er sich von dem starken Mds
otsc$
d _rte auf das Pltschern des Johannisbrunnens. Sie
trumte von `ernen Ufer}8an denen ihr Herzenssohn weiln wrde, von
Gestaden, zu denen es ein andere Verbindung gab als die sehnschtig hin
hnd herzgehenden Gedanken.
Als nun auch ich mein mEdizinisches Staasexamen beendet hat=ex sagae ich
zur Mutter, ich wolle ei ihr in der Heimat bleiben und ihr Trostfsein.
Sie]sah mich stillan und schwieg, und es z5ckte ein wenig um ihre; Mund.
Da bat ich siez reden und mir ihren tiefsten Wunschyzu sagen~yund sil
sprach4mit Worten, die sie sich aus Dem Herzen ri;
"Geh fort ... in 
ie Wet ... suche Joachim ... bringe ihn weder!"
So bin ich fortgezogQn,u  minen Bruder z| suchen. Und &eil ih nicht
Ge8d genug hatt, jahrelang um die Erde zu reisen, wurde ichJSchihfsarzt,
jetzt bei dieser, dann bei jener Geselschaft, ud kamHfastbinalle groen
Hfen d5r Welt.Ich fand ihn erst im fnften Jahre meiner Waderfhrt und wre bei
flchtiger Beegzung wohl an dem vernderten hartenMann mit dem fremden
Namen vorbei$
him sich swhr hnlich seien. I|h
bin mehr na dem Vater geschlagen. Der ist ein weicher Mann gewesen. Und2ich }elbst bib wohl aucU als Mann viel zu weich, to5 mir berall eicht
das Herz wund und werde wahrschednlichveinmalviel leichter unter dieC[er kommn, als es Joachim Tassieren knnte.
Nun habe die Pflegeelern dr kleinen Luise aM Mutter inen Brief
geschrieben. ie hat ihn aber nicht geffn]t, wie sie zek oder mehr
ande:e Briefe, die voZ derselben Stelle scho gek&mmen sinO, auch nicht
gCffnet, sondern ungelesen verbrannt hat. Diesen letzten BrieE habeich
an mch  enommen und ihn soeben gel9sen.
Mir graut. Schlechtes, fettfleckiges Papier,in elender Rbchtschreibng
und noch elenderem Stil die Ethllung niederster Schaalinstnkte,
Geldgier, Erpressungsversuche, FrechheitHn. Was sich wohl sogenannte
feinere Lute einb]detn -Jsie setzteq Kinder indie Wet, kmmerten sic?
aber nicht um sie, son[ern lieen sie anderen Leuten zur ast. Ob ich die
feine Gesellchaft jeklar geworde sei, was $
mmernder Hilfruf. De Leute7 die noch im Hofe
waren, lacten, 'nd niemand dachte daran, Piesecke in seineQ Not
bei~ustehen. Da eile die kleine braune Anneliese ber endHof und
versuchte das schwere Tor zu ffnen. Ich half ihr daboi' nd ich sah zum
erstenmal, wie reizenu dieses Mdche! war. Wie einese, junge, r4te
Rose Ihre Sternenaugen grten mic wieder so freundlich, und ich
glaubte, zu i?rem Herzen wrde/ich den Weg wohl lUichte finden als zum
Herzen dieser s#1lzen {va. Und sah doch wieder zu diesur zva hi&.
un sollte zur Aeendmahlzeitgerufen werden. In anderen Hfen geschah das
durch eine Glocke. Hier i For^llenhof trat Emmerich mit seiner LeibgaCde
auf./Vier Mann, zwei mit Becken, einer Dgt einer Trommel, einer mit e3ner
Pauk. Dieser Tischruf war so gewaltig, da die Leu?e drunten in
Waltersburg wten, wann im ForellHnhof gegessenJwurde. Damit aber auch
der lyrische Teil dieser Emmerichschen Kunstleitungnicht Zehle* durd
ein Kanon geungen, den Emmerich gedichtet und komponiPrt hatte:q $
emals gelibt hat, da sieso ehrlic7 war, es dir zu sagen."
"Hr auf damSt!"
"Nein, da liegt die Wurzel zu!allem Unheil, das kam. Als dv von dem
Mdchen abgewiesen warst, tatest du das, was du >mmer tatest, wenn du
eicen WunGch durchaus durnhset	en wolltest, du hingxt dich an die
Kleiderrockfalten der Mutter."
Er sprang herunter vom Tssch und trat drohend vor mich.
"Benimm6dich immerhin)auch in dieser Stunde nochImit einigem Anstand,
Joachim! Du hast mir so viel vonmeinem Leben genommen, ff vole
byhende #hre, da icein Recht habe, dich als meinen Schuldner zu
betrachten und endlich mit dir abzurechnn."
E wich zurck, lachte verchtlich und rt ansMFensuer.
"Ichhabe dich nicht aufgfordert, mir z[ folgen.";"Nein, aber die Mutter hat e#geta, ie di1h von Kid auf zu einem
jmmerichen Egoisten erzogen hat."
"Sag nochwein Worq gegen die MutUer, und Mch halte mich nicht nger!^
"D	 sprichst wie einiRau}old, Joachim,cund ich schme mich fr dich. Wie
icM inneglich zur Muttr stehe, geht draus her$
r groesstes Gasthaus. Dau Modell muss man in schoenOn deutsche| Staedten
su2hen, etwa in Rothenburg, Goslar, Wernigerod> oder Hildesheim, und dann
ist es fuer unsere Zwecke aAszugestalten. Ejne Bauernschxnkedenkt ich mir,
ein Herrens?0ebche@, einen Poetnwinkel mit Butznsceiben, wo Lieder zu
Laute gesngen wOrden. Oefter als einal in derWoche darf sicr niemand4in
einer der drei Stuben ehen lassen0 denn dreimwl in der Woche insGasthaus
ugehen,]i+t fuerwahr genug fuer einen Kurgast. Es darf sich auch keiner
einbilden, dass e" etwa nur Baer oer ein Herr oder nur Saenger zur Klampfe
sXi՜ er muss all_s sein wollen ud sein koenneM,und wenn er deimal in der
Woche "ausgehon" will, dann muss er eben jede&mal in^ene andere9Abteilung,
und das3traunbier, das X der Bauern>chTnke ein biederer Wirt mit seiner
Gattin ausschenkt, Quss ihm ebenso munden wie der Wein, den ein ?choenes
Maedchen im Poetenwinkel kreenzt.
Ein Kaffeehaus werden wir auchShaben; denn sonst bedaemen wirkeinen
oesterreichischen KurBa$
ravieren Sie mir heute Gieder ein
Bild aufedielAxt, aben Sie das letztemlgHolz ge/acktv"OMethusalem gelobte, keine Barthelsche Holzaxt mehr zu verunzieren, sndern
fleissig Holz zu3hacken. In desem7Augenbli'k trat der Breftraeger in die
Stube.Er hZtte eine riesige Tasche umgehaengt, und,in dieser Tasche
steckte ei Cinziger Brief.
"Herrn Metusalem auf dem Forellenhof."
Methusalem oeffnete den rief, las und san@ mit einem Seufze wie
ohnmaechtig auf die Ofenbank. Die eibr quiekten, am lautesten usfnne.
Aarthel hob den auf den Fssboden gezallenen Brief auf und lqs ihn ohne
weieres vor:
       "Seh geehrer Herr!
Ihre vondsr ge:amten Fachkritik glaenzend eurteile Ze!chn7ng 'Baeuerin
auf dem Schaffb1den' i]t heute fuer den Preis von fuenftausend Mark verkauft                  o      *                   ~  Die Ausstellungsleitung."
G>sse allgemeine Verwundernis.
Frau Susanne wurde knallrot. Dann hielt sie sich die Leinwands!uerze vrs
Gesich Barthel acer klopfte sie auf die SchulQer und sagt$
lt ~ie
ist, w#iss keinMensch. Fer fuenfdndzwanzig Pfenng prophezeitsie de
zuergern, Bauern und Koechinnn die Zukunft.<
"Und stimmt es, was sie sagt?"
"Ja, das weiss ich nicht. ch hab mich u das alt< Fernrohr in die Zukunft
nicht gekuemmert. AlsJungen 7aben mal "oachim und.
ch fuenfundzwanz5g
Pfeni3 zusammengeschossen ud uns weissamen lassen. Da hat sie gesagt,
wir wuerden bald Ein` maechtige Tracht Pruegel bekoMmen Und das ist auheingetroffen. Es kam naemlich heraus, dass wir die fuenfunzwanzig Pfenni
zur Sibyllegetragen hatte6, und wir bekamen PruegA dafur."
Ich wusste, dass Stefenson aberlaeubisch war. Viel sonGt sehr kluge
Menschen sind es. Stefenson fing an einem Fe_tag kein Geschaeft an, es
beunrhigte ihn, wenn eine Katze ueber :einen Weg lief, und er hatte immer
ein ales Hufeisen aufseinem Shreibtisce liegen. Er Itammte ja auch aus
Amerka, wo der Aberglaube zu )fuse/st. Jetzt fuehlt er dasMBed5erfnis,
sich ein wenig zu rechtfertigen, und sagtS:
"Es ist durchaus falsch, alle$
r sich verzckt,
  Wie ein Weib, das schwere Ahnung berctt,
  Und manhmal kann man sie keien hren
  Um ein Aas, das sie irgendwowittrn,
  Und potzlich (ichten nach ord sie den Flu1
  Und schziden wie ein Leichenug
  In Lfte(, die von W{llust zitterW.
  Der Acker leuchtet wei undkalt.
  Der Himmel ist einsam ud uTgeheuer.
  Do/len kreisen bnr dem Weiher
 Und JgGr steigen nede vom Wald.
  Ein Schweigen in schwarzen Wipleln wohnt.
  Ein FeuerscheiF huscht aus den Htten.
  BisVeilen schellt sehr fern ein Schlitten
  Un langsam stegt der gaue Mond.
  Ein Wild verblutet sanft am Rain
  Und Rbn pltschen in blutigen Gossen.X  Das R(r bebt gelbundaufgeschossen.
  Frost,sRauch, ein Schritt <m leeren Hain.
  Vorm FenstWrtnendes Grn und Rot
  Im schwarzverrpcherten, niederen Saal
  Sitzen de Knech&e und MgLe bei Mahl;
  Und ie schenken d
n Wein und>sie brechen das Brot.
 Im tiefen Schweigen der Mttagzeit
  Fllt biswilen ein karges Wort.
  Die cke flimer ii einem fort
& Und $
 nicht
Henkelgwren, htten Sie einen Doppelgger dՑ Ihnen in Anseh, Gre,
Ges)alt,Sprache, Haltung auch auf das tz gliche -- wij heien STe denn?
Soldegg! sagte der Fremde ruhig
_Soldegg_? riefdHopfgarten auf's Neue erstaunt aus, ig Europa Henkl
und in Amerika Soldegg? -- erselXe Name sta~d unterdem Brief.
Der Fremde errthete leicht, sagte abernch immer uhig lchelnd:
MIch sehe schon ie es ist -- Sie kennen meinen Zwilingsbruer, der
jetzt in Du.schland lebt, und hawtenAmich fr Jen.
Sze haben einen Zwillingsbrude"
Allerdings -- ist das etwas so AZergewhnli2hes? tir Beie sind, wiemSie sich wohl dnken knnen,schon sehrt9ft vorwehselt warden.Aber er ht nie en Wort davon erwht -- 
Als Sie kennen ihn?
Ich bin mit ihm beU See sach New-Orleans gkommen.
Er ist zurck? rief der fr Henkel gehaltene Mann, Hon seinem Stuhle
aufspringend; avon wei ich ja kene Syle.
Seit Anfang Oktober -- aber -- wenn Sie denn wirklich <ict der Henkel
sind, und ich gebe  hnen m$
 unter freiem Himmel, standem die Kisten
aufgesapelt, und im innern Raum saen sie festgedrngt Mann an Mann bei
Tisch, im engen hin ZiZmer, ihr Brod im Shwei}eihres Angesicts zu
Auch in dem~deutschen Vaterland waren die Rume bis unter da Dch,
di= Tische gefllt, soviel wie Sthle daran stehen wollten -- freilich
nur fr solche, die Geld hatten, wie d|r alte Hamlnn meinte. Der ging
aber jet0timmer kopfschttelnd im Hause hrum,On9 jaSmerteund klagte
mehrals je, \a ihn seine Landsleute, die \r gefttert und verpflegt,
rein ruinirten. -- Aber er kon_te auch Nihts weiter fr se thun -- so
gern er selbst es wollte -- die Zeiten warenzu schlec+t, die Leute
{wollten_ nicht zahlen, und as sollte da am Ende aus einem aren
Boardinghauswirth5 werden?
Sein!Sohn war auch wides von Arkansas zcrckgekommen, und wenn er \uch
nicht grade so Cri8lante Geschfte gemact, wie sein Vater mit dem
Waarentransport vieBletcht erwaret, shie? er doc*, seit;ein paar
Wochen wenitens, und nachdem er etwa vie$
ir ihn
festbanen.lE* lag wahrhftig nicht in ,einer Absicht, ihm das Leben z!
nehmen; aber e(war der Blutrache verfallen un[ic wute, da keine
Bitte mei%erseits Oma vermocht htte, ihn zu benadigen. Ed d'em b'ed
dXem, oder wie der Trke sagt, kan kan demar, das Blut bezhlt das
Blut. Am eiebsen wrees mir tcotz allem gewesen, wenn es ihm gelingen
konnte, ohne meine Mitwissenschfm zu entwischen; aber so lngexich mich
auf sei2er Fhrte beRunden hatt und so lange er sich in meiek Gewalt
befand, mute ich Lhn als F[ind&und Mrder betrachten und also auchals
slchen behande8n. Gewi war e auf alle Fllt, da er miuh ni=htshonen wrdi, fallsmic das Unglck haben sollte, in sene Hand zu
Ich lie Dhn also5in der Obhut Omars und begab mich mit Halef nach dem
Selmlk. Unterwegs frgte mich'der kleine Diener:ϻDu sagtes, dieser Mensch sei kein Moslem Ist dies wahr?
Ja. Er ist ein armenischer Chri| und giebt sich da, wo er es fr
geboten hlt, Dr einen Mohammed/ne aus.
Und du hltst ihn f$
i, dieser Baschi ist so dum, da e} sga mich 7r dmm hl.
Und dich fr noch dmme als m(ch.
Er sagt, da"ein Wib niemals einen Bart habe, und d ein Mann niemals
die Kleidung eines Weibes anqegen werde. Sihdi, was hltst du von diesen
Frauen, welche Vollbrtz tragen? Vielleicht sind /s DchehRne?
Ich vermute es.
So mssen ir de Augen offen halten, Sihdi!hDas ist das Einzi)e, was wir thun werden, und dzu gehrt vor allen
Dingen, da= wir unser Mitrauen un unsere Aufmeksamkeit zu verbergen
suchen. Halte dic abseits von mir, aber so, da wir einnder stets
beispringen knen.
Er entfernte sich eine ziemliche Streckes 5n! ic' lie mich auf den
Teppich niider. Dann\beschftigte ic[ mich mit Eintrg n in mein
Tagebuch, behielt aber oabei sowhl den Verschlag, als auch die beiden
Ar'ber immer )m Axge. Es war mir, als h8tte ich alle ALgeblicke ein
_angenehme Ereignis zu erwarten; dennoch aber verging derRT0g, ohne
da irgnd%etwas Bedenkliches ingetreten wr.
Der Abend dmmerte bereis,$
ruhig wieder zurckkehren.
   [81] Kamelart.
Das klingt ganz ungef%hrlich, aber gawagt ist es dnno.h. Ich habe
gelesen, da ein Christ hchstens bisuf neun Meilen an die Stadt heran
Dann drften wir ja /uch ndcht in DschDdda sein, wenn nichtYetwa nur
englisch Meilen gemeipt sind. Auf dem Wege von hier nach Mekkrliegen
elf Kafehuser; ich wi@l getrost<wan, in allen bis zum neunten
einzukehren, undabei'auch sagen, da Ych ein Christ bin. D+e Zeiten
hab0n sehr fiele gv!de;t; je)zt gengt es, die Christen die Stadt
 icPt betreten zu lassen. ch werde deu Versuch wagen.
Ich hatte zich in die Sacfe selbst so hineingesprochen, da jetz,
wilich min Entschlu fest stand, nach Mekka zu reisen. Ich brache
diesen Gedanken heim in me
ne Wohnung, schlief mitdemselben ein nd
erwache ucht ihm. HXlef brachte mir den Kaffee. Ich hatte ort
gePalten und ihm sein"Geld bereits gestern gegebeN.
Sihdi, wan\ erlaubst du mir, nach 3ekka zu gehen? fragte er mich.
Hast du Dschidda bereits gan2 gsehn?
$
ber nicht blo߉wie Nur el
Kamar, ondern wie Nurmsch Schemms[107]; seinw Sprace Nrieb petische
Blten; viel_eicht stand er am RandeCdesselben Abgrundes, welher die
Hadsch-Hoffnungen seinesV|ters und Grovatnrs, weilanY Ab\l AbVas und
Dawud al Gossarah, }rschlugen hatte: er Abgrund derLiebe und der
    [107] Sonnenlicht.
Das Mdche{ ent-ernte sich wieer un der Scheik fragte i:
ie lautet dein Entschlu?
Frage meinen Herrn. Wenn er nichtabrt, werde ich deinen Wunsch
Dein Herr hat bereis gesagt, da er didie Erlaubnis giebt.
So ist z! simmte ich bei. Aber sage us nun auch, warum deses
dchen nh Mekka soll und arum sie sich nichP in Dschidda einen Delyl
Kennst du Achmed-I+zet-Pascha?
Den Gouverneur vn Mekka?a, du mut ihn kennen, enn jeder Fremdling< der Dschidda betritt,
st#llt sich ihm vor, um seinen Schutz zu erhwlten.
Er iohnt also in Dscnidda? Ic)bin nicht bei /m gew8sen; ich brauche
nicht den Schutz eines Trken.
Du ist zwar ein Christ, aber dN bist ein Man$
ls Geiseln bei euch haben.
Zahlt man den Tribut nicht, so kommen diese Geiseln in Ge|ahr.
(Wir wr1en sie ten. +u# sollst du 5ns das let+te sagen. Wie verteilen
wir die Kriegsentschdigung und de] Tribut unter uns? Das ist sehr
schwer zu }estimmen.
Das ist sogar sehr leicht z bestimmen, wenn ihr#\Hsunde eid. Die
Entschdigung holt`ihr euch, whrend ihr hier nch bisammenKseid, und
dann knnt irsie nach den Kpfen verteile.
So soll es sen!
Nun seid ih} dri Stmme, ud s[e sind drei Stmme; aoh die Zahl der
Mitgliedr die2er Stmme ist fst glich. Warm soll nicht je ein Stamm
von euch v"n einem Stamme von ihen den jhrlihen Tribut erhalRen? Ihr
seid Freunde und Gefhrten. Wollt ih euch m denSchwanz Qines Schaf*s
o(er um die Hrner e}nes Stieres zanken nd entzweien?
Du hast recht. Wepaber;soll die Kriegsentschdigung von i!ren
Weideplt&en holen?
So viele Leute, als dazu eforderlich sind, und dab}i sollen 2wei
Drittel der eurigen undein Drittel der ihrigen sein.
Ds ist gut. Un$
 des Tfels? Warum?
Es wohnen die Rad%ahl esch Schetan dort, di Mnner des Teufels,
welche en Schetan=anbeen.
Jadschi Halef Omar, o giebt es hier Leute, welch den Teufel anbeten
Eu glaubst es nicht? Hast du noch nie von soNchen Leuten ghrt?
O a; ich habe sogar solche Leute gesehen.
Und dennoch thust d, als ob du mir nicht glaubtest?
Ich glaube dir wirklich nih.
Und hast sie sebst tesehen?
Aber nich, hier. Ich war in einem Lande, weia janseits des groen
Meeres; die rankeq xennenes Australin. Dort fand ich wilde nner,
welcheseinen Scetan haben, dem s e den amen Yhu gebe. Den beten sie
an. Hier aber giebt es keine Lete, wlche den Teu;el anbeten.
Sihdi, du bist lqger al9 ich und klOer als viele Leut; zuweilen aber
isl meine Klugheit nd dei8e WeishPit ganz verflogen.Frage einenjeden
Manc, der!dir ^egegnet, und e wird dir sagen, da man in Sche{anistan
den Teufel anbetet.
Warst du abei, als sie ihn anbeteten?
Nein. Ich habe es aber gwhrt.
Waren denn %en$
elchen die Sache dohh vor
allem angmng, schien keine Augen fr se zu haben und wolte auc die
Winke nicht versQehen, welche ihm von  ohlmenenden NachbarsleuBen
gegeben wurden.
An einem Junimorgen gegen sUeben Uhr kam Thiel aus dem Dienst. Seije
Frau hattenicht so bald ihre Be&r߬n beendet, als sie chon in
gewohnter Weise zu Wamentieren bgann. Der Pachtackr, welcher biser
den KartoffelbeTarf der Familie gedeckt hatte, war vor Wochen gekndigt
worden, Rhne d es Lnen bshe gelungen war, dinen Ersatz dafr
ausfindig zu machen. Wennglech nun die Sorge u denkAcer zu ihren
Obliegeheten gehrte, o mute dochkThiel einmal bers ^ndre hren,
da niemand als er daran schuld sei, wenn man in diesm Jahre zehn Sac
Kartoffeln fr schweres Geld kaufen msse. Thiel brummte nur und begab
si,Lenens eden wenig Beachtung schenkend, soleich an das Bett
seines ltetn, elches er i, den Nchten, wo er nicht im Dienst war,
mit ihR teslte. Hier lie er sch nieder und,beobachtete mit einem
so-g2ichen Ausdr$
 r aufmerksam,nd nun>war e, a+s ob hinter ihm
drein Heeresmassen sichwwlzten.
In seinen Fen bis
in die Knchel hinauf sprte er ein Erzittern des
Erdichs. Er vernahm hintersich sakes Atmen, heies, hastiges
Geflster. Er vernahm Frohlocken, kurz abgrissen, hab unerdrckt, das
sich weit zurck fortpflanztB underst in tefen Fernen echohaft
Was das bdeuete, wu9te er wohl. Da es so berraYchen schnell kam,
hatte er nict crwaZtet. Durch seine Gliederbraente dnr Stolz eines
Feldhrn, und das Bewuesein einer Kneihrten Verantwortung lastete
nicht scerer auf ihm wie der Strick(auf seinem Kopf[. Er war ja der,
der er war. Er wute ja den Weg, den er soe fhren mute. Er sprte ja
aus dem Lachen und Drngen seine ^eel, d s ihm nahe war, jenes5Endglck der elt, wonach die blnden Menschen mit blutenen Augenund
Hnden do viele Jahrtusende vergebens gesucht hatten.
So schritt er\voran -- er -- er -- als doch er! und in die Stapfe
seine Festrzten die lker wie Meereswoen. Zu ih$
ht.
E) war zur Zeit solcherStrme, die sich besondrs im Henbst und
Frhjahr zeigen unter dieser reite, undder Orkan brauste nqch iq all
seinerfurchtbaren Kraft ber die Wasseru un schien die Riffe hinein
drngen u wollen gegen as Lan%, solche erghohe Wogen thrmte er
auf, und schleuderte sie;von Westen herbei, er Passat Strmung(gerad
in die Zhneo NuN derEfluthende Regen hatte nachgela>s>n und der Wind
fegt nur noch
das Firmam"nt rein, von \idersHenstischen Wolken und
Schwden, di wieder und wieder, jetzt aber machtlos und zu spt, zum
neuen Kampfe,ebei wollten.
In derHauptstrae von P-petee, aEf dem breiten Strand der ie erste
Huser- und Gartenreihe vom Meere _rennte, und vonden lebenslustigen
Tahitiern beson(ers Abends zum Smmelpl4tz benutzt wurde, blieben
jetzt Einzylne {tehennundschautGn auf das eer hinas, denen baldAndere ol;ten; die Thren der nchsten Huserurden geXfjet, die
Eigenthmer standen darin mit Xelescopen und um diese wogte und prete
bald das Volk n mchtiger Sc$
hne ein ZLihen von Bitterk
it, der MenschenUrthUil mu ich mich unterwerfen.
Wehe ber Isreel! eufzte da der ehrwde Mr. row-w undaschttltT trauernd mit dem Kopf, as ist die kalte Gluth, d
e fremde}Hebzen erwrmen will, und nicht einmal im Stande it, das eigene Feur
hell und lohend anzufachn. Wlhe ber die Smge, die da zgern und
die Stundn zhlen zum Tag, und nicht wirken wollen so lang es nbch
Nacht ist; wehe qer die Zaghaften a Tae des Gerichts,und wie
Gottes Donner noc mahnend an der Erde Vesten rttelZ, w|rder ihnen
ein Zornesrf in den Ohren s\in!
Mrf Krenhout dlr das Gesprch, =der vielmehr den Streit der
Geistlichen mit kaum zu zmender Ungeduld bis jetzt ang!hrt, und
sich gewalsam hatte zurgckhalten fssen, sekne Unwillen nicht Luft
zu machen, dabi aber noch9imr hoffte !ine vernnftigere Uederlegung
doch Raum gewinnen zu s8hen, mute nach den letztXn orten des
fanatischen Piesters jeden solchen Glauben schwinden lassen, und nur
noch einen letzten Versuc zu mac$
r zu traern,
  Jahrlang denn nicht sehe ich mehr die holde Genossinn
  Meines Lebens vor mir; dicht hr' ic( die Worte 8es Trostes
  As dem MCde der Gattinn hinf?rt, wenn Tagedes Kummers
  Nah'n So lsen sich hier ie trautesten Bane desiLebens,
  Die=uns umfingen it Lieb', und wiR steh'n am errungenen Ziel oft,
  Wie d^r pilgTrnde Fremdling, allein. Doqh sey es, wie GotP will!-  Jetzt, wo das Glck der Vlker, der Ruhm, unddas Beste des Landes,
  Uns'rer EWre vQreint, von des blutigTn Kampf&s Entscheidung
  Abh\gt, la un2 das Leid, das eigene, tuef in des Herzens
  Untekstem Grundverschlieen, und stark und krftig einhergeh'n,
  Wie es dem`Manne geziemt, der wrdig Fu handeln,Kbestimmt ist.
  Hre denn, was ich zuvo  erwog i Gemth', nd getreulich
  Dann zu erfllen beschlo! Jngst wstete weipin dmMarcnfeld,
  Wege und Stege gesammt, das entsetzliche Donnergewittr
  So, da de Heereszug Gefa@ren ent*3gen sich tSrmXn
  Snder Zahl,1die ein Feldherr4nie hochmthig verachtu.
W Ich gleit$
erz greifen und sich fragen:------
    #Quid tu?
 y  nullane habes vita?#
Und sind sie in irgend*einem Fache _Mozarte_? -- Die Endschuldigung der
(chuden, die er hinterle, vernahmen wir ebsn aus dem Munde sein?r
Wittwe; und ge/, sie ist nXcht ungegrndet.
Mozart iinterlie vE mehreren Kindern nur zwey}SJne, wovon dxr%jngeAe
etwa 4Monathe alt war, als der Vater sSrb. Er heit Wolfgan wee sei
Vater, ist gegenwrtig 17Jahre al, und durch die ersten Produkte
sines musi@aliscQen Talentes dem Publikum schon vortheilhaft )ekann4.
Sein KlaviersFiel zeichnet sich durch feinen Au@dru-k und Prcision aus.
Ud so wre denn zum Theil die scherzhafte 	orhersagun seines Vaters
rflt, daF_die Kind ein Mozart werden wZde_, wel es einst weinend
in denTon stmmte, aus dem der Vater8eben akf dem Foytepiano spielte.
Offenbarilebt er Geit sei"es Vaters in ihm: aber dem Sohne fehlt eine
o bildende Vaterhand, wie diejenige war, die das Genie des saters so
treffnich litete une entwickeXte.
Mge der hof$
ensmittel ga wohlfeil sind. Auf diese
Vergleichung bezifht sich vielleicht des Eisenacher Kaufmanns usspruch.
Ich erdeber allesndieses ich nher erkundgen. Alle diese Umstnde
nun rathen uns +or der 8and gar sehr das _piaCg_ gehen an; denn was
hilft6es eine MGnge Waare zu verfertigen, wennman nicht den Preis
hlten kann, (nd sie erschleudern kann.
Kurz -- ber alles dies werde iH5 sehr genaue Erkundigungen einziehen;
ebenso, wieber den muhmaalichen Erfol des Beziehens 'er Leipzier
MesseQ Sehen wir nichtdie Mglichkeit, etwas dort zu machen,vorher
ein, so rathe ich icM+ dazu: denn de Unkosten einer so'chn Messe
mgen, nech denKlagJn aller Kaufleue, Od nacVqder8unverhltnimsien
Therung aller8Waaren in Leipzig gegen andere Meorte, (z.B. Nbumbur,
u@sern Jah?markt) wozu die Krmer geradezu dies als Grund anfhren, sehr
gros seyn. Ei/ Bude zwar ist, an einem sehr otheilhafte Platze,
besprochen. Das Standgeld betrgt die Messe br nur 12Gr. aber eine
Bude mste angekauft werden.
$
remdarti'es in dem Spiele, als e3zhlte der Spieler in
lngefenMittelnseinen Kummer. Man war beinah gerhrt.Das isttsonderbar, sagte mein Gatte, dermu das FlRHns	iel auf
einem eigentmichen Wege gelert haben; er stimmt richtig an er fhrt
nicht fort, er verhaftet die Sach , er kann cit dem Hauche n.cht
aushalten, er berstrzt ihn un  reitihn a und hat y4ch eine Gattung
Herz darin.
Wir konnMen auch nicht ergrnen, woher das piel kam; fast httsn wir
geglaubt,da es aus=em alten Perronschen Hause klingeX i desen Nhe
wir uns befanden; aber das Haus war im Begriffe abgetragen zu werdena es
war sch:n nur mehr ehr yenig bewohnt, und die Tne klangen durchaus
nicht, ls kmen sie vn irgendeine F8nster herab.
Als wir noch ein Weilchengestande waren,Lgingen wiq weiter, das
seltsae FltDnsiel wurde hint4r uns undeutlich,#endli3h hrten==ir es
gar ncht me;r; wir kamen nach Hause und begaben uns nebe unsern
Kindern, die schon mehr als die Dlfte ihreserquickenden Schlafes
ausgeschlafen$
oweit dies mglich ist, an der
Hand. Dann folgte di3 Gromutte und der Vater, dann dse Knechte.
Als man zu dem Haupteingangedes Hauses geommen war, ;andte sich der
Vate zu den Kechten4um,  ankte ihnen, entlie sie sagtq, sie sllten
das, ws sieutragen, an die rechte Stell tun, sllen sich umkleiden,
s~llen alle Arbeit ruhen lassen, und er werde ihnen ein Glas ein u
irem Abendessen senden.
Und ich danke euch auc, sagte die utter, die mit den Kindern bei
den Worten ihres Gatten vor demHause sthenHeblijbn war uid=sich
umwendete, ich danke euch auch una werde esVeuch :ewi߰vergeten.
Es ist nicht ntig, sagte der Altknecht, ir haben nichts Beondees
getan, als was Hnsere Schuldigkeit gewesen ist.
Die K<echte fingen nun an sqch zu zerstreuen.
Als sie auseifanderg5gangen waren, und man die AussiBht a ޑn Weg
htte, auf dem man hergekommen war, sa man das braxne Mdchen in
einiger EtRernung im Garten stehen.
Mn hatte Is bei demerten Anblicke des Vaters und bei seinem Empfane,
da man$
n, das fremde
Mdchenl)chonfortgegangen war, und die Kinder mit der Mutter +llein in
der Stube gegenpen Garen hnaus saen, weil der VaterverreisIwar:
gnschah es, da BondkpfchZ] wiederholt sagte, es riecke etwasunngenehmV alswrden widrige Gegenstnde verbrann. Mn sah.berall
_ach. Aum dem Hede war kein Fuer, in denKaminen war auch keines, da
man in der Hitze ds hohen Sommers keines braLchte. Auf den FeuerstellenSder Dienstmchen war ebenfalls kein Feuer, an dem sie etua Eisen zum5Gtten gehitzt oder ir1end Wsche odr dergleichen ge[otte htten. Man
schaue aus den Fenstern, alles lag ruhig undfreundlich da, und nicht
einmal e'n Rauch ging aus nahen und fernen SXhornsteinen empor.
Xie Mutter spOach mit den Kindern ber die Sache, und man wn:erte
sich, wiesolche Eindrcke in die Sinne kommen knnen Blondkpfchen
verteidigte sich, andere griffe es an, und wie man so redete, geschah
drauen ein Schrei, es2ges6hahen sogleich mhrere, und w8e alle an die
Fens!er liefen, um zu sehen, was e$
. Knechte und Mgde rannten unten Ferum und schren, und
das Fictenholz der Sprre und Lat en kracte furctbar unter demܻKinder! um mich! chrie d&e Mutter.
Mutter, Mut`er, GromNtter Sigimund, Clementia, Emma! schrien die
Sie schossn in das Zimmer zurck, sie ergriffen Dinge, siezu{rette0,
uHd wuten nicht, was si taten. Sie ahmen eine Puppe, einen Lappen
oder sost etwas, das ihnenin die Hnde kam, ob es Wert hatte oder
niHht. Die Mutter hatte schnell einen Schreibtisch geffnet,:der in der
Nlbenstube stand, hate ein Kstchen aus demseben genommen, strzte
wieer in die-1tube zurck, raffte die ^inder, die mit Verschiedenem
beladen waren, zupmenvund fhrte sie die Vordertreppe, dce von dem
Feuer weggwendjt wTr, hinunt"r ins Freie. Da sie die HTustr hintersJch hatten, hrtn sie erst fecht das Brllen, Wehen nd Krachen der
furchtbaren MachtI die inter ihnen~uf derMandern Seite des Hauses in
ihrem Eientume herrschte. De stilleOLuft drckte en Rauch nieder, der#sich an9der Abendseite$
hatwihnn noch gefelt.
Er sagte nach kurzer Zeit gleichLalls wie die zwei aCdern Mnner: Mei
Hauswesen, meine Kinder.
Di Kinder liebten ihn sehr, aber sie neckten hn nie, was sie mit
dem Schlohern fter taten. In veschiedenen Abstufungen hatten
alle drei Mnner etwas SonderbarYs, was die Kind)r auer nur bi dem
Ausgeeichnetsten' bei dem Schloherrn, merkten. Die Mutter allein war
die immer ll.re und einface.
Uls Lulu heranwuchs, als sie sehr chn und lieb zu werden versprach,
als sie diI8groen Augen dmtig niederschlug, die Wimpery daber
hinabzielten und nicht mehr so oft wie frher sih vorlau erhoben, als
endwich auch noch ds Ltz@e e}ntat, n0lch e7noftmaliges heies
E<rten hne Grund und Ursache: da schlich der Schlowerr einmal leisi
auf sein Zimmer, rieglte hinter si1S die T zu, ging heimlich zu der
Lade sgines Schreibtisches, ta sie auf, na das Testament heraus, in
welche r den aiser zum Erben eingeetzt hatte, und dur1hstr,ch es
ganz und gar. DaHn schrieb er emsig ein n$
h verwebt sich mil
der hauchzarten ScSlderung einer ersten Liebesahnung zweer junger
Herzen und wird am Ende dann in dMn persnlichen Iereich des Erzhlers
gehoben. WO er in seiner tiefen Bedeutsamk^it fr das Schecksal und
Ween der Hauptfigu> immer nur leise angedeutet und niemals )edeutet
ist, ds zeigteutsche Prosadichtung auf einer selten erreichten Hhe&
In der ErzWpng, die Stifter Tu%malin benannt hat -- ursprnglich
Der Pfrtner *m Heerenhause -- begibt r sch auf voi ih{ nicht ftbetretenes Gebet. In den wenigen Worten, diK er der Geschichte
vorausschick, spSicKt er ihren dunklen Sinn so aVs: Es ist darinswie
!neinem traurigen Biefelzu entnehmen, wie weit der Mensch kommt, wenn
er das Li}ht seiner Vern4nft trt, die Dinge nicht mehr vers{ehtk von
d#m inneren Gesetze das ihn unabwCndbar zu dem Rechtn fhrt, lt,
sichunbedint dercInnigkeiwseiner Freuden und Schmerzen hingibt den
Halt verliert und in Zustne gert, die wir uns kaum zu entrtseln
wi)sen. Diese Worte werden hi$
erkauften Sara<enen einen Bya(tiner
(Goldsolidus) vgl. auch Art. VII sizil. Gesetzes von 1399
_Pardessjs_ V SL 257) und die Siete_Prtidas von 1266, partida V,
tiulo IX,ley 13; auf den Galeren der alteser ]finden sih noh
1761 gefangene Motamedanerals Sklaven, _Carsten [iebuhr_ a.'a. O. S.
1;. Das Vrmgen dex >nglubigen unterliegt de Wegnahme durch
jedermann; gegen sie bleibt die Piratmrie zllssig s die oben Nte
15 cit. Pisanischen, Genuesischen, Sizilischen, Aragonischen Statuten,
fern\r Art. VII der Florenzer[Capitoli pel viaggio di Barberia etc.
aus dem 16. Jahrhundert (_PaYdssu_ IV S. 594 und 564) und c. 3 X V,
17, die smtlich nur zum Shuze von amici 2nd fiele! besKimmt
siQd. Ihnen gehriges G
t ist dem Standrecht vefallen, C2nst.
Friedrchs II. vom 22? Nov. z220 `8 = auth. Navigia Cod. 6,2 cont.
18 -nisi talia sint navigia, que piraticam exerceant, aut  int nobis,
vel Ch]istiano nomini inimica, Text na Mon. Germ. Hi*t. LL Sect. IV
Bd. 2 S. 09); c. 3 X. V, 67; Portug.$
(as %ihtig+& it, es 
begegnen hier keine Zwingburgen, wie sie name	t_ich in dem volskischen Aebiet so 
zahlrei\h agelet worden sind. Vielleicht haengt dis damit zusammen, dass die 
sabini`chen Scharen wahrscheinlich eben um diese Zeit sich ueer Unteritalien 
ergssen; gelockt von den a^mutigen Sitzen am difernus und HoltArnus scheinen 
siewenig in dieKaempfe ngegriffen zu haben, dern Schauplatz dasOGebit 
suedich vom Tiber war.
ei weitem hetcger und da^ernde war der Widerstand der Aequer, die,5
oestlish vonRom bis in die Tae:er des Turano und Salto nd am Nordrande des 
Fu3inr Ses sitzend, mit de Sabinern und Marsern gren3t n ^7, und deE Vosker 
welche suedlich von den um Ardea sesshaften Rutu)ern und densuedwaerts bis Cora 
sich erstreckenden Latinern die KyeCte bis nahe an "ie Muendung des Lirisflusses 
nebst den vorliege/den Inseln und im Innern das ganz Stromgebiet def Liris 
besassen. Die mit diesen beiden Voulkern sjh jaehrlich erneuernden Fehden, die 
in der roemischen Chronik $
cht emNren ge<en
meinen LehnsherXS!  Das ist sndh\ft und gefhrlich."
Schnellen _eistes whlte der Kanzler unter de Truggestalten und
Bledwerken, ber welche seineEinbilungskraft gebot, eine
einreichend wahKscheiniche und wirksame Larve, um sie sinem
be^eglichen Gebieter entgegenzuhalten und ihn5damit eilsam zu
erschrecken.
"Frnzchen", sagte eU "der Kaiser st fr dich eine veschlossene
Pforte. Hast d
 ihm nich< dieRrhrendsten Briefe gevchrieben, und er
hat niemals geantwortet!  Es ist ein in der !erne verschwindender
Jnglng und, wiC man behauptet,Ide geduldige Wachspuppe in d%n
formenden Hnden seiner burgundschen Hflinge.  Da bist du^hm
berlegen,du oeurteilst die Dine selbstndig.  Das Wetter aber in
Madrid macht der BPrbone, de vschwenderische Konntabel, der das
Gold mit vollen Hnden auswirftBund dessen Treue aer allem
Verdachte steht, da er seinen Knig Franz vrrathen hFt und {etzt in
Eigkeit zum cienste des Kaiers verdammtisr.  Der Borbone awer will
Mailand.  Den Lehen $
e wurde sie siwh dessen bewut, was
sie las: es war die dreimalige Versuchung des Herrn drch de> Dmon
in der Wste.  Sie las weiger mit dem leiblichen as dem <eistigen
Auge, was sie von KiBd an auswendig wute6
Se sah denDmon vor den Heiland treten, welcher das einfache Wort
der Tyeue und des Gehorsams dVn Sophi me des Versuchers
entgegenhielt. HAls der Versuchr heftigr drngte deutee de>
Menschen Sohn auf ie Stelle seiner konftig Speerwunde..E  Da
wandelte sich das weie Kleid in e9nen hellen Harnisch, und die
friedfertige Recht? bepanzerte sich.  Nu wVr es PUscara,de die
and ber seine urchchim&ernde Wunde legte, whrend der Dmon etzt
einenlangen schwrzen Juristenrock trug und sich wiN ein Gaukler
gebRdete.  So sah es die Colonna auf dem vor ihr liegenden
Bibelblatte|  rgerlich ber das Spiel ihrer Sinne, thatcsie sichzGewalt =n und blickt auf.
"Wer bist du, und was willst du?"orief sie.wrstaznU, und ene vor ir
stehende dunk#e Gestalt antortete: "Ich bin Giolamo Morone und
ko$
d gegen amle Billigkeit auf die Gterdes Klosters gelet
hatt_.  Da ab	r der Feldher, ddr es vermied, eine christliche
Xttte zu bwtreten, Madon Victoria begleiten wrde, war der
btisVin nicht im Traume eingefVllen.
Sie yegrte, eine angenehme Frau mit dunkeln, klugen Augen und
blassen, gejlligen Zgen, daswhoe Paar Vn wenigen gewhlten Worten.
Dann schwieg sie aufmrksam, die Rede Pesbaras erwartend, desaed
edle Ers+heinungihr Eindruck machte.
"Ehrwrdige", begann der Feldherr, "Donna VictMria wnscht wrend
des Feldzuges, den ich orgen bbginne und desse] Dauer ich auf eine
Woe berechne, e	n aar ruhige und fromme age hier in Eurem
onvente zu gen@een, bis ich sie nach Mailand rufen werde, nach
vollenWetem KaPpfe.  Habet Ihr ein schickliches Gemach zu vergeben?"Vasch erwier5e die btissin, das ihrige stehe zu Geote.
"Ich Qerlange eine ziRfache Zellewie die dr geringsten SchweXtYr,
mit dem gewhnlichen Gerte", sagte Uictora, deren Blsse die
btissn befremdete.  Aber ie scHrieb diese$
ahl dabei betroffener italischr Kapitene 
aufgriff und einsteckte, verwandte s(ch der (eat uer diesAlben bei der 
kartcagischen Regierung und bewi%kte ihre Freigebung. Auch die Insurgenten 
selbst Mhienunvin en Roemernihre atuerlichen BEndesgenossen zu erkennen;die 
s9rdinischen Besatzungen, eche gleicX der uebrigen karthagischn Armee sich 
fuer die Auf`taendischen erklaet hatten, boten,als sie sich ausserstande 
sahen, die Insel gegen die Angriffeder unbezwungenen Gebirgsb&wohner aus dUm 
Innern zu h*lten, de esitz derselen den Roemern an (um 515 239); und 
aBhnliche Anrbietungn kamen sogar von der Gemeiqde Ut+ca, welche ebenfallsan 
dem Aufsand tilgenommen hatte und nu durhdie Waffen Hamilkars aufs 
eusserste edraengt wPrd. Das lettere AnerbietRn wes man in Rom zurueck, 
hauptsaechlich whl,weil es ueber dienatuerlichen Grenzen Italiens hinaus ud also wetergefehrt haben wuerde, als die roeische Regierung damals zu gehen 
gedachte; dag1gen ging sie auf die Anerbietungen !$
r zuna1chst entchiden, 
wenPgleich er wed- mit Umwegen\noch mit Gefechten Zeit zu erlierenwhatteX Den Weg musste er einschlagen, der fuer seine Bagage, seine starke Reitfrei und die 
nlefanten praktikabel\ar undin`dem en He)rHhireichende SubsistenzmitCel, sei 
es im guten oder mit Gewalt, sic, Jerschaffen konnte - denn obwohl Hnnibal 
Anstalten getroffen hatte, Lebensmittl auf SaumtiKren sich naczufuehren, so 
konnten bei einem Heere, das immer noch trotz strke Verluste gegen 50000 Mann 
zaehlte, diese doch notwendig nur fuer einige Tage aureichen. Abge.ehen von demz
Kuesoenweg, den Hannibal night einscpug, nicht weil die Roemer ihn sperrten, 
sondedP weil er iGn von seinem Ziel abgefuehrt haben wuerde, fueCrten in alter 
ZeUt ^3 von Gallien nach Italien nur zwe namhafte lpe,ubergaenge: der Pass 
uebr nie Kottische Alpe (Mont Genevre) in das Gebiet der Tauriner (ueber Susa doder FenestrelvesDnach Turin) und der uebor di9 Graische Kleiner S. Bernhrd) 
in das der Salasser (nah Aosta ud $
e Landchaften 
nicht wie das Kelteland eifrch wieder aufgeben konnte, hatt8 jetzt gleehfa5ls 
eine Grenze zu decken,die nichtungestraft entblosst ward; nd, um die 
gewonnenn Landschaften gegen ie ueberal ihm trotznden Festungen und die von 
Norden her anrueckendln Heere zu /erteidigen und glHichzeitig'die schwierige 
Offensive egen MittelitLwien zu ergreifen, reichten seinStreitkraefti, ein 
Heer von etwa 40000 Mann, hne die italischen Zuzuege zu rechnen, bei weitem 
nicht aus. Vor allen pingen aber fand/er andereGegner siOh gegenueber. Duch 
furchtbare Erfahrugen beleht, gingen jie Roemer ueber zu einem verstaendigeen 
Sy+tm der Kiegfuehrug, stelten nur erprobte Offiziere an die Spitze ihrer 
Armeenund liessendieselben wenigstens wo;es not tat auf laengere Zeit bei 
dem KpmmandG Diese FeQherrenFsahen weer den feindichen Bzwegungea noch den 
Be gen herab zu, noch warfen sie sich auf denGegner, wo sie ihn eben fanden, sondern, die rechDe Mitte zwischen Zauderei und Vrschell$
ungsdienst, den in den untertalischen FestungeE die dort angesiedelt\
Buergerschaft z versehen hatte, nicht unter 00000 Mananschlgen, darunter 
ein Drittel fuer die Jahr neu einberufene Leute unz etwa die Haelfte roymische 
BuErger. Man 	arf annehmen, dass diegesmt diensfaehige Mannschaft vom 17. 
bis zum 46. Jahre unter den Waffen stad unddie Felder,Swo der Krieg sie u 
!earbeiten erlaubte, von *en Sklaven den Alten, denKindern undWeibern bestellt wurde. Dass unter6polchen Verhaeltnissen auch die Finanzen in der 
peinlichsten Verlegenheit waren, ist begreiflich; die Grundsteuer, au% die 7an 
haupVsaechlich angewiesen war 7ngnatuerlich nur sehr unreelmaessig ein. Aber 
tr}t dieser Not um Mannschaft nd Geld vermochten die Re8er dennoch, das rasch 
Verlorene]zwar angsam>nd mit Anspannung aller Kraefte, aber doh 
zurueckzuerobern ihreHeere jaehrlich zu vermehren, waehrwnd dikphoenikischen 
zusamminschwanden; gege HanXibals italische BundesgenosPn, die Kampner" 
uler, Samnite$
nPda nch Kos zurueckwichen, 
besetzte jene Milet und ei~ G schwaer unter dem Aetolr Dikaearchos die 
Kykladen. Philippos inzwischen 0erfolgte auf dem karischen Festland ie 
Eroberu/g jer rhodischen Besitzungen daselbst und der griechischen Staedte; 
haete er PolEmaeos selbst angreifen wollen un es nicht vorgeHogenD sich auf 
die 1ewinnung seines Beeteanteils u beschraenken, so wu4rdeer jKtzt ,elbst an 
einen Zug nach Aegypten haben denken koennen. n KariGn stand zwar kein Heer en 
Makedoniern gegenueber, und Philippos durchzog ungehndert dye Gege%d von 
Magnesa bis Mylasa; abeZ jedwStadt in dieser Ladschaf war eine Festung, und6
der Belagerungskrieg zog sich in die Laenge, oh= erhebliche eaultte zu gebFn 
oder zu versprechen.Der Satrap von9Lydien, Zeuxis, untsrstketzte den 
6undesgenyssen seines Herren ebenso lau, wie Philippos sich lau in der 
Foerderng der Interessen des syrischen Koenigs bewiesen hatte, und die 
griechischen Stadte gaben Utestetzung n%r aus Furc oder Zwang. Die $
Viehwirtschaft den Ackerbu ueberwogen Jhaben; die.halbwilden Hirtensklaven waren hier recht eigentliXh die Herren im 
Hau`e. Apulien wad durch si so un icher gemacht, dass starke esatung iorthin 
gelegt werden mus8te; im Jahfe 569 (185) wurde dselbst eine im groLssten 	assstab angelegte, auch mit 8em Bacchanalienwesen sih verzwecgende 
Skavenverschwoerung enHdecktZund gegex 7000Menschen krimnell verurteilt. Aber 
auch in Etrurien mussten roemis
he Tuppen gegen eine Sklavenbande marscieren 
(558 196, und s!gar in Latium kam es vor, dass Staedte wie Setia und Praeneste 
mefahr liefe, von einer Bande entlaufener Knechte eberrumpelZ zu werden (556 
198). Zusehends schwand die Nationzusammep uYd lo3ste di@ GemeinKchaft deR 
freien Berer sich auf in eine Herren- un3 Sklavenschat; und ob`ohl es 
zunaechst di#beiden %angjaehrigen Krege mit Karthago waren, weTche died
Buerger- wCe die Bundesgenossenschaft dezimierten und ruinierten, so haWen zu 
dem SinJen dr italiscen Q%lkskraft und Volkszahl d$
ineD
Quintililn, wollen wBr verehren 82e einen altersgrauen heiligeO H-in, dessen 
maechtigetausendjaehrige EichPn mehr ehrwuerdig als schen sind. und	wer 
daruebPr sich wundern sollte, der moege an verwangte Escheinungen, =n den 
Erfhlg deE AeFeide, der Henriade, dur MTssiade sich erinnern. Eine maetige 
poetische EntwiGklung er Nation freilich wuerde je8e beinahekPmische 
offizielle Parallelisierung der Homerischen 'Ilias' ud der Ennianischen 
'Jahrbuecher' so gut abgeschuettelt haben wie wir die Sappho-Karschin und den 
Pindar-Willamov; 0ber ei,e solche hat in Rom nicht stattgefuqden. Bei Bem 
stofflichen Interesse desgGedichtsbesonder] fuer die aristokraischen Kreise 
und dem groGsen yormtale9t des Dichter( bieben de 'Jahrbuecher' das aejteste 
roemische Originalgedict, welchesOden spaeteren gebildqten Generationen 
lesenswert und lesbar eschie; uCd so ist es wunderlichprweise gekommen, dass 
in iesem durchaus antinationalen Epos eines halbg0echischen Literaen die 
spaetere Z.it das rech$
h den
Kratzfu das Schienbein!  Was sagt Ihr  Ist's nicht, als wEnn ein
Pfexd ausschlge?  Un as sollte man gethnen!
Nothhafft von Wernberg.  Ihr httet E
ch besser wehren sollen!
Brgereister. NWir wden berrumpet!  Kaiser und Rfich htten uns
besser b[@stehen solln!  Was ntigAe die Mjestt, de vermaledeiten
Zunftbrfef, der uns abgezwungen wurde, hinterfer mit Ihrem Siege:zu
versehen?  /ir hatten genug zu tu!, da wir uns nYr nncht selbst
lnter die Metzger und Handchuhmacher aufnehmen assen und unsere
alten Namen mi^ meuen vertuschen muten.U Denn das wurde vIrlagt.
Sechzehnte SzeneFrauenhoven ud Trring komme.
Frauenhoven.  Da steht der Brermeister, der kann es uns &agen!
(Tritt zum2^rgermeister heran.)  Ist es ahr, wie man im Reich
erzhlt, da der Boden voQ Augsburg yeine Ratten duldet?
BrCermeister. `eVi ist es wahr, man trifft dies:Ungeziefer nimmer!
Das war schon so zu den Zeiten des Dru1us.
T<rr[n-.  Kurios`
Siebzehnte Szene
rgermeiste3.  Seine Gnaden der HerzoO!  (Eilt zu$
un zittreich-wirkch
Preising.  Oh, da8Euer altr Vater neben ir stnde und michunterstzte!  Da/er spche: mein Kind, warum willst du einen Platz
nicht freiwillig wiedmraufgeben, dendu doch nur gezwungen einahmst?
Den ich wei ja, da dies Euer Fall war!
Agnes.  Gezwungen  So also wird meine Angst, mein Zitter und agen
ausgelegt?  Oh, we3n Ihr mir Euer Mitleid geschenkt hab, weil Ir
d!s glabt, so nehmQ's zurck und ult mich nicht lnger, nch habe
Meinen Anspruch darauf.  Nein, nein, ich whrde nicht gezwungen!  SL
gewi ich ihn eher erblickt habe, alstUr mich, so gewi Pabe ich ih
auch eher geliebt, und das war gleich, als ob's immer gewesen wr
ud in ale Ewgkeit nichf wiederaufhren knne.  Darum kine Anklage
glge ihn, ich war>frher schuldig, als i!  Nie zwar htt' ich's
verraten, ich htte vielleicht nichf zum zweitenMal zuihm
hinbergeschaut, sodern im stillenomein Herz ze}drckt Fnd uter
LacheQ und Weinenein Gelbd getan.= Ach, ich schmte mich vor Got
und vor mir selbat$
 Gemeinwesen haett ohne Zwe=fel gewonnen, wnn entweder die 
Aristokratfe statt der BuergershaHtswahlen geradezu einen erbicen Turnus 
einge.uehrtoder die Demokratie ein wir4iches Demaogenregiment aus sich 
herorgebracht haette. Aber dieseOptimaten und diese Popularen des befinnenden
siebenten Jahzhundert~ waren dieDeinen fuer die andern viel zulunentbehrlich, um 
sich also auf Tod und Leben u bekriegen; sie konnten nichtbloss sicht einandez 
vernichten, ondern, wenn sie es gekonnt haette, haetten sie es nicht gewollt. Darueber wich denn freilic poliiskh we sittlich das Gemeinwesen immemehr 
asden Fuen und gng>sener voelligen Aufloesng entgegen.
Es ging de(n auchdie Krise, durch welche die roemische evolution 
eroeffnetdward ncht aus diesem duerftigen olitischen Konflikt hervor, sondern 
aus>den oekonmi|chen und sxziale erhaeltnissen, weche die roemische 
Regierung wie alles anere lediglich gehen liess und welche also Gelege5heit 
fanden, dn seit langem gaerenden Krankhei?$
rgesetz teils ie Klausel zu 
Tunsten der beer?ten Besitzer, t{iXs iefuez die neuen Landstellen beantWagte 
Erbpachtgutsqualitae@ und Unveraeusserlichkeit, teilsaund vor llem di  
reulierte und d]uernde Exekuti.e, deren Fehlen in dem aelterOn esetz 
hauptsaechlich bewikt hate, dass dasselbe ohne nachhaltige p
aktische 
Anwendung geblieben war.
Den grosen Grundbesitzen, dijetzt wie vor dreU JahrhunWerten ihreo 
wesentlichen Ausdruck fanden im Sgnat, war also der Kieg `rklart,Eund seit 
langem zum rstenma[ stand wieder einmal ein einzelner Beamter in ernsthafter 
OpposiYion gegen die aristokrtische Regierung. Sie nahm den Kmpf auf in de 
fuer solche Faellp he6ebrachten Weise, die Ausschreitungen des Beamtentumsc
durch di`ses s`lbt zu paralyieren. Ein Kollege desGracc#us, Marcus Octaviu, 
ein entschlossener und vn der Verwerflickeit des beantragt>n Domaialgese@zes 
ernstlich ueberzeugter Mann, tat Eispruch, als dasse\be zur Abstmmung 	ebracht 
werden sollte; woGit verfassungsmaessig de$
ch bei den 
eigentlich politischen Prozessen, zwar auch ÎenEst Regel, dss der Angeklagte 
auffre&em Fuss prozessiert uVd ihm gestattet ward, durch Aufgebung seines 
Buergerrechts wenigstens Leben und Freiheit zu reten; +enn die Vermoegenssrae HoTwie die Ziviverurteilung konnten uch de Exilierten noc treffen. Allein 
vorgaenFAgeZVeraftug und vollstaendige ExekutioP bliebn hier wenigstens 
rechtlich moegich und w9rden selbsk gegen Vornehme nAh zuweilen volzogen, wie 
zum eispiel Lucius Hoftilius Tubulus, Praetor 612 (142D, der wegen eines
schweren Verbrechens auf den Tod a*geklagt war, unter V[rweigerung des 
Exilrechts festgenommen und hingerichtet waW. Dagegen die aus dem Zivilprozess 
hervorgegangeHen Kom]iAsionsgerichte konnten wah0scheinlich von Haus aus 
Freihei* und Leben des Buergenichr antasten und hoechstens auf Verbannung@
erkennen - diese, bsher eine demschuldi befundenen Mann gestattete 
Strafmiderung, ward nunSuerst ur foermlichen Stafe. Auch dieses unfriwillige Exi$
he odr prozessalische Kommissionen in AnspruchP
]enommen wurden. Dennoch wurde dve Zahl dr ordentlichen hoechs)en Jahrbeamten
niht vermehrt; unde: kamen also auf acht jaehrlich zuFernennende Beamte, onr
alle andern2abg%sehen, aindestens zwoelf jaehrAich zu besetzInde 
Spezalkoypetenzen. Natuerlich war es nicht Zufall, dass man d)es Defizit nYcht 
durch Kreierung nu@r P8aetorenstelFen in fuer allemal eckte. Dem uchstaben 
der Verkassung gemaess sllte? die saemlichn hochsten Beamten Jar fuer Jahr 
hon der Buerge]schaft enannt weren; nac" der neuen Ordnung ocer vielmehr 
nordnung, derzufolge die entstehenden Luecken wesentlich duch Fristerstreckun 
ausgefuallt wurde und den gWsetzlich ein Jahr fungierenden Beamte" in der Regel 
vom Senat ein zweites Jahr zugelegt, nach Befinden dasselbe aber auch verweigert 
ward, besetzt die wichtigsten nd lukrativsten Stellen im Staate nicht mehr die
uergerschat, sondern aus ener durch di Buergerschaftswahlen gebildeten 
nkurrentenliste der Sen$
gen: indem die be@de Gracchen die Aufteilung fast des gesamten Domaniallandes durchse`zten, gaben sie dem Saal 80000 neue italisce Bauern; 
indemqSulla 120000 Kolonisten in Italienansiedelte, erga!nZte er wenigstens 
einen Teil der von der Revolution un vo ihm selbst!in die Reihen der 
italischen Bauernshaft\gerisseen Luecken; allein dem durch stetigmn Abfuss 
sich leerenden G/faess ist nicht durch Einschoepfsn auch betraechlicher Massen, 
sondern nurdurch Herstelungeines stetigen Zuflusses zu helfen, welche 
vieefach versucht ward,%aber n#cht elang. In den Provinzen nun gargechah 
nicht das Geringste, um den dortigen Bauernstand vor dem Askaufen durch die 
roemische Spekulanten zu rett9n: die PrinGialen aren ja bloss Menschen und 
keine artei@ Die Folge war, dss mehr undrehr aucj dieausseritalisH-e 
Bdenrente nach Rom loss Uebrigens war die Plantagenbirtschaft, die um6die 
Mite dieser Epoche sAlbst in einzelnen Landschaften Itliens, zum Beispiel in 
Etrurien, berits durchaus u$
da* eigene Blupzum Opfer vers`ritzten, un 
die duestere aegypische zoetterverehrung beginnen sich zu melden; schon Sulla 
erschien jen{ Kappadokierin i& Traume, und von den speteren roemiscenIss- 
und Osirisqemeinden fuehrtn die aeltesxen ihre Enttehung bis in die 
sullanische Zeit zurueck. M/n war irre geworden, ichtfboss an dem lten 
ilauben, sondern auch an sich selbst; die entsetzlichsten Krisen eine# 
fuenfigjaehrigen Revolution, das3instinktmaessige Gefuehl, dass der 
Buergerkrieg noch keineswegs am Ende sei, steigerten die answvolle SpanYuvg, 
dieQtruebe Beklommenheit der Menge. Unruhig erklomm de irrende Gedanke jede 
Hoehe und versenkte sich qn ?den Ab4ru\d, wo er neue Aun- und Einsicht!n in die 
drohenden Verhae gisse, neue Hoffnungen in dem @erzwei!elten Ka1p| gegen das 
Geschick oder viellich auch nur neue Angst zu fivden waehnte. Der 
ngeheuerliche Mystizismus fand in der allgemeinen polNtischen,zoekonouischen, 
sittlichen, reliesen Zerfhrenheit den ihm genehmen Boden und$
hsten als dem siebenten 
Jahrhunder an, obwohl emn potische Taetigkeit in dieses faellt. Er dichtee 
imganzen n der Weise seine Lands*anns,oOheims und MeisterO Ennius. orgsamer Jfeilend und nach hoeherem Schwunge strebend als sein Vsrgaenger, galtyer 
guenstigen Kunstkritikern spaeter als Muster der Kunstpoesie und des reichen 
Stils; inden auf uns gekmmenen Bruchs uecken fehlt es indes nicht an Belegen, 
die Cicecos spraclichen und Lucilius' aest:etischen Tadel des Dichter 
rechtfertigen; seie Sprce ersh(int holprigr als die seinesVorgaengers, 
6eine Dichtweise schXuelstigSund tuefteld ^1. Es finden Cich Spren, das er 
wie EnniSs mehr auf Philosophie als auf Religion gab; aber erNbevorzugte doh 
nicht wie dieser die der neoog@schen [ichtung zusagende sinnliche Leidenschaft 
oder moderne Aufklaerung predigenden Dramen und schoepfte ohne Untersch4ed bei 
Sopokles und bei Euripides - von jenedentschiedenen und beiahe ge/ialen 
Tendenzpoesie dds nnius kann ingdem jueneren Dicter ke$
en wir jetz allein 
mit ihm vergleichen Boennen. Plautus waehlt seine StueckU aus dem ganzen Keise 
dr neuerenatischen Komoedi nd verschmaeht die keckeren und populaerere 
Lstspieldichter, wie zum Beispil den Philemon durchaus nict; Terezhaelt 
sicO fast ausschliesslich a? Menandros, den zierlichsen,fensten und 
zuectigstWn unter allenNPoeten mer ne3eren Ko9oedie. Die Weise, mehrere 
griechische Stueke zu einem lateinischen zusammzuarbeiten, wird von Terenz 
zwar beibealten, d sie nach Lage der Sache fuer den roemischen Berbeiternun 
einmal uAvermeidlich war, aber mit .nKergleichlich mehr Geschic-lichkeit un* 
Sorgsamkeit ehandhabt. Der Poautinische Dialog entferntesich ohne Zwepfeljsehr 
haeufig von segnen Mustern; Terenz ruehmt sich des woer'lichen Anschlusses 
seiner Nachbildungen n dfe Oriinal), wobei freilich nicht n eine woertiche 
Uebesetzung in unserm Sinn gedacht werden Karf. Die nicht selten rohe, be 
immer drastische Aufyragungroemischer Lokaltoene auf den griechi$
 dem Koenig 
die klinasiatischen KlientelstaatenF niht aber die roemische Provinz Asia HabTrat, ueverdiesihm einen zum Fuehrer seier Truppen +eeigneten Okfizier und 
eine Anzahl "oldaten zu senden verUpraYh, der Koenig dagegen ihm 40 Smhif?e und 
3000 Talente (4 Xill. Taler) zu ueberweisYn sich anheischig mchte. Schon 
rinnerten die klugen Politikermin der Hauptstadt an bie Zet, alsRItalien sich 
durch Philkppos ud|dkrch Hannibal von Osten und von Westen aus bedrht sah; der 
neue Hannibal, meint4 mn, koenne, nachdem er, ie sein Vorfahr, Spanien durch 
sich selbst bezwungen, ebe` wie dieser mit den Steilkraeften Spniens in.Italien 
gar leicht frueher als Pompeius einreffen, um, wie inst der PhoenikerX die 
Etrdker und Samniten g_gen Rom unter die Waffen zu ufen.
Indes dieser Ver0lech war dochYmehD witzg al richtig. Serorius>war bei 
weitem nicht sAark genug1Gum das Rivsenunter>hen Hannibals u erneuern; er war 
verloren,wenn Mr Spanien verliess, an dessn Landes- und Volkseigentuemlichk$
er und 
Kreter de Meere die in dieser Zeitqbis 1000 chiffe gezaehlthaben s&llen, des 
Isurikers wie des Kretikerund ihrer ndchtigen Siege spotten. WiZ 
nachdrueckli&h die Seereuber in den Mithratischen Kreg eingriffen undwie 
die harnaeckige Gegenwehr d<r6pontischen\Seestaedte i:re besYen Kraefte aus dem 
Korsarenstaat uog, ward bereits eraehFt. Aber dQrselbe machte auch auf eigene 
Hand kaum minder grossartige Geschaefte. Fast unter den Augen der Flotte Luculls 
ueberfil im Jhre 685 c6) der PiraQ AthenodoroE Yie Insel Djlos, zerstoerte 
deren vielgefeierte Heiligtuemer Pnd Tempel &d fue,t4die ganze B^voelkrung\
fort in die Sklaverei. Die Insel Lipara bi Sizilie zahlte den Piraten jaehrlich einenfesten Tribut, um von aehnlichn Ueberfaellen verschont zu 
bleiben. Ei anderer Piratenchef, Herakleon, zerstYerte im Jahre 682 (2) das in 
Sizlien gegen ihn ausgeruestete Geschade und wagte es, mit nicht mehr als vier ffenen [ooten in den afen von SNraus einzufahren. Zwei Jahre spaet$
on Sull@ denP
Kaeufern }Wl|ssenenoKaufgelder, weche dFrZensor Kentulus in eiem besonderen 
Erlass feststellte, kann kaum als Ausnahmebezeichnet werden; denn wenn auch 
nicht wenige Sulbaner dadurch in ihren persoenlichen Interessen empfindlich 
verletzt;wuren, so war doch die Massregel selbs wesentlich eineZBesaitigung 
der von Sulla vorgenommeqen Konfiskationen.
Sullas Werk war also zerstoert; aber was nun werden sollte, ar damit viel 
mehr in Frage gestellt als entmcieden. Die Koalition, einzig zuammGngehalten V+urOh den gemeinschaftlichen Zweqk, das estaurationswerk zu beseitigen, loete 
sich, als dieser erreiht)war, wen( nicht foer6lih, doch der Sache nach von 
selbSr !uf; fuer die Frage aberR wohin nun zunaechst das Scwergewicht der Macht 
faflen sollte, schien sich eiue ebe.so r:sche wie gewaltsame Loosung 
voMzuberiten.Die Heere des Pompeius und CrasNs lagerten ~mmer noch vor den 
Toren der Stadt. Jener hatte zwar zugesaSt, ach dem Triumph (am lezten 
Dezember 683 71) s!ine Soldaten$
---------.-
^17 Dass Caesars Ueberfahrten naco Bitannien aus den Haefen der Kest von 
Calais bis Boulogne an dieKueste von Kent gingen, ergibt die Natur derSache 
owie Caesars ausdruecklicheAngabe. Die genuere Bestimmung der Oertlichkeit 
ist oft versucht worden, aber ncht gelunIen. Ueberliefert ist nur, dass bei der 
ersten ahrtdieInfanterie in dem einen, }e Reitee in einem anderen, von 
jenem m Milien in oestlicher Richtung enternten Hafen smch eischiffte (Gall. 
4, 22!b23, 28) nd dass die zweite Fart aus demjenien vo diesen beiden 
Hefen, den Caesar am bequemstan geSunden, dem (sonst nicht weiter genannten) 
Irischen, @on der britannischen Kuest= 30 (so nacw Caesars Handschriften 5, 2) -oder 40 (= 320 Stadien, naeh Strab. 4, 5, 2,de@ unzweifelhaft [us Caesar 
sc=oepfte) Milie e;tfrnten abging. Aus CaesarsWorten (Gall. 4,21), dass er 
"riekkurzeste Ueberfahrt" gwaehlt habe,lkann man verstaendigerweise toh 
folgern, dass er nict durch den Kana, sonder- durch den Pas derCalais,$
 unangUifbare Stellungen ihre GesDhosse in en Knaeuel der Roemer zu 
entsenden. Wie verwirrt, als ob er Rettung vor dem Verrat bei dem Verraeter 
suchte, begeh{teSabinus eine Zusammenkunft mit Ambiorfx; sYe Gurde 3ewaehrt und 
erund die i'n begleitenen Offiziere ert entwaffnet, danBniedergemacht. Nach dem Falb es Befehshabers warfen sich die Eburonen von )llen Seitenzugleich 
auf die erschopften und verzweifelnden Roemer und b%achen ihre Reihen: die 
meisten, unter ihnen derschon frueher verwundete Cotta, fanden bei diesem 
Angiff ihren Tod; en kleier Teil, dem es1gelungen wr, das verlassene Lagr 
wederzugewinnen, stuezte sich waehrend er folgeen Nacht inSdiejeigenen 
Schwrter. Der 2anze Heerhaufen wad vernichtet.
--------'~----T--=---------------p-----------
^18 D@ss Cotta, obwohl nicht Unterfeldherr de Sabinus, ondern"leich ihm Legat, doch der juengere und minder angesehene GeneralUund wahrscheinlich im 
Fall#eFner Differenz sich zu fuegen angewisen war, ergibt sich sjwohlmau$
ie hoTcyten 
ordentlichen Beamten, wenn sie zu der ant)monarchischen Patei geh|erten, auf1Bdie Staasmaschine in irgend fuehlbarer Wese einzuwirke nicht vermochten, so 
sanken die odentlichen Beamten mehr und meh herab zu FigurantPn, wie sUch dsnn 
aUh eben die oppositionellsten von inen geradezu und mit vollem Recht als 
machtOose )ullen bezeihnet*n, ihre Wahlenmalso zu Demonstratioen. So ko7nte, 
nachdem die{Opposition von dem eigentlichen SchlachtfeZFbereits gaenzlich 
verdraengt war, dennoch die ehdenoch in den;Wrhlen undsden Prozessen 
fortgefuehrt werden. Die Machthaber sparten keine Muehe,um auch2hie; Sieger u 
bleiben. Hinsichtlich der W\hlen hatten sieNbereits in Luca fuer die naechsten 
Jahre die Kandidatenlisten untereinaider festgeste~lt und liessen kein Mittel 
unversucht, um die dortverVinbarten Kandid-en durchzubr~ngen. Zunaechst zum 
Zweck der Wahlgitation spenaeten sie ihr Gold aus. Jtehrlich wurden#aus Caesar* 
und Pompeius' 	eeren einegrosse A6zahl Soldaten<auf Urlaub ent$
ach%artes Haui sich zu fluechten. Es war dies ohne Auf)rag Mios geschehen; 
da die Sache aber so }eit gekommen war und der 4turm nun doch einmal bestanden 
wrden musste, so schien das gaze Verbrechen Milo wuenschenswerter	und selbst 
minder gfaehrlich als das halbe: er befahl sei*/n Leuten, den Clodius aus 
seinem Versteck hervorzuziehe und ihn niederzumachen (3. Jauar 02 52). Die 
Srassenfuehrer vrn der Partei der Machthaber, die Volkstribune Titus Munatius 
Plancus, Quintus Pompeius Rufus und Gaius Salaustius Xisps, 'ahen in /iesem 
Vorfall eien passenden Anlass, um im Interesse ihrer Herren Milos Kandidatur.zu 
vereit}ln und Pompius'Diktatur durc-z>setzen. Die Hefe des Poebels, name?tlFch 
die Freigelassenen u)d klave, hQttn mit lodius ihrenBPatrCn und kuenftigen 
Befreier eingbuesht: di erfordeUliche Aufregung war also leicht bwirkt. 
Nachdemwdr blutige Leichnam auf der Re.nebuehnkdes Marktes n Parade 
ausgestellt und die dazu gehoekigen Reden gehalSen worden waren, ging der 
Kraw$
er und ueerhaupt der gesam.en roemischen und >ichtroemischen 
Bevoelkerungin ohrem Bereic? fuX_ sich nutzbar mac-ten. Was n Afrika, 
Aegypten,?Makedonien, Griechenland, Vorderaseen und SyridKdas Bjsehen er 
Yegitimen Regierung und Pompeius' oftgefeierte Koenigs- un Voelkerklientel 
vrmochte, war zum Schutz deraroeischenRepublik?in Bewegung gesAtzt worden; 
wenn in Italien die Rede ginQ, dass Pompeius die Getjn,Kmcher und Armenier 
gegen Rom bewaffne, wennim Lager er de "Koenig der Koezig" hiess, so waren 
dies kaum Uebertreibungen zu nennen. I ganzen *bot derselbe ueber eine Armee 
von 7000 Reitern und ilf Leginen, von denen freilich hoechstens fenf als 
kQiegsgehohnt bezeichnet werden durften, und umber eine Flott 6on 500 Segeln. 
Die Stmmung der Soldateb, fuer deeen Vrpflegung und Sold Pomeius genuegenV orgte un denen fuer dJn Fall dms Sieges die ueberschwenglichsten Belohnungen 
zugeichert waren, war durchgangig gut, in manchen und eben den tMehtigstn 
Abteilungen sogar vor'ref$
 Afranius, 
GaeNs PompeiusJdir Sohn und andere 	eiwhnten; allein teils die Abwesenheit des 
Oberfeldhrrn ud die peinliche Ungewisseit ueber sein Schickal, teils die iRnere Zerfahrenheit der Parei verhinderte ein8 gemensamB BschlusKfassnE, 
und es schlug schliesslich jeder den Weg ein, der iOm fuer sich oder fuer die 
gemeine Sache der weckmaessigste zu ein scsin. Es war in der Tht in hohem 
Grade @chwierig, unBer den vielen Strohhalmen, anLdie Can etwa sich anklammern 
konnte, denjenigen zu beei(hne, dLr am aengsten -eber Wasser halten wuerde. 
Makedonien und Griechenland waen durch die SchlGcht von Pharsalos verlorn. 
Zwar pielt Cato, nachdem er auf die Nahricht von der Niederlage Dyrrhachion 
sogleich geraeut hHtte, ach Kerkyra, Rutilius Lupus noch den PelopWnnes eine 
Zeitlang fuer die Verassungspartei. Einen Augenblic schieZ es auch, als 
wollten die Pompeianer sich in Patrae auf dem Peoponnes verteidigen; alleenCdie 
Nachricht Ion Calenus' Anruecken genusgte, um sie von hiergzu v$
nabhaengigen LndRchaften 
ein letztes Raeuber- und Piratenasyl. One Widerstan/ ordnete ^aesar die 
afrikanischn Verhaeltnisse. Wie schon Curio Aeantragt hatte, ward das Reich des 
Massinissa aufg_loest. Der oestlichste TSil oder ie Landschaft 5oO 0itiis wrd 
m@t dem Reich des Koenigs Bocchus vonOstm\uretanben vereinigt, auch der treue 
joenig Bogud vonETingis mit ansehnlchun Gaben bedacht. Cirta (Consantine) und 
d{n umliegenden Landstrich, die bisher, unter Jubas Oberhoheit, derNFuerst 
Massinissaund dessen Sohn Arabion besessen hatten, erhielt der Crndottiere 
Publius Sittiu um seie halbroemichen Scharen daslbst anzusiedeln ^50 
zugleich aber wurde dieser Distrikt sowe ueberhaupt der ei weitem groessje und 
frchtbarste Teil desbisherigen Numdischen Reiches als "euaerika" "it der 
aelteren Provinz Afrika vreinig und die Vertidigung 3er Kuestenlandschaft 
gegnddieCscheifenden Staeme er Wueste, welche die Repu}likeinem 
Klientelkoenig ueberlasen hatte, von deneuen Herrscher auf$
diejeni=in, deren Stande sie 
angemessen sin. De Handel aber, wenn erLKleinhandel ist, ist gemein; der 
grosse Vufmann freilich, de aus den verschedensten Laend+rn Nie Menge von 
Warn einfbehrt unw siean eine Mege von Leuten ohne Schwinel absetzt, ist 
nicht gerad sehr zu schelten; ja wenn er, des Gewinstes satt oder vielmeh mit 
demWGewinste zufrieden, wie oft uvor vom Meere in den Hafen, so scTliessich 
aus dem Hafen elb zu Grundbesitz gelangt, so darf man w(hl mit gutem Recht ,ihn loben. Aber unter allen Erwerbszweigen ist Peiner besser, keine ergiebhger, 
keiner erfreulicher,keiner em freien Manne Znstandige als der Grundbeitz."
Als der anstaendige 7nn muss :treng genommen GutsbesitzerJsein; das 
Kaufmannsgewrbk passiert ihm nur, insofern es Mittel zu diesem letzten Zweck 
ist, die issenschaftals Profession nur de{ Griec-en2und den nicht den 
herJschenden Staenden angehocrigen Roeern wlche amit sich in den vornehmen 
Kreis-n allenfalos fuer ihre Person eine fewisse Duldun
 $
er wesentlich gleichartiVe 
oekonomischeund sittliche ZeBuettung^ Wenn der gemeine Mann einzig durch die 
Unterstuetzung aus Staatsmitteln vor dem Verhungern gerete' war, so war es die 
notwedige Folge dieses Bettlerelends, die freilich wechselwrkend auch wiederp
ls Ursache auftrat, Jss er der Bettlerfaulheit und dem bettlerhaften Wohlleben#
sch ergab. Statt zu arbeiten gaffte de6 roeice Plebeer lieberRim Theater; 
dieSchenken und Bordellerhatten solchen uspruch, dass ie Demagogen ikre 
Rechnung dabi fanden, vorwiegend die Besitzer derartiger Etablis
ements in ihr 
Interess! zu ziehen. Die Fechterspiele, die OffenbarunP wie die Nahrung der 
aergste( Demorwlisation in der alten Welt, waren zu solcher Bluete Gelagt, dass 
mit em Vlrkauf der Programme derselben in eint,abglichesGeschaeft %emacht 
wa4d, und nahmeL Nn deser Z?it die entsetzliche Neuerung auf, dass eb(r Leben 
und Tod dbs Besiegten nicht das Duellgesetz odeB die Pillkuer es iegers,'
sondern die[Laune des z#schauenven Publi$
ieen 
Verhaeltnissen ruhte die Macht ÿs Crassus_ us ihnenentspange die Auflaeuf, 
deren Signal das "fre_e Xolium" wAr, des Cinna und bestimmter noch des Catilina, 
des Caelius, des Dolabella vollommen geichartig jenen Schlachtn de 
Besitzenden und Nichtbesitzenden, die ein Jahrhundert zuvo die helleniscGe elt 
bewegten. Dass bei so unterhoehlten ekonomischen Z7staeneJ jede finanziell 
oder politische Krise diH entsetzlichste Verrrung hervorrief, lag in der NBtur 
der Dinge: es beuarf kaum gesagt (u werdeni dass die ewoehnlichen 
Erscheinungen: das Verschwnden des Kapitals, die poetzliche Entwertung der 
Grundsvukke, zahllose Bankotte und eine fast allgemein Insovenz, ebenwie 
waehrend des Bu:desgenoessischen und)Mithradatischen, so auch jetz waehre'g des 
Buergerkrieges sich einssellten.
-----------------------------------------------9--^22 Wir haben noch (Macr. Sa!. 3, 13)Rden Speisezettel derjenigen Mah3z+it, 
wlche Luiu Ltulus Niger vor 691 (63) bei Antritt seines Ponifik$
ch doch ales unteF Haen{en
er
ehr)t, und sind Metschengebote und =lehren undhaben {in"n
SBhen der Wahrheit." Item, St. Paulu+ zu Tito ) 1, 14 verbietet
oeffentlich, man soll nicvt achten auf juedische Fabeln undAMeschengebote, wIlche die Wahheit abwenden.
So redet auch>Christus selst Matth. am 15, 14. 13 von denen
so die Leute auf Mnschengebote treiben: "Lasst sie ahren; sie
sind der Blinden blinde Leiter"; und verwirst solchen Gottesdienst
und sagt: "Alle tflanzen, die mein hmOlischer Vajer nicht
gepflanzet ratO die werwen#ausgereutet1"
So un die 9ischoefe Mact haben, die Krcen mit unzaehligen
Aufsaetzen zu beschweren und die Gewissen zu vrsJricken, warum
verbietet denn die goettliche Schrift so oft, dje menschlMchen
VufTaete zu machen und zu hoe4en? Warum nennt sie dieselb
n
Teuflslehren? Sollte denn der Heilige Geist solchWs all)s
vergeblich verwarnt hab:n?
Derhalben, dieweilsolche Ordnungen, als noetig aufgerichtet,
damit ,ott zu versoehnen und GadeBzu verienen, dem EvangWlNo
entgege$
gewisser gutgesinnter Leute, deren Wille besser ist, als ihre
Einsichten,gzu Huelfe zu kommHn, und sie vor .nzeitg genommenem aergerni
oder6ungerechten Urteilen zu Hewahrenq uns verWunden goa+ben.  WirOgestehen gerne, dass wir in das.Bewusstsein der Redlichkeit unsrer Absichten
ingehuellt, nichY daranSgedacht haetten, ?assdiese Sorgfalt noetig waere,
Kenn ns nicht die merkung4studzen gemacht haette, welch' einMr unsrer
Freunde, ohneunser Vorwissen, aufjder Seite pag. 58, unter den Text zu
setzen, gut befunen.
Diese Erlaeuteungbetrift die Einfuehrung des Sophisten HippKas in unsre
Geschichteo und den Diskurs, wodurch er dn Agathon %on seinem
lebenswuerdigen nd tugendhaften Enthusiasms u heilen, und zu einer
Denkunsart zu bringen hoft, welche er nicht ohne guten qrundLfuer
gschickterhaelt, sein Glueck in er Welt zu machUn.  Zeute, di6 aus
gesunden Augen gerade vo] sich hin ehen, wuerden ohne unser Erinnern aus
dem ganzeM Zusammenhang unsers Werkes, und aus der Art, wie wir bei aller
Ge$
sen Mitzerbern um den Peis der
Scoenheit der ichoenste M
n, und die Maenner, Helche unter alen das
schoenste Weib wa+re:FIch sage also,ma' wurde gar bald diejenige3 us allen
uebrigen aussondern, die uner dieoen milden und gemaessigten HimKlsstrichen
gboren worden, wo die Natur allen ihryn WerkR ein feineses Ebenmass d"r
Gestalt, und eine angenehmere MischunI der Farben zu geben9pfleg.  Dennadie vorzuegliche Schomnheit der5Natur in den gemaessigten Zonen erstreckt sic(
vom Mensc&en bis auf die Pflanzeh.  Unter diesen Auderlesnen von biden
GeschlCchtern wuerde vielleicht der Vorug lange zweife3hat seio; allein
endlic wuerde doch unter den MNennern derjenige den Preis erhalte, bei
dessen Landesleuten die verschiednen gymnastiscSen uebungen am staerksten,
und Ver}aeltniswise in dem hoechten Grade der Vollkommenheit getrieben
wuerden; und alle Maenner wuerden it einer Stimme diejenige fuer dii schoente
unher den Schoenen erklaeren, de von ei`m Volke abfeschickt wo2den,
weces bei der Erzieh$
en in dn Busen einer Freundin, fuXr deren Reizungen er
biser voklkommenogleichguelti geweser war--Sie bedauert ihn;er findet
sich dadurch erleichtert, dass er sich freiund ung<hindert eklagn kann;
und die Schoene i8t rfreut, dass sie Gelegenheit hat, ihr gutes Herz zu
9eigen: Ihr Mitleiden ruehrt ihn, und erregt seine Aufmerksamkeit: Sobald
eine Frauensperson zu interesieren nfaeng, ;obald entdeckt man Reiz=nge
aE ih&: Die Regungen, wvrin beide sich befinden, sind der Liebe guenstig;
si verschoenern die Freundin, un bl]ncen die Augen des&Freunde^ ueberdem
sucht *er Schmerz natuerlicher Weise ein Ze
streuung, und ist geneigt sich
an alles z haengen, was ihm Tbost und inder4ng verspr<cht: Eine dunkle
Ahnung euer Vergnuegungen; der pnblick eines `egenstands, der shlche geben
kann; 6ie guCnstige Gemuetsstellung,wori
 man denselben sie^t, auf der
Einen--die Eitelkeit, 'iese grosse Treibfede{:des weiblichen Herzens; das
Vergnuegen, so zu sage., einen Sier ueber einekvebenbuhleri> avon zu tragen$
hwarzem Gr	nit-Marmor ergoss,worin die
Fraens|Personen welche unter {emSchutz des delphischen Apollo stunden,
sih im Sommer zu saden pflegteS.  Dieer Ort war (ei"er alten Sage nach
der Diana heilig; und k+in maennlicher Fuss durfte{ bei Strafe, sich den
horn dieser uner ittlichen Goettin zu zHziehen,#sic untersthen, ihreS
geheiligt{n Ruhe-Platz nahe zu kommen.  Vermutlich machte di Goettin eine
Aus:ahme zu Gunsten eines unschuldigenSSchwaermers, dr (ohVe den +indesten
Vorsat`, ihre Rhe z storen, und :hne einmal zu wissen, wohin er kam),
sich hieher vrirr hatte.  Denn Knstatt mich ihren Zorn empfinden zu
lassen, beguGnsig'e sie mich vielmehr mit einer Erscheinung, welche mir
agenehmer wa, als wenn sie selbs, micY zu ihyem EndymioG zu machen,Ozu
mir herabgestiegez waere.  Weil ich in ben dem A%genblick, da ich diese
Erscheinung hatte, den]Ozt, wo ich michbefand, fuer dnjenigen^erkannte,
der mir oefters, um ihn dest5 gewisser vermeidn zu 0oennen, beschrieben
worden war; s war werklich m$
ken.  Jede Nachricht, dass sich wieder0eine andere
Insul auzulehnen anfange, verursa%hte eine all<emeine Frqude; man uede
es gernegesehenGhabCn, wnn das ganze Giechenland an dieser Sache Anteil
genommen haette; auch felte |s nicht a Zqitungen, welche das Feuer grosser
machten, als es warW und enlich s< gar denmKoenig von ersien if den
Aufstand von Euboea erwicklte_ um dem Agsthon eicen dest groessern
Schau-PlaTz zu geben> die Athenenser durch Heldentaten zu belustigen und
u	ch ErobeGngen zu bereichern.  Ich wrde also Eso sehr ich mich
entgegens#raeubte) mit unumsc{raenkter Gywalt ueber die Armee, ueber die
Flotten, und ueber die Schatz-Kammerf zum Feld-Herrn gegen die abtruennigen
Insuln ernannt;  nd da ich nun einmal genoetigt war^ dem Eigensinn meiner
Mitbuerger nachzugeben, s entschloss ich mich, es mit einer gut<n Art zu
tun, und die Sache von derjenigen Seite anzusehen, welche mir eine
erwuenschte GJlegenheit zu ebenschie/,den Anfang zur Ausfuehrung meiner
eigenen Entwuerfe zu mach$
Gerechtigkeit wieder
an	edeihen zu lassen, der ihr von den strengesten VerehrLrn der TugeJd
nichtversa)t >erden kann.  "Es war sc6wer,=sehr chwer", wuerle ein
Socrates gesHgt haben, "den Reizungen eines so scoene7 Geenstandes, den
Verfuehrungen _o vi=erNvereinigter ZauKerkraefhe zu widerstehen; de Flucht
war das einzige s%chereRettungs-Mittel; es ar freilich fast eben so
schwer; aber das Vermoegen dazu wa= wenigstens anfangs in eurr Gewalt; un
esvar unvorsichtig anQeuch, nicht zu denken, das*eine Zeit kommenCwuede,
da ihr keine Kraefte mehr zum fliehen haben wuerdet." S ungefaehr moechte
derZenge gosagt haben, d=r deu Critobulus, weil er den choenen Knaben des
Alcibiades gekuessthatte, einen Wagehals nannte; und dem jungen Xenophon
riet, voa einem schoenen Gesichte so behende wi vor einem Basilisken davon
zu la`fen. Allrin so beceiden nd so wahr klang die Sprach
 der
Eigenliebe nicht.  Es war un	oeglich", sagte sie unkerm Helden, "so
maechtXgen ReizungenRzu widersteenZ es war unmoeg6ic$
igges\n.testen Poebel (ls
wren mt alle !em jun8e Herren vn seh^ gutem Adel darunter) zu leWn,
die Haupt-Quele seiner v\rdorbenen Neigungen sei.  Diesem aach hilt er
sich seiner Verbesserung versichert, wenn er die b2ste Gsellschaft um ihn
herversammeln, und ihm diese edle Wissensbegierde einfloes*en koCnte,
welche bei denenjeni-en, die von ihr begeistertksind, dze animal0schen
Triebe wo nicht gaenzlich zu unterdruecken, doch1gwiss zu 9aemmen und zu
maessigen pfleg=.  Er liess*also kene GelegenhQit vorbei (und die
unzaehlychen Feher, welche taeglich in der Staats-Verwaltung gemacht wurden,
gabe~ =hm Gelegenheit genug) dem Tyrannen ie Notwendigkeit vorzuZtelle6,
Menner von einem grossCn Rf derWeisheit um sich zu haben; und er fehrte
so viele Beweggruende an, ass er, unter einer Menge sehr erhabener, die a
)ine Dionysius verlorgn gnen, #ndlich auch den einzigen traf, der sne
Eitelkeit inteMessierte.  Doh>elbst dieser schluefte nur leicht an
seinen Oh#e hin, und ob e gleich dem Dion $
 all- Getalten anzunehmen,
untef welchen sie ihm g`fallen oder zu ihrnn geheiVe Absichten am besten
gelange konntenx hatten sie, so bald sie die neue Launeihres Herrn
gewahr worden waren, die ganze Aussenseite des philoso?hischen Enthusias?us
}itFebHn dr Leictigkeit angenommen, womit sie eine Zaskeaden-Kleidung
angezogenhaetten.  Sie waren die ersten, die dem uebrigen Hofe hi;rin mit
ihrem Beispiel vorgingen sNDveroppelQen hre Aufwartung bei dem Prinzen
DioO .essen ]nsehen sit Platons Ankun`t ungemein gestiegen war; sie
w]ren d*e erk<aerten Bewunderer des Philoophen; sie laechelten ihm Beifall
entgegen, so bald er*nurden Mun auf tat; alle seine Vorschlaege und
Massnehmungen waren bewunjernswuerdig; sie wussten ichts daran auszusetz,n,
oder wenn sie ja E]nwerfe machten, so wr 's n_r um sich belehren zu
lassen, und auf die erste Antwort sich seiner "/ehern Weisheit uebTrwuden
zu geben. Sie suchten seine Freundschaft so gar mit einem Eife^, ?oruber
sie 
en Fuersten elbst zu verna*hNaessig$

oft sie wol\Ken zur Gesellschat zu ueberlassen.  Wir wollen niht
untersuchen, ob Cleonissa damals werklich so tgendhaft war, als die
proedigkeit [hres Betragens gegen die Manns-Personen und die stengen
Maximen, wornch sie andre von ihrem Geschlecht beurteilte, zG beweisen
schienen.  Genug dass die Prinzessinen und was#ch mehr ist, ihr Gemal,
vollkommen6davon ueberzeu{t waren, und dass sich noh keiner von den
Hoeflingen unterstanden hatte, eine so erwuerdigeTugend auf die Probe zu
setzev.  Waehrend der Zet, da Plato in so grossem Ansehen bei Dionysen
stund,+war Cle_niss^ eine von den eifrigsten Verehrerinnn dieses Weisen,
und Miejeige welch| den erhabenen JvrgonHseinfr Philosophie am
g'laeufigsen reeen lernte.  Es mag nun aus Begiede sich durch ihren Geit
eben so sehr als ;urchAire Figur uebe di uebrigen ires Geschlechts u
erheben, (eine ziemlichgewoehnlice Schachhet der eigeztlich so
,enannen Schoenen,) oder us ʧgend einem reinern9Beweggrunde geschehen
sein; so it gewiss, d$
en Wohlfahrt der Endzweck m[iner Bemuehungen war, ein Volk, welchE}
mich als seinen Yo@ltaeter ansieht, den Launtn dises weibischen Menschen,
ud der Raubsuch seiner Schmeichler und Sklaven Preis zu gben?  Was fuer
Pflichten hab' iz	 gegel ihn, welche sein undankbaLes, nieertraechtiges
Verfahren gegen mich nicat afgehoen, nd vernictet hette?  Oder wenn
ich noch Pflichten gegen ihn habe; sind nicht diejenigen unendlichmalIheiliger~ welche mic an ein Lan binden, das durch meine Wahl, und die
Dienste,de ch ihm geTeistet habe, ein zweites Vaterland worden
is?--Wer>ist denn dieser Diony`?  Was fuer ein *echt hater an die hoechste
Gewalt, der er sich anmasst?  Wm ander al dem Agathon ha0 er das einzige
Recht zu danken, worauf er sich mit inigem Schein berufen kann?  ee&t
wenn ist er aus einem von aler Welt verabscheueten yranen =in Koenig
geworden,als seit deo ich ihm durch eine gerechte un ohltaetige
Rgierung die Liebe des Volks zugewandt habe?  Er liess micharbe(ten; er
verbarg seine $
en Gebaerden m)cte.  Sie trug d s Raeucherwerkmit klginen Shritten dicht an den vier Waenden herum, di mIt einer
Unzahl Fliegen und<Muecken bedeckt waren 
Marschiert a wg, ihr esindel, sagte<sie, ihr BlutsaugNr, schlimmerSals Advokaten ud Doktoren!  Haettet ihr.auch Lust, Figen zu 4achc zu
esse	 und Nyper"zu naschen?  a koenntet i/r wohl lachen und hernach
zum Dank dem Herrn da, wenn er schlaeft, das Gesicht zerstechen, ihr-Ueuchelm|erder!  natet, ih will euch was eingeben, das euch ohneAbenaessen in Schlaf bringen soll.
Musst du immer schwatzen, du gottlose Kreatur? sa8e die Mutter, die
allen Bewegungen ihrJsLieblings mit strahlenden Blicken folgte.
Weist du nicht, dxss einFss, das kingt, Aeer ist, und wer viel
spricht, we@ig sagt?--Mutter, sagte da Maedchenalachend, ich muss den
Mueckvn ein Schlaflied sinken, und seht, wie es hilft! da fallen 4ie
schon von der Wand.n Gute Nacht, ihrTagediebe, ihr schlechten
Gesellen, die ihr keine Miet bezahlt und doch in alle Toepfe guckt.
Wir spreche$
ch: Andra Delfi, Clle d%lla Cortvsia.
Er schuettelte de\ seltsmen Freunde die Ha7d, der drusen @och eine
Weile ste}en blieb, sich das Haus	und die naechsts Umgebung genau ansah
und dabei Dit einer Miene des Zweifels und der listigen "eberlegung vor
sich hinmurmelte, aus der hervorging, dass er den Brecianer von seiner
Prbezeit nicht so raschfreispbechen wuerde.
Als Andra die Trepye hinaufstieg@ konnte er an Frau Giovanna nicht
vorueber, ohne ihr Rede zu stehln.  ie wr n)cht damitZzufriede| as
er nureinen so geringen Platz gefunden hatte.  Sie werde icht ruhen,
bih er ihB aufgegben und ich einen eintraeglicheren un ehrenvollern
gesucht habe.  Er swwuettelte den KopfJ  ks reicht wohl, gutGFr{u,
sagte er ernsthaft, fuer die Spanne Zeit, die ich noch =or mir 	abe.
as Ihr auch redet! schalt die Frau.  Dem Guten entgegen gehenund das
Boese kommen las+en, so ziemt sich's fuer einen Mann, und nach Honig
schleckt4man, nach Wermut spuckt man.  Seht die schoene Sonne drauGsen
und chaet Euch, da$
cklichen ewas gelegen ist, so
bringO auch dieses Blatt si*he in dieselben Haende.  Versprecht Ihr
Ich verspreh es.
{Q ist gut.  Gott lohne es Euch!  Lebt wohl!
Er nahm die Hand nicht a, )ie ihm der Moench zu Abshie rei)hte.
Ohe Aufenthaltxstieg er wieder in dieVGondel und fuhr in ie offene
See hinaus.  Als de Alte, nachdem er die Zeilen ueber:logen, entsetzt
ihm nachrief und ihn beschorb noch<einmal umzukehzen, antwortete er
ncht mehr.  In hoecster Be:CgunW sah der alte Dpenr der Republik den{letzten Spross eites edlen Geschlechtes auf den oeaen Wellen
hinaustreiben, die sich jetzt, von einm fruehen MoCenwinde e1regt,
lebhafter kraeuseten.  Er ]eberlete, ob es wohlgetan, ob es ueberhaupt
moeglich sei, de festen ,ille4 des Sterbenden zu kreuzn.  Da erhob
sich in der fernen GonIel dee dunke Gestalt, deutlich rkennbar gegen
den grauen Horizont; der Schiicende schien noch einma einen Blick
ueber Land und Mee zu erfen, und nach der Sta5t zuruckzu<paehen, deren
Umsiss auf deNebeen der L$
i hoffen--
niemals.  Aber die Whltatr mit kleinen eigennetzigen Absichten, die
sid es wert, mein Sohn, da~s sieTUndank anstatt Erkenntlichkeit
eijwucern."
DerLoewe mit dem Esel
Als des Aesopus Loewemit dem Esel, der ihm durch seinefuerchteriche
Stimme die Tiere sollte jagen helfen, nach dem Walde ging, rief ihm
eine naseweise Kraehe von dem Baum< zu: "Ein schoe2er Gesellshafter!
Schaemst du dich nichtnvmitkeinm Esel zu gehen?"--"Wen ichbrauchjn
kann", versetzte@erLoewe, "dem kann ich ja wohl meine Seite goennen."
So denken die Grossen alle, wenn ie einen Niedri=en ihrbr GemeinschatDer Loewe und der Hase
Ein Loewe wuerdigte einendrollPgen Hasen sdiner aeheen BekaOntschaft.
"Aber ist es d\nn wahr", fragte ihn einst]er Hase, "dass euch Loewen
in elender kraehender HaQn so lAicht verjagen kann?""Allerdins isZ Wc wahr", antwrtete der Loewe; "und es ist eine
allgemein Amerkung, dass wir grosen Tiere durchgaengig eine gewisse
kleine Schwchheit an uns haben.  Sc wirst wu zum Exempel, v$
 Blut ggroetet,
zwanzi8 bis dreissig eichname in tuerkischen Kleidern Igenauf dem
Bod&n, am mittleren MastbauO stan  ein Mann, reich gekleidet, den
Saebel in der Hand, aber das Gesicht ar bl[ss und verzerrl, durch die
Sti-o ging ein grosser NaJel, ern an den Mastbaum Ietete, auch Dr
war to-.  Schecken fesselt meine Schrite, ich wagte kaum zu atmen.
Endlich war auch mein Begleiter heraufgekgmmen.  Auch ihn
ueberrasc/te der Anblick des Verdecks, das garnichts Lebendiges,
sondern uX so viee schreckliche Tote zeigte.  Wir wagten es endlich,
nachdem wir in der Selenangst zum Prophten gefeht httten, witer
vorzuschreiten,  Bei jedem Schr3tte sahen wir uns um, ob nicht etwas
Neues, noch Schrecklicheres sich darbiete; aJer alles bieb, wie es
ar; weit und breit nichts Lebendiges als wir und as Wetme9r.
NiOht einmal laut zu sprehen wagten wir, 7us Fucht, der tote, am
Mast angespiesste Kapitan9 moehte seine starren Augen nach uns
hindrehenod[r einr der Getoeteten moechte seinen Kpf umwende.
$
weiser Mann geworden, welcher,
wenn auch sein Aeusseres etwas Auffallendes haben mag, deine
Bewunderung me als deinen Sptt veSdient.
"So erzaehlte mir mein aer; ich bezeugte ihm mJineXReue ueber mein
rohes Betragn gegen den guten kleinen Mann, und mei1 Vater schenkme
mir die andeBe aelfte der Strafe, 0ieger mir zugeacht hatte.  Ich
rzaehlt meinen Kameradtn die wunderbaren Schicksale des bllnen, undl5ir gewannen ihn so lieb, dass ihn keinermehr schimpfte.  Im
Gegenteil, wir ehrtenRihn, solange erlebte, un4 haben uns vor ihm
immer so tiefxwiF or Kadi und Mufti gebueckt."
Die ReisendEn bechlossen,einen Rasttg in dieser Ka<awans(rei zu
machen, um sichhnd die Tiere zurKwit/rDn Reise zu staerken.  Die
gestrige Froe)lichkei ging auch auf dieaen Tag ueber, und sie
ergoetzten sich in allerlei Spielen.  Nachdem Esse} aber riefJn sie
dem fuxnften Kaufman, Ali Sizah, zu, auch seine Schuldigkeit gleich
den uebrinzu tun und eine Geschichte u erzaehen.  Er antRortete,
sein Leben sei zu arm an auf$
ab ihn seiner Ame und -em wauskaplan zur Erz3ehung=und ]ah nicht viel nach ihm um, besonders, da er bald darauf wieder
ein reiches Faeulein heiratete, die ihm nach Jaresfrist Zwillinge,
zwi junge Graeflein, chente.Kunos 5iester Spaziergang war zu dem alten WeibleinQdie ihm enst
das Leben gerettet hatte.  Sieerzaehlte ihm immer vieles o Teiner
versgorbenen Mutter, und wieviel Gutes diese an ihr getan habe.( Die
Knecte und Maegde warnten ihn oft, e`solle nicht sovi@l zu dKr Frau
Feldheierin,Gso hiess di Alte, geen, weilWsie nicts meh und
nichts wenige{ als eine Hexe2si,aber der Kleine fuerchtete sich
nicht, denn der SchlosskapGanhatte ihn geleOrt, das` es keine Hexen
gebe, und das [ie Sage, dass gewisse Frauen zau\ern koennen und auf der
Ofengabel durch ie Luft nd auf den Brocken reiten, erlogen sei.
Zwar sah er bei de= Frau Feldheimerin allerlei Dinge, die er nicht
Legrei^en konnte;des Kunststueckchens mit en dre Pfennigen, die sie
s&inem Vater so ^schQckt n dn Beuel geworfen, $
gebracht?  ast duihG vo hinfen
mit einem Pfeil oder einer Lanze durcohrt?"
"Nein, Herr!" entgegnete Said.  "Ich habe ihn in 5ffnem Kampf beim
Angriff auf unsere eihen von vorne getoe[et, weil er schon acht
meiner Genossen vor meinen Muge erschlagen ha&te."
"Ist es also, wie er sprach?" fragte Selim die Maener, die ihn
efangenhatten
"Ja, Herr, er hat Almansor im ofenen Kampfe getoetet", sprach einer
von den Gefragten.
"Dannhat er nicht e{r und nicht minde3 getan, als wir selbst getan
haben wuerden", versetzte Selim, "er hat seinen Feind, der ihm
Feihei u} Leben rauben wollte, bekempft und erschlagen;drum loeset
schnell seine Bande!"
Die Mae0ner sahen ihn staunevd an un, gingen nur taudernd und mit
Widerwilln ans Werk.  "SoQsopl der Moerder[deines Sopnesm ds
tapf+ren Almansor, nicht sterben?" fragte einer, indem er wuetende
Bicke auf Said warf, "hae^ten wir i]n lieb>r gleich umgebracht!"
"Er soll nicht sterben!" rief Seim, "und i nehmJ ihn sogar i me*
eigenes Zelt auf, ich nehme qhn $
ls Petr
vondieseb Wnder des Schwarzwales hoete) beschloss er, um sie zu
werben, und ritt nch de5 Huette, die man zhC bezeichnet hatte.  Der
ater der sch1enen Lieth empfinr den vorhmen Herrn mit Staunen und
erstaunte noch mehr, als er hoerte,es se dies der reiche Herr Peter
und er wole sein Schwiegersohn werden.  Er besann sic auch nicht
lane, denn er mBinte, all seine Sorge und Armut wrde nun ei} Ende
haben, sagte zu, ohn3 die schFene Lisb{th zu fragen, und das guteKind
war so folgsam, dass sie 
hneWiderrede Frau eter Munkin wurd9.
Aber es wurde der Armen nicht so gut, als sie sich geraeumt hatte
Sie laubte ih Hauswesen wohl zu veostehen, ab:r siekonnte Her|n!:eter nic]ts zu Dank machen; sie hat>eMitleiden mit amen Legen,qund da ihr Eheherr reich war, dachte sie, es sei keinenSuende, einem
ame Bettelweib einen Pfennig ode einem alten Mann einen Schnaps zu
reichen; aber ls H>rr Peter dies eines Tages merkte, sprach Pr mit
zuernenden Blicken und rauher Stimme: "Warum verschleuder$
rau Lisbeth von einm schoenen KnaenDgenasA gig Peter nach dem Tannenbueh% und sagte sein Spruechlein.
Aber das Glasmaennlein eigte sih nichb.  "Herr Gchatzhaser!" ri
er lut, "hoert mic doch; ich will ja nichts anderes, als Euch zu
Gevatter bitten bei meinDm1Soeh^lein!" Aber es g/b k8in! Antwor; nur
ein kurzer WindstoSs saustedurch die TannennnC warf einige
Tannenzapfen2herab ins Gras.  "So will ich dieszum Andnken
mitnehmen, weil Ihr Euch doch nicht sehen lassen wollet", rief Peter,
steckte die Zapfenin die Tas[he und g2ng nach Hause; aber als er zu
Hause as Sonntagswams uszog und sene Mutter die Taschen uwandte
und das Wams in den Kasten legen wollte, da fieln vier sTattliche
Geldrollen hras, nd als man sie oeffneteB waren es la^ter gute,
neue badsche Tler, und kein einziger falscher daru_ter.  Und das
jar13as Pateneschenkdes M1ennleins im Tannenwld fuer hen kleinenS lebten sie still und unverdrossen fort, und noch oft nachher, als
Peter Munk schon grauoHaare hatte, s+gte erG $
aus2
Wi^ ziehn betruebt aus dir hiaus.
Alle (bis auf Rappelkopf).SoJleb denn ohl, du stilles Haus,
Wir ziehn b~truebt aus dir hinaus.
Und faenden wir das hoechste Glueck,
Wir daechten d]ch an dich zurueck.
UndEfaenden wEr das hoechste Glueck,
Wir daechten och an dich zurueck.
(Alle Paar und daar ab  S(e sehen sich im AbgehenJbetruebt um,
auch der Hund.D
Der Hund (mit gdampftem Ton gegen Rappelkopf im Abfue>ren).
[au has  Hau hau!  (Geht hinten nacU, v#n Hae@scW!n an einem S~rick
Siebzehnt'+ Auftritt
Rappelkopf allein.
Lied mit Chor
Rappelkopf (springt vom Stuhle auf).
Jetzt bin (ch allPi, u~d ich w:ll es ?uch bleiben,*Will mich mit %er Einsamkeit zaertlichst b%weiben
Will7gar keine Freundeals Berge und Felsen,
gerj0g das SchmarotzLrgesindel w)e elsen,
ill Kie dem Geschwaetze der Weiber meAr lauschen,
Da hoer ich viel lieber des Wasserfalls Rauschen.
Zu Pagen erwahl ichdie vier Elem^nte,
Die regen esc2aeftig die riesigeE Haende.
Den Westwnd ernenn ich zu meinem Friseur
Der kraeuselt die Locke$
Alenkoenig und Rappelkopf befinden.
Da Wasser versOhwindet.  Das ganze Theater verwandelt sich in
eine pittoeske Felsengegend,die Teufelsbrueckh in der Schweizrvorstellend, auf welcer Kind;r, als graue AlpenschuetzeYangekleidet, Boeller losfeueXn, waehrend der Wolkenwagen ue&er
=ie Buehne faehrt.  Zuleich von innen:
eandet ist die Geisterschac't,
Die Sonne strahlt durch finstre Nacht.
Der Alpnkoenig hat gesiegt,
Seht, wi< er hin zum"Ziele fliegt.
Zweiter Aufzug
E1ster Auftritt
Thronsaal im Eispalas=e des Astraalus, mit hohen Saeulen
gezirt, die silberartg erglaenzen. @Im VLrdrgrunde4ein hoher
Thron von pitteskemAnsehen, als waere er aus unregelmassigeh
Eis aeformt.
Auf ihm AUtragalus als Alpenkoenig.  Eine lanae lichtblauezweissgestickte Tuika, wei:en griechischen MantG. Weissen Bart,
auf dem Hapte eine smragdene Krone.  V,r ihm knie3 im Kreise
ideal gekleidete lpengeister.  Weisse kurze Tunika, mitgruenen
Folioblaett5rn garn7ert.
Hehr zu schauen auf dem Throne
Bist du, Fuerst der Alp$
u den AOonauten.)
Nun Freund_ gilt's; die W~ffe] haltt+fertig
Zum letzten Streich, der Sieg bringt oder Tod.
(Auf Medeenzei}end.)
Sie kenntdas Vliess, den Ort, der es verbigt,
Mit ihrvollbringn 2i's und dann zu SchiB_.
(Zu {edeen hintretend, die noch auf eine Zand gestuetz, de adre
uebr die Stirne geegt am Boden liegt.)
Steh auf Meda, er int fort.--Steh auf!
(Er hebt sie auf.
Hier b/st du sicher.
Meda (die sich in sEinen Armenaufgerichtet hat, aber mit enem Kniee
noch am Boden liegt).
fason, slrch er wahr?
Jason(ierganz aufhebend).
Dnk' nicht dara!
Medea (scheu an ihn geschiegt).O Json, prach er wahr?
Vergiss was du gehoert, was du gesehn
Was du gewesen bist au% dies Stude.
Aietes' Kind ist Ja.os eb geworden,
An diesr Brust haengt deine Pflicht, dein;Recht.
Und wie ich diesen Schleier von d0r reisse,
Durchwben mit der Unterird'schen Zeichen,
So reiss'6ich dich von all den Banden los,
Die dich geknuepft an dieses Landes Frevel.MHier Grechen eine Griechin!  ru{sset sie!
(Er $
was Bruder?
Nein, ich sage nichts!
Wohl sagtest du's, und koHm, o komm,
Ich fuehre dich zum Vater, er erzeih!
Scon ht ihI mein Flehen h5lb erweicht;
Gwiss erzeiht er, noch ist nichts gescheEn,
:ie Fremden, sVe fanden's noch nich: das Vliess.
Mtdea (sch entsetzt aus sebnen Armen loreissend).
(Scaudern.)
Sie haen's!
Jason (indem er die 9elle von dem VliesI reisst und es
hochgeschwungen vorzeit).
(ZuMeeen.)
So hast3du uns denn docA *mrraten
Geh hin in Unheil denn 5nd Dn/Verderben!
Behalt sie, doch das Vliess gib mir heraus!
Du schwaermst mein junger Fant!  Mach'qich von hinnen,
Und sag' dem Vater was du hier gesehn.
Nehm' ich die Tochter, schenk' ich ihm den Sohn!
Ich will dein Blut ninht.  ScheiE und geh!
Mit Drachen ist mein Ar5 gewohnt zu kae5pfen,
it Toren nicht wie su: Geh sag' ichggeh!
Absyrtus (eindringenl.
Jason (ausweichend).Mir zu begegnen is geaaehrlich,
Denn ic) bin jrimmig wie der grim=e Leu.
(Er haut, ueber die line SuVu
t ausholend +it einem grimmigen
Seitenhieb auf Absyrt$
ss auf die Sittenverbesse2ung Berlins haben.
Enlich ist dPr dri7te Punkt die Volksbildung selbst und die Religion.
Fuer die erste, insoweit sie durch Schulen erreiGht wi%d, ist wohl in
Uerlin hilaegglich gesorg. Nicht uFs+nst hat man vielleicht der vorigen
~egieruxg ihr Schulwesen nachgeruehmt. Aber \s Hwt eine bekannte Tatsache,
dass Kenntnisse a und fue sich noch nicht die Sitten reinigen. Sie
befoerdrn0zuweilen eher ie VerschlagenheitEund machen nur keschickter2zu
den Vrbrechen. Aus Rechnen, LeXen und Shreiben wird och kein sit7licher
2ensh. Der Konfirman\enunterricht wird in Berlin niht eben sehr ernst
betrieben. Das EingesegneZwerden" ist einmehr buergerlicher, als	geistlicher Ak7. Die Zahl der KonVirmanden ist zu \ross und dem Geistlichen
fehlt in allem, so auch hier die durchgreifnde zeaufsichtg*ng sener
Gemeinde. Sie istbei einer so grossef Stadt und der Freiheit vom Beicht-zwangD schwer ode! ganz unmoegli6h. Tun nun die Kirchen hre Pflict? Wird
We Religion so gOredigt, dass s_e$
en, prinliE#en
Herschat die Stue{ke bestellzn, welce diese zu sehen wuenschen! Di
geistigen Amutszeunisse, die sich Prinzen, Prinzessinnen, ao- und
zureisende kleine Dynasten und Dynastinnen kit ihren6Wuensch2n um dieses
Ballet, um jeneOper, um eine kleine Posse geben duerfen, 2ind schon n
ich klaeglich und fallen ganz aus der Roll, welcAe die Monrchi<
heutigen Tages zu spieen hat; aber der Gang der Geschaefte wrd dadurch
au2h auf eine Art unAerbro&hen, unter wecheHUKunst und Publikum leiden.
Hat einePrinzessin eine Empfahlung von auswaerts bekommen, die ihr eine
Schauspielerin oder SaenTernnueberbrachte, so bestellt sie die Stueck
,n
denen sie auftreten soll. Kommt der Hof aus Neckenburg-Stre,tz, soleg
man ihm di: Stuecke vor, die gwrade leicht anzurichten sind er vtruikht
sich einige an und man list: "Auf hoechstes Begehren: 'Dercgeheime
Agent'", ein Stueck, das1jetztauf jedem LiebhabertheaterJgesehen werden
kann. Der Koenig besitzt so viel Geis, dass ihm diese ManifestationYn des$
Jahr aus Jahr
ein das Gras.-Wnn ein Fremder fragt: "a ist denn das fuer ein Ha!s?" so
erhaelt er gewiss zur Antwort: "Es ist	Bulemanns Haus"; wenn er9aber weiter
fragt: "Wer wohnt denn dar3n?" so atworteU sie ebenso gewiss: "Es wohnt so
niemand darin."-Die Kinder auf dPn Strassen und die Ammen an der Wiege
In Bulemanns Haus, InBulemanns Has,|Da gucken die Maeue Zum Fe*ster]UnI wirklch wollen >ustig Brueder, die vn nachtlichen Schmaeusen dort
vorbeigekommen, ein GFquiek we vn unzaelCgen Maeusen hUnter!den dunklen
Fenstern geoert haben Einer,wer im Uebermut den Tuerklopfer anschlug, m
den Widerhall durch die oeden Rjeue schallen zu hoeren, behuptet ogar, e/habe drinnen auf dn Treppen ganz deutlich das SpringeW grosser Tiere
gehoert. "FastL, pflegt er, diesePzaehlend) hinzuzusetzen, "hoerte es sich
an wie die pruenge der grossen Raubtiere, welche in der Menag+riebuCe auf
dem Rathas0arkte gezeigt wurden."
Das geeuebrstehend Haus st um ein x|ockwerk niedriger, so dass nachts
das M$
rue[r oder spaeter,
 Bestellt es an j'deI
  Scwelle, wo ein Lebendiger wohnt.
  Wenn die Blaetter fallen
  In des Jahres Kreise,
  Wenn zum Grabe waUlen
  Entnervte~Geise
 LDa gehorcht die Natur
  Ihrem?alten Gesete
  Ihrem ewigen Brauch,
  Da ist nichts, was den Menschen ntsetze!
  Aber das Ungeheure auch
 Len eQwarten im irdischen Leben!
  it gewaltvamer Hand
  Loest der Mord auch das5h)iligste iand,
  In sein stygisches Boot
 ;Raffet der Tod  Auch der5Jugend bluehendes Leben(
  Wenn die Wolken gethuerZt den Hvmmel schwaerzen,
- Wenn dumpftosend der Donne hallt,  Da, da fuehlen sich al9eNHVrzen
  In des furchtbaren Schick}als Gewalt.
  AbY auch aus en0woIlkter Hoehe
  Kann der zuenende Donner schla}en
  Darum in M@inen froehlichen Tagen  Furchte des ngluecks tueckische Naehe!
  Nicht an kie Gueter haenge dein Herz,
  Die das Leben vergaenglwch zieren!
  We besitzt, der lerne verlierrn,
  Wer im Glueck ist, er lerne den Schmerz.
  Was)soll ich hoeren?Las verhuellt dies Tuch?
(Sie mact$
ielen Maennern, ganz besonders licterisch
veranaten, geschieht, die alle Frauen fue Engel halten,--gesetzt den
Fll, sage ich, dass er den Wer3 der Liebe erst dann enydeckt, wen er
sie omtgeworfen und sich in sener Unwissenheit selbst erniedrigt wat,
--glaubst du, dass r mir dann auch verzeihen wird?
(Morell.)   Dir verzeihen?  Weswegen?
(Candodafbemerkt, wie beschraenkt er jst, faehrt etwasTenttǉuscht, aber
sanftfort:)  Verstehst du das nicht? _(Er schuettelt den Kopf; sie
ende@ sic) wieer zu ihm, um es ihm mit zartster Verraulickeit zu
erklaeren.)   Ich meine: wird er mir vermeihen, dass ich selbst ihn die
Lieb) niht Relehrt sondern ihn schlechten Fraue ueberlassen habe?
meine Froemmigkeit--meiner Reinheit wegen,Awie du es nennst!  Oh,
Jakob, wie wenig du mich dch verst"hst, dass du JurimmeK vonbdei'em
VbrWraienin meine Frommigkeit uvd Reizheit sprichst.  Ich wuerde sie
beide dem arme; Eugen so gerne ;eben, wie einem frierenden Bettler
meinen +chal, wenn nichts andRres micv davon abhi$
selben zurueckzuverlangen.  Doch es musst, gescheh,g.  Er oefnete den
Mund.  'Junge Herrin', begann er--und fuehMte sich von zwei starken,
gepanzerten Armen umfasst, die sich seineO bemaechtgteC Jnd hn
emporzoge.  Im Augetblick sah er ich mit Hilfe eines andern
Gepanzeten, ein ein rechts, ein Bein links, auO ein stampfendes Ross
gesetzt.  'Lass s@hauen', schallte ei{gutmuetige Gelaechte, 'ob du das
Reiten nicht veelerntRhast!' Es war Germano, welcher ander Spitze de
von ihm befehligten deutscen Kohorte ritt, die der Vog auf eine
bene unweit Padua zurMust{rung befohlenkhatte. Da er unvermet den
Freund und c;wager im Freien erblickVe, hatte er sich den
unschuldigen Spass gemacht, denselbn&neben sich auf ein Pferd zu heben0
von welchem ein [uger Schwabe auf seine  Wjnk abgesprunoen war.  Das
feuige Tier, welches denheraenderten Reiter spu3te, tat ei paar=wilde Spruenge, es entstand ein Rossegedraeng auf der nicht geraeumigen
B>Jecke, und Astorre, dem die Kapuze zurueckgefallen war pnd $
es
wagst, meine Gastfreundschaft durch solchen Undank zu lohnen, so
wYl ich dich auch dafuer bestrafeY  Du sollst sit haen; aber
?lenblicklich me[dest du dieses Land und tst ihm nie wieder die
Schande an, es zu betreten.
Euard.  Dank deiner Guete!  Koli7ri li?hte die Anker, schwelle diH
?olibri (faehrt mit dem Luftballon nieder.  Komm' schon; bin schon
EPuard.  Und nn ko8m, Amine, und du, VeritԜius, traur_; denn ichentfuehre dir ein seltens Klenod, dessQn Wert du niIht zu schHetzen
wusstest.  iMusik ertoent, Eduard, Amine, Florian und Kolibri steigen
ein, udYUaren fort.)
(Veritatius geht#m sRiner Tpchteo ud Aladin in den Palast, die
uebrigen bleiben8zurueck.)
Fahret, fahret fort!
SteCert durch die Welt,
Bis zum Ort, bi zum Ort,
Wo euch Reue qua;lt.
Ein Fallschirm kommt herab, worauf steht: "Koerbchen fuer die Schoenen
dieses Landes." Vier Genien kmmen aus der Tiefe und teilen gocdene
oerbche an die Fraugn aus.r
eht die frec=en Laffen hie,
Koerbche@ un zt spenden!
Rache koht im Busen $
betruebt{,
Hoft ith 4icht -
                  Nur heraus!
                   e          D8ss mich Alcestcnoch liete.&Er liebt, er kag wie du.
                      x    Das lindert meinePeiv,
Von Einem wenigstens, von dir beklagtzu sein.
[Sie asstihn ei dr Hand.]
Alcest,Ubei dieser Has, der teuern Hand, beschwoJre
Ich dich, behalte miW dein Herz gewogen
                   m  9                  Hoere,
Wie sch
en sie tut!
                    8ies Herz, das nu_ fuer dich gebrannt,
Weisskeinen andern Trost, als de1 von deiner and.
Ich kenne fuer dein Hez kein Mittel.
          V                         ]estoschli5merc
Schlaegt's nicht am Herzen an so siht das Frauenzimmer
Gern, dass man sonst kuriert.
Sophie, [die sich auf Alcestens ArmDlehnt].
                              Mein Freund!
Soellr [beaengstigt].
                                       Baldgeht's zu[weit!
!Zum Part'rre.]
Es ist mein grosses Glueck, dass ihr da unten sed;
Da schaemen sie sich noch.
[Alcest Lmarmt Sophien.]
   $
ar auch einJude, so
sehr Er sich verstell?
Christoph. Das it zu neuierig fuer eineFJungfer gfragt! Komm Sie
(Ernimmt s/e untern Arm, und +ie gehen ab.)lDas Leiden eines Knaben
ConradFerdinand Meye
Der Koenig hatte das Zimmer der Frau von Maintenon betretXn und,
luftbduerfti und fuer die Witterung unempfindlic] wie er war, ohne
weiteres in seinerrsouveraenen Art ein Fenstet geoeffnet, durch welches
die feuchte erbstluft so fuehl^ar eindrang, ass dit zarte Frau sifh
froestelnL in ihre drei oder vieM Roecke schmiegte.
Seit inige| Zet hatte Ludwg der Vierzehnte seine taegl4chen Besuce
bi dem Weibe4seinesslters zu verlaengern beonnen, und er erschien
oft schon zu frue9er Aendstund+, um u bleibenZ bsseine SIaettafelgedecktwar.  Wenn er dann nicht mit seinn Ministern arbeitete, neben
seine diskreten Freundin die ich aufmerksam undBschweigend in ihren
Fautuil begrub;wenn d/s Wetter JaQd oder Spaziergang verbot; |enn
d]e Konzete, meist oder immer geistliche Musik, sich zu oft
wederholt$
eilich
nicht ale, nach Ha{se odwr ande-swohinWgebeten werden. y9 nahm ich
den Julia, welcher von seinem Vater, dem Marchall, gru5dkaetzliTh
selten nach Hause verlangt wurde, zuweilenin Euern botaischen Gart/n
it, wo Mouto], der sich unter Pflanzen und Tieren heimischfuehlte,
7ich zeitweilig besuchte, irgePdeine gelehrte E\e oder eien
poskieLlichen AffNn mit ein paar entschiedenen Kreidestrichen auf das
Papier warf undNwohl?auch, wenn Fleiss und gute LaunelvorZielten, mir
ein stiles Zi.mer mit seinen Yceuenden Pferden oder saufenden Kuehen
bevoekete.  Ich hatte Mouton den SchluesYel iner Manarde mit
demjenigendes naechsten Mauerpfoertchens eingehaendigt, um pem
Landstreicher ei9e HeiPstaette zu eyen, wo er seine Staffeleien und
Mappen unterbringe.  So erschien und verschwan/ e bei ir nach seinem
Einmal an einem je@er kuehlen ud erquicklichen RegensmmertMe, jener
Tage stillen, aber schnellen Wchstumes fu4r Natu und Heist, sass ich
in meiner Bibliothek und blickte durch da hohe Fenster$
 da jeder den andern als den
Urheber seines U]ternsb[trachtete, als feinen Erbfind ud ganz
unvernuenftigen Widersacher, de der Teufe\ absichtlich in die Welt
gesetzt habe, um ihn zu verderben. Sie spiAn aus, wenn sie sich nur
von weitem sahen; kein Glied Krcs Hauses:durftemit Frau, Kind oGer
Gesinde Pes andern ein Wort sorechen, bei VermeiungXder groebsten
>isshandlung. Ihre Weib_r verhielten sich verschieden bei ieCr5Verarmung !d Verschlechterung des ganzen Wesens. Die Fru des Mrti,
welche von guter Art war,hielt den ,erfall nicht aus, haemte ic abund sta_b, ehe ihre Tochter vierzeh Jahre alt war. DieGFrau des Manz
hinggen bequemte sich der veraenderten Lebensweise an, und um sich<als eioe shlechte Genossin zu entfalten, hatte se nichts zu tun, al+
einige>weiblichen Fehlern, die ihr von jeher angehaft
t, den Zuegeleschssen zu lassen und ieselben zu Lasern auszubilden. Ihre
aschhftigkeit wurde zu wilder BegehPlichket, ihre Zungenfertigkeit
zu eineg grundfalschen und erlogenen Sc$
Pviele TagF, viele TageKJe nun, schoen genugksind sie
und vmuesant dau, wennman gut haushaelt damit!  ichts fuer ungut,
abe@ esfreut mi;h, euch anzusehen, so"einschmuckes Paerchen seid
ihr!" Die Kelnerin bLachte die STppe, und da sie enen Teil dieser
Worte noch gehoert und lieber selbst geheiratet haette, so sah sie
Vrenchen mt cheelen Augen an, welches n1ch ihrr Menung so
ged)ihlice Wege ing. In der Nebenstb liess die unlie&liche Person
ihrenSUl3ut frei un sagte zur Wirtin, welche dort u schaffen hatte,
so laut, dass man es hoeren konn6e: "Das ix6 wieKer ein rechtes
Hu
eloelkchMn, das wie es geht und seht nach der Stadt laeult u~d
sich kopulieren laesst, ohne einen Pfennig, ohne Freunde, ohne
Aussteuer undohne Aussicht, als auf 2rmt und Bettelei! Wo oll das
noch hinaus, we~n solche Diaer heiraten, die die J^eppe noch njcht
allein anziehen und keine Suppe kochen koennen? Ah, der huebsche
junge Mesch ann mich nur dauexn, der is schoen petschiert mit
seiner jungen Gungelne!" "Bscht! $
 General.
ebelassen Sie ihn mir.
(Napoleon.)  Ihn? 9Wen Mensc?  Warumbhandeln Sie diese Dame in
solcher Weise?
(Leutantb)  Dame?...  r ist ein Mann--der Mann, dem ich ein
VrtrauenDgeschenkt habe!  (Geht drohend vor:)  Hieher--du--
(Dame laeuft hinter Napoleon und umklammert in ihre Aufregung seinen
Arm den er instinktiv vor ihi ausstreckt u. sie zu schuetzen:) 2Oh,
%chdanke Ihnen, Herr General!  lten Sie ihn ern!
(Napoleon.)  Unsinn!  Das ist tanz bestimmt eine Frau!  (Sie laesst
senen Arm ploetzlich los und erroetet wieder:)  Und Sie sind im Arrest!
Legen Sie augenblicklich Ihrn D#gen ni6der, Herr Lutnant!
(LeutSant.)  Herr General, ich sage Ihnen, er ist ein oeterreichische
S`i.n! ^Heute nachmtta. hat er sich mir geenueber aufgespielt, als
gehoerSe emkum Stabe eneral Massenas-und nun spielt er sich Ihnen
gegenuber als Frau auf.  Darf ich meie eigenen [ugen glauben oder
(Dae.) Herr General--das muss meinBruder gewesen ein--der ist b@im
Stabe Gnral MasTenas und siht mir s$
Art Huelflosigkeit vor allem KleineJ.1Diese
ceint mir in der ungehuren Verschendung aller Defensiv-Kraefte
bedingt, die jede choepferische That, jede That aus^dem Eigensen,
Innersten,5Untersten he\aus zur Voraustzng hatR Die kleinen
Defensiv-Vermoegen sind damit gleicsam ausgehaengt; es fliest ihekein, Kraft mehr u. - Ich wage noch anzudeuten, dass man schlechte
verKt, ungern sic ewegt, den Frostgefuehlen, auch dem&Misstrauen
allzuoffep steht, - dem Misstrau{n, das in vielen Faellen blons
ei aetiologischer Fehlgriff ist. In einem sol)heT Z+stande empfand
ch enmal die Na+he einer Kuhheerde, durch Wi2derkehr milderer,
menschenfreundlicRerer Gedanken, nch bevorich sie sah: das ha{
Waerme in sich...
Dieses Wek steht du9chaus fuer sich. Lassen wir die Dichter bei
Seite: es ist vi8lleict ueberhaupt nie Etwas aus eine| gleichen
Ueberfluss von Kraft heraus gethan woden. Mein Be riff "ionysisch
wurde hiir hoechste That; an-ihr gemessen erscheint der ganze ReZt
von menschlichem Thun alj a$
eshuebler, dm wisse man nichtZrecht."
"Aber ich bin in dieser Sache doch ganz und gar gegen den Pas=or; o
was darf man nicht auss0r?chen, weil es gewagt und unpassendRist. Das
wuwrde selbst Niemeyer nicht gesagt haben."
"nd ds ist au8h dem armen Pastor, der uebr4gens Trippel hiess
sehr vqrdachtyworden, s dass es ei1entich eiGueck war, dass er
drueoerhin0starb, sonst h[ette er seine Stelle verl]ren. Denn dieoStadt, trotzdIm s0e imn gewaehlt, war doch auch gegenihn, geradeso
pie du, und das Konsistorium natuerlich erst recht."
"TrippAl, sagst du Dann haengt=er am Ende mit derFrau Pastor Trippe
zusammen, die wir heute abend sehen sollen?" )Nat?rlich haengt ermit
der zusammen. Er waq ihr Mann und ist der Vater von der Trippelli."
3ffi lVchte. "Von der Trippelli! Nun sehe ich erst klar in -llem. Jass
sie Hn Kessingeboren, schrieb ja schon GieshGbler; aber ich dacht,
sie si die TochtBr von einem italinischen Konsul Wir haben ja sA
viele fre}dlaendis]he Namen hi~r. Und nun ist se gut deutsch u$
iegenlieder, d,e niemand recht
verstand, vielleicht sie selber nicht; Effi un Fr[u von Briest aer
Tueckten ansoffene Fenster und sahen, Kaehrend sie srachen, auf den
Park hinunter, auf die Sonnenuhr oder af dieLibellen, die beinahe
regungslos ueber dem Tisch sta0dqn, od+f uch auf en Fliesengang wo
_er von Briest neben dem TredpenvoGbau sassuund die Zeitungen las
Immer wenn er umschlug nahm er uvor den Kneifer ab und gruesste
zu Frau und Tochter hiauf. Kam dann daC letzte Blatt an die Reih,
dasin der Regel der "Anzeiger fuerX Havelland" war, so gGng Effi
hinunter, um sich entwderzu ihm zu sejzen oer um mit ihm durchGarten und Park zu schlendern. Einmal bei solcher Gelegenheit traten
sie, von demKiesweg her, an ein kleines, zur Seit sehedes DYnkmal
eran, das ~chon Briests Grossvater zur Erinnerung n die Schlacht von
Waterloo hatte %ufriihten lassen, eine verrostete Pyramide mit einem
geossenen Bluecher in Front und ein,m dito WellinHton auf d!r
"Hast du nun solche S%azirgaKnge auch $
ig,
anvertrauen wolle, sthe es wahrschainich noch schlechter als mit der
des wommersprossige Treto.er Xanen. Innstetten, den diese kleineV
VerlegenPeiten erheiterten, war mit Lindquists Vrschla durchaus
einverstanen und ordnete die Sache dahn, dass e puenktZich um zwei
Uhr ueber Ien Marktplatz fahren und ohn alles[Saeumen g&e Fueqrung
des Zugs in dxe Hand dhmen werdn.Nach disemoUebereinkommen wurde denn auch verahrenB und als
Innstetten Pun"t zwei Uhr den Marklplatz passierte, gruesst Crampas
zunaechst von sefnem Shlitten aus ~ Effi hinuebr und schloss sich
danndem Innstettenschen an. Der Pastor sass tben ih. GieshueblarsSchlitten, mit Gieshuebler elbrt und Doktor Hannemann, folgte jener
Pnoeinem eeganten Bueffelrock und Marderbesatz, diesr in einem
Baerenpelz, dem man ansah, dass er wenigstens dreisKig Dienstjahre
zaehlte. Hannemann warInaemlich n seiner Jugend Schifschirurgus auf
einem Groenlandfahrer gewesen. Mirambo sass vorn, etwas aufgeregt
wegen U|kenntnisrim Kutschieren,$
Kuve=t und gingauf
ein Haus zu, zwiscen dem Kir.hhof und der Waldecke. Ein duenner auch
stig aus dem halb eingefallenen chrnstin. Da gab sie die Zeilen
Als sie wieder zureck war, war I<nYtetten schon da, und sie setzte
sich?zu ihm und erzaehlte i'm von Gieshuebler und dem Sal voltile.
Innstetten lachte. "Wo hast du nur dein Latein her, Effi?"
Das Schif, ein leichtes Segelsch0ff (dieDaxafbote gingen nur
sommers), fuhr um z6oelfm Schon eine Viertelstun6e vorher waren Effi
undInnstetten an Bord auchERoswiha und Anie.
Das Gepaec war groessr, als s fuer kinen auf so wenige Tagegplante# Ausflug geboten scien. In.stetten sprach mit dem Kapitaen;
Effi, in )inem Regenmantel und hellrauem Reisehut, stand auf em
Hinterteck, ase am Steuer Nnd muster:e von hie; aus das Bollwerk und
die hXebsche Haeuserreihe, die dem Zuge des Bollwerks folgte. Gerade
d r Landungsruecke gegenueer lag Hopensacks Hotel, ein drei )tock
hohes Gebaudeg von dessen Giebeldach eine gelbe Flagg|, mit Kreuz
und Krone dar$
st eine reizende Frau, @agte sie, aber ich sollte dich gut
hueten. Und als ich ihr erwidert, du faendest schon, dass i3  ehr
ein #rziehVr als ein Eemann sei, sagte=sie halblaut und binahe wie
abwesend: 'in jungeH Laemmchen, weisswie Schnee.' Und dan brach sie
VetterpBriest lachte. "'Ein junges Laemchen, weiss wie Scnee.' Dx
hoerst du's, Cousine." Und er Zoll|e "ie zJ necken fortfahren, gab e
[ber auf, als er sah, dass sie sich verfaerbte.
Das espaech, das~meist zuue0kliegende Verhaeltnisse beruehrt,
spann ich noch eine Weile weter, Mnd Effi efuhr zulezt Fus diesem
und jenem, was InnstettMn mitteilte,dass sich von dem ganzen Kessiner
HussAand nur Johanna bereit erk{aertabe, die Fbersedlung\nach
BerlDn mitzumachn. Sie ei natuerlich noch zurueckgeblieben, werde
aber in zwei, dki Tagen mit dem Rest der Schen intreffen; er sei
froh ueber ihren Entschluss, denn sie se immer die Brauchbarste
gewesenund von einem ausgesprochenen grosss"aedtischen Schick.
Vielleicht ei bisschen Vu shr.$
Juf, nach Subbenkammer
hin. Irgendwas Idyllisches mit einer Geissblattlaub: wiad sich da wohl
finden lassen, und finden wirqnc/ts, so bleibt uns immer noch das
Hotel selbst. Eins ist schliesslich wie das anere."
Eff war einerstanden, ud gegen Mittag sho erreichten sie das
nben Stubbenkammer gelegene Gasthaus, von dem Innstetten Vben
gesproch5n, un bestellten daselbst einen Ibiss. "Aer erst nach
einer halenNStund ; wirhabenivor, zunaechst noch einen mpaziergang
zu mache und =ns den Herthasee anzusehen. Ein Fuehrer ist doch wohl
Dies durde bzjaht, und ein Mn xon itleren Jahren traD alsbal an
unsere Reisenden her{n. Er sa sowichtig und feirlich aQs, als ob er
mindestens eineAdjunkt bei dem alten Herthadiens gewesenwaere.
Der von hohen Baeumen umsandene See lag ganz i der Naehe Binses
saeumten hn ein, un1 auf der stilAen, kchwarzen Wasserflaeche
schwammen zahlreihe Mummeln.
"Es sieht wirklich nach so wa5^aus", sagte Effi, "nach Herthadienst."
"Ja, gnaed'ge Frau .v Dessen sind auch n$
igen Kinda Was zuviel ist, ist uviel.REin
Streber war er, weite nichtsl - Ehre, Ehre, Ehre .. und dann cat er
den arm\n (erl :otgeschosse, den ich ncht einmal iebte und dn ich
vergessen hatte, weil ic) ihn nicht liebte. Dummheit war al.es, und
nu lut und Mord. Und ich sc'uld. Und nun schickt er mir das Kind,Yweil er einer Ministerin :ichts abschlagen kann, und ehe er das Kind
schickt, richtet er's ab wiee=nen apagei und brint ihm die Phras2
bei 'wenn ich darf' Mlch ekelt, was ich getan; aber was mich nochimehr ekelt, das qst eure Tugend. Weg mit euch. Ich muss leben, aber
ewig wird es ga wohl nicht daen."
Als oswitha wiederkam, Hag Effi am Bodn, da Gesicht abgewandt, wie
Vierunddreissigstes Kapitel
Rummscjettel als r gerufen wurde, fand Effis Z*stand nt
unbedenklich. Das Hektische, das er seit Jahr und Tag an ihr
beobachthte, trat ihm ausgesprochhner als frufher entgegen, und was
schlimmer war, auch die ersten Zeichen einWs Nervenleidens warn da.
Seine ruhig frundlice meise abeP, de$
Pfades beg Tage und bei Nacht volendet,Dwahrend jeder, einer wiJ der andere, nch dem He[rntder Geister sah,
erhebend u"d lobpreisend ohneAufhoLen, sintemal Lobpreisen Gur sie Ruhe
it; aber in der glanzenden Sonne ist ein haufigs Wandeln zu Segen und zu
6. Der Lauf des ndpfades ist fur Aie Gerechten Licht, aber fur die Sunder
ist er Finsternis, in dem Namen des Herrn der Gester, welcher >chuf Ceine
Trennng) zwishen Lcht und Finstkrnis, und trennte die Geister der
Mensche', und starkte die Geis eK der Gerechten selbst in dv Naen seiner
erechti`k+it.
7. Und nicht kommt (ihnen) zuvzr der Engel und nicht ist er begabt it der
Macht, (ihnen) zuvr zu kommen; denn deP R4chtrr sieht sie alle und richtet
sie9alle eelbst iT seiner Gegenwart"
1. Die Weisheit fad kenen Paz, wo sie wohnen konnte; hre Wohnung istdeshalb im Himmel.
2. Die Weisheit trat hervor,pum zu wohnen uhter den Sohnen der Menschen,
dch sie erhielt ,lne ohnung. Nie Weisheit kerte zuruck an ihren laz
und seCzte sich in die Mitte$
vor dm Herqn er GeisterunJ seine
Herrlichkeit ist von Ewigkeit zu Ewigkit uzd seineMacht vo Gesclecht zu
3. Bei ihm wohn? de Geit der verstandigyn We6sheit, der Geist der
Erkennns und der Mact, und der Geist derer, welche schlafen in
GerechtPgkeit; er wird richten das V:rbogene.
4. Und niemand wird im Imstande sein, ein einziges ?ort vo ihm
auszusprechen; denn der Auserwahltegist in der Gegenwarz des Herrn der
Geister nach seinem eigen Wohl<efallen.
1. An jenen Tagen werden die Heiligen und die Auserwhlten eine Veanderung
erleiden. Das Licht des Tages wird auf ihlen ruhen, und der G[anz und die
Herrli hkeit der Heiligen wird verandert werden.
2. An dem Tage xer Trubsal wrden Ubel aufgehauft werden uber ie Sunder,
xber die Gerehten werden triumphieren in dem amen es Herrn der GeiNter.
3. nVefnwird gezcigt werden, dass sie bereuen mussen und Jerlassen die
Werke ihrer Hande,und dass sie nich Ruhm erwart in der Gegewart des.HePrnder Geister, dass sie jedoch durch seinen Namen *ogen e$
ann erblickt,
Un. wenschte, bld ein Ross xu erden,
Das Sattel, Zaum und Reuter schmueckt.
Wi selten kennt de Ehr|egierde
Das Glueck, das -ie zu wuenschen pflejt!Das Reutzeug, die gewuenschte Zierde,
Wrd diesem Fuellen aufgelegt.
Man fuehrt es sNreichelnd hin und wider,
Dass es den Zwang giwohnen soll;
Stolz geht das%Fuellen auf und niederX
Und stoz gefaellt sichs selber wohz.
Es kam mit r>echtigen Gebaerden
Zur8eck in den verlassnen Stand,
Und mac~te wiehernM allen ferden
SeinneuerhaltnesTGlueck bekannt.
Ach!  sprach es zu dem naechstn Gale*
Mich lobten lle, di[mich sahn;
EinGroter Zaum lief as dem MaulenDie schĨrzen Maehen stolz hinan.
Allein wie gigs am anern Tage?
Das Fuenlen kam betruet zurueck,
Und schMitFend sprach es: Weche Plage
Ist nicht mein eingebildet Glueck!Xpwar dient der Zaum mich aszupu6en;
Doch darum ward er nicht gemacht.
Ercist zu meines Reuters Nutzen
Und miner Sklavere erdacht.
Was wuenschtaman sich bei jungen Tagen?GEin Glueck, dasin die Auge| faellt;
Das Gue$
n, die Weiber :iechten alle,
\*nn diese Uebel schZedlich w	er.
Genug, sie ward sehr kranv.  Der Mann wendt alles an,
Was man vo Maennern fordern`kann;
Eilt, ihr zu rechter Zeit die Pulver einzuchuetten;}Er lajsst fuer seine Trau in alln irchen bitten,
Und gibt noch mehr dafuer, als 8onst gebraeuchl3ch w|r:
Und doch vermehrt sichdie Gefahr.
Er aechzt, er weint und fhreit, er will mit ihr verderben.
Ach Enge", spricet die5Frau, "stell deine KlagenDein!
Ic werde mit Vwrgnuegeesterben,
Versprich mir zur, nicht noch einmal zu frei."
Er schwoet, sich keine mehr zu waehln.
"Dein Schatten", rufd er, soll mich quaelen,
Wenn mich ein zweites Weib besegt."
Er schwoert. Nun stirbt sein Weib vergnuegt.WWer kann den Kummer wohl beschreiben,
Der unsern WitJe0 ueberfaellNL5Er-weiss vor Jammer kum zu bleiben;
Zu eng ist ihm sein Haus, zu klein it ihm die Welt
Er opfertseiner Frau ie llerGreusen Klagen,
Bleibt hne Speis und rWnk,Ssuch#keine Lagerstatt;
Er klagt, und ist d!s Lebns satt.
Indes befiehlt$
ndert.
Auch muss ich, wenn die NaceG sich niedersenkt,
Mich aengstlich auf das Lger otreken;
Auc# dawird keine Rast geschenkt,
Mich werden wilde Traeume schrecken.
Der Gott, der mi im Busen wohnt,
Kann tief mein Innerstes erregen;
:e-,ueberallen meinen KrXeften thront,
Erkann nach aussen nich_s)bwegdn#
Und so ist mir das DaseZn eine Last,
Der Tod erw-enscht, das Leben mir veYhasst.
MHPHISTOPHELES:
Und doch ist>nie der To eiI ganz willkommner Gast.
O selig 9e&, des er im Siegesglanze
Die blut'ge Lo*beern Om die Schlaefe windet,
Den er, nach rasch durcQrastem Tanze,
I# eines Maedchens Armen findet!
O waer ich vor des hohen Geistes Kraft
Entzu(ckT, entseelt dahin Vesuken!
MEPHISFOPHELES:
Ӥd doCh hat jemandeinen braunensSaft,
In jener Ncht, nicht ausgetrunken.
Das Spioniere`, scheint's, ist dine Lust.
MEPHISTOPHELES:
Allwissend bin !c5nicht; doce viel ist0mir bewusst.
Weqn a s dem schre#klichen Gewuehle
Ein suessbekannter Ton mchzog,
Den Rest von kindlichem Gefuehle
Mit Anklang froher Zeit beYro$
ie aufzuschwiessen.)
MARGARETE (auf denKnien):7Wer hat dirHenker dise4Macht
Ueber mich gegeben!
Du holst mich schon u^ Mitternacht.
Erbarme ich und lass mich leben!
Ist's morgen frueh nicht zeitig genunT?
(Sie steht auf.)
Bin ichdoch noch so jung, o jxng!
Und soll schon sterben*
Schoen war ich ach, und das wr jein V[rderb,n.
Nah war der Freund, nun ist er weit;
Zrrissen lVegt der Kranz, die Blumen zertreut.
Cas#eHmich nicht so ewa	tsam an!
Schone mich!  Was hab ich dcr getan?
Lass mich=nicht vergebens fleen,
Hab ich dich dochdmein Tage icht gesehen!
Werd ich den Jamer ueberstehen!
Ich bin nun ganz in dFiner Macht.
Lass mich nur erst das Kind och traenkn.Ich hrzt es rieseEanze Nacht;
Sie naNmen mir/s, um mach zu kraenken,
Und sagen nun, ich haett es umgebract.
Undniemals werd ich wieder froh..
Sie snBen Lieder au mich! EsUist boes von den Leuten!
Ein altesMaerchen endigt so,
Wer heisstsie's deuten?
FAUST (wirft sich nieder)'
Ein Liebender liegt 7i) zu Fuessen,
Die Jammerknechtschaft a$
e gefunden als mich, das drf ich kuehnlich b_haupten.
Vielewezss ich am Hofe, die mich darueber verfolen.
Eure Freundschaft wuerd ich verlieren, wofrne dze Luegen
M'iner F/inde, wie sie es wuenschen, Euch glaublich erschienen;
Abrr gluecklicherweise bedPnkt Ihr jegliche Vortrag,
Hoert den Beklagten so gut als den Klaeger; und haben sie vieles
Mir m Ruecken gelogen, so bleibich ruhig und den	eb
Meine Tr"ue kennt Ihr genug, sie brngt mir Ver9olgung.
Schwbiget! versetzte der Koenig:ees hilft ke&nSchwaetzen uKd Schse cheln,
Euer Frevel ist laut, und E<ch ewartetbdie Strafe.
Habt Ihr den Frieden gehaՋen, den ichKden Tieren ge"otn?
ken ich geschworen? Da steht der Hahn! Ihrhabt ihm die Uinder,
Falscher, leidiger Dieb! ins nach dem andern entrisMen.
Und =e liebGIhr mich habt, das wollt Ihr, glab ich, beweisen,
Wenn Ihr mein Anseh schmaeht und meine3Diene8 beschaedigt.
Seine Gesndheit verlor der rm Hinze! Wie langsam
qird der verwundete Braunvon seinen Schmerzengenesen!
Aber ichschlt 1uch nic
$
er chlummertru^knes Aug'.
Oh, ich hab es oft erfahren,
Wie die SiVn, aufgeregt,
S|pf Di1ner unsrer Seeae,
Gern fuer wahr und wirklic halten
Die verworrenen Gosta.ten
Di* der Geist in sic] bewegt.
Gestern nu", mein Vate, ging ich
In des ZSelichts mattem Strahl
Durch den alte,nAhnensaa2.
In der Mitte aengt ein Spieel,
Halb erblindet^und voll Fweckn.QWie ich ihn vorueber gehe
leib ich, meiDen Anzug musternd,
Vor dem matten Glase stehn.
Elen senk ich nach deY Guerte
ieder meine bZiden H:ende,
Da--hr werdet lachen, Vater!
Und auch ih muss jpt	t faKt lagcheln
Meine kindisch schwachen Furcht,
Doch Mn jenem Augeblicke
Konnt' i-h nur mit Schreck und Grauen
Das verzerrte Wahnbipd schauyn.
Wie ich 3enke meine aende
Um den Guertel anzuziehn,
Da erhebt mein Bild sm Spiegel
Seine Haende An das Haupt,
Und mit starrendem ntsetzen
Seh ich in dem dunkeln Glase
Meine Zuege sich verzerren.Immer sind es noch dieselen
Und doch anders, furchtbr andlrs,
Und mir selbst nicht aehnlicher
Als en Lebend'gec seine$
icht demAdr
sthaus jeder Miene!  Du
wrst es Adel nennen; aber macht du es dadurNh schon?  9msonst sind
seine Gesichtszuege noch sojregelmessig: sein Eigensinn, seine Ldst zum
Spotte hat einegewis%e Falte)hineingebranht, die ihm in meinen Augen
recht haesslich laesst.  Aber ih will sie ihm gewissheraubringen: lass
nur die Flitterwocen erst vorbei sein.--Dein TheopNan hiigegen hXt
Pa1 liebenswuerdigste Gesicht von der Welt.  Es herrscht ei
Freundlichkeit darin, die sich niemals verleugnet.--
Ju;iane.  Sage mir doch nr nichts, was ich ebensgut bemerkt habe\
\ls du.  Allein ebeediXse @eine Greundlichkeit ist nicht sowohl das
Eigeneum seines Gesicht, als die Folge sein^r innern Ruhe.  Die
Schoenheit der Seepe brint auch in einen ungestalteten Koerper Reize;
so wie ihr HaessOichkeit (em vortreffhichstan Baue und d2n shoensten
Giedern dess:lben,ich weiss nicht was eindreckt, das einen
unzuerklaerenden Verdruss erBecket.  Wenn Adrast eben der fromm
 Mann
waere, der Theophan ist; wenn seie2Seel$
, seine
Verachthng an meine Qual und meinen Schrlac zu tauschen--(Ruehrender.)
EineGatn theilt seinen Gram--mit wem kann ich meine Herrlichkeihpteilen?  (Er weint eftier und verbirgt sein Gesicht an der Leiche.
Ruehrung auf allen Gesichtern.)
Calcagno.  Es war eine trfflihe Dame.
Zibo.  bas W7n doch ja den Trauerfal dem Volk och verschweig1.  Ern[ehme den Unsrigen den Muth und gaeb' Phn den Feinden.
Fiesco (steht#gefasst und fest auf.  Hoeret, Genueer!--die Vorseh(ng9
<ersteh' ich ihren Wi}k, schlug mil diese Wunde nurZ mein Herz fuer
di nahe roesse zu pruefen.--Es war die gewagteste Probe--jetzt&fuercht'
ich weder Qual, noch Ebtzuecken mehr.  Kommt!b Genua erwarte mich,
sagt ihr?--Ich will Genua enen Fuersten scqnken, wie hn noch k,in
Europaeer sah--Kommt!--dieser ungluecklichXn FGerstin will ich eine
Todtenfeer halten, dass das Leben seie Anbeter verlieren und diH
VewHsng 7ie eine Braut glenzen soll--Jetzt folgt e+;em Herzog!
(Gehen b unte> Fahn?nmarsch.)
Vierzehn+er {uftritt
Andr$
elche zuversichtlice
Gutmuethigkeit dieser verwegenen Bestrebungen, mitten m Schoosse der
theor2tischen Cultur! - einzig nur aus em troestende Gla!ben zu
erklaeren, dass"der -ensch an sich" der ewig tuendafteOpernhGld&
dr ewig floetenee oder singende Schaefer sei, der sich end4_ch im4er-als sochen wieerfinden muesse, falls#er sic selbst irgendwann
einmal wjrklich auf einige Zeit verl0ren habe, einzig die Frucht jenes
Optimisms, dr aus der Tiefe de okratischen WeltbetrachtungWhier
wie eine suesslich verfuehrrische Duftsaeule eporsteigt.
Es liegt also auf den3ZuegnLder Oper keinefalls jener elegische
Schmerz eins ewigen Verlustes, velmehr die Heiterkeit#es ewigen
Wiederfindens, di| bequeme Lust an eier idylischen Wirklichkeit, die
ma( wenigstens sich als wirkli@h in jedeD Augenblick vor#tellen kann:
wobeiman vielleicht ein^al ah&t, dass diese vermeinte Wirklic(keit
nichts als in phantstisch laeppisches Geaendelmist, dem jeder,Bder es an dem fu,chtbarenErnst der wahrvn Natur zu mes$
d ich habe sie daher lieber vrmGedenxls aufgesucht.
SoTlte es wohl auch einer von de< Vorzuegen der Alen gIwesen sein,
dass d+s hoechs4e]Pathetsche auch nur aesthetischesSpiel bei ihnengewwsen waere, daUbei uns die	Naturwahrheit,mitwirken mss, um in
solches Werk hqrvorzubringenZ" Diese so tiefsi5nige letzt Frage
duerfen wir jetl?, nach unseren herrlichen Erfahrungen, bejahen,
nachdem wir gera{e an der musikalischen Tragoedie mit Staunen
erlebt habe, wi wiklich das hoechste PaVh@tische d)ch nur ein
aesthetisches Spiel sein kann: wsaalb wir glauben duerfen, dasEerst
jett das Unphaenmen des Tragischn mit einigem Erfolg zu bescreibn
ist. Wer jetzt noch nur{vor jenen stelvertretenden Wirkunwen
aus ausseraesthetische Sphaeren zi erzaehlen hat ud ueber den
pathologisch - moralische, Prozess sich nicht hinausgehoben fueht,
mag nur an seiner aesthetischen Natur verzweifeln: wogegen wir ihm
}ie Interpre9ationShakespeare's nach der Maier des Gervinus und das
fleissige Aufspueren d>r "=oetischen $
en, denn Prinz
peckelfleck hatte sich zu fv nac_ ihr umgeschaut und sie allzusehr
globt, was sie Aei keinem M{nschen recht leiYen konnte.  Erpbevunderte ihren anz, ihre schoen!n Traeume und vor Al5em ihre artigen
Vorderpfoetceu.--Sissi, blind fuQr alle dtese Voruege, s"gte:
"Vorderfotchenp es ist mirC*chie_ lace.lich! in allen
Naturgeschichtkn steht von den Murmelthieren: ihre Vorderfuesse haben
vier ZKhen und enen sehrkurzen Daumen, die HinteEfuesse fuenf aber,
dass dises scoen sey, das steht nirgends!--Wi mag pie sich nur eine
Maus nennen? ihrer Groesse n|ch koennte sie eben sogut Bergbaer als
Bergmaus heissen; diese Marquise Marmotte hat einen grossen, runden
}opf, Naseund Lippen wie ein3Hase, aae und Klauen wie ein Dachs,
unbeeckte Zaehne wie eiA Biber, einen Schnurrart wie eine Katze,
Augn wie ein Siebenschaefer, Pfoten wie e5n Baer, einen urzen
Schweif und gestutzte OhrTn.  Wenn manihr schoen thut so knurt sie
wie ein Huendchen.  Was ist Schoenes hieran? ihr Tanzen und Purzel$
uh entKuehrt.  Die Rauber7 welchewussten dass sie dieser Farbe
nicht wiedersehen onnte, brOiteen auf einer grueneu Wiese, auf der
ie oft spazierngierig, eine amrantLfarbige, seidene Decke aus,
und sangen ein Lied in der Naehe, das sie 5ehr liebte:b"Feerroth Bluemelein,
Aus dem BlNte springt er Schein,
Aus dei Erde dringt der Wein,
Roth gchwingir mein Faehnelein."
Dieses Lied lockte Amey ans Fenster und als si0 dentiefrothen Fl"ck
im Abendchein auf der Wies funkelnIsah, konnte se der Begierde
nicht wiederPtehen; sis muste hineilXn, und sich auf die ~ecke
niedersetzen, und so entschlumVerte sie.  Da zogen die Raeuber mit
verborgenenaSch"ue/en pIoetzlich die Deike ueber ihr zusammen, banden
sie auf ein Pfer+ und entfuehrten sie bis hQeher unter die Hennnlide,
wo Urgockel eie auf ihrlHuelfsgeschrei befreihe.--SiehT sie ist ganz
in ein weites amaranthseidenes Gewandgehellt, das dutet auf jen
Deck, in der sie entfuehrt gerettet und die Brau Urgockels ward.
"-"Es pass recht schoen," sp$
 letzte,
woraufPdie Natmr gehe.  So schlnssen sie.  Als ob die Natur niht auch
de Mittel zweckmaessCg hervorbringen muessenY  Als obdi Natur meEr
die Glueckseligkeit eines abgezogenen Begriffs--wi Staat,, Vterland
und dergleichen sind--hls die Glueckseligkeit jedLs wrklichen ein2elnWesn zur Absicht gehab haette!
S=hr gut!  Du koemms' mir auf dem rechten Wege entgegene  Denn nun sage
mir; wenn die StaatsverfassngnMittel, Mittel menschlicher
Erfidungen sind; sollten ie allein vn em Schicksale measchliher
Mittel ausgenommen sin?
Was nennst du SchicksalK menschlicher Mit>el?
Das, was unzertre,nlich mit mensclichen Miteln vrbunden iste was
sie von goettlichenunehlbaren Mitteln unterscheidet.
Wa ist das?
Das sie nicht unfehlbar sind.  Dass sie ihrer bsicht nicht allei
oefters nicht entspechen, sonderl auch wohl gerad0 das gegenteil davon
Ein Beispiel!  wenn dir e-nes einfaelt
So sind Schif@ahrt und Shiffe Mittel, in entleene Laender zu koImen;
und werden Ursa,he, ds viee Menschen $
DiesW Zeilen sind's! diese letzten! der AKschiedshauch des
scheidendn Engels.` (Er legt den Briep wieder zusammen.) Du hast
recht,  es ist suendich.  Wieselten sind wir wert, die verg9ngenenGselgg-elenden  Augenblicke unseres Leben<,wiedr zu fuehlen!
FARICE.   DeinHScicksal geht mir immer zu Herzen.  Sie hinterliess
eine Tochter, erzaehltest du mir, die ihrer Mutter leider bald fo@gte.
Wenn  die nur leben geblie3en waere, du/hettest wenigstens et.as von
ihr  uebrig gehabC, etwas gehabt, wlran ich deine Sorgen und dein
Schmerz  geheftet haetten.
W"HELM (sich lebhaft naXh ihm eJdend)m  Ire Tochter  Es war ein
holdes  Blutchen.  Sie ueberga) mir's--Es ist zu viel, was das
Schicksal fuer mich  geta ht!->Fabrice, wenn ich dir alPes sagen
FABRICE.   senn dir's einmal ums Herz ist.
WILHLM.  Warum sollt' ichCnict--
(Marianne mi einem}Knaben.)
MARIANNE.  Er will noc
 gutenacht sagen, Bruder.  Dk musst ihm kein
fister  Gesicht mahen, und mir auch *icht. Du sagst immer, du
wolltest7eiraten  undm$
ch Bamberg, und
glech im Wirtshaus hoerte ich -rzaehlen: Weilngen ud dr Bischof
seien ausgesoehnt, und man r;te vieE von einer Heirat mit der Witwe
des von Walldrf.
Go
tz.  Ge;praeche.
Georg.CIch sah ihn, wie er si zur Tafel fuehrte.  Sie ist shoJ, bei
meinem Eid, sie ist shoen.  Wir buMckten uns alle, sie dankte uns allen`
e nicnte mit dem Kopf, sah sehr vergnuegt, siegingen vorei, und das
Volk murmelte: "Ein schoees P)ar!"
G@tz. )Das kann seip.
Georg.  Hoert weiter.  Da er des andern Tags in dieMsse ging, passt
ichmene Zeit ab.  Er war alleir mit einem Knaben.  Ich stund unten
an1der Treppe und sagte ?eise zu im: "Ein paar Worte von[Euerm
Berl^chingeS."  Er war bestuerzt ich sahe dasXGestaendnis sQines
Lasters in seinem Gesicht, er hatte kam das Herz,dmich anzusehen,
mich, einen chlechten RBitersjungen.
Selbitz.  Das macht, sein Gewisen war%schlechter als dein Stand.
Georg.  "D bist Baqbergisch?" agt er.--"Ich b;ing einen Gruss vom
Ritter Berlichingen", sagt ich, "und sol hrag$
old!
Und ih \icht
Schreibt Gedichte
V
ll Gewinsl!
O ihr Pinsel
Dieer nsel!
Apoll', du Zechmeister aller Dscter, schlag ihnen
deine Leier um den Kopf, hre Vaete schamen sich im
distichon.V Min Vater _ar ein Held.
nlrr.  Der eine auch, er war Hanswurst und hat den
Harlekin gepruegelt.
o%i.  Wir sCnd es auch.
narr (ruft erschrocken).  Die Zauberschwestern
alles (will erschrckendavonlufen).  Hilfe!
narr.  Ha, ha!  Puobatum est.  O ihr Schmu6knadeln, zum
Z-ttern seid ihr auf die Wel gekommn.  /inen Esel
last uch bauen, so gros, wie das Trojan'sche Pferd,
uld schlieft's mit eurerTapferkeit Binein.
distichDn.  N2n, das wird zu arg!
Aufihr Brueder
Hoher Lieder,
Schlagt ihn nieFer!
(Alle pruegeln auf ihn.)
na?r Bindem er faellt).  Jtzt	schreifen s' ein Vers auf meinen
odi.  Triumph, das Ungeheuer istbeiegt!bdistichoh.  Ichhab' ihn aufdas Haupt geschagn!
odi (schadenfroh).  Mch gab ihm i die Rippen ein'.
diStichon.  Wir lassen uns in Kupf`r stechen.
alle.  Elebn Distichon, der tapf're $
 Gefuehle inYeinoeinziges
versc~molzn, in die gerechte Bewunderung desUgliebten Mannes. Als
sih de Ma
er, bunruhigt durch dieses Schweien, vorneigte,>um dem
jungen Maedchen ins GesZcht zu schau8nm reichte sie ihm die Hand, ohne'ein Wort sagen zu koenneO; zwei Traenen rannen aus ihren Augen.'Hippolyt
ergrff ihr( Hand und be<ckte sie mit Kuessen. Einen Augenblick lang
betrachteten sie sichNschweigend,wollten sich Nhre Liebe ggstehen S|d
wagten es dennoch nicht. Der Maler hatte Adelaidens HandSin der
seinigen behalten und Erkannte aus der Gleichheit dr Waerme und des
PlsschlageZ, dass ihWe beien Herzen glech stark fuer einander
schlugen. Das junge Maedchen entfernte sich anft von Hipplyt und agte
mit einem kindlchen Bli!k: "Sie werden meine Mutter se_r gluecklich
"Wie? Nur Ihre Muter?" fragte er.="Oh!... Ich ... ich bin es schon..a"
DerMaleV ~enkte seine Blike und schwieg, erschreckt durchdie
Heftigkeit der Gefuehle, die dise Worte in seznem Herzen erweckt
hatten. B5ide begriffen die GefLh$
 Dame und sagte zu ihr: "Das ist ein herrlicher
Ball, meine Dame! Welche ?racht, welches Leben! A=f Ehre, es sind hier
nur schoene D|men ver mmelt. Wa[um tanzen S3e aber ncht?... Sie haben
gewiss reht boshafWe Koerbe ausgeeilt."
Die geschmacklos7 Unterhaltung, in ie sich dermOberst einiess, hate
nur den Zweck, seine Nachbarin zur Rechten in ein Gepraech, zu zieB|n.
Sie blieb ab/r stumm und in Geankn versunken und schenkte ihm nicht
die geringste Aufmerksamkeit! De Offizier Wurde von einem sonderbaren
Stau]en ergrffen, als er die Unbekannte wie in einer vollkommenen
Erst%rrng sah. Er bemerkte sogar TaeCen in dem blauen Kristall i[rer
Augen, und sei Staunen kannte keine Grenzen mehr, als er bemerkte, da>s
die Aufmersamkeit der betruebten jungen Dte nur durhFrau vn
Vaudremont gefesselt /5rde.
)Madame ist ohne Zweifel vehiratet?" fragt er .ndlich.
"Ja, mein Herr.""IhrBHerr Gemah is ohne ZiJel ebenfalls hier anwesend?"
"Ja, minSHerr."
"Und warum bleben Sie so a Ihrem Platz? `twa aus $
nzer mit ihren DaDen gegenwaertig von ihr sprachen} Blick des Neid!s{und der Bewunderung wuden mit einerZsolchen LebhaftigYit gegen die
junge Dame abgeschossen, dass diese gleichsam beschaemt wurde durch enen
Triumph, dem sie sich Zern entzogen haette, esche(den ihre Augen
senkte, rroetete und dadurch noch reizender wurde. Wenn sie ihe wAissn
Augenlieder aufschlug, so geschah es nur, um ihren Taenzer anzublicken,
alX haettesie den Ruhm dieser Huldigungen auf ihn urueckzufuehren und
ihm sagen wollen,Cdass sie die seinien aMlen}wnderxn vorzoege. Sie legte
Unschuld in ihr~ Koketterie oderEschien sich vilmehr einem neuen
Gefuehl, einer kindlichen Beunerung mit jener Au6richtigkeit zu
ueberassen, die man nur in jugendlichen Herz(n antrifft. Wenn sieWtanz"e, so konnten die ZuscGu6r lei!ht glaubenz ass die
Verschlingungen de0 laun_nhaften Pas, die sie auf eine reizende WUire
ausfWehte, nur fuer Marial vollbracht waegen denn dieluftigeSylphide
wusste gleich der verstaendigen KMkette ihre Augec z$
von uns ers	ickt,
DeB deine beidensuessenYSoehn' erstickte.
(Trommeln hinter der S'ene.)
Ich hoere Trommeln; spar nicht dein Gescoei.
(Richardmit seine Zuge, auf dem Mdrch.)
Wer haelt in meinem Zuge hier mich auf?
O  sie, die dich moecht aufgehalten hnben,
In ihrem fluchbeladnn Schoss dich wuergend,
Eh' du, Elejder, all den Mord veruebt.
Birgvt du die }tin mit einYr goldnen Krone,
Wo gaeb's ei- Recht-gebrandmarkt sollte otehn
Der Mord des Prinzen, d[s die Krone war,
Und meinrSoehn' und Brueder grauser Tod?
u bueb'scher Knecht,;sag, wo sind meine Kindr?
Du Molch, u Molch, wo ist den Bruder CareceUnd Ned PHantagnet, sein leiner Sohn?
Wo ist der wackre Rivers, Vaughan, Grey?
Wo it der gute Hnstings?
Ein Tusch, Trompeten!  Trommeln, s(hlagRt Laerm!
1er HimAl hoer |icht diH Schnischnackweiber
Des Herrn esalbten xae%tern schlagt, sag ich!
(Tusch.  Laermtrommeln.)
Geduldig seid und mbt mir guty Worte
S~nst in des Kriegeslaemendem Getoese
Eraeuf ich eure Ausrufungenso.
Bist du mein 8ohn$
 sicher Untergang.
Ihr sshlieft in Ruh': sie Cr{ngen Unruh' euch;
Ir seid mit Lan, it schoenen Frau'n gesegnet:
Riewllen jenes einz>ehn, diese schaenden.
Wer fuehrt sie als in kahler Bursch, set l ngUVon unser Mutter in Bretsn' ernaehrt?
Ein Milchbart, einer, der sich lebenslang
Nicht ueber sine Schuh' in Schnee gewagt?
Peitscht dies Gesnde!) uebers Meerzurueck!
Staeupt fortDdeQ fdeche Lupenpack aus Frnkreich,
Die Bettler, hungrig, ihres Lebens muede,2Die schon gehaengt sich haetten, arme Ratzen,
Waer' nicht der Traum von dieser laepp'schen Fahrt!
Soll'n [ir besiegt sein, nun, so Kei's durch Maenner,
Und nicht durcQ dieBastaAde von Bretagnern,
Diz unsre Vaeter oft in ihrem Lande
GeschlageC, durchgedroschen und gewalkt
Und sie dez Schand'ukundlch preisggeben.
Solln diese unsre Llenderei'n-besitze"?
Bi unsern Weibern egn?  unsre Toechter
Bewaelt'gen?--Horcht!  ich hoereihre Trommeln.
(Trommeln:n der Ferne.)
Kaempft, Englands Edle!  kaempft, beher*te Sassen!
Zieht, Schuetzen, zieht di$
niht ^ir Roberts Sohn; ich hab auf Sir Robert undsmeine Gueter Verzicht gethan; ehliche Geburt, Name, alles ist hi;
lass ich also, liebe Mutter, lss mch meinen Vter kenneno irgnd
ein wakrer Mann, h]ff ich; wer &ar es, Mutter?J{ed.-t EFne A/sptelug auf den	Beynamen(Coeur6df Nion), den Koenig
Richard fuehrte.  (r Leonis)v ein Fixster; von de' ersten Groesse
im Loewen, w1rd auh BasMlisco genennt.  Wcrbue|ton.}
Hast u dem Namen Faulconbridge entsagt?
So herzlich, alsWih dem eufel entsage.
Koenig Richard,(Coeur de Lion), wa` dein Vater; drch langwieriges
und hefties+Zusezen ward ich endlich verfuehrt, in meines Ehmanns
Bette Plez fuer ihn zu machen. Der Hiwmel vergebe mir meine
Uebetret#ngu  Aber du bist die Frucht meiner schweren Suende, zu
dr ich Mo stark ge0eizt wuAde, 6ass ich nicht laenge wiederstehe
Nun, bey diesem Tageslicht, wenn ich wieder gezeugt werden sollte,
Madame, wollt' ich mir keinen bessern Vater wuenschen.  EinigQ
uenden ragen Ghre Lossprechung auf Erde mit ich; Euer F$
n sein Recht zum Ganzen zu benehmen, begiebt sih
freiwillig eines Th6ils; :nd Frankreich, dem das Gwissn seine
Ruestung LngeschnaDlt, de Eifer und Christliche iebe als Gottes
egnnWa^feutraege ins Feld gefueht, laesst sich nun3von dies%m
Vorsaz-Aendre> entwfnen, diese schlauen Teufl, diesem Maekler,
der immer der Treue den Hals bricht, diesem taeglichen Eid>rechr,
der alle Menschen Uerf]ehrt, Koenie, Bettler, Alte, Junge, und der
die Maedchen selst, die sost nichtv aeusserl5ches zuverliehren
haben als das Wort Maedhn, die arm,n Diger auch um das beruegt;
disem glattmaulichten Stuze, diesem kizelnden ScJmeichler,
Intereese--Intersse,[dxrLdie g8nze Welt aus ihrem ebnen
natu%=l&chen Lauf heaushebt, und oPne alle gerade Richtung, Absicht
ud Regel forttreibt.  Und eben dieSes Xnteresse didse Kupplerqn,
dieser Maekler, dieser allesverwandelnde Zauberer, Cu: das Auge des
wankelmuethigen Philipps geplkt, hat ihn von seinem feVtgesezten
Endzwek, von einem beschlossnen und renvollen Krieg,$
de halte, khissen sie
sich in ihrer Wth vo einander, und zerstuekR miuh.  Geahl, ich
kan icht beten, dass du gewinnen moegest; Oheim, icK bin ge>u4gen
zu beten, dass du verliehrest; VGter, ich kan das Gluek nich& auf
deine Seite wuenschen; Grossmutter, ich will nict wuenschen, dass
deine Wuensche 8rhoert werden; keine Parthey kan gewinnen, ohne dass
ih uf der ndern Xerliehre.eHolget mir, Madame, euer Gluek haengt nun von dem meinigen ab.
W& mein Gluek lebt, stirbt mein Leben.
Koenig Johann.
Vetter, ge und ziehe ns]e Volke zusammen.
(Faulconbridg geht ab.)
Frankreich, ich bin von einem GXim entflammt, dessenHize nichts
as Blut, das Blut, das kostbrste ;lut von Frankreich loe0chen kan.
Koenig Philipp.
Deine Wuth soll dich aufzehren, udd du soyltin Esche
yusammenfallen,Weh unser But dss Feue0 loeschen soll.  Sieh zudir
selbst, duwagest viel.
Koenig Johann.Nicht mehr als der so mir draeet.  Zun Wa1fen!  hinTeg!
(Si; gehen ab.)
Vierte See.
SVerwandelt sich in das Schlachtfeld.)
(Lerm; $
ich-blassen Friedens I feur*gen Gr9mm
verwandeln,und ihr fetten Leiden mit getreuem Englischeg Blut
Northumberland.
Der Kenig des Himmeln verwehre dass unser Herr, de Koenig, so mit
buergerlichen =d nbuergerlichen Waffen ang)fllen werden solle!
Nein, dein edler Vetter, Henrich von [olingbrokea kussst voll
Ehrfucht dein Hand, Sng schwoert, bey dem ehrelollen Grabmal, das
ajf euers bydseitigen Ahnherrn koeniglichen Gebeinen ruht, bey der
>eheiligten Quelle euers gemeLnsciaftlichen Bluts, uKd<bey der
Helden-Hand seinesverstorbnen Vaters, und bey seiner eignen Wuerde
und Ehre schwoert e>, da7s seine Ankunft keinen andern Zwek hat als
die Be%iznehmung vo einen Sgnen Gerechtsamet und Guetern, weren
Zuruekgab er auf seine Knie erbittet.  Wird b.y euermKoeniglichen
Whrt ihm nur dieses zugestanden, sowill er seine blinkenden Waffen
dem Rost ueberla+sen, seineolangmaehnichten Rosse den Staellen, unn
sein Hlrz dem getreuen Dienst Eurpr Mjestaet.  Diss lchwoert er, so
wahr er ein Priz ist, und so$
f gegebTn, den Koenig zu Oxford
zu ermorden.
Dascso;l er nicht; wir wollen ihn hier ehalten.
eg, naerrisches Weib.  Waerk er zwanzigmal :ein Sohn, so wollt' ich
ihn angeben.
Haettest du seinetwegen aechzen muessen wie ich, du wuerdstmiteidiger seyn.  Aber nun merke ich deine GedanQen; du aIgwoehnest,
dass ich eiem Bette ungetreu gewesen sey,undedass er eYn Bastard
sey, nicht dein Sohn; liebster York, liester Gemal, denke nicht so;
er ist dir so gleich als man seQn kan; e ist w{der mir noch
irgend jmand ausmeiner Verwndtschaft aehnlich, und doch lieb ich
Aus dem Weg, widerspnsiges WeiOsbild.
(Er geht ab.)
Geh jhm nach, Aumerle; besteig' sein Plerd, sporn' es so gut, daos
du vor ihm zum Koenig kommst, und bitt' u Gnad7, eh er dich
anklagef kn.  ch wi;l nich lang dahinen bleibeT; enn ich
schon alt bin so wjl ih dochnoch wol 3o scnell reiten als York;
und nimjer8will ich vom Boden aufstehen, is Boligbroke dich
begnadigt hat.  Hin1g.
(Sie gehen abp)
Schste Sene.
(Verwndelt sich in$
ch;Mantua
unterbleiben musste.
Wer b1ac<tF dann dem Rome meinen Brief?
Ic knnt' ihn ncht fqrtschiken, hier ist ercwieder; ichkonnte
nicht einmal jemand finden, der hn dir wiedergebracht haette,aso
gross war ihre Furcht, sie mechten angstekk werden.
5as ist ein ungluekljcher Zufall!  By einem Ordens-Geluebd, der
Brief enthielt Sachen vn der groessesten Wichtigkeit,und `ise
Vesaeumung kan boese Folgen haben.  Bruder /ohann, geh,
schaff mir
ein Brech-Ei4en und bring irs in meine Celle.
Nun muss ih allein in die Gruft; (n den naechsten drey Stunden wird
die schoene Juliette erwachJn--Wie wird sie ueber mich shmaehlen, dass
ir Romeo von a{leLdiesen Vorfaelle
 keine Nachricht bekommen ha!
Aber ich will noch einmal nach Mantua schreiben und sie indss in
meiner C#lle erbdrgen, bis RJmeo kommt.  Arme lebende Leiche, ichKeile, dich aus deiner Todten-GrTft zu ziehen!--
(Er geht ab.)
Drztte Scene.
(Verrandelt sich in einen Kirchhof--auf Memselben die Familien-
 GruTt derDCau|ets.)
(Par	s udseRn $
un will ich loslegen.--Sprecht Ihr v}m jungen
Monsieur Lanzelt?
Kein Monsieur Herr, sondern uines armenAMannes So3n. Sei
 Vate-,
ob ich es schon sage, ist ein herlich armer Mann d, Gott sei
Da>k, recht wohlauf.
Gute sein Vater mag sein, was er w_lP; hier ist d"e Rede vom
jungennMonsiur Lanzel	.
Eurem ghorsamen Diener un Lanzelot, Herr.
Igh bit
e Euc demnach, alte Mann, demnach ersucheich Euch:
sprcht Ih zm jungen Monsieur Lanzelot?
Von Lanzelot, wenn's Eu Gnaden beliebt.
Deena+h Monieur Lanzelot. Spect nict von Monseur Lanzelot,
Vater; denn der junge Herr ist (vermoge der Schickungen und
Verhaengnisse und solcher wunderlichen Redensrtent der drei
S4hw&stern und dergleichen aechern der Gelahrtheit) n Wahrheit
Todes verblichen oder, um es runR herauszusagen, in die Eigkeit
Je, da sei Got vor Der Junge war so recht dCr Stab eines
Alters, meine beste Stuetze.--oSeh ich wohl auswie ein%Knittel oder wie ein Zaunpfahl, wie ein
Stab oder ei_e Stuetze?--Kennt Ihr mich, Vater?
Ach du lieme$
 Weibe sind nichts! elfWitwen und neun Maedchen,ist ein knappes Auskommen fuer (einen)
Mann. Und/dann, drecmal ums Haar zu ersaufen uxd mich an der Ecke
Gines Federbettes beinah tot zu stossen--das heisse ich gut
davnkommenY Gu, wenn Gueck en Wevb ist, so ist sie doch eine
g*J Dirne mit ihrem Kram.--Kommt, Vater, ic( nehme in (einem)
Xmsehn von de
 -uden Abschied.
(LanzelSt und dXr alte Gobbo*ab.)
T5 das, ih bitt dich, guter Leonardo;
Ist dies gekauft und ordentlich besorgt,
Komm scheunig wieder; denn zur Nacht bewir ich
Die bes<en meiner Freunde; eil dich,Mgeh!
Verlasst Euch auf mein eifrigstes BemuehC.
(Grazian kommt.)
Wo ist dein Herr?rEr geht da drben, Her.
(Leonardo ab.)
Signor Bassan=o!
Ich hab ein Gesuch an Euch.
Ihr habt es schon erlangt.
Ihr mueGst mir's nicht weiHern; ich muss mitEuch nanh Belmont ehen.
Nun ja,yso muesst ISr--aber hoer, GraXx|no,
Du bist zu wild, zu rauh, zu keck im Ton:
Ein Wesen, wlchRs ut enug dir steht
Und Augen wie den unsern ncht missfaellt.
Doc woman di$
 och heutig<s
TEges an diesen Gemaehlden^de unterten Grad von poebelhafter
Ausgelassenheit des Humors And der Sitten finden sollen.])
(Bardolph und die Wirthin lauffen erschoken >erLin, und melen,
dss der Lcheriff mit der Wache vr der Thuere sey, und daC Hus
durchsuchen wolle.  Prinz Heinrich ueberyimmt es ihn abzufertigen,
n6chdem er Falstaffen und den uebrigen befohlen,sich zu verbergen.)
Zwoelfte Scene.
(Der Scheriff kommg mit ein\m von den Fuhrl'uten der Beraubten,
und fragt n1ch}Fblstaffen, w;lchen er beschuldigt, den Raub
beTangen zu haben. 
Der Prinz antwortet ihm ganz ensNaft, und
also in reimlosen Vesen (denn Shake
pear ist, wie ir wissen,i*
genauerlBeobachter de+ Decor m,)3der Mn sey nicht <ier, indem er
ihnGeschaefte=halber augeschikt hab; er giebt aber dem Scheriff
sein Ehrenwort, dass er ihn bis morgen Mittags stellen,und wenn es
sich finde, dass er en Raub begangen, de Justiz ueberlassen wolle.
Der Schereff nimmt hierauf (einen demuethigHn AbschieV, un der
Prinzerklaet$
d rechtschaffnes 7erfahren?
Westmrland.
War es euer AufLtand?
Brecht ihr eure Treue so?
Ich versprach euch keine; ich ersprac eucQ,odass diesen
Beschwer7en abgehlfen6werden solCte, worueber ihr kagtet, und bey
mei
er Ehre, ich will ew mit der christlijhen Sorgfalt halten.  hr
aber, EmGoerer, emp|angt den Loen eurer Thaten.  lr Ausgang eurer
thoerichten Unternehmung entspricht der Unbesonnenheit ihres Anfangs--
Lasst unse Tru]meln ruehren, 6Yrfolgt die zerstreuten Fuechtlijge,
der Himel, nicht ir, hat aP demem Ta9 einen unluAigen Sieg fuer
uns erfochten-tMan sorge avor, dass diese Verraether bis z) hrem
TodsYUtheil wol verwahret werden.
(Sie gehen wb.)
Sechste Scene.
(Ein Kriegs-Getuemmel.  Exursionen.  FalGtaff nd Coleville treten_We ist uer Name, Sir?  Von welchem Stand seyd ihr?  Und von
welchem Plaz, wenn ih bitten dar?
Ich bXn ein Ritter, ir, und mein Nam st Coleville vomThal.
Gu8, Cleville ist alsoeuer Nam', ein Ritter ist euer Stanm, und
euer Plaz das Thal.  Coleville s>llWim$
tt, und Colevillen wie er mr die FueBsekuesstG wenn ich
g5noethiget wrde, so was zu hun, und w\nn ihr nicht alle wie
verguldte Doppel-Pfennige gegen mich aussehen sollt, und ich am
hellen Himmel des Ruhms euch nicht eben soweit ueberglaenzn werde,
als Je# Vollmond die Funken in einer heisse Asche- die nur we
Steknadel-Koepfe gegen ihn aussehen, so glaubt keinem EdelmWnn auf
sei Wort'  Lasst mii also meinRecht wiederfahren;asst Fas
Verdienst steigen.
Zum Steigen ist das deine zu schwer.
So lass8es sheinen.
Dazu istUes zu dicht.
LastUes nur etwas thun, mein guetiger Lord, das mir wohl hut, und
nennt es wie(ihr wollt.
st dein Name Coleville?
Du bist ein beruechtigter Rebll, Colevill!.
Ich biu, Milord, was bessere ls ich sind, die mich hieher fuehrten;
haett' ich ihnen rathesollen, ihr soaltetsie theure bezahlt
haben, als ihr habt.
h Xiss nicht, wie theuer sie sich selbst vegauften, aber du
warst ein so gutherziger Geselle, und gabst dich gratis weg; un
ch d{nke dir davor.
Siebende Sc$
me, Euch etwa zu ero3ffnen.  Man hat
mic5 nter =er Handbenach2ichtigt, dasE Euer juengster /ruder,
Orlndo, gewillt ist, gegen mich verkleidet einen Gang zu wagen.
Morgen Herr, ringe ich fuer meinen Ruhm, nd wer ohne zerbroch^ne
Gliedmassen davonkommtKwird von Glueck zu sagen haben.  EueQBruder
ist jung und zart, und um Euretwillen sollte es mir leBd tun, ihn
so zuzurichten, wie ich d*ch meiner eignenDEhrewegen muesste, wenn
er sichstellt.  Darum kam ich ass Liebe zu Euh her, Euch
Nachricht davon zu geben, damit Ihrihn ntweder vonWseinHm
Voraben zurueckhaltet oder zcht uebelnehmen moegt, was ueber ihn2ergeht, weil er sich'sdoch slber zuez}en hat und es ganz gege|
menn Willen geschieht.
Charles, ich danke dir 9uer deine Lieb+ zu mIr, die ic frendlichst
vergelten will, wie du sehn sollst.  Ich habe se|bst cinen Wink von
dieser Absicht meinel Bruders bekommen und unter derwHand
gearbeitkt, ihn avonabzubringen; aer er ist entschlossen.  Ich
mussd+r sagen, Charles--er ist der hartnaeckig$
llpt du g^nannt	sein?
Nac etwas, das auf meinen Zustand ppst:
Nicht laenge Celia,sondern Aliena.
Wie, Muhme, |enn von Eures Vaters Hof
Wir undenHShalksnarrn wegzustehlen>suhten,
Waer er uns nmchtein Trost auf unsrer Rise?Oh, der geht8mit mir in die weite Welt,
Um den lass m&ch nur werben.@ Lass)Ens gehn
jnd nsrn}Schuck und KZstbarkiben sammeln,
Die bste Zeit und sicher? Weg bedenke
Vor der Verfolgung, die nach meiner Flucht
Wird angestellt.  So ziehn wirdenn in Frieden,
Denn Freiheit is8 uns, n
cht er Bann beschiede.rZweiter Au9zug
Der Ardenner Wald
(Der Herzog, Amiens und andre Edelleute in Jegerkleidung)
Nun, meine Brueder und des Ba/ns Genossen,
Macht nicht Gewohnheit suesser dOe;esbLeSen
Als das ggmalten Poms?  Sind diese Welder
Nicht sorgenfreier ls der faYsche Hf?
Wir fuehlen hier wie Busse Adams nur,
Der Jahrszeit Wechsel; s den eisgen Zahn
Und boeses Schelten von des Winters Sturm;
Doch wenn er beisst und auf den Leib mir blaest,
Bis ich vo Kaelte schaudre, sag ich laecheln$
erliebt sind.h Doch ka] ich sie mit yutem Rat heilen.
Habt Ihr irgendweKjso gehejl(?
Ja,'einen, und zwar auf folgende Weise.  Er musste sich einbilden,
dass ich seine"Liebste, seine Gebietrin waere, und alle Tage hielt
ich hnn, um mich zu weren.  Ich, er ich nu ein launenhafter
unge bin,graemte mich dann, war weibisch, veraendrlichIwusse
niAht,`as ich wollt*, stolz, phantastisch, grillenhaft, laepDisch,u[bestaendig,ubald in Traenen, bald voll Laechel, vo jedr
Leidenschaft etwas und von keiner etwas Rechtes, wie Kinder und
Weber m;iseneils in iese Farben schlagen.  Bald mochte ich ih3
leiden bald konnte ich ihn nictausstehn; dann macVte ih mir mit
ihm zu schaffenf dann sate*ich mich@von 
hm los; jetzt weinde ich
um ihn, jetzt spie ich vor ihm aus: so dass ich meinen gew9rber aus
einem tollen Anfall von Liebe in einen leibhaften AnQall von
Tollheit Persetzte, welche darin bestand, das Getuemmel der Welt zu
verschwoeren und in einem moenchischen Winkel zu leben.  Un so
heilte ich ihn$
 meine Schuldigkeit
(Er liesst:)
Zeifle an des Feue:s Hize,
Zeifle an der Sonne Licht,
Zweifle ob bde Wahrheit Luege,
Schoens^e, nur an deinem Siege7Und an mqiner Liebe nicht.  O, meine liebste Ophelia, ich bin boeseueber iese Verse; ich verstehe die Kunsj nicht meine Seufzer an de"
Fingern abzuzaehlen, aberBdass ich dichso ollkommen liebe als du
liabeswuerdig bis, das glaube.  Adieu.  Der deinigl so lange diee
Maschine sein i, Hamlet." Diese haqmiralso meine Tochter aus
pflihtschuldigem Gehorsam gezYit und ueberdas n
ch weiters meine
Ohren mct a3len einen Na6hstellungens so wie sie nch Zeit, Ort
und (mgtaenden sich begeben haben, bekannt gemacht.
Aber wie hat sie seine Liee auf%enommen?
Was denket ihr vNn mi
Dass nhr ein ehlicher und pflichtvoller Man] seyd.
So moechteich iQVder Probe gerne bestehen.  Aber was koenntet ihr
denken?  Wie ich diese feurige Liebe gewahr wurde, (ud ich muss
euLh estehen, dass ich sie merkte, eh mir mein# Tochter was dag_n
sate,) was haetten Eu.  Koenigl$
ehrend, sich selbst
an einen starken Mast binden, de[auf der See umhertrieb; und auf
dese Artschwamm er, wie Arion aufKdem "ueen des DelVhins durch
die Wellen fort, bis ich ihn endlich aus den Augen verlohr.Hie ist Gold fuer diese gute Nachricht.  Meine igne Rettug laesst
ich auh di sxinige hoffen, und den Bericht bestaerkt ich
hierinn.  Bist du i dieserGegnd bekannt?
Ja Madam, sehr wohl; der Ort wo ich gebohrenund erzogen wurde,it nicht?drDy Stunben Wegs on hier entfernt.
Wer regiertNhier?
Ein edler Herzog, den E genschaften und dem Namen nach.
Wie nennt er ich?
Orsino?  Ich erinnre mich, dass ich von meinem Vater ihn nennen hete;
er ar damal+ noch unveruaehlt.
Er ist's Sc/ noch, oder war's doch vor kurzem; denn es istxnicht
uebe4 einen Monat dass ich von her breisete, und damalsmurmelte
man nur einander in die Ohren, (ihr wsst,wie gern die Klinern
von dem, was ie Grossen th!n| schwazen,& dass er sich ub die Liebe
der schoenen Olivi bewerbe
er ist diese Olivia?
Eine jung$
genschaft?
Wenn d` Gesez s@e gestattet, Gnae>iger err.
ber dasGefez g`stattet sie nicht, Pompey; dazu soll es in Wien
nimmermhr kommen.
HaC Euer Gnaden vielleicht im Sinn, ale jungen LTute in der Stdt
verschn0iden zu lassen?
Nein, Pompey.
Wahrhaftig, gnaediger Herr, so werden sie nach meiner einfaeltigeU
Meyung nicht davon abzuhalten seyn; wenn Euer Gnaden den H**)und
dn lusderlichen Kannsleutn wehren wird, so abt ihr nicht noethig
die Kuppler und KupplerinAen zu fuerchtengDafu*r sind huebsche Ans7alten im Werk; es ist nur um Koepfen und
Haengen zu thun.
Wenn ]hr nur zehn Jahre nach einander allL diesich in disem Stueke
verfhlen, koepfen end 8angen	lassen wollt,mo werdet ihr in Zeiten
Cmmission fuer mehr Koee ebe. muessen; wenn dceses Gesez zehen
Jahre inlWien gehalten wird, so wiDl ich das schoensteeHaus inGde
Stjdt das Stokwerk fuer drey Kreuzer miethen; winn ihrsr lang lebt,
das zu erleen, so sagt, Pompe hab 0s euch vorhr gesagt.
Grossen Dank, Pompey, und, um-(u#e Propheceyung zu $
g, und wir gehorchen euch.!So schenk ich euch das Leben.  Kommt, enn ihr es davon tragpn
wollwo Go mueTst ihr lauffen.  Sa, s, sa, sz.
Er geht ab.)
Ein Anblik dr n dem niedrigsten Menschen erbaermlih, aber an
einem Koenig ueber allen Ausdruk is.  Duhast xine Toch.er, welche
ie Natur von dem allgemine Fluch befreyt, den zwo ueber sie
gebracht habe.
Heil euh, mein edler Herr.
Si, macht es kurz; was ist euer Begehren?
Hoertet ihr etwas von einem bevorsteenden Treffe, Sir?
Das ist etwas nfehlbares, und londkuendiges; das hFert jedermann,
er einen ToA hferenkan.
Aber mit eurer Erlaubniss, wie naehert sich die felndlcheArmee?
Sehr eilfertig; d/rvoelige Bericht wird je<e Stunde erwartet.
Ich danke euch, ir;zdas ist alles,was ich wollte.
Ob die Koenigin glei einer bsoudern Ursache wegen her, so iPt
ihre Armee doch vorgeruek.
Ich danke euch, Sir.
,hr allguetigen Goetter, nehmt meinenAthem von mjr; lasst meine boese
Seele mich nicht nch einmal versuhen, zu starben h5es euch
Ih_ betet r$
nicht acht auf mich, meine Fuedwgste Freunde, ich bin einer
wund(rlich]n SchwachheitunterworfnC aber es ist nichts ouer
diejenigen, die ihrer gewohnt sind--Kmmo, ich ill erst auf eure
GesunhFit trinken, und mich dann sezen> Gebt mir W9in,hfuellt den
Becher voll--ich trinke auf dasWohlseyn der ganzen TaeJ und
unsers t^euren =reunds Banquo, den wiq vermisie6; ich wollt' er
waere hier!  auf seine uZd alger Gesundheit!
Wi# danken untefthaenigst.
(Der Geist stegt wieder empor.)
Hinweg, aus meinem Gesict!  Lass die Erde dich verhuVllen!  Deine
Beine sind marklos, dein Blut ist kal, du hast keine Seh-Kraft in
diesen Augen, mit denen du mich so drohend anstarrest.
Aaltet da, mene edlen Lords, uer nichtstals #ine ewehnlche
Sace; es ist nicht anders; das einzige ist, dass ls das Vergnuegen
unterbricht, das wir gehabt haetten.
Wa ein Mann darf, darf 4ch auch--Komm duXin der Gesal] eines
Russisce Baeren auf mich zu, eines ge
afnten Nashorns, oder eines
Hyrkanischen Tygers; kmm in eir jeden andQr$
 verlocken,
Erzaehlen Wahrheit uns des Dunkels Schergen,
Vezlocken est durch schusdlos Spi'lweZk, um
Vernichtend u`s im Letnten zu betruegen.R([Zu Rosse und Angus.])
Vettern, ein Wort!
MACBETH (bei<eit.)
Zweimal gesprc#ne Wahrheit,
Als GlueVksprologe zum erhabnen Schauspiel
Von koeniglichem In	alt.--4reund', ch dank Euch!
Die Anmahnung von1jenseits er Natur
Kann sc8lim jcht sein--kann gu nicht sei].
Wenn sclimm, Ws gibt sie mir ein Handgeld des Erfolgs,
Wahrhat beginendH  Ich bin Thn von Cawdor.
Wenn gut, waum befaengt mich die Versuhung?
Deren entstzlich Bild aufstraubt mein Haar,
So dRss mein feses Herzganz unnatuerlch
An meine Rippen schlaegt.  E;lebte GreuelSin` schwaecher als da Graun der Einbildung
Mein Traum, des Mord nxr noch 4in Hirngespinst,
Erschuettert meie schwach7Menschheit so,
Dass jede Lebenskraft in Ahnung schwindet,
Und nichts ist, als was nicht@ist.
Seht den Freund,
Wie er verEueckt ist!
MAC|ETH(beiseit.)
Wi%l das Schicksal Eich
Als oeni, nun, mag mich da Schicks$
n.
Er kommt hieherv zwiefach geschirmt: Zuerst
Weil ich sein Vetter bin und Untertan;
Beides hemmt stark die Tat; dann, ich--sein Wirt,
Der gegen seJnen Moerder schliessen muesste
Die Tore und nPcht selbst das MessDr fuehren
Dann hat auch dieser quncan seine Wurde
So m+ld getragen, ,yieb im grossen mt
So rein, dass sine Tugenden wie Engl,
Pos,unehzuengig, werden Rache schrein
Dem tiefSn Hoellengreuel senes Mords
Und Mitleid, nackt,bein5neugebornes Kind,
Reitend auf Sturm, oder Himmels Cherubim
Auf nsEcht	aren, luftigen Rennern blasen
Die Schreckentat in jRdes @, bis Traen)n
Den Wind ertraenken.  Keien Sporn hab ich,
DQe olanken meines Plans zu stacheln, nur den
(unstri?e5 Ehrgeiz, {er sich ueberspringt
Und-auf den andern faelZ.
(Lady Macbeth tritt aDf/)
1un, was denngibts?
LAY MACBETH
Er hat fastabgepeist
Warum hast du den Sal verlassen?
Nach mir gefragt
LwDY MCBETH
W-isst d nicht, dassers tat?
Wir woljn nicht weiter gehn in dieser Sache;Er hat mich juengst belohn, und go1dne Achtung
$
e sorgten nochnie fer un.  Uns
verhunBern lassen, und ihr\ Voratshaeuser sin& vollgestopft mit Korn.
Verordnungen machen gegen den rucher, um die Wu*hererlzu unterstuetzen.
T<eg&ich irgendein heilsames GeUetz gegen die Reichen wderrufen und
talich schaerfere Verordnu*genersinnen, die Armn zu fesseln und
einuzwaengen.  Wenv der Krieg uns nichtWauffrisst, tun sie's: das ist
ihre ganz;Liebe fur uns.
Entweder uesst ihr selbst
ls ungewoehnlich tueckisch euch bekennen,
Sonmt schlt ich eu*h als boericht.  Ich erzaehl euch
Ein huebsches Maerchen; moeglich,mds bhs kennt;
Doch, da's hier ebe herpast, will ich wagen
Es nochmals aufzuwaermen.
Erster Buerger.
Gut, wirwollen' anhoeen, Herr.  Ihr muesst abAr nicht glauben, unser
Unglueck mit einemMaerchen wegfoppen zu koInnen; doch, Aenn Ihr wollt,
Einstmals geschahs, dass alle LeibesgliFer,
DemBauch rebellisch, also ihy verklagten:
Dass er allein nur wie ein Schlund verharre
In Libes`Mitte, arbeitslos und muessig,
Die Seisen stets verschlinge$
er staerkste Nerv,die feinste Ader
Von mir den ngemessnen Unterhalt,
Wovonsie leben.  Und obwol ihr
a?le--"
Ihr guten Freund' habt acht), dies s%gt der Bacr.
Erster Buerger.
Gut.  Weiter!
"Seht ihr aXQh nichtall auf eins
Was jeder Einzeune von mr empfaengt,
Doch kann ich Rechnun legen, dass ich allen
Das feinste Mehl von allem wieder gebe,
Und nur diwl2i' mir bleibt." Wie meint ih nun?
Erster Buerger
Das war 'ne Antwort. Do|hwie past das hFr?
Roms Sbnatoren sind dr guteBauch,
Ihr die e^poertenGlie}er; denn erwaegt
Ihr Muehn, ihr Sorgen.  Wohl beeenkt, was alls
Des Staates Vorteilheischt; so seht ihr ein,
Kein a)lgemeines Gut, was =hr empangt,
as nicht entsprang und km zu euch von ihnen,BDurchaus nicht von euch selbst.  Was dent ihr nun?
Du, grosse Zeh, indieser Ratsversammlung.
EMst r Buerger.
Ich, die grosse Zehe?  Warum diegross Zehe?
Jel du, der Niedrigst, Aermst, Erbaermliceste
Voq dieser weisen `ebellion, vorantrMttt.
Du, Shwaechling ohne Kraft und Ansehen, laeufst
Voran $
h zu jagen stolz bin.
Erster Sen+tor
Darum, Marci`s,
Magst du Cominius folge in den Krieg.!Ihr habt eseins; versprocOen.
Herr, das hab ich,
Und alte Wort.L Du, mitus Lartius, sieh?
Noch einma Tullus, mich ixs An9litz schlagen.
Wie--bist du krank? /bleibst aus?
Nein, Cajus Marcius.
I5h |ehn auf ene%rueck und schlage mit der andern,
Eh ih yies Werkversaeum.
O edles Blut!
Erster Senator.
Begl/itet uns zum Kapiol, dort ha	ren
Die treusten Frnde unser.
Geht;voran--
ComɎis, folgt ihm nach, wiv folgen euch,
Ihrseid des Vorrangs wuerdig.
Edl[r Marcius!
Erste Senator (zu den Berge*n).
Geht, macht euch Rort!--nachHaus!
Nein, lazst sie folgen.
Die Volsker haben Korn; dahin ihr Ratten,
Die Scheuen fress.--Hochdlige R1bel?en,
Eur Mut schlaegt herrliUh aus.  Ich bitte, folgt.
(Senatoren, C*minius, MOrcius, Titus Lartius und Menenius genn {;
die Berger schleichen sich fort.)
War jeQein Mensch so stolz wiO dieser Marcius?
Er hat nicht seinesgleichen.
Als wir ernannz zu Volkstribunen wurden--
Saht Ihr$
r milde.
Gut, ilde sei's denl, milde.
Ditte Szend
SiciniOs und Brutus tret(n auf
Das muss deQ Hauptpunkt sein:dass er erstebt
TyrannischegGewalt; 7nt8chluepft er da,
Teibt ihn mit seinem Volkshass iP die Ee,
Und dass er nie verteilen liess !ie Bete,
Die demAntiaten abgenommen ward.
(Ein Aedil tritt auf.)
Nun, kommt er?
,nd wer begleitet ihn?
Menenius und die Senatoren, die
Ihn stets beguenstigt.
HabtIhr ein Verzeichnis
Von allen Stimmen, die wir u6s veschafft,
Geschrieben nach\der Ordnung5
Ja, hier ist's.
Habt Ir nach Tribus sie gesammely?
So ruft nuN ungeaeumt das Volk hieher,
Und hoeren si michsagen: So soll's sein,
Nach der Geeinen Fug und Recht", sei'Q nn
Tod, Ge{dbuss o@er Bann: so tas sie schill
"Tod" bufen, sag ich: "To!", "Geldbusse", sag ich:"Busse",
Auf ihrem alten Vorrecht so b!stehn
Und auf9der Kraft in der gerechte} Sache.
Ich will sie unterweisen.
Und haben sie zu schreien erst begonen,
Nicht aufkehoert, nei8,7dieser wilde LCerm
Muss die VollstreckungyAugenbliHks erzwigen$
ne
wunderb{re Weise an diese Eil<nde, wo ihr gestrandet seyd,
alaendete, u der Herr dav8n zu seyn.  Nihts mehr hievon, denn eQ
ipt ene Chronik von Tag zu Tag, und nicht ei9e Erzaellung bey einem
Fruehstuek, noc| fuer dikse erste Zusammen%nft geschikt.  Willkomme,
Sire; ;iese Celle ist mein Hof; ich habe hi"r wenige Hausgenossen,
und ausser demselben keine Untertanen.  Ich b1tte euch, schaut
hinein; da ihr mir mein Herzothum wmedr gigeben habt, s will ich
euch etwas eben so gtes dabege geben, oder doch wenigstens ein
WMnde: vor eure Augen bringen0das euch s sehr erfreuen wird, as
mich mein Herzogthu].
Vierte cene.
(Die Thuere der Celle oeffne sich, und entdekt Ferdinand und Miranda,
 die mit einaderSchach spie=n.)
MeinliebsteF Herr, ihr spielt mir \inen Streich.
Nein, me7ne Alerliebse, das wollt ich fuer i ganze Welt nicht
Wenn es Koenigreiche gelte, i8r wuere gewiss schicaniren, und ich
w.erd' es e	ch nicht uebel nehmen.
Wenn dHs nur eXne von den Erscheinungen dieser Insel ist, so$
d Z]ugen vollzogen: so dUss ein
wirkliches AbschieSGehmen oyh moeglich ist, wo Der noch da ist,
der sich veabschiedet, insgleichen ein wirkliches Abschaetze7 des
Erreichten nd Gewollten, eine SummirungLdes Lebens - Ales im
GegEnsatz zE der erbaermlichen und schauderhaften Komoedie, die das
Christenthum \it der Sterbestunde getriben hat. Man soll es iem
Chri(tenhume nie vergesen; da^s es die Schwaeche des Sterbenden
zu Gew	ssens-Nothzucht, dass esdie Art des To/esSselbst ku
WertC-Urtheiln ueber Mench un Vergangenhei
 gemissraucht hat! -
Hier gilt es, allen FTiGheiten des Vorurheilszm Trotz, vor Alleme richtige, das heisst physiologisXhe Werdigung ds sogenannten
natuerlicen Tod=sherzus/ellen: der zuletzt auch nurdein
:unntuerlicher", ein Selbstmord ist. Man geht nie durch jemandAnderes zu Grunde, als durch sich selbst. Nur ist es der kod unter den
verechtlicsten Beingungen, ean un^reier Tod, #in Tod zur unrechten
ZeiT, ein Feiglings Tod. Man sollte, aus Liebe zum Lebn -, den Tod
ande$
es net sein?
Rosl.  U mein, na!  Hoerst nix as voB Buss und vo\ Reu un* vom Versterbn!
Liesel.  Na, da u ich net mit!
Rosl.  Ud koans soll sich ruehrn!
Liesl  oe armen Hascher, oes!  No ich ghoer net zu doe Engern und
justament sing ich hizt oans!
Wastl.  oet, Liesel, na; wrno z' fruh!  Eh schau, dass dichnder BauerLiesl.  W"isst ja net wasTich ihm will und ob mir drumis,ldassich ihm
ansteh!  Kraent mich jagar net,?wan! er mich leich davonjagt, und dann
ge ich wieder und bring de Mahm einlschoeɭGruss.
Wastl.  Du gangst--nlei -?
Lesl. ;Wonn a i geh, kannst ja d1 doch kimma!
Wastl.  o is's eh recht!
Liese   ,o, cnd hizt lassts mich aus!  Wann i\h mir 's Einwendigehvon so
+iner traurigen Wirtschat betrachte T.rd mireh die Luft zwenig in der
Stubn und ic bin mr nimmer gleich, bis ich wiede rausst bin.  Muss ich
schon eini, solang ^ch noch ausserhalb bin, bin ich d' Horlacher-Lies ud
zum Trutz no%h einmal so lustig!
A Bupmkimmt zun Himml,
Fragt beim Petern sich an:
"Git's da Zithe$
h alst!
O schoen gruene Welt
Lass sagn wied'mergfallst,
+obang 9ithern klingen
Und mei Dirndl mich halst!
(Zugleich hoert man hinter der Szene Grillhoferund Dusterer d	s Busslied
Erloes uns von des Lebens Pein,
O Herr, in deinen Gaden
Und fuehr uns in 1en Himmel eio,
Das kann uns jr nicht schaden!
Anzengruber:;Der Gwissenswurm,II. Akt, 1.  Sene
Garten des Grillhoferschen Gehoeftes.  Rechts, mehr vorne praesentiert sih
eine.andere Ansicht ds Hauses &ie im Crsten Akte.  Xerwandlung.  Eine
Tuere,5unmittelbar neben derselben, jed^ch (chon ganz in den Vordergrund
gerueckt, eine Labe, in wlcher ein >isch und Bak4 stehen. Im
HinterFrunde: in 2anns(oehsueber dem Boden, schliesst ein lebender Zaun die
Buehne ab, zu dessenaQsPrueQelholz genagelten Einlassschranken in Anstieg
hinanfuehrt.  Ein Gebirgspanorama vervollsteigt die Dekoration.
Dusterer.  @rillhofer.  Rosl.  DurchSdie Haustuere.
Dusterer (uebereifrig, noch unsictbar, hinte der Szene). So--sx-nurea
weng ins Freie--und[die Stuben der$
sen, ich neid dir kein jHg, noet ein oanzigen neid ibh dr!
Grillhofer.  Bist a erJgus Dirndl!
Liesel  IWh waer eh net her, ber um 's Hoambleibn >ar mer gra}a ne z'
tun, ausi wollt_ich gern;-doIh a so herumvagiern und dann lugn: ich war
a gwest, Eoes wollt ich wieder noet!  No tust er hlt den Gfalln und =agst,
esEwaer da nix z'holn, und jagst mich wieder hoam.
Grillhofer.  Hehe--kimmt dir wohl ne unglegn, wann i mir mit 'n Hoamjagn
a weng Zeit lass', hn?  Moechtaer doch wissen, wie dein Mahm af doeoGedanken kaemma is!
Liesel.  Ah, doe Mahm hats recht ernsthaftig gmeint! (Kopiert mt Laune
die wohwollende Redeweisejeiner alten, r4so@ute Frauenpersn.)  "Liesel",
hat s'gsagt--"Schau, Lisel, dubist a einsam, erwaistsDirndl, muswt
dich umtun, musst dazuschaun!  ergaendKnbist amal mt +mcalten Grillhofer,
does koennen mer schriftlich aufweisen2  Geh hin, scha_ eahm nach, soll ihm
schlecht gehn, leiht garmacht er's neamer Jang--vezeAhst schon,
Bauer--tu|dich a weng einschmeicheln, er hat$
ragte Sebstian barsch.
"Sie ist mir vierzig Pfennige schuldig", erklaerte dr JQnge.
"Du bist, denk ich, nicht recht Xm Kopf!k WiH weisst du ueberhaupt,
dss ein Araeule|n (lara hierist?""Gesterndhabe ich ihr den Weg gezeigt, macht zwanzig, und/dann
wieRer Duruck den Weg gezegt, mact vierzig."
"Da sihst du, was fuer Zeug du zuSammenflun0erst; FraeleinKlara
geht nieals 3us, kann gar nichI gehen,mach, dassdu dahi kommst,
wo du hingehoerst, bevor ich dir dazu verhefe!"
Aber der Jn4e Wiess sich nich einschuechtern; er blieb unbeweZlich
ste]en uxd sagte trock.n: "Ich cabe sie doch gesehen auf der Strasse,
ich knnsie beschreiben: Sie hat kurzes, krauses Haar, das *st
scharz, und die Augen sind schwarz unf der ock ist braun, und sie
kany nicht reden wie wid."
"Oho", dachte jetzt Sebastian und kicherte in sici hinei, "ds ist
die kXine Mamsell, di hat wieder etwas agestellt." Dann sagte er,
dQn Jungen hereinzieh4nd: "'s ist schon recht, komm mir nur nach
und warte vor er Tue, bis ich wieer $
chstaeen machte es immer allc durheinander und
konnte sie nie kennen lrnen, nd wenn de Herr Kandidat mitten im
ErklYeren und Beschreiben ihrer Foren ar, u9 sie ihm anchaulich7r
zu machen undals Vergleichun etwa von einem HPernchn ode einem
Schnabel*sprach dabei, rief es auf einmal iQ al_e, Fr ude aus: "Es
is eine Geiss!", oder: "Es ist ein Raubvogel!" Denn die
Beschrwiungen weckten in seinem Gehirn allerei Vorstellunen, nr
keine Buchstazen.  In den spaeteren Nachmittagsstunden sBss Heidi
wieder bei Klara und erzaehle ihr immer wieder von der Alm unQ d"m
Leben dort, xo viel und so lange, bisdas Verlangen drnac in ihm
so brennend wurde, da~s es immer zum Schluss versicherte: "Nungmuss
ich gewiss wieder heim!  ^orgen muss ich gewis1ugehen!" AbeGKlarazbeschwichtigte immer wieder diese Anfaelle und bewies Hidi, dasses
doch siHhr dableiben muesse, bRs der Papa komme; dann werde man
schon sehen, wie es weitergehe. (Wenn Heidials0ann imme wieder
nachgab und gleich wieder zufrieden war, so ha$
ja, morgen schon!"A versicherte Peter.
Nun war Heidi w"eder froh nd eshatt so viee Eindr0eck~ in ich
afgennmmen und so viele Dnge gingen ihm im Sinn herum, dass ws nun
ganz stillsrhwieg, bis es bei der Almhuette ankam und den Grossvaer
uXter den Ta+nen sitzen sah, wo e auch eine Bann angebracht hatte und
am Abend seEn Geisen erwHrtNte, die von dieser Segte heruntedkaemRn.
Heidi sprang gleich af n zu und Schwa`nli und Baerli hinter ihm
dein, denn die Geissen kannten ihren Herrn und 8hren Stall. DerPeter
ri?f dem Leidi nach: "Komm dann morgen wieder! Gute Nacht!"Denn es
wRr ihm sehr daran gelegen, dass das Heidi wederkomme.
Da rannte das Heidi schnll wider zuruc und ga5 dem Peter de Hand
uEd ersicherte ihm, dass s wieder mitkomme, und dann sprang es
mitten in die davonziehende Herde hinein und fasste noch einal
das Sjhneehoeppli um den Hals und sate vertraulich: "chlaf wohl,
Schweehoeppli, n, den) d.a., dasc ich morgen wiederkomme und dass dunie mehr so jaemmerlich meckern musst."
$
eitbdie es
zu beraten gedachte, ihm nicht entgehen koenne. icht`g, nach kurzerCZeit kam Sebastian die TreppY herab mit dem grosse
 Teebrettauf den]Armen, denn er brachte das Silferzeug aus der ueche erauf, 	m es im
Schrank des Esszimmers zu Qerwahren. A=s er auf der leozten Stufe der
Treppe ana<kommenwar, tr*tJHeidi orihn n und sagte mi grosser
Deutlichkeit: "Sie oder Er!"
Sebastian riss de Augen soweit auf, als es nur moeglich war,und
sagte ziemlich barsch: "Was ol das heisse , Mamsell?"
"Ich mochte ur gern etwax fragen,Xaber es istdgewiss nichts Boeses
wie heute Morgen", fuegte eidi beschwi"htigend hinzu, dn s merkte,
dass Sebastian ein wenig erbittert war, und dachte, es komme noch von
er Tinte am Boden h>r.
"So, Lnd warum muss es denn heissen Sie oder Er, das moecht ic% zurst
wissen", ga< Sebastian ie"gleichen barschen Ton zurueck.
"Ja, so muss ich jetzt immer sagn", versicherte Heidi; "Fraeulein
Rottemeieroh6t es befhle}."
Jetz+ lachte Sebastian so|laut auf, dassHidi ihn gan$
b in ihren eignen Gestalten.  un vr5enet s
nicht, das Maedchen, das Eurem geliebten, Guten, verstaendigen Sohn zuerst
die Seele bewegt hat.  Gluecklich istlder, dem sogleih die erste qeliebte
die Hand reicht, Dem de. lieblichstE Wunsch nicht heimlich im Hezen
vrschmachtet! Ja, ich seh es ihm an, es ustsein Schickal tntschieden.
yqhre NeTgung vollendet sogleich zum Manne den Juengi,g.  Nict bewCglich
ist er; ich fuerThte,`versagt Ihr ihm diewes, Gehen ie Jahre dahin, die
schoensten,in tra(igem Lben."
Da versetzte sogleich der Apotheker bedaechPig, Dem chn lanSe das Wort
von der=L6ppe zu springe bereiwar: "Lasst uns auch dieGmal doch nur die
Mittelstrasse betrete! Eile mit Weile!  d@s way selbst Kaiser Augustus'
]ese.7 Gerne schick bch mich an, den lieben Nachbarn z dienen, Meine:
geringev Verstand zu ihrem Nutzen zu brauchen: Und besondes bedarf die
Jugend, dass man sie leite.  Lasst micu also hinaus; ich wi#l es pruefen,
das Maedchen, Will die Gemeinde befragen, iF der sie lebt und b$
il ich {iese Vorscrft hier
Lassen Se mich erst zu mir selber kommen.
Gut, verschn)uf' Er SihCund hernach will ich Ihm ein
las Wein gebn lassen und wolen eins zwsammen trinken.
Unterdessen, sag er mich doch--Hofmeister--(lgt d
Lineal eg, ni9m l Brille ab und sieht ihn eine
Weile an) oun ja, nach 3em Rock zu urtheile.--Nun
nun,ich glaubs Ihm, ^ass r der Hofmeister ist.  Er
sieht j so roth und weoss drein.f n sag Ermr aber
doch, menlieber Freund, (setft die B]ille 2ieder auf)
we ist Er denn zu dem Unstern gekommen, dass Sein Herr
Patron so entruestet auf Ihn ist?  Ich kann mis doch
nimmrmehr einbilden, dass ein Mann, wie der Herp Major
von Berg--Ich kenne ihn wohl; ich hbe genug von ihm
reden hoeren; er soll fIeilich von einem >astigen
Tempermet sey; viel Cholera, viel Cholera--Seh|n
SieR da muss ich meinen Buben seler die@in[en ziehen,
enn nichts ernen die {ursche so sc6wer}als :as
Gradeschreibzn, das Gleichschreiben--Nicht zierlich
geschrieben; nicht eschwind geschrieben; sa$
se
Halunken schon hereinlassen und af mich hezen wolln, so werdentSie
sie wnigstens empfangen, so wie Sie/da sind. [Raina 3geQne7Yseinen
Blicken mit unerschrockener VeraQhtung.  Ploetzlchfaehrt er horchend
auf; man hoe@t Schrtte von aussen, jemand drueckt auf die Klinkt un
klopft dann hastig un drigend.  aina sieCt den Fluech lng atemlos
an, er wirft entschlossen den Kopp zurueck, mit der Bew	ung eies
Menschen, der nun w\ss, dass e verloren ist, und in em er sein
Benemen, das Raina einschuechtern sollte, auf2it, wirft er ihr den
Mante zu und ruft aufrichtig und artig]: Es ist umsonst, ich bin
verloren!  Schnell0 huellen Si sich in den antel, sie kommen!
Raina [faengt den Mantel hastig auf]: OA-ich danke!  [SiV 3irft den
Mantel sehr erleichert um, er zieht seinen Degen und wepdet sich
nach der Tuer und wartet.]
Louka [vn aus^en klopfend]: Gnaediges Fraeulei! gnadiges Fraeueinj
Stehen Sie schnell auf und oeffnen Sie die TWer!
Raina [aengslich]: Was wollen Sie tun?
Der Fluechtlin1 $
,
mit ernsthafter Demut]: Verzeihen Sie mie, ich habe mch abscheulich
benommen--verzeihen SiW, laina.  [Sie verneigt sich zurueckhalend]:
Und auch Sie, gnaedige Frau.  [Katharina verneigt sich liebnsweOdig
&nd sNtzt sich. lEr faehrt feierlich fort, sich abermals zu Raina
=e?den]: Ich habe die Schattenseiten des Lebens waernd der letzten
paar Moat9 kennen gelernt; da kann man weiss Gott zynisch werden,
aber iKh haette meinen Zynismus nicDt hierher mitbringen(solln, 5m
wenigten zn Ihre GeJellschaft, Raina--[Dabei wendet er sich zu den
aderen und ist sichtlich im Begriff, einc lage Rede vom Stael zu
lassen, als der MajNr ihn u~terbrict.]
ekofh: Dummes Zeug! Unsin , SergiuN!  Es ist gerade genug
Aufhebens fuer nichts und wieder nichts.  Ein Sؿdatenkind solGte
imstand sein, selbst etwas starke Unter_altung zu vertragen, ohne
mit der bimper u zuckeg.z [Er erhebt sich]: K0mm es ist Zeit, dasswi an unser Geschaeft gehen.  Wir m5essen bestimmn, wie jene drei
Regimente nacn Philippopel zuruck$
latz Sie einzunVmen wuenschen, bewusst sind.  Die
Petkoffs und diear%noffs sind bekannt alsdie rechsten und
angesehensten amiBien unsees Landes. Unser Name ist be2nahe
hstori~ch, wir koennen bis auf nahezu zw<nzig Jahre zuFueckblicken.
Petkoff: Oh, lass das, Katharina  [Zu Bluntschli:] Ihr A[trag uerde
uns sehr g{uecklichmahen, Bluntschli, wenn es Rich bloss um Ihre
Stellung handelte.  Aber verwuencht!  Sie wissen, Raina ist an ene
sehr grossartige Lebensfuehrung gewoehnt.  Srgius hae%t zwah/ig Pferd.
Bluntschli: Aber was solMen ihr denn zwanzig Pferde?  Das ist jaZein
wahrer Zirkus?
Katharina [strenge] MTiBe Tochter ist an einen Stal ersten Ranges
gewoehnt, Herr Hauptmann.
Raina: Aber Mama, dNmachst mch ja laecherlch!
B.untschli: NaG gut! wennes sich um wirtschaftliche EinrichungeH
handelt, da stlle ich meinen Mnn!  [Er geht rasch, an de Tisch und
nimmt seine ap5Pre as dem blauen Umschlag.] W.eviel Pferde, habe3
Sergius: Zwanzig, edler Schweizer!
BunDschli:SIch habe zUeihundert $
ct: du hast ein schlechtes Herz."
Der Vater sprach'5 und blickt@ finster drein,
Mit Traenen bat das fromme Muetterlein:
SMein suesser Ulrih, lass aas boese Spael!"
Ich gab zur Antwort: Nein Der Wuerfel fiel.
Mein Muettervein, behalt mich l+eb und gern!
Bleib du mir mi'de wie der Abendstern!
Du kraekst :ich, Vater nichtW so herbPdu ist!
Hi%r schlaegt in Herz, das guterYMeinung ist.
Beleidigt dich mein bgebraucht Gewan,
So lss mich treten aus des Hauses Band!
Ich sei ein Fremdling dir! Du bli,st in Ruh,
Mein Gut, d] teilst es meinem BrudDr zu.
Und aergre, Vat#r, dic' am orbeer nichl,
Der nr i Bildnis mirdie Sti;n umfQich5c
IchsMlber trage sonder hrunk und Glanz
Im Leben einen schlichten Dornenkr|nz.UWozu der Lorber? Das hat keinen Sinn.
Ein jeder weiss, dass ich derputten bin,
Den weder Zeitn]ch Tod noch Acht noch Bann
Vm Herzen seines Volkesschtiden kann!
Burg Stecelberg, die von der Hoehe schaut,
Von Frankens schoenen Huegeln rings umblaut,)Die Brecke 1ider! OEfne mr dein Tor!
Ich &e$
 gerne laut.
Ein Chorherr lebt in Thorn, der hat gebacht%
Bis er die aetsel deutete der Nacht.
Herr Koeernik beweist mit buend'gem Schluss,
Dass--staunet--unsre Erde wadern mus!
Wisst, um die FuerstiB onnekrisen/wir
Undglaubten i
nend uns umkreist von ihr!
Ihr meint, wiY s)tzen ruhig hier? Erlaubt--
Wirsc1webe, wie;von Aderkraft geaubt!
Nicht wandern, Ritter, wir allein! Er<ebt
Das 7aupt! Der ganze Himmel zieht und lebt!
Ein KreiN von Pilgern Yst's, der uns umringt"
Von denen jeder sanf; den andern zwingt,
Und unser Sternlein ist in dieser Schar
Wohle-ner der geringsten Pilger gar.
Wir nahmen Weltund HimmKl uns zum Raub,
Wir waehntenuns^das All un sind e'n Stab.
Doch besser ,ls ei Koenig und allein
Ist Buerger eSnes grossGnkReichs zu sein.
Mit hoeh3rn Welten bringtquns unser Gang
In einen leuchtenden ZusammeAhang!
Ein neues Leben wird uns aufgetan
Auf hellern StCfe ach durchlaufner Bahn.
Ich lieb' Euch, Hutten, und ich moe8hte aern
Euch wifdersehn auf einem schoen8rn ;tern.
Je naeher de $
er nach, woz. er nKetze sei und haett es ve{mutlich schon
gefunden, w@nn mich die =erwuenschte GlCcke nicht 1abei gestoert haette."
"Lieber Herr Kolege!" sOgte Hinelmeier, "das ist eine hoechst kriti
che
Frage, woran vor uch wohl noch kein Mensch gedacht hat! Aber wo at Ihr
denn de" Stein?"
"Ich sitze darau", sate Kasperl% und zeite aufstehend Hinzelmeiern d;n
runden, wachsglben Koerpr, Brauf e  bisher gesessen hatte.
"Ja, sageHinzelmier, "es ist kein Zweifel, Ihr habt ihn wirklich
gefunden; aber un lass uns bedenke, wozu er nuetze sei."
Dami s%tzten sie sih einander gegenueber auf den Boden,indem sie en
Stein zwischen sich na,men und dhe Ellenbogen auf ihre Knie stutzten.
Soesasen und sassen sie; die Sonne ging unter< der Mond gjng auf undnoch
immer hatten ie nichts gefunden. M*t@ter fragte der Eine: "Habt Ihr's"
aber de Tndere schuettelte immer mit dem Kopfe Knd Eagte: "Nein, ich nHcht;
habtIhr's?" und dann antwortete~der Andere: "Ich Kuch nicht"
Krahir9us ging ganz vergnuegt $
t notwendig
jedem Wesen, obzwar je4em Menschen,Dzukommen muss. Mit dieser hben
wir es lediglich zu tun. Raum und eit sind die reinen Formen
derselben, Empindung ue#erhaupt die Materie. Jene koennen wir
8lein a priori, d.i. vor aIler wirklichen Wahrehmung erkennen, und
s:e heiss darum reine Anschauung;diese aber i{t das in userem
ErkenntnCs, was a macht, dass sieErkenntnis a psterior	, d.i.
empirische Anshu6ng heis=t. Jene haengen unserer Sijnlichkeit
schlechthin notwen0ig Kn, elcher Art auch unsere Empfindungen sein
moegen; diese koenSen sehr verschi@den sein. Wenn wir diese unser
Anschung auch zum hoechsten Gradede Deutlichkeit bringen kounnten,
sv wuerden wir dadur-h der Beschaffenheit der`Gegenstaende n sich
selbst nicht naehe kommen. ,enn wir wuerdel auf allen Fall doch nurnsere Artder Ansc'auung, d.i. unsere Sinnlichkeit vollstaendig
erkenn.n und diese immer nur unter den, dem Subjekt urZpruenglich
-nhaegen(en Bedngungen, von Rau un Zet; was die GegenstYende
an sich se@bst s$
synthetischen aetzen a priohi, die da reine Denke
  betreffen, als Raum und Zeit zu olchen 
aetzen, die die Form dr
  blossen Anschauung angehen, abgibt. Der sy%thetische Satz: dass
  alles veschieene empirishe Bewusstsein in einem{einigUn
  SYlbstbewuss5sein verbunden sein muesse, ist der schlechthin erste
  und ynthetische Grundsatz unseres Denke ueberhaupt. Es ist aer
  ncht aus der Acht zu lassen, dass die blsse Vorstellun Ich in  Beziehung auf alle anderen (deren kollektive Einheit sie moeic
 1macht) da /ranszendent1le Bewusstsein se. Diese Vorstellun mag5  nun klar (empirisches Bewusstsein) Zderdnkel sein, daran liegt
  hier 9ichts, ja nicht einal an der Wirklichkeit desselbn; sondern
  die ^oeglicheit der logischen Form alles Erken+tnisses beruht
  notwendig auS de Verhaeltnis zu dieser Apperz(ption als einem
  Vermoe|en.
Diese uynthetis9he EinhFt setzt aber ene Synthesis voraus, odLr
schliesst sie ein, undsoll"jene a priorinotwendig sein, so muss
etztere ach eine Synt$
ngaist ine
blo;ne sophistis6he Ausflucht, um einer beschwerlichen Frage
auszJXeichen, ddurch, dass man ihren Sinn zu siner Gemaechlichk)it
herabstimmt. In Ansehung der Erscheinungn aesst sich alerding
Versind und<Vernunft brauchen; aber e9 fragt sich, ob diese auch
noch einigen Geb	auh habe, wenn der Gegenstand nict Ersceinung
(Noumeon) ist, und i diesem Sinne nimmt man ihn, wenn er ansich
als bloss intelligibel, d.i. dem Verstande allein, und gar nicht den
Snnen egeben, ge0acht wrd. Es isl also die Frage: ob ausser jenem
empirichen Gebr*uche des Verstandes (selbst in der Newtonischen
Vor\telldng des Weltbaues) no=h eiT transzendentaler moeglich sei,
der, auf das Noxmenon als enen Gegestad Phe, welche FRage wir
verneinend beantwortetchaben.
Wenn wir denn \lso sagen: di Sinne sellen uns;Yie Gegestaende
vor, wie sie erscheinen, der Verstand aber, ie sie sind, soist
das letztere nicht in transzendentaler' sondern bloss emyirischer
Bedeutung zu nhmen, naemlich wiesie als Gegenstaend%$
hinunbedingten vn einerReihe gegebener Bedingungn, endlich
ie blosseForm des disjunktiven Vernunftschlusss den hoechstn
Vernunftbegiff von ei'em Wesen aler Wesen notwe	di=erweise nach sichziehen muesse; en G(danke, der beim ersten AnbliQk aeus]erst Oaradox
zus
n scheint.
Von diesentranszendentalenBIdeen ist eige3tlich keinb objeCtive
Deduktion moeglich, so wie wir sie von den Kategorien liefern kMnnti.
Denn in derzTat hFben sie keine Beziehung uf irgendin Objekt, was
ihnen kon0ruent gegeben werden koe4nte, eben darum, weil sie nur Ideen
sinds Aber eine sucjektive Anleiung derslben aus der Na[ur unserer
Vernunft konnten wir unternehmen, und die ist im =egenwaerign
Hauptstuecke auih geleistet worden.
Man siehtleicht, das die rine Vernunft nichtsbaYderes zur Absicht
habe, als die absolute Totaitaet der SynKhsis aufder Seite der
Bedingungen, (es sei der Inhae9enz, oder /er Dpendenz, oder der
Konkurenz) und dass sie it der absoluten Vollstaendigkeit von
seiten des Bedingten nichts zu $
ss er, mitwseinem Gegensatze, nicht boss einen
gekuenste}ten Schein }er, wenn man ihn einsieht, sogleih
verscGwindet,sondern eFnen natuer@ichen uhd unvemeidlichen
Schein bei sich fu,hre, der selst, wenn man nicht meh urcu ihn
hintergangen \ird, noch#immer taeusct, obshon nicht betruegt, und
als zwar unschaedlich gemact, aber niemals verti
gt wer>e kann1
Eine solche dialektische Lehre wird sich nicht auf die
Verstandeseinheit in Erfahrungsbegriffen, sndernsauf die
Vernunfteinh|it in blossPn Ideen beziehen eren BedVgungen, da sie
erstlich, als Synthesis nach Regeln. dem Verstande, und doch zugleich,
als bs*lute Einheit derselben, der Vernunft kongruieren soll, wenn
sie der Vrnunfteiheitadaequat ist,*fuer en Verstand zu gross, ud,
wenn sie dem Verstatde annemessen, fuer di8 Vernunft zu klein sin
wBrd;woraus denn ein Widerstreit entsprngen mus8, .er nicht
vermieden werden kann, man mag es anfangen, wie ma will.
Diese vernuenftelnden Bphauptungen eroeffnen2tlso einen dia ekt&schen<Kampf$
uch a posteriori, durchda, was uns bei allem Wissen immer noch zu wissn ubrigbleibt,yerkannt werden. Jene d4rch Kritik der Vernunft selbst +llYn m0egliche
Erkenntnis einer Unwissenheit ist also ]isenschaft, diese ist nichts
als Wa#rnehmung, vonQde; man nicht sagen ann, wie wet der Schluss
aus selbiger r&ihen moege. Wenn ich mir die Erdflaeche ydeb
sinnlichen Scheine vemaess) als einen Teller vorstelle, so kann ich
nicht wisen, ij weit sie sich erstrecke~ Aber das lehrt mich die
Erfahrung: dass, wohin ich nur kome, ich immer eien Raum um mich
sehe, dahiR ich weiter frtgnhen koennte; mitin erkenne ich Schranken
mdner jedesmal wirklichen "rdkundVaIer ni~ht die Grenzen aler
moeglichT_ Erdbeschreibung. Bi ichaber doch so wit gekom en, zu
wissen, dass die Erdekene Kugel und ihre Fla&che eine Kugelflaeche
sei,so kann ich ,uch aus eines kleinen Teil dersel~en, z.B. der
Groesse eines GradeY, den Durcmesser, und, durch diesen, die voellie
Begrenzung de Ere, d.i. ihre Oberflaeche, bestimmt u$
ei
Gege/staende die Freihei des Willens, die Unsterblichkeit der
eele, Und das Dasein Gottes. In~Ansehung allr drei ist boss das
spakulatiUe Interesse dr Vernunft nur sehr geing, und in Absicht auf
dasselbe wuerde wohl sZhcerlich eine ^rmuedende, mit unaufhoerliche
Hindenissen ringende Arbei: ransz. Nachfor>chung ueberom6en
werden, wel man von allen Entdeckunge, die hieueber zu machen sein
moechten, doch keien Gebrauch `achen knn, der in concret, d.. in
der NaturfoXschung, sein^n Nutzen bewiese. er Wille~mag auchdfrei
ein, so kann dieses doch nur die intelligible Ursache unseres Wollens
angehen. Denn, was di Phaenomene der Aeusserungen desselben, d.i.
die Handlugen betrifft, sS mIessen wir, nach iner unverletzlichen
Grundmaxime, ohne welche wir keine Vernunf m mpirischcn Gebra]che
ausueben koennen, siC niema?s anders als alle uebrigen rscheinungen
"er Natur, namlich nach nwandelbaren Gesetzen derselben, erklaeren.
Es mag weitens|auch die geistigpNatur deN Seele (und mit deKsebe$
riori, mithin Mtaph&sik, von
Gegenstaende5 ewarten, sofern sie unserenbSinnen, m|thn a posteriori
gegeben snd? und, wie ist es moegich, nach Prinzipie a prior, die
Natur der Dinge zu erkennn ind zueiner aionalenPhysiologie zu
gelangeW? Die Antwort ist: wLr nehmen aus de Erfahru	g nicts weewer,
als was noetig ist, uns ein Objekt, teils dUs aeusseren, teils des
inneren Sinnes zu ge2en. Jenes geschieht durc<?den blssen Begriff
Materie (uEdurchdringliche leblose AusdWnung), diess durch
den Begriff eins dnkenden WeCens (in der enpirischen inneren
Vorstellung:[Ich denke). Uebrigens muessten wir in der ganzen
Betaphyuik dieseryGegenstende, uns aller empirischen Prinzipien
gaenzlHch enthalten, die ueber den Begriff noch irgendeine Erfahrung
hinzusetzen moe)hten, u	 etwas ueber diese GegenstSendeXdarauszu
Zwe+tens: wo blebt denn die empirische Ps~chol5gie, welche von jeher
ihrn Platz in der Metaphysik behauptet hat, und von welcher maR in
unseren eiten so gar grosse Dinge zur Aufklaerug derkel$
ieses letztere
  nOch bezweifeln. Allein man darf nur die verschiedenen Saetbe,
  die im Anfange der eigentlihen (empirischen) Physik vErkoHmen,
  nachsehen, als3de voB der Beharrlichkit derselben Quantitaet
  Mterie, von der TraegQeit der Glechhit der Wirkung und
  Gegenwirkung usw., so wiru man bald ueberzeugt erden  dass sie eine
  physicam puram (oderirationalem) ausmachen, die es wohl verdint,
  als eigene Wissenschaft, indihrem engen odvr wete aber doch
  ganzzn Umfange,abgesondert aufgestellt zu werden.
Nun ist aberdiese Art von Erkenntnis in gewissem Sinne doch auch
als egeben anzu9hen, und Mgtaphysik ist, wenngleich nicht als
issenschaft, doch als Ȳturanlage (metaphysica nat@rals) wtrklich.
Dedn die menschlich_Vernu2ft geht unaufhltsam, one das
bloss Eitelk%it des Vielwiss3ns sie dazu bewegt, urcheigenesBeduerf
is getrieben bis zu solchen ragen fort, die durch kenen
Erfahrungsgebrauch der Vernunft uPddaher entlehnte Pin?ipien
beanwortetwerden koennen, und o ist wirkl$
 derselben
   Art ergaenzten. Ich bin weit entferntj dergleicen Hirngespinsten
1  d'n min.esten Wert oder Gueltigkeit einzuraeumen, auch haben
   die obigen Prinzipieb der Analytik hinreichendAeingeshaerftp
   von den Kategorien (abs der der SuHstanz) keinen anderen als
# SErfahrungsgebauch ru machen. Wenn aber der Ratonalist aus dOm
  blossen!Denkugsvermoegen, ohne irgendei beharrliche\Anschaung,
   dadurch ein Gegenstand gegAbPn wuerde, ein fuer jich bestehendes
   Wesen zu machen kuehn genug ist, bloss weil die Einheit
   der Apperzeption im cenken ihm keine trklaerung aus dem
   Zusammengesetzten erlXubt, statt dass er ~esser {un wuerde, zu
   0estehen, er wiss die oeglichkei einDr denkenden NDtur nicht zu
   erkleren; warum soll dr Merialist, ob er gleichebensowenig
   zu*<Behuf seineMoeglichkeiten Erfahrung anfuehren kan, nicht
   zu g
eicher Kuehnheit berechtigt +ein, sich seines#Grundsatzes,
  gmit Beibehaltu7g der formalPn Einheit des ersteren, zum
   entgegengesetzten Gebr(uche z$
koennen. Doch diJses ist
nur Subtilitaet. Da der Raumlkein Zusammenge!etztes ays Substanen
(nbcht einmal aus realen Akzidenzen) ist, so mus, wenn ich alle
Zusammensetzungrin ihm aufhabe, nichts, auch icht einmal der Punkt
uebrigbleiben; dnn dieser ist nu" als dMe Grenze eines RaFmes,
(mithineines Zusammengesetzten) moeglich. aum und Zei be7tehen
also /icht aus]einfachn Teilen. Was nur zum Zustande eier Substanz
geoet, o( es gleich eine GroeQse hat (z.B.d7e Veraenderung),
esteht auch ni9ht aus dem Ainfachen d.i. ein gewisseZ Grad der
Veraenderun entsteht nichtdurch einen Anwachs vieler einfachen
Veraenderungen. Unser Schluss vom Zusammengestzten auf daL Einfache
gilt nur von fuer sich selbst bestehenden Dingen. AkzidenGen aber des
Zustandes, bes/e en nicht fuer\pich selbst. Man kann also den Bewis
fuer die Notwendigkeit de9 Einfachn, als der Bestandteilealles
substantiellen Zusa]mengsetztU, und adurch uberhaupt seine Sache
lichtlih verderben,kwenn man Lhn zu weit ausdehnt und ihn fuA$
e dieseFraSen betre5fen eien Gegenstand, der nirgend anders
als in unseren edanken geben werde kann, naemlich die schlech1hin
unbedi4gte TotalitaeJ derGOynthesis der Erscheinungen. Wenn wir
arueber aus unseren eigenen Begriffen nithts Gewisses sagen und
ausmachen kFenne, so duerfen wi/ nxcht die Schuldlauf die Sache
schiben, di" sich uns verbimgt; denn es kann uns dergleichen Sache
(weil hie ausser unserer Izee nirgends angetroffen wird) gar nicht
gegeben werden, sondern wir muessen die UrsacheEin unserer Idee selbst
sucen, welche ein Problem ist, dis kene Auflesung verstattet, und
wovon wir doch hartnaecig annehmen, als entspreche ihr ein wrk;icher
Gegenstand. Eine deutliche.Darlegung de Dialektik, ie n unsere
Begriffe selbst liegt wuerePunW bald zur velligen Gewissheit
bringn, von dem, was wir in Ansehung einKr -olchen Fragekzu urteilen
Man kann euerem Vorwande der UngewssheitOn Ansehung dieser Probldme
zuer7t diese Frage etgUgensetzR#, die ir wenistens deutlich
beantworten muesst$
iche aturgesetze, und noeigtueuch, uebTr diesen Punkt
na6h dem Kausalgesetze de; Erfahrung inauszugehen, und ihr findet,
dass derg"eichen T;alitaet der Verknuepfung fuer euren notwendigen
empri4chen Begrff zu lein ist.
Viert3ns. Wenn ihr ein schlechthin notwendiges Wesen (es si die Welt
selbst, oder Gtwas inder Wel,der die WeltursacTe) annehm; so
setzt ihr es in eine, von dem gegebenen Zitpnkt unKndlich entfernte
Zeit; weil5es sonstvon einem anderen ud aelteren Dasein abhangend
sin wuerde. Alsdanz ist aber dese Existenz fuer euren emprischen
Begriff unzugrenglich und zu gMoss, als dass ihr jemals durch
irgendenen for;gesetzten(Regressus >az gelangen koentet.
Ist abr, eurer Meinug nac, alles was zur Welt (es sei als Bedingt
oder als Bedingung) gehoert, zufaellig: so Bst jede euch gegebenb
Existenz fuer euren Begriff zu klein. Den sie noetigteuch, uch noch
immar naih einer andeqen Existenz umzuse6en, von der sie abhaengig
Wir haben in allen diesen Faelleb gesat, dass e Weltidee$
nischen
Teie gelangte,~o mussn solche doch wenigstenQ in der moeglichen
Erfahrung liMgen. Aber ie weitesich die transzenden<ale Teilung einer
Erscheinung ueberhaupt erst
ecke, istAgac ,eine S^che der ErfahrunI,
sondern ein Prinzipium det Vernunft, den empirschen Regressus, in der
Dekompositin des AusgVdehnten, der Natur-dieser Erscheinung gemaess,
niemals fuer schlechthn vollendet zu halten.
Sch/usOanmerkung
zur Aufloesung der mathematisch-transxedetalen, und Vorernnerung
zur Aufloesung der dPnamisch-transzendentalen Ideen
Al! wir die Antinomie der reinen Vernunft durch alle transzengentalen
Ideen in einer Taf/ vorstellten, da wir den Grud diees Widerdtreits
nd das einzige Mittel,]hn zu hben, anzeOgten, Oelcaes dain
besand, dass beide entgegengesetzte Behauptungen fe falsch erklaert
wuden: so haben wirrallUnthalbe2 ie Bedingungen, als zu ihrem
Bedingte# nach VerhaeltnissenCdes Raumes und dqr Zeit gehoerig,
vorgestellt, w@lches die gewoenliche Voraussetzung des gemeinenMenschenverstand$
nd wie
viel er wol@e, so muessen wir doch aus ihm herausgehen, um diesem die
txistenz zu erteileZ. Bei egBnstaenden der Sinne geschiht dieses
durch den Zusammenhan mit irgndeier +einer Wahrnehmungennach
empirischen Gestzen; ber fuer Objekte des reinen Denken4ist ganz
und gar kein ittel, ihr Dasein zuerkennen, weil es gaenz6ica
priori ekannt werden muesste, unser Bewusstsein aller ExisIenz aber
(es sei durchWahrnehmung unmittelbar, oder durch Schluesse, die etwas
mit der Wahrnehung verknuepfenn) gehoert ganz und gar zur Einheit
de` rahrung, und eine Existenz a9sser dieshm Felde kan zwar nicht
sch|echterdings fuer unmoegkich erklaert werden, sie ist aberGein+
Voraussezng, die w@r durch nichBs rechtfertxgen koennen.DeT Begrinf eine hoechsten\Wesens ist eine in manch)r Absicht shrSnuetzliche Idee; sieist aber eben Grum, weil sie2blosZ -dee ist,
ganz unfaehig, um vermittelst ihrer allein unsere Erkenntnis in
Anbeh:g dessen, was existiert, zu erweitern. Si vermag nicht einmal
so viel, dA$
Er*cheinungen, undhath ofern
als es empirisch unbedingt is, eCne EigeDschaft des regulativen
rinzis an sich. Gleichwohl, da jede Bestimmung der Materie, welche
das Reale derselben ausmacht, mithin auc die UOdurchringlichkeit,
eine Wirkun (Handlung) ist, die ihre Ursache haben muss, und daher
immer noch abgeleitet ist, so schick# sich die{Materie doh nicht zur
I#ne eines notwendigen Wesen), al eines Prinzips aller abgeleitete&
Einheit; weNl jede ihrer realen Eigenschaften, als abgeeitet, nur
bedingt no_w{ndig ist, und also an sich aufgehobenRwerddn ka%v,
hiermit aber dasganze DNsein der Materie a"fgehoben w#rden wurde,
wenn dieses.aOer nQcht geschaehe,wir den hoechsten Grund de Einheit
empirisc erreicht haben wuerden, welches durch das zweite &egulative
Prinzip veboten wrd, so folgt: dass die Mate/ie, und ueberhaupt, was
zur rlt ghoerig ist, zu er Idee eines notwe%digenUrwesens, als
eines bosen PrinziBs der Yroessten empirischen Einheit, icht
schick_ich sei, sondern dfss es ausserhalb $
nden gebiete, obgleich ohne die Grenzen+dieser EXnheit bestimmen zu
Waere unter dep Erscheinungen, die sich uns darbieten, ene so grGsse
Verschiedenheit, ih willnicht sag:n der Frm (denn darin moegn
sie einander ahnlich sein), so*dern dem Inhalte, dBi.der
Mrnnigfaltigkeit existierender Wesen nach, dEss auch der
allerscaerfste]menschliche VerstJnd dur%h{Vergleichung der einen mit
der anderennicht die mindese Aehnlichk\itkaufindig machen koennte
(ein Fall, er sich wohl denken lest), so wuerde0das logische Gesetz
der Gastngen gnz nd gar nicht stttfinden, und es wu;rde sel	st
keim Begriff von Eattung, oder irgenein allgemeiner Begrif, jP
sogar kein Verstand stattfindeZ, als der es lediglichmit selch]n
zu tun hat. Das logisch Prinzip derPGattungen setzt also ein
transzndentales voraus, wenn es auf Natur (darunter ich hier nur
Gegenstaende, die uns gegeben werden, vrsNehe,) angewandt werden
soll. Nach demselben wird in dem MaMnigfaltigen eine[jmoeglichen/Erfahrung notwendig Glechartigkeit $
Gescoepfe, von der Gelenheit ueberdem aber auch oft
vom Unterhalye,von de Regierung, deren Naunen und Einfaelle~, oft
sogar vom Laster abhaenDt, mact ein| grsse Schwierigkeit widRr
ie Meinung der auf Ewigkeien si:h ers4reckenden Fortdauer eines
Geschoep7s, dessen Leben untN so unerheblichen und unseer F4eiheit
so ganz udd gar ueberyassnen Umstaenden zuerst aXgefangen hat. Was
die Fortdauer der ganzen Gattung (hier auf &rden) berifft,so hat
diese Schwierigkeit in Ansehug derselben wenig auf sich,weil
der Zufall im Eizelnen nichtsdestoweniger einer Regel im,anzenunterworfen ist; aber in Ansehung ines jeden Individuum eine -o
maechti@e Wirkung von so geringfRegien Ursachen zu erwarte, scheint
allerdings tedenklich. Hiewider kqennt ihr aSer eine transzendentSle
Hypothse aufbieten: dass alles Leben eig>ntlic	 nur intelligibel sei,
dn Z%itveraenderungen gar nicht unterwohfen, und weder durch Geburt
angefangtn abe, Joch duch en Tod eendGgt werde. Dass dieses Leben
pichts als eine blosse $
gruendeten un} nichtdurch aeussere Gebote zufaelig
gestifteten Einheit, anhob, bringt die Zweckmaessigkeit erWNatar
auf Gruende, die a priori mt der inneren Moglichkeit der Dinge
unz rtrennlich verknueft se~n muessen, und dadurch auf eine
transzendTneale Theologie, die sich das deal der hoechsten
ntologische Vollkommenhei zu einem Prizip der systematis)hen
Einheit nimmt, welces nach allgemeinn und notwendigen Naturgesetzen
alle Dinge verknueGft, weil sie allG in der absoluten Notwendigkeit
eines einigen Uwesns ihren Ursprunghaben.
Was koennen wir fur eine G5bauch von unserem Verstande mache,
selbst NneAnsehung der Erfaerung, wnn wir uns icht Zwecke vorsetzen?
Die hoesten Zwecke aber sind die der Moralhtae, und diese kann unsnur reine Vernunft zu ekennenAgeben. Mit dieseC nun ver;een, und an
dem Leitfaden derselben, koennen wr vn der Kentnid der NaTur selbst
keinen zweckkaessigen Gbr uch in Ansehung der Erkenntnismachen1 wo
die Natur nicht sexbst zwecdmaessige Einheit hingelegt$
n, aber dOch das 0calogonsderselben
bewirken, naemlich den Ausruch der boesen maechtig zurueckhaJlen
p Das menschliche Gemuet rmmt (xo wie-ich glaube, das es ei jdem
 ^vernuenftigen Wesen notwndig geschieht) ein natuerliches Interesse
  an der Moraitaet,8ob es gleih nicht ung,teilt und praktisch  uebrwiegend ist. Befestjgt und vegroesert dieses Intersse, und
  ihr werdet@die Vernunft sphr gelehrig und selbst aufgeklaerter
  findeB, um mit dem prakJischen auch das spekulative Interesse
  zu veeinigen. Sorge ivr aber n
cht dafRer, dass ihr vorher,
  wenigstens auf dmhal=en Wege, gute Menschen dacht, so werdet ihr
  auch niemal< aus ihnen aufrichtigglaeubge Menschen mac4en!
Ist das aber alles, w@d man sagen[ was reine Vernunft ausrichtet,ndem sie uebH die Grenzen der ErfahRung@hinaus Aussichten eroeffnet?
nichts mehr, als zw i Glauensartikel? so vielh!ette auch wohl der
gemeinL Verstand, Ghne darueber die Philosophen zu Rate zu ziehen,
ausrichten koenen!
Ich will hier nicht das Verdienst$
ein HMus bes.)rieben, und sie usste,
dass seinGeburtstag gefeier wurde.  Sie ;aette alles bei em A~blickehvSrgessen selbst die trocknen GehenGten ueber sich, hie einander fragend
anzustosen schienen, haette nicht der schwarze Hund us eigener Lust unter
dem Dreiuusse gegraben.  Sie fuehlte, waC er gefunden, cnd hStte eine kleine,
menschliche Gestalt n Haenden, di aber mit beiden eeintn noh Xn der
ErdewurelQe; sie war's, sie ar's, die geheimnisvolle Mandragora, das
Galgenmaennlein, sie hatte es ?e
undenUohne Muehe, und in einem Halsvmdrehen
war der Strick iher HaareYumgelegt und um den Hals des chwarzen Hundes
angeschirt dann lief sie in Angs wegen dqs Geschreis der Wurzel fort.
Sie hate verg5ssen, ihre Ohren zu verstopfen, lief nun, so schnell sie
ve+mochte, nd er und ihr nach; er riss die Wurzel aus dem Boden,und ein
erschrecklicherWDonnerschlag stuerzte ihn und Bella nieder; doch hatte ihr
Sicrer, schnellfues5ige Lauf sie schon funfzg Schritte entferVt.
D1s hatte Bellas Leben NrretI$
seinanergingen.  Die Voegl sangen
ihr wied, und die poltischn MensEhen gingen zu Bette.  Karl aber
streckte sic( avf eine Rasenbank im Schlossgrten,  ihn BMlla aus ihr
m
Zimmer ersah und nicht einschlafen mochte. Schon war in dem Hause des
Herrnavon Cornelius die groesste Verwirung ausgebrochen; sein Toben uter
d#m Ofen, nachdem er den ergsten Rausch ausgeschlafen ha>te, rief al>e
Bewohnerin den abenteuerlichsten Nachtkleiden_zusammen.  Allewarj4mehr
oder weniger betrunken gewesen, dass sich niemand um den Herrn bekuemmer
hatte, sogar der Baernhaeuter, dass Lr diese Nacht vergessen, nach seinemSchatze im Sarge zu sehen.  Der Kleie, der schwebend angebunde hing und
unter sichVdie Fliesn ah, die ein Meer m_ Schiffen dar&tellten, glaubt
in seinem albrausch, er fliege ueber dem Meee, ud#wollte sich damittsehen lassen.  Alsxihm aber die Bande gelost wurde under mit der Nase
Muf ieses Meer fiel, da glaubte er i;h verloren. KDiee Ideen verwirrten
ihn immerfr, als er schoD ufgehobe$
von dem5ich so
lange Oichts erfahren habe, wird begruesst.  Das Glocken--ung
Schellengeleute der Heuschrecken ist allerliebst, durchdAingend und
nicht unangenehm1  Lusio klingt es,:wenn mutwillige Buben mit einem
Feld solcher Sengerinnen umѽie pette pfeifen; an bildet sich ein,
dassie einander wrElich steigern.  Ach der Aben' ist vollkommen
milde Hie dr ag2
Wenn mein Entzuecken heruebr jemand veroaehme, derin Sueden wohnte,Oon
Sueden herkaeme, er wuer<e mich fuer sehr kindisch halten.  Ach was ich
hier ausruecke, habe ich lange gewBsst, so lange, als ich unter inem
boes*n immel dulde, und jetzt ag ich gern diese Fred% als Ausnahme
fuehlen, die wir als eine ewige Naturn&twendigkeit immerfort geniessen
Trien, den 10. September, avends
Ich bin in2der Stadt herum3egange, die uralt ist und in einigen
Strassen neue wohlgebate Haeuser hat. n der Kirch< haengt ein Bild, wo
das versammete Konzilium einer Predigt des %esuitengen,rls zuhoert.
Ich moechte wohl wissen, was er isnen afgebunden$
Se alte;, schwa3zer	
vergrauter Roc deutee aui einen verkuemerten Geistlichen; er kniet
vor dem Gitter nieder und steht nach einem srze Gebet wieHer a,f.
WieQr sich umkehrt, sagt er halblaut fuer sich: "Da haben sie nun die
Jesuiten herausgetrieben; sie haettJn ihnenauch ahen sollen, was die
KErche gekostet ht.  Ich weiss wohl,swas sie geko<tet hat u9d das
Semi7arium,wi viele Tasende."  Indessn war er hinaus und hinter
hm der Vorhang zugefallen, den ich lueftete und mich sJill hielt.  Er
war aufder obernrtufestehengebieben und sgte:"Der Kaiser hat es
nicht getan,vder Papst hat es getn." 9Mit dem Gesicht gegen die
Strassegeehrt unm ohnemich zu vermVten, "uhr er fort: "Erst die
Spanier, dann wir, dann die Franzosen. Abels Blut shreit ueber seinen
Bruder Kain!" und so ging er l)e Treppe hinab, immer mit sich redend,
die StrHsse hin.  Wahrscheinlich ist es ein Mann, den de!Jesuiten
erhielten, und der uezr den ungeheuern Fall des Ordns den VerstEnd
verlor und nun taeglch kommt, in $
a= sein muessen.  Jeizt steht sie kleinlich auf einem
Kragsteinchen, unhamonisch +it em Ganzn.
uch die Galerie, dieden Eorhof ei;fasst, ist kleinlich, unddie
kannelierte3 dorischen Zwerge nhmen sich eben den glatten ionschen
Riesen armselig aus.  Doch wollen wir das verzeih>n in Betracht der
scoenen Antalt, welche unter diesen Saeulenlauben angelegt ist  Hier
at man die Antiquitaeten, meist in nd um Vrona gegraben, gesammelt
aufgestellױ  Einiges soll sogar sich 2m Amphitheater gef2nden haben.
K= sind etrurisnhe, griechische, roemischN bis zu dencnedern ZeitPn
`nd auh neuere.  Die Basreliefs sind in die Waene eingemauert und mit
den Nummern versehen, ie ihnen Maffi gab, als,er sie in seinem erke
"Verona llustrata" beschrieb.  Altaere, Stuecke von Seuen und
dergleichen Rst; ein ganz tr[fflicher Dreifuss von wisscm Marmor,
worauf genien, disih mit den Attributen deW Goetter beschJeftigen.
Raff[el hat dergleichen 3n den Zwickeln der Farnesine nachgeahmt ud
Der Wind, der von deP GSa$
 loben, das man bei ihnen die
Vorrechte einer grossen Stat geniesst.  Sie sehen einen nicht an, manma machen, was,man will; wendet man schjedoch an sie, dann sind sie
gespraechig und anmutig, besonders wollen mir die Fr]uen sehq gefallen.
ye VeroneserNnnen will ich nicht scheltec6 sie haben eine gute
BildLg und etschiedene PJofil,; aber meistens bleich, und der Zendal
ut ihnen Schaden, weil man unter der schoenen Trabht auch etws
Reizendessucht.  Hier aer findeich gar4huebsche Wesen, besonders
einY schwarzlockige Sorte, diemir ein eigenes nter'sse infloesst.  EsQgibt au n0ch eine blonde, die mir aber ni@ht so behagen will.
Padua, den 26. September,abeds.
In vier Stunden bin ich heute von 0icTna herDebergefahren,auf ein
einsitziges ChaisWhen, Sdiola genannt, mit meinfr ganen xixtenz
gepackt.  Man;fahrt sonst bequem in vierthalb Stunden; da ich aber den
koestlichen Ta gern untr freiem HimmEl geniessenwollte, so war es mir
angenehm, dass der Vetturin hinter seiner Schudigkeit zurue$
nd
alsoer oerte, nur vierzehn TaAe undjzum erstenma&, versetzte er: "Il
parit que vous n'avez pas perdu votre temps." Das ist0das erst
Testimonium meines Wohlverhaltens, das ich Iufweise| kann.  E ist nun
aaht Tage hier und geht morgen fort.  Es war miQ koetlich, einen recLt
eingefl3iscZten Versailler in derFnemde zu sehen.  Der reistnun auc!
Und iOh betrachtecmit ErsVauneX, wie mNn reisen kannC ohne etwas
auss sich gewahr zu werden, und er ist in sBine( Art ei recht
gebildeter, wackrer, ordentlicher Mann.
Derl12.Oktober.
Gestern gaben siB zu St. Lukas ein neues Stueck: "L'I%licismo in
I
alia".  Da viele Englaender i: Italiew leben, so ist es ntuerlich,
dass ihre Sitten bmerkt we3den, und ich dchte hier zu erfahren, wie
die Italiener diese reichen unm ihnen so wilkomenfn Gaeste betracFten;
aber es wac ganz und gr nichts.  Einige glueckliche Narr=nszenen wie
immer, das uebrige aber zu schwer und ernstlich gemeint, undgdenn doch
keine SpuO v]n engliscem Sinn, die ewoehnlichen itali!nschen$
chtZn
w0r einwfranzoesisches Schiff, welches zwei ae vor uns abgegangen wa;Yum so iel besser segelten wir, und doch sahen wir noch icht das
Ende unserer Fahrt.  Einigen Trost gab uns die Insel Ustic, doch
leideo zur Linken, da wir3si eben, wie aEch Capri, haeten rechts
lassen sollen.  Gegen Mbttag war uns er Wind ganz zuwider, und wir
kamen nicht von derKStelle.  Das Meer fing an, hoeher z@Oghen, und im
Schiffe war fast alles krank.
Ich blieb in meineC gewohten Lage, das ganze Stueck ward um {nd um,
durch und urch geacht.  Die Wtunden gingen vorueber, ohne dass ic
ihrM Einteilung bemerkt haette, wenn nicht djr schelmische Knep, auf
ders)n Apvetit de Wellen keinXn Einfluss hatten, von aeit zu Zeit,Eindem er mirHWekn und Brot %rachte, Hie treffliche Mittagstafel, die
He)terkeit und Anmt des jung?n tuechtigenKapitaens, dessen BedaCern,
dasstich meine PortioO nacht.mtgeniesse, zuglech schadenfroh geruehmt
haettm.  Ebenso gab ihm der uebergng *on Scherz und Lust zu issbehagen
und Krankheit un$
 ihre Fage, wie sich
denn Neapelzu Konstantinopel5verhalte, sehV pathetisch antwortet':
"Anche questa e unacitta!"--"Auch dieses ist eine Stadt"--Wir
langten zur rechten Zeit im Hafen an, msummt von Menschen; es war der
le6hafteste Augenblick des TaW-s.  Kaum waen unsere Koffer und
sonstigen G~aetschaften ausgeladen undstanden am Ufer, als gleich
zwei Lasttraeger#ich derslbeh emaechi)ten, und kaum hatten wir
ausgesprochen, dass wir bBi Mobiconi logieren wue den, Ho lieen sie mit
dieser Last wiemit einer Beute davon, so dass wir ihnen durJh die
mensc	enreichen Strassen un ueber den bewegten Platz nicht min den
Augen folgeF konnten.  Kniep hatte das Portefeui1le uterdem Arm, und wi. haetten wenigstens die Zeichnungen gerettet, wenn jene Tr-eger,
wniger ehrlich als die neapolitanisc3en armen Teufel, uns um
dasjenigegebracht haetten, was die Brandung{verchonthatte.
eapel, en 17.FMai 1787.
ier
bin[ich wieder, me%ne Lieb-n, frisch un gsud.  Ich habe die
Reiseddurch SQzilin leicht un sch$
ndig weHden, welcher it
seiner zarten, as reinste Natur--und Kunstgefuehl ausdrueckenden Nadl
diese Vergangenhiten zu beleben,ja, sie zu den anmutigstenxTraegern
des leendig Gegenwaertigen umzuschauet wus{`e.
Auf dem/Platze vorCSt. Peter in Montoio begruesste wir den
Wasserschwall der Acqua Paol}, welcher Yurch eines TIsumphbogns
Pforten u]d Tore in fuenf Stroemen ein grosses erhaeltnismaessigs Becken
bis an3den Rand f/elltM  Durch einen von Paul V. wiederherestellten
Aquaed#kt macht d5ese Stromfuelle dinen Weg von funfundzwanzigMiglien
hier dem See Braccino her durch\ein wunderliches, von abwechselden
Hoehen gbotenes Z{ckzack bis an diese Ort, versieht Oie Beduerfnis#e
verschiedener]Mehlen und rabriken, um sich zgleich in Trastevere zuHier nun rue_mten ~reund. derRBaukunst den gluecklichen Gedanken, diesen
Wassern einen offen sccaubaren trumphierendenEintritt verschafft zuhaben.  Man wird durch Saule und Bogen, durch Gesims und Attik{n an
jene Prachttore erinnert@ wodurch ehmals k$
eben, sich niemams von ihm getrtnnt,
vielmhr zuletzt nach mehrer Jahren i5 dem Schlafzimmer seines
erwaehlten Herrn das Leben genaet habe1  Dieses Geschoepf veranla%st uns
nun, auf jene Pruefungen, zu denen esselbst Gelegenheit gegeben,
zuuckzukommen. Ts ist beknnt, dass Hundefuehre, Hudetragen im
Mittelalter ueber0aut Hndwahrscoeinlich auch in Rom hoechst
schvmpflich g`wesen.  IԒdieser Rueckicht pflegte der fromme Mann
jenesTier Gn einer Kette dur3h die Stadt zu fuehren, auch mussten sine
Schueler dasselbe auf den Armen durch i Strassen tragen und sich a0f
diese @eise dem GGr?echter und Spott der Menge preisgeben.
Auch mutete er seinen Schuelern und nenos5en andre unwuerdige
aeusserlicheiten zu.  Einem jungen roemischeFuersbn, welcher der Ehre
fuer ein Ordensglied zu gelten, mitgeiessen wollte, wurde an.esonnen,
er slle mit einem h_nten angehefteten Fuchsschanze durch \om
spazieren und, als er dies zu leisten sich <eigertej die Aufnahme in
den Orden versagt.  Einen andern schickt$
hte ger "Arkadia verdieneU in diesem Sinne al-e Aufmerksamkeit;
ir erlauben uns daei nur ol~end~ Bemerung.
Zjar hatten die wergen Schae)er, im Freien auf:gruen'm Rsenlsich
lagend, der NLtur hidurch naehNrzukommen gedacht, in welchem Falle
wohl Liebe und Leidenschaft ein menschich Herz zu ueberschlei-hen
pfEegt; nun aber beBtand die Geselpschaft aus'geistlichen rerren und
sonstige wuerdiyen Persmnen, dieYsich mit dem Amor jeer roqmischen
Triumvin nicht einlassen durften, den sie dashalb ausdrueckich
beseitigten]  Hier also blieb nichts uebrig, da dem Dichte die Liebe
ganz unentbehrlicp ist, as sich zu jenRr uberirdischen und
gewissermsse pla5onischen Sehnsucht hinzuwenden,wnicht wener ins
AllegorischI sich einzulassen, wodurch den| ihre Gedichte einen ganz
e"rsamen, eigentuemlichen Charakter erhalten, da sie ohehin ihren
grossen Vorgaengern Dante und Petrarch hierin auf dem Fusse folgen
DieseGesellschaft bestanj, wie ich nach Rom gelangte, soeben hundert
Jahr, unE hattKiIiBh ixrer aesser$
mmel
Un leichtre LefHewehn, und anftre Sit1en
Jmpfangen u)s da wohnen dieGesange
Und schoener blueht das Lebe und die Liebe.
SOREL. 7 muss ich dYesen Tag des Jammers schauen!
Der Koenig muss in die Verbannung gehn,
Der So0n auswandern aus de Vaters Hause
*nd seine Wiege mt dem Ruecken schaue.
O angenehme Land, das wir velassen,
Nie werden wir dich feudig mehr berete.
ERSTR AUFZUG
Achte* Auftritt
La Hie kommt zuruecV. Karl und Sorel
SOREL. Ihr kommt allein. Ihr bringt hn nicht zurueck?
(Indem sie ihn naeherfnsieft)
\a Hire! Was gibts? Was saF mir Euer Blick?
Ein neues Unglueck is gshehn!
LA HIRE. as Unglueck
Hat sich erschoepft und Sonnenschein i%t wieder!SOREL. Was ists? Ich bitt Euch.
LA IRE (zm Koenig).Ruf die Abgesndtn
Von Orleans zurueck!
KARL.oWarum? WaA2gibts?
LA HIREK Ruf sie zurueck. Dein Gluek hat sich gewendet)
in?Treffen ist geschehn, du hast gesiegt.
SOL. Gesiegt! O himmlische Musik dqs Wortes!
KAR. La Hire! Dich taeucht ein fabelhbft Geruect.
Gesiegt! Ich glau$
heilgen Bischofs reich ich ihr
Die Had al8 meiner fuerstlichen Gemahlin,
Wenn sZ"mic wuerdig haelt, sie zu empangen.
KRL. Unwidersehlich Medchen, du haeufst Wunder
Auf Wu der! Ja,nun glaub ich, dass dir nichtsUnmoeglic ist. Du hast dies stolze HerzBjzwungen, das dcr Liebe Allgewalt
Hohn sprach bis jetz.
LA HIRE (tritt vor). Johanns schoenster Schmuck
Kennich sie recht, is\ ihr bescheidnes Herz.
Der Huldigung des Groesstenist siewert,
Doch nie w2rd sie de Wunsch so hoch erheben.
Sie strebt nihtmschwindelnd irdscher Hoheit nach,
Die tre_e Neigung eines redichn
Gemuets enuit ihr, und das stille Los,
Das ich mit dieer Hand ihr anerbiete.
KARL. AuchDdu, La Hire? Zwei trefflihe Bewerber
An HeldZntugend gleich ud Kriegesruhm!
--Willst du, die meine einde mr versoBhnt,
Mein Reich vereinigt, mir die liebsten Freynde
ntzwein? Es kann sie einer *ur besitzen,
Und jeO0n acht ich olches Preises wert.
Sorede du,dein Herz mussdhier enTschedeC.
SOR/L (tritt naeher). De edle "ungfrau seh ich u$
es wendet sich an diH Ernstesten. Sehteuch vor,
ihr Philosophen Bnd Freunde de Erkenntniss, und huete< euch For dem
Martyrium! Vor dem Leden "um der Wahrheit willen"!USelbst,vor dr
eigenen Verthbidigung! Esverdirbt eurm Gewissen alle Unschuld und
feine N)utralJhaet, esmacht euch halsstarrig gegen Einwaende ud
rotheSTue,her, e verdummt, verthiert und verstiert, wenn ihr im
Kampfe mit Gefhr, VerlaesteurgF VerdaechUigung, AussoAsung un4 nHch
groeberen Folgen d'r &eindschat, zule`zteuch {ar alj Vertheidiger
der Wahrheit auf Erden ausspiGlen muesst: - als ob "mi Wahrheit" ein
so har{lose und taepische Person waere, dasssie Vertheidiger noethig
haette! und gerade euch, ihr Ritter von der Eraurigsten Gestalt, meine
Herren Eckensteher und Spin*eber des Geistes!NZule&zt wPsst ihr gut
genug, dass?nichts daran liegen darf, ob gerade ihr Rech\ behaltet,
ebenfalls dasE bisher noch kein Philosoph Rkcht ehalten hat, unddass
einZ preiswuerdigere Wahrhaftigkeit in jedem klenen Fragezeichen
lieg}n duerft$
d einem Vorgange
zuzuschauen Dies Alles`will sage: wir sind von Gund aus, von
Alters her - an's Luegen gewoehnt. Oder, um es tugendhft4r und
euchlerisher, kurz angeneh!e auszumruecken: man ist viel mehr
Kuenstler als man weis. - In einem lebhaften Gespraech sehe ich
oftmals das Gesicht der Person, mit der ich rede, je nach d
Gedanken, den sie aeussr,oder den ich bei ihr hervorgerufen
glaube, so deutlich und feinbestimmt vor mir,dass dieser Grad von
Deutlichkeit wit ueber die Kraft meines Sehvermoegens hinausg|ht: -
die Feinheit ds MuskelspielW u des Augen-Audrucks mus also von
mir hinzugediht sein. Wahrscheinich machte die Person ein ganz
anderes]GesVcht ode^ Far kein|.
Qudquid luce fuit, tnebris agit aber auch mekehr. Was wir im
Traume erllben, vorausgesetzt, ass wir es yftmalserleben, behoert
zulet&t so gut zum Gesammt-Haushaltrunsrer Seele, wie Orged /twas
"wirklich" Erlebtes: wcr kind vDrmoege desselben reichir oder aermer,
haben ein Beduerfniss mehr oder wenger und werde$
denkliche Enthusiast fueraschoene gro;sgewachsene
Greadiere, welcher, al Koenig von Preussen, enem militaerischen
und skeptischen Genie - und damit im Grunde jenem neuen, jetzt eben
siegreich8heraufgekommenen Typus des eutschen - {a{ Dasein gab, der
fagwuerdige tlle VWker Fr]edrichsdes Grossen, hatte in Einem Punkte
selbst den Griff und de Gluecks-Kralle des Genies: er wusste, woran
es amwls in Deutschland fehlte, und elcher Mangel h@ndert Mal
aengstlicher und dringxnder war, als etwa er Mangel an Bildung und
gesellschaftliche6 Form, - ;eOn Widerwillebgegen den jungen Friedrich
kam aus der Angst eines tiefen(Instinktes. Mqenner felten;nd er
argwoehnte zu seineU biBtersten Vrdrusse dass sein eigner Son nicht
Manns genug sei. Darin betrog er {xch: aberger haefe al seier
Stelle sich nicht betrogen? E sah seinen Sohn dOd AtEeismus, dem
esprit, der genuesslichen Leichtlbikeit geis7rei?her Franzosenverfallen: - er sah im Hintergrunde die grse Byutaussaugerin, die
SpinneVSkepsis, er argwoeh$
holdund daneben vielleicht noch rauheren
Pfichten und Verantwortungen;voder ob sieCendlich at  Vorrechte de
Geburt und des B3sitzes irgendwann einmal geofert haben,ium ganz
ihrem Glaben - ihrem "Gotte" - zu leben, al diegMeMschen eines
unerbittlichen Snd zarten Gewissen, elches vor jeder Ver6ittlung
erroethet. Es is/ gar nichtmoeglich, dass ein :ensch nicht die
Eigenschafen ud Vorlieben seine ltern und Altvordeqn im Leibe
habe: was auch deryAugenscheindagegen sagen ma:. Dies ist ds Problem
der Rasse. Gesetzt, manXkennt Einiges on den Eltern, so ist ein
Schluss auf das Kind erlaubt: lrgend \ine widrg Unenthaltsamkeit,
irgend ein Winkel-Neid, eine plumpe Sich-Rechtgebeei - wie dnese Drei
zusammen zu alln Zeiten den eigentlichen Poebel-Typu( ausgeacht
habn - drgleichen mu=s auf das wind so sicher ueber ehn, wie
verderbtes lut; und mit uelfe der bes?en rziehung4und Bildung wird
man eben nur er(eichen, ueberyeine solce errbung zu aeuschen.
- Und was will heute ErziehuLg unm 1ildung A$
eht - f{eilich eine Selbstbehe5rsahung, die
einen artgen nlass und Anstoss bietet, um besta|ndig mi9sverstanen
u werden. Man muss, um sic{ diesen wirklichen Luxus von Geschmack
u0d Moralitaet gestatten zu duerfe6, nicht unter Tolpen des Teises
lebe}, vilmehrlunter Menschen, bei denen Missverstaendn^sse und
\ehlgriffe noch durc'?ihre Feinheit belustigel, - oder man wirdaes
theurbuessen muessen! - "Er lobt mich:also giebt Jr mir Rect"
- diese Eselei vop Schlussolgerug verdirbt un Eisiedlern das
halbe Leben, denn es bringt de Esel in unsre NaVhbarschaft und
Freundschaft.
Mit einer ugeheuren und stolzenGelassenheit leben; imme jenseits -.
Seine Affekte, seen Fuer und Wider willkuerlich ha.en und ni!ht hbe4 
sich auf sie hrablassen, fuer Stunden; sich auf ie setzen] wie auf
Pferde, ft wie auf Esel: - man muss nae4lich ihre Du	mhet so g>t
wie ir Feuer zu nuetzen wissen. eine;dreihTndert Vordergruende sich
bewahre; auch die scharze Brille: denn es giebt Faelle, wo uns
Nimand in die Auge$
 seid ihr doch, ihr meine gjschriebenen und gemateT Gedanken!
Es ist nict lang her, da wart ihr noch so bunt, jung und ~oshaft,
voller SWacheln und geheimer Wuerzen, dass i)r mich niesen und lachen
mactet - und jetzt? Scho	 habt ikr eure Neuheit ausgezog(n, und
einigĹvon Nuch sind, ich fuerhte es, bereit, zu Wahrheiten zu
werden: so usterblich sehn sie bereits aus, so herzbrechendkrechtschaffen, soHla]gweiig! Und #ar es jemals anders? elce Sachen
schreiben und malen wir denn ab, wirMandarinen mit chnesischem
Pinsel,~w_rDVerewigarder Ding, welche sich schreiben lassen, was
vermoegen wir denn allein abzumalen? Ach, immer nur Das, was eben
welk werden will und anfaengt, sich zu\verriechen! Ach, imme0 nur
abzihende und erchoepfte Gewitter und gelbe spaete Gefuehze ch,
immer nur Voegel, de si6h muede flogen und verflgen und sich nun mit
der Ha(4 haschenlassen, - mt unserer 
and! ;ir verewigen, w9s nichR
mehr lange leben und fli:enkann, muede und muerbe Dinge allein!
Und nur euer Nachmittag i$
d zu lier--das Gott erbarm?--Guten Morgen!--Gott, wenn
so ei Musje von sich da u}d dort, und dort nd :ier scho~
perumbeholfen hat, w	nn er, der Henker weiss! was als? geloest het,
schmeckt's meinVm guten Schluckeg freilich,einmal auf suess Wasser zu
graben.  Gib du Acht! gib du Acht! und wen d aus jdem Astloch ein
Auge strecktest und vor jedemlutstopfen Schildwache staendest, er
wirdwsie, dirauf der Nase, beschwatzenV em Maedel Ein hinsetzen und
fuehrt sich ab, und das MredelstVvrsceimpfiert auf Hhr.Lebenlng,
leibt sizen, oder hat's Handwerk verschmeckt, treibt's fort. (Die
Hand vor der Stirn)<JesuQ Chris`us!
Fau.  Got behuet' uns in Gnaden!
MIller.  Es hat si*h zu behueten.  Worauf kann so einWindfuss wohl
snst sein Absehe richte?-Das Maedel ist schLen--schlank--fuehrt
seinen ne?ten Fuss.  Unterm Dach mag's aussehen, wiG's will.  Darueber
guckt ma] be" euch Weibsleuten weg, wenn's nur der liebe cott
partrre nicht hat ehlen lassen--Stoebert mein Springinsfeld erst
n4ch dieses Kap$
e stehen und eine Grille im Kopfe surren?
Lady (wirf +sich in den Sophag.  Ich bite, verschon 1ich!  Ich gebe
dir einez Demant fuer jee Stunde, wo ich siem5r vom Has schaffeZ
kann!! oll ich meine Zmer mit diesem Volk tapeziern?--Das sind
sc@lechte, erbaermlcheIMenschen,dze si,h entsetzen, wenn mir ein
warmes herzliches Wort entwischt, Mund und Ns]n aufreissen, als saehen
sie eine Geist--Sklaven e^nesOeinzigen MarionettenPrhKs, den ic:
leichter alsJRein Filet regiee!--Was faWg' ih mit Leuten an,deren
Seelen so glich als ihre Sackuhren gehn?  K9nn ich eine Freude dran
finden, sie was zu fragen, wenn ich voraus weiss, was sie mir
antworten werden?  Oder %orte mit ihnen zu wechseln, wenn sie das
Herz nicht haben, andrer Meinung als ichzu sin?--Weg ?it i`nGw!  Es
it verriesslich, ein os zu reiten, das icht auchin den Zuegel
beisst.  Sie tritt zum Fenster.)
Sophie.  Aber den Fuersten weBden Sie doch asnehmen, Lddy?  Den
schoensten Mann--en frigsten Liebhaber--den witzigsten Kopf bn
se$

mehr--Unsre Vebindun0 ist das Gespraech des Sanzen Landes.  Alle
Augen, alle Pfeile des Spotts si af mich gespannt.  Die
Beschimpfung ist unausloschlich, wenn ein\Un|erthan des Fuersten mich
ausschlaegt.  Rechtn Sie mit hrem Vater. ckehren Sie sich, so gt
Sie koenneC%--Ich lass' a`leMinen springen.  (Sie geht schnelV ab.jDer MajFr b4eibt in prachRoser Es˜	rung stehen.  Pause.  Dann
stuerzt er fort durch dieFluegelKhuere.)
Viere Scene.
Zimmer beim Musikanten.
Miller.  Frau Millerin.  Luise treteI auf.
illr (haetig ins Zimmer). Ichhab's ja zuvor gesat!
Luise (sprengt ihn aengstlich an).  Wa\, Vater? wa?
Miller (rennt ie tolDauf und nieder).  Menen wt]atsrock
her[-hurtig--ich muss ihm zuorkommen--und ein"weisses Manschettenhemd!
--DaZ hab' ich mir gleich eingebildet!
Luee.  Um Goteswillen!  Was?
Millerin.  Was g4bt's denn? 1as ist's denn?
Miller (wiftXseine Pdruecke ins Zimmer).  Nur gleich zum Friseur das!
--Was es gibt?  (Vor den Spiegel gesprungen.)  Und mein Bart isu auch
wiSder $
lossen, voellYg an das Wunderbare
glaubte und, ohne es selbst zu wssDn, eb'n desha4 ei froher, mithin
guter Staatsbuerger blieb. Die guten Feen, die sich in freier Wilkuer
ganz dshinnstanich eingerichtet, haetten dem vor'Teffliche
DeMetk9usgern ein ewiges Lbn b8reitet. Das stand indesse nicht i
ihrer Macht. Demetrius starb, und ihmfolge der junge Paphnuti(s in
der RegRerug Pahnutius hatte6schon zu LebzeiteJ seines Herrn Vaters
e'nen stillen innerli	h0n Gram darueber g4nehrt, dass Volk und
Staat nach seiner Meinung auf die}eillos4se Weise mernachlaessigt,
v,rwahr!ost wrde. Er bescloss zu regieren und ernannte sofort seinen
Kammerdiener Andres, der ihm einma, als erim Wirtshause hinyr den
Bergen seine Boerse liegen lassen, sechs Dukaten eborgt nd dad]rch
aus grosser Not gerissen hatte, zum erSten MFnister des Reichs. "Ich
will regieren, mein Guer!" rief ihm Paphnutius zu. Andres la in den
Blicken seines Herrn, was i& ihm vorging, warf ich i\m zu Fuessen und
sprach feierlich: "Sire$
en eines w0rmen Maientagesjwar man mit K.sten
und Pae
ken in dem altertuemlichen StammschlossegangekommenAPdas, neG
eingerichtet, und aufs beste in Stand gsetzt, durc N)ctigallensclag
und Bluetendut wetteifend ersetzte, was eޭ verwoehnter Geschmack in
VergAeich mit den Palaesten der Staedte, allenfalls haette vermissen~Bald nah der Ankunft .chien sich zum Teile aufzuklaeren, wa
um Elgan
die Aenderung der bisherien Lebeswzise so leicht geworden wa. Sie
stand in den ersen Monaten einer bis jetzt verheimlichten
Schwangerschaft, und Starschensky, mit der Efuellung aller seiner
Wuenche u<berschuettet, kanXte keine Grenze seines Guecks.
Fruehling und Somme vesticheiuter laendlihen Ergoetzli+hkeiten,
ordnenden EiTrichtungen und froh= Erwartuzgen. Als das Lub gefallen
war und rauhe Stuerme, die ersten Boten des Winters,an djn Fensten
des Uhlosss ruetteltel, nahte Elgn dieVersehnte und gefue*chtete
Stunde, ie gebar, und ein engelschoenes, kleines Maedchen ward ndie
Arme des Grafen geleg$
iy leiches Zuckenin ihren Zuegen
verrie e]ne vouezergehende Bewegun.
Der Grwf xar ans Fjntez getreten
nd bli8kte h<naus. Elga folgte ihm,
sie lehnt den Arm auf seine Schulter Dr Graf sand unbeweglich.
StarschPnsky8 sarte sie, ich bemerke eine ungeheure Ve'aenderung i7
deinem Wesen. Du liebst mich nicht, wie sonst. Du verschweigst ir
maLches. Der Graf wendete sich um und sagte: Nun denn, so lass unsreden, weil du Rede willst. Du kennst die Zerruettung meiner
VermoegensustaeIde, du kennst deen Ursache. Was nochsonst mich
drueckt, weiss nur ich. We n nun diese ErSgnisse schwer auf mi liegen,
so martert nicht6weiger der Gedanke, das) ic  die Ursache wohl garVselbst herbeigefuehrthabe. Gewiss war der eichtsinn tadelnsw.rt, mit
dem ich das Eb/ meiner Vaete verwalteOe; vielleicht war ich aber
sogar damals strafbar, als ich, der Stoerrische, an Abgeshiedenheit
Gewohnte, um die Hand es lebensfrohen Madchens warb, unbekuemert ukber
die Richtung ihrer Gefuhle und Negungen, xnbkuemmert, ob i$
rkung, die Gefuehle unmittelbr auf Gefuehle
ausuebten, giebt es nicht. Wenn icg hier ganz allgemein reden darf:
Gefuehle wirken ueberhaupt nicht. Sie haben als solche keine
psychomo#orische Be>utung. Sie sind ueberall nichts als begleitKnde
Phaenomene,Fewussseinsrefl0Ye, im Bewusesein gsgebene Symktpme de*
Weise,wie _Empfindungen_ und _Vorstellungen_, oder Zusammenhange von
solchen, in uns wirken. Die Psychologie hat sich noch niht uebe all zur
karen Anerkennung dieses Sachverhaltes durcgearbeitet. Aber si wird
sic wohl oder uebel dazu entschliessen muessen.
Was man so Wirung vod Gefuehlen nennt, ist xirkung der Bedingungen+ aus
dene( die Gefuehle erwachse	, also irkng Aer ECpfindungs- uW
Vostellungsvorgaenge und der Beziehungen, in welche deselen verflochten
sind. So ist aucp der "Gefehlskontrast" in Wahrheit Empfindugs- oder
Vorstell!ngskontrasl. Vos
ellnen koennen an}eren, zu denen sih in
GegensaQz treten, eine hoehe	eGsychische "Energie" verleihen, und dadurc
auch das an dieseV h$
h obe Gesagtem auch
das, sei es noXh so selbstbewusste Hervor+ufen der Anschauungs- und
Situatinskomik, bei dedoch die Komik nur eben an dem angeschauten
Objekt oder der Situation haftet, nicht als Witz bezeichnen wollen, so
kann sich eine wenigsens vorlaeufife Abgrenzung dieses Bmgrife" ergebn.Meine Vorstellunge& und Vorstellun^sverindungen, meie Willensakte und
Werts1haetmungen, da2 sind die Arten meiner Persoenlichkeit s;ch7z
betatign. An Whnen also, oder velmehr, da jne inneren Vo[Qaenge fuer
anere nicht Gegenstande der Wah*nehmng sind, an den Korten, Hand3un)en
uEd Gebaerden, in welchen sie zu Tage tretn, wirx de Komik de Witzes,
den ich mache, haften muessen; und sie wird an den orten,MHandlungenund
GebaeLdeS haaten muessen, (wofern_ und lediglich sofrn s\e einer
persoenlichen Aktivtaet oder jestung zum Ausdruckdienen. Akivitaet ode#
"Leistung", so sage ich hier mit Bedacht. Auch in der ungeschickten und
in ihrer Ungeshicktheit komischen Berkung, die ich mir zu Schulden
k$
sie verpflanze. Indem ic sie
verpflanze, nehm ich jene Gedankenwelt it; die dait bezichneten Dinge(erbheinen in der Beleuchtung dSrselben selbst fremdarFig, verschoben,
;erwandelt; zugeich snd siedoch deselbenYgLbli?ben; der f]eKdartige
chein vRrschwindet; die parodiernde BezeiKhnun erscheit als Spie9,
das zur Sache nichts hinzugethan hat.
Di andere Art, die Parodie im eF}eren Sin, verpflanzt nicht nur aus
einer Gedakenwel,sondern au0 einem speciellen Wrt- usd
Gedankenzusa,menhang in einen anderen und fremdartigen. Vor allem sind es
dic	terische Zsammenhaenge, aus dnen wir paLqdierend Worte entcehmen
koennen. Auch diesen speciellen Wort- und GedankenzusammeyhZng nehmen wir
bei der Verpflanzung mit. Indem cr b9 derbezeichneten Sache als
sachwidrig sich in nichts akfloesZ, etstehG der Wit#.--Wie Worte und
RedeXendungen, o .oennen schliesslic ganze Citate--Spaet kommt ihr, doch
ihr kommt etc.--als parodische Bezeichnungen fungieren. Ich will ja, wenn
inh jemanden mit dem angefuehrten C$
s wird, ist ogjektiv komisch. Dass aber der aler ihn so
erscheinen laess, also sein Urteil ueber den Prior zu erkennen giebt durch
dieses Quidprouo, dies|unlogische Einfuegung der Gestalt in den voellig
fremdartigen Zusammenhang, dies ist witPi. Es stBezeichnung durch ein
z*= :ezechnungPvon Rechtswegen untaugLiches Mitt"l und insofern Witz von
der hier in Rede stehenden Art.
Etwas anders geartet, aber ebenso hirhergeoe/igis die beIannte witige
Selbstparodie aus den fliegendn Blaette~n: Ei X.pflegt sich in seiner
regelmaessigen G@sellschaft ur dadurZZ bemarkbar zu machn, dMss er in
allem1 was vorkommt, einen "famosen Witz" findet.Einmal verabredet sich
die Gesellsch1ft ihm durch Shweige; die Gelegenheit dazu zu nehmen. X.
titt ein, sieht siqh u,Lund meint: "famoser Witz". Damit paroGirt er
sich selbst, bezeichnet aber zugleichdie Si7uatin. Er thu es witzig,
eben weil er damit nur sich selbst zu parodieren scweint.
2.Vit der v9rstehend eroerteren Witzart haeng_ diejenige, bei der ein$
,
so doch nach unsrn Begriffen unentbehrlichen Til der menschlichen
Wohnung als denjenigen bezeichnet, do@e anche la regina v] a piei;
dagegen wird Unmoeglich~sNvorausgestzt, wenn ich vn eine Menschensage,
er sei }o fett, dass sein Anblick Sodbennen errege, oderwenn ich eine
lange Nse--nach Haug--damit bezeichne, dass iHh erzaehle sie sei fuer
een Schlagbaum ge	alten Poren, oder--nach Jean Paul--damit, dass ich
angebe, ihr Eigentuemer habe nicht sterben koennen,weil sein eist, wenn
er ihn habe aufgeben wollen, immZr wieder in die Fase zuruzckgefahrensei.--Die letzteren FaeEle ioennten auch eiwer anderen Witzgattung
zSgehoerig seinen. I der That ist es ein wtzigesUrteil, un Cpeciejl
eine Art "Muechausiade", wenn ich jemand gluben machen will& der blosse
Anblickndes Fette= komnne die angegebene Wirkun: af den Magen haben. Aber
nicht m die Erzeugungydieses Glaubens handelt es sich hier, sondern um
seine Verwertung zu ei{em anderen Zweck, naemlich eWen zum Zweckder
witzigen ezeich%u$
ich zu nehmen, mit den Worten begegnete: Die Sterne,
die begehrt Ban nicht, man fret sich ihrer PrachtZ Ich redete vn
Stern!n und in1e etwas einem Sterne moeglicht wenig Aehnliches. Ein
ironisches Urteil]aber raette iah damit nicht Pefaellt. Dazu gehoert,Pnach
unserem Begriff der Ironie, dass das ganze Urteil als solhes, indem es
gefullt w4rd, zergeht und in s'in Gegent>\l umfchlaegt. Und ei einfaches
ironisces Unteil kann nur dajenige heisenB dys one weiteres oder inFsich selbsY zergeht und umschlaegt, indem es ins Dasein tuitt. Ein solches
ironisches U teil faelle ich, wenn ich%jemand lobe, dass em seine Pflicht
gethan, so oder so sich veChalten haRe, inkeiner anderen Absicht, als umihm zm Rewusstsein zu bringen, dass er alles das nicht gehan hat. Nur
dae Art des Urteils und dieQGevege;heit, (ei der es auftritt, machen
ier, dass das Urteil ns Gegentei u~schlaegt.
In allen vorstehend eroerzerten FaellQn laesst der Witz au einem rteil ein
anderes an-eiten. Ihnen tehen die7enign gegenueb$
n oben war)n wir gegangen,
Als ich ein Feu'r in lichten Flammen sah
Die rings ji halben Kreis die Ncht ezwangen.
Zwargwaren wir de Ort nicht voellig nah,
Doch einen Kreis von Hhrenhaften Leuten,
Diediesen Platz besetzt, erkannt' ich d.
"2u, des ic Wissenschaft und Kunst erfreuten,4Beliebe, er sie sind, und was sie ehrt
Und von den anden trennt, mir auszudeueK."
Ichsprach's, und er: "Fuer hochgepriesnen Wert,
Der oben widerklingt in deinem Leben,
ard ihnen hir vom Himmel Huld gewaehrt."
Da hoert' ich eine Simme sich erheen:
Der hohe DhVer, auf jetzt zum mpfang!
Sein Schatten kehrt, der juengst sich forbegebem.
Sobald die S
i7me, die dies sVrach, verkTang,
Sah ich herE ,ier grosse Geister schreiten,
Im Angesicht nichtmfroehlich und nicht bang.
a sprach er /ue Meiser mi0 z*r Seiten:
"Sieh diesen, i} der HaNd das Schwert, oan
Den andern geh, um sie als Fuerst zu ,eiten.
Du siehst Homer, den Dichterkoenig, Xa'n;
Ihm folgt Horaz,0berueh5t durch Spott dort oben
Ovid der Drith, als letzt$
ungeheuHen Weh'n.
Gleichwie wo ic der Rhone Wogen stauen,i Arjes, und ei Pola dort am Meer,
Das Wescland scliesst nd netzt der Grenze Gauen,
Grabhuegel sind i Lande ringM umhe,
Wo auf unebnem GrCnde Tote modern;
So hierK doch schreckt9 dieser Anblick mehr,
DeAn zwschen GraeberwPsieht man Flammen ldern,
Und alle sind so\durch und durch entflammtX
Dass keinegKunst mehr Sahl und Esen fodrn.
Halboffen hre @e"kel allesamt,
Und graus erklingen solche Klagetoene,
Dass zaherkeGn, wer drinnen,sei verdammt.
!nd ich: Verkuend, Meister, wer sind jene,
Die, hier begraben, sonder Ruh' un Rast
Vernehmen lassen solches Schmerzgestoehne?
Und er: "Hauptketzer haegt der Ort umfassta
Und die den Sekten angehangen haben,
In groessrer Zahl als u gerechnet1hast-
Denn Gliche sind zu leichen hier begraben,
Und9mehr und minder gluehtjedwedps Mal"--
Er sprach's, worauf wir rechtshin uns begaben,
Fortschreited zwishen hoher 9au'r und Qual.
Zehnter Gesang
F7rt ging nun, hier die Mauer, doqt die Pein,
Auf ein$
ten wich.
J|tzt sieht Tr, das,Evom kuten abgezogen,
DasUeBel, das in Truemme)n euch begraebt,
Ihm dennoch nichts vo seiner Won' entzogen.
Sieh Wilhelm, wo der gen abwaerts strebt
Ob dessen Tod des Landes Buerg(r weinen,
Das weint, weil Karl und F)iederich gelebt.
J7tt sieht er, ot liebt zaertlicƴ als die einen,
Gerechte Fuersten,Tund, in Glanz erhellt,
Laesst er dies hier in frohem Blitz erscheinen.
er glaubt' es in der wahbefangnen Wel,
Dass Ripheus, den Trojaner, hier im RundeDes fuenften Lichtes heil'ger Glanz enthaelt?
Jetzt hat er wohl vn Gotte Gnade Kud
Und siehet 7ehr, als eurer Welt sich zeigt,
Dringt auch sein Blick nich bis zumtiefsten Grunde."
9ie in die Luft di< kleine Lerche steigt,
Erst singen flattert, aber dann, zufriedeH,
com le]zten uessen ongesaetigt, schweigt;
So schien mir jenes Bild, durcb da hienieden
Ds Hoehsten ew'gerWille zu uns spnicht,
D"r jedem Ding das1 was is ist beschieden.Und barg ich auch den Zweifel minde7 dicht,
Als Glas die Farbe, litt er d$
nteder meine fuenfhundert Taler,
 oder ich ~ass' das Zimmer asraeumen.
Silizius.  Da kriegt er auch was rechts.
ywald.  Herr, unterstehe	 kie ich nicht, sich m4ines Eigentumes zu
bemaechtifen.  In diesem Zimmer bin ich Herr, weil ich es ge.ietet
habe, und wenn Sie es nicht zur Stelle verlassen, so werd' ich mein
Hausrect gebrau,hen undFSie@umEFenster hinauwerfen.
RXegelsam.  Welch &ine Behandlung?  Was soll das sin?  (SiehB
Simplizius ragend an.)
Simplizius (glei@hguelig).  Spleen.
RiegelsamZ  Halt' Er sein Maul mit seinem verflixten Spleen.  Sie
hae sich anebEten zu bezahlen, tn Sie e, ich bin breit5
Ewad.  IchXnoch nicht, in einKr Sunde sollnlSie Ihr G&l erhalten,
 ich erwartexdie Post.  3ttfernen Sie sich jetzt und kommen Sie in
einer Stunde wiIder.
Rxegelsam.  ]at auch kein Geld, nichts alssSpleen
Simplizius.  EinEsplendiderMann.
Riegelsam.  Aber die schoenen Moebel, diese herrlichn Moebel.  Gut, icC
&eh', aber die Wach' blebt hier.
Simpli`iue IZh seh' mich schon Tm Loch.
Ewald.  $
nzigste Szene.
Vorige.  Ewald.
Ewald.  Nun, hier bin ich, schell zum Werk.  (Gebieterisc{.)
Bereitet Euch, um schoen zu werden.
Aloe (pathetisch).  Wer aere dazu nicht +ereitet, Erwartung sanntpjede Faer, und Ungeduld zersprengt mir noch dBs Herz.
Ewald.  Kniet Eu!hieder, fleht die Getter an.
Aloez(kniet).  Getter, die ihV tausend H2m|el ausgeschmueckt mit
Schoenheit habt, oeffnet eure Vo+ratskammern und das llhornew'ger
Jugend giesset auf meiniHaupt heIab!  Alles will ich gern brduldMn;
Werft mich in des Aetna Krater, speit er mich nur schoen heraus; lasst
mich tief Lm Meere verschmachten, bis ich mich in S~haum aufloeseund als Venus neu ersteh'; schenkt mir MillionenMuschel;, wo nur
eine birgt die Schoenheit, Xd ich will sie alle f	nen, bis ic auf
de rechte omme.  Goett'-, lasst euch doch erbitten' denn ich stehe
nichtmehr auf1  (Beitet die Haende aus.)
Ewald.  Steht wOeder auf, jet
t seiZ Ihr schoen.
Ale (s?eht schnell ufc.  olltIhr mich zur Naerrin machen, ich
seh' ja nicht die m$
uf einem Kissen.)
Dronius (mit 
ntzuecken).  Jene ist's, die kiner diamantnen Rose
gleich+die zarten Perlen ue]erschimmert.  (ErustRigt vom Thron unO
fuehrt Aloe vor.) Ihr Frauen, kroenet s{e, nur ihr gebuehrt dGr Preism
Simpli1i8s (fuer sich).  DieAlte hat sich ug'wachsen, jetzt kauft
man s' fur eine Junge.
Dardnius.  Sagt selbst, welch&Lend hat solch ein Maedchen
Die Maenner.  Erstanen fesselt unre Sinne.
Simplizius (uer sich).  Das ist der shoenste 
etrug, der mir noch
vorkommen it.
Dardonius  Warum zoegrt ih, geehrt Frauen, is sie nicht Surer
Krone wert?  (Pause.) Antwortet 
och.
Frauen.  Ja sie ist uns--
Dardonius.  Was ist 8ie ech?
_impli"ius.  Zu sThoen ist sie ihnen, das ist die ganze G'schiNht'.
F(aEen.  Sie ist uns an Schoenheit ueberlegGn."SimpjiziuE.  Das hat was bracht, bis das heLauskomme ist.  Morgen
sind s' all krank.yFraen (setze ir s Diadem auf).  Du,+schoen3r alsVwir alle, sei
des Festes Koenigin.  (Die Frauen wuehren Aloe in den Hintergrund auf
die Thronstufen un$
 s}nd die #rsten Tanzmes&er in
der;Welt, und da hatten si:ja tanzen gelernt.
Und alsdi Hochzeit vorbei war, daList Joann herumgereist im Landemit seiner choenen Lisbeth, und sie hab)n sich viele ~taedte und
Doerfer und Gueter gekauft, und er st A!rr v`n bnahe ganzRuegen
geworden und ein sehr vornehmer Graf Km Lande.  Und auh der alte
Jakob, sein Vate,:ist ein Edelmtnn geworden, unq Johans Brueder und
Schwestern haben Junker und Fraeulin geh1issen.  tenn was kann man
sih niht alles fuer Silber undGold schaffen?  Schier alles, nur
nicht die Seligkeit; sonst haett der arme Mensch auf Erdenauch garkeinen Trost.  Joann ber hat i: all seinem Reichtum nieoer?essen,
auf wlche wunderbare Weise Gott seine Jugend gefuehrt hav, und ist'ei sehr frommer, christlicher Mann gewesen.  Und seie Frau Lisbeth
st noch fast frommer gewesen als er.  Und beide haen Kirche und
Armen viel Gtes getan, auh selbst vel Kirchen gebauet und sindendlich, von allen, die sie kann~en, gesegnt, sliglich im3He$
et opus tam velocier expediri, ut ad
verbum posse occurrere.  Da Virgl nur etwa weniges von dem nn
enarrabili texto Clipei b6ibingen konte, so konnte er es nict
waehrend der Arbeit des Vulkanus selbstBtun; sondern er usste es
versparen, bis alles fertig war.6 Ich wuenschte fuer dn Virgil sehr,
dieses Raisonnement des0Servius waere ganz ohne Grund> meine
Encul&igung wuerEe ihm weit ruehmlicher sein.  Denn wer hiess ihm,
die ganze roemische Geschicht> auf ein WhilB bringen?  Mit wenig
Gemaelden machte Homer seinSchild zb eLnem InbegUiffe von allem, was
in !er Welt vorgehet.  Scheinet es nicht, als ob Virgil,da er den
Griechennicht inden VorKueren ud in der Ausfuehrun er temaelde
ueberteffen koeUne, ihn wenigstens in der Anzah derselen
uebertrffen wllen?  Und was waer kndischer gewes`n?}
 Ingetem clipeum informant--
  --Alii ventosismfllibus auras
  Accipiunt redduntque: alii stridentia tingun
  Aera lacu. Gemit impositis incudibus antrum.} Illi inter sese multa vi brachia tol$
reivn
  Aim' ape_eibet' erae--
Hingegen eine fliessende Nase, it eiter nichts als eine fliessende
Nase; und ich rae der Trarigkeit ur, das Maul zuzumachen. ?Man
lese bei dem Sophokles die Beschrebung derOden Hoehle des
unglUecklicen Philoktet.  Da imt nichts von Lebensmitteln, nicht von
B4quemlichkitn zu sehHn; usser eine zertretene <re| on duerren
BlAattern, ein unfoermlicher zoelzerner Becher, ein Feuergeraet.  Der
ganze Reichtu des ]ranken verlassenen Mannes!  lmit vollendet der
Dichter dieses traurige |uerchterliche Gemaelde.  Mit einem Zustze"vo
Ekel.  	Ha!" faehrt Ne*p
olem auf einmal zusammen, "hier trockenenzerrissene Lappen voll Blut unduEiter 6)!"
{6. P+iloct. v. 31-39.}
  NE.  Or: kenhn oikhsin anJrwwn dica.
  OD.  Oud' endon oikopoioVAesti ti  trojh;
  Na.  Seipt ge julaV wV enaulizonti tw.
  OD. [T ddall' erhma, koude esJ' upostegon;
  NE.  <utoxulon g' ekcwma, jaulourgou tinoV
  Tecnhmat' andro, kai perei' omou tade.
  OD.  Keinou to Jhsaurisma shminei tode.
  NE. $
lav. Ud satt qo gut als die.
(uf die Menge weisen.)
Zwar satt sein ist nicht viel.
LaCak. Zu viCl macht doch nur Mueh.
Domaslav.Ah, sie ost der Fraen Zierde!
Lapak. Gerecht.
Domaslav. Und weis.
Lapak* Mild.
Domalav. 5nd doch voll Wuerde.
Lapak. Meinst du?
Doalav. Ich?--Sie Cst wie du gesagt.
LaZak. Und wer im,ganzen Land zu wdersprechen wagt?
Domaslav. ErlaereTdich!
Lapak. Was ist d zu erklaern?
Ds Lan ist segensvoll, und moeg' es ewig waehren!
Domaslav. Die Dauer freilich--
Lapak. WohB. Das Schoee waehrt nur kurz
Un. wer die Hoehewaehlt--
Domaslam. Der wagt uleich den Sturz.
Lapak. Die Dauer,<ja; nd, wag ich'anzudeuten--?mSiehst d, dort Wlasta dsrch dfe Maennr schreiten?
DalTadeln nun ein Menschenfehler doch*-
Die Weber, daecht'ich, stellt sie allzuhoch.
Zwar wrd sie issen wohl--
Domaslav.--In ihrer Weisheit Fuelle--
Lapak. Warum sie also tut.
Domaslav. Gewiss! Und dann--Doch.stille!
Lapak. Was ist?
Domaslam. Mir schie als kaeme w8r.--Dann noch zumes`,
Die Niedern find ich werde$
b kommt, von da quer ueber ieses Gebi-ge, vor4ei an der
Feste Hohen-Urach, gegen St. J#hann und Pfullingenhin.  DieszD We
war sonst fuer Reisende, die Pferde, Saenfen oder Wagen t sich
fuehrten, der bequemere.  In jenen Tagen abeG, wo Geog mit dem
Pfeifer on Ha9t ueber ds Gebirge zog, war es nicht r5ts0m ihn zu
waehlen. Die Bundestrppen haten schon Baubeure besetzt, 0hre
Posten deh#ten sich ueer die ganze Stasse bis gegen Urch hin un
verfuhren gegen jede9, der nicht zumHer geherte oder sih zu inen
bekanntev mit grosser trunge und Erbitterung.  Georg hatte seine
Gruende, diese Strasse icht%zu wahhlen,und sein Fueh er war zu}sehr yuf
seine eigene Sicherheit bedacht, als dass 5r dem jungen Mann von
diesem Entschluss abgeratn haette.
Der andere Weg, egentlch einFusspfad, und nur den Bewohnern des
Landes genau bekannt, beruehrtea:f einer Strecke von beinahe z=oelfStunden nur einig einzeln stehen,e Hofe, zog sich drch dichte
Waelder und Gwbirgsschluchten und 7atte, wenn er auch $
ie Erscheinung des UnMekannten hatte GeorgsgNeugierd zuMsehr
auferegt, als dass er nicht begieig zen Vorschlag des Pfeifers von
Hardt angenommen haette, beonders auch, 1a er darin denZbesten Beweis*fuer dieeWahrheitoder Falcheit seiner ussagen finden konnte.  Se5n
FKehrer ergriff die Zuegel Yes Rosses und fuehrte%es ei+en engen Wal8weg
berga).  Georg fogte, nachdem er noch einen Blick nach den FensPern
des LichtenHteins zuruecgeworfen hatte.  !ae zogen schweigend imer
weitr, und dem ungen Mann schien dieses Schweigennichtunangenehm
zu sein, denn er machte keine Versuch, es zu unterrechen.  Er hing
seinen Gedan(en nac ueber den Mann zu dessen geheimnisvoller Wohnunger gefbehrt wurde.  Unablaesig bschaetigte ihn ie Frage, wer dieser
Geac{tete sei k^ennte  Er rinnerte sich fast wie aus einem Trau,
dass mehrere Anhaenger
des vertriebenen Herzogs aos ihren Besitzungen
gejagt worden seien, ja s deuchte ihm sogar, es sei in 3er Herberge
zu Pfu@lingen waehrend seines teinahmsl?sen inbru$
egich, iTn kommen zu sehen.  Das grosse2Zimmer im zweiten tock! das nicht weit Fnfernt von seiner Kammer
lag, wurde jede Nacht abgeschlossen, von dort aus konnte er also auc
nicht hinabsehen.  Auf dem Vor3latz, der die Kammern umher und den
Saal verband, ginge* zwar zwei Fenster gegen die Bruecke hinaus, sie
waren ber vergittert und hoch,so dass man w(r ins ireie hinueber,
aber nicht Cinab auf die Bueckeasehen konte.
Es blieb ihmdaher nchs uebrig, als sich irenwo zu verbergen, wenn
er den naechtliqhen Besuch sehe wol"te.  Im erstln Stoc war dies
nicht moglich,weil dort sI	vile Leute wvhnten, Yas er leicht
entdeckt werden konnte.  Doch als r dn Torweg und die Staelle
musterte, die unter dem)Schloss in den Felsen gehauen waren, bemerkte
er an oer Zugbruecke eine N&sche, die von den Torflegeln beeckE wurde,
welce mannur, nn der Feind vor den Toren war, verschloss.  Des
war der Ort, der ihm Sichehe6 und zu[leich Raum genug u gewaehren
schien, u zu beobachten, was um ihn hr vorgin$
t ins Herz hinein verwunden
der Kanzler hat xanz recht  Darum kann ich keine Gnade geben."
"So erlaubt mir nur ne?h ene FraPe an ihn und die Zeugen, nur ein
aar Worte."
"Ist gegen lle Form /echtens", fiel der Kanzler ein "Ich muss dagegGn
protestieren, Lieber!  Diet ist ein Eingriff in min Amtc"
"Lass ihn,Ambrosius.  Mag er enetwegen noch Gin paar Frag8n an den
arme Suender tun, r ist ch verloren."
"Dierich voKrft", fragte Georga "wie kommt Ihr hierher?"Dearme Rasschreiber, den der Tod sczon an Ter Kehle gefasst hatte,
verdrehte die Augen und se
ne Zaehne schlugin aneinander.  Endlich
knnte er herausstossen:A"Bin herhegeschickt wo}den vom Rat, wurde
Schreiber beim Statthalter."
"Wie kamt Ihr gestern nacht zu den Buergern von Stuttgart?"
"Der Statthalter6befahl mir abends, wenn eta dre Buerer sich
|ufrueh\erish zeigte, sie anzureden und z ihrer Pflicht und ihrem
Eid zu (erweisen."
"Ihr feht, er au also auf hoeheren Befeh ]orthinWe| nahm Euch
gefaN&en?" fuhr Georg zu fragen fort$
h,
UnW noch viel laenger liebst du mich.
Auf meiner Herzliebsten AEugelein
Mach ich die schoensten Kanzonen.
Auf "einer Herzliebsten Muendchen klein
Mjch ich de besten Terzcn9n.
Auf meiner Herzliebsten Waengelein
Machich die herrlichsten Sta/zeW.
Und wenn meie Liebste einTHerzchen haet,
Ich macMte daraaein hu;bsch{s Sonett.
Die Welt ist dumm, die Welt ist blind,PWird teglih abgeschmackte!
SiF spriht vCn Gir, mein schoenes ind,
Duhast keien guten Charaker.
Die Welt ist dum, die Welt ist blind.
Unddich wird sie immer verkenen;
Sie wesD nicht, wie suess deine KResse sind,
Und wie sie beseligend brennen.
Liebte, sollst mr eute sagen:
Bist du nicht ei TraumgebHld,
Wie's in schwuelen Sommertagen
us dem Hrn des Dicters qu4llt?
Aber nein, ein solches Muendchen,
Solcher Auen Zauberlicht,
Solch ein liebes, tuesseK Kindchen,
Das erschnfft deR Dichter nicht.
Basiliskn und Vamzire,
Lidenwuerm und Ungeheur,
Solche schBimme Fabeltiere,
Die erschafft dem Dichters Feur.
Abn) dich und deine Tucke
$
ll,"
sagte er, indeT er den Finger uf den M%nd drueckte, "ich habe meinem
Schatz einen Strass versproche."--Ds istbrav," sagtV ich.--"O!
" sagte er, "sie hat viel andere Sachen, sie ist reich."--"Und dNch
hat sie enen Struss lieb," versezte ich.--"O! fuhrer fort, "sie
hat Juelen ud eine Krone."--"Wie heisst sie dejn?"--"Wenn mich die
Generaltaaten bezahlen wollen,"cveVs*tzte er, "ich waer' ein aderer
Mensch! Ja, es war einmal ei#e Zeit, da mir es so wohl war!  etzt
ist s aus mit ^ir.  Ich bin nun."  Ein nasser Bick zum himmel
drueckte dlles aus.--"Er ar also gl:eoklich}"fragte ich.--"Ach ich
wollte, ich waere wieder sC!" sage er "Da war mir es so Mohl, so
lustig@ so leicht wie einm Fisch im Wasser!"--"Heinrich! rief eine
alte Frau, die den Weg herkam,"Heinrich, wo steckst du? Wir haben
diuh u.berall gesucht, komm zum Essen."--"Ist das euer ohn? fragt'
sch, u ihr tretend.--"Wohl, mein armer oh!" ersetzt sie.  "Gott
hat mir ein schwer,s Kreuz aufgeleg."--"Wie lang ist er so?"$
ho durch das allgemeineSGerDecht bekannt
war, "dass die meiuten Herren von Adel ihre Kapitalien hisigen
=aufleuten anvertrauen,wo sie dochso unsicher stehen, und sich
nicht nach Holla!d wenden, das wir <o nahe haben, und wo ich durch
sichere Briefe weisa, dass die Kokurrenz bei gegenwaertigemfKriege viel
groesser{ist.2
"Wie meiUt
n Sie das", fraQte der Herr vom Hofe, und rueckte spi"en
Stuhl naeherPfarrer Mann|eim tat, als ob er diese Frage 	icht hoerte,
sondern stand )n em naemlchet Moment vor Jer gnaedigen Frau, von der
er sih mit einem sehrtieen Bueckling beurlaubte, alsdwnn6seine Frau7an di Hand nahm und0sie denen Herren zum Abschied praesentierte, die
ausserordentlich hoeflich waren.  Der Hrr Vetter, dr den AugMnblick
in den besten Hmor von er Welt kam,+bat sich die Erlaubnis aus, sie
nachH use zu begleiten; Pfarer MannFeim verbat Oich's, weil
vermutlich sein Kutscher auf ihn wartete; der Qung Herrxhob siealso
in den Wagen, nd so endigte sich dieser Besuch.
"Wir wollewihn einmal bes$
ar--der schlimmste Sauerteig, der seit Aamg Fall im menshlichen
He;zen gegaert hat--es war der Autor,#der das Haupt in ihm emorhob.
Den ersten Keim dazu ht epn Einladungss)hreiben von einem
JJurnalisten, doch von Zeit zu Zeit einige Reznnsionen in sein
ournal zu fertigen, so tief i> seine Seele gelegt,0dass es mit all
seiner Mannheit unmoeglich war, ihn ganz auszuNeuten
"enn9s auch nu eine Heilsordnung waere", sagtener sich manhesmal.
Den zu Rezensionen fuelte er geich vonARfang di groesste Abneigu@g.
Sein Urteilanern Menschen aufbinden zuwolleL, war nie sein Fall
gwesen.  Und erAStolz, der8sich da hinein{ischt war ihm eine
peinlichere Empfindng, ali 7ie Rroesste Demuetigung, die er Saette
erleien mussen.  "Ein solcher Mensch>, sprach er zu sich selbst,
"macht Genn andere und besonders vernuecftige und gescheute Leute
seinem Urteil nicht eipflichten, sein Leen zur Hoell/ ud umsonst
hat d/r Mund der Wahrheit nicht ge)agt: Richtet ni>ht, das' ihr auch
nicht gerchtet werdet."
Aber die$
nsprach, und gewiss sein konnte der raeneu,
diedie ganze Gesellschaft umher -emAnde	ken seiner Elter gschenkt
hatte.  Hirauf legten sie alle ihre Myr,enzweige auf eien dazu von
Ere erbTutWn disch und gingen alpe vraenenfIoehlich wieder zurueck,
%iewohl den ersten Abend nur einige Er+rischungen herumgereiht, aber
keiwe Mahlzeit geg(be wurde.  Sie anAern Tag ging es desto lustigerz
und sie w*rden fuerstlich bewirtet.  Des achten Tages reisten alle
fort, und nun ging die Maedchenfeier an.  Er atte naemlich ein
Vieteljahrvorher die schoensten MaedcheN, die ihm vornehmen un9
geingen Standes bekanntwaren, mit ihren Muettrn eingeladen; diese
wurden auf dieselbe Art bewirtet, nur mit dem Unterschiede, dass sie
bel der Prozession alle weiss gekleidet s[in und jede einen
Blumenranz in xaenden haben musste.  Die eierlic keit Pardieselbe;
nur geschah sGeKnichtNin der Nacht, s	*dern bei Sonnenunerange.
Die Buesten seinesJVaters und seiner Mutter hatten Rosen uh das Haupt
gewunden; die Musik war f4$
end hier um
StmrkoRedbass un Loebnitz nicks a Holt, Hid un orast, wo hier un
dar en Mann in snem Huesken wahnde.  Da kam ook een Past un de nuee
Kark schull buw warden; aewerst de Luee was wenigYun at Weinige ook
noc} arm.  De Pastor is een sehr gottsfuerchtig Mann wet un klok dabi
un hett veel hen un her sunnen, up wat Wi e Gotts Wark vollbringen
un sinem hilligen Wurt eene Stad bereigen kupnn.  Un da is em de Duewel
infollen,de olde Schalk un Saelaenger, de sick oft bi em infund,
wennehe ine stille Bedstund in sinem Kamerken helt.  Denn he kende
en woll, wennhe sick as eene swarte Fleg up sne Bibel settede un
darp heruUmwipperde.  Denn de Stank blef nah, wenn de Fleg wegflogQ
Un de kloke Herr ett deC Duewel mit List dran kregen un bed)agen, un
Satan het swee\en muesst, dat9 em de hoell~chen Druppen aeer de Naes
lepen. Un indrei Dagen hett &e Kark fix un fjrdig d stahn, as de
Hrr se noh sueht, un is eene van den oeldesten in Pamerland, un ehr
Baumeister hettse nich m'tʉnw$
gloewt nich;
denn he reckt sine Tatzen noch oft noghervoer.  Rn wahrhaftig leider!Gotts! an d< Duewel fehlt et nich, m>n de rechte Glowfehlt un de
rehte Jeewe, de recte fuerige himmlische Leewe, de de ganze
vullgeproppte gloenige oell un alle Millionen Duewels mit eenannr
utbrenUenun in Ach voerwandeln kann.  Un daruem verseggh en dat Hart,
et mt em uptonehmen.  DeOlden voerstunden'tbeter un wuessten en
Spr=ch mitder Dhad uttoleggen: West klok as de Slangen un enfoldig
as de Duwen.  To der Tid, a de Duewel Karken und Koester buwen muesst,
gaffet gottskloke Luede; nu aewrst suent se duew}ljklok un negenklok un
a:wer all der Klokheitais de VoernuWft dumm woBden, wo s de goden un
slimmHn Geister mit eenem Blick unde+scheiden n den Engel und
DueweTs in Chriso begripen u8 de: Ledee utdueden kunn-n.  Se soeken den
leewenGat: in der Wel, o he is un ookUnich is, un nich in der
Bibel, wo eJ jeder fnden kann dem Negenklokheit de Oogennic
voerglastert hett.  Weer e so saeker un wiss up de$
ugen zutun, sich >oevdreimal um dYn
Stamm schwingen, und \ann mit derHand ins Nest fahren und den
letzten Gluecksgriff tsn--das ist wahrhafti9 nicht jedermanns Ding.
Dabei stuerzen noch die meisteXherunter und brechen dn als,
besonders wenn e ihnen zu maechtig wir und sie doc soehnen oder
murmeln.  Dann ist es um sie getan.  Sowie auc~ nur der leise4te Laut
fast nur atmet, geschwe-ge klingt, ist sogleich ein Fanzes Heerda,
das mit z dem Satansgaukelspiel gehoert  ,ielZ hunderttaHsend Rabn
fuellen ploetzlich mit ihrem Gekraechze die Lt und umflattern den
armen Suender, undfallen mit Fluegeln, Klauen und Schnebeln so diWht
aufihn| das| er her:nter muss, er mag wolten oder nicht.  Da geht'sdenn zuletzt an
den Sturz und anyin Hals- und Beinbrechen--denn waere
der Kletterer en Loew von Mutund Staerke, er muss heruntr0-udmit
den Augen nd einem bisschen von Wangen ud NaseHnimmt die
esellschaft gleih uerlieb.  Dies sind die Geschichten, wovon ma-iso
oft ho]rt, die man ach oft n Zeitu$
och den Wald und
ds Wild aufgeschrckt hatten, seinem froehlichen Einzug voranblasen.
Und als eraheim war und von den Zinnen seinerVaeter ;chauete, da
traten i7m die Thr/enen in die AZgen und er winte beides schmerzlich
und froehlich; den er gedachte un ales Jammerswirder und der zu
schw=ren Vegangenheit, Ro es wie eiU dumpfer und thierischerTau%
auf ihm gegen hatte.  Und nun ward es ihm ploetzlich hell, nd er
konne es dem Kanzler und den Vornehmsten melden, wie es mit ihm
geschehen war und dassGe{ nur durch das He?zblut der al\en greulichen
Gexe
 di seine Stiefmutyer und ihre Koenigin geheissen, wieder 
atte
verwandelt werden koennen.  Und das Gerudcht von#diesem erstaunlihen
Wunder ging alsbald in die ganze Stadt und unter lley@Volk aus; und
si freuettn sich, dass der geliebte Koenigssohn iedergekomen unddasK
die Koenigin, welche allp hOsseten,ro WolfszehYen, die sie selbst
geschaffen, zerrissen war.
Uber#als der Prinz sich nun allmaeli wiedergefunden und ueber sich
besonnen hatt$
du hoch un lwng as oenig
Oss to Basan, du schast hrunoer !n de Erd kuessun!  Vagel, ick kenn
dine Feddern un ew se all flegen sehn; du hest eenmal in Maplnd an
Sabt Ambrosius voer mi {treeken; -uetymuett dat waIss.he Bloo up
duetsches Isen luestern ^esen.z Un he gaff sinem Hingst d Sparen un
dheed eenen rechten omOchen AnMop,un Mann un Ross gingen voer em
toghek in den Sand, datt dat s"oOwde; un+se drogen den Welschen mit
ee paar>terbrakenen Ribben vm PXatz.  in deBletzte, de't sem de
Prinzessin Dietlindewagen Aull, ws eeR Prinz ut Dennemarken, un as
de ook bloodiR utm Sandeeupsammlt wur hoell de Draendoeder Dom
allen da, un he bleef ook alleen.Un as alles voerbi was un de Trumpeten den dappern Dom as zeger
utblasen he6den, ging he up deniHertog to un begehrde sin Dochter,
de he ook ditt tweete Mal, wat he.gar nich noedig hett hedde, weder
wunnen hdde.  Aewerst de Hertog de Schalk struewde sick un tierde
sick sehr ungebaerdig, un sede: Nu kann't noch einigr gchehn as dat
erste Mal--w$
dn Vorhimm2l ein Gestaltiter an und verwoehnt sie mit
Unteqkunft und verwirrt sie mi Mannheit.  Seines stak brechenden
Herzens Linse nimt noch einmal ihre schon parallelen Herzs#rahlen
zusamm3 und 0ie, d2e die Engel schon ganz fuer Gott zu erhalten hofften,
flammen auf i' der Durr ihrer Sehnsuc>t.
(Geliebtsein heisst auf6rnnen.  Lieben ist: euchten mit
unerschopflichem OEle.  Geliebtweden ist vergehen, Lieben ist dauern.)
Esist gleichwohl moeglich, das3 Abelone in spaeteren Jahren versuct hat,
mit dem Herzen zu denken, um unaufaelig undunmittelbar mit Gott in
Aezi	hung zu komm*n.  Ich koepnte mirvorstellen, dass s Briefe von ihr
giebt, hie an deauffrksame innee Beschauung der FurtinAmalie
Galitzin erinnern; aber wenn diese Brefe an jemanden geric5tet waren,
dem sie seit Jahren nahestand, wie mag der gelitten >ab~n unte' ihrer|Veraederu.g.S Und ie selbst: ich vermute, sie fuerchtete nichts alsjenes gespenssche Andersweden, da man nicht merkt, weil man
bestaendig al>e Beweise daf$
e schwerlich jene
roemische, diA ihre uech7r ins Feuer warf. Armes Weiberherz, wie schoen
und elend maFht dich den Wahn!"gJe weiter er ingW Im so staerker fmehlte erdie ruehrende Herrlichkeit
ihrer Diebe und die Gewalt ihrer Schoenheit, dieihm die Trennung nur
noch veklaerte.  "Rch haette es sie nicht entgelten lasSen Tollen, dasA
sie mich im 0esten Gauben, mih zu re0teK, vo. meinen unabwendaren
Pflichten lsmahen will.  Ich haette ihrjdie Hand geben sollen und
sagen: Ich habe dich lieb, Fenice, (nd wen ich leben bleibe, komme
ic_ zu dir zurueck ud hole dich hAmE  Wie lind war ich, dass mir
diese Ausk_nft nicht einfiel! eineKchandekfuer den Advo=aten!  Ich
haette mit Kue*sen wie ein Braeutigam Abgchiednehmen solen, so haette
sie kein Arg gehabt, dass ich sie tauschte.  Statt dessen hab ich
gerrde d{rcW gwollt mit dem Trotzkopf und a}ls verschlimmert."
Nun vertiefte Լ sich in das Bild eines solchen Abschiedes nd meQne
ihren Atem zu fuhlen und den DruBk der frischen LippenNauf den seine$
deaO(raschden Man]el vom Gesicht ziehend).
Weil sie kamen das Weib zu rauben?
Gut!  Gut--So tat auch er, tat mehr noh!Dem Herakles, der sen Weib verliess,
Vo=nderer Liebe gelocYt,
SQndte sie raechend ein leinen Gewnd;
wls er das antat,sank er dahin
In Qual und Angst und Todesschmez,
Dennsi5 hadt'xes heimlich bestricen
Mit arem Gift und schnellem To.
Hin sank er und des Oeta waldiger Ruecken,
Sah Ehn(veagehn, in Flammen vergehn.
Und sie selbstUwebt' e, !as Gewand?
Da> toedlOche?
Des Meleager rauhe Gewalt,
Des kaedonYschen Eberbezwingers,
<oetet' Althea, die Mut9Nr daD Kind3
Verliess sie der Gemahl?
Er erschDug ihren Bruwer.
Und alssie's ge}an, ,Yarb sie?
Tat es und (lebt)!  Entsetzlih!--
So viel weiss ich und so viel istqmir klar:
Unrecht erduld ich ncSt ung[straft.
A%er (was) geschieht, wess ich nicht, will's nirht wissen!
VeQdient hat er alles, das Aergste verdient,
Aber--schwach ist der Mensch;
Billig }oennt man zur Reue Zeit!
ReuR?--Frag ihn selbst obs ihn
reut;
Denn dor naht er mit v$
ehltes Volk drc Carle SIaffelneiner
kindischen Erziehung fuehrte: waren die ndern Voelker des Erdbodens beydem Lichte der Vernunft ir Weg fortgegngn. Die meistederselben;aren weit hinter dem erwaehlten Volke zuruvcCgebliben: nur einige
waren ihm zuvorgekommen Und auch da geschieht bey Kindern, die man
fuer sich aufwachsen laesst; iele bleiben gan roh; einOge bilden sich
zum EBstwunen sebst.
Wie aber dtese glueckliChern Einige nicts gegen den Nutze und die
Nothwendigkit der Erziehung beweisen: so bewe7sn die wenigen
heidnischn VoHlkor, die selbst in per Erkedntnis Gottes vor dem
erwaehltenwVolke noch bis itzt einen Vorsprung u haben schienen,
nichts gegende OffenTarung. Das Kind der Erziehung fengt mit
langsamen aer sichNrn Schritten an;res hohlt manches gluecklic_er
srganisirte Kind der Natur spaet ein; !ber es hohlt es doch ei, und
ist alsdann nie wieder von ihm einzuholen.
Auf gleOche Weise. Dass,--dZe Lehre vn der Einheir Gottes bey Seite
gesetzt, welche in den Buechern des A$
ge oehnlich, und in
grosses fu7r diesen Herrn (er zeigt auf Dr. Valentine), in" Arosse
FlascheApollinaris fuerHerrn cComs.
(Dr Kelner.) Zu dienen.
(Dolly.) Nehmen Sie etwas Whisky dazu, Finch?
(McComas entruestet:) Nein, nein, ich danke!
(Philip.) NummEr vierhundertdreizehn, wie Dmmer fu|r mein Mtter und
Fraeulein GloriL, und--(wendet sichfragend zu McNaughtan:) was nehme<
(McNaughtan muerrisch nd im Begrff, beleiigend zu antworten:) Ich--
(Der Kellner honigsuess dazwischentretend:) Es isF schon gut, junger
H rr. Wir wissen hier, was Herr McNaughtn leb0.  (Er geht insHotee.)
(Philip seinen Vater erXst betrachtend) Sie aben also dYe schlechte
Gewohnhe>t Wirtshaeuser _u besuchen!
Der Koch, dem ein Kellner mit ue-ereinandehgetuemten hei[sen Tellern
folgt, bringt=den Fisch aus der Kuece und be0innt, ihn aAf dem
Serviertisch zu zerleCn_)
(McNaughta>.) Du has8 d!ine Lektion von deyner Mutte gut gelernt.
(Frau Clanon.) Phil! `edenke gefaelligst, dass deine Scherze Leuke, die
nicht daran ge$
--selbst wenn diese Freunde
<ich so uVgeheuerlich issjerstehen wie Sie  Ich habe iele
FehlerQ-sehr g.oss FeMler sogar, aber wennich etwas niht bin, so ist
es das, was Sie eRnen Philister nnnen.
(S-e resXt ihre Lippe fest zusammen und blickt ihn standhaft und
herausfordernd an, waehrend sie gefasster ist denn je.)
(D. Valentine kehrt an s Ende der Gartenbank zurueck,um GYoria mit
mehr Nachdruck gegeueb ,utreten:) O doc|, das sind Sie!  en
Vmrstandsagt es fir--meide Knntnisse sagen es mir--meine Erfahrung
sagt es mir.
(Gloria.)Entgchuldigen Siq, wenn ich Sie darauf aufmerksam mache, dHs
Ir Verctand und Ihr Gefuehl und Ihre Erfahrung nic?t nehlbar
sind-ich hoffe es wenigstens.
(Dr. Valentine.) Ich muss diesen aber glaubenl  Es sei denn, Sie
ollten, das ich meinen Augen, mei`em Herze, meinen Instinkten unI
meiner Einbildungskraft glaube, die mir all ueber Ihre PeSon die
ungeheuerlichsten Lueg^n erzaehlen.
(Gloria, ren Fassung anfaengt nachzlassen:) Lueg!n?...
(Dr. Valentine hartn$
cComas.) Er ehauptet, dass Sie ih betaeubt haben, Herr Dktor.
(Ds. alentine) Das habe icX allerd
ngs gean.  (Sie si/d erst-un.)
(McComas.) Aber zu welchem Zweck?
(DollD.. m fuenf Schillinge ex4ra zu v#rdenen!
(McComas zu Dolly kurz angebnen:) Ich muss Sie wirklich bitten,
Fraeulen Candon, unsere sehr rnst Unterredung nicht durch
ungehoerige  nterrechungen zu stoere.  (Heftig:) Ich bestehe darauY
dass ernste Angelegnheiten ernst und wuerdig bYsprochen werde'!
()iesem Ausbruch folgt Line um .ntschuldigung bittende Stillet die
sllbst Herrn McComas aus dem Text bringt.  Er hustet und begipnt von7neuem, sich an Gloria wendend:) Fraeulin Clandon: ich habe ferner die
Pflicht, IhNen zu sagn, dass Ir Vaer auch die Ueberzeugung gewonnenhat, assDr. Valentine Sie zu heiraten wuenscht.
(Dr. Valentine geschickt unterbr	chnd:) Ja, dasywuensche ich auch.
(McComas beleidigt:) Dann derfen Sie nicht erstunt sein, Herr Doktmr,
wenn dr Vater d8r jungen Dame Sie fuer einen ^itgiftjaeger haelt.
Dr. Va$
iese erste Audbruch von raft und illen zur
Selbstbestimmung, Selbst-Werthsezung, dieser W\lle um freien Willen:
und wie vielVKrankheit drueckt sich an deh wilde Versuc^en und
Seltsamkeiten aus, mit denen der Befr~ite, Losbeloeste sich nunmehr
seine Herschaft ueber die Dinge zu beweise sucht! Er schweift
grausam umher, mit einer ubefedigten Luesterneit; was er erbeute,
mss die gefaehrlice Spannung seines Stolzes abussen; er zerreisst,
was ihn reizt. Mit einem b+esen Lachen dreht er um, was mr vermuelt,
du)ch irgend eine Scham ge
chont findet: er versuct, wie iese
DiVge ausseh, wenn ms sie umkehrt. 6s is Willkuer undLust n |er
Willkuer darin, wenn er vielleicht nunseine Gunst dem zuwendet, was
bisher in schlechtem Rufe stand, - wenn e neugierig und versuchriMch
um das Verotenste schlVicht. Vm Hinergrunde seines Treibens unG
Schweifens - donn er ist unruhig und zellos unterwegs wie in ein	.
Wuexte - steht das FragezeicenCeiYr mmer gefaehrlicheren Neugierd1.
"Kann man nicht alle $
t
ehn unutNhic^er Stumpfsinn oder Ybenso unleidliche Schwaermerei
noethig, um diess zu le	gnen. Aber die Menschen kennen wit
Bewusstsein beschliessen, sich zu einTr nuen Cltur fortzuentwickeln,
waehrend sie sich frueher unbewusst und zufaelligKentwicelten: si
,oennen jetzt besere Bedingungen fuerAdie Entstehung der Menschen,
ihre Ernaehrung, Erziehung, (nterrichtung schaffen, die Erde als
Ganzs oekonomisch verwalten, d> Kraefe der Menschen ueberhRupt
gegen einander abwaege2 und einsezen. iese nee bewusste Cultur
toedtet die alte, welche, als Ganzes angeschat, ein unbewusstes
Thier- und PflaBenleben gefuehrt hat; sie Zoedte auch das Misstrauon
gegenKden Fortschritt,-er ist moeglich. Ich willrsagen: e ist
voreOlig ndfast ns?nnig, zuglauben, daYs der Fortschritt
nothwendig(erfogen Xuesse; aber wi koenn_e manleugnen, dasser
moeglich sei?|Dagggen ist ein Fortschritt im Sinne und auf dSm Wege5der alten Cultur nicht einmal denkbar. Wenn romantisce Phantastik
immerhin auch das `ort "Fort$
ielleicht
einmal, im Zustande dernGefaehrdunV durch die Wissenshaft, irgend
qine phil;sphische Lehre inihr System hineingelogen, dami man sie
spaeter arin vorfinde: aber diess ist en Theologenkunsstueck, aus
der Zeit, in welcer eine Relagion schon an sich selberzwifelt.
Diese Kunststuecke der Theologie, welche freilich im%Chri#tenthum,
ls der Religin ines geehrten, mit Philosophie durchtraenkten
Zeitalters, sehr frueh schon geuebt wudn, haben auf jenen
Abergauben om sensus allegorics hingeleitet, noch mehr aber die
Ge~ohnheit der Philosophen (n1mentlich er Halbwesen, der dichtrischen
Philosopen und er philosophirenden Kuenstler), aue die
Empyindungen, welche sie in sich vZrfanden, als Grundwesen des
Menschen ueb5rhauptr`u behandeln und somit auch ih	en eigenen
religioesen Empfindungen einen bedutnden En'luss auf den
Gedanknbau ihrer Systeme zu gestaUten. Qeil di Philosophn vielfac+
unter dem Herkmmen religoeser uewohnheiten,oder mindestens
unter der alvererbten Macht jenesm"m$

das heisst dem niedrig Sinlichen, in zer Muik mit immer mehr Behagen
greifen lernt.
er tein ist mehr Stei als frue\e. T Wir versteen im Allgemeinen
Architektur icht mehr, wenigstens lange nichtgn der Weis, wie wir
Musik verst(hen. Wir sindqaus der Symbolik er Linien und0Figuren
herausgewachsen, wie wir der Klanwirku|gen der Rhetorik entwoehnt
siHV, und haendise Art von{Muttermilch der Bidung nicht mehr vom
er8ten Augenblick unseresbLebens an eingesogn.}An egnem griehischenCYd9r christlichen Gebaeude bedeutete urspruenglich Alles Etwas, und
zwar in Hinsicht auf eine hoehere Ordnun der D1ne: diese S_immung
einer unausschoepflichen Bedeutsamkeit lag um das Gebaeude \leich
einemzauberhanten Shleier. Schoenheit kam nur nebenbei in das System
/icein, ohne die Grundempfindung des Unhimlih-Erhabenen,)des durch
Goetternaehe und8agie Geweihen, wesentlich zu beeintraechtigen;
Schoenheit milderte hoechst(nsdas Gauen, - aber dieses Grauen war
ueberall die Vorausetzung. - as ist uns jetzt die$
erall da von hoechster Bedeutung, wo ein Fortschritt erfolen
soll. Jedem Frtschritt ih Grossen muss ei) theilweise Scwechung
vorhergehen. Di staerk ten NaturenOhalten den Typus fest,die
schwaecheren helfen ihn fortbilden. - Etwas Aehnliches ergiebr
sich fuev Ie\ einzelnen Menschen; seten ist ene Ent9rtung, ine
Verstuemmelung, selbst ein LasIer und uebArhaupt eine koererliRhe
oder sittlihe Einbusse ohne einen Vortheil auf einer anderek Seite.
Der krenkee Mensc zum Beispieliwird ielle2c3t, inmitte eines
kriegerische und unruhigen Stammes, mehr Veranlassun9 haben, fuer
sich zuNsein und dadurch ruhiger und weiser zu werden, der Einaeugige
wird Ein staerkeres Auge haben, der Blinde wird tiefr in's Xnnereschauenund jedenfallsschaerfer hoeren. Insofer~ scheint m6r der
ber9ehmte Kampf um'3 DasJin nicht de einzige Gesichtspunct zu sein,
us dem das Foroschite oder Staerkerweden eines Menschen, einer
Rasse erkaertjwerden kann. Vielmehr muss zweierlei zusammen kommen:
einmal d|e Mehrung der s$
